LU601263B1 - Ein verstellbares Wunddrainagesystem zur Anwendung nach einer Brustoperation - Google Patents

Ein verstellbares Wunddrainagesystem zur Anwendung nach einer Brustoperation

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LU601263B1
LU601263B1 LU601263A LU601263A LU601263B1 LU 601263 B1 LU601263 B1 LU 601263B1 LU 601263 A LU601263 A LU 601263A LU 601263 A LU601263 A LU 601263A LU 601263 B1 LU601263 B1 LU 601263B1
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LU
Luxembourg
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hard plate
drainage
compressible section
drainage system
negative pressure
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LU601263A
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English (en)
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Xinwei He
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Ruian Peoples Hospital Ruian Peoples Hospital Medical Service Group Ruian Red Cross Hospital
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft den technischen Bereich von Wunddrainagesystemen und insbesondere ein verstellbares Wunddrainagesystem zur Anwendung nach Brustoperationen. Es umfasst eine Drainageflasche zur Erzeugung von Unterdruck sowie einen Drainageschlauch, dessen ein Ende mit dem Inneren der Drainageflasche verbunden ist. Die Drainageflasche ist mit einer Entlüftungsöffnung versehen und besteht mindestens aus einem komprimierbaren Abschnitt, der mit einer ersten Hartplatte sowie einer der ersten Hartplatte gegenüberliegenden zweiten Hartplatte ausgestattet ist.Die Kompressionsrichtung des komprimierbaren Abschnitts erfolgt in Richtung der Annäherung der ersten und zweiten Hartplatte. Zwischen diesen beiden Hartplatten befindet sich ein Expansionshilfsmittel, das durch das Auseinandertreiben der beiden Hartplatten die Ausdehnung des komprimierbaren Abschnitts unterstützt und somit die Erzeugung von Unterdruck ermöglicht.Durch die Modifikation der bestehenden Drainageflasche wird es ermöglicht, den erzeugten Unterdruck flexibel anzupassen, sodass ein effektiveres und gezielteres Drainageergebnis nach einer Brustkrebsoperation erzielt werden kann.

Description

Ein verstellbares Wunddrainagesystem zur Anwendung nach einer LU601263
Brustoperation
Technischer Bereich
Die Erfindung betrifft den technischen Bereich von Wunddrainagesystemen und insbesondere ein verstellbares Wunddrainagesystem zur Anwendung nach einer
Brustoperation.
Technologie im Hintergrund
Nach einer Brustkrebsoperation wird ein Drainagesystem hauptsächlich verwendet, um Flussigkeitsansammlungen in der Wunde zu verhindern, die
Wundheilung zu fördern und den postoperativen Zustand zu überwachen. Im
Einzelnen: Erstens, Verhinderung von Flüssigkeitsansammlungen:
Brustkrebsoperationen umfassen einen weiten Bereich mit großen Wundflächen. Nach der Operation treten häufig Blut- oder Flüssigkeitsansammlungen auf. Wenn diese nicht rechtzeitig entfernt werden, kann dies zu Hämatomen oder Infektionen führen.
Ein Drainagesystem leitet diese Flüssigkeit nach außen ab und verhindert so
Ansammlungen im Wundbereich.Zweitens, Förderung der Wundheilung: Das
Drainagesystem leitet Exsudat, abgestorbenes Gewebe und andere Sekrete aus dem
Operationsbereich ab, wodurch Infektionen reduziert und die Heilung der Wunde gefördert werden. Darüber hinaus bewirkt der Einsatz von Unterdruck, dass die
Wundflächen besser aneinander haften und Blutungen schneller gestoppt werden Drittens, Überwachung des postoperativen Zustands: Durch Beobachtung der
Farbe, Beschaffenheit und Menge der Drainageflüssigkeit können Komplikationen wie Nachblutungen oder Infektionen frühzeitig erkannt und entsprechende
Behandlungsmaßnahmen ergriffen werden.
Die bestehenden Drainagesysteme bestehen aus einer Drainageflasche und einem
Drainageschlauch. Ein Ende des Drainageschlauchs ist mit der Drainageflasche verbunden, das andere Ende führt in den Körper. Die Drainageflasche besteht aus einem elastischen, komprimierbaren Material und verfügt über ein Entlüftungsventil.
