Beschreibung
Halbleiterbauteil in Flachleitertechnik: mit einem Halbleiter¬ chip
Die Erfindung betrifft ein Halbleiterbauteil in Flachleiter¬ technik: und ein Verfahren zur Herstellung desselben, insbe¬ sondere betrifft die Erfindung ein Halbleiterleistungsbauteil mit einer Vielzahl von parallel geschalteten MOS-Strukturen auf einem Halbleiterchip, bei dem Source- und Gate-Elektroden ■ auf der aktiven Oberseite und eine großflächige Drain- Elektrode auf der Rückseite angeordnet sind.
Bei derartigen Halbleiterbauteilen wird der chipspezifische Widerstand durch Verkleinerung der Strukturen der Halbleiter¬ elemente unter gleichzeitiger Erhöhung ihrer Anzahl ständig vermindert, sodass ein Bedarf entsteht auch die Anschlüsse und Dimensionen der erforderlichen Gehäuse, bzw. Packages, bei gleichzeitiger Verminderung des "Package-Widerstandes", sowohl in elektrischer als auch in thermischer Hinsicht zu verkleinern.
Aus der Druckschrift DE 101 34 943 ist ein elektronisches Leistungsbauteil mit einem Halbleiterchip, der eine Vielzahl von MOS-Transistoren aufweist, bekannt. Auf der Vielzahl von Source-Elektroden sind eine entsprechende Vielzahl von Ther- mokompressionsköpfen als so genannte "Studbumps" gebondet. Auf den Studbumps ist eine gemeinsame Verbindungsplatte als Source-Anschluss in Form einer vorgespannten Klammer angeord- net.
Diese Struktur des gemeinsamen Source-Anschlusses hat den Nachteil, dass zum Aufbringen der Thermokompressionsköpfe ein
Werkzeug erforderlich ist, sodass der Abstand zwischen den Anschlüssen nicht beliebig verkleinert, bzw. die Anzahl der Anschlüsse zu den Source-Elektroden nicht beliebig vergrößert werden kann, um den "Package-Widerstand" weiter zu verklei- nern. Eine Klammerkonstruktion weist darüber hinaus nachtei¬ lig zusätzlich Kontaktübergangswiderstände auf. Ferner hat die Struktur den Nachteil, dass zum Aufbringen der Vielzahl von Source-Anschlüssen ein serielles Fertigungsverfahren ein¬ zusetzen ist, was den Durchsatz limitiert und eine Massenfer- tigung behindert.
Andere Verfahren setzen Lotpasten auf der aktiven Oberseite des Halbleiterchips zur Verbindung von Gate-Innenflachleitern und Source-Innenflachleitern mit den entsprechenden Elektro- den der Halbleiterelemente ein. Diese Verfahren haben den Nachteil, dass der Abstand zwischen der gemeinsamen Gate- Elektrode und den Source-Elektroden limitiert ist und nicht weiter verkleinert werden kann, um sicherzustellen, dass die Lotpaste beim Zusammensintern keinen Kurzschluss verursacht. Außerdem stellt die Prozessführung von Lotpasten aufgrund un¬ terschiedlicher Lotdicken ein Risiko in Bezug auf ein Verkip¬ pen des Halbleiterchips und in Bezug auf ein Einschleppen zu¬ sätzlicher Verunreinigungen dar.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile und Grenzen im
Stand der Technik zu überwinden und den "Package-Widerstand", sowie die "Package-Größe" weiter zu verkleinern. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung ein Herstellungsverfahren anzugeben, das einen verbesserten Durchsatz bei gleichzeitig verminder- ter Ausschussrate ermöglicht.
Gelöst wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Erfindungsgemäß wird ein Halbleiterbauteil in Flachleiter¬ technik mit einem Halbleiterchip geschaffen. Der Halbleiter¬ chip weist auf seiner Oberseite Oberseitenelektroden von Halbleiterelementen und auf seiner Rückseite eine der Rück¬ seitenfläche angepasste großflächige Rückseitenelektrode auf. Die Oberseitenelektroden besitzen sockeiförmige Flip-Chip¬ kontakte, die einen mehrlagigen Aufbau und eine gleiche So¬ ckelhöhe aufweisen. Dabei sind die sockeiförmigen Flip-Chip¬ kontakte der Oberseite des Halbleiterchips mit Oberseiten- Innenflachleitern stoffschlüssig verbunden, welche ihrerseits mit Außenflachleitern elektrisch in Verbindung stehen.
Ein derartiges Halbleiterbauteil hat den Vorteil, dass keine Bonddrähte zwischen den Innenflachleitern und Chipkontakten in serieller Weise aufzubringen sind, sondern dass der HaIb- leiterchip sockeiförmige Flip-Chipkontakte mit gleichbleiben¬ der Sockelhöhe aufweist, die einerseits in einem Parallelver¬ fahren herstellbar sind und andererseits in Flip-Chiptechnik auf Innenflachleiter eines Flachleiterrahmens aufgebracht werden können. Darüber hinaus hat das Halbleiterbauteil den Vorteil eines geringen Raumbedarfs, der bei üblichen Flip- Chipkontakten nicht gegeben ist und auch nicht bei Studbumps möglich ist, da diese eine größere Bauhöhe erfordern als die erfindungsgemäße Sockelhöhe der sockeiförmigen Chipkontakte. Ferner hat das Bauteil den Vorteil, dass die sockeiförmigen Chipkontakte beliebig nahe aneinander gebracht werden können, ohne beim weiteren Bearbeiten Kurzschlüsse zu erzeugen, so- dass eine höhere Ausbeute bei der Fertigung möglich ist und der "Package-Widerstand" deutlich vermindert werden kann.
