AT101571B - Röntgenröhre. - Google Patents

Röntgenröhre.

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AT101571B
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Sendlinger Optische Glaswerke
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Röntgenröhre. 



   Bei der Herstellung von   Röntgenröhren,   insbesondere   soleher, welche für   die Tiefentherapie bestimmt waren, d. h. welche besonders harte Strahlungen liefern sollen, ist man bisher von der Vorstellung ausgegangen, dass die Güte des Valkuums ausschlaggebend ist. Demgemäss hat man bei der Wahl   des Glases das Schwergewicht darauf gelegt, dass das Glas geringe Wasserhaut (geringe Gasabgabe) und dass es einen hohen Erweichungspunkt besitzt, damit die Gasaustreibung bei möglichst hoher  
Temperatur erfolgen kann. 



   Demzufolge hat man bisher das sogenannte   Thüringer   Geräteglas verwandt und wo es sich um eine
Höchstleistung handelte, ein Glas hergestellt, welches hohen Erweichungspunkt mit grosser chemischer   Widerstandsfähigkeit   verband und nahm dabei dessen schwerere Bearbeitungslähigkeit in den Kauf. 



  Es hat sich aber herausgestellt, dass die Erzielung hoher Leistung   (Anwendungf. moglichkeit   
 EMI1.1 
 und nicht von seinen   Oberflächene@genschaften   abhängt, und   dass es demzufolge moglieh   ist, auch bei
Verwendung von Gläsern niedrigeren Erweichungspunktes und geringerer Widerstandsfähigkeit gegen   atmosphärische   Beeinflussung (z. B. hydrolitische Klasse V) zu   Röntgenröhren   zu kommen, welche den besten bisher erzeugten gleichwertig sind, oder sie sogar noch übertreffen. 



   Ein Weg zur Erreichung dieses Zieles besteht darin, dass man in einem normalen Alkali-Kalk-   Tonerde-Silikat-Glassatz   den Kalk mehr oder weniger vollstänfdig durch seltene Erden, insbesondere durch Zeriterde, ersetzt. Das Glas behält dann die einem Alkali-Kalk-Tonerde-Silikat-Glas eigen-   @ tünliche Bearbeitungsfähigkeit   sowohl vor der Pfeife wie vor der Lampe und gestattet bei seiner Ver- wendung als Hülle für eine   Röntgenröhre   gleichwohl, sofern die Röhren mit der üblichen Sorgfalt her- gestellt sind. die Anlegung von Spannungen von 220 Kilovolt und darüber. 



   Ein Ausführungsbeispiel solchen Glases ist wie folgt, Me2 O3 Zerit- oder- andere seltene Erden zu verstehen sind : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> SiO2 <SEP> ....................70%
<tb> Al2O3 <SEP> ................... <SEP> 2%
<tb> MgO........................ <SEP> 3%
<tb> Me2O3 <SEP> .......... <SEP> ........... <SEP> 5%
<tb> Na2O <SEP> .......................20%
<tb> 
 
 EMI1.3 
 welche, wie oben erwähnt, durch hohen Erweichungspunkt und geringe Wasserhaut ausgezeichnet sind. z. B. das Ignalglas der Sendlinger Optischen Glaswerke, oder das Molybdonglas von Schott & Gen. 



   In Verbindung hiemit kommt besonders in   Betracht, dass   die Beimengung von seltenen Erden, insbesondere des Zers, zum Glassatz zur Folge hat, dass das Glas sich unter dem Einfluss der Röntgenstrahlen nicht verfärbt und dass die Röntgenröhren und Ventilröhren, die aus   zerha. Mgem Glase   hergestellt sind, auch nach Hunderten von Betriebsstunden noch so klar aussehen, als wem sie nie benutzt   wären.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der Erfolg, welcher durch den Zusatz von seltenen Erden erzielt wird, dülfte auch darauf benuhen, dass diese ein   vorzügliches Läuterungsmittel für   die   Glasmasse darstellen, infofein   sie eine starke Gasentwicklung in der Schmelze hervorrufen und so die im Glase gelösten Gase austreiben, wodurch der Pumpvorgang bei der Weiterverarbeitung eines Kolbens aus Zer enthaltendem Glase zur fertigen   Röntgenröhre erleichtert   wird. 



   Die günstige Wirkung der seltenen Erden auf die elektrischen Eigenschaften des Glases beruht, soweit bisher erkennbar ist, auf ihrer spezifischen   Atomstiuktur,   d. h. kleines Atomvolumen in Verbindung mit dem Ausbau der inneren Elektronenringe bei   steigender Ordnungszahl im peuodisehen   System. Es war daher naheliegend, die seltenen Erden bei der Gewinnung von für die Herstellung von Röntgenröhren geeigneten Gläsern durch Oxyde von andern Elementen zu ersetzen, welche in ihrer Konstitution den seltenen Erden nahestehen. Es sind   dieses   z. B. die Elemente, welche im periodischen System etwa zwischen den Ordnungszahlen 20 und 30 liegen, nämlich Scandium, Titan, Vanadium, Chrom, Mangan, Eisen, Kobalt, Nickel, Kupfer ; unter diesen besonders Titan und Vanadium. 



   Da die im vorstehenden angegebenen zusätzlichen   GlasbestandteIe,   von deren Vorhandensein die günstigen Eigenschaften des Glases für die Herstellung von Röntgenröhren abhängen, ihre Wirkung nur ausüben können, wenn sie als glasbildende Bestandteile auftreten, so ist   e,     erforderlich, dass   die Menge derselben nicht unter ein gewisses Mass herabgehen   darf, welches be'läufig auf etwa 1% festgelegt   werden ka. nn. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Röntgenröhre (oder Kolben für Röntgeuröhren), deren, Glashülle aus einem Glas besteht, welches einen Gehalt an seltenen Erden, insbesondere an Zer, aufweist.

Claims (1)

  1. 2. Röntgenröhre nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, dass das Glas mit dem Gehilt an seltenen Erden ein Glas von solcher Zusammensetzung ist, welche ihm eine leichte Bearbeitungfähigkeit und einen verhältnismässig niedrigen Schmelzpunkt verleiht.
    3. Abänderung der Röntgenröhre nach Anspruch l, gekennzeichnet durch den Ersatz des Geh@ltes an seltenen Erden durch Oxyde von zwischen den Ordnungszahlen 20 und 30 de3 periodischen goy, teins liegenden Elementen, insbesondere des Titans und de, Vanadiums.
AT101571D 1923-08-13 1924-08-02 Röntgenröhre. AT101571B (de)

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