Vor der Drainage wird das Entlüftungsventil geöffnet und der Drainageschlauch geschlossen, die Flasche wird zusammengedrückt, um sie in einem zusammengedrückten Zustand zu halten, und anschließend wird das Entlüftungsventil geschlossen, während der Drainageschlauch geöffnet wird. Aufgrund des Bestrebens der Flasche, ihre ursprüngliche Form wiederherzustellen, entsteht ein Unterdruck, der als Antrieb für die Drainage dient. Unterhalb der Drainageflasche ist zudem ein
Drainagebeutel angebracht, in den die Flüssigkeit abgeleitet wird und aus dem das
Volumen abgelesen werden kann.
Die bestehenden Systeme weisen jedoch folgende Mängel auf: Erstens, der
Unterdruck wird durch die natürliche Rückstellkraft der Flasche erzeugt, lässt sich jedoch nicht regulieren. In der Frühphase nach der Operation, wenn die Wunde noch große Mengen an Exsudat produziert oder größere Hohlräume vorhanden sind, ist ein hoher Unterdruck erforderlich, um die Flüssigkeit effektiv abzuführen und die
Heilung zu unterstützen. In der späteren Phase, wenn weniger Exsudat auftritt und die
Wundheilung fortschreitet, sollte der Unterdruck reduziert werden, um Reizungen der
Wunde zu vermeiden und die Heilung zu fördern. Allerdings ist der Unterdruck der herkömmlichen Silikonflaschen durch deren Materialeigenschaften begrenzt und LU601263 schwer anpassbar.
Zweitens, bei den derzeitigen Unterdruckflaschen muss der Unterdruck immer durch das Zusammendrücken der Flasche erzeugt werden, sodass eine direkte
Messung der Drainageflüssigkeit nicht möglich ist. Üblicherweise muss die
Flüssigkeit in einen separaten Beutel umgefüllt werden, was sehr umständlich ist.
Daher besteht die Notwendigkeit, ein Wunddrainagesystem mit einstellbarem
Druck für den Einsatz nach Brustoperationen zu entwickeln, um die oben genannten
Probleme zu lösen.
Inhalt der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bietet ein Wunddrainagesystem mit einstellbarem
Druck für den Einsatz nach Brustoperationen, das durch eine Modifikation bestehender Drainageflaschen ermöglicht wird. Dadurch kann der erzeugte
Unterdruck flexibel reguliert werden, um ein verbessertes Drainageergebnis nach
Brustkrebsoperationen zu erzielen.
Die zur Lösung dieser technischen Aufgabe eingesetzte Lösung umfasst:
Ein Wunddrainagesystem mit einstellbarem Druck, bestehend aus einer
Drainageflasche, die den Unterdruck bereitstellt, und einem Drainageschlauch, dessen eines Ende mit dem Inneren der Drainageflasche verbunden ist. Auf der
Drainageflasche ist ein Entlüftungsventil angebracht. Die Drainageflasche weist mindestens einen komprimierbaren Teil auf, der mit einer ersten Hartplatte sowie einer der ersten Hartplatte gegenüberliegenden zweiten Hartplatte ausgestattet ist. Die
Kompressionsrichtung des komprimierbaren Teils erfolgt in Richtung der Annäherung der ersten und zweiten Hartplatte. Zwischen der ersten und zweiten Hartplatte befindet sich ein Expansionshilfsmittel, das durch Auseinanderdrücken der beiden
Hartplatten die Ausdehnung des komprimierbaren Teils unterstützt und so die
Erzeugung des Unterdrucks gewährleistet.
Bevorzugt erfolgt die Anpassung der Unterdruckkraft durch das Anbringen von
Expansionshilfsmitteln in unterschiedlicher Anzahl, aus unterschiedlichen Materialien oder in unterschiedlichen Größen zwischen der ersten und der zweiten Hartplatte.
Bevorzugt ist das Expansionshilfsmittel ein elastischer Streifen, der zwischen der ersten und der zweiten Hartplatte abnehmbar montiert ist.
Bevorzugt umfasst das Expansionshilfsmittel einen Führungsstift, der am Boden an der Oberfläche der zweiten Hartplatte befestigt ist und dessen oberes Ende gleitend durch die erste Hartplatte hindurchführt, sowie eine Feder, die um den Führungsstift zwischen der ersten und der zweiten Hartplatte angeordnet ist.
Bevorzugt sind die Expansionshilfsmittel Magnetblöcke, die jeweils abnehmbar an der ersten und zweiten Hartplatte befestigt sind, wobei sich die Magnetblöcke der gegenüberliegenden Flächen mit abstoßender Polarität gegenüberstehen.
