Beschreibung
Optoelektronischer Halbleiterkörper und Verfahren zur
Herstellung eines optoelektronischen Halbleiterkörpers
Es wird ein optoelektronischer Halbleiterkörper angegeben. Darüber hinaus wird ein Verfahren zur Herstellung eines optoelektronischen Halbleiterkörpers angegeben. Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung 10 2015 104 665.2, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird.
Eine zu lösende Aufgabe besteht darin, einen
optoelektronischen Halbleiterkörper anzugeben, bei dem die
Injektion von Ladungsträgern in die aktive Schicht besonders effektiv ist. Eine weitere zu lösende Aufgabe besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen
optoelektronischen Halbleiterkörpers anzugeben.
Diese Aufgaben werden durch den Gegenstand und das Verfahren gemäß der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst der
optoelektronische Halbleiterkörper eine
Halbleiterschichtenfolge mit einer ersten Schicht eines ersten Leitfähigkeitstyps, einer zweiten Schicht eines zweiten Leitfähigkeitstyps und einer zwischen der ersten
Schicht und der zweiten Schicht angeordneten aktiven Schicht. Die aktive Schicht ist dazu eingerichtet, im
bestimmungsgemäßen Betrieb elektromagnetische Strahlung zu
emittieren oder zu absorbieren und dann beispielsweise in ein elektronisches oder optisches Signal umzuwandeln. Bei der ersten Schicht kann es sich beispielsweise um eine p-dotierte Schicht handeln, die Löcher als Ladungsträger aufweist. Die zweite Schicht ist dann beispielsweise eine n-dotierte
Schicht mit Elektronen als Ladungsträger. Alternativ können die beiden Schichten aber auch umgekehrt oder gleich dotiert sein, beispielsweise n- oder p-dotiert. Der Leitfähigkeitstyp bezieht sich hier und im Folgenden auf die
Majoritätsladungsträger, also Elektronen in n-dotierten
Schichten und Löcher in p-dotierten Schichten.
Unter der ersten und/oder zweiten Schicht kann dabei
insbesondere auch jeweils eine Schichtenfolge aus mehreren einzelnen Schichten verstanden werden. Beispielsweise umfasst die erste Schicht alle Halbleiterschichten zwischen einer ersten Hauptseite der Halbleiterschichtenfolge und der aktiven Schicht. Die zweite Schicht kann beispielsweise alle Schichten zwischen einer der ersten Hauptseite
gegenüberliegenden zweiten Hauptseite der
Halbleiterschichtenfolge und der aktiven Schicht umfassen.
Die Halbleiterschichtenfolge basiert zum Beispiel auf einem I I I /V-Verbindungshalbleitermaterial . Bei dem
Halbleitermaterial handelt es sich beispielsweise um ein Nitrid-Verbindungshalbleitermaterial, wie AlnIn]__n_mGamN, oder um ein Phosphid-Verbindungshalbleitermaterial , wie
AlnIn]__n_mGamP, oder auch um ein Arsenid- Verbindungshalbleitermaterial , wie AlnIn]__n_mGamAs oder
AlnIn]__n_mGamAsP, wobei jeweils 0 ^ n < 1, 0 ^ m < 1 und m + n < 1 ist. Dabei kann die Halbleiterschichtenfolge
Dotierstoffe sowie zusätzliche Bestandteile aufweisen. Der Einfachheit halber sind jedoch nur die wesentlichen
Bestandteile des Kristallgitters der
Halbleiterschichtenfolge, also AI, As, Ga, In, N oder P, angegeben, auch wenn diese teilweise durch geringe Mengen weiterer Stoffe ersetzt und/oder ergänzt sein können.
Bevorzugt basiert die Halbleiterschichtenfolge auf AlInGaN.
Die aktive Schicht der Halbleiterschichtenfolge beinhaltet insbesondere wenigstens einen pn-Übergang und/oder mindestens eine Quantentopfstruktur . Eine von der aktiven Schicht im Betrieb erzeugte Strahlung liegt insbesondere im
Spektralbereich zwischen einschließlich 400 nm und 800 nm.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform umfasst der
Halbleiterkörper eine Mehrzahl von in lateraler Richtung nebeneinander angeordneten Injektionsbereichen, wobei
innerhalb jedes Injektionsbereichs die
Halbleiterschichtenfolge derart dotiert ist, dass innerhalb des gesamten Injektionsbereichs die Halbleiterschichtenfolge den gleichen Leitfähigkeitstyp wie die erste Schicht
aufweist. Der Injektionsbereich ist also ein dotierter
Teilbereich der Halbleiterschichtenfolge, beispielsweise ein p-dotierter Bereich, wenn die erste Schicht ebenfalls p- dotiert ist. Unter der lateralen Richtung wird dabei
insbesondere eine Richtung parallel zu einer
Haupterstreckungsrichtung der Halbleiterschichtenfolge verstanden .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform erstreckt sich jeder Injektionsbereich ausgehend von der ersten Schicht in die aktive Schicht und durchdringt die aktive Schicht zumindest teilweise oder vollständig. Dabei ist jeder Injektionsbereich bevorzugt lateral von einer zusammenhängenden Bahn der aktiven Schicht umgeben, wobei in der zusammenhängenden Bahn
um den Injektionsbereich die aktive Schicht weniger oder entgegengesetzt dotiert ist als im Injektionsbereich. Der Injektionsbereich ist also in lateraler Richtung durch einen Übergang von einem dotierten Bereich in einen weniger oder entgegengesetzt dotierten Bereich begrenzt oder definiert.
