<Desc/Clms Page number 1>
Uruckluftanlassvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Im Ruhezustand wird das sich nach dem Innern des Arbeitszylinders hin öffnende Anlassventil dl durch die im unteren Teile des Ventilgehäuses angeordnete Feder E geschlossen gehalten, die von unten gegen einen Bund d2 der Ventilspindel D drückt. Zwischen diesem Bund d2 und der unteren Fläche des Endes des Armes hl des Ventilhebels ist eine Feder F eingeschaltet, deren grösste Spannung gleich oder etwas kleiner ist als der Druck auf den Ventilteller dt, den dieser bei derjenigen Spannung im Arbeitszylinder erfährt, gegen die das Anlassventil geöffnet werden soll.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung sei angenommen, dass das Anlassventil öffnen soll, wenn der Druck im Arbeitszylinder unter 20 Atm. heruntergegangen ist. Der Druck der Anlassluft betrage 25 Atm. Erfährt bei 20 Atm. Zylinderdruck der Teller des Anlassventils von der Zylinderseite her einen Druck von beispielsweise 1200 , so wird die Feder F so bemessen, dass ihre grösste Spannung im zusammengedrückten Zustande ebenfalls etwa 1200 leg beträgt. Der Durchmesser des Steuerkolbens C hingegen wird so gewählt, dass der von ihm unter der Wirkung der Anlassdruck- luft auf den Arm hl des Ventilhebels ausgeübte Druck etwa 1500 leg oder mehr beträgt.
Tritt nun der Fall ein, dass sich die Aussparung der Nockenscheibe K nuter der Steuerrolle h2 hindurchbewegt, während der Druck im Arbeitszylinder noch höher ist als 20 Atm., so wird die Steuerrolle h2 durch den vom Steuerkolben C auf den Ventilhebel ausgeübten Druck zwar in die Aussparung k4
EMI2.1
Der Druck im Arbeitszylinder, gegen den das Anlassventil d'geöffnet werden soll, kann dabei nach Belieben gewählt werden, u. zw. ohne RÜcksicht auf den Druck der Verwendung findenden Anlass druckluft. Der Durchmesser des Steuerkolbens C kann zweckmässig so gross bemessen werden, dass der von der Anlassdruckluft auf die obere Fläche des Kolbens ausgeübte Druck die Spannung der Feder F auch dann noch überwiegt, wenn die Spannung der Druckluft selbst auf die Hälfte heruntergehen sollte. Dadurch wird die Wirkungsweise der Anlassvorriehtung in keiner Weise beeinträchtigt.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. l im wesentlichen nur dadurch, dass die Feder F in einem Gehäuse L untergebracht ist, dessen Boden den Bund cP der Ventilspindel in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise hintergreift. Die obere Wand des Gehäuses L ist gelenkig mit dem freien Ende des Armes ho des Ventilhebels verbunden. Ausserdem ist bei dieser Ausführungsform die Ventilspindel D nicht durch den Steuerkolben C hindurchgeführt, und der Raum über dem Kolben steht mit der Anlassdruckluft durch eine besondere Leitung M in Verbindung. Das Ventil d1 wird zwangläufig geschlossen, sobald die Steuerrolle h2 des Ventilhebels H mit dem auflaufenden Ast des negativen Nockens in Berührung kommt.
Der Öffnungsvorgang unterscheidet sich nicht von dem in bezug auf die Anordnung nach Fig. 1 beschriebenen.
Die in den Fig. 3 und 4 veranschaulichten Ausführungsformen unterscheiden sich von den oben beschriebenen im wesentlichen dadurch, dass die das Zwischenglied bildende Feder durch einen Druckmittelzylinder mit Kolben ersetzt ist, der unter Wirkung eines Druckmittels von gleichbleibender Spannung steht. Hiedurch wird die Veränderlichkeit der Federspannung ausgeschaltet und ausserdem eine Vereinfachung der Anlassvorrichtung erzielt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 läuft der Steuerkolben C nach unten in einen Hohlzylinder cl aus, während die Ventilspindel D oben in einen Kolben d, endet, der in dem Zylinder cl spielt. Der Raum über dem Kolben d4 steht mit dem Raum über dem Steuerkolben C durch eine Bohrung c3 in Verbindung, und beide Räume sind mittelst der Leitung M an eine Druclduftquelle von gleichbleibender Spannung, z. B. an die Anlassdruckluft, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines Reduzierventils, angeschlossen. Zwischen dem Zylinder cl und dem Steuerkolben C befindet sich die Lagerstelle c2 für den Arm hl des Ventilhebels H.
Zwischen dem Ventileinsatz B und der unteren Fläche des Zylinders cl ist eine Feder jE eingeschaltet, die bestrebt ist, das Anlassventil im Ruhezustand geschlossen zu halten.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise sei wieder angenommen, dass das Anlassventil du öffnen soll wenn der Druck im Arbeitszylinder unter 20 Atm. heruntergegangen ist, während der Druck der Anlassluft 25 Atm. betragen möge, und dass bei 20 Atm. Zylinderdruck der Teller des Anlassventils von der Zylinderseite her einen Druck von beispielsweise 1200 & < jr erfahre. Der Durchmesser des mit der Ventilspindel verbundenen Kolbens d4 wird dann so bemessen, dass die grösste von der Druckluft auf ihn über-
EMI2.2
so gewählt, dass der von ihm unter der Wirkung der auf ihm lastenden Druckluft auf den Arm ? des Ventilhebels ausgeübte Druck etwa 1500 leg oder mehr beträgt.
Tritt nun der Fall ein, dass sich die Aussparung/ der Nockenscheibe X unter der Steuerrolle h2 hindurchbewegt, während der Druck im Arbeitszylinder höher als 20 Atm. ist so wird die Steuerrolle/
EMI2.3
<Desc/Clms Page number 3>
schlossen und durch die Abwärtsbewegung des Steuerkolbens C wird lediglich der Zylinder cl relativ zu dem stehenbleibenden Kolben d4 nach unten verschoben unter Zusammendrückung der Feder E. Die durch die Druckluft auf den Kolben d4 ausgeübte Kraft vermag jedoch infolge der Bemessung des Durchmessers dieses Kolbens das Ventil dl erst zu öffnen, wenn der Druck im Arbeitszylinder unter 20 Atm. heruntergegangen ist.
Da die Steuerrolle h2 auch hier während des ganzen Vorganges unter der Einwirkung des Steuerkolbens C auf die Bahn der Nockenscheibe K niedergedrückt wird, erfolgt die Öffnung des Ventils, ohne dass der Ventilhebel H irgendwelche plötzlichen Bewegungen oder Stösse erfährt.
Der Druck im Arbeitszylinder, gegen den das Anlassventil d'geöffnet werden soll, kann auch in diesem Falle nach Belieben gewählt werden ; erforderlich ist lediglich, dass der Druck der auf dem Kolben d lastenden Druckluft entsprechend geregelt wird, was durch Reduzierventile od. dgl. möglich ist.
Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 3 im wesentlichen nur dadurch, dass der Steuerkolben 0 selbst als Druckmittelzylinder ausgebildet ist, in dem der Kolben d4 gleitet, wodurch, wie ohne weiteres einleuchtet, eine wesentliche Vereinfachung erzielt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Druckluftanlassvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen mit beim An-und Abstellen der Druckluft selbsttätig in und ausser Tätigkeit tretendem Steuermechanismus, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Steuerkolben (C) und der Ventilspindel (D) ein federndes Zwischenglied (F) eingeschaltet ist, dessen grösste Spannung etwa gleich dem Druck ist, den der Teller des Anlassventils (dl) bei derjenigen Spannung im Arbeitszylinder erfährt, gegen die das Ventil geöffnet werden soll.