LU506514B1 - Kartenhalter mit Reibungselement - Google Patents

Kartenhalter mit Reibungselement

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LU506514B1
LU506514B1 LU506514A LU506514A LU506514B1 LU 506514 B1 LU506514 B1 LU 506514B1 LU 506514 A LU506514 A LU 506514A LU 506514 A LU506514 A LU 506514A LU 506514 B1 LU506514 B1 LU 506514B1
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LU
Luxembourg
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friction
cards
housing
card holder
card
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LU506514A
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English (en)
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Andreas Oswald
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Oswald Lederwaren E K Inhaber Andreas Oswald
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    • A45CPURSES; LUGGAGE; HAND CARRIED BAGS
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Kartenhalter mit einem Gehäuse zum Aufbewahren der Karten und einer Ausgabeeinrichtung, welcher eine effektive Vereinzelung der Karten bei der Ausgabe erlaubt sowie kostengünstig herzustellen ist. Das Gehäuse weist eine Ausgabeöffnung auf, durch welche die Karten eingegeben und auch wieder entnommen werden können. An dem Gehäuse ist eine Ausgabeeinrichtung zum Ausgeben der Karten aus der Ausgabeöffnung angeordnet. Um ein unbeabsichtigtes Herausgleiten der Karten aus dem Gehause zu verhindem st ein Reibungselement im Inneren des Gehäuses angeordnet. Das Reibungselement weist ein Grundflächenelement und davon abstehende Reibungsfasern auf. Vorteilhaft werden die Karten durch ein solches Reibungselement gebremst und geführt. Auch ein Auffachern der Karten beim Ausgeben kann so unterstützt werden

Description

1 LU506514
Kartenhalter mit Reibungselement
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft einen Kartenhalter mit einem Gehäuse, welches eine Ausgabeöffnung ausweist, einer
Ausgabeeinrichtung und einem Reibungselement, zum Bremsen der Karten beim Ausgeben, welches im Inneren des
Gehäuses angeordnet ist. Das Reibungselement gewährleistet vorteilhaft ein effizientes Vereinzeln der Karten beim
Ausgeben und verhindert zuverlässig ein versehentliches Herausrutschen der Karten.
Kartenhalter sind eine beliebte Möglichkeit um Karten, insbesondere Kreditkarten oder Scheckkarten, aufzubewahren.
Eine alternative Aufbewahrungsmöglichkeit sind klassische Portemonnaies, in denen derartige Karten in einzelnen
Fächern positioniert werden. Eine Aufbewahrung in klassischen Portemonnaies hat den Vorteil, dass die Karten übersichtlich angeordnet und leicht zu entnehmen sind. Nachteilig sind derartige Portemonnaies allerdings aufgrund ihrer Bauweise groß und sperrig.
Kartenhalter, wie beispielsweise Kreditkartenhalter, hingegen können deutlich kompakter ausgebildet sein, sodass sie einfacher in kleineren Taschen von Kleidungsstücken, wie beispielsweise Hosen, transportiert werden können. Somit stellen Kartenhalter vorteilhaft eine platzsparende Option dar, die Karten zu transportieren. Der Kartenhalter muss dabei insbesondere geeignet sein, eine bequeme Entnahme zu ermöglichen als auch ein sicheres Verwahren der Karten zu gewährleisten.
Stand der Technik
Um ein versehentliches Herausrutschen der Karten aus dem Kartenhalter, insbesondere aufgrund der Schwerkraft, zu verhindern, ist es aus dem Stand der Technik bekannt, an der Ausgabeöffnung einen Deckel vorzusehen. So wird ein
Behälter für Karten, insbesondere für Kreditkarten und ähnliche Elemente, in der EP 0 287 532 A1 offenbart. Daran ist zur Ausgabe der Karten ein schwenkbarer, stufenförmiger Auswurfhebel, angeordnet, der über ein Betätigungselement betätigbar ist. Außerdem ist zum Verhindern des versehentlichen Herausrutschens ein Klappdeckel vorgesehen.
Nachteilig muss der Klappdeckel separat geöffnet werden um die Karten zu entnehmen, wodurch dem Nutzer ein zeitlicher Mehraufwand entsteht. Zudem ist ein zusätzlich vorgesehenes Gelenk, um das der Klappdeckel drehbar gelagert ist, anfällig für Schäden aufgrund von Verschleiß.
In der CH 702 919 B1 wird ein Kreditkartenbehälter mit Spenderfunktion beschrieben, welcher ebenfalls einen
Auswurfmechanismus aufweist, bei dem ein schwenkbarer, stufenförmiger Auswurfhebel vorgesehen ist, mittels welchem die Karten gestaffelt ausgegeben werden können. Ein an der Ausgabeöffnung angeordneter und die
Ausgabeöffnung verdeckende Deckel kann zwar wahlweise manuell geöffnet werden, allerdings ist dabei auch vorgesehen, dass der Deckel durch den Impuls der Karten, welche mittels des Auswurfmechanismus in Richtung der
Ausgabeöffnung bewegt werden, aufgestoßen wird. Auch wenn dabei in wenigstens einer Variante kein separates manuelles Öffnen des Deckels mehr notwendig ist, so ist das Drehgelenk dennoch verschleißanfällig. Zudem ist es für den Nutzer ungünstig, eine ausreichend starke Kraft bei der mechanischen Betätigung des Auswurfmechanismus aufzubringen und dennoch ein zu starkes Herausschieben der Karten aus dem Gehäuse zu vermeiden, bei dem die
Karten insbesondere nur paketweise nebeneinander und nicht vereinzelt vorliegen. Darüber hinaus sorgt ein solches
Verfahren, bei dem der Impuls der Karten selbst genutzt wird, zusätzlich auch für einen Verschleiß und eine eventuelle
Beschädigung der Karten selbst.
In der EP 1 355 551 A1 ist ein Halter für mehrere Karten innerhalb eines Gehäuses vorgestellt. Mittels mehrerer am
Gehäuse angeordneter Schiebeschalter können bestimmte Karten spezifisch ausgewählt und aus einer Ausgabeöffnung
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Verkippen oder Verkanten der Karten, und die Schlitze wiederum bieten eine ausreichende Führung der Karten nur für festgelegte Kartendicken bzw. Kartenabstände. Da typische Kreditkarten allerdings unterschiedliche Dicken aufweisen können (insbesondere vorhandene reliefartige Prägungen erhöhen die Dicke), sind derartige Schlitze oder Rillen nachteilig. Zusätzlich ist als nachteilig zu erwähnen, dass im Falle eines elastischen Kissens ein Abrieb zwischen Karte und Kissen auftreten kann, der zu Verschmutzung und/oder Beschädigung der Karte führen kann. Im Fall von parallelen
Schlitzen aus einem elastischen Material sind Kanten vorhanden, entlang derer die Karten geführt werden und die ebenfalls Abrieb und die damit verbundene Verschmutzung und/oder Beschädigung hervorrufen können.
Ein weiterer Kartenhalter ist in der DE 20 2008 003 127 U1 offenbart. Dabei können die Karten mittels eines stufenförmigen Fächerelementes, welches mit einer Betätigungseinrichtung verbunden ist, durch eine Entnahmeöffnung ausgegeben werden. Um ein Herausrutschen der Karten zu verhindern ist eine Rastklinke innerhalb des Gehäuses angeordnet, welche aufgrund ihrer Form bzw. Konstruktions- und Funktionsweise nicht geeignet ist eine gleichmäßige
Bremswirkung auf die Karten auszuüben. Weiterhin weist der Kartenhalter eine Bremseinrichtung auf, welche die Karten in einer bestimmten ausgeschobenen Position halten kann. Nachteilig muss diese manuell betätigt werden, um zu wirken. Auch hier ist hervorzuheben, dass ein Abbremsen durch die genannten Elemente aufgrund der
Materialbeschaffenheit dieser bei langfristiger Nutzung zu einer Beschädigung der Karten führen kann.
Ferner ist in der EP 3 167 744 A1 ein Kartenhalter beschrieben, der ein stufenförmiges Ausgabeelement sowie eine
Bremseinrichtung in Form eines Reibungselementes aufweist. Das stufenförmige Ausgabeelement wird entgegen einer
Federkraft gedreht oder geschoben, um die Karten aus einer Entnahmeöffnung auszugeben. Als Material für das
Reibungselement wird Filz vorgeschlagen, was sich mit der Zeit und nach mehrmaligem Gebrauch nachteilig verändert, sodass die Reibungswirkung nachlässt.
Aufgabe
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde die Nachteile aus dem Stand der Technik zu überwinden und insbesondere einen Kartenhalter zur Verfügung zu stellen, der geeignet ist, ein ungewolltes Herausgleiten der Karten aus dem Gehäuse beim Ausgeben der Karten zu verhindern.
Ferner ist es Aufgabe der Erfindung ein Verkippen der Karten zu verhindern und eine gleichmäßige Ausgabe der Karten zu gewährleisten.
Darüber hinaus ist es Aufgabe der Erfindung einen kompakten Kartenhalter mit einem geringen Packmaß zur Verfügung zu stellen.
Es ist außerdem Aufgabe der Erfindung, zu gewährleisten, dass die Karten beim Bremsen auch bei langfristiger
Anwendung durch Verschmutzung und/oder Abrieb keinen Schaden nehmen und geschützt im Innern des Gehäuses lagerbar sind.
Lösung
Die Aufgabe wird durch einen Kartenhalter gemäß dem Hauptanspruch gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen angegeben. Die Aufgabe wird insbesondere durch einen Kartenhalter für Karten gelöst, aufweisend
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3 LU506514 * ein Gehäuse, aufweisend eine Ausgabeôffnung, die zum Einführen und Ausgeben von Karten eingerichtet ist, e eine Ausgabeeinrichtung zum Ausgeben der Karten aus der Ausgabeëffnung, und e wenigstens ein Reibungselement (13), welches derart im Inneren des Gehäuses (3) angeordnet ist, dass es bei bestimmungsgemäfBem Gebrauch eine Kraft auf die im Innern des Gehäuses angeordneten Karten ausübt.
Das Reibungselement weist erfindungsgemäß ein Grundflächenelement auf. Dabei ist das Grundflächenelement als
Gewebe oder Gewirke ausgestaltet. Gewebe und Gewirke sind gängige Strukturen in der Textilindustrie und weisen sich durch eine hohe Reproduzierbarkeit und Regelmäßigkeit in der Herstellung und Struktur aus. Vorteilhaft lässt sich durch die Verwendung von Gewirken und Geweben als Grundflächenelement eine homogene, hohe Qualität in der Herstellung des Grundflächenelements gewährleisten.
Ein Gewebe ist dabei im Sinne der Erfindung ein flächiges Gebilde aus miteinander verwobenen Fasern. Dabei sind die verwobenen Fasern in einem rechtwinkligen Muster miteinander verkreuzt, bzw. verwebt. Die Art und Weise, wie diese
Fäden miteinander verkreuzt, bzw. verwebt werden, bestimmt das Muster und die Struktur des Gewebes. Durch eine geeignete Auswahl der Fasern und der Webart sind die Eigenschaften, insbesondere die Elastizität und die Festigkeit, des Gewebes gezielt beeinflussbar. Vorteilhaft ist so eine Struktur herstellbar, die leicht an die Erfordernisse des
Grundflachenelements, insbesondere die gewünschte Robustheit und Flexibilität, anpassbar ist.
Ein Gewirke ist dabei im Sinne der Erfindung ein flächiges Gebilde, das durch das Verschlingen von Fäden oder Garnen in einer Schlaufenbildung, bei der jede Schlaufe durch die vorherige hindurchgeht, hergestellt wird. Dieser Prozess führt dazu, dass die Fäden miteinander verschlungen sind und eine zusammenhängende Struktur bilden. Im Gegensatz dazu werden bei Geweben Fäden rechtwinklig zueinander gewebt, während bei Gestrickten Fäden in Schlingen gebildet werden, die horizontal oder vertikal verlaufen. Ein Gewirke zeichnet sich durch eine hohe Elastizität und Robustheit aus.
Ein aus einem Gewirke gebildetes Grundflächenelement weist somit vorteilhaft eine gute Anpassungsfähigkeit an den
Gehäuseabschnitt, mit dem es verbunden ist, sowie eine hohe Reißfestigkeit bei Beanspruchung auf.
Ein Gestrick ist dabei im Sinne der Erfindung ein flächiges Gebilde, das durch Fäden in Schlingen gebildet wird, die horizontal oder vertikal verlaufen. Gestricke sind elastisch und dehnbar, was ihnen eine gute Passform verleiht.
Vorteilhaft passt sich ein Gestrick daher gut an die Form des Kartenhaltergehäuses an.
Erfindungsgemäß weist der Kartenhalter weiterhin auf dem Grundflächenelement angeordnete, vom
Grundflächenelement abstehende Reibungsfasern auf. Die Reibungsfasern sind dabei derart ausgebildet, dass sie ein mit dem Grundflächenelement fest verbundenes Ende aufweisen. Das mit dem Grundflächenelement fest verbundene
Ende ist dabei vorzugsweise über einen Stoffschluss mit dem Grundflächenelement irreversibel verbunden, insbesondere durch verschweißen oder verkleben. Dadurch ist gewährleistet, dass sich die Reibungsfasern bei der
Nutzung des Gehäuses nicht vom Grundflächenelement lösen.