In Querschnittsansicht bei einem Schnitt entlang der aktiven Schicht kann der Injektionsbereich beispielsweise
kreisförmige, ovale, hexagonale oder rechteckige
Querschnittsformen aufweisen. In dieser Ansicht ist der Injektionsbereich bevorzugt vollständig und
unterbrechungsfrei von der aktiven Schicht umrandet.
Bevorzugt unterscheidet sich jeder Injektionsbereich von der übrigen, ihn umgebenden Halbleiterschichtenfolge,
insbesondere von der ihn umgebenden aktiven Schicht,
lediglich durch den Dotierungsgrad oder die Dotierungsart. Die Materialzusammensetzung der Halbleiterschichtenfolge und der Injektionsbereiche sind, bis auf die Konzentration des Dotierstoffes, dann zum Beispiel identisch. Ferner ist bevorzugt der geometrische Verlauf der Schichten der
Halbleiterschichtenfolge nicht durch den Injektionsbereich beeinflusst . Es ist aber auch möglich, dass durch den hohen Dotierungsgrad die Konzentration von wesentlichen Bestandteilen des
Kristallgitters innerhalb des Injektionsbereichs verändert ist. Insbesondere kann es durch den hohen Dotierungsgrad zum Abwandern oder Zuwandern von wesentlichen Bestandteilen des Kristallgitters, wie zum Beispiel von Indium in einer AlInGaN Halbleiterschichtenfolge, kommen. Dieser Prozess wird
Segregation genannt. Der Indiumgehalt innerhalb eines
Injektionsbereiches ist dann gegenüber dem Indiumgehalt der
angrenzenden Halbleiterschichtenfolge erhöht oder reduziert, zum Beispiel um zumindest 10 % oder 50 %.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform gelangen im Betrieb des Halbleiterkörpers Ladungsträger zumindest teilweise von der ersten Schicht in die Injektionsbereiche und werden von dort aus direkt in die aktive Schicht injiziert. Die
Injektionsbereiche und die daran angrenzende aktive Schicht befinden sich also in direktem elektrischem Kontakt
miteinander, und sind durch keine weiteren Schichten, wie
Isolationsschichten, voneinander beabstandet und elektrisch isoliert .
In mindestens einer Ausführungsform umfasst der
optoelektronische Halbleiterkörper eine
Halbleiterschichtenfolge mit einer ersten Schicht eines ersten Leitfähigkeitstyps, einer zweiten Schicht eines zweiten Leitfähigkeitstyps und einer zwischen der ersten Schicht und der zweiten Schicht angeordneten aktiven Schicht, die im bestimmungsgemäßen Betrieb elektromagnetische
Strahlung absorbiert oder emittiert. In dem Halbleiterkörper ist eine Mehrzahl von in lateraler Richtung nebeneinander angeordneten Injektionsbereichen vorhanden, wobei innerhalb jedes Injektionsbereichs die Halbleiterschichtenfolge derart dotiert ist, dass innerhalb des gesamten Injektionsbereichs die Halbleiterschichtenfolge den gleichen Leitfähigkeitstyp wie die erste Schicht aufweist. Dabei durchdringt jeder
Injektionsbereich ausgehend von der ersten Schicht die aktive Schicht zumindest teilweise. Ferner ist jeder
Injektionsbereich lateral von einer zusammenhängenden Bahn der aktiven Schicht umgeben, in der die aktive Schicht weniger oder entgegengesetzt dotiert ist als im
Injektionsbereich. Im Betrieb des Halbleiterkörpers gelangen
Ladungsträger zumindest teilweise von der ersten Schicht in die Injektionsbereiche und werden von dort aus direkt in die aktive Schicht injiziert. Der hier beschriebenen Erfindung liegt unter anderem die Erkenntnis zugrunde, dass die interne Quanteneffizienz, insbesondere von Nitrid-basierten LEDs, durch einen
schlechten Löchertransport reduziert ist. Der schlechte
Löchertransport in die aktive Schicht wird häufig durch die Barrierenhöhe der Quantentöpfe innerhalb der aktiven Schicht gehemmt. Aber auch das Auftreten von Polarisationsladungen hemmt den Löchertransport.