Bevorzugt ist der komprimierbare Teil in Form eines Faltenbalgs ausgebildet.
Bevorzugt befindet sich unterhalb des komprimierbaren Teils ein nicht komprimierbarer Teil, der mit dem komprimierbaren Teil in Verbindung steht. Der nicht komprimierbare Teil besteht aus einem transparenten Material und besitzt eine
Skalierung auf seiner Oberfläche zur direkten Ablesung des Drainagevolumens.
Bevorzugt ist am unteren Ende des nicht komprimierbaren Teils ein Ablassrohr LU601263 mit Ventil angebracht.
Die vorteilhaften Effekte dieser Erfindung sind: Durch die Modifikation der bestehenden Drainageflasche und das Anbringen von Expansionshilfsmitteln in variabler Anzahl, Materialauswahl oder Größe wird eine einstellbare Unterdruckkraft realisiert, die sich besser für den postoperativen Einsatz nach einer
Brustkrebsoperation eignet.
Die Aufteilung der Drainageflasche in einen komprimierbaren und einen nicht komprimierbaren Teil, wobei der nicht komprimierbare Teil mit Skalenlinien versehen ist, ermöglicht es, den Drainageflüssigkeitsstand direkt abzulesen. Der komprimierbare Teil erzeugt den Unterdruck, während der nicht komprimierbare Teil der Speicherung und Beobachtung der Drainageflüssigkeit dient.
Beschreibung der beigefügten Zeichnungen
Um die Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung oder technische
Lösungen des Standes der Technik klarer zu erläutern, wird im Folgenden eine einfache Finführung zu den in der Beschreibung verwendeten Abbildungen gegeben.
Es versteht sich von selbst, dass die folgenden Abbildungen lediglich einige
Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellen. Für Fachleute auf diesem Gebiet ist es ohne schöpferische Tätigkeit möglich, basierend auf diesen Abbildungen weitere
Varianten zu entwickeln.
Bild 1 zeigt eine Strukturübersicht des bestehenden Stands der Technik der
Erfindung.
Bild 2 zeigt einen Schnittansicht des bestehenden Stands der Technik der
Erfindung.
Bild 3 zeigt eine Strukturübersicht des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Bild 4 zeigt einen Schnittansicht des ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Bild 5 zeigt eine Strukturübersicht des zweiten Ausführungsbeispiels der
Erfindung.
Bild 6 zeigt einen Schnittansicht des zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Bild 7 zeigt eine Strukturübersicht des dritten Ausführungsbeispiels der
Erfindung.
In den Abbildungen: 1 — Drainageflasche, 2 — Drainageschlauch, 3 —
Drainagebeutel, 4 — Verbindungsrohr, 5 — Entlüftungsöffnung, 6 — Verschlusskappe, 7 — Ablassrohr, 8 — Abzweigrohr, 9 — Komprimierbarer Teil, 10 — Erste Hartplatte, 11 —
Zweite Hartplatte, 12 — Elastischer Streifen, 13 — Montagebohrung, 14 — Einsteckteil, 15 — Nicht komprimierbarer Teil, 16 — Skala, 17 — Ventil, 18 — Führungsstift, 19 —
Rundwölbung, 20 — Feder, 21 — Schraube, 22 — Magnetblock.
Detaillierte Beschreibung
Um die technischen Mittel, die erfinderischen Merkmale sowie den Zweck und die Wirkung der vorliegenden Erfindung verständlicher zu machen, wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Abbildungen eine weitere Erläuterung gegeben.
Damit Fachleute auf diesem Gebiet die wesentlichen Erfindungspunkte nachvollziehen können, wird zunächst der Stand der Technik erläutert, auf den sich die Erfindung bezieht. Bezugnehmend auf Bild 1 und Bild 2 zeigt der bestehende
Drainageapparat zur Anwendung nach einer Brustoperation eine Drainageflasche (1) LU601263 (häufig aus Silikon oder Gummi) mit einem Entlüftungsventil (5) sowie einen
Drainageschlauch (2). Fin Ende des Drainageschlauchs (2) steht mit dem Inneren der
Drainageflasche (1) in Verbindung, das andere Ende wird in den Körper eingeführt, um Wundsekret abzuleiten. Das in den Körper eingeführte Ende des
Drainageschlauchs (2) kann zwei Abzweigrohre (8) besitzen — eines reicht in den
Brustraum, das andere in den Achselbereich — oder auch nur einen Abzweig. Im unteren Bereich der Drainageflasche (1) ist zudem ein Drainagebeutel (3) angebracht, der über ein Verbindungsrohr (4) angeschlossen ist. Auf dem Verbindungsrohr (4) befindet sich ein Ventil (17). Der Drainagebeutel (3) besitzt am unteren Ende einen
Ablassschlauch (7) mit Ventil (17). Während der Anwendung wird das Ventil (17) am
Verbindungsrohr (4) geschlossen, das Entlüftungsventil (5) geöffnet (dieses wird mittels einer Verschlusskappe (6) geöffnet oder geschlossen), und der
Drainageschlauch (2) wird mit einer Klemme verschlossen. Anschließend wird durch externen Druck die Drainageflasche (1) komprimiert und die Luft aus dem Inneren entweicht. Danach wird das Entlüftungsventil (5) mit der Verschlusskappe (6) verschlossen, die Klemme am Drainageschlauch (2) entfernt und der Druck auf die
Flasche gelöst. Die Drainageflasche (1) versucht nun, ihre ursprüngliche Form wiederherzustellen, wodurch ein Unterdruck entsteht, der das Wundsekret ansaugt. Wenn die Füllmenge des Sekrets in der Drainageflasche (1) gemessen werden soll, wird der Drainageschlauch (2) wieder mit einer Klemme verschlossen, das
Entlüftungsventil (5) und das Ventil (17) geöffnet. Dadurch fließt das Sekret über das
Verbindungsrohr (4) in den Drainagebeutel (3), und das Volumen kann anhand der
Skala auf dem Drainagebeutel (3) abgelesen werden.Der bestehende Drainageapparat weist folgende Nachteile auf: In der Frühphase nach der Operation, wenn der
Wundbereich stark nässt oder große Hohlräume vorhanden sind, ist ein hoher
Unterdruck erforderlich, um das Sekret effektiv abzuleiten. Ein hoher Unterdruck sorgt für eine schnellere und effizientere Wundheilung. Die herkömmliche
Drainageflasche (1) ist jedoch aufgrund des Materials (geringe Rückstellkraft oder unzureichende Elastizität) und des Volumens nicht in der Lage, einen ausreichend hohen Unterdruck zu erzeugen.
In der späteren Heilungsphase, wenn die Exsudatmenge abnimmt und die
Wundheilung gut voranschreitet, ist ein niedrigerer Unterdruck sinnvoll, da dieser die
Wunde weniger reizt und die Heilung fördert.Daher besteht bei einem
Drainagesystem nach einer Brustkrebsoperation die Notwendigkeit, den Unterdruck adaptiv und je nach Heilungsverlauf anzupassen, um den verschiedenen
Anforderungen im Heilungsverlauf gerecht zu werden.
Darüber hinaus ist es bei bestehenden Drainageflaschen (1) notwendig, den
Füllstand über den angeschlossenen Drainagebeutel (3) abzulesen, was umständlich ist. Aus diesem Grund besteht die Notwendigkeit, ein Wunddrainagesystem mit einstellbarem Druck zur Anwendung nach Brustoperationen zu entwickeln, um die genannten Probleme zu lösen.
Die vorliegende Erfindung bietet ein solches Drainagesystem, das — ähnlich dem
Stand der Technik — eine Drainageflasche (1) mit einem Entlüftungsventil (5) sowie einen Drainageschlauch (2) umfasst. Ein Ende des Drainageschlauchs (2) ist mit dem LU601263
Inneren der Drainageflasche (1) verbunden, während das andere Ende in die Wunde des Patienten geführt wird, um das Wundsekret abzuleiten. Die Drainageflasche (1) weist einen komprimierbaren Abschnitt (9) auf, der mit einer ersten Hartplatte (10) 5 und einer gegenüberliegenden zweiten Hartplatte (11) ausgestattet ist. Die
Kompressionsrichtung des komprimierbaren Abschnitts (9) verläuft in Richtung der
Annäherung der beiden Hartplatten (10, 11). Durch den Einbau eines
Expansionshilfsmittels zwischen diesen beiden Hartplatten wird die Rückstellkraft und damit die Unterdruckerzeugung verbessert.
Konkret zeigt Bild 3 und Bild 4 das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung. In diesem Beispiel besteht das Expansionshilfsmittel aus elastischen Streifen (12), die zwischen der ersten Hartplatte (10) und der zweiten Hartplatte (11) angebracht sind.
Wenn der komprimierbare Abschnitt (9) zusammengedrückt wird, nähern sich die beiden Hartplatten an und die elastischen Streifen (12) werden gebogen. Nach dem
Loslassen der äußeren Krafteinwirkung drücken die elastischen Streifen (12) die beiden Hartplatten wieder auseinander, was die Rückstellkraft und somit den erzeugten Unterdruck verstärkt. Auf den beiden Hartplatten befinden sich mehrere
Montagebohrungen (13), in die die Befestigungsenden (14) der elastischen Streifen eingesetzt werden. Durch die Verwendung einer unterschiedlichen Anzahl (z. B. vier
Stück), verschiedener Materialien (z. B. Kunststoff oder Metall) oder unterschiedlicher Breiten der elastischen Streifen lässt sich der erzeugte Unterdruck individuell regulieren.
Bild 5 und Bild 6 zeigen das zweite Ausführungsbeispiel. Hier umfasst das
Expansionshilfsmittel Führungsstifte (18), die an der Oberfläche der zweiten
Hartplatte (11) befestigt sind und deren Oberseite gleitend durch die erste Hartplatte (10) geführt wird. Um den Führungsstift an seinem Platz zu halten, befindet sich an seinem oberen Ende eine runde Erhebung (19) mit größerem Durchmesser als der
Stift. Zwischen den beiden Hartplatten ist eine Feder (20) um den Führungsstift (18) angebracht. Durch die Anzahl der Führungsstifte und Federn sowie durch unterschiedliche Federstärken oder Drahtdurchmesser der Federn kann die Stärke des
Unterdrucks flexibel angepasst werden.
Bild 7 zeigt das dritte Ausführungsbeispiel der Erfindung. Hierbei handelt es sich beim Expansionshilfsmittel um Magnetblöcke (22), die jeweils abnehmbar auf der ersten (10) und zweiten Hartplatte (11) angebracht sind. Die gegenüberliegenden
Maoagnetblöcke weisen gleichnamige Pole auf, die sich abstoßen und so die
Rückstellkraft zwischen den Hartplatten erhöhen. Durch die Anzahl der eingesetzten
Magnetpaare, unterschiedliche Materialien oder Größen der Magnetblöcke kann der
Unterdruck präzise reguliert werden. Die Magnetblocke (22) werden mittels
Schrauben (21) an den Hartplatten befestigt und lassen sich somit einfach montieren oder demontieren.
Darüber hinaus wird in den oben beschriebenen drei Ausführungsbeispielen zur
Sicherstellung, dass der komprimierbare Abschnitt (9) bei Kompression entlang einer vorgegebenen Bahn verformt wird und unregelmäßige Verformungen, die das
Expansionshilfsmittel beeinträchtigen könnten, vermieden werden, der komprimierbare Abschnitt (9) bevorzugt in Form eines Faltenbalgs ausgeführt. LU601263
Um außerdem das Problem der einfachen Ablesbarkeit des Drainagevolumens zu lôsen, umfasst die Drainageflasche (1) neben dem komprimierbaren Abschnitt (9) auch einen darunter liegenden nicht komprimierbaren Abschnitt (15), wobei das
Innere des komprimierbaren Abschnitts (9) mit dem des nicht komprimierbaren
Abschnitts (15) verbunden ist. Das aufgesaugte Drainagefluid läuft direkt in den nicht komprimierbaren Abschnitt (15), dessen Oberfläche eine Skala (16) aufweist, anhand derer das Volumen des Drainagefluids direkt abgelesen werden kann. Der nicht komprimierbare Abschnitt (15) sowie der komprimierbare Abschnitt (9) bestehen bevorzugt aus einem transparenten Material, wobei zumindest der Teil des nicht komprimierbaren Abschnitts (15) mit der Skala (16) durchsichtig ist, um die Farbe der
Drainageflüssigkeit zu beobachten und den Füllstand einfach abzulesen.
Vorzugsweise wird der nicht komprimierbare Abschnitt (15) vollständig aus transparentem Material gefertigt.
Um das Entleeren des nicht komprimierbaren Abschnitts (15) zu erleichtern, ist an dessen Boden ein Ablassrohr (7) mit Ventil (17) angebracht. Wird das Ventil (17) geôffnet, kann die Flüssigkeit problemlos abgelassen werden. Im Vergleich zur herkömmlichen Technik, bei der das Volumen der Drainageflüssigkeit mithilfe eines
Drainagebeutels (3) gemessen wird, ist dieses System nicht nur benutzerfreundlicher, sondern reduziert auch die Anzahl der an den Drainageschlauch (2) angeschlossenen
Zubehôrteile, was den Transport und die Handhabung insbesondere während des
Gehens erheblich erleichtert.
Die oben aufgeführten Beschreibungen zeigen und erläutern die grundlegenden
Prinzipien, Hauptmerkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung. Fachleute auf diesem Gebiet sollten verstehen, dass die Erfindung nicht auf die genannten
Ausführungsbeispiele beschränkt ist. Diese dienen lediglich der Erklärung der
Erfindungsprinzipien. Verschiedene Anderungen und Weiterentwicklungen sind im
Rahmen des Geistes und Schutzbereichs der Erfindung môglich und fallen ebenfalls unter den Schutzumfang der Erfindung. Der Schutzbereich der vorliegenden
Erfindung wird durch die beigefügten Patentansprüche sowie deren Aquivalente definiert.

Claims (8)

; Anspriiche LU601263
1. Fin verstellbares Wunddrainagesystem zur Anwendung nach einer Brustoperation, umfassend eine Drainageflasche (1) zur Erzeugung von Unterdruck sowie einen Drainageschlauch (2), dessen ein Ende mit dem Inneren der Drainageflasche (1) verbunden ist, wobei die Drainageflasche (1) mit einer Entlüftungsôffnung (5) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Drainageflasche (1) mindestens einen komprimierbaren Abschnitt (9) aufweist, der mit einer ersten Hartplatte (10) und einer dieser gegenüberliegenden zweiten Hartplatte (11) versehen ist. Die Kompressionsrichtung des komprimierbaren Abschnitts (9) verläuft in Richtung der Annäherung der ersten Hartplatte (10) und der zweiten Hartplatte (11). Zwischen der ersten Hartplatte (10) und der zweiten Hartplatte (11) ist ein Expansionshilfsmittel angeordnet, das durch Auseinandertreiben der ersten Hartplatte (10) und der zweiten Hartplatte (11) die Ausdehnung des komprimierbaren Abschnitts (9) unterstützt und damit Unterdruck erzeugt.
2. Wunddrainagesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regulierung der Unterdruckkraft der Drainageflasche (1) durch die Anbringung einer unterschiedlichen Anzahl, Materialart oder Größe der Expansionshilfsmittel zwischen der ersten Hartplatte (10) und der zweiten Hartplatte (11) erfolgt.
3. Wunddrainagesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Expansionshilfsmittel aus elastischen Streifen (12) besteht, die zwischen der ersten Hartplatte (10) und der zweiten Hartplatte (11) abnehmbar montiert sind.
4. Wunddrainagesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Expansionshilfsmittel Führungsstifte (18) umfasst, die am Boden auf der Oberfläche der zweiten Hartplatte (11) befestigt sind und deren obere Enden gleitend durch die erste Hartplatte (10) verlaufen, sowie Federn (20), die um die Führungsstifte (18) zwischen der ersten Hartplatte (10) und der zweiten Hartplatte (11) angebracht sind.
5. Wunddrainagesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Expansionshilfsmittel aus Magnetblöcken (22) besteht, die jeweils abnehmbar an der ersten Hartplatte (10) und der zweiten Hartplatte (11) montiert sind, wobei die Magnetblöcke (22) auf der ersten Hartplatte (10) und der zweiten Hartplatte (11) sich gegenüberliegenden Seiten mit gleichnamigen Polen gegenüberstehen und sich gegenseitig abstoßen.
6. Wunddrainagesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der komprimierbare Abschnitt (9) in Form eines Faltenbalgs ausgebildet ist.
7. Wunddrainagesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Bereich des komprimierbaren Abschnitts (9) einen nicht komprimierbaren Abschnitt (15) aufweist, wobei das Innere des komprimierbaren Abschnitts (9) mit dem des nicht komprimierbaren Abschnitts (15) verbunden ist. Der nicht komprimierbare Abschnitt (15) besteht aus transparentem Material und weist auf seiner Oberfläche eine Skala (16) auf.
8. Wunddrainagesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden des nicht komprimierbaren Abschnitts (15) ein Ablassrohr (7) mit einem Ventil (17) angebracht ist.
LU601263A 2025-03-05 2025-04-22 Ein verstellbares Wunddrainagesystem zur Anwendung nach einer Brustoperation LU601263B1 (de)

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