Insbesondere ist das Halbleiterbauteil ein Leistungshalblei- terbauteil mit einer Vielzahl parallel geschalteter MOS-Tran¬ sistoren. Dazu weist der Leistungshalbleiterchip auf seiner Oberseite eine gemeinsame Gate-Elektrode und eine Vielzahl von Source-Elektroden auf. Die Vielzahl von Source-Elektroden sind durch einen gemeinsamen sockeiförmigen Flip-Chipkontakt parallel geschaltet. Dieser sockeiförmige Source-Flip-Chip- kontakt weist die gleiche Sockelhöhe auf wie der gemeinsame Gate-Flip-Chipkontakt, der ebenfalls auf der Oberseite des Halbleiterchips angeordnet ist.
Somit ist es möglich, diese sockeiförmigen Flip-Chipkontakte mit entsprechenden Innenflachleitern in einem Verfahrens- schritt Stoffschlüssig zu verbinden. Mit dieser stoffschlüs¬ sigen Verbindung kann in vorteilhafter Weise eine sonst übli¬ che Anschlussklammer, die großflächig die Vielzahl der Sour¬ ce-Elektroden mit ihren Studbumps, bzw. mit ihren Lotbällen miteinander parallel verbindet, ersetzt werden, wobei gleich- zeitig durch die erfindungsgemäße stoffschlüssige Verbindung der Package-Widerstand erniedrigt wird, zumal keine Kontakt¬ übergangswiderstände zwischen der großflächigen Klammerelekt¬ rode und der Vielzahl der Source-Anschlüsse zu überwinden sind.
Der Source-Flip-Chipkontakt und der Gate-Flip-Kontakt weisen einen mehrlagigen Aufbau auf, bei dem die oberste Schicht derart gestaltet ist, dass sie die stoffschlüssige Verbindung zu den Oberseiten-Innenflachleitern unterstützt. Diese obers- te Schicht kann beispielsweise bei einer eutektischen Lotver¬ bindung eine Aluminiumschicht sein, die ein Source-Flip-Chip¬ kontakt als oberste Schicht aufweist, während der gegenüber¬ liegende, aus Kupfer hergestellte, Oberseiten-Innenflach-
leiter an einer entsprechenden Stelle eine Goldbeschichtung aufweist, um dann eine Stoffschlüssige Verbindung aus einem Gold-Aluminium-Eutektikum zu ermöglichen.
Bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung kann die o- berste Schicht auf dem sockeiförmigen Source-Flip-Chipkontakt die Gegenkomponente eines Diffusionslotes aufweisen, sodass beim Zusammenfügen von Innenflachleitern und sockeiförmigen Source-Flip-Chipkontakten intermetallische Phasen eines Dif- fusionslotes ausgebildet werden. Schließlich ist es auch mög¬ lich, eine Lotpaste einzusetzen, jedoch weist diese Lotpaste eine Dicke im Submikrometer- bis Mikrometerbereich auf, an¬ stelle der im Stand der Technik angewendeten Lotpastenkontak¬ te, die mehrere 10 Mikrometer dick aufgetragen werden und folglich das Risiko von Kurzschlüssen bei der Fertigung ver¬ größern. Durch die Dicke der Lotpastenschicht auf dem Sockel im Bereich von Submikrometern bis Mikrometern wird sicherge¬ stellt, dass bei dem erfindungsgemäßen Halbleiterbauteil ein Kurzschluss über die oberste stoffschlüssige Verbindungs- schicht von benachbarten Kontakten nicht auftritt.
Schließlich kann die stoffschlüssige Verbindung auch durch eine oberste Schicht auf dem sockeiförmigen Source-Flip-Chip¬ kontakt und/oder auf dem Innenflachleiter erreicht werden, indem eine Leitklebeschicht aufgebracht ist. Durch den mehr¬ lagigen Aufbau wird in vorteilhafter Weise erreicht, dass die stoffschlüssige Verbindungsschicht eine geringere Dicke als die Sockelhöhe der sockeiförmigen Flip-Chipkontakte aufweist. Somit wird eine höhere Präzision, ein geringerer Abstand und eine größere Zuverlässigkeit durch das erfindungsgemäße Halb¬ leiterbauteil ermöglicht .