Nach einer alternativen Ausführungsform ist das Grundflächenelement fest verbundene Ende über einen Formschluss mit dem Grundflächenelement irreversibel verbunden. Vorteilhaft ist der Verbindungsprozess in diesem Fall weniger energieaufwändig und es kommen keine umweltschädlichen und Abfall produzierenden Stoffe in Form eines
Klebemittels zum Einsatz.
Zusätzlich weisen die Reibungsfasern ein weiteres, vom Grundflächenelement abstehendes Ende auf, wobei die
Reibungsfasern dabei derart starr ausgebildet sind, dass sie in Richtung ihrer längsten Ausdehnung im Wesentlichen in eine Raumrichtung orthogonal zur Fläche des Grundflächenelements orientiert sind. Es ergibt sich daraus ein bürstenartiges Reibungselement, auch als Bremselement bezeichnet, welches eine Kraftwirkung auf daran angrenzend angeordnete und/oder daran vorbei gleitende Karten, insbesondere Kreditkarten, ausübt. Dadurch werden vorteilhaft im
Kartenhalter angeordnete Karten beim Ausgeben gebremst und fixiert, sodass sie am unbeabsichtigten Herausfallen aus dem Kartenhalter gehindert sind.
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Im Sinne der Erfindung schließen die Reibungsfasern mit dem Grundflächenelement vorzugsweise einen Winkel von 45° bis 135°, vorzugsweise 60° bis 120°, besonders bevorzugt 80° bis 100° ein. Insbesondere zeichnet sich die
Orientierung aller Reibungsfasern dabei dadurch aus, dass sie lediglich in einem Punkt, insbesondere an dem mit dem
Grundflächenelement verbundenen Ende, mit dem Grundflächenelement in Berührung stehen. Dazu weisen sie eine hohe Formbeständigkeit auf, die dafür sorgt, dass ihre Orientierung auch beim Einwirken äußerer Kräfte, wie bspw. dem
Druck der Karten oder auch der Schwerkraft, erhalten bleibt. Dadurch ergibt sich eine hohe Stabilität des bürstenartigen
Reibungselements. Vorteilhaft erhöht diese Anordnung sowohl die Bremswirkung des Reibungselements, als auch dessen Lebensdauer. Je näher der Winkel der abstehenden Fasern zur Ebene des Grundflächenelements an einer orthogonalen Ausrichtung, also einem Winkel von 90° ist, desto weiter reichen die abstehenden Reibungsfasern ins
Innere des Gehäuses. Somit vergrößert sich vorteilhaft der Bereich, in dem sie die Karten führen können.
Erfindungsgemäß ist auch vorgesehen, dass sich die Reibungsfasern im Laufe der langerfristigen Nutzung des
Kartenhalters derart umorientieren, dass sie entlang ihrer längsten Ausdehnung zumindest teilweise mit dem
Grundflachenelement in Kontakt stehen. Dadurch ergibt sich ein kompaktes Reibungselement. Vorteilhaft kombiniert ein solches Reibungselement eine leichte Führbarkeit der Karten beim Ausgeben, was die Bedienbarkeit des Kartenhalters erleichtert, wobei gleichzeitig verhindert wird, dass die Karten unbeabsichtigt aus dem Kartenhalter hinausfallen.
Die Reibungsfasern zeichnen sich weiterhin dadurch aus, dass sie im Wesentlichen identisch ausgebildet sind, wobei insbesondere ihre Formgebung und ihre Beschaffenheit identisch ist. Unter Formgebung versteht man im Sinne der
Erfindung insbesondere die Länge und die Stärke, bzw. den Durchmesser der Reibungsfasern. Die Beschaffenheit der
Reibungsfasern bezieht sich erfindungsgemäß auf das Material aus welchem sie gebildet sind. Vorteilhaft ergibt sich dadurch eine vereinfachte Herstellung der Fasern, sowie eine höhere Zuverlässigkeit mit Hinblick auf die Kontrolle der
Qualität des Reibungselements.
Insbesondere sind die Reibungsfasern im Wesentlichen gleich lang, unterscheiden sich also in ihrer Länge um maximal 20 %, bevorzugt um maximal 10 %, besonders bevorzugt um maximal 5 %. Ein solches Reibungselement ist vorteilhaft einfach zu fertigen und übt eine gleichmäßige Bremswirkung auf die Karten aus.
Das Reibungselement ist vorzugsweise an die Ausgabeöffnung (4) angrenzend oder in geringem Abstand zur
Ausgabeöffnung (4) angeordnet, bevorzugt höchstens 10 mm oder 5 mm oder 3 mm zur Ausgabeöffnung (4) beabstandet angeordnet. Dadurch sind die Karten vorteilhaft im teilweise ausgegebenen Zustand durch das
Reibungselement gestützt und in ihrer Position stabilisiert. Vorteilhaft ist dadurch gewährleistet, dass die Staffelung der
Karten beim Ausgeben bestehen bleibt, sowie dass die Karten nicht ungewollt aus dem Gehäuse hinausrutschen.
Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung sind zwei Reibungselemente an gegenüberliegenden Seiten des
Kartenhalters vorzugsweise an die Ausgabeöffnung (4) angrenzend oder wenigstens in geringem Abstand zur
Ausgabeöffnung (4) angeordnet. Dadurch werden die im Kartenhalter enthaltenen Karten von beiden Seiten gleichmäßig gestützt und geführt. Dadurch wird zuverlässig verhindert, dass die in den Kartenhalter eingeschobenen
Karten unbeabsichtigt aus diesem herausfallen. Zusätzlich wird vorteilhaft ein Verkanten beim Ausgeben der Karten durch einen ungleichmäßigen Krafteintrag verhindert.
Allgemeine Vorteile
Das Reibungselement ist dabei derart eingerichtet, dass die Karten bei der Ausgabe vorteilhaft gebremst werden. Die
Bewegung der Karten aus der Ausgabeöffnung hängt hauptsächlich von dem durch die Ausgabeeinrichtung hervorgerufenen Impuls bzw. von der durch das Fächerelement übertragenen Kraft ab. Weiterhin wird die Bewegung, insbesondere wie weit die Karten aus dem Gehäuse herausgleiten, stark durch die exakte Anordnung und Ausbildung der Karten sowie die damit verbundene Reibung zwischen den Karten bestimmt. Bei einem Gehäuse ohne
Reibungselement kann ein hoher Impuls durch die Ausgabeeinrichtung dazu führen, dass die Karten nicht wie gewünscht gestaffelt, sondern beliebig angeordnet, aus dem Kartenhalter gleiten. Das im Gehäuse angeordnete
Reibungselement führt vorteilhaft dazu, dass die Karten bei der Bewegung aus der Ausgabeöffnung heraus gebremst
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> LU506514 werden und die versetzte Anordnung der Lamellen des Fächerelementes zu einem definierten Vereinzeln der Karten führt.
Weiterhin hat das Reibungselement den Vorteil, dass die Reibung zwischen den Karten und dem Reibungselement derart hoch ausgebildet sein kann, dass ein unbeabsichtigtes Herausrutschen der Karten aufgrund der Schwerkraft oder durch einen Impuls einer ruckartigen Bewegung vermieden wird.
Die einzelnen, abstehenden Reibungsfaser führen vorteilhaft dazu, dass die Karten zwischen den Reibungsfasern hindurchgleiten und somit eine Kraft von den Reibungsfasern auf die Karten ausgeübt wird. Dadurch werden die Karten vorteilhaft gleichzeitig gebremst und gezielt geführt.
Die Karten werden durch die starren Reibungsfasern derart in Ihrer Ausrichtung begrenzt, dass sie nicht aufeinander zu oder voneinander wegbewegt werden kônnen, wenn sie im Kartenhalter eingeschoben sind.
Die Struktur der Reibungsfasern ermöglicht dabei vorteilhaft gleichzeitig ein sicheres und materialschonendes Führen der Karten, da aufgrund der Form der Fasern beim Bremsen die Ränder der Karten nicht auf eine plane Fläche treffen und auch nicht mit scharfkantigen Übergängen eines Bremselements in Berührung kommen.
Vorzugsweise sind zwei Reibungselemente innerhalb des Gehäuses, bevorzugt an zwei gegenüberliegenden
Innenseiten, des Gehäuses angeordnet. Die zwei Reibungselemente können die Karten vorteilhaft von zwei Seiten führen und gezielt bremsen. Das verringert auch die Gefahr des Verkippens bzw. Verkantens der Karten.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Vorzugsweise sind die Reibungsfasern des Reibungselementes aus einem synthetischen Material ausgebildet. Die synthetischen Materialien der Fasern sind dabei künstlich, vorzugsweise unter Einbeziehung chemischer
Verfahrensschritte, hergestellt. Synthetische Fasern kommen nicht in der im Endprodukt vorliegenden Form in belebter oder unbelebter Materie in der Natur vor, sondern erfordern zwingend einen zusätzlichen Verfahrensschritt, also wenigstens einen Verarbeitungsschritt. Reibungsfasern aus derartigen Materialien weisen vorteilhaft eine hohe
Homogenität in Bezug auf ihre Materialeigenschaften auf und sind vorteilhaft gut weiter verarbeitbar, da sich der
Herstellungsprozess in den gesamten Produktionsprozess eingliedern lässt.
Nach einer weiteren Ausgestaltung sind die Reibungsfasern vorzugsweise aus einem textilen Material, alternativ aus einem Metall, ausgebildet. Ein solches Reibungselement mit abstehenden Fasern aus einem textilen Material wird auch als textile Bremse bezeichnet. Textile Fasern sind in der Regel stabil, insbesondere reißfest und elastisch, und sind vorteilhaft preisgünstig produzierbar. Aufgrund der Elastizität können sie sich in gewissem Maße an die Form der Karten anpassen, wodurch ein besonderer Schutz der Karten realisierbar ist.
Vorzugsweise sind die Reibungsfasern aus einem Polymer, bevorzugt aus einem Polyester oder einem Polyamid oder einem Polyacryl, ausgebildet oder sie weisen dieses wenigstens auf. Dabei handelt es sich bei dieser Materialgruppe um eine in der Textilindustrie gut etablierte, wodurch vorteilhaft die Verarbeitungsmechanismen zum Erzeugen von gewünschten Materialeigenschaften gut bekannt sind. Es ist somit möglich das geeignete Material mit den entsprechenden Anforderungen an Starrheit der Fasern, aber auch Elastizität zu bestimmen und entsprechend als
Reibungsfasern für das Reibungselement zu verwenden.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Reibungsfasern aus Polyamid gebildet. Polyamid ist ein weiches
Material, wodurch sich die Fasern aus Polyamid gut an die Karten anlegen. Damit wird vorteilhaft eine gute
Bremswirkung erreicht und gleichzeitig gewährleistet, dass die Karten beim Abbremsen vor Beschädigung geschützt sind.
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Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Reibungselement Fasern aus Polyamid und auch Fasern aus
Polyester auf. Zusätzlich eingefügte Polyesterfasern sind härter als jene aus Polyamid und somit steifer. Damit können
Fasern aus Polyester die Karte besser selektieren, stabilisieren und führen. Die Position der Karte im Gehäuse ist damit vorteilhaft besser fixierbar. Zusätzlich üben Fasern aus Polyester einen stärkeren Druck auf die Karten aus, wenn sie nicht orthogonal abstehend zum Grundflächenelement angeordnet ausgebildet sind, wodurch sich eine erhöhte
Bremswirkung ergibt. Gerade die Kombination aus Fasern aus Polyamid und Fasern aus Polyester führt somit vorteilhaft zur besseren Selektion und Stabilisation der Karten beim Bremsen und Führen, sowohl bei einer Anordnung der Karten im Gehäuse als auch beim Ausgabeprozess.
Textile Materialien, insbesondere synthetische textile Materialien haben geeignete Reibungseigenschaften, sodass die sich ergebende Reibung der Karten an den Reibungselementen vorteilhaft einen guten Schutz vor einem
Herausrutschen der eingeschobenen Karten bei gleichzeitig guten Gleiteigenschaften zum einfachen Entnehmen gewährleistet. Die textilen Fasern passen sich vorteilhaft an die Karten an und legen sich wenigstens teilweise während der Nutzung an die Karten und an das Grundflächenelement an. Zwischen den Karten bleiben dabei Fasern senkrecht bestehen und die Karten werden somit durch die textilen Fasern geführt. Vorteilhaft ist eine zuverlässige Positionierung somit auch bei wenigen vorhandenen eingeschobenen Karten möglich. Ein Verrutschen der Karten wird so verhindert.
Des Weiteren sind synthetische textile Materialien verschleißbeständig, sodass vorteilhaft eine lange Lebensdauer der
Reibungselemente realisiert werden kann.
Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung sind die Reibungsfasern aus einem Monofilament gebildet oder weisen eines auf. Unter Monofilament versteht man im Sinne der Erfindung ein einzelnes, kontinuierliches Faden- oder
Fasermaterial, das aus einem einzigen Strang oder einer einzigen Filamentquelle hergestellt wird. Im Gegensatz zu
Multifilamenten, die aus mehreren Fasern zusammengesetzt sind und oft zu einem einzigen Garn verzwirnt werden, besteht ein Monofilament aus einem einzigen, ununterbrochenen Strang. Besonders bevorzugt ist das Monofilament dabei aus einem synthetischen Material, insbesondere einem Kunststoff, wie bspw. Nylon, Polyester, Polyamid,
Polyethylen oder Polypropylen gebildet oder weist es auf. Vorteilhaft bieten Reibungsfasern aus einem solchen Material eine hohe Festigkeit und Beständigkeit.
