AT100557B - Verfahren zur Fernübertragung von Bildern. - Google Patents

Verfahren zur Fernübertragung von Bildern.

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AT100557B
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Inventor
Umberto Ellero
Pietro Ellero
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Umberto Ellero
Pietro Ellero
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Description


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  Verfahren zur   Femübertragung von   Bildern. 



   Es sind bisher verschiedene Systeme zur Fernübertragung von Lichtbildern unter Benutzung der gewöhnlichen telegraphischen, telephonischen und funkentelegraphischen Apparate vorgeschlagen worden. Abgesehen von den elektrischen Methoden, die die unmittelbare selbsttätige Übertragung des entsprechend zubereiteten Bildes anstreben, kann man sagen, dass jene Systeme sich auf nur zwei verschiedene Gruppen verteilen. 



   Bei den Systemen der einen Gruppe schreitet man zuerst zur zinkographischen Wiedergabe des Lichtbildes unter Benutzung eines zweckmässig gewählten Rasters, und nach erfolgter Vergrösserung des Lichtbildes ist man bemüht, die einzelnen Bildteilchen mit Buchstaben, Ziffern oder Gruppen von Buchstaben und Ziffern zu beschreiben, indem man diese in Einklang bringt mit eigens zubereiteten Schriftzeichen, welche die Form der durch den benutzten Raster gelieferten Elemente des Bildes ungefähr wiedergeben. 



   Bei den Systemen der anderen Gruppe schreitet man ebenfalls zur Vergrösserung des Lichtbildes, gleichviel ob es sich dabei um ein gewöhnliches Lichtbild oder um eine zinkographische Wiedergabe des   ursprünglichen Lichtbildes   handelt, und nach erfolgter Zerteilung des vergrösserten Bildes in viereckige rechtwinklige Maschen mit einer auf das Bild gelegten oder damit aufgedruckten Kristallscheibe, d. i. eine ein eingeätztes oder eingeritztes Netz tragende Glasscheibe, fährt man fort, die Tiefe der Färbungen in den einzelnen elementaren Quadraten oder Rechtecke zu beschreiben, wobei die Stärke der Färbungen ebenfalls mit Buchstaben, Ziffern oder Gruppen von Buchstaben und Ziffern angedeutet wird, mit welchen Gruppen das die hergesagte Beschreibung des Bildes bildende Telegramm, Ferngespräch oder Funkspruch zusammengesetzt wird.

   Diesen Gruppen von Buchstaben oder Ziffern werden Schriftzeichen zugeordnet, die   jene Färbungen verschiedener Tiefe drucken,   welche mit jenen des beschriebenen Bildes übereinstimmen und dadurch erlangt werden, dass man auf der Flächeneinheit jedes Schriftzeichen eine verschiedene Anzahl Punkte oder Striche von beständiger Grösse bzw. Dichte oder auch eine gleiche Anzahl Punkte oder Striche verteilt, die aber in den verschiedenen Schriftzeichen verschiedene Abmessungen aufweisen, wodurch in den verschiedenen Schriftzeichen ein veränderliches Verhältnis zwischen dem Flächenraum des schwarzen Teiles und dem Flächenraum des weissen Teiles erlangt wird. 



   Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen in den Verfahren zur Übertragung der Bilder der obenerwähnten zweiten Gruppe, welche Verbesserungen darin bestehen, dass bei der Wiedergabe der verschiedenen Tiefe der Färbungen in anderer Weise als bisher verfahren wird. Anstatt nämlich zur Erlangung der verschiedenen Abstufung der Färbungen sich des verschiedenen Verhältnisses zwischen dem weiss verbliebenen Teil des durch den Abdruck des Schriftzeichens erlangten Grundes und dem geschwärzten Teil desselben zu bedienen, werden die Schriftzeichen mit Tinten verschiedener Färbungen abgedruckt.

   Ein solches Ergebnis kann zum Beispiel dadurch erzielt werden, dass man eine Schreibmaschine mit mehrfarbigem Band oder zweckmässig auch mit mehreren mehrfarbigen Bändern benutzt, so dass zum Beispiel durch die Anwendung einer Schreibmaschine mit zwei dreifarbigen Bändern der Gebrauch sechs verschiedener Färbungen ermöglicht wird. 



   Diese Anzahl Färbungen genügt für die Anforderungen bei der praktischen Ausübung des Verfahrens, und man ersieht daraus, welch grosse Vereinfachung das neue Verfahren bei der Ausführung der Schriftzeichen zulässt. 

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    In beiliegender Zeichnung ist beispielsweise ein vollständiger Satz Schriftzeichen mit sechs Färbungen nach vorliegender Erfindung veranschaulicht, der ausser den Typen mit einheitlichem Feld vier Gruppen Typen umfasst, deren Feld in eine verschiedene Stärke aufweisende Färbungen eingeteilt ist, die in wagerechten, senkrechten, in den beiden Richtungen schrägen Streifen und auf beschränkten Teilen des Feldes angeordnet sind. Die letztgenannten Typen bilden die sogenannten punktförmigen Schriftzeichen. 



  Diese verschiedenen Arten von Typen ermöglichen die genaue Wiedergabe der Umrisse, der Grenzen zwischen den verschiedenen Färbungen und anderer ähnlicher Einzelheiten, die bei Lichtbildern gewöhnlich vorkommen, ohne dass eine übertriebene Vergrösserung des Bildes nötig werde. Die Grundtype ist viereckig und dazu bestimmt, die ganze entsprechende Fläche des Blattes zu bedecken ; sie ist in der Zeichnung oben rechts durch ein schwarzes Quadrat veranschaulicht, da in der Zeichnung die vollen Teile der Schriftzeichen schwarz angedeutet sind, die dann verschiedene Färbungen liefern je nach dem Farbband, auf das sie aufschlagen.

   Dieser vollen Grundtype entspricht eine in der Zeichnung nicht dargestellte leere Grundtype, die zur Bildung der weissen Felder dient und durch die Ziffer 0 angedeutet ist ; die sechs Färbungen der vollen Grundtype sind durch die Ziffern 01, 02, 03, 04, 05, 06 angedeutet. 



  Für alle anderen Fälle, in welchen eine Umrisslinie, eine Abgrenzung von Färbungen oder andere Einzelheiten des Lichtbildes in das Innere des Feldes eines Schriftzeichen fallen, dienen die in der Zeichnung veranschaulichten abgeleiteten Typen. In sämtlichen Figuren sind die vollen Teile des Schriftzeichens schwarz angedeutet, und man sieht, dass je zwei Typen von gleicher, aber ergänzender Ausführung sind, d. h. der volle schwarz angedeutete Teil eines der Schriftzeichen eines Paares entspricht dem hohlen. weiss angedeuteten Teil des anderen Schriftzeichen desselben Paares. Mit anderen Worten, eines der beiden Schriftzeichen eines Paares bildet das Gegenstück des anderen Schriftzeichen desselben Paaies. 



  Dieses System der beiden gegenseitigen Schriftzeichen ermöglicht, ein Feld mit zwei verschiedenen Färbungen zu drucken, denn wenn z. B. zuerst das rechte Schriftzeichen des Paares 96 mit einer Färbung, z. B. 2, und dann auf derselben Stelle das linke Schriftzeichen desselben Paares mit einer Färbung 5 angeschlagen wird, dann hat man im ganzen genommen ein Quadrat, in welchem der schwarze Teil des rechten Elementes die Färbung 2 und der übrige Teil, d. h. der schwarze Teil des linken Elementes, die Färbung 5 aufweist. Dasselbe gilt für die anderen Paare. 



  Die innere Einteilung der Felder der Schriftzeichen kann auf verschiedene. Arten vorgenommen werden. Die Gesamtheit der in der Zeichnung beispielsweise veranschaulichten Schriftzeichen umfasst : acht Paare mit wagerechten Streifen, die sich in der ersten Spalte befinden und durch die Ziffern von 1-8 angedeutet sind ; acht Paare mit senkrechten Streifen, die, um sie besser im Gedächtnis zu halten, mit einer zweistelligen Zahl angedeutet sind, bei der die Einheitsziffer stets 7 ist und die Zehnerziffer sich von 1-8 ändert ; acht Paare mit schräg von unten links nach oben rechts verlaufenden Streifen, die mit einer zweistelligen Zahl kenntlich gemacht sind, bei welcher die Zehnerziffer von 1-8 geht und die Einheitsziffer 8 ist ;

   acht Paare mit von oben links nach unten rechts schräg verlaufenden Streifen, die mit einer zweistelligen Zahl angedeutet sind, bei welcher die Zehnerziffer von 1-8 geht und die Einheitsziffer 9 ist ; neun Paare punktförmiger Schriftzeichen, bei welchen ein viereckiger Punkt neun verschiedene Stellungen einnimmt, die durch eine zweistelligeZahl, bei der dieEinheit vonl-9 geht und die Zehnerziffer stets 9 ist, d. h. durch die Zahlen von 91-99 angedeutet sind. 



  Diese Art und Weise der Numerierung hat nicht nur den Zweck, zu ermöglichen, die Bezeichnung der verschiedenen Schriftzeichen besser im Gedächtnis zu behalten, sondern auch die Übertragung des Telegramms zu erleichtern, das vollständig mit Gruppen von vier Ziffern unter Beachtung der nachstehenden Anweisungen abgefasst werden kann. 



  Bei den einfarbigen Typen, die durch die Gruppen 00, 01, 02, 03, 04, 05, 06 bezeichnet werden, deutet die erste Ziffer die Beschaffenheit der Type, die zweite Ziffer den Grundton der Färbung an ; die letzten beiden Ziffern geben die Anzahl der auf der Zeile aufeinanderfolgend wiederholten Typen an. 