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Rückseitenelektrode, bzw. die Drain-Elektrode mit ei¬ nem Rückseiten-Innenflachleiter verbunden, dessen flächige Erstreckung der Rückseitenelektrode angepasst ist, wobei der Rückseiten-Innenflachleiter mit einem Außenflachleiter in
Verbindung steht. Damit ist der Vorteil verbunden, dass auf¬ grund der großen Fläche hohe elektrische Ströme über den Rückseitenkontakt vom Halbleiterbauteil abgeleitet werden können. Andererseits ist damit auch der Vorteil verbunden, dass bei einer entsprechenden Isolierung geringer Dicke der Rückseitenelektrode, beispielsweise durch eine Isolationsfo¬ lie, eine hohe Wärmeableitung, beispielsweise zu einer Wärme¬ senke, möglich wird, da eine dünne Folie zwischen einem Kühl¬ körper und der Rückseite des Halbleiterchips einen minimalen Wärmewiderstand aufgrund der Großflächigkeit der Elektroden darstellt.
Anstelle eines Innenflachleiters kann die Rückseitenelektrode auch einen mehrlagigen, sockeiförmigen Rückseiten-Chipkontakt aufweisen. Dieser sockeiförmige Rückseiten-Chipkontakt kann entweder frei aus dem Gehäuse eines Halbleiterbauteils auf seiner Unterseite herausragen, um einen direkten Zugriff zu der Rückseitenelektrode des Halbleiterchips zu haben oder dieser sockeiförmige Rückseiten-Chipkontakt kann stoffschlüs- sig mit einem entsprechend großen Innenflachleiter, der zu einem Außenflachleiter führt, verbunden sein. Neben einer ho¬ hen Stromführung kann dieser großflächige Rückseitenanschluss auch einen niedrigen Package-Widerstand begründen, sodass er besonders gut für Leistungshalbleiterbauteile geeignet ist.
Auch die Innenflachleiter eines Flachleiterrahmens können vor dem Zusammenbau eines Halbleiterbauteils geeignet präpariert sein, sodass das Halbleiterbauteil Innenflachleiter aufweist,
die sockeiförmige, mehrlagige Anschlusskontakte aufweisen, die mit den sockeiförmigen Chipkontakten Stoffschlüssig ver¬ bunden sind. Dies erfordert zwar einen höheren Aufwand bei der Herstellung der Flachleiterrahmen, zumal jeder Innen- flachleiter entsprechende sockeiförmige Chipkontakte aufwei¬ sen muss, aber es hat auch den Vorteil, dass durch die Mehr¬ lagigkeit dieser Sockel bereits entsprechende Komponenten für ein Diffusionslöten, oder für ein eutektisches Löten oder für ein entsprechendes Klebeverbinden aufweist. Für eine derarti- ge Klebeverbindung ist eine doppelseitig klebende Klebstoff¬ folie besonders geeignet, die auf beiden Seiten eines leiten¬ den Folienkerns eine dünne Klebstoffschicht aufweist. Die Klebstoffschichten zu beiden Seiten des elektrisch leitenden Folienkerns weisen eine Dicke im Submikrometerbereich auf und können sehr präzise auf die zu verbindenden, sockeiförmigen Komponenten geklebt werden.
Weiterhin ist es vorgesehen, dass Innenflachleiter, die mit den Oberseiten-Chipelektroden stoffschlüssig verbunden sind, innerhalb des Halbleiterbauteils einen Übergangsbereich zu den Außenflachleitern aufweisen. Dieser Übergangsbereich ist derart gestaltet, dass die Außenflachleiter für die Obersei- ten-Innenflachleiter und für die Rückseiten-Innenflachleiter auf einem gemeinsamen Außenanschlussniveau des Halbleiterbau- teils angeordnet sind. Dieses hat den Vorteil, dass von außen nicht erkennbar ist, dass hier zwei Flachleiterrahmen über¬ einander angeordnet werden und zwischen den beiden Flachlei¬ terrahmen der Halbleiterchip in Flip-Chiptechnik mit seinen sockeiförmigen Kontakten befestigt ist. Von den beiden Flach- leiterrahmen bleiben jedoch nur die Innenflachleiter in Ver- ■ bindung mit ihren Außenflachleitern übrig, wobei durch den Übergangsbereich innerhalb des Halbleitergehäuses die Innen- flachleiter für die Oberseite des Halbleiterchips auf das ge-
meinsame Außenanschlussniveau der Außenkontakte übergehen. Dieses erleichtert auch die Montage des Halbleiterbauteils auf einer übergeordneten elektronischen Schaltung.
Ein Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterbauteils in Flachleitertechnik mit einem Halbleiterchip weist die nach¬ folgenden Verfahrensschritte auf. Zunächst wird ein Halblei¬ terchip mit Elektroden von Halbleiterelementen auf seiner O- berseite und einer großflächigen Rückseitenelektrode auf sei- ner Rückseite, deren flächige Erstreckung der Größe der Rück¬ seite entspricht, hergestellt. Diese Herstellung erfolgt nor¬ malerweise im Rahmen eines Halbleiterwafers, der in Zeilen und Spalten eine Vielzahl von Halbleiterchippositionen auf¬ weist, die nach den einzelnen Herstellungsschritten durch ei- ne entsprechende Sägetechnik in einzelne Halbleiterchips ge¬ trennt werden. Auch der nächste Schritt zur Herstellung eines Halbleiterbauteils gemäß der Erfindung, nämlich das Aufbrin¬ gen von sockeiförmigen Flip-Chipkontakten auf die Elektroden der Oberseite, kann für mehrere Halbleiterchips auf einem nicht aufgetrennten Halbleiterwafer in mehreren Halbleiter¬ bauteilpositionen gleichzeitig realisiert werden.