Vorzugsweise sind die Reibungselemente derart innerhalb des Gehäuses angeordnet, dass die Karten auch in eingeschobenem Zustand durch die Reibungselemente geführt werden. Vorteilhaft verbleiben eingeschobene Karten somit in der Position, also insbesondere in dem Winkel zu einer der Hauptseiten des Gehäuses, angeordnet, in der sie eingeschoben wurden. Dadurch wird vorteilhaft ein Verkanten der Karten verhindert.
Vorzugsweise sind die Reibungsfasern derart dimensioniert, dass sie lang genug sind, um unterschiedlich breite Karten sicher zu führen, jedoch nicht so lang, dass sie zum Umknicken neigen. Vorzugsweise weisen die Reibungsfasern somit eine Länge in einem Bereich von 0,5 mm bis 2,5 mm, bevorzugt von 0,6 mm bis 1,5 mm, besonders bevorzugt von 0,8 mm bis 1,2 mm auf. Vorzugsweise ist so eine hohe Stabilität bei gleichzeitig guten Führungseigenschaften gewährleistet. Im Vergleich zu einem Reibungselement ohne Reibungsfasern ist somit ein leichteres Ausgeben der
Karten aus dem Kartenhalter ermöglicht, da ein Verkanten zuverlässig unterbunden wird. Zudem sorgen
Reibungsfasern in dieser Länge auch dafür, dass der Abstand der Karten innerhalb des Kartenhalters gewahrt wird und diese nicht direkt aneinander liegen, wodurch ein zusätzlicher Schutz der Karten vor Beschädigung innerhalb des
Kartenhalters gegeben ist.
Die Faserstärke der Fasern beeinflusst die Steifigkeit der Fasern und damit deren Bremswirkung und auch deren
Verhalten beim Führen der Karten. Unter Faserstärke wird dabei im Sinne der Erfindung die Dicke oder auch der
Durchmesser der Faser verstanden. Je geringer die Faserstärke, desto besser legen sich die Fasern an die Karten an.
Reibungsfasern mit einer hohen Faserstärke ermöglichen wiederum eine stabile Führung der Karten. Es haben sich
Reibungselemente mit Fasern, welche eine Faserstärke im Bereich von 0,05 mm bis 1,5 mm aufweisen, als geeignet erwiesen. Vorzugsweise ist der Durchmesser der Fasern 0,1 mm bis 1,2 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 0,1 mm bis 1 mm, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 0,2 mm bis 0,3 mm. Diese Faserstärke ermöglicht
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7 LU506514 vorteilhaft eine gute Positionierung der Karten innerhalb des Kartenhalters, wobei auch Katen mit einer Prägung in einem festgelegten Abstand zu der nächsten benachbarten Karte positionierbar sind.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Reibungsfasern paarweise als Reibungsfaserpaare äquidistant auf dem
Grundflächenelement angeordnet. Die Reibungsfaserpaare sind dabei in gleichmäßigen Abständen auf dem
Grundflachenelement angeordnet und weisen vorzugsweise in zwei Richtungen gleichmäßige Abstände auf. Die
Reibungswirkung der Reibungsfasern auf die Karten ist somit gleichmäßig über das Grundflächenelement verteilt. Es gibt daher keinen Gradienten bei der Verteilung der Reibungsfasern auf dem Grundflächenelement. Vorteilhaft ist so eine gleichmäßige Bremswirkung erzielbar.
Optional sind die Reibungsfasern unterschiedlich lang ausgebildet, um so eine angepasste Kraft und somit auch angepasste Brems- und Führungswirkung auf die Karten auszuüben. So kann eine angepasste Bremswirkung auf die
Karten realisiert werden.
Das Grundflächenelement ist vorzugsweise plan ausgebildet oder weist wenigstens einen planen Abschnitt auf, an dem die Reibungsfasern abstehend angeordnet sind. Dadurch weisen die darauf angeordneten Reibungsfasern vorteilhaft im
Wesentlichen in eine Raumrichtung und ermöglichen ein gezieltes Führen der Karten. Ein plan ausgebildeter Abschnitt ist plattenförmig ausgebildet, das heißt in zwei Dimensionen, insbesondere in der Ebene aufgespannt durch die Breite und die Länge des planen Abschnitts vorzugsweise wenigstens 5-fach, besonders bevorzugt wenigstens 10-fach, weiter ausgedehnt als in einer dritten Dimension, insbesondere der Tiefe des planen Abschnitts. Besonders bevorzugt ist das
Grundflächenelement plan ausgebildet und derart angeordnet, dass die von ihm gebildete Ebene, aufgespannt durch die
Breite und die Länge des Grundflächenelements, im Wesentlichen parallel zu einer Gehäusefläche, bevorzugt einer
Gehäuseseite, verläuft.
Nach einer weiteren Ausführungsform weist das Grundflächenelement wenigstens einen Abschnitt auf, der einen
Krümmungswinkel aufweist. Dabei orientiert sich die Krümmung des Grundflächenelements vorzugsweise an der
Krümmung eines Gehäuseabschnitts. Nach einer bevorzugten Ausgestaltung weist dabei das Gehäuse zumindest eine
Gehäuseseite auf, die einen Krümmungsradius aufweist. Beispielsweise handelt es sich dabei um eine
Gehäuseschmalseite, welche im Wesentlichen orthogonal zu einer flächigen Gehäusefront- und Gehäuserückseite, sowie zur Ausgabeöffnung angeordnet ist. Das Grundflächenelement ist dabei derart an der Gehäuseseite angeordnet, dass es der vorgegebenen Krümmung der Gehäuseseite folgt. Dadurch ist eine Anordnung realisierbar, bei der die
Reibungsfasern im Wesentlichen in unterschiedliche Raumrichtungen weisen. Vorteilhaft ermöglicht dies ein Führen und
Bremsen der Karten zum einen durch das Reiben der Fasern an den Karten, zum anderen durch den Druck, den die
Reibungsfasern mit ihren Schmalseiten auf die Karten ausüben. Zusätzlich ermöglicht das Grundflächenelement somit eine große Auswahl an möglichen Formen der Gehäuseseiten.
Nach einer Ausführungsform unterscheidet sich die Länge der Reibungsfasern dabei entlang des Krümmungsradius des
Grundflächenelements. Dadurch wird vorteilhaft eine angepasste Bremsleistung erzielt.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Grundflächenelement textile Fasern oder ein textiles Material auf oder ist daraus gebildet. Insbesondere handelt es sich dabei um natürliche Fasern oder ein natürliches Material, beispielsweise Baumwolle, Wolle, Leinen, Jute, Bambus oder einer Mischung daraus, oder es handelt sich um synthetische Fasern oder ein synthetisches Material, beispielsweise Polyester, Polyamid — auch als Nylon bezeichnet —
Polypropylen, Acryl, Elasthan, Polyvinylchlorid oder Polyethylen, oder um eine Mischung aus synthetischen und natürlichen Fasern in einer beliebigen Zusammensetzung. Bevorzugt handelt es sich um synthetische Fasern oder ein synthetisches Material. Ein textiles Material weist dabei im Sinne der Erfindung miteinander verflochtene, aus natürlichen und/oder synthetisch erzeugten Fasern bestehende Textilfasern auf, beispielsweise Gewebe, Gewirke oder
Gestricke. Die Reibungsfasern sind mit den textilen Fasern oder den textilen Materialien des Grundflächenelementes verbunden, vorzugsweise mit diesen verflochten. Unter verflochten werden dabei im Sinne der Erfindung mechanische
Verbindungen, insbesondere mechanische Verbindungen erzielt durch weben, stricken, wirken oder flechten verstanden. Vorteilhaft wird so eine zugfeste, belastbare Verbindung zwischen Grundflächenelement und
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Reibungsfasern erzeugt. Die Materialauswahl wie hierin erläutert ermöglicht zudem, dass das Grundflächenelement und damit die Größe des Reibungselements flexibel an die Erfordernisse und Abmessungen unterschiedlicher
Gehäusetypen und -größen angepasst werden kann.
Nach einer möglichen Ausgestaltung ist das Grundflächenelement aus einem Polyamid ausgebildet. Dadurch ist eine einfache und somit kostengünstige Verarbeitung realisierbar. Das Grundflächenelement aus einem solchen synthetischen textilen Material weist eine erhöhte Stabilität gegenüber klassischen, d.h. natürlichen oder naturbasierten textilen Materialien, wie bspw. Baumwolle, Wolle oder Filz, auf und ist vorteilhaft länger haltbar und resistenter gegenüber Verschleiß.
Vorzugsweise hat das Grundflächenelement eine flächige Ausdehnung mit einem Flächeninhalt im Bereich von 20 mm? bis 100 mm”, bevorzugt im Bereich von 50 mm? bis 75 mm? besonders bevorzugt eine Ausdehnung von 7 mm in der
Breite und 9 mm in der Länge mit einer Toleranz von 20 %. Vorzugsweise ist die Fläche ausreichend groß, um eine bevorzugte Anzahl von Fasern darauf anzuordnen, durch die eine ausreichende Reibungs- und Bremskraft erzeugt wird.
Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung entspricht die Breite des Grundflächenelements der Breite einer
Schmalseite des Gehäuses, auch Gehäuseschmalseite. Somit bedeckt das Grundflächenelement die gesamte Breite der Gehäuseschmalseite. Vorteilhaft können dadurch über die gesamte Tiefe des Gehäuseinnenraums Karten angeordnet werden, auf die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch eine Kraft durch das Reibungselement einwirkt, sodass sie im Kartenhalter fixiert und beim Ausgeben gebremst werden.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des Reibungselementes weist das Reibungselement insgesamt eine Dicke von 0,5 mm bis 5 mm, vorzugsweise von 1 mm bis 3 mm, bevorzugt von 1,1 mm bis 2 mm, besonders bevorzugt von 1,2 mm mit einer Toleranz von 10 %, auf. Die Dicke des Reibungselementes ist dabei für eine Ausgestaltung des
Reibungselementes mit einem plan ausgebildeten Grundflächenelement die Summe der Dicke, auch Tiefe, des
Grundflachenelementes und der Länge der Reibungsfasern, insbesondere der längsten Reibungsfasern.
Nach einer möglichen Ausgestaltung weist das Grundflächenelement zumindest eine Klebeschicht auf. Eine solche
Klebeschicht ermöglicht eine stoffschlüssige Verbindung der Reibungsfasern mit dem Grundflächenelement. Dies erlaubt vorteilhaft eine schnelle und unkomplizierte Verbindung zwischen dem Grundflächenelement und den
Reibungsfasern, was den Produktionsprozess vereinfacht.
Es sind vorzugsweise 1 bis 20 Fasern pro mm”, bevorzugt 1 bis 5 Fasern pro mm°, besonders bevorzugt 1,5 bis 2,5
Fasern pro mm?, auf dem Grundflächenelement angeordnet. Dadurch ist die Reibung der Reibungsfasern an den Karten vorzugsweise optimal auf die Anzahl und Beschaffenheit der Karten einstellbar. So kann vorteilhaft eine ausreichende
Führung der Karten gewährleistet werden, ohne dass die Bremswirkung das Ausgeben der Karten zu stark behindert oder sogar verhindert.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform weist das Grundflächenelement zumindest eine rückseitige Klebefläche auf.
Unter rückseitig ist im Sinn der Erfindung die von den Reibungsfasern abgewandte Seite des Grundflächenelements zu verstehen, welche in Richtung der inneren Gehäuseumwandung des Kartenhalters orientiert ist. Die Klebefläche dient zur Kontaktierung des Grundflächenelements mit der inneren Gehäuseumwandung und stellt nach dem Kontaktieren über einen Stoffschluss ein stabiles Verhaften des Grundflächenelements an der Gehäuseinnenseite sicher. Vorteilhaft ist das Reibungselement insgesamt dadurch innerhalb des Kartenhalters in seiner Position fixiert.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der Kartenhalter im Inneren des Gehäuses wenigstens ein weiteres
Reibungselement auf, welches im unteren Drittel des Gehäuses, besonders bevorzugt im unteren Viertel des Gehäuses, vorzugsweise mit einem Abstand von wenigstens 4 cm zur Ausgabeöffnung, angeordnet ist. Dieses weitere
Reibungselement dient der Verbesserung der Brems- und Gleiteigenschaften der Karten. Das weitere Reibungselement ist so angeordnet, dass die Karten im volleingeschobenen Zustand am wenigstens einen weiteren Reibungselement anliegen, insbesondere über die gesamte Länge des Reibungselementes anliegen. Dabei ist das zumindest eine weitere
Reibungselement derart beabstandet von der Ausgabeöffnung angeordnet, dass Karten, welche mittels der
Ausgabeeinrichtung in Richtung der Ausgabeöffnung verschoben wurden, das weitere Reibungselement wenigstens
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9 LU506514 teilweise, vorzugsweise zu wenigstens der Hälfte, bevorzugt zu wenigstens zwei Drittel, besonders bevorzugt vollständig, verlassen haben. Eine, insbesondere jede, mittels der Ausgabeeinrichtung in Richtung der Ausgabeöffnung verschobene Karte liegt somit vorzugsweise nur noch maximal zur Hälfte der Länge des weiteren Reibungselementes, bevorzugt maximal zu einem Drittel der Länge des weiteren Reibungselementes, besonders bevorzugt gar nicht mehr an dem Reibungselement an. Vorteilhaft ist so ein stabiler Halt der Karten im eingeschobenen Zustand gewährleistet, während das Ausgeben und Entnehmen der Karten durch das zumindest eine weitere Reibungselement nicht behindert wird.