  So z. B. gibt 0206 an, dass die einfarbige Type 0 mit der Färbung 2 aufeinanderfolgend sechsmal zu wiederholen ist. Die Höehstzahl der Typen, die wiederholt werden können, ist 99 (z. B. 0499). 



  Bei den Typen mit wagerechten Streifen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 deutet die erste Ziffer die Beschaffenheit der Type, die zweite und dritte Ziffer die beiden entgegenstehenden Grundtöne der Färbung und die vierte Ziffer die Anzahl der aufeinanderfolgenden Wiederholung der bezeichneten Type an. So bedeutet z. B. 3465 die Anwendung der aus den beiden Grundfarben 4 und 6 zusammengesetzten Type 3 unter Hinweis darauf, dass die Grundfarbe 4 durch das linke Element des Paares und die Grundfarbe 6 durch das gegenseitige rechte Element desselben Paares gegeben wird. Die Ziffer 5 deutet an, dass diese Type fünfmal nacheinander zu wiederholen ist. 



  Bei den senkrechten und schrägen Typen dienen die ersten beiden Ziffern zur Bezeichnung der Type, die dritte und vierte Ziffer deuten die beiden Grundfarben des linken und rechten Elementes an. 



  Die Anzahl der Schriftzeichen und ihre Abmessungen sind bei dem in der Zeichnung beispielsweise dargestellten Alphabet derart gewählt worden, dass sie mit einer Schreibmaschine zur Anwendung gelangen können, die folgenden Bedingungen genügt :   

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1. Die Schreibmaschine besitzt die üblichen Tasten in einer Anzahl, die einer doppelten Anzahl von Schriftzeichen entspricht, so dass jede Taste eine Type und die betreffende Gegentype umfasst. 



   2. Die Schriftzeichen haben eine genau quadratische Fläche und eine Kantenlänge von etwa 2 mm. 



   3. Jedes Schriftzeichen hinterlässt auf den Zeilen seinen Abdruck, der in unmittelbarer Berührung mit jenem der vorhergehenden Type steht, und auch die Zeilen folgen aufeinander in unmittelbarer Berührung, so dass im Bild an keiner Stelle irgendwelcher weisser Zwischenraum verbleibt noch sich die Kanten der Typen übereinanderlegen, wodurch die Beschaffenheit der besonderen Zusammensetzung genau wiedergegeben wird. 



   4. Die vorhergehende Eigenschaft bestimmt die durch die Walze auszuführende Bewegung, die ruckweise bei Anschlagen einer Taste erfolgt und deren Grösse genau der Breite einer Type entspricht. 



   5. Die Schreibmaschine enthält auch eine Tastenrücklaufvorrichtung, die ermöglicht, zwei oder mehrere verschiedene Schriftzeichen an ein und derselben Stelle aufeinanderfolgend abzudrucken. 



   6. Das System der abgestuften Färbungen wird mittels besonderer, auf Spulen aufgewickelter und in der üblichen Weise durch Hebel betätigter Farbbänder erreicht, welche Hebel die erforderliche Färbung vor die zum Abdruck angeschlagene Type bringen. Die weisse Färbung, welche die mit 00 bezeichnete Type hervorbringt, wird durch den üblichen, bei allen Schreibmaschinen vorhandenen Leergang gegeben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Wiederherstellung von in rechteckigen Elementen unterteilten Bildern, Zeichnungen u. dgl. nach einer Beschreibung mit vereinbarten und mit Zahlen oder Buchstaben angegebenen Schriftzeichen, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Schriftzeichen aus zwei oder mehreren verschiedenen gegenseitig sich ergänzenden, in zwei verschiedenen Tönungen derselben Farbe ausgeführten Teilen bestehen.

Claims (1)

  1. 2. Bei einem Verfahren nach Anspruch 1 zur Wiederherstellung von Lichtbildern, die Anwendung von Gruppen punktförmige Schriftzeichen bildender Typen mit einförmigem Grund, mit wagerechten, senkrechten und schrägen Streifen.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Bestandteile, welche verschiedene Farbentönungen haben, durch wiederholtes Anschlagen einer und derselben Taste einer Schreibmaschine abgedruckt werden.
    4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schreibmaschine mit Farbbändern versehen ist, welche verschiedenen Stärken derselben Färbung entsprechen, wobei mehrere Farbbänder in ein einziges mehrfarbiges Band zusammengefasst werden können. EMI3.1
AT100557D 1921-07-18 1922-06-21 Verfahren zur Fernübertragung von Bildern. AT100557B (de)

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IT100557X 1921-07-18

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AT100557B true AT100557B (de) 1925-07-25

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AT100557D AT100557B (de) 1921-07-18 1922-06-21 Verfahren zur Fernübertragung von Bildern.

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