Zum Aufbringen der sockeiförmigen Strukturen wird der Halbleiterwafer einem Abscheideverfahren von Metallschichten unterworfen. Die Sockelhöhe wird durch die Abscheiderate und durch die Zeitdauer des Abscheideverfahrens bestimmt. Um eine hohe Präzision zu erreichen, wird beim Abscheideverfahren zu¬ nächst der gesamte Wafer mit einer Folge von Metallschichten versehen und anschließend in einem photolithographischen Ver- fahren, verbunden mit einem Nassätzen oder einem trockenen
Plasmaätzen, wird diese geschlossene Metallschicht in einzel¬ ne sockeiförmige Flip-Chipkontakte strukturiert.
Die Halbleiterchips werden dann mit ihren sockelförmigen Flip-Chipkontakten auf ihrer Oberseite mit Innenflachleitern eines Flachleiterrahmens verbunden.
In einem Durchführungsbeispiel des Herstellungsverfahrens steht ein weiterer Flachleiterrahmen mit Innenflachleitern zur Verfügung, um die Rückseitenelektrode des Halbleiterchips anzuschließen. Anstelle eines weiteren Flachleiterrahmens kann jedoch auch eine Wärmesenke oder ein großflächiger, so- ckelförmiger Chipkontakt auf die Rückseitenelektrode aufge¬ bracht werden. Das stoffschlüssige Verbinden der Rückseiten¬ elektrode an einen Rückseiten-Innenflachleiter eines weiteren Flachleiterrahmens oder an eine Wärmesenke oder ein Aufbrin¬ gen eines sockeiförmigen Chipkontaktes wird durchgeführt nachdem die Oberseiten-Flip-Chipkontakte bereits mit Innen¬ leitern verbunden sind. Nachdem sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite des Halbleiterchips Innenflachleiter angebracht wurden, die mit entsprechenden Außenflachleitern in Verbindung stehen, werden diese Komponenten nun in einem Kunststoffgehäuse verpackt. Dabei können die Innenflachleiter lediglich mit einer Isolationsfolie abgedeckt sein, während die übrigen Komponenten in eine Kunststoffgehäusemasse einge¬ hüllt werden. Andererseits ist es auch vorgesehen, dass beim Verpacken der Komponenten ein Metallblock als Wärmesenke oder ein sockeiförmiger Rückseiten-Chipkontakt frei zugänglich bleiben.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass weder Bonddrähte, noch Lötbälle, noch Studbumps eingesetzt werden, die in der Mini- mierung ihres Raumbedarfs limitiert sind. Ein weiterer Vor¬ teil besteht darin, dass die sockeiförmigen Chipkontakte so¬ wohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite in einem parallelen Fertigungsverfahren angebracht werden können. Fer-
ner ist es ein Vorteil, dass dieses Aufbringen der Sockelkon¬ takte bereits auf einem Halbleiterwafer durchgeführt werden kann, der eine Vielzahl von Zeilen und Spalten von Halblei¬ terbauteilpositionen aufweist. Zum Abscheiden der sockelför- migen Flip-Chipkontakte, sowohl auf der Oberseite als auch auf der Rückseite kann vorteilhafterweise ein galvanisches Abscheideverfahren des Metalls der Sockel durchgeführt wer¬ den. Dabei wird die Sockelhöhe durch die Abscheidungsrate und die Abscheidungszeit bestimmt. Andererseits können unter- schiedliche Metallschichten dadurch erzeugt werden, dass nacheinander unterschiedliche Galvanikbäder vorgesehen wer¬ den.
Vorzugsweise werden bei der galvanischen Abscheidung Sockel- höhen zwischen 1 und 20 μm (Mikrometer) eingestellt. Dabei kann zunächst Kupfer abgeschieden werden und auf dem Kupfer wiederum Nickel abgeschieden werden, um eine Diffusionssperre zu der nächsten, nämlich der Schicht, welche die stoffschlüs- sige Verbindung zu den Innenflachleitern herstellen soll, zu realisieren. Die oberste Schicht des Sockels kann beispiels¬ weise für eine eutektische Verbindung zum Innenflachleiter aus Gold oder Aluminium bestehen. Als Diffusionssperre kann auch eine Titanschicht eingebaut werden, um zu verhindern, dass Kupfer in die für eine eutektische Legierung oder für eine Diffusionslotlegierung bestimmte obere Schicht der so¬ ckeiförmigen Flip-Chipkontakte eindiffundiert.