Die Länge der Reibungselemente bzw. die Länge des zumindest einen weiteren Reibungselementes ist dabei die
Ausdehnung des Reibungselementes bzw. des weiteren Reibungselementes entlang der Richtung, in der die Karten in den Kartenhalter eingeschoben und wieder aus diesem herausgeschoben werden. Dadurch ist die Reibungswirkung der
Reibungselemente stark, wenn die Karten eingeschoben sind, und weniger stark oder gar nicht mehr vorhanden, wenn die Karten mittels der Ausgabeeinrichtung teilweise ausgeschoben sind. Vorteilhaft kann dadurch effizient ein
Herausfallen der Karten im eingeschobenen Zustand verhindert werden, wobei dennoch ein leichtes Greifen der ausgeschobenen Karten möglich ist.
Das weitere Reibungselement weist vorzugsweise einen Abstand von wenigstens 4 cm, vorzugsweise wenigstens 5 cm zur Ausgabeöffnung auf. Somit ist der Halt der Karten innerhalb des Gehäuses stabiler.
Vorzugsweise sind innerhalb des Gehäuses wenigstens ein, vorzugsweise wenigstens zwei weitere Reibungselemente vorgesehen, wobei mehrere weitere Reibungselemente nach einer vorteilhaften Ausgestaltung auf gegenüberliegenden
Seiten des Gehäuses angeordnet sind, wodurch eine Reibungswirkung auf zwei gegenüberliegende Seiten der Karten einwirkt. Das verringert die Gefahr des Verkippens der Karten beim Ausgeben.
Ein weiteres Reibungselement kann als erfindungsgemäßes Reibungselement ausgebildet sein. Nach dieser
Ausgestaltung sind wenigstens zwei, vorzugsweise wenigstens drei, bevorzugt wenigstens vier erfindungsgemäße
Reibungselemente innerhalb des Gehäuses angeordnet. Durch diese Vielzahl der Reibungselemente, welche bevorzugt beabstandet voneinander angeordnet sind, ist vorteilhaft die Reibungswirkung anpassbar. Dadurch wird ermöglicht, dass die eingeschobenen Karten festsitzen und die teilweise ausgeschobenen Karten dennoch leicht zu entnehmen sind.
Der Kartenhalter weist nach einer vorteilhaften Ausgestaltung eine Ausgabeeinrichtung zum Ausgeben der Karten aus der Ausgabeöffnung auf, wobei die Ausgabeeinrichtung folgendes aufweist: e ein Fächerelement zum Ausgeben der Karten, welches vorzugsweise innerhalb des Gehäuses, in dem der Ausgabeöffnung abgewandten bzw. gegenüberliegenden Abschnitt angeordnet ist, und vorzugsweise beweglich gelagert ist, und e ein Betätigungselement, welches vorzugsweise an der Außenseite des Gehäuses angeordnet ist, wobei das Betätigungselement derart mit dem Fächerelement wirkverbunden ausgebildet ist, dass durch
Betätigen des Betätigungselementes die Karten mittels des Fächerelementes ausgegeben werden.
Erfindungsgemäß haben die Karten dabei die Größe typischer Scheck- oder Kreditkarten, welche optional eine Prägung aufweisen. Ein Kartenhalter für derartige Karten wird auch als Kreditkartenhalter bezeichnet. Besonders bevorzugt weisen derartige Karten eine Länge von 80 mm bis 90 mm, vorzugsweise 85,6 mm, sowie eine Breite von 50 mm bis 56 mm, insbesondere von 53,98 mm, sowie eine Stärke von 0,5 mm bis 1 mm, insbesondere von 0,76 mm, auf.
Im Sinne der Erfindung ist ein Betätigen des Betätigungselementes eine Krafteinwirkung auf das Betätigungselement, mittels derer das Betätigungselement derart in seiner Position verändert wird, dass daraus eine Bewegung des
Fächerelementes resultiert. Die Wirkverbindung zwischen dem Betätigungselement und dem Fächerelement ist dabei vorzugsweise eine mechanische Kopplung. Denkbar ist ebenfalls eine Ausführungsform, bei der das
Betätigungselement und das Fächerelement weitere Bestandteile aufweisen, welche miteinander in einer elektronischen
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Verbindung und/oder einer elektrischen Verbindung stehen. Vorteilhaft erleichtern diese Arten der Wirkverbindung zwischen Fächerelement und Betätigungselement das Bedienen des Kartenhalters für den Nutzer.
Dabei weist das Fächerelement Vereinzelungselemente zum Vereinzeln der Karten beim Ausgeben auf, wobei die
Vereinzelungselemente versetzt zueinander angeordnet sind. Erfindungsgemäß sind die Vereinzelungselemente als
Lamellen ausgebildet. Erfindungsgemäß sind die Lamellen versetzt zueinander angeordnet, vorzugsweise um einen konstanten Wert versetzt zueinander angeordnet, wobei der Versatz der Lamellen entlang der Längsrichtung des
Fächerelements ausgebildet ist. Dabei weisen die Lamellen eine Breite auf, wobei die Breite der Lamellen in
Längsrichtung des Fächerelements, insbesondere distal vom Drehpunkt des Fächerelements, um eine Breitendifferenz abnimmt. Dadurch entsteht auf jeder Lamelle ein Bereich, der nicht mit der darauf folgenden, schmaleren Lamelle verbunden ist. Dieser Bereich, auch als Auflagebereich bezeichnet, dient als Auflagefläche für jeweils eine Karte. Der
Versatz der Lamellen sorgt dabei für eine gestaffelte Ausgabe der Karten, welche auch als Vereinzelung bezeichnet wird, wobei die Staffelung der Karten im Wesentlichen dem Versatz der Lamellen in Längsrichtung des Fächerelements entspricht, wenn das Fächerelement in der Position angeordnet ist, in der die Karten teilweise aus der Ausgabeöffnung herausgeschoben angeordnet sind, hierin als eine Ausgabeposition bezeichnet. Dabei wird die Staffelung der ausgegebenen Karten auch durch die Reibung der Karten untereinander und durch die Reibung der Karten am
Gehäuse bzw. an am Gehäuse angeordneten Elementen, wie beispielsweise Federelementen und/oder
Reibungselementen, beeinflusst. Eine solche Anordnung ermöglicht vorteilhaft eine bessere Übersichtlichkeit für einen
Nutzer beim Entnehmen der Karten, wobei für den Nutzer durch die Staffelung unmittelbar ersichtlich ist, welche Karte er aus dem Gehäuse entnimmt. Zugleich ist das Entnehmen selbst vereinfacht, da die Staffelung das gezielte Greifen, bzw. Bewegen einer bestimmten Karte vereinfacht.
Vorteilhaft wird in Verbindung mit einem erfindungsgemäßen Reibungselement mit abstehenden Fasern wird eine ausreichende Bremswirkung auf die Karten ausgeübt, sodass diese vereinzelt vorliegen. Auch die Separation der Karten voneinander aufgrund der abstehenden Reibungsfasern erleichtert vorteilhaft das einzelne Greifen der Karten.
Die Staffelung oder Vereinzelung der Karten bezeichnet dabei im Sinne der Erfindung eine Ausgabe einer Mehrzahl von
Karten, zumindest zwei, vorzugsweise drei, besonders bevorzugt vier, fünf, sechs, sieben oder acht Karten, welche unterschiedlich weit ausgegeben werden. Dabei sind die Karten in einer Ausgabeposition partiell, vorzugsweise zu zumindest 40 %, bevorzugt zu zumindest 60 %, besonders bevorzugt zu zumindest 70 %, ganz besonders bevorzugt zu zumindest 80 % innerhalb des Gehäuses angeordnet und partiell, vorzugsweise zu maximal 60 %, bevorzugt zu maximal 40 %, besonders bevorzugt zu maximal 30 %, ganz besonders bevorzugt zu maximal 20 % aus dem Gehäuse ausgeschoben. Insbesondere sind die Karten bei einer Vereinzelung in Ausgaberichtung versetzt zueinander angeordnet. Eine solche Anordnung ermöglicht vorteilhaft eine bessere Übersichtlichkeit für einen Nutzer beim
Entnehmen der Karten, wobei für den Nutzer durch die Staffelung unmittelbar ersichtlich ist, welche Karte er aus dem
Gehäuse entnimmt. Zugleich ist das Entnehmen selbst vereinfacht, da die Staffelung das gezielte Greifen, bzw.
Bewegen einer bestimmten Karte vereinfacht. Die teilweise Anordnung innerhalb des Gehäuses bietet darüber hinaus weiterhin einen Schutz der Karten vor Umwelteinflüssen und Abnutzung selbst in teilweise ausgegebenem Zustand und verhindert außerdem ein unbeabsichtigtes Herausfallen aus dem Gehäuse.
Lamellen sind im Sinne der Erfindung einzelne strebenartige Elemente, zwischen denen ein Zwischenraum besteht. Die einzelnen Lamellen sind dabei an einer oder an mehreren Stellen miteinander verbunden, weisen also einen
Verbindungsbereich oder mehrere Verbindungsbereiche auf, an denen sie direkt aufeinandertreffen oder an denen ein
Verbindungselement angeordnet ist. Vorteilhaft führt eine solche Anordnung zu einer hohen Stabilität des
Fächerelements. Die einzelnen Lamellen sind dabei vorzugsweise als dünne Elemente mit einer Tiefe, bzw, mit einer
Stärke von bis zu 1,2 mm, bevorzugt bis zu 1,0 mm, besonders bevorzugt bis zu 0,8 mm, ganz besonders bevorzugt bis zu 0,5 mm ausgebildet. Durch die Wahl einer geringen Stärke ergibt sich ein geringer Materialverbrauch, sodass vorteilhaft Kosten und Ressourcen gegenüber einer aus einem Vollmaterial hergestellten Anordnung eingespart werden.
Die Breite der Lamellen ist bevorzugt im Bereich von 0,5 mm bis 10 mm, besonders bevorzugt 1 mm bis 6 mm, wobei die Breite der Lamellen innerhalb dieses Bereichs um eine Breitendifferenz von einer ersten Lamelle zur benachbart zu
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11 LU506514 der ersten Lamelle angeordneten weiteren Lamelle abnimmt. Vorzugsweise ist der somit gebildete Auflagebereich derart dimensioniert, dass die Breite des Auflagebereichs im Bereich von 0,6 mm bis 1,2 mm, bevorzugt im Bereich von 0,7 mm bis 1,0 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 0,75 mm bis 0,85 mm liegt. Dadurch finden die Karten vorteilhaft einen ausreichenden Halt auf den Lamellen, da die Auflagefläche im Bereich der Stärke einer Karte dimensioniert ist.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Breite der Auflagefläche im Bereich von 0,6 mm bis 0,65 mm. Somit ergibt sich ein Auflagebereich, dessen Breite kleiner ist als die Stärke einer durchschnittlichen Karte, wie hierin definiert.
Vorteilhaft ermöglicht diese Dimensionierung ein besseres Führen einer einzelnen Karte, da die geringe Breite des
Auflagebereichs verhindert, dass mehr als eine Karte mit dem Auflagebereich in Kontakt steht. Somit ist eine klare
Staffelung gewährleistet, wobei pro Auflagebereich genau eine Karte ausgebbar ist.
Bevorzugt sind die Lamellen entlang einer Ebene, hierin als Grenzflächenebene bezeichnet, anliegend angeordnet. Das
Fächerelement ist damit derart ausgebildet, dass die Enden der Lamellen auf einer Seite innerhalb einer Ebene liegen.
Dadurch bilden sich auf der um die minimale Breite einer Lamelle dazu versetzten Seite Auflageflächen aus, wobei die
Breite der Auflageflächen durch die Breitendifferenz der Lamellen bestimmt ist. Vorteilhaft ergibt sich dadurch eine geringere minimal notwendige Breite der Lamellen, um einen ausreichend großen Auflagebereich zum Führen einer
Karte zu erzeugen.
Die Länge der Lamellen ist bevorzugt im Bereich von 2 mm bis 15 mm, besonders bevorzugt von 4 mm bis 10 mm, ganz besonders bevorzugt von 5 mm bis 9 mm. Die Länge der Lamellen bezieht sich dabei auf ihre Ausdehnung in
Längsrichtung des Fächerelements. Erfindungsgemäß liegt eine Lamelle mit ihrer schmalsten Seite, insbesondere mit ihrer Tiefe, an einer Karte an, welche auf dem Auflagebereich der benachbarten breiteren Lamelle geführt wird. Dabei ist die Karte über die Länge der Lamelle hinweg durch die Lamelle gestützt. Vorteilhaft ist so ein sicheres Führen der
Karten beim Ausgeben ermöglicht.
