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Errichtung zur selbsttätigen Gasanalyse.
Bei den bisher bekanntgewordenen selbsttätigen gasanalytischen Apparaten ist es zumeist erforder- lich, die zu analysierenden Gase zu oder durch den gasanalytischen Apparat zu saugen. Besonders bei
Feuerungsanlagen, wo die Abgase fast ausnahmslos unter einem niedrigeren Druck stehen, als er im
Apparateraum herrscht, muss ein Ansaugen derselben durch die Tätigkeit des analysierenden Apparates oder durch eine besondere Vorrichtung erfolgen. Dieses bei der Rauchgasuntersuchung bis heute aus- nahmslos angewandte Verfahren weist sehr erh ? bliehe Wachteile auf. Insbesondere führt die geringste
Undichtigkeit am Rmchgasfilter und in der oft recht langen Leitung nach dem Apparat zu Fehlanzeigen schlimmster Art.
Man kann sich davon erst eine Vorstellung machen, wenn man bedenkt, dass die Gas- mengen, welche ein solcher selbsttätiger Apparat absaugt, ausserordentlich geringfügig sind und oft nur wenige Liter in der Stunde betragen. Die geringste Undichtigkeit in der Leitung, die so unscheinbar sein kann, dass sie erst nach tagalangem Suchen aufgefunden wird, hat aber bei dem Unterdruck, der in der Leitung herrscht, zur Folge, dass Rauchgas überhaupt nicht mehr zum Apparat gelangt. Saugt man grössere Mengen von Rauchgasen durch den Apparat hindurch, so verschmutzen die Zuleitungen und das Filter sehr stark und man muss grosse Filter und grosse Leitungsquerschnitte anwenden. Der durch die unscheinbarste Undichtigkeit hervorgerufene Fehler wird noch verhängnisvoller, da man ihn nicht an dem völligen Versagen der Anzeige des Apparates erkennt.
Die Analysen unterbleiben dann nicht ganz, aber das Ergebnis weist Fehler auf, die zu verhängnisvollen Trugschlüssen Veranlassung geben.
Ausserdem ist beim Absaugen der Rauchgase bei den meisten Apparaten nicht zulässig, ein gewisses geringes Vakuum zu überschreiten. Bei Verstopfung des Filters durch Russ kommen die Apparate, weil dann das Vakuum zu hoch steigt, in Unordnung, und alles dies hat zur Folge, dass die Anzeige bei der- artigen selbsttätigen gasanalytischen Apparaten erst mit starker Verzögerung gegenüber den zu kon- trollierenden Vorgängen erfolgt, denn infolge der kleinen Gasmengen, die man praktisch nur absaugen kann, dauert es je nach dem Apparatsystem bis zu einer Stunde, ehe die Gase von der Entnahmestelle durch das Rauchgasfilter und die Rohrleitungen nach dem Apparat gelangt sind.
Allen diesen Nachteilen hilft die Einrichtung zur selbsttätigen Gasanalyse gemäss der Erfindung ab. Bei dieser werden die Gase zwar ebenfalls aus der Entnahmestelle abgesaugt, aber die Absauge- vorrichtung liegt nicht, wie bisher, dicht bei, also vor, hinter oder im gasanalytischen Apparat selbst, sondern sie ist unmittelbar an der Entnahmestelle angeordnet, so dass nur in dem kurzen Entnahmerohr selbst Unterdruck herrscht, während in allen übrigen Teilen der Zuleitung zum Apparat und im Rauch- gasfilter Überdruck erzeugt wird. Aus dieser Anordnung ergeben sich folgende Vorteile : Undichtigkeiten an den Rauchgasfiltern-und solche treten an den Verschlüssen derselben sehr leicht auf-und in der
Rauchgaszuleitung spielen keine Rolle mehr. Sie sind für die genaue Anzeige unschädlich, soweit man von ganz groben Zerstörungen absieht.
Lediglich auf das kurze Entnahmerohr braucht man die bisher unbedingt für die ganze Anlage erforderliche Sorgfalt verwenden. Des weiteren kann man ohne jeden Anstand mit grösseren Gasmengen arbeiten ; Dampfstrahldüsen, die zum Absaugen bisher gerade wegen der grossen Gasmengen, die sie auch noch beim kleinsten praktisch möglichen Düsenquerschnitt bewältigten, nicht oder nur mit Schwierigkeiten benutzt werden konnten, lassen sich jetzt mit grösstem
Vorteil anwenden. Ihr Dampfverbrauch ist sehr gering und verursacht weniger Kosten als das bisher in Wasserstrahldüsen zum Absaugen verwandte Druckwasser, und überdies hat man Dampf von
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Der geringtDampfverbra.uch ist für die Genauigkeit der Analysenergebnisse belanglos. da die Rauchgase, um deren Untersuchung es sich in erster Linie handelt, an und für sieh mit Wasserdampf gesättigt sind und der überschüssige Wasserdpmpf sich b'i-fits im Filter kondensiert und abscheidet.
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von Dampf der Fall wäre. Die grossen Gasmengen, welche man jetzt ohne den Aufwand unverhältnis- mässig grosser Unkosten und ohne die Wirkungsweise der gebräuchlicht. n selbsttätigen gasanalytischen
Apparate zu stören, anwenden kann, bewirken eine ausserordentlich schnelle, fast augenblickliche Anzeige der zu untersuchenden Verbrennungsvorgänge im Schaubild.
Die Rauchgasfilter können mit viel grösserem
Widerstand arbeiten als bisher und ihre Reinigung ist erst nach wesentlich längeren Betriebszeiten erforderlich, da es gar nichts ausmacht-, ob der Druck in dem kurzen Rohrleitungsstück vor dem Filter und im Filter selbst anwächst. Der gasanalytische Apparat als solcher wird in keiner Weise hievon beein- flusst, da die Rauchgase hinter ihm frei abströmen können.
In der Zeichnung ist die neue Einrichtung beispielsweise dargestellt. a ist ein eingemauerter Dampf- kessel. Die Rauchgase ziehen durch den Fuchs b ab. In ihn ragt das Entnahmerohr c hinein. Unmittelbar an dessen Kopfende ist die Dampfstrahldüse d angeordnet, welcher Dampf durch die Rohrleitung e zugeleitet wird/Die durch'c von der Düse d angesaugten Rauchgase werden durch das Rohr t, in welchem sich das Absperrorgan g befindet, nach dem Rauchgasfilter h gedrückt. i ist die selbsttätige Ent- wässerungsvomchtung, welche als einfacher Wasserverschluss ausgebildet ist. Vom oberen Teil des Filters gehen die Rauchgase durch die Leitungen k nach dem selbsttätigen Gasuntersucher @ Der dort nicht verwendete Überschuss strömt durch den Stutzen m ab.
Die Verbindungsleitungen zwischen Dampfleitung und Rauchgasleitung mit dem Absperrorgan o dient zum Ausblasen bzw. zum Reinigen der gesamten
Leitung, ebenso das Rohrstück p.