Die Metalllagen für die sockeiförmigen Flip-Chipkontakte kön¬ nen auch durch ein Metallaufdampfverfahren erzeugt werden. Dabei wird auf die Rückseite und/oder auf die Oberseite eines Halbleiterwafers eine geschlossene Metallschicht oder eine geschlossene Schichtfolge aufgedampft, die anschließend mit- hilfe von einer Maskentechnologie oder einer Photolithogra-
phietechnik strukturiert wird. Zum Strukturieren können Tro¬ ckenätzverfahren, wie ein Plasmaätzen oder Nassätzverfahren, die auf das jeweilige Metallmaterial abgestimmt sind, einge¬ setzt werden. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass äußerst präzise abgegrenzte Strukturen möglich werden. Gleichzeitig hat das Verfahren den Vorteil, dass die bisher kleinsten ho¬ rizontalen Abstände zwischen zwei Flip-Chipkontakten damit realisiert werden können.
Eine geschlossene Metallschicht oder eine geschlossene Me¬ tallschichtfolge können auch mit Hilfe einer chemischen Gas- phasenabscheidung erfolgen, wobei die Metalle in Form von or- ganometallischen Verbindungen einem Reaktor zugeführen werden und sich diese organometallische Verbindungen in dem Reaktor in Metalle und flüchtige organische Substanzen zersetzt, so- dass sich die Metalle auf dem zu beschichtenden Halbleiterwa- fer abscheiden können.
Eine weitere Möglichkeit sockeiförmige Flip-Chipkontakte auf einen Halbleiterwafer, bzw. einen Halbleiterchip aufzubrin¬ gen, bieten die so genannten Druckverfahren an. Eines der Druckverfahren ist dabei besonders interessant, nämlich das Strahldruckverfahren, bei dem ähnlich wie in einem Tinten¬ strahldrucker die Metallstruktur auf dem Halbleiterwafer ge- schrieben wird. Parallele Druckverfahren, wie Siebdruck oder Schablonendruck, können ebenfalls eingesetzt werden, wenn die Abstände zwischen den Flip-Chipkontakten unkritisch sind.
Vorzugsweise wird für das stoffschlüssige Verbinden der so- ckelförmigen Chipkontakte mit Innenflachleitern eines Flach¬ leiterrahmens ein Klebeverfahren mit entsprechendem Leitkleb¬ stoff eingesetzt. Dieses hat den Vorteil, dass Leitkleber bei relativ niedriger Temperatur aushärten, sodass bei der Her-
Stellung keine Gefahr besteht, dass die Halbleiterbauteile thermisch überlastet werden.
Abschließend können die Komponenten in eine Gehäusekunst- stoffmasse eingebettet werden, wobei die unterschiedlichen Gehäuseformen möglich sind. Einerseits kann die Kunststoff¬ masse derart die Komponenten umhüllen, dass nur die Außenkon¬ takte, die mit den Oberseiten-Innenflachleitern und mit den Rückseiten-Innenflachleitern in Verbindung stehen aus dem Kunststoffgehäuse herausragen. Andererseits kann der Rücksei¬ tenkontakt so ausgebildet werden, dass er einen großflächigen Außenkontakt bildet, in dem ein sockeiförmiger Rückseiten- Chipkontakt aus der Kunststoffgehäusemasse auf der Unterseite des Halbleiterbauteils herausragt, womit ein direkter Zugriff auf die Rückseitenelektrode des Halbleiterchips möglich ist.
Ferner kann das Kunststoffgehäuse derart gestaltet werden, dass aus der Kunststoffgehäusemasse ein Wärmeleitungsblock herausragt, der seinerseits Kühlrippen aufweist und der von dem Rückseitenkontakt des Halbleiterchips durch eine dünne
Isolationsfolie isoliert ist. Andererseits kann der Wärmelei¬ tungsblock auch elektrisch mit dem Rückseitenkontakt des Halbleiterchips Stoffschlüssig verbunden sein und somit zwei Funktionen gleichzeitig erfüllen, nämlich einen Kontakt, der auf das niedrigste Schaltungspotenzial gelegt werden kann und andererseits einen Wärmeabieiter, der die Wärme an die Umge¬ bung abgeben kann.
Schließlich kann bei dem Aufbau eines bevorzugten Halbleiters auf das Umhüllen durch eine Kunststoffmasse vollständig ver¬ zichtet werden, indem die Innenflachleiter der Oberseite und/oder die Innenflachleiter der Unterseite mit einer iso¬ lierenden Folie bedeckt werden. Auch ist es möglich eine Art
Mischbauweise für das Gehäuse bereitzustellen, bei der zu¬ nächst die Komponenten nur teilweise in einer Kunststoffmasse eingebettet werden und die Innenflachleiter mindestens in ih¬ ren Bereichen mit einer Folie als Außenisolation abgedeckt sind. Mit einem derartigen Folienabdeckverfahren können ei¬ nerseits die Dicke der Halbleiterbauteile extrem minimiert werden und andererseits die Herstellungskosten auf ein Mini¬ mum reduziert werden.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass unterschiedliche Fer¬ tigungsabläufe zu dem erfindungsgemäßen Halbleiterbauteil führen können. Dazu wird zunächst die Topseite eines Halblei¬ terchips, die Kontaktflächen aufweist, mit einer strukturier¬ ten Metallschicht, beispielsweise aus einer Kupferlegierung in einer Höhe von 20 μm als Sockel beschichtet. Diese Dicke ist im Wesentlichen durch die Viskosität der später aufzu¬ bringenden Kunststoffgehäusemasse bestimmt. Auf derartigen elektrisch leitfähigen Sockeln werden dann einzelne Metall¬ schichten abgeschieden, um eine lötfähige, bzw. stoffschlüs- sige Verbindung zu Innenflachleitern herstellen zu können.