Eine Ausführung der Lamellen, wie hierin erläutert, bietet große Vorteile gegenüber einer Ausbildung eines
Fächerelementes aus Vollmaterial. So führt eine Anordnung von Lamellen zum Führen und Vereinzeln von Karten vorteilhaft zu einer Materialersparnis gegenüber eines Vereinzelungselements aus einem Vollmaterial.
Ferner ergeben sich prozesstechnische Vorteile, da die Be- und Verarbeitung von Materialblöcken aus Vollmaterial nach dem Gießen, insbesondere bei Kunststoffen nachteilig häufig zu Lunkern führt, welche daraus resultieren, dass aufgrund der Abkühlungsprozesse innerhalb des Materials Schrumpfungsprozesse stattfinden, die zu Hohlräumen führen. Dem gegenüber reduzieren die filigranen Strukturen der Lamellen die Dicke der einzelnen Abschnitte, was vorteilhaft die Größe von möglichen Lunkern verringert bzw. das Entstehen von Lunkern gänzlich vermeidet. Dadurch ergibt sich eine höhere Genauigkeit der Spritzprozesse und Strukturabmessungen in der Fertigung.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass auch bei einer Abnutzung der Kanten der Lamellen eine gestaffelte
Anordnung gewährleistet ist, da ein gleichmäßiger Abtrag des Materials der Lamellen nicht zu einer Abnutzung der
Auflagebereiche führt, sodass sich diese zu einer Schräge verformen, sondern die Abstände zwischen den
Auflagebereichen weiter bestehen bleiben und somit ein sicheres Greifen der Karten ermöglicht wird. Eine geringe
Abnutzung der Kanten führt dadurch nicht dazu, dass die Auflagebereiche teilweise eingeebnet werden, wodurch eine
Schräge entstünde, die das Vereinzeln der Karten bei der Ausgabe beeinträchtigen würde.
Das Gehäuse ist vorzugsweise als starrer Container ausgebildet. Dadurch ist das Gehäuse schwer durch äußere
Krafteinwirkung verformbar. Vorteilhaft ist dadurch ein Schutz der innerhalb des Gehäuses angeordneten Karten gegeben.
Vorzugsweise weist das Gehäuse eine flächige Front- und Rückseite, hierin als Gehäusefrontseite und
Gehäuserückseite bezeichnet, auf. Die Karten sind dabei innerhalb des Gehäuses parallel zu der Gehäusefront- und
Gehäuserückseite angeordnet. Besonders bevorzugt weist das Gehäuse darüber hinaus kleine Dimensionen der
Gehäuseseiten, insbesondere der Gehäuseoberseite und Gehäuseunterseite, auf. Dadurch wird eine geringe räumliche
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Tiefe des Gehäuses erreicht, sodass das Gehäuse insgesamt flach ist. Somit erreicht das Gehäuse vorteilhaft ein geringes Packmaß, sodass es leicht transportierbar, bevorzugt durch den Nutzer in der Hosentasche mitführbar, ist.
Die Ausgabeöffnung ist bevorzugt an einer schmalen Seite des Gehäuses angeordnet, also an einer Seite welche nicht den größten Flächeninhalt, vorzugsweise den kleinsten Flächeninhalt, der vorhandenen Seiten aufweist, insbesondere nicht an der Gehäusefront- und/oder Gehäuserückseite. Dadurch ist vorteilhaft der Entnahmebereich der Karten klein gehalten, wodurch besser gewährleistet ist, dass die Karten auch bei äußerer Krafteinwirkung auf das Gehäuse, bspw.
Erschütterungen, im Gehäuse verbleiben, sofern die Ausgabeeinrichtung nicht durch den Nutzer betätigt wird.
Das Gehäuse ist bevorzugt korrespondierend zu den Karten ausgebildet, wobei das Gehäuse eine Form aufweist, bei der die Abmessungen entsprechend der Form einer Karte ausgebildet sind. Vorzugsweise ist das Innere des Gehäuses, also der Gehäuseinnenraum, quaderförmig mit einer Länge, einer Breite und einer Tiefe ausgebildet. Dabei entspricht die Länge des Gehäuseinnenraumes wenigstens der Kartenlänge und höchstens 130 % oder höchstsens 120 % oder höchstens 110 % der Kartenlänge. Die Breite des Gehäuseinnenraumes entspricht wenigstens der Kartenbreite und höchstens 130 % oder 120 % oder 110 % der Kartenbreite. Die Tiefe des Gehäuseinnenraumes entspricht wenigstens der Breite des Auswurfmechanismus und höchstens 500 % oder 1000 % oder 1500 % oder 2000 % der Kartendicke.
Die Länge des Gehäuseinnenraumes ist vorzugsweise im Bereich von 80 mm bis 130 mm, bevorzugt im Bereich von 82 mm bis 100 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 85 mm bis 90 mm. Die Breite des Gehäuseinnenraumes ist bevorzugt im Bereich von 2 mm bis 1500 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 5 mm bis 25 mm, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 6 mm bis 12 mm.
Nach einer Ausgestaltung ist der Kartenhalter als kombinierter Handy- und Kartenhalter, besonders bevorzugt als kombinierter Handy- und Kreditkartenhalter ausgebildet, wobei das Gehäuse mit einer Handyhülle verbunden ist. Ein
Handy ist in diesem Sinne ein Mobiltelefon, insbesondere ein Smartphone. Vorteilhaft sind somit Kreditkarten und
Handy für den Nutzer zeitgleich zur Hand.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist ein Fächerelement auf. Dabei ist das Fächerelement bevorzugt derart ausgestaltet, dass es einen Arm aufweist, an dem Vereinzelungselemente angeordnet sind. Der Arm des
Fächerelements ist dabei vorzugsweise derart ausgestaltet, dass er eine Länge aufweist, die gewährleistet, dass alle innerhalb des Kartenhalters aufbewahrten Karten bei einem Positionieren des Fächerelements in einer Ausgabeposition aus der Ausgabeöffnung ausgeschoben werden. Eine Ausgabeposition bezieht sich dabei auf eine Position der Karten und der Ausgabeeinrichtung, insbesondere des Fächerelements, in der die im Kartenhalter enthaltenen Karten zumindest teilweise aus der Ausgabeöffnung ausgeschoben angeordnet sind. Dabei ist das Fächerelement in seiner
Längsrichtung parallel zur flächigen Gehäusefront- und Gehäuserückseite angeordnet. Vorteilhaft lässt sich das
Gehäuse dadurch flach gestalten.
Das Fächerelement ist bevorzugt drehbar um einen verschiebbaren Drehpunkt gelagert. Dieser Drehpunkt ist dabei in
Wirkverbindung mit dem Betätigungselement ausgebildet und angeordnet, sodass durch Betätigen des
Betätigungselementes der Drehpunkt verschoben wird. Dadurch ist die Bewegung des Fächerelementes bei Betätigen des Betätigungselementes eine Überlagerung aus einer Drehbewegung und einer Verschiebung, insbesondere einer
Translation und einer Rotation. Das Lagern des Fächerelementes um wenigstens einen verschiebbaren Drehpunkt hat bei der Positionierung des Fächerelementes den Vorteil, dass die Stelle, an der das Fächerelement die Karte berührt und eine Ausgabeposition schiebt während der Ausgabe im Wesentlichen mittig an der Karte verbleibt. Somit ist eine stabile, gerade und gleichmäßige Überführung aller Karten eine Ausgabeposition möglich. Ein Verkippen der Karten durch ein Führen an einem seitlich angeordnetem Berührungspunkt wird vermieden.
Das Fächerelement ist vorzugsweise an einem verschiebbaren Rotationslager gelagert. Es handelt sich hier um ein
Lager, welches sowohl die Rotation als einen ersten Freiheitsgrad als auch eine Verschiebung als weiteren
Freiheitsgrad aufweist. Das Lager ist bevorzugt als Gleitlager ausgebildet, bei dem sich die beweglichen Teile direkt gegeneinander bewegen. Vorteilhaft reduziert diese Ausführung die Bestandteile des Lagers und ermöglicht somit eine einfache Fertigung.
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Zur Lagerung um den Drehpunkt ist vorzugsweise eine Öffnung, vorzugsweise Durchgangsöffnung, im oder am
Fächerelement der Ausgabeeinrichtung angeordnet ausgebildet. Dabei ist die Durchgangsöffnung um einen verschiebbaren Lagerzapfen angeordnet, sodass das Fächerelement um den Lagerzapfen drehbar gelagert ist, wodurch ein verschiebbarer Drehpunkt gebildet wird. Der Lagerzapfen ist bevorzugt an einem Führungselement angeordnet, welches nach einer vorteilhaften Ausgestaltung starr mit dem Betätigungselement verbunden ist. Ein Verschieben des
Betätigungselementes führt in dieser Ausgestaltung unmittelbar zum Verschieben des Lagerzapfens. Die
Durchgangsöffnung, kann auch an dem Führungselement angeordnet sein, wobei der Lagerzapfen dann am
Fächerelement angeordnet ist. Vorteilhaft ist das Fächerelement dadurch in seiner Bewegung derart begrenzt, dass ein zuverlässiges Ausgeben der Karten möglich ist. Gleichzeitig ist so eine stabile Verbindung zwischen Fächerelement und
Führungselement gewährleistet.
Möglich ist auch eine Ausgestaltung eines Kartenhalters, bei dem ein mit dem Betätigungselement wirkverbunden ausgebildetes Führungselement am Kartenhalter angeordnet ist, wobei das Führungselement ebenfalls mit dem
Fächerelement derart wirkverbunden ist, dass durch Betätigen des Betätigungselementes das Führungselement und das Fächerelement in einer Ausgabeposition positioniert werden. Somit ist die Ausgabevorrichtung für den Nutzer leicht zu bedienen.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Lagerzapfen mit einem runden Querschnitt ausgebildet, wodurch eine leichtgängige Führung gewährleistet wird. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass der Lagerzapfen einen im
Wesentlichen runden Querschnitt mit wenigstens einer Ausstülpung zu einer Seite aufweist. Eine Ausstülpung ist dabei im Sinne der Erfindung eine den Querschnitt des Lagerzapfens verändernde Verdickung. Diese Ausstülpung erhöht die
Größe der längst-möglichen Sehne des Querschnitts des Lagerzapfens dabei um vorzugsweise maximal 25 % des
Durchmessers des Lagerzapfens ohne Ausstülpung und bevorzugt um einen Wert im Bereich von 5 % bis maximal 20 %, besonders bevorzugt um einen Wert im Bereich von 10 % bis 17 %, des Durchmessers des Lagerzapfens ohne
Ausstülpung. Eine solche Ausstülpung wirkt vorteilhaft als Eigenbremse für die Bewegung des Fächerelementes. Die längst-mögliche Sehne des Querschnitts des Lagerzapfens ist dabei der größtmögliche Abstand von einer Seite des
Querschnitts des Lagerzapfens zur anderen Seite des Querschnitts des Lagerzapfens und ist somit auch bei nicht rundem Querschnitt ermittelbar. Wenn wenigstens eine Ausstülpung vorhanden ist, so verläuft die längst-mögliche
Sehne des Querschnitts des Lagerzapfens dabei durch eine Ausstülpung. Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des
Kartenhalters weist der Lagerzapfen wenigstens zwei, bevorzugt wenigstens drei, besonders bevorzugt wenigstens vier
Ausstülpungen auf. Dadurch ist vorteilhaft eine geeignete Reibung erzielbar, bei der dennoch ein fester Sitz des
Lagerzapfens in der Durchgangsöffnung erreicht wird. An den Positionen der Ausstülpungen berührt der Lagerzapfen die Durchgangsöffnung. So kann vorzugsweise großes Spiel des Lagerzapfens in der Durchgangsöffnung sowie eine damit einhergehende Geräuschentwicklung vermieden werden.
Vorzugsweise haben die Durchgangsöffnungen einen runden Querschnitt, mit einem Durchmesser von vorzugsweise wenigstens 3 mm, bevorzugt wenigstens 3,5 mm, wobei der Lagerzapfen in seiner Größe daran angepasst ist. Zwischen
Lagerzapfen und Durchgangsöffnung ist geringes Spiel, sodass eine zuverlässige Rotationsbewegung erfolgen kann.
Vorteilhaft ist eine solche Lagerung des Fächerelementes robuster als kleinere Ausgestaltungen.
Besonders bevorzugt ist das Fächerelement um zwei verschiebbare Rotationslager gelagert, wobei ein erstes
Rotationslager direkt mittels des Betätigungselementes verschiebbar ist und das zweite Rotationslager mittels eines weiteren Führungselementes nachführbar ist. Vorteilhaft ist dadurch die Position des Fächerelementes festgelegt. Das zweite Rotationslager wird durch die Bewegung des ersten Rotationslagers entlang eines Freiheitsgrades, welcher durch ein Führungselement, wie beispielsweise eine Führungsschiene, vorgegeben ist, nachgeführt. Nach einer möglichen Ausgestaltung ist das Fächerelement derart starr ausgebildet, dass das zweite Rotationslager, bzw. der zweite Drehpunkt, über das Fächerelement mit dem ersten Rotationslager, bzw. mit dem ersten Drehpunkt verbunden ist. Somit ist die Position eines Drehpunktes abhängig von der Position des anderen Drehpunktes. Folglich wird die
Position beider Drehpunkte vorteilhaft durch das Betätigungselement festgelegt.