Bei der hier beschriebenen Erfindung wird unter anderem von der Idee Gebrauch gemacht, die aktive Schicht bereichsweise zu dotieren, so dass Ladungsträger, vor allem Löcher, von der ersten Schicht in die dotierten Bereiche der aktiven Schicht gelangen können und von da aus effektiv in die aktive
Schicht, insbesondere über die gesamte Dicke der aktiven Schicht, injiziert werden. Bei der Verwendung von einer
Multiquantentopfstruktur wird dadurch ermöglicht, dass in alle Quantentöpfe bevorzugt gleichmäßig Ladungsträger
injiziert werden. Das erhöht die Effizienz des gesamten
Halbleiterkörpers .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind die
Injektionsbereiche der gewachsenen Halbleiterschichtenfolge überlagert. Das heißt die Halbleiterschichtenfolge ist zunächst vollständig gewachsen, erst nach dem Wachstum werden über einen Dotierungsprozess die Injektionsbereiche
eingebracht. Dies hat insbesondere zur Folge, dass der geometrische Verlauf vor allem der aktiven Schicht nicht durch die Position und die Form der Injektionsbereiche
beeinflusst ist. Die Injektionsbereiche sind also dotierte Teilbereiche innerhalb der Halbleiterschichtenfolge, die der Halbleiterschichtenfolge überlagert sind. Als Konsequenz daraus sind auch im Mittel die Positionen der Injektionsbereiche unkorreliert zu Positionen von etwaigen Kristallstörungen innerhalb der Halbleiterschichtenfolge. Solche Kristallstörungen können beispielsweise in Form von Gitterversetzungen vorliegen. Gitterversetzungen entstehen zum Beispiel beim Wachstum der Halbleiterschichtenfolge aufgrund der Gitterkonstantenanpassung an das
Aufwachssubstrat . Bevorzugt sind diese Kristallstörungen oder Gitterversetzungen rein statistisch verteilt, weisen also keine regelmäßige geometrische Anordnung innerhalb der
Halbleiterschichtenfolge auf.
Bei GaN-basierten Halbleitermaterialien beträgt die
Gitterversetzungsdichte beim Wachstum auf einem Saphir- Substrat typischerweise 10^ bis 10^ pro cm^, beim Wachstum auf einem GaN-Substrat kann die Gitterversetzungsdichte aber einige Größenordnungen geringer sein.
Insbesondere bei Nitrid-basierten Halbleitermaterialien treten aufgrund solcher Gitterversetzungen in der aktiven Schicht V-förmige Einkerbungen, so genannte V-Pits, auf.
Solche Einkerbungen in der aktiven Schicht haben
typischerweise Tiefen senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung der aktiven Schicht von zumindest 30 nm oder zumindest 100 nm.
Bei der hier beschriebenen Erfindung stehen bevorzugt diese beim Wachstum der Halbleiterschichtenfolge entstehenden V- Pits in keinerlei Korrelation zu den Injektionsbereichen. Das
heißt, die Position der V-Pits ist im Mittel unkorreliert zur Position der Injektionsbereiche.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die
Wahrscheinlichkeit einer Gitterversetzung der
Halbleiterschichtenfolge, insbesondere ein V-Pit, innerhalb eines Injektionsbereichs vorzufinden, höchstens 50 % oder höchstens 10 % oder höchstens 1 %. Gemäß zumindest einer Ausführungsform verläuft die aktive Schicht innerhalb zumindest 50 % oder zumindest 90 % oder zumindest 99 % der Injektionsbereiche durchgehend planar. Durchgehend planar heißt in diesem Zusammenhang, dass die aktive Schicht innerhalb des gesamten Injektionsbereichs keine Stufen oder Strukturen oder Einkerbungen aufweist, deren Tiefe senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung der aktiven Schicht mehr als 10 nm oder mehr als 20 nm beträgt. Alternativ oder zusätzlich ist im Mittel mindestens 50 % oder 90 % oder 99 % der Fläche der aktiven Schicht innerhalb eines jeden Injektionsbereichs planar ausgebildet.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist jeder
Injektionsbereich eine Dotierungskonzentration von zumindest lO1^ oder lO1^ oder lO2^ oder 1021 Dotieratomen pro cm-^ auf. Eine solche Dotierungskonzentration liegt bevorzugt innerhalb des gesamten Injektionsbereichs vor.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die
Dotierungskonzentration innerhalb der aktiven Schicht
außerhalb der Injektionsbereiche zumindest zweifach oder zumindest fünffach oder zumindest zehnfach geringer oder entgegengesetzt als in den Injektionsbereichen. Bei GaN- basierten Halbleitermaterialien ist die aktive Schicht
beispielsweise leicht n-dotiert, die Injektionsbereiche sind dann bevorzugt p-dotiert.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die aktive
Schicht eine Quantentopfstruktur mit zumindest einer oder mehreren Quantentopfschichten auf. Zwischen zwei benachbarten Quantentopfschichten ist dann beispielsweise jeweils
zumindest eine Barrierenschicht angeordnet. Dabei sind die Bandlücken zwischen Valenzband und Leitungsband im Bereich der QuantentopfSchicht kleiner als im Bereich der
Barrierenschicht. Über die Breite der QuantentopfSchicht und die in der QuantentopfSchicht auftretende Bandlücke kann die Wellenlänge der Strahlung eingestellt werden, die bei der Rekombination innerhalb der QuantentopfSchicht emittiert wird. Die Haupterstreckungsrichtungen der Barrierenschichten und der Quantentopfschichten verlaufen dabei im Wesentlichen parallel zu der Haupterstreckungsrichtung der aktiven
Schicht. Die Breite ist senkrecht zur
Haupterstreckungsrichtung gemessen .
Durch das Vorhandensein der Injektionsbereiche innerhalb der Quantentopfstruktur wird im Betrieb beispielsweise
ermöglicht, dass die Injektion von Ladungsträgern aus der ersten Schicht gleichmäßig auf alle Quantentopfschichten erfolgt und dadurch die Quanteneffizienz des Bauelements verglichen zu Bauelementen ohne Injektionsbereiche erhöht ist .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform verjüngen sich die Injektionsbereiche in eine Richtung weg von der ersten
Schicht. Beispielsweise können die Injektionsbereiche
pyramidenartig, kegelartig oder domförmig ausgebildet sein. Auch Halbkugeln oder Halb-Rotationsellipsoide sind denkbar.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform durchdringen die
Injektionsbereiche die aktive Schicht vollständig und ragen zumindest teilweise in die zweite Schicht hinein. Bevorzugt ragen die Injektionsbereiche dabei zumindest 50 nm oder zumindest 100 nm oder zumindest 150 nm in die zweite Schicht hinein. Alternativ oder zusätzlich ragen die
Injektionsbereiche höchstens 300 nm oder höchstens 250 nm oder höchstens 200 nm in die zweite Schicht hinein.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform basiert die
Halbleiterschichtenfolge auf einem Nitrid- Verbindungshalbleitermaterial, insbesondere basieren alle Schichten der Halbleiterschichtenfolge auf einem Nitrid- Verbindungshalbleitermaterial .
Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind die erste Schicht sowie die Injektionsbereiche p-dotiert und weisen Löcher als ersten Leitfähigkeitstyp auf.
Die aktive Schicht kann beispielsweise eine
Quantentopfstruktur auf der Basis von AlGalnN aufweisen.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind in Draufsicht auf die aktive Schicht die Injektionsbereiche auf Gitterpunkten eines regelmäßigen Gitters angeordnet. Insbesondere sind die Injektionsbereiche dann matrixartig oder hexagonal entlang der aktiven Schicht verteilt. Die Anordnung der
Injektionsbereiche entlang der aktiven Schicht ist also bevorzugt nicht willkürlich, sondern folgt einem Muster und ist periodisch oder regelmäßig.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weisen die Injektionsbereiche innerhalb der aktiven Schicht einen
Durchmesser oder eine Breite, gemessen in lateraler Richtung, von jeweils zumindest 100 nm oder zumindest 150 nm oder zumindest 200 nm auf. Alternativ oder zusätzlich ist der
Durchmesser oder die Breite der Injektionsbereiche höchstens 500 nm oder höchstens 250 nm oder höchstens 200 nm. Der
Durchmesser oder die Breite ist dabei zum Beispiel der maximale oder mittlere Durchmesser oder die maximale oder mittlere Breite.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die erste Schicht eine Dicke senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung der
Halbleiterschichtenfolge von höchstens 1 ym, bevorzugt höchstens 0,5 ym auf. Die Dicke der zweiten Schicht liegt bevorzugt im Bereich zwischen einschließlich 3 ym und 6 ym. Die Dicke der aktiven Schicht beträgt beispielsweise zwischen einschließlich 50 nm und 200 nm und kann beispielsweise fünf bis zehn Quantentopfschichten aufweisen.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform beträgt die
Flächenbelegungsdichte der Injektionsbereiche entlang der gesamten aktiven Schicht zumindest 0,5 % oder zumindest 1 % oder zumindest 2 %. Alternativ oder zusätzlich beträgt die Flächenbelegungsdichte höchstens 30 % oder höchstens 10 % oder höchstens 3 %. Durch die Wahl einer solchen
Flächenbelegungsdichte wird auf der einen Seite eine
effektive Injektion der Ladungsträger in die aktive Schicht ermöglicht, andererseits bleibt genug Fläche der aktiven Schicht frei von Injektionsbereichen, um eine hohe
Lichtausbeute zu garantieren.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die
Dotierungskonzentration homogen und konstant innerhalb eines jeden gesamten Injektionsbereichs. Alternativ kann die
Dotierungskonzentration innerhalb der Injektionsbereiche auch einen Gradienten aufweisen, sodass die
Dotierungskonzentration zum Beispiel von innen nach außen in lateraler Richtung kontinuierlich abnimmt. Auch ein Gradient der Dotierungskonzentration senkrecht zur
Haupterstreckungsrichtung der aktiven Schicht ist denkbar. Beispielsweise nimmt die Dotierungskonzentration dann in Richtung weg von der ersten Schicht innerhalb des
Injektionsbereichs ab.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die
Halbleiterschichtenfolge auf einem Träger aufgebracht. Der Träger kann dabei auf einer der ersten Schicht abgewandten oder zugewandten Seite der Halbleiterschichtenfolge
aufgebracht sein. Insbesondere kann der Träger das
Aufwachssubstrat für die Halbleiterschichtenfolge oder ein im Nachhinein aufgebrachter Hilfsträger sein. Der Träger dient insbesondere zur Stabilisierung und zum mechanischen Tragen der Halbleiterschichtenfolge. Beispielsweise ist der
Halbleiterkörper dann selbsttragend als Oberflächenemitter oder Volumenemitter ausgebildet. Möglich ist zum Beispiel, dass der Halbleiterkörper ein Saphirchip oder ein
Dünnfilmchip ist.
Darüber hinaus wird ein Verfahren zur Herstellung eines optoelektronischen Halbleiterkörpers angegeben. Das Verfahren eignet sich insbesondere zur Herstellung eines hier
beschriebenen optoelektronischen Halbleiterkörpers. Das heißt, sämtliche in Verbindung mit dem optoelektronischen
Halbleiterkörper offenbarten Merkmale sind auch für das Verfahren offenbart und umgekehrt.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist das Verfahren zur Herstellung eines optoelektronischen Halbleiterkörpers einen Schritt A auf, in dem eine Halbleiterschichtenfolge einer ersten Schicht eines ersten Leitfähigkeitstyps, einer zweiten Schicht eines zweiten Leitfähigkeitstyps und einer zwischen der ersten Schicht und der zweiten Schicht angeordneten aktiven Schicht bereitgestellt wird, wobei im
bestimmungsgemäßen Betrieb elektromagnetische Strahlung von der aktiven Schicht absorbiert oder emittiert wird.
In einem darauffolgenden Schritt B wird die
Halbleiterschichtenfolge dann in zumindest einem lateral definierten und lateral begrenzten Injektionsbereich gezielt dotiert. Dabei wird im Schritt B derart dotiert, dass innerhalb des gesamten Injektionsbereichs die
Halbleiterschichtenfolge den gleichen Leitfähigkeitstyp wie die erste Schicht aufweist. Bevorzugt durchdringt der so entstehende Injektionsbereich ausgehend von der ersten
Schicht die aktive Schicht zumindest teilweise. Nach dem Dotieren im Schritt B ist der Injektionsbereich dann
beispielsweise lateral teilweise oder vollständig von einer zusammenhängenden und unterbrechungsfreien Bahn der aktiven Schicht umgeben, in der die aktive Schicht weniger oder entgegengesetzt dotiert ist als im Injektionsbereich.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird im Schritt B eine Maske auf die der aktiven Schicht abgewandte Seite der ersten Schicht aufgebracht. Die Maske weist dabei bevorzugt
zumindest ein Fenster auf, in dem die
Halbleiterschichtenfolge freigelegt ist. Bereiche der
Halbleiterschichtenfolge außerhalb des Fensters sind von der Maske überdeckt.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform erfolgt die Dotierung durch einen Ionenimplantationsprozess , wobei Dotieratome von einer der aktiven Schicht abgewandten Seite der Maske auf die Maske geschossen werden. Eine Dotierung der
Halbleiterschichtenfolge erfolgt dann im Bereich des
Fensters, bevorzugt ausschließlich im Bereich des Fensters. Die Dotierung unterhalb der Maske wird durch die Maske bevorzugt unterdrückt, insbesondere vollständig unterdrückt.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird für die Produktion der Maske zunächst eine Maskenschicht auf die
Halbleiterschichtenfolge aufgebracht. Anschließend wird die
Maske mittels eines Lithografieverfahrens, wie einem Stepper- Verfahren oder einem Nanoprägelithografieverfahren,
strukturiert und dabei das zumindest eine Fenster in der Maskenschicht erzeugt.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Maske ein Metall, wie Gold, Silber, Aluminium, Titan oder Stahl, auf oder besteht daraus. Auch ist denkbar, dass die Maske aus einem Fotolack gebildet ist oder einen Fotolack aufweist.
Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird nach dem
Ionenimplantationsprozess zur Dotierung des
Injektionsbereichs die Halbleiterschichtenfolge einem
thermischen Ausheilungsprozess ausgesetzt. Bei diesem
Ausheilungsprozess können sich einige Störstellen oder
Gitterdefekte, die durch den Ionenimplantationsprozess erzeugt werden, zurückbilden beziehungsweise ausheilen.
Dadurch kann wiederum die optische Effizienz des
Halbleiterkörpers erhöht werden. Für den Ausheilungsprozess wird die Halbleiterschichtenfolge beispielsweise auf eine Temperatur von zumindest 1000 °C aufgeheizt. Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird die
Halbleiterschichtenfolge vor dem Schritt A auf einem
Aufwachssubstrat aufgewachsen, wobei zunächst die zweite Schicht, dann die aktive Schicht und dann die erste Schicht aufgewachsen wird. Anschließend folgt die Dotierung der
Halbleiterschichtenfolge im Schritt B von einer dem
Aufwachssubstrat abgewandten Seite, beispielsweise mittels Ionenimplantation. Nach dem Schritt B wird dann
beispielsweise ein Hilfsträger auf die dem Aufwachssubstrat abgewandte Seite der Halbleiterschichtenfolge aufgebracht und das Aufwachssubstrat abgelöst. Auf diese Weise kann
beispielsweise ein Dünnfilmhalbleiterchip mit den oben genannten Injektionsbereichen hergestellt werden. Alternativ kann aber auch das Aufwachssubstrat in dem Halbleiterkörper verbleiben und auf einen Hilfsträger verzichtet werden. Auf diese Weise könnte beispielsweise ein Volumenhalbleiterchip wie ein Saphirchip erzeugt werden. Bei dem Aufwachssubstrat kann es sich beispielsweise um ein Silizium- oder GaAs- oder GaN- oder SiC- oder Saphiraufwachssubstrat handeln. Nachfolgend wird ein hier beschriebener optoelektronischer Halbleiterkörper sowie ein Verfahren zur Herstellung eines optoelektronischen Halbleiterkörpers unter Bezugnahme auf Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Gleiche Bezugszeichen geben dabei gleiche Elemente in den einzelnen Figuren an. Es sind dabei jedoch keine
maßstäblichen Bezüge dargestellt, vielmehr können einzelne Elemente zum besseren Verständnis übertrieben groß
dargestellt sein.
Es zeigen:
Figuren 1A, 4A und 4B Ausführungsbeispiele eines
optoelektronischen Halbleiterkörpers in Draufs
Figuren 1B, IC und 2 Ausführungsbeispiele eines
optoelektronischen Halbleiterkörpers in
Querschnittsansicht und
Figuren 3A bis 3C Ausführungsbeispiele für Verfahrensschritte zur Herstellung eines optoelektronischen Halbleiterkörpers in Querschnittsansicht. In Figur 1A ist ein optoelektronischer Halbleiterkörper 100 in Draufsicht auf eine aktive Schicht 11 einer
Halbleiterschichtenfolge 1 des optoelektronischen
Halbleiterkörpers 100 gezeigt. Die aktive Schicht 11 ist von Injektionsbereichen 2 durchsetzt, die vorliegend regelmäßig in einem rechteckigen oder quadratischen Matrixmuster angeordnet sind. Die Injektionsbereiche 2 weisen dabei eine kreisförmige oder elliptische Querschnittsfläche auf.
Insbesondere sind in Figur 1A die Injektionsbereiche 2 nicht willkürlich innerhalb der Halbleiterschichtenfolge 1
verteilt, sondern auf festen Gitterpunkten eines regelmäßigen Gitters angeordnet.
Figur 1B zeigt ein Ausführungsbeispiel eines
optoelektronischen Halbleiterkörpers 100 entlang der Linie ΑΑλ aus Figur 1A. Zu erkennen ist, dass der Halbleiterkörper 100 einen Träger 13 aufweist, auf dem eine
Halbleiterschichtenfolge 1 aufgebracht ist. Die
Halbleiterschichtenfolge 1 kann beispielsweise auf einer
Hauptseite des Trägers 13 aufgewachsen sein. Der Träger 13 ist beispielsweise das Aufwachssubstrat für die
Halbleiterschichtenfolge 1. Bei dem Träger 13 handelt es sich beispielsweise um einen Saphirträger, die
Halbleiterschichtenfolge 1 basiert beispielsweise auf
AlInGaN.
Die Halbleiterschichtenfolge 1 umfasst eine erste Schicht 10 eines ersten Leitfähigkeitstyps, eine aktive Schicht 11 und eine zweite Schicht 12 eines zweiten Leitfähigkeitstyps, wobei die aktive Schicht 11 zwischen der ersten Schicht 10 und der zweiten Schicht 12 angeordnet ist und die zweite Schicht 12 dem Träger 13 zugewandt ist. Vorliegend ist die erste Schicht 10 beispielsweise p-dotiert, die zweite Schicht 12 beispielsweise n-dotiert. Die aktive Schicht 11 kann undotiert oder zum Beispiel leicht n-dotiert sein.
In Figur 1B ist außerdem der Querschnitt des
Injektionsbereichs 2 aus der Figur 1A erkennbar. Der
Injektionsbereich 2 ist ein dotierter Teilbereich der
Halbleiterschichtenfolge 1, wobei die Dotierung derart gewählt ist, dass innerhalb des gesamten Injektionsbereichs 2 derselbe Leitfähigkeitstyp wie in der ersten Schicht 10 vorliegt. Beispielsweise ist der Injektionsbereich 2 wie die erste Schicht 10 p-dotiert und weist Löcher als
Majoritätsladungsträger auf. Die Dotierungskonzentration innerhalb des Injektionsbereichs 2 beträgt beispielsweise zumindest ΙΟ-^ Dotieratome pro cm^ . Bei den Dotieratomen handelt es sich zum Beispiel um Mg.
Der Injektionsbereich 2 ist der Halbleiterschichtenfolge 1 derart überlagert, dass die Position und geometrische Form des Injektionsbereichs 2 keinen Einfluss auf den Verlauf der
Schichten innerhalb der Halbleiterschichtenfolge 1 hat.
Insbesondere basiert der Injektionsbereich 2 auf demselben Grundmaterial wie die Halbleiterschichtenfolge 1 und ist lediglich im Vergleich zum Rest der Halbleiterschichtenfolge 1 zusätzlich dotiert oder stärker dotiert. Die aktive Schicht 11 verläuft innerhalb des gesamten Injektionsbereichs 2 durchgehend planar und weist keine Stufen oder Einkerbungen mit einer vertikalen Ausdehnung von mehr als 20 nm auf.
Vertikal bezeichnet dabei eine Richtung senkrecht zur
Haupterstreckungsrichtung der aktiven Schicht 11.
Insbesondere ist innerhalb des Injektionsbereichs 2 kein Gitterdefekt, beispielsweise in Form eines V-Pits 4,
vorhanden. Die Wahrscheinlichkeit, überhaupt einen
Gitterdefekt, wie eine Gitterversetzung oder wie einen V-Pit 4, innerhalb eines Injektionsbereichs 2 zu finden, beträgt bevorzugt höchstens 50 %. Ein V-Pit 4 ist lateral neben dem Injektionsbereich 2 angeordnet. Der V-Pit 4 ist in
Querschnittsansicht eine V-förmige Einkerbung in der aktiven Schicht 11.
Der Injektionsbereich 2 erstreckt sich in Figur 1B durch die gesamte erste Schicht 10 und die gesamte aktive Schicht 11 und ragt teilweise, beispielsweise zumindest 50 nm, in die zweite Schicht 12 hinein. Dabei verjüngt sich der
Injektionsbereich 2 in Richtung weg von der ersten Schicht 10. Lateral, das heißt parallel zu einer
Haupterstreckungsrichtung der Halbleiterschichtenfolge 1, ist der Injektionsbereich 2 vollständig von einer
zusammenhängenden und unterbrechungsfreien Bahn der aktiven Schicht 11 umgeben, in der der Dotierungsgrad entgegengesetzt oder um zumindest zwei Größenordnungen kleiner ist als im Bereich des Injektionsbereichs 2. Vorliegend ist die
Querschnittsform des Injektionsbereichs 2 domförmig.
In Figur IC ist eine Querschnittsansicht durch den Halbleiterkörper 100 entlang der Linie BB λ aus der Figur 1A gezeigt. Die Linie BB λ durchkreuzt dabei den
Injektionsbereich 2 der Halbleiterschichtenfolge 1 nicht. Der Schichtaufbau der Halbleiterschichtenfolge 1 ist bis auf den Injektionsbereich 2 identisch zum Schichtaufbau der Figur IB. Insbesondere sind der geometrische Verlauf der aktiven
Schicht 11 in Figur 1B und IC bis auf das zufällig in Figur 1B auftretende V-Pit 4 identisch. Dies verdeutlicht, dass der Verlauf der aktiven Schicht 11 nicht durch die Position und Form des Injektionsbereichs 2 beeinflusst ist.
In Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel des Halbleiterkörpers 100 wiederum in Querschnittsansicht gezeigt. Vorliegend ist die aktive Schicht 11 aus einer Quantentopfstruktur mit einer Mehrzahl von Quantentopfschichten 110 und Barrierenschichten 111 gebildet, die alternierend übereinander gestapelt sind. Die aktive Schicht 11 weist dabei beispielsweise eine Dicke zwischen einschließlich 50 nm und 200 nm auf. Die
Quantentopfschichten 110 haben beispielsweise jeweils eine Dicke zwischen einschließlich 2 nm und 10 nm. Die
Quantentopfstruktur der Figur 2 basiert beispielsweise auf AlInGaN und weist zwischen zehn und 20 Quantentopfschichten 110 auf. Dabei sind die Bandlücken innerhalb der
Quantentopfschichten 110 bevorzugt kleiner als innerhalb der Barrierenschichten 111.
Ferner zeigt Figur 2 den Fluss von Ladungsträgern innerhalb der Schichten der Halbleiterschichtenfolge 1 im Betrieb des Halbleiterkörpers 100. Erste Ladungsträger, beispielsweise Löcher, werden aus der ersten Schicht 10 in den
Injektionsbereich 2 injiziert. Aus dem Injektionsbereich 2
können die ersten Ladungsträger direkt in die aktive Schicht 11 gelangen. Dabei verteilen sich die ersten Ladungsträger auf alle Quantentopfschichten 110, so dass in jede
QuantentopfSchicht 110 erste Ladungsträger injiziert werden. Die ersten Ladungsträger werden also bevorzugt auf alle
Quantentopfschichten 110 verteilt, insbesondere gleichmäßig verteilt. Ferner werden aus der zweiten Schicht 12 zweite Ladungsträger, beispielsweise Elektronen, ebenfalls in die aktive Schicht 11 und die zugehörigen Quantentopfschichten 110 injiziert. Innerhalb der Quantentopfschichten 110 kann es dann zur Rekombination der Elektronen und Löcher kommen, wodurch elektromagnetische Strahlung bevorzugt im UV-Bereich oder im sichtbaren Bereich entsteht. Dabei ermöglicht der Injektionsbereich 2, dass eine Strahlungserzeugung in allen Quantentopfschichten 110 stattfindet, so dass die
Quanteneffizienz des Halbleiterkörpers 100 gegenüber
Halbleiterkörpern ohne Injektionsbereiche gesteigert ist.
In den Ausführungsbeispielen der Figur 3A bis 3C sind
verschiedene Verfahrensschritte zur Herstellung eines
optoelektronischen Halbleiterkörpers 100 gezeigt. Der
Halbleiterkörper 100 wird dabei jeweils in
Querschnittsansicht betrachtet. In Figur 3A ist zunächst eine Halbleiterschichtenfolge 1 auf einem Träger 13 bereitgestellt. Die Reihenfolge der einzelnen Schichten der Halbleiterschichtenfolge 1 entspricht dabei der Reihenfolge aus der Figur IC. Auf eine dem Träger 13
abgewandte Seite der ersten Schicht 10 ist außerdem eine Maske 3, beispielsweise aus einem Metall, wie Aluminium oder Silber oder Gold, aufgebracht. Die Maske 3 weist ferner ein Fenster 30 auf, in dem die dem Träger 13 abgewandte Seite der
Halbleiterschichtenfolge 1 freiliegt. Der Rest der
Halbleiterschichtenfolge 1 ist mit der Maske 3 bedeckt.
Ferner illustriert Figur 3A den Start eines
Ionenimplantationsprozesses, bei dem beispielsweise
ionisierte Magnesiumatome auf eine dem Träger 13 abgewandte Seite der Maske 3 geschossen werden.
In Figur 3B ist ein Verfahrensschritt gezeigt, nachdem der Dotiervorgang mittels der Ionenimplantation beendet ist.
Durch den Dotiervorgang ist im Bereich des Fensters 30 ein Injektionsbereich 2 entstanden, in dem die
Halbleiterschichtenfolge 1 dotiert ist. Unterhalb der Maske 3 in Bereichen außerhalb des Fensters 30 ist keine oder eine geringere Dotierung der Halbleiterschichtenfolge 1 erfolgt. Die Maske 3 hat also die Ionen aus dem
Ionenimplantationsprozess abgeschirmt oder abgefangen.
In Figur 3C ist das gleiche Ausführungsbeispiel wie in Figur 3B gezeigt, lediglich wurde die Maske 3 nach dem
Dotierprozess entfernt. Übrig bleibt der fertige
optoelektronische Halbleiterkörper 100.
Figuren 4A und 4B zeigen weitere Ausführungsbeispiele eines optoelektronischen Halbleiterkörpers 100 in Draufsicht auf die aktive Schicht 11 der Halbleiterschichtenfolge 1. In Figur 4A sind die Injektionsbereiche 2 in einem regelmäßigen hexagonalen Muster angeordnet, in Figur 4B sind die
Injektionsbereiche 2 wiederum in einem quadratischen
Matrixmuster angeordnet. In Figur 4A weisen die
Injektionsbereiche 2 eine runde oder ovale Querschnittsform auf, wohingegen in Figur 4B die Injektionsbereiche 2
quadratische Querschnittsformen haben. Die Anordnung der
Injektionsbereiche 2 sowie die geometrische Querschnittsform der Injektionsbereiche 2 kann über die geometrische Form und die Anordnung der Fenster 30 in der Maske 3 bestimmt werden.
Ferner zeigt Figur 4A eine Mehrzahl von Gitterversetzungen 4 in Form von V-Pits 4, die Aufgrund des Wachstums in der
Halbleiterschichtenfolge 1 entstanden sind. Die V-Pits 4 sind dabei willkürlich und nicht regelmäßig oder periodisch in der Halbleiterschichtenfolge 1 verteilt. Insbesondere korrelieren die Positionen der Injektionsbereiche 2 nicht mit den
Positionen der V-Pits 4.
Die Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele auf diese beschränkt. Vielmehr umfasst die Erfindung jedes neue Merkmal sowie jede Kombination von Merkmalen, was insbesondere jede Kombination von Merkmalen in den Patentansprüchen beinhaltet, auch wenn diese Merkmale oder diese Kombination selbst nicht explizit in den
Patentansprüchen oder Ausführungsbeispielen angegeben ist.
Bezugs zeichenliste
1 Halbleiterschichtenfolge
2 Inj ektionsbereich
3 Maske
4 G tterverSetzungen/V-Pits
10 erste Schicht
11 aktive Schicht
12 zweite Schicht
13 Träger
30 Fenster
100 optoelektronischer Halbleiterkörper
110 QuantentopfSchicht
111 Barrierenschicht