Das Material der Metallschichten richtet sich danach, ob es sich um ein Diffusionslöten, ein eutektisches Löten, oder um ein Depotlöten handelt. Auch können für eine derartige stoff- schlüssige Verbindung klebefähige Kontaktflächen auf den so¬ ckeiförmigen Chipkontakten gebildet werden. Auch die Rücksei¬ te des Halbleiterchips kann für einen Lötprozess präpariert werden, indem entweder Lotpaste oder Materialien für ein Dif¬ fusionslöten oder für ein eutektisches Löten oder eine lei- tende Klebefolie auf die Rückseitenelektrode aufgebracht wird.
Mit einem ersten Schritt werden die Chipkontakte auf der Chiptopseite mittels Flip-Chiptechnologie mit einem Flachlei¬ terrahmen verbunden. In einem weiteren Schritt wird der Flachleiterrahmen mit den angebrachten Halbleiterchips auf seine Rückseite umgedreht, sodass nun die Rückseite des Halb¬ leiterchips mit einer Lotpaste oder einem leitfähigem Kleber für ein Aufbringen von einem weiteren Rückseiten-Innenflach- leiter zur Verfügung steht. Anstelle eines weiteren Innen- flachleiters kann auch ein Metallblock als Wärmesenke auf die Halbleiterchiprückseite aufgebracht werden. In dem Fall ist es nicht nötig, einen weiteren Flachleiterrahmen zur Verfü¬ gung zu stellen.
Schließlich wird dann ein derart vorbereitetes Halbleiterbau- teil in einem nächsten Schritt ummoldet, wobei die Topkontak¬ te komplett ummoldet werden oder die Topkontakte aus dem Pa- ckage herausragen und nur durch eine isolierende Folie elekt¬ risch geschützt werden. Dabei ist es ein Ziel, die elektri¬ sche Isolation so dünn wie möglich zu wählen, um den thermi- sehen Widerstand gegenüber der Umgebung gering zu halten. An¬ dererseits ist es möglich, nur die Chiprückseite aus dem Kunststoffgehäuse herausragen zu lassen, ohne dass ein Innen- flachleiter oder eine Wärmesenke auf der Rückseite aufge¬ bracht sind. Somit hat der erfindungsgemäße Aufbau eines neu- artigen Halbleiterbauteils den Vorteil, dass viele unter¬ schiedliche Gehäuseformen verwirklicht werden können, die je¬ doch alle einen verbesserten Package-Widerstand aufweisen.
Zusammenfassend beinhaltet die Erfindung folgende Vorteile: 1. Die Metallschicht der sockeiförmigen Flip-Chipkontakte auf der Topseite des Halbleiterchips führt zu einem Min¬ destabstand zwischen Chiptopseite und dem Flachleiter. Dies verhindert einerseits Beschädigungen aufgrund eines
vielleicht erforderlichen Moldfillers, was beim Stress¬ test der Bauteile auftreten kann. Andererseits kann die zusätzliche Metallfläche des Sockels als thermischer Puffer benutzt werden. Zusätzlich wird der elektrische Querwiderstand aufgrund der flächigen Querschnittsver¬ größerung reduziert.
2. Die Verbindung der Topkontakte mittels eutektischem Lö¬ ten, bzw. Diffusionslötens erlaubt eine Reduzierung der Mindestabstände zwischen den Kontaktflächen. Dies ist von Vorteil, um auch kleine Chips mittels einer Flach¬ leitertechnik bearbeiten zu können und somit den Vorteil eines geringen Package-Widerstandes zu erhalten. Ferner wird durch diese erfindungsgemäße Anordnung ein größerer Toleranzspielraum möglich, da die stoffschlüssige Flach- leiterfläche keinen limitierenden Faktor, wie bei Bond¬ drähten oder bei Lötbällen oder bei Studbumps, dar¬ stellt.
3. Ein weiterer Vorteil stellt der gleichbleibende Footprint für unterschiedliche Chipgrößen dar. Dies ist vor allem für den Endkunden von Vorteil, da er nur einen Footprint für unterschiedliche Produkte verwenden kann.
Die Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines
Halbleiterbauteils gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
Figur 2 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines Zwischenproduktes bei der Herstellung des Halbleiter¬ bauteils gemäß Figur 1;
Figur 3 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines weiteren Zwischenproduktes bei der Herstellung des Halbleiterbauteils gemäß Figur 1;
Figur 4 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines Halbleiterbauteils gemäß einer zweiten Ausführungs¬ form der Erfindung;
Figur 5 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines Halbleiterbauteils gemäß einer dritten Ausführungs¬ form der Erfindung;
Figur 6 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines
Halbleiterbauteils gemäß einer vierten Ausführungs- form der Erfindung;
Figur 7 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines Halbleiterbauteils gemäß einer fünften Ausführungs¬ form der Erfindung.