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Das Betätigungselement wird vorzugsweise durch Verschieben des Betätigungselementes betätigt. Das
Betätigungselement ist dabei bevorzugt derart mit einem Drehpunkt bzw. mit dem am Drehpunkt angeordneten
Drehgelenk gekoppelt, dass ein Verschieben des Betätigungselementes vorteilhaft zu einer Drehbewegung des
Fächerelementes bzw. einer überlagerten Bewegung aus Rotation und Translation des Fächerelementes führt. Ein
Betätigen des Betätigungselementes ist dadurch vorteilhaft für den Nutzer leicht und mit geringem Kraftaufwand durchführbar. Ferner ist ein verschiebbares Betätigungselement vorteilhaft kleiner, insbesondere weniger sperrig ausgebildet.
Vorzugsweise ist das Betätigungselement derart ausgebildet und angeordnet, dass das Betätigen des Fächerelementes mittels einer rotatorischen oder einer translatorischen Bewegung des Betätigungselementes erfolgt. Das Fächerelement wird durch ein Kippen oder ein Schieben des Betätigungselementes bewegt, sodass die Karten in eine Ausgabeposition gebracht werden. Vorzugsweise ist eine mechanische Verbindung bzw. eine mechanische Kopplung vom
Betätigungselement zum Fächerelement ausgebildet, wobei das Bewegen des Betätigungselementes direkt zu einer
Bewegung des Fächerelementes führt. Das Betätigen der Ausgabeeinrichtung ist so vorteilhaft ohne elektrische Energie möglich.
Nach einer möglichen Ausgestaltung weist das Betätigungselement einen Geber und das Fächerelement einen Aktor auf, wobei das Betätigungselement elektronisch oder elektrisch mit dem Fächerelement verbunden ist. Ein Geber ist im
Sinne der Erfindung beispielsweise ein Drehgeber, Bewegungsgeber oder Druckgeber, der eine auf das
Betätigungselement einwirkende Kraft, bzw. ein Verändern der Position des Betätigungselements detektiert und diese in ein elektrisches Signal umwandelt, welches er an den Aktor übermittelt. Unter Aktor versteht man im Sinne der
Erfindung bspw. einen Motor, insbesondere einen Schrittmotor, welcher das vom Geber erzeugte und übermittelte
Signal in eine mechanische Bewegung umsetzt. Insbesondere ist so ein elektrisches und/oder elektronisches Signal vom Betätigungselement an einen Aktor, bspw. einen Motor übermittelbar, der das Fächerelement bewegt. Eine solche
Variante ermöglicht vorteilhaft ein leichtes Betätigen für den Nutzer, da die Energie für die Bewegung des
Fächerelementes elektrisch bereitgestellt wird.
Die Lamellen sind nach einer vorteilhaften Ausgestaltung gebogen ausgebildet, das heißt die einzelnen Lamellen weisen eine gebogene Form auf. Bevorzugt wird die gebogene Form durch eine Biegung der Lamellen in Längsrichtung erreicht, wobei die Biegung vorzugsweise ein Kreissegment, ein Ellipsensegment oder ein Parabelsegment, bevorzugt ein Kreissegment beschreibt. Da sich die die Ausrichtung eines drehbar gelagerten Fächerelementes gegenüber der
Karten ändert, greifen ebene Auflagebereiche, bei denen die Lamellen nicht gebogen ausgebildet sind, die Karten erst dann sicher, wenn das Fächerelement in einem bestimmten Winkel, insbesondere in einer Ausgabeposition, angeordnet ist. Gebogene Lamellen erlauben vorteilhaft ein sicheres Greifen der Karten bereits bei einem sehr kleinen Drehwinkel und gewährleisten ein sicheres Halten der Karten über den gesamten Ausgabeprozess. Insbesondere entfällt ein abrupter Richtungswechsel des die Karte berührenden Auflagebereiches der Lamelle. Die gebogene Form ist vorzugsweise nach Art eines Kreissegments ausgebildet. Dabei weisen die einzelnen Lamellen vorzugsweise die Form eines Kreissegments mit identischem oder mit unterschiedlichem Radius auf. Besonders bevorzugt sind die einzelnen
Radien der einzelnen Lamellen identisch ausgebildet. Dadurch kann eine Mehrzahl identischer Karten gleichmäßig aufgefächert ausgegeben werden. Die Biegung tritt vorzugsweise in Längsrichtung der Lamelle auf. Eine konstante
Staffelung der Karten beim Ausgeben ist durch eine identische Biegung aller Lamellen gewährleistet. Somit ist die gezielte Entnahme einer Karte für den Nutzer erleichtert.
Die gebogen ausgebildeten Lamellen sind vorzugsweise so angeordnet, dass zwei benachbarte Lamellen jeweils in einem Verbindungsbereich miteinander verbunden sind. Dadurch ist vorteilhaft eine höhere Stabilität des gesamten
Vereinzelungselements erreichbar.
Nach einer alternativen Ausgestaltung weisen die einzelnen Lamellen eine rechteckige Form auf, bzw. beschreiben die
Lamellen in Längsrichtung einem Winkel. Vorteilhaft entsteht so ein großer Auflagebereich für eine Karte wenn das
Fächerelement in einer Ausgabeposition positioniert ist.
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Nach einer möglichen Ausgestaltung stehen die einzelnen Lamellen von einer im Verbindungsbereich angeordneten
Verbindungsstrebe ab und sind über die Verbindungsstrebe miteinander verbunden. Dabei ist die Verbindungsstrebe vorzugsweise schmal gestaltet. Besonders bevorzugt ist die Breite der Verbindungsstrebe dabei maximal die Breite der schmalsten Lamelle. Vorteilhaft ergibt sich dadurch eine weitere Materialersparnis verglichen mit einem
Verbindungsbereich, der durch einzelne Lamellensegmente gebildet ist.
Erfindungsgemäß umfasst das Fächerelement eine Mehrzahl von Lamellen, wobei die Lamellen in Längsrichtung des
Fächerelements versetzt zueinander angeordnet sind, wobei die Breite der Lamellen in Längsrichtung des
Fächerelements abnimmt. Durch die Breitendifferenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Lamellen entsteht vorzugsweise ein Auflagebereich zum Führen einer Karte. Dabei bildet bevorzugt eine letzte Lamelle den längsten
Punkt des Fächerelements, wobei der Auflagebereich dieser letzten Lamelle der gesamten Breite der Lamelle entspricht. Vorteilhaft ist so gewährleistet, dass über die gesamte Länge des Fächerelements hinweg Karten geführt und aus dem Kartenhalter ausgegeben werden können.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Kartenhalters sieht vor, dass an dem Fächerelement weiterhin eine
Stabilisierungsstrebe angeordnet ist, welche die einzelnen Lamellen an einem weiteren Bereich miteinander verbindet.
Durch die zusätzliche Stabilisierungsstrebe werden zwei benachbarte Lamellen an zwei Punkten bzw. in zwei Bereichen wenigstens indirekt miteinander verbunden. Dadurch schließen die Lamellen mit der Stabilisierungsstrebe eine
Durchgangsöffnung bzw. mehrere Durchgangsöffnungen ein. Die einzelnen Lamellen sind dabei vorzugsweise über eine Stabilisierungsstrebe verbunden, wodurch vorteilhaft die Stabilität des Fächerelementes erhöht wird.
Vorzugsweise weist die Stabilisierungsstrebe eine variierende Dicke auf. Die Dicke nimmt dabei bevorzugt von den schmaleren zu den breiteren Lamellen zu. Dies fixiert die breiteren Lamellen zusätzlich und erhöht die Stabilität des
Fächerelementes, insbesondere der Lamellen. Besonders bevorzugt weist die Stabilisierungsstrebe eine keilartige Form mit gleichmäßiger Dickenzunahme auf. Diese Form ist vorteilhaft leicht zu fertigen.
Nach einer weiteren Ausführungsform ist die Stabilisierungsstrebe als flächiges Element ausgebildet. Vorzugsweise ist die Stabilisierungsstrebe dabei so angeordnet, dass die Lamellen von der Stabilisierungsstrebe abstehend angeordnet sind. Dabei bildet die Stabilisierungsstrebe die oben definierte Grenzflächenebene. Die Auflagefläche jeder Lamelle ist um die Breite der Lamelle zur Grenzflächenebene versetzt angeordnet, sodass die Lamellen mit ihrer Schmalseite und entlang ihrer Längsrichtung an die Grenzflächenebene angrenzen. Vorteilhaft sind die Lamellen somit entlang ihrer
Längsrichtung komplett durch die Stabilisierungsstrebe gestützt. Das ermöglicht eine schmalere Ausführung des
Fächerelements.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Ausgabeeinrichtung ein Rückstellelement auf, das derart mit dem
Fächerelement wirkverbunden ausgebildet ist, dass eine durch das Rückstellelement verursachte Rückstellkraft auf das
Fächerelement wirkt. Die Rückstellkraft überführt das Fächerelement von einer Ausgabeposition in eine Ruheposition, auch als Ausgangsposition bezeichnet. Das Fächerelement ist vorzugsweise in der Ruheposition angeordnet, wenn die
Karten vollständig innerhalb des Kartenhalters angeordnet sind. Das Rückstellelement ist vorzugsweise als ein oder als mehrere Federelemente, die eine Federkonstante D aufweisen, ausgebildet. Dabei ist die Rückstellkraft abhängig von der Auslenkung des Federelementes bzw. der Federelemente und der Federkonstanten.
Die hierin offenbarte Erfindung sieht vor, dass das Gehäuse eine Ausgabeëffnung aufweist, die zum Einführen und
Ausgeben von Karten eingerichtet ist. Die Ausgabeôffnung ist derart eingerichtet, dass sie als eine Aussparung ausgebildet ist, die eine Durchgangsôäffnung zum Gehäuseinneren bereitstellt. Vorzugsweise ist die Aussparung an einer
Schmalseite des Gehäuses, d.h. einer Gehäuseseite mit möglichst kleinem Flächeninhalt angeordnet. Besonders bevorzugt ist die Aussparung an der Gehäuseoberseite angeordnet. Dabei beinhaltet die Aussparung vorzugsweise die gesamte Fläche der Gehäuseseite, an der sie angeordnet ist. Vorteilhaft ist das Gehäuse so einfach zu fertigen, da das
Material der Fläche der Gehäuseseite bereits beim Fertigungsprozess eingespart werden kann.
Eine weitere Ausführungsform des Kartenhalters sieht einen Deckel vor, der die Ausgabeöffnung verdeckt und dadurch dafür sorgt, dass die Karten innerhalb des Gehäuses aufbewahrt werden können, ohne herauszurutschen.
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Vorzugsweise weist der Deckel dabei einen Verriegelungsmechanismus, insbesondere einen Schnappverschluss auf, der den Deckel sicher in einer geschlossenen Position festhält. Somit ist vorteilhaft gewährleistet, dass der Deckel die
Ausgabeöffnung nicht ungewollt freigibt, sodass die Karten sicher innerhalb des Gehäuses verwahrbar sind.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Ausgabeeinrichtung weiterhin ein Stützungselement zum Stützen der
Karten auf, wobei das Stützungselement derart mit dem Fächerelement und dem Betätigungselement wirkverbunden ausgebildet ist, dass durch Betätigen des Betätigungselementes das Stützungselement und das Fächerelement in eine
Ausgabeposition bewegt werden. Das Stützungselement ist somit im Sinne der Erfindung ein Führungselement, welches zusätzlich zu einer Kraftübertragung vom Betätigungselement auf das Vereinzelungselement auch eine stützende
Wirkung für die Karten hat und insbesondere auch die Reibung zwischen den Karten und dem Gehäuse reduziert.
Vorteilhaft ist somit eine gleichmäßige Ausgabe der Karten gewährleistet und ein Verkippen und/oder Verkeilen der
Karten wird unterbunden.
Das Stützungselement weist dabei wenigstens ein plattenförmiges Flächenstützelement auf, welches innerhalb des
Gehäuses parallel zu einer flächigen Gehäuseseite ausgebildet ist. Dabei ist das Flächenstützelement dazu eingerichtet, zwischen einer flächigen Gehäuseseite und einer im Gehäuse angeordneten flächigen Kartenseite einer äußeren Karte eines innerhalb des Gehäuses angeordneten Kartenstapels angeordnet zu sein und vorzugsweise an der flächigen
Kartenseite der äußeren Karte anzuliegen. Dabei wird zur Ausgabe der Karten bei betätigen des Betätigungselementes das Stützungselement parallel zu dieser äußeren Karte in eine Ausgangsposition bewegt. Somit ergibt sich vorteilhaft eine große Stützwirkung des Stützelements, da die Kontaktfläche zwischen der anliegenden Karte und dem
Stützelement groß ist.
Das Flächenstützelement bewegt sich im Sinne der Erfindung auch dann parallel zu der Karte, wenn sich die Karte aufgrund des durch das Fächerelement übertragenen Impulses schneller und weiter in Richtung der Ausgabeöffnung bewegt als das Stützelement. Relevant ist, dass sich die Karte und das Flächenstützelement gleichzeitig in eine
Ausgabeposition bewegen. Da das Flächenstützelement zwischen der Karte und einer flächigen Gehäuseseite angeordnet ist, wird vorteilhaft die Reibung zwischen dieser Karte und der flächigen Gehäuseseite verringert. Somit kann die Karte leichter in eine Ausgabeposition überführt werden.
