VERFAHREN ZUM HERSTELLEN EINER VERKAUFSEINHEIT AN CREME IN EINEM BEHÄLTNIS FÜR EINEN KUNDEN, VERFAHREN ZUM EINMISCHEN VON KONZENTRATEN IN EINE CREME- BASIS SOWIE MASCHINE UND ANORDNUNG
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Verkaufseinheit an Creme in einem Behältnis für einen Kunden.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Einmischen von Konzentraten in eine Creme-Basis.
Die Erfindung betrifft auch eine Maschine, welche als Dosierstation zum Durchführen eines Verfahrens zum Herstellen einer Verkaufseinheit an Creme in einem Behältnis für einen Kunden eingerichtet ist.
Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Maschine, welche zum Einmischen von Konzentraten in eine Creme-Basis in einem Behältnis eingerichtet ist.
Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Anordnung aus mindestens zwei dezentral aufgestellten Dosierstationen und aus einem gemeinsam genutzten Server.
Es ist bekannt, dass Kosmetikhersteller Cremes für verschiedene Arten von Hauttypen anbieten und diese in unterschiedlichsten Behältnissen verpackt in den Handel bringen. Ein Kunde kann die Cremes dann in einem derartigen Behältnis als entsprechende Verkaufseinheit erwerben.
Naturgemäß gibt es jedoch erheblich mehr individuelle Hauttypen als angebotene Cremes, so dass die Entscheidung für eine bestimmte Creme seitens des Kunden nahezu immer einen Kompromiss darstellt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dem Stand der Technik eine Alternative oder Verbesserung zur Verfugung zu stellen.
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Nach einem ersten Aspekt der hier vorliegenden Erfindung löst diese Aufgabe ein Ver- fahren zum Herstellen einer Verkaufseinheit an Creme in einem Behältnis für einen Kunden an einer Dosierstation, mit den Schritten (a) Ermitteln von Daten des Kunden mittels eines Geräts bei der Dosierstation und Übertragen der Daten an einen Rechner; (b) automatisches Ermitteln eines Rezepts für die Creme mittels des Rechners anhand der ermittelten Daten des Kunden; (c) automatisches bzw. elektronisches Übermitteln des Rezepts an die Dosierstation; (d) auswählen einer Basis aus einer Schar von an der Dosierstation vorgehaltenen Basen anhand des Rezepts; (e) zudosieren von Konzentrationen in die Basis aus einer Schar von an der Dosierstation vorgehaltenen Konzentraten; und (f) ausgeben der Creme in dem Behältnis an den Kunden.
Zunächst sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass im Rahmen der hier vorliegenden Patentanmeldung unbestimmte Artikel und Zahlenangaben wie„ein",„zwei" usw. im Regelfall als Mindestens-Angaben zu verstehen sein sollen, also als„mindestens ein ...", „mindestens zwei ..." usw., sofern sich nicht aus dem jeweiligen Kontext oder für den Fachmann zwingend ergibt, dass dort nur„genau ein ...",„genau zwei ..." usw. gemeint sein soll oder kann. Ferner sei daraufhingewiesen, dass im Rahmen der hier vorliegenden Patentanmeldung, wann immer vom„Steuern" gesprochen wird, auch ein„Regeln" als bevorzugter Sonderfall mit als offenbart verstanden sein soll.
Begrifflich sei zum vorgestellten ersten Aspekt der Erfindung Folgendes erläutert:
Als das„Herstellen" sei nicht das vollständige Herstellen gemeint, also beginnend von den ursprünglichen Ausgangsprodukten, sondern vielmehr das Zusammenfügen verschiedener Halbzeuge.
Hier vorliegend sei das Herstellen einer„Creme" dadurch verstanden, dass eine„Basis"- Creme als Träger verwendet wird.
Eine„Schar von Basen" sei eine Mehrzahl mit überschaubarer Anzahl von Basen. Bei- spielsweise sei an eine Anzahl von drei bis sieben Basen, bevorzugt von zwei bis vier Basen gedacht, wobei die Erfindung speziell mit zwei Basen bereits sehr gut umgesetzt werden kann, und wobei sogar das Vorhandensein nur einer einzigen Basis als Minimal- Maß einer Schar bei einer erweiterten Auslegung des Begriffs verstanden werden kann.
In der normalen Auslegung hingegen sei von einer Schar dann auszugehen, wenn es min- destens zwei, drei, vier, fünf Basen zur Auswahl gibt. Nach oben hin ist die Anzahl theoretisch unbegrenzt.
Die Erfindung kann jedoch ihren Vorteil dann besonders gut ausspielen, wenn die hohe Variabilität der mit der hier vorgestellten Erfindung erzielbaren individuellen Cremes über das Zudosieren von Konzentraten oder dergleichen erfolgt, wohingegen die Anzahl an Basen eher gering ist. Dies spart außerdem Lagerfläche an der Dosierstation.
Es ist denkbar, dass mit einer Schar von maximal zwanzig Basen und/oder Konzentraten gearbeitet werden kann, beispielsweise von maximal zehn Basen, insbesondere von maximal sieben, sechs oder fünf Basen.
Mit dem Begriff„Behältnis" sind im Sinne der Erfindung unterschiedlichste Aufnahme- einrichtungen verstanden, in welchen Cremes bevorratet werden können, so dass Kunden ihre individuell erzeugten bzw. gemixten Cremes darin bequem mitnehmen können.
Ein zum Vermischen bzw. zum Vermengen einer Base mit einem Konzentrat in der Dosierstation eingesetztes Behältnis ist vorliegend oftmals auch als Behältniseinsatz bezeichnet. Beispielsweise ist ein solches Behältnis als Kartusche, Tube oder dergleichen ausgestaltet. Bevorzugt ist das Behältnis als„Tiegel" ausgebildet, wobei der„Tiegel" ein becher-, topf- oder schalenförmiges Behältnis ist, wie es im Stand der Technik im Sinne einer Dose, einem Becher oder ähnlichem bereits zur Aufnahme von Cremes bekannt ist.
Die„Verkaufseinheit" setzt über das eigentliche Produkt, also die Creme in dem Behältnis bzw. insbesondere Tiegel, noch voraus, dass eine Inhaltsangabe für die Verbraucher vorhanden ist.
Überdies wird im Normalfall bevorzugt zumindest noch eine Markenbezeichnung des Herstellers angebracht.
Die„Dosierstation" sei eine Maschine, die entweder in einem Verkaufsraum positioniert werden kann oder die zumindest einen Teil ihrer Bedieneinrichtung und/oder Warenausgabeeinrichtung an bzw. in einem Verkaufsraum haben kann.
Dies setzt insbesondere voraus, dass die Maschine so gesichert ist, dass auch ein Kunde sich direkt an der Dosierstation aufhalten kann, während die Maschine arbeitet.
Über die„Daten des Kunden" bzw. mittels dieser Daten kann das Messergebnis der Haut des Kunden individuell charakterisiert werden.
Es ist dabei einerseits denkbar, das Bedürfnis der Haut in verschiedene Klassen einzugruppieren, oder aber tatsächlich mit klassenlosen, direkt gemessenen Werten zu arbeiten.
Das„Gerät" kann vollautomatisch bedienbar sein, kann aber auch das Mitwirken eines Menschen erfordern, wie beispielsweise eines Bedienpersonals.
Der„Rechner" kann sich innerhalb der Dosierstation befinden, er kann aber auch in einem lokalen Netzwerk oder über ein Datenfernnetzwerk, wie das Internet, datenverbunden angeschlossen sein.
Das„Rezept" besteht in der Festlegung, welche Basis mit welchem Konzentrat oder mit welcher Mehrzahl von Konzentraten und mit exakten Mengenvorgaben der jeweiligen Konzentrate zusammengesetzt werden soll, um die optimale, kundenspezifische Creme individuell herzustellen.
Das„automatische Ermitteln des Rezepts" soll über einen festgelegten Algorithmus und/oder eine festgelegte tabellenartige Datenbank erfolgen.
Der hierzu vorgesehene Rechner kann vor Ort aufgestellt sein, er kann aber auch entfernt aufgestellt sein.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann der Rechner (unv.) zum automatischen Ermitteln des Rezepts aktualisierbar sein, d.h. seitens eines Betreibers des Verfahrens bzw. der Dosierstation auf dessen Wunsch hin geändert werden, vor allem aktualisiert werden, worunter auch eine Erweiterung von möglichen Anzahl an Basen und/oder Konzentraten ebenso wie eine Verringerung oder Auswechslung der Basen und/oder Konzentrate fallen kann.
Das Ermitteln des Rezepts soll bevorzugt ohne menschliches Zutun erfolgen, wobei allerdings auch eine automatische Vorauswahl mit einer letztlichen menschlichen Endauswahl in einer verschlechterten Ausführungsform der Erfindung unter diese fallen soll. Das Rezept soll anschließend an die Dosierstation„elektronisch übermittelt" werden. Dies kann wiederum sowohl innerhalb der Dosierstation erfolgen oder innerhalb eines lokalen Datennetzwerkes oder - bevorzugt - über eine Datenfernübertragung, wie beispielsweise eben das Internet oder auch über ein Mobilfunkdatennetzwerk.
Die Dosierstation wählt anschließend gemäß dem Rezept eine Basis aus und dosiert Kon- zentrate in die Basis hinein. Die„Schar von an der Dosierstation vorgehaltenen Konzentraten" beinhaltet bevorzugt mindestens fünf oder zehn, bevorzugt über fünfzehn oder über zwanzig, verschiedene Konzentrate.
Der Begriff„Konzentrat" beschreibt im Sinne der Erfindung eine zusätzliche Zutat, welche einer Basis zugemengt wird, um die Creme an der Dosierstation kundenspezifisch zu erzeugen. Eine derartige Zutat umfasst bevorzugt ein oder mehrere Wirkstoffe, mittels welcher die Basis additiv ergänzt werden kann.
Insofern kann ein Konzentrat im Sinne der Erfindung auch als ein Additiv angesehen werden.
Somit ermöglicht es die Erfindung, in einem sehr komplexen Berechnungs- und/oder Zu- ordnungsverfahren in beliebiger Individualität eine optimale Creme für die Haut des Kunden bereitzustellen.
Jedenfalls wird die im Sinne vorliegender Erfindung hergestellte Creme aus einer Basis und aus mindestens einem dieser Basis zudosierten Konzentrat direkt in demjenigen Behältnis erzeugt bzw. zubereitet, welches dem Kunden letztendlich ausgehändigt und mit- gegeben wird.
Zudem wird die Creme - sofern dies gewünscht ist - unmittelbar im Verkaufsraum hergestellt und dort an den Kunden übergeben. Der Kunde muss daher nicht unbedingt auf seine Creme warten, sondern kann diese nach der individuellen Zubereitung direkt mitnehmen. Der guten Ordnung halber sei darauf hingewiesen, dass auch das entfernte Herstellen der Creme nach den individuellen Bedürfnissen des Kunden möglich ist, woraufhin der Kunde die Verkaufseinheit an Creme zugesandt bekommen kann oder selbst abholen kann.
Besonders vorteilhaft ist es vorliegend, wenn die Creme nach einer kundenindividuellen Rezeptur automatisiert erzeugt wird. Hierdurch kann sich der Kunde an der Dosierstation etwa nach einer eigenen Rezeptur seine Creme erzeugen lassen.
Hinsichtlich des vorliegenden Verfahrens kann eine sehr betriebssichere Dokumentation in Bezug auf eine erzeugte Creme sichergestellt werden, wenn einer Rezeptur eine Rezeptur-Nummer, insbesondere eine fortlaufende Rezeptur-Nummer, zugeordnet wird. Insbesondere kann anhand dieser Rezeptur-Nummer jede hergestellte Creme zum Beispiel zu Test- oder Prüfzwecken mit genauen Angaben aller Inhaltsstoffe exakt verifiziert bzw. dupliziert werden.
Der Kunde kann die zum Erzeugen der Creme erforderlichen Daten entweder mittels eines ihm zur Verfügung gestellten Messsystems oder dergleichen selbst ermitteln. Oder der Kunde kann sich hierfür zu einem speziellen Dienstleister begeben, beispielsweise einer Parfümerie oder einem Kosmetikstudio, in welchem die Messwerte oder andere Daten ermittelt werden.
Beispielsweise kann der Kunde Daten über eine Eingabeeinrichtung an der Dosierstation eingeben. Die Creme kann besonders gut individuell auf den Kunden angepasst werden, wenn als Daten des Kunden Hautmesswerte ermittelt werden.
Hierbei kann es bereits ausreichend sein, wenn die Hautmesswerte zumindest einmal ermittelt werden.
Es reicht bereits aus, wenn nur ein Hautmesswert ermittelt wird. Bevorzugt jedoch werden mehrere Hautmesswerte ermittelt, in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mindestens oder genau drei, nämlich die Fettproduktion bzw. Talgproduktion der Haut, die Feuchtigkeit der Haut und der Säureschutzmantel der Haut, also der pH- Wert. Hierzu dienende Messverfahren sind dem Fachmann bekannt.
Eine optimale Hautcreme für den Kunden ist in einer bevorzugten Ausführung der Erfin- dung so zusammengesetzt, dass sie die Hautwerte des Kunden in Bezug auf Hautfeuchtigkeit, Hautfettproduktion und Säureschutzmantel der Haut, also pH- Wert, auf ein Level bringt, das optimal ist und denjenigen Werten entspricht, die eine gesunde Haut haben sollte.
Bevorzugt werden die Daten des Kunden über ein Hautmessgerät ermittelt. Dieses kann verschiedene Sensoren haben, so dass alle erforderlichen Daten des Kunden mittels des Hautmessgeräts ermittelt werden können.
Hierbei wird der Einfachheit halber bevorzugt ein einziges Hautmessgerät verwendet. Die Daten der Messungen an einem Kunden können dann von einem einzigen Gerät verarbeitet und zum Erstellen des Rezepts weitergegeben werden. Es können jedoch auch mehrere solcher Geräte zum Einsatz kommen, wenn dies zum Erzeugen einer individualisierten Creme erforderlich sein sollte.
Es ist auch denkbar, bevorzugt jedoch nach einem erstmaligen Ermitteln von Hautmesswerten, dass die Daten des Kunden über ein individuelles elektronisches Identifikationsmittel mittels Auslesen ermittelt werden, vor allem über eine Chipkarte. Das elektronische Identifikationsmittel kann im einfachsten Fall eine Datenbank sein, aus welcher der Kunde oder das Bedienpersonal einen Datensatz des Kunden herausliest. In einer komfortableren Variante hingegen verfügt der Kunde über eine physische elektronische Vorrichtung, vor allem passiv-elektronische Vorrichtung, wie beispielsweise eine Chipkarte. In der Chipkarte ist die Identifikation des Kunden gespeichert, so dass sich der Kunde mit seiner Karte oder seinem anderen Identifikationsmittel an der Dosierstation authentifizieren kann. Daraufhin lassen sich die Hautmesswertdaten und/oder andere Daten des Kunden zum Erstellen des Rezepts wie beispielsweise persönliche Präferenzen, z.B. hinsichtlich eines Parfümierungsstoffes, eindeutig erkennen. Es versteht sich, dass hier eingesetzte elektronische Identifikationsmittel unterschiedlichster Art verwendet werden können, wie etwa auch eine RFID-Karte oder dergleichen.
Bei einem entsprechend ausgebildeten Identifikationsmittel könnten alle kundenspezifischen Daten, also auch Rezepturen oder dergleichen, auf diesem Identifikationsmittel gespeichert sein.
Bevorzugt prüft die Dosierstation bzw. ihre Steuerung vor Ort beim Kunden, zum Beispiel in einem Verkaufsgeschäft, zunächst, ob die zum Erstellen des Rezepts erforderlichen Daten des Kunden anhand von dessen Identifizierung vor Ort vorgehalten sind.
So könnten die Daten von dort auch zum Rechner zum Erstellen des Rezepts Ubertragen werden. Sollten die Daten vor Ort nicht vorhanden sind, weil der Kunde beispielsweise seine zum Erstellen des Rezepts erforderlichen Daten bei einer anderen Verkaufsstätte hat messen lassen und diese Daten insofern in der anderen Verkaufsstätte gespeichert sind, dann versucht die Dosierstation bevorzugt, die Daten über eine Datenfernübertragung zu erhalten. Die Dosierstation kann dazu beispielsweise bei einem Server, insbesondere bei einem zentralen Server, anfragen, und der Server kann die erforderlichen Daten des Kunden suchen und übertragen.
Dazu ist es von Vorteil, wenn die Daten des Kunden über ein Datenfernnetzwerk zu einem zentralen Server übermittelt werden, der mit einer Mehrzahl von Dosierstationen in Datenverbindung steht. Ein derartiges Datenfernnetzwerk kann unterschiedlichst realisiert sein, beispielsweise sehr einfach mithilfe des Internets. Aber auch Funknetzwerke oder dergleichen können alternativ vorteilhaft zum Einsatz kommen.
Es versteht sich, dass hierfür aber auch dezentral angeordnete Server zur Verfügung stehen können. Die Daten des Kunden, hier also im Wesentlichen die zum Erstellen des Rezepts erforderlichen Daten des Kunden, können dann entweder zur einmaligen Verwendung, sprich Berechnung, oder zum Speichern an den vorzugsweise zentralen Server übermittelt werden. Der Kunde kann somit an jeder der Dosierstationen seine persönliche Creme individuell und frisch gefertigt bekommen, wenn jede der Dosierstationen auf den zentralen Server zugreifen kann.
Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung löst die Aufgabe der Erfindung dementsprechend auch eine Anordnung aus mindestens zwei dezentral aufgestellten und Kunden zugänglichen Dosierstationen zum Erzeugen von kundenspezifischen Cremes und aus einem gemeinsam genutzten Server zum Speichern und Bereitstellen von kunden-spezifi- sehen Daten, bei welcher an einer ersten der Dosierstationen ermittelte kundenspezifische Daten an den gemeinsam genutzten Server übertragen und an dem Server vorgehalten werden, um später an einer beliebigen mit dem Server datenverbundenen Dosierstation zur Erzeugung einer kundenspezifischen Creme nutzbar zu sein. Vorteilhafterweise braucht ein Kunde nur einmal seine Daten ermitteln zu lassen, kann aber anschließend Cremes an nahezu jeder beliebigen Dosierstation ohne weitere Datenermittlung herstellen lassen, sofern diese Dosierstation in ein entsprechendes Netzwerk der Anordnung eingebunden ist.
Insofern ist auch eine Anordnung aus mindestens zwei dezentral angeordneten Dosierstationen und einem zentral angeordneten Server vorteilhaft, bei welcher Daten von Kunden, insbesondere hinsichtlich Hautmesswerte, zumindest an einer der dezentral angeordneten Dosierstationen ermittelt werden, die ermittelten Daten an dem zentralen Server gespeichert werden, und bedarfsweise an jeder der dezentral angeordneten Dosierstationen bereitgestellt werden, so dass der Kunde idealerweise an jeder der Dosierstationen seine individuelle Creme mitnahmefertig erzeugen lassen kann, ohne das Erfordernis einer er- neuten Datenermittlung an der jeweiligen dezentral angeordneten Dosierstation.
Der Server kann das Rezept anhand einer Datenbank, eines Algorithmus' oder dergleichen ermitteln, wobei bevorzugt zumindest der Algorithmus und/oder die Datenbank nur an dem zentralen Server zur Verfügung stehen, somit nicht an den lokalen Dosierstationen gespeichert sind. Es wurde bereits erwähnt, dass die Basis bevorzugt aus einer Schar von mindestens zwei bis vier Basen ausgewählt wird.
Für die Basis wird bevorzugt ein verschlossener bzw. ein wiederverschließbarer Behältniseinsatz bzw. Tiegeleinsatz verwendet, der zum Herstellen der Verkaufseinheit an Creme geöffnet wird. Die Basis stellt mengenmäßig den bei weitem größten Anteil der fertig hergestellten Creme dar. Sie ist daher vorzugsweise in einem verschlossenen Behältnis vorgehalten und bereitgestellt, wobei das Behältnis mit der jeweiligen Basis erst zum Herstellen der Verkaufseinheit Creme geöffnet wird. Dies gewährleistet besonders einfach insbesondere die Einhaltung sämtlicher Hygienevorschriften und Haltbarkeitsvorschriften für die dem Kunden ausgehändigte Verkaufseinheit an Creme, insbesondere auch hinsichtlich des Regelwerks GMP (Good Manufacturing Practise).
Das Behältnis selbst wird im Allgemeinen eher technisch gestaltet sein, also aus einem kostengünstigen Kunststoff.
Zum Herstellen der Verkaufseinheit an Creme wird daher vorgeschlagen, dass ein die Basis beinhaltendes Behältnis in eine Umverpackung eingefügt wird. Die Umverpackung wird letztlich diejenige sein, die der Kunde als die Packung seiner Creme wahrnimmt. Die Umverpackung kann beispielsweise die Bedruckung enthalten.
Bevorzugt wird das Behältnis in die Umverpackung mittels einer Rast-, Klemm- oder Schraubverpackung eingefügt, so dass das Behältnis mit einem Deckel verschlossen und vom Kunden immer wieder geöffnet und wieder verschlossen werden kann, ohne dass sich das Behältnis aus der Umverpackung löst. Auch ein Klebstoff kann verwendet werden, um das Behältnis in der Umverpackung zu halten.
Eine Dosierstation, insbesondere als Teil einer Dosierstation-Maschine, soll dazu eingerichtet sein, die Basis mit den Konzentraten zu versehen, bevorzugt in Einzeldosierungen von jeweils maximal 20 ml oder 50 ml.
Derartige bemessene Einzeldosierungen können mittels entsprechend ausgestalteter Einzelspritzen besonders gut dosiert werden.
Eine diesbezügliche Zudosierungs-Einzeldosis, die sich bei Prototypenversuchen des Erfinders als sehr geeignet erwiesen hat, beträgt ca. 20 ml. Insofern ist eine Verfahrensvariante vorteilhaft, bei welcher die Basis in einer Dosierstation mit Konzentraten versehen wird, bevorzugt in Einzeldosierungen von jeweils maximal 20 ml oder 50 ml.
Zum Zudosieren kann eine Beleuchtung eingeschaltet und die Beleuchtung nach dem Zudosieren wieder ausgeschaltet werden. Dies lässt den Kunden und/oder das Bedienperso- nal optisch besser nachvollziehen, dass tatsächlich die Zudosierung erfolgt bzw. erfolgt ist und dass der Vorgang hygienisch abläuft.
Wenn die Dosierstation mehrere Einzeldosierstellen aufweist, beispielsweise jeweils unter einem Auslass für das jeweilige Konzentrat, dann wird vorgeschlagen, dass die Beleuchtung jeweils individuell pro Dosierstelle ein- und ausgeschaltet wird. Zusätzlich zu einer einen Einfüllvorgang begleitenden Beleuchtung zeigt bevorzugt ein Display an, welches Konzentrat bei einer Dosierstelle gerade hinzugefügt wird.
Generell kann ein Kunde den eigentlichen Einfüllvorgang vorzugsweise immer beobachten, jedoch bietet eine Beleuchtung und eine Anzeigemöglichkeit mittels des Displays eine weitere Informations- und Kontrollmöglichkeit für den Kunden. Das Zudosieren von Konzentraten kann aus Dosiertanks von maximal 100 ml erfolgen, insbesondere von maximal 50 ml, bevorzugt von maximal 20 ml.
Bevorzugt finden vorliegend Spritzen mit ca. 20 ml Volumen an Konzentrat Anwendung.
Bei Prototypenversuchen des Erfinders haben sich Kunststoff- oder Glas-Spritzen bewährt, deren zylindrischer Hohlraum das Konzentrat in bevorzugt flüssiger oder pastöser Form aufnehmen kann, wobei der Kolben in der Spritze von einem elektrischen Motor ausgedrückt werden kann, beispielsweise von einem Stepper-Motor.
Die Konzentrate, die beispielsweise in Spritzen oder anderen Tanks vorgehalten werden können, lassen sich einfach beispielsweise anhand eines Vorschubs eines Stepper-Motors, aber auch anhand anderer Motoren zudosieren. Es versteht sich, dass geeignete ßevorratungs- und/oder Dosiertanks bei entsprechender Ausgestaltung der Dosierstation auch durch andere Einrichtungen realisiert sein können.
An der Dosierstation wird bevorzugt eine Bedruckung an der Verkaufseinheit angebracht.
Die Bedruckung kann entweder direkt auf das Behältnis erfolgen oder auf eine Umverpackung des Behältnisses oder - bevorzugt gemäß dem Prototypen des Erfinders - auf ein selbstklebendes Etikett, welches sodann automatisch oder manuell auf die Umverpackung oder das Behältnis aufgebracht werden kann und auf welchem die FNCIs, also die Inhaltsstoffe gemäß der Internationalen Normung kosmetischer Inhaltsstoffe, der Zutaten angegeben sind. Hierbei werden alle Inhaltsstoffe laut I CI-Norm in der richtigen, also mengenmäßig abnehmenden Reihenfolge, aufgelistet. Auch der Name des Kunden wird be- vorzugt auf der Cremedose angebracht.
Ferner kann an den Kunden vorteilhafterweise noch eine Kundenkarte mit einem RFID- Chip oder dergleichen ausgegeben werden, welche zumindest den Namen des Kunden und dessen Rezeptur-Daten umfasst. Eine solche Kundenkarte kann mit Aufklebern hinsichtlich des Namens des Kunden und des Rezeptur-Datums versehen werden. Die Konzentrate aus der Dosierstation werden bevorzugt sogleich dort in die Basis eingemischt.
Ziel hierbei ist eine möglichst homogene Vermischung, wobei jedoch zu vermeiden ist, dass die Dosierstation durch die Creme verunreinigt wird.
Sehr gut kann dies zum Beispiel durch eine mechanisch geführte Rundbewegung erfol- gen.
Erfolgt die Drehung des Behältnisses, insbesondere eines Tiegels, um eine Drehachse, welche radial versetzt zu der eigentlichen Mittelachse des Behältnisses bzw. Tiegels verläuft, kann die Gefahr verringert werden, dass die Creme durch Verschmutzungen kontaminiert wird. Bevorzugt erfolgt eine Vermischung mit einer Frequenz, bei welcher eine gute homogene Vermischung gut erzielt wird.
Wenn das Einmischen insbesondere frei von einer Berührung innen an dem Behältnis erfolgt, also von demjenigen Innenraum des Behältnisses, der die Creme hält, ist einerseits sichergestellt, dass ein maschinenseitiger Halter frei von Creme bleibt, andererseits auch die Creme frei von Verschmutzung bleibt.
Eine homogene Vermischung kann sowohl verfahrenstechnisch als auch konstruktiv besonders gut erfolgen, wenn das Behältnis mittels einer Shaker-Einrichtung entsprechend derart geschüttelt wird, dass sich die Basis mit Konzentraten gut vermischt.
Die Creme, also die Basis mit den Konzentraten, wird bevorzugt in dem Behältnis ver- schlössen, wodurch die in dem Behältnis erzeugte Creme mitgabebereit ausgegeben werden kann.
Hierzu kann ein Behältniseinsatz mittels eines druckaktivierbaren Klebstoffs mit einer Abdeckung verschlossen werden, so dass die Creme in einem mit der Abdeckung gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen verschlossen Behältnis transportbereit an dem Kunden über- geben werden kann.
Auch andere Abdeckungen sind denkbar. Zur Gewährleistung der Betriebsfähigkeit der Maschine wird vorgeschlagen, dass eine automatische Restmengenüberwachung für die Konzentrate erfolgt, wobei bei Unterschreiten einer vorbestimmten Restmenge eine Nachbestellung ausgelöst wird.
Eine automatische Nachbestellung ist daher immer leicht möglich, so dass die Konzentrate nach Möglichkeit sogar nicht einmal gelagert werden müssen, sondern ständig frisch nachgeliefert werden können. Zum Beispiel liegt ein Konzentrat stets als Reserve vor.
Wann immer die automatische Restmengenüberwachung eine Nachbestellung eines Konzentrats oder mehrerer Konzentrate vornimmt, kann idealerweise bei einem automa- tischen Nachbestellen eine Basisverbrauchsmenge ermittelt werden und in der Nachbestellung auch die verbrauchten Basen mitbestellt werden.
Die Basen sind wie vorstehend bereits beschrieben bevorzugt in einzelnen Behältnissen vorgehalten, die jeweils in ihrer Menge der vorgesehenen Verkaufseinheit entsprechen, so dass diese nicht zwingend in einer für die Maschine zählbaren Form vorliegen müssen. Die Behältnisse können beispielsweise in einer Schublade in der Maschine oder anderweitig im Verkaufsgeschäft vorgehalten werden.
Bevorzugt jedoch ist auch die Lagerhaltung der Basen so konstruiert, dass die Maschine die Restmenge an Basen, vorzugsweise aller vorhandenen Basen, vor allem an den jeweils verschiedenen Arten von Basen, permanent kennt, oder jedenfalls ermitteln kann, bei- spielsweise mit einem optischen Sensor.
Nach einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung löst die gestellte Aufgabe ein Verfahren zum Einmischen von Konzentraten in eine Creme-Basis in einen Behältniseinsatz, wobei der Behältniseinsatz in einem Halter gehalten wird und der Halter den Behältniseinsatz auf einer Kreis- oder Kurvenbahn fuhrt.
Der Erfinder hat herausgefunden, dass ein sehr schnelles Führen des Behältnisses in bzw. entlang einer Kreis- oder Kurvenbahn, bevorzugt frei von Ecken, zu einer hervorragenden Vermischung einer Base mit Konzentraten führt.
Durch eine schnelle Kreis- oder Kurvenbewegung des Behältnisses bzw. des Behält- niseinsatzes entlang der Kreis- bzw. Kurvenführung erhöht sich der Füllstand außen an dem Behältnis bzw. dem Behältniseinsatz, was zu einer nach unten-innen gerichteten Sekundärströmung innerhalb des Behältnisses bzw. des Behältniseinsatzes führt, und hierdurch eine sehr homogene Durchmischung ergibt, oft mit Mischzeiten von weniger als 60 Sekunden oder sogar von weniger als 30 Sekunden. Vorzugsweise wird hierbei der Behältniseinsatz mit einer Frequenz von mindestens 5 Hz entlang der Kurvenbahn geführt.
Die Frequenz kann bei vorteilhaften Ausführungsformen des Erfinders sogar mindestens 10 Hz oder mindestens 20 Hz betragen.
Wenn die Kreis- oder Kurvenbahn eben ist, werden störende vertikal wirkende Kräfte auf die Creme vermieden, was dazu führt, dass mit recht hoher Sicherheit keine Creme aus der Kartusche austritt.
Eine im Sinne der Erfindung bevorzugte Kreis- oder Kurvenbewegung des Behältnisses bzw. des Behältniseinsatzes kann mit einer speziell an der Dosierstation konstruierten Shaker-Einrichtung formuliert werden, insbesondere indem eine Drehachse, um welche sich das Behältnis bzw. der Behältniseinsatz herum dreht, radial versetzt zu der eigentlichen Mittelachse des Behältnisses bzw. des Behältniseinsatzes angeordnet ist.
Die Mittelachse ist hierbei bevorzugt eine Hochachse bzw. Vertikalachse des Behältnisses bzw. des Behältniseinsatzes, zu welcher die Drehachse außermittig angeordnet ist.
Die Drehachse und die Mittelachse verlaufen hierbei bevorzugt parallel zueinander, können aber auch windschief zueinander angeordnet sein, um das Vermischen von Basen und Konzentraten zu beeinflussen.
Nach einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung löst die gestellte Aufgabe eine Maschine, eingerichtet als Dosierstation zum Durchführen eines Verfahrens zum Herstellen einer Verkaufseinheit an Creme in einem Behältnis für einen Kunden, mit einem Gerät zum Ermitteln von Daten des Kunden bei der Dosierstation, mit Mitteln zum Übertragen der Daten an einen Rechner, mit Mitteln zum Erhalten eines automatisch mittels des Rechners anhand der ermittelten Daten des Kunden ermittelten und automatisch an die Dosierstation übermittelten Rezepts an der Dosierstation, ferner mit Mitteln zum Auswählen einer Basis aus einer Schar von an der Dosierstation vorgehaltenen Basen anhand des Rezepts sowie mit Mitteln zum Zudosieren von Konzentraten in die Basis aus einer Schar von an der Dosierstation vorgehaltenen Konzentraten, und zum Ausgeben der Creme in dem Behältnis an den Kunden.
Mittels dieser Maschine können Cremes kundenspezifisch direkt vor Ort in einem Behältnis, wie beispielsweise einem Tiegeleinsatz oder dergleichen, erzeugt und mitnahme- bereit verpackt werden, so dass der Kunde sich seine Creme individuell mischen lassen und anschließend seine durch die Maschine individuell hergestellte Creme auch direkt mitnehmen kann.
Es wurde bereits erwähnt, dass eine solche Maschine bevorzugt direkt in einem Verkaufsraum dem Kunden präsentiert werden kann. Die bevorzugte Ausführungsform des Erfinders sieht ein Sichtfenster an der Maschine vor, welches einen freien Blick auf eine Dosierstation bzw. einen Dosier- und Mischvorgang in der Maschine ermöglicht, so dass der Kunde den Herstellungsprozess visuell direkt nachvollziehen kann.
Auch eine Beleuchtung ist an der Dosierstation bevorzugt vorgesehen, mittels welchen Arbeiten an der Maschine visuell angezeigt werden können.
Kumulativ zu der Beleuchtung kann auch ein Display an der Maschine vorgesehen sein, um dem Kunden weitere Informationen visuell anzeigen zu können.
Ebenso - und zwar jeweils unabhängig, bevorzugt aber kumulativ, können ein Kartenleser, ein Drucker, ein Mischer, eine Shaker-Einrichtung, Verfahrmotoren zum Transpor- tieren eines Behältnisses durch die Maschine, eine Ausgabeeinheit, bevorzugt mit einem offenbaren Fach, und eine Mehrzahl von bevorzugt mechanisch-identisch aufgebauten Tanks zum Aufnehmen und Zudosieren von Konzentraten, vor allem mit jeweils einem zugehörigen Motor, wie beispielsweise einem Stepper-Motor, an der Maschine realisiert sein, so dass das hier beschriebene Verfahren . Nach einem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung löst die gestellte Aufgabe eine Maschine, eingerichtet zum Einmischen von Konzentraten in eine Creme-Basis in einem Behältnis, wobei die Maschine einen Halter für das Behältnis und einen Antrieb für den Halter aufweist, wobei der Antrieb dazu eingerichtet ist, den Halter und damit das Behältnis auf oder entlang einer Kreis- oder Kurvenbahn zu führen. Ist die Maschine derart konstruiert, dass ein geeignetes Behältnis mit einer Creme-Basis nach oder bereits während eines Zuführens eines Konzentrates entlang der Kreis- oder Kurvenbahn bewegt wird, kann ein Erzeugen bzw. ein Anmischen bzw. ein besonders inniges Vermischen der Zutaten einer kundenspezifischen Rezeptur an Creme individuell in dem Behältnis vor Ort erfolgen. Hierbei kann der Antrieb mit unterschiedlichen Beschleunigungs- und Geschwindigkeitsmodi betrieben werden.
Zum Beispiel kann bei einer sehr vorteilhaften Ausführungsform das Behältnis mit einer Frequenz von mindestens 10 Hz oder von mindestens 20 Hz bewegt werden.
Es sei ausdrücklich daraufhingewiesen, dass sowohl die Maschine nach dem dritten As- pekt der Erfindung als auch die Maschine nach dem vierten Aspekt der Erfindung jeweils bevorzugt zum Durchführen zumindest einer der vorstehend beschrieben Verfahrensvarianten eingerichtet sind.
Die vorliegend eingesetzte Maschine bzw. Dosierstation entspricht insbesondere bzgl. der Cremeherstellung den GMP-Standards. Es versteht sich, dass die vorgenannten Einrichtungen, welche hinsichtlich ihrer Funktionen bereits hinreichend im Zusammenhang mit dem hier erläuterten Verfahren beschrieben sind, bereits einzeln für sich, teilweise in unterschiedlichsten Konstellationen oder zur Gänze an der Maschine verwirklicht sein können.
Ferner können die Merkmale der vorstehend bzw. auch in den Ansprüchen beschriebenen Lösungen gegebenenfalls auch kombiniert werden, um die vorliegend erzielbaren Vorteile und Effekte entsprechend kumuliert umsetzen zu können.
Zusätzlich sind weitere Merkmale, Effekte und Vorteile vorliegender Erfindung anhand anliegender Zeichnung und nachfolgender Beschreibung erläutert, in welchen beispielhaft ein erstes Ausführungsbeispiel dargestellt und beschrieben ist. Komponenten, welche in den einzelnen Figuren wenigstens im Wesentlichen hinsichtlich ihrer Funktion übereinstimmen, können hierbei mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet sein, wobei die Komponenten nicht in allen Figuren beziffert und erläutert sein müssen.
In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 schematisch eine perspektivische Ansicht einer beispielhaften Ausführung einer Maschine zum Herstellen einer kundenspezifischen Creme mit einer Dosierstation zum individuellen Erzeugen der Creme aus mindestens einer Basis und aus wenigstens einem zudosierbaren Konzentrat, vorgesehen zum Aufbau in einem Verkaufsraum; Fig. 2 schematisch eine perspektivische Ansicht eines Messgeräts zum Ermitteln von Hautmesswerten eines Kunden;
Fig. 3 schematisch eine perspektivische Ansicht eines beispielhaften Innenaufbaus der Dosierstation der in der Fig. 1 gezeigten Maschine; schematisch eine Ansicht einer Rühreinrichtung der in der Fig. 1 gezeigten Maschine; und
Fig. 5 schematisch eine Ansicht einer Shaker-Einrichtung der in der Fig. 1 gezeigten Maschine.
Die Dosierstation 1 der in den Fig. 1 bis 5 gezeigten Maschine 2 umfasst einen Unterbau 3, der mehrere Fächer 4 (exemplarisch beziffert) aufweist, welche zum Verstauen von beispielsweise Behältnissen 5 (nur exemplarisch beziffert, siehe Figuren 4 und 5) mit Creme-Basen, Nachfülleinheiten für Konzentrate, Proben oder Werbematerial oder Reinigungsmittel dienen.
Das Behältnis 5 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Tiegel 5A mit einer Senke (nicht explizit beziffert) mit einem Füllvolumen von ca. 50 ml ausgestaltet, welcher an der Do- sierstation 1 eingesetzt wird. Insofern wird vorliegend auch von einem Behältniseinsatz bzw. einem Tiegeleinsatz gesprochen. Das Behältnis 5 bzw. der Tiegel 5A kann eine Alufolie zum ersten Verschließen der befüllten Senke umfassen. Zusätzlich kann das Behältnis 5 bzw. der Tiegel 5A noch mit einem Deckel (nicht gezeigt) verschlossen werden, so dass der Kunde zum Mitnehmen letztendlich eine verschließbare Dose mit der darin be- findlichen Creme ausgeliefert bekommt.
Ein Arbeitskorpus 6 ist in einer Höhe von etwa 120 cm bis 180 cm, bevorzugt weniger Höhe überdeckend, und somit ungefähr in Sichthöhe der potentiellen Kunden angeordnet.
Der Arbeitskorpus 6 besteht im Wesentlichen aus einer großen Hülle 7 mit einem Sicht- feld8, welches einen Einblick in das Innere des Arbeitskorpus'6ermöglicht.
Die Hülle 7 ist verschieblich auf einer Schienenführung 10 gelagert, so dass die große Hülle 7 seitlich verschoben werden kann, um den Blick auf das Innere des Arbeitskorpus 6 freizugeben (vgl. Fig. 3).
Zudem ist ein Kartenleser 1 1 von außen erreichbar an der Dosierstation 1 angeordnet, an welchem ein die Maschine 2 benutzender Kunde seine Kundenkarte mit darauf gespeicherten Daten, insbesondere mit darauf gespeicherten Rezepturen oder dergleichen, oder auch seine Geldkarte einstecken kann, um auch einen Bezahlvorgang sogleich an der Maschine 2 vornehmen zu können.
Im Inneren (vgl. Fig. 3) besteht die Dosierstation 1 im Wesentlichen aus einer Vielzahl, hier zwanzig, vertikal angeordneten Spritzenhaltern 12 (exemplarisch gekennzeichnet) zum Haltern von Spritzen 13 (exemplarisch gekennzeichnet), die jeweils ein Konzentrat (dargestellt, aber nicht sichtbar) enthalten, wobei ein einem Spritzenhalter 12 bzw. einer Spritze 13 zugeordneter Spritzenkolben 14 (exemplarisch beziffert) jeweils über einen Stepper-Motor 15 mit einer Druckplatte 16 (jeweils exemplarisch gekennzeichnet) ver- fügt.
Unten werden die Spritzen 13 durch Zentrierungen 17 (exemplarisch gekennzeichnet) in dem jeweiligen Spritzenhalter 12 gehalten.
Zu einer Bedienseite hin lassen sich die Spritzen 13 jeweils einfach aus der dargestellten Dosierstation 1 herausziehen, die Druckplatten 16 nach oben fahren oder schieben und neue, aufgezogene Spritzen 13 mit einer neuen Füllung an Konzentraten einsetzen.
Die Stepper-Motoren 15 sind sämtlich an einen Mikroprozessor (nicht dargestellt) angeschlossen.
Zusätzlich ist der Mikroprozessor an Sensoren für die Position der Druckplatten 16 verbunden.
Jede Aufnahme 18 bzw. jeder Spritzenhalter 12 der Dosierstation 1 für jeweils ein Konzentrat ist mit einer Kennzeichnung (hier lateinische Großbuchstaben beispielhaft an den Stepper-Motoren 15 angebracht) versehen.
Die Spritzen 13 sind mit denselben Kennzeichnungen (lateinische Großbuchstaben) versehen, so dass auch ungeübtes Personal das jeweils richtige Konzentrat in die jeweils richtige Aufnahme 1 8 einsetzen kann.
So umfasst die Dosierstation 1 zumindest in diesem Ausführungsbeispiel insgesamt 20 Einzeldosiereinheiten 1A bis IT, welche in zwei Reihen (nicht explizit beziffert) nebeneinander in der Maschine 2 angeordnet sind.
Unterhalb der Spritzen 13, konkret unterhalb ihrer Ausspritzdüsen (verdeckt durch die Zentrierungen 17), befindet sich ein Schlitten 19, der dazu eingerichtet ist, ein Behältnis 5 mit einer Creme-Basis zu halten und das gehaltene Behältnis 5 zu verfahren, wobei der Schlitten 19 weiter dazu eingerichtet ist, jede der Ausspritzdüsen der Spritzen 17 in der Dosierstation 1 anzufahren und dort anzuhalten.
Der Schlitten 19 trägt außerdem ein elektronisches Display 20, welches dazu eingerichtet ist, das jeweils angefahrene Konzentrat mit Namen oder Kürzel zur Kunden Information außen an der Maschine 2 bzw. der Dosierstation 1 darzustellen.
Zudem trägt der Schlitten 19 eine Beleuchtung, welche auf die designierte Öffnung des Behältnisses 5 und/oder auf die Ausspritzdüse der angefahrenen und somit über dem Behältnis 5 temporär befindlichen Spritzen 17 gerichtet ist, so dass an jeder angefahrenen Aufnahme 18 bzw. an jedem angefahrenen Spritzenhalter 12, somit auch für jedes zuzu- dosierende Konzentrat, eine Beleuchtung des Zudosierens erfolgen kann.
Der Kartenleser 1 1 kann ebenfalls das elektronische Display 20 verwenden, um dem Kunden auf seiner Kundenkarte gespeichert Daten anzeigen zu können. Beispielsweise umfassen diese Daten den Kundennamen, Rezeptur-Daten, Dosiermengen usw.
Zudem ist in dem Innenraum der Dosierstation 1 noch ein Etikettendrucker 21 für die INCIs angeordnet, der ebenfalls mit einem Rechner (nicht dargestellt) bzw. mit einer Recheneinheit (nicht dargestellt) verbunden ist, wobei der Rechner in diesem Ausfuhrungsbeispiel direkt an der Maschine 2 angeordnet ist.
Ein zusätzlicher organisatorischer Teil der Dosierstation 1 ist außerdem ein - hier kom- plett extern angeordnetes - Hautmessgerät 25 (vgl. Fig. 2).
Das Hautmessgerät 25 verfügt zumindest in diesem Ausführungsbeispiel über Sensoren (nicht explizit beziffert) für drei verschiedene Messungen, nämlich einmal für eine pH- Wert-Messung, mit einem ersten Messungsaktivierungstaster 26, einem weiteren Sensor zum Bestimmen des Fettgehalts der Hautoberfläche mit einem Sensorhalter 27 und einem zweiten Messungsaktivierungsschalter 28, sowie mit einem dritten Sensor 29 mit einem dritten Messungsaktivierungsschalter 30.
In einer bevorzugten Ausflihrungsform der Erfindung wird zum Ermitteln des Fettgehalts der Hautoberfläche ein Sebumeter® (Marke der Courage+Khazaka electronic GmbH, Köln, Deutschland) eingesetzt, und zum Ermitteln der Hautfeuchtigkeit ein Corneome- ter® derselben Gesellschaft. Dergleichen gilt auch für die PH-Sonde.
Eine Benutzerflihrung mit einem Display 31 im Hautmessgerät 25 ist bevorzugt so programmiert, dass sämtliche drei Messwerte ermittelt werden müssen.
Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung lässt jeden der drei Messwerte mehrfach ermitteln, beispielsweise dreimal, an zum Beispiel drei verschiedenen Stellen im Gesicht, und als die letztendlich festzulegenden Daten wird ein Wert aus dem ermittelten Spektrum verwendet, beispielsweise der arithmetische Mittelwert.
In einem bevorzugten Betrieb der Dosierstation 1 mit dem zugehörigen System werden an dem Hautmessgerät 25 die - hier - drei Messwerte der Haut des Kunden ermittelt. Diese ermittelten Messwerte werden dann automatisch dem Kunden zugeordnet; zusätz-
lieh werden weitere Kriterien der Hautbeschaffenheit eingetragen, beispielsweise Angaben über Akne, Rosacea, Cuperose etc. Beispielsweise steht hierzu ein Bedienterminal 35 bereit, hier dargestellt durch einen Laptop (nicht zusätzlich beziffert). Das Bedienterminal 35 kann sich aber auch direkt an der Dosierstation 1 befinden.
Die ermittelten Hautwert-Daten des Kunden werden einem Kundenprofil zugeordnet. Der Kunde erhält eine Chipkarte, aus welcher seine Identifizierung hervorgeht, beispielsweise über eine fortlaufend vergebene Kundennummer. In einer Datenbank werden die Hautwert-Messdaten verknüpft mit der Kundennummer gespeichert, oder die Messdaten werden auf der Karte gespeichert.
Die Daten werden anschließend zu einem zentralen Server (hier nicht dargestellt) über- mittelt.
Der zentrale Server kennt nun die Hautwert-Messdaten des Kunden, der sich gerade in einer Verkaufsfiliale an dem Hautmessgerät 25 der Maschine 2 befindet.
Aus einer Datenbank und/oder mittels eines Algorithmus' errechnet der zentrale Server ein Rezept für eine für den Kunden optimale Creme und vergibt hierzu eine fortlaufende Rezeptur-Nummer.
Das Rezept wird anschließend vom zentralen Server an die Dosierstation 1 in dem Verkaufsgeschäft übermittelt, beispielsweise mittels des Sendens einer automatischen E- Mail, oder über ein Mobilfunk-Datennetz, beispielsweise mit nicht-terminierten Anrufen. Oder es wird hierzu auf eine Internetverbindung zurückgegriffen, falls eine solche zur Verfügung steht.
Der Mikroprozessor in der Dosierstation 1 erkennt das Rezept und greift entweder selbst ein Behältnis 5 mit der zu verwendenden Basis oder er fordert das Bedienpersonal auf, ein entsprechendes Behältnis 5 in die Dosierstation 1 einzusetzen, und zwar auf den entsprechenden Halter an dem Schlitten 19.
Für eine weiter fortgeschrittene Selbstbedienungs-Stufe ist beispielsweise vorstellbar, dass der Kunde das Behältnis 5 mit der Basis kaufen muss und das gekaufte Behältnis dann selbst in die Dosierstation 1 einsetzen kann.
In einem nächsten Schritt fährt der Schlitten 19 mit dem geöffneten Behältnis 5 sämtliche im ermittelten Rezept angesprochenen Konzentrate an. Die jeweiligen Stepper-Motoren 15 drücken das jeweilige Konzentrat aus den Spritzen 13 aus und somit in das Behältnis mit der Basis hinein.
Das erste Display 20 zeigt jeweils, welches Konzentrat gerade hinzugefügt wird. Gleichzeitig wird der Zudosierungsvorgang beleuchtet.
Der Kunde kann durch das Sichtfeld 8 an dem Arbeitskorpus 6 hindurch den Vorgang beobachten.
Sobald sämtliche im Rezept vorgesehenen Konzentrate zudosiert worden sind, fährt die Dosierstation 1 das Behältnis 5 entweder automatisiert in einen Mischer hinein, welcher ein Rührwerk 36 (vgl. Fig. 4) und/oder eine Shaker-Einrichtung 37 (vgl. Fig. 5) umfasst. Oder das Bedienpersonal oder der Kunde entnimmt das Behältnis 5 aus einer Ausgabe (nicht gezeigt) der Dosierstation 1 und setzt dieses Behältnis 5 dann in die entsprechend Einrichtung 36 bzw. 37 ein.
Gemäß der Darstellung nach der Fig. 4 ist das Behältnis 5 in einem solchen Rührwerk 36 bereits auf einem entsprechenden Halter 38 platziert, und die in dem Behältnis 5 vorhandene Basis und die zudosierten Konzentraten werden mithilfe eines Rührstabs oder Rühr- paddels 39 miteinander verrührt bzw. vermischt.
Hierbei bleibt der Rührstab oder Rührpaddel 39 unbewegt, während das Behältnis 5 eine Kreis- und/oder Kurvenbewegung durchläuft, oder der Rührstab oder Rührpaddel 39 führt zusätzlich zu der Kreis- und/oder Kurvenbewegung eine geeignete Rührbewegung aus.
Gemäß der Darstellung nach der Fig. 5 wird das Behältnis 5 bevorzugt alternativ oder aber auch im Nachgang zu der Behandlung durch das Rührwerk 39 in der Shaker-Ein- richtung 37 derart geschüttelt, dass sich die Konzentrate mit der Basis weiter noch intensiver vermischen können.
Der Vorteil der Shaker-Einrichtung 37 liegt darin, dass kein Rührstab oder Rührpaddel 39 mit Creme kontaminiert wird. Insofern entfallt hier eine Reinigung. Insofern ist dies die bevorzugte Methode einen Mischvorgang an der Maschine 2 bzw. an der Dosierstation 1 vorzunehmen.
Sicherheitshalber umfasst die Shaker-Einrichtung 37 eine Abdeckhaube 40, welche verhindert, dass während der Aktivierung der Shaker-Einrichtung 37 Creme aus dem Behält- nis 5 in die Umgebung 41 gelangen kann.
Der Mischer bzw. das Rührwerk 36 und/oder die Shaker-Einrichtung 37 führen eine gewisse Zeit lang, beispielsweise 30 Sekunden oder 60 Sekunden, eine schnelle bzw. gegebenenfalls hochfrequente Kreis- oder Kurvenbahn aus, wodurch die Creme homogen vermischt wird. Abschließend wird das Behältnis 5 - bevorzugt manuell - verschlossen, mit einem Deckel versehen, mit einem aus dem Etikettendrucker 21 ausgedruckten Etikett, welches die Basis und die Konzentrate inhaltsstofflich anhand der INCIs beschreibt, versehen, und der Kunde kann die fertige Creme in einer Verkaufseinheit (nicht gezeigt) erwerben bzw. mitnehmen. Zusätzlich druckt ein zweiter Drucker (nicht gezeigt) der Maschine 2 den Namen des Kunden auf eine Klarsichtfolie, die dann auf die Cremeverkaufseinheit geklebt wird.
Es wird vorgeschlagen, dass seitens eines zentralen Servers ein Mechanik- und/oder Elektroniktest an jeder angeschlossenen Dosierstation 1 durchgeführt werden kann.
Auch wird vorgeschlagen, dass Updates für die Firmware der Dosierstation 1 über das Internet oder das Intranet vor Ort erfolgen können.
Liste der verwendeten Bezugszeichen
1 Dosierstation bzw. Zudosierstation 1A-1T Einzeldosiereinheiten
2 Maschine
3 Unterbau
4 Fächer
5 Behältnisse
5A Tiegel
6 Arbeitskorpus
7 Hülle
8 Sichtfeld
10 Schienenführung
1 1 Kartenleser
12 Spritzenhaltern
13 Spritze
14 Spritzenkolben
15 Stepper-Motor
16 Druckplatte
17 Zentrierung
18 Aufnahme
19 Schlitten
20 erstes Display
21 Etikettendrucker
25 Hautmessgerät
26 erster Messungsaktivierungstaster
27 Sensorhalter
28 zweiter Messungsaktivierungstaster
29 dritter Sensor
30 dritter Messungsaktiv ierungstaster
31 weiteres Display
Bedienterminal
Rührwerk
Shaker-Einrichtung Halter
Rührstab oder Rührpaddel Abdeckhaube