Figur 1 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines Halbleiterbauteils 11 einer ersten Ausführungsform der Erfin¬ dung. Dieses Halbleiterbauteil 11 ist in Flachleitertechnik ausgeführt, wobei Außenflachleiter 6 und 10 in dieser Ausfüh- rungsform der Erfindung ein gemeinsames Außenanschlussniveau n bilden. Dennoch gehören die Außenflachleiter 6 und 10 nicht zu einem gleichen Flachleiterrahmen, sondern sind aus zwei unterschiedlichen Flachleiterrahmen herausgestanzt. Die Au¬ ßenflachleiter 6 stehen mit Oberseiten-Innenflachleitern 5 in Verbindung, welche an Oberseitenkontakte eines Halbleiter¬ chips 1 angeschlossen sind. Die Außenflachleiter 10 stehen mit Innenflachleitern 16 und dem Rückseitenkontakt der Rück¬ seite 3 des Halbleiterchips 1 in Verbindung. Dabei entspricht
die flächige Erstreckung des Rückseiten-Innenflachleiters 16 der Fläche der Rückseite 3 des Halbleiterchips 1.
Auf der Oberseite 2 des Halbleiterchips 1 sind hingegen meh- rere Innenflachleiter stoffschlüssig mit Elektroden der akti¬ ven Oberseite 2 des Halbleiterchips 1 verbunden. In dieser ersten Ausführungsform der Erfindung ist der Halbleiterchip 1 ein Leistungshalbleiterchip 7, der hohe Ströme mittels einer Vielzahl von MOS-Transistoren von der Oberseite 2 des Leis- tungshalbleiterchips 7 zur Unterseite 3 des Leistungshalblei¬ terchips 7 schaltet. Dazu sind auf der Oberseite 2 die Viel¬ zahl der Source-Elektroden über einen gemeinsamen sockeiför¬ migen Source-Flip-Chipkontakt 9 verbunden, der eine Sockelhö¬ he h von beispielsweise 20 μm (Mikrometer) aufweist. Außerdem weist die Oberseite 2 einen gemeinsamen Gate-Flip-Chipkontakt 8 auf, der sockeiförmig ausgebildet ist.
Die sockeiförmigen Flip-Chipkontakte 4 stehen über einen Ü- bergangsbereich 20 mit den Außenflachleitern 6, die auf dem Außenanschlussniveau n angeordnet sind, in Verbindung. Dieser Übergangsbereich 20 überwindet den Höhenunterschied zwischen der Oberseite 2 des Halbleiterchips 1 und der Rückseite 3 des Halbleiterchips 1. Durch die sockeiförmigen Flip-Chipkontakt¬ flächen 8 und 9 auf der Oberseite 2 des Halbleiterchips 1, wird einerseits eine großflächige Verbindung zu den Obersei- ten-Innenflachleitern 5 auf der Oberseite 2 des Halbleiter¬ chips 1 hergestellt und andererseits eine zuverlässige Ver¬ bindung zu den Außenflachleiter 6 geschaffen. Auch die Rück¬ seite 3 des Halbleiterchips 1 weist in dieser Ausführungsform der Erfindung einen sockeiförmigen Chipkontakt 17 auf, der großflächig auf der Rückseite 3 des Halbleiterchips 1 ange¬ ordnet ist und stoffschlüssig mit dem darunter liegenden großflächigen Rückseiten-Innenflachleiter 16 verbunden ist.
Dieser Rückseiten-Innenflachleiter 16 geht außerhalb des Kunststoffgehäuses 23 in vier Außenflachleiterflachen 10 ü- ber, die jedoch alle auf gleichem Außenpotential liegen, wäh¬ rend die Oberseiten-Innenflachleiter 5 auf der Oberseite 2 des Halbleiterchips 1 in Außenflachleiter 6 übergehen, die einerseits einen Gate-Kontakt 8 vermitteln und andererseits einen gemeinsamen Source-Kontakt 9 darstellen.
Beim Herstellen eines derartigen Halbleiterchips 1 wird zu- nächst der Halbleiterchip 1 mit seinen sockeiförmigen Flip- Chipkontakten 4 auf den Oberseiten-Innenflachleitern 5 für die Oberseite 2 des Halbleiterchips 1 fixiert, um zunächst einen ersten Flachleiterrahmen mit Halbleiterchips 1 zu be¬ stücken. Danach wird der Flachleiterrahmen umgedreht, sodass von oben aus eine Rückseitenelektrode des Halbleiterchips 1 mit entsprechenden Innenflachleitern 16 verbunden werden kann. Nach diesem Zusammenfügen von Innenflachleitern 16, die von zwei unterschiedlichen Flachleiterrahmen gebildet werden und über den Halbleiterchip 1 verbunden sind, kann dann mit einem Spritzgussprozess das Kunststoffgehäuse 23 aus einer Gehäusekunststoffmasse 22 hergestellt werden. Um die Unter¬ seite der Innenflachleiter zu isolieren, kann die Unterseite mit einer Isolationsfolie 21 abgedeckt werden.
Figur 2 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines Zwischenproduktes bei der Herstellung des Halbleiterbauteils gemäß Figur 1. Komponenten mit gleichen Funktionen, wie in Figur 1, werden mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht extra erörtert.
Figur 2 zeigt einen Ausschnitt eines ersten Flachleiterrah¬ mens mit Flachleitern 5, die einerseits mit einem sockeiför¬ migen Gate-Flip-Chipkontakt 8 und mit einem weiteren sockel-
förmigen Source-Flip-Chipkontakt 9 verbunden sind. Der so¬ ckeiförmige Source-Flip-Chipkontakt 9 bildet einen gemeinsa¬ men Kontakt für eine Vielzahl von Source-Elektroden auf der aktiven Oberseite 2 des Halbleiterchips 1. Zum Aufbringen ei- nes großflächigen Innenflachleiters auf die Rückseite 3 des Halbleiterchips 1 wird dieser erste Flachleiterrahmen um 180°, mit bereits fixierten Halbleiterchips 1, gedreht.
Figur 3 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines weiteren Zwischenproduktes bei der Herstellung des Halblei¬ terbauteils 11 gemäß Figur 1. Dazu wurde ein weiterer Flach¬ leiterrahmen mit einem Rückseiten-Innenflachleiter 16 zur Verfügung gestellt, der mit Außenflachleitern 10 elektrisch verbunden ist. Über einen sockeiförmigen Rückseiten-Chip- kontakt 17 ist die Rückseitenelektrode des Halbleiterchips 1 mit dem Rückseiten-Innenflachleiter 16 Stoffschlüssig verbun¬ den. Zur Vollendung des in Figur 1 gezeigten Halbleiterbau¬ teils 11 fehlt nun lediglich nur noch das Einbetten dieser Komponenten in eine Gehäusekunststoffmasse 22 wie sie Figur 1 zeigt.
Figur 4 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines Halbleiterbauteils 12 gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung. Das Halbleiterbauteil 12 unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform der Erfindung gemäß Figur 1 da¬ durch, dass eine Isolationsfolie 21 die Oberseiten-Innen- flachleiter 5 bedeckt und einen Teil des Halbleiterbauteilge¬ häuses aus einer Gehäusekunststoffmasse 22 bilden. Die übrige Struktur der zweiten Ausführungsform der Erfindung gemäß Fi- gur 4 entspricht der in Figur 1 gezeigten Version. Durch das Aufbringen der dünnen Isolationsfolie 21 ist es möglich, den Wärmeübergang zu einem Kühlkörper gering zu halten, vergli-
chen mit der ersten Ausführungsform der Erfindung gemäß Figur 1.
Figur 5 ist eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines • Halbleiterbauteils 13 gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung. Komponenten mit gleichen Funktionen, wie in vor¬ hergehenden Figuren, werden mit gleichen Bezugszeichen ge¬ kennzeichnet und nicht extra erörtert.
Unterschied der dritten Ausführungsform der Erfindung gemäß Figur 5 wurde dadurch geschaffen, dass ein sockeiförmiger Chip-Rückseitenkontakt 17 auf die Rückseite 3 des Halbleiter¬ chips 1 aufgebracht wurde. Dieser sockeiförmige Rückseiten- Chipkontakt 17 ragt nun aus der Unterseite des Halbleiterbau- teils 13 heraus, sodass ein sicherer Zugriff von außen ge¬ währleistet ist. In dieser Ausführungsform der Erfindung wird der zweite Flachleiterrahmen, wie der noch für das in Figur 1 gezeigte Bauteil erforderlich ist, eingespart. Weiterhin ist ein Vorteil dieser Ausführungsform der Erfindung, dass unmit- telbar auf den Rückseitenkontakt des Halbleiterchips 1 über den sockeiförmigen Rückseiten-Chipkontakt 17 der Rückseite 3 zugegriffen werden kann.
Figur 6 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines Halbleiterbauteils 14 gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung. Diese Ausführungsform der Erfindung entspricht in ihrem Aufbau der oben gezeigten Figur 3. Lediglich ist der Rückseiten-Innenflachleiter 16 durch einen Metallblock 18 als Wärmesenke 19 ersetzt worden. Diese Ausführungsform der Er- findung hat den Vorteil, dass die Rückseite 3 des Halbleiter¬ chips 1 nun intensiv gekühlt werden kann, damit die Verlust¬ wärme beim Schalten des Leistungshalbleiterchips 7 unmittel¬ bar abgeleitet wird.
Figur 7 zeigt eine prinzipielle perspektivische Ansicht eines Halbleiterbauteils 15 einer fünften Ausführungsform der Er¬ findung. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung weist der Halbleiterchip 1 einen Rückseitenkontakt auf, der mit einem sockeiförmigen Rückseiten-Chipkontakt 17 vollständig bedeckt ist. Außerdem weisen die Oberseiten-Innenflachleiter 5 auf der Oberseite 2 eine zusätzliche isolierende Folie 21 auf, um die Oberseiten-Innenflachleiter 5 vor Kurzschlüssen zu schüt- zen.