Ein Flächenstützelement ist im Sinne der Erfindung plattenförmig ausgebildet, wenn es in zwei Dimensionen deutlich größer ausgedehnt ist als in einer dritten Dimension. Deutlich größer entspricht dabei einer wenigstens 10-fachen
Ausdehnung, vorzugsweise einer wenigstens 20-fachen Ausdehnung. Die zwei Dimensionen, in denen das plattenförmige Flächenstützelement deutlich größer ausgedehnt ist, verlaufen bei einer Anordnung des
Flächenstützelementes innerhalb eines Gehäuses eines Kartenhalters bevorzugt parallel zur flächigen
Gehausefrontseite. Die dritte Dimension, insbesondere die Tiefe des Flächenstützelements, steht orthogonal zu der flächigen Gehäusefrontseite. Vorteilhaft nimmt das Flächenstützelement dadurch wenig Platz innerhalb des Gehäuses ein, sodass mehr Karten darin Platz finden.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Flächenstützelement eine Grundfläche parallel zur flachigen
Gehausefrontseite auf, die wenigstens 30 % der Fläche der Gehausefrontseite entspricht. Vorzugsweise beträgt der
Flächeninhalt der Grundfläche wenigstens 15 cm?. Die Grundfläche umfasst dabei die Außenseiten des
Flächenstützelementes, welches auch Öffnungen aufweisen kann. Die Fläche der Öffnungen beträgt dabei vorzugsweise maximal 70 % der Grundfläche. Vorteilhaft ist bietet ein derart ausgebildetes Flächenstützungselement hohe Stabilität für die innerhalb des Gehäuses angeordneten Karten bei gleichzeitigem Einsparen von Material im
Vergleich zu einem Stützungselement ohne Öffnungen, was das Gewicht des Kartenhalters reduziert.
Ein Kartenstapel ist im Sinne der Erfindung eine Anordnung einer oder mehrerer Karten, wobei die Kartenseiten mit der größten Fläche nebeneinander angeordneter Karten einander zugewandt und im Wesentlichen parallel angeordnet sind.
Die Karten, welche bei einer Anordnung eines Kartenstapels innerhalb eines Gehäuses einer flächigen Gehäuseseite zugewandt sind, werden im Sinne der Erfindung als äußere Karten bezeichnet.
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Vorzugsweise weist das Stützungselement weiterhin wenigstens eine Schmalseite auf, welche an das
Flächenstützelement angrenzend angeordnet ist. Bevorzugt ist die Schmalseite parallel zu einer Gehäuseschmalseite angeordnet und schließt mit dem plattenförmigen Flächenstützelement ab.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Stützungselement als ein Führungsschlitten ausgebildet. Dieser
Führungsschlitten ist im Sinne der Erfindung ein Bestandteil der Ausgabeeinrichtung, der wenigstens abschnittsweise zwischen dem Kartenstapel und wenigstens einer Gehäuseseite angeordnet ist. Der Führungsschlitten ist dabei derart kraftübertragend mit dem Fächerelement verbunden, dass das Fächerelement und der Führungsschlitten gemeinsam, also auch gemeinsam mit den Karten, über ein Betätigen des Betätigungselementes bewegbar sind. Der
Führungsschlitten führt und stützt die Karten. Vorteilhaft garantiert der Führungsschlitten so eine feste, stabile
Anordnung der Karten.
Das Mitbewegen des Führungsschlitten bei der Ausgabe der Karten reduziert vorteilhaft sie Reibung der Karten am
Gehäuse wodurch eine damit verbundene Beanspruchung der äußeren Karten vermindert wird. Somit entstehen vorteilhaft weniger Abnutzungsspuren auf den Karten, was insbesondere im Hinblick auf an den Karten angeordnete
Magnetstreifen oder sonstige sensible Bereiche in denen Daten auslesbar sind, dazu führen kann, dass die
Funktionsfähigkeit der Karten eingeschränkt wird.
Der Führungsschlitten ist derart ausgebildet, dass in den Kartenhalter eingeschobene Karten durch den
Führungsschlitten umfasst, also von wenigstens drei Seiten des Führungsschlittens begrenzt, sind. Der
Führungsschlitten ist wenigstens abschnittsweise zwischen dem Gehäuse und den Karten angeordnet. Somit ist der sichere Halt der Karten gewährleistet.
Der Führungsschlitten ist optional U-förmig ausgebildet, wobei das plattenförmige Flächenstützelement parallel zur
Gehäusefrontseite angeordnet ist und dabei den Mittelteil der U-Form bildet.
Bevorzugt weist der Führungsschlitten zwei parallel zur Gehäusefrontseite ausgebildete plattenförmige
Flächenstützelemente auf, welche das Reiben des Kartenstapels sowohl an der Gehäusefrontseite als auch an der
Gehäuserückseite vermindern. Die Karten sind vorzugsweise von wenigstens vier Seiten, bevorzugt von fünf Seiten, von
Abschnitten des Führungsschlittens umgeben. Somit ist eine hohe Stabilität der Karten innerhalb des Gehäuses und bei der Ausgabe gegeben.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung sind an dem Führungsschlitten Federelemente angeordnet, welche eine Kraft auf die Karten ausüben und die Karten so in ihrer Position innerhalb des Gehäuses fixieren, sodass sie nicht herausrutschen, aber mittels der Ausgabeeinrichtung in eine Ausgabeposition überführt werden können. Vorzugsweise sind an dem Führungsschlitten wenigstens zwei, besonders bevorzugt wenigstens drei Federelemente angeordnet, wodurch die Kraftverteilung auf die Karten gleichmäßig verteilt wird, da die Federelemente die Karten an mehreren
Positionen berühren. Somit ist ein gleichmäßiges Stützen der Karten realisiert.
Vorzugsweise hat die Fläche einer parallel zur Gehäusefrontseite verlaufenden Seite des Führungsschlittens wenigstens eine Größe, welche vorzugsweise der halben Fläche der Vorderseite einer Karte, besonders bevorzugt zwei
Dritteln der Fläche der Vorderseite einer Karte, ganz besonders bevorzugt der ganzen Fläche der Vorderseite einer
Karte entspricht. Somit ist eine große Schutz- und Stützwirkung des Führungsschlitten gewährleistet.
Nach einer optionalen Ausgestaltung weist der Kartenhalter eine Ausgabeeinrichtung auf, wobei die Ausgabeeinrichtung ein Stützungselement, vorzugsweise einen Führungsschlitten, aufweist. Das Stützungselement, vorzugsweise der
Führungsschlitten, weist bevorzugt eine Schmalseite auf, an deren einer Seite, welche einer in den Kartenhalter eingeschobenen Karte zugewandt ist, wenigstens ein Reibungselement angeordnet ist. Dies erhöht den
Reibungskoeffizienten zwischen Karten und Kartenhalter, sodass die Karten vorteilhaft besser im Kartenhalter sitzen. Es können auch mehrere Reibungselemente, insbesondere auf unterschiedlichen Schmalseiten angeordnet sein, wobei die
Reibung dadurch weiter erhöht wird. So kann vorteilhaft der Halt der Karten im Kartenhalter derart angepasst werden, dass die Karten im eingeschobenen Zustand sicher verwahrt sind, aber in Ausgabeposition gut greifbar bleiben. Es ist
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18 LU506514 dabei möglich ein solches Reibungselement auf jeder der beiden Schmalseiten des Stützungselements anzuordnen.
Vorzugsweise weist das Stützungselement zwei Schmalseiten auf, an denen jeweils wenigstens ein den eingeschobenen Karten zugewandtes Reibungselement angeordnet ist. Optional ist ein weiteres Reibungselement an derselben Schmalseite angeordnet.
Vorzugsweise ist wenigstens eines der Reibungselemente oder das Reibungselement derart ausgebildet und angeordnet, dass eine in den Kartenhalter eingeschobene Karte über die Länge des Reibungselementes an dem
Reibungselement anliegt. Dabei soll das Reibungselement oder die Reibungselemente jedoch so angeordnet sein, dass eine mittels des Fächerelementes in eine Ausgabeposition bewegte Karte nur noch maximal zur Hälfte, vorzugsweise nur zu maximal einem Drittel, bevorzugt gar nicht mehr an dem Reibungselement anliegt.
Nach einer möglichen Ausgestaltung ist ein am Stützungselement, vorzugsweise am Führungsschlitten angeordnetes
Reibungselement wenigstens 4 cm, bevorzugt wenigstens 5 cm, von der Ausgabeöffnung beabstandet angeordnet. Ein solcher Abstand zur Ausgabeöffnung ermöglicht einen erhöhten Reibungskoeffizienten zwischen den Karten und dem
Stützungselement, vorzugsweise dem Führungsschlitten, im vollständig eingeschobenen Zustand der Karten, wobei der
Reibungskoeffizient bei sich in einer Ausgabeposition befindlicher Karten gegenüber dem Kartenhalter, insbesondere gegenüber dem Stützungselement, vorzugsweise gegenüber dem Führungsschlitten, geringer ist. So haben volleingeschobene Karten vorteilhaft einen festen Sitz und können in einer Ausgabeposition dennoch leicht entnommen werden.
Optional ist dabei ein zweites Reibungselement an derselben Schmalseite am Stützungselement, vorzugsweise am
Führungsschlitten angeordnet. Auch dieses Reibungselement dient der Stützung und Führung der Karten. Dabei grenzt dieses zweite Reibungselement vorzugsweise an die Ausgabeöffnung an oder ist in geringem Abstand zur
Ausgabeöffnung angeordnet, bevorzugt mit einem Abstand von maximal 10 mm, besonders bevorzugt mit einem
Abstand von maximal 5 mm, ganz besonders bevorzugt maximal 3 mm, zur Ausgabeöffnung. In dieser Ausführungsform sind wenigstens zwei Reibungselemente auf einer Schmalseite ausgebildet. Dadurch haben die Karten bei Ausgabe einen guten Halt innerhalb des Gehäuses. Somit ist vorteilhaft gewährleistet, dass die Karten bei der Ausgabe das
Gehäuse nicht vollständig verlassen, ohne dass der Nutzer sie entnimmt.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Reibungselement ein textiles Material auf. Vorteilhaft ist ein solches
Reibungselement einfach zu fertigen und weist gute Reibungs- und Schutzeigenschaften für die im Kartenhalter verwahrten Karten auf.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Gehäuse und/oder die Ausgabeeinrichtung wenigstens abschnittsweise aus Kunststoff ausgebildet. Kunststoff bezeichnet dabei ein synthetisch hergestelltes Material, welches bevorzugt
Polymere aufweist, bspw. Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat (PC), Polyethylen-Terephthalat (PET) und
Polyvinylchlorid (PVC). Eine mögliche Variante sieht auch vor, dass das Gehäuse und/oder die Ausgabeeinrichtung vollständig aus Kunststoff ausgebildet sind. Dadurch ist der Kartenhalter vorteilhaft leichter als ein Kartenhalter, der beispielsweise aus Metall ausgebildet ist. Ein weiterer Vorteil liegt in der Individualisierbarkeit des Materials; so kann beispielsweise eine der äußeren Oberflächen des Gehäuses ohne großen prozesstechnischen Aufwand und somit kostengünstig individuell gestaltet werden. Ein Kartenhalter mit einem Gehäuse aus Kunststoff ist im
Herstellungsprozess gut formbar und vorteilhaft über ein additives Fertigungsverfahren, wie beispielsweise mittels 3D-
Druck, verarbeitbar. So ist es möglich beliebige Formen und individuelle Ausgestaltungen, beispielsweise reliefartige
Gestaltungen oder Embleme, herzustellen. Insbesondere ist ein solches Verfahren bei geringen Stückzahlen kostengünstiger, da auf ein teures Formwerkzeug verzichtet werden kann. So können schnell und kostengünstig individualisierte Kartenhalter hergestellt werden.
Das Stützungselement, vorzugsweise der Führungsschlitten, weist vorzugsweise eine abschirmende Wirkung für elektromagnetische Wellen im Radiofrequenzbereich, insbesondere eine RFID-Abschirmung, auf. Dazu ist das
Stützungselement, vorzugsweise der Führungsschlitten, bevorzugt aus Metall und/oder einer Metalllegierung, bspw.
Kupfer, Aluminium, Stahl, Edelstahl, Nickel, Nickel-Eisen-Legierungen, Titan, Bronze, Zink, Ferrit oder Silber
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19 LU506514 ausgebildet. Besonders bevorzugt weist das Stützungselement, vorzugsweise der Führungsschlitten dabei zwei parallel zur Gehäusefrontseite ausgebildete plattenförmige Flächenstützelemente auf, wodurch das Reiben des Kartenstapels sowohl an der Gehäusefrontseite als auch an der Gehäuserückseite vermindert wird. Der Führungsschlitten ist dabei vorzugsweise nach Art eines Containers innerhalb des Gehäuses ausgebildet. Dadurch kann eine effektive
Abschirmung von elektromagnetischen Wellen im Radiofrequenzbereich realisiert werden. Um eine Ausgabe der Karten zu gewährleisten, weist der Führungsschlitten dabei eine Öffnung in der Richtung auf, in der auch die Ausgabeöffnung angeordnet ist. Somit sind die Karten im Inneren des Gehäuses auslessicher gelagert. Vorteilhaft wird dadurch verhindert, das wichtige Informationen, bspw. Zahlungsinformationen und/oder personenbezogene Daten durch Dritte entwendet werden können, solange die Karten sich im Kartenhalter befinden.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Gehäuse aus Metall, bspw. Aluminium, Edelstahl oder Titan, ausgebildet. Ein so ausgebildetes Gehäuse weist vorteilhaft eine hohe Stabilität gegenüber Umwelteinflüssen auf. Auch bietet ein solches Gehäuse bereits unabhängig von der Materialwahl des Stützungselements, insbesondere des
Führungsschlittens, eine Abschirmung von elektromagnetischen Wellen im Radiofrequenzbereich.
In einer weiteren Ausführungsform ist das Gehäuse und/oder die Ausgabeeinrichtung wenigstens abschnittsweise aus
Kunststoff und/oder Metall ausgebildet und weist eine Bespannung mit einem Obermaterial, insbesondere einem Leder und/oder einem Baumwoll- und/oder einem Jeansstoff auf. Eine solche Umhüllung bietet dem darunter liegenden
Kunststoff vorteilhaft einen Schutz vor Abnutzung und erlaubt weitere Möglichkeiten zur Personalisierung durch den
Nutzer. Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist das Obermaterial vom darunter liegenden Kunststoff trennbar. Somit ist vorteilhaft eine leichte Reinigung des Obermaterials durch den Nutzer gewährleistet.
Nach einer möglichen Variante weist das Stützungselement, vorzugsweise der Führungsschlitten an den plattenförmigen Flächenstützelementen Aussparungen auf. Dadurch wird vorteilhaft Material und Gewicht eingespart.
Vorzugsweise weist der Führungsschlitten mehrere Streben oder ein Gitter auf. Vorzugsweise ist das Material für die
Streben oder das Gitter dabei aus der Gruppe der Metalle und/oder Metalllegierungen ausgewählt. Insbesondere bilden die Streben oder das Gitter hierbei einen Faradayschen Käfig, welcher die darin enthaltenen Karten vor elektromagnetischen Wellen im Radiofrequenzbereich und somit einem unautorisierten Auslesen schützt.
Einzelne Abschnitte des Gehäuses sind vorzugsweise mittels an den einzelnen Abschnitten angeordneten
Verbindungselementen verbindbar. So ist bevorzugt an einem Gehäuseabschnitt eine Nut vorgesehen, welche mit einem an einem anderen Gehäuseabschnitt angeordneten Verbindungsfederelement verbindbar ist. Besonders bevorzugt besteht das Gehäuse aus wenigstens zwei separaten Abschnitten, die mittels wenigsten zwei, ganz besonders bevorzugt wenigstens vier, Nut-Feder-Verbindungen verbindbar sind. Dadurch ist vorteilhaft gewährleistet, dass die Komponenten des Gehäuses stabil verbunden sind.
Nach einer Ausführungsform weist das Gehäuse abschnittsweise eine Krümmung auf, insbesondere weisen die orthogonal zur Gehäusefront- und Gehäuserückseite sowie zur Ausgabeöffnung angeordneten Gehäuseschmalseiten einen Krümmung in zumindest eine Richtung auf. Dadurch werden scharfkantige Übergänge zwischen den
Gehäuseseiten vermieden. Vorteilhaft wird so sowohl die Abnutzung von Kanten des Gehäuses, als such die
Beschädigung von anderen Gegenständen durch die Gehäusekanten verhindert.
Denkbar sind auch alternative Verwendungszwecke, wobei der Kartenhalter in seinen Dimensionen an andere
Kartentypen, bspw. Spielkarten, angepasst ist. Dabei ist die Ausgabeeinrichtung derart angepasst, dass sie die Karten in einer geeigneten Weise für diesen Anwendungszweck ausgibt. Vorteilhaft können so unterschiedliche Kartentypen im
Kartenhalter mitgeführt und geschützt werden.
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Ausführungsbeispiele
Anhand folgender Figuren und Ausführungsbeispiele wird die vorliegende Erfindung näher erläutert, ohne die Erfindung auf diese zu beschränken. Insbesondere sind in den einzelnen Figuren gezeigte und zu dem jeweiligen Beispiel beschriebene Merkmale nicht auf das jeweilige Einzelbeispiel beschränkt.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Reibungselement in einer seitlichen Darstellung mit
A geradlinigen und gekrümmten Reibungsfasern,
B gekrümmten Reibungsfasern und
Cc geradlinigen Reibungsfasern.
Fig. 2 ein Grundflachenelement mit einer Vielzahl von unregelmäßig angeordneten Reibungsfasern,
Fig. 3 ein Grundflachenelement mit einer Vielzahl von gleichmäßig angeordneten Reibungsfaserpaaren.
Fig. 4 einen Kartenhalter mit Karten in einer perspektivischen Darstellung,
A) mit einem Rückstellelement
B) ohne ein Rückstellelement
Fig. 5 einen Kartenhalter mit Karten in einer Seitansicht,
Fig. 6 ein Fächerelement in einer Seitenansicht,
Fig. 7 ein Fächerelement in einer perspektivischen Darstellung,
Fig. 8 ein Facherelement mit einer keilfôrmigen Stabilisierungsstrebe,
Fig. 9 eine erste Ausführungsform eines als Führungsschlitten ausgebildeten Führungselementes mit einem
Fächerelement,
Fig. 10 eine zweite Ausführungsform eines als Flihrungsschlitten ausgebildeten Führungselementes mit einem
Fächerelement, und
Fig. 11 eine perspektivische Darstellung eines an einem Gehäuseabschnitt angeordneten Führungsschlitten
A) mit Federelementen, und
B) ohne Federelemente, mit Aussparungen,
Fig. 12: ein Stützungselement in verschiedenen Ausgestaltungen
A) als Stützungselement mit einem plattenférmigen Flächenstützelement und einer Schmalseite,
B) Als Führungsschilitten ausgebildetes Stützungselement,
C) Als Führungsschilitten mit zwei Schmalseiten ausgebildetes Stützungselement,
Fig. 13 eine Explosionszeichnung der Zusammensetzung eines Führungsschilittens sowie zweier Gehäuseabschnitte
A) Der Führungsschlitten weist Aussparungen auf,
B) Der Führungsschilitten ist mit vollflachigen plattenférmigen Flächenstützelement ausgebildet.
Fig. 14 ein Lagerzapfen mit Ausstülpungen in einer Querschnittsdarstellung.
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Fig. 15 einen Kartenhalter mit zwei Reibelementen mit Reibungsfasern.
Fig. 16 einen Gehäuseabschnitt mit zwei Reibungselementen.
Fig. 17 einen Kartenhalter mit
A) Drei Reibungselementen und
B) Vier Reibungselementen
Fig. 18 ein Führungselement mit
A) Federelementen und einem Reibungselement,
B) Federelementen und zwei Reibungselementen,
C) Einem zusätzlichen Reibungselement und
D) zwei plattenfôrmigen Flächenstützelementen und zwei weiteren Reibungselementen.
Die Fig. 1A, 1B und 1C zeigen ein Reibungselement 13 in einer Seitenansicht, bestehend aus einem plan ausgebildeten Grundflächenelement 27 und davon abstehenden Reibungsfasern 28. Die Reibungsfasern 28 schließen dabei mit der Ebene, in der das Grundflächenelement 28 angeordnet ist, den Winkel a ein, wobei der Winkel zwischen 45 ° bis 135 ° liegt. Die vom Grundflächenelement 27 im Winkel a abstehenden Reibungsfasern 28 können als geradlinige Reibungsfasern 28.1, welche in der Richtung ihrer größten Ausdehnung eine geradlinige Form aufweisen, oder als gekrümmte Reibungsfasern 28.2, welche in der Richtung ihrer größten Ausdehnung eine gekrümmte Form aufweisen, ausgebildet sein. In Fig. 1A sind sowohl Reibungsfasern mit einer geradlinigen Form 28.1 als auch solche mit einer gekrümmten Form 28.2 an dem Grundflächenelement 27 angeordnet. In Fig. 1B sind sämtliche
Reibungsfasern 28 als gekrümmte Reibungsfasern 28.2 ausgebildet und in Fig. 1C weisen sämtliche Reibungsfasern 28 eine geradlinige Form 28.2. Bei gekrümmten Reibungsfasern 28.2 entspricht der Winkel a dem Durchschnittswinkel, also dem arithmetischen Mittelwert aller Winkel, welche an den einzelnen Punkten der Reibungsfaser 28.2 anliegende
Tangenten mit der Ebene des Grundflächenelementes 27 einschließen. Reibungsfasern 28 weisen vorzugsweise unterschiedliche Längen L auf. Die Länge L einer Reibungsfaser wird dabei entlang ihrer größten Ausdehnung ermittelt.
Die Dicke d des Reibungselementes 13 ergibt sich dabei aus den Abmessungen des Grundflächenelementes 27 und den Reibungsfasern 28.
Ein Reibungselement 13 in perspektivischer Darstellung wird in Fig. 2 schematisch dargestellt. Auf dem plan ausgebildeten Grundflächenelement 27 sind abstehende Reibungsfasern angebracht. Das Grundflächenelement 27 weist nach einer möglichen Ausgestaltung eine Klebeschicht zur stoffschlüssigen Verbindung der Reibungsfasern 28 mit dem Grundflächenelement 28 auf, wobei die Klebeschicht auf der Oberfläche 29 des Grundflächenelements 27 angeordnet ist. Die in verschiedene Richtungen geneigten Reibungsfasern 28 sind unterschiedlich lang ausgebildet. Das
Reibungselement 13 ist vorzugsweise so dimensioniert, dass es an der Gehäuseschmalseite 3.1.2 auf der
Gehäuseinnenseite, vorzugsweise angrenzend oder mit geringem Abstand zur Ausgabeöffnung 4, angebracht ist und zum Bremsen der Karten 2 beim Ausgeben dient.
In Fig. 3 ist eine Anordnung von Reibungsfasern 28 auf einem Grundflächenelement 27 dargestellt, wobei die
Reibungsfasern 28 jeweils paarweise als Reibungsfaserpaar 30 angeordnet sind. Die einzelnen Reibungsfaserpaare 30 sind dabei äquidistant zueinander angeordnet, wobei die Reibungsfaserpaare in einer parallel zur Oberfläche 29 des
Grundflächenelementes 27 verlaufenden x-Richtung und in y-Richtung gleichmäßige Abstände aufweisen.
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In den Fig. 4A und 4B ist ein, hier als Kreditkartenhalter ausgebildeter, Kartenhalter 1 zum Aufbewahren von Karten 2 dargestellt. Die Karten 2 sind dabei innerhalb eines Gehäuses 3 angeordnet und können über eine, hier nach oben weisende, Ausgabeöffnung 4 in das Gehäuse 3 eingeschoben und auch wieder aus dem Gehäuse 3 entnommen werden. Bei einer Anordnung der Karten 2 im Gehäuse 3 ist die flächige Seite der Karten 2 parallel zu einer
Gehäusefront-/Gehäuserückseite 3.1.1 angeordnet.
Um eine anwenderfreundliche Ausgabe der Karten 2 aus dem Gehäuse 3 zu gewährleisten, ist eine Ausgabeeinrichtung 5 an dem Gehäuse 3 angeordnet. Die Ausgabeeinrichtung 5 weist ein Fächerelement 6 auf, welches ausgebildet ist, um die Karten 2 aus dem Gehäuse 3 auszuschieben. Da eine Vereinzelung der Karten 2 eine deutlich einfachere Entnahme der Karten 2 erlaubt, weist das Fächerelement 6 mehrere Lamellen 7 auf, welche vorzugsweise derart ausgebildet und angeordnet sind, dass jeweils eine Karte 2 durch eines der Lamellen 7 aus der Ausgabeöffnung 4 ausgeschoben wird.
An der Ausgabeeinrichtung 5 ist ferner ein Betätigungselement 8 angeordnet, welches über ein Führungselement 9 mit dem Fächerelement 6 verbunden ist. Dadurch kann durch ein Verschieben des Betätigungselemente 8 das
Fächerelement 6 bewegt werden. Die Karten 2 können also über eine Bewegung des Betätigungselementes 8, insbesondere über ein Verschieben des Betätigungselementes 8 in Richtung der Ausgabeöffnung 4, nach oben aus der
Ausgabeöffnung 4 ausgegeben werden. In dieser Darstellung ist das Fächerelement 6 um einen ersten und einen zweiten verschiebbaren Drehpunkt 10 und 11 gelagert und führt zur Ausgabe der Karten 2 eine Bewegung durch, die eine Überlagerung aus einer translatorischen und einer rotatorischen Bewegung ist. Der erste Drehpunkt 10 ist dabei in seinem Weg durch das Führungselement 9 festgelegt, welches hier eine starre Verbindung des Drehpunktes 10 mit dem
Betätigungselement 8 gewährleistet. Die Bewegung des ersten Drehpunktes 10 erfolgt somit nur in vertikaler Richtung, also in Ausgaberichtung A oder entgegen dieser Ausgaberichtung A. Das Betätigungselement 8 ist hier an der
Gehäuseschmalseite 3a des Gehäuses 3 angeordnet.
Der zweite Drehpunkt 11 wird durch eine eindimensionale Führungseinrichtung, die hier aus einer Führungsschiene 12 und einer Grenzfläche des Gehäuses 3 ausgebildet sein kann, in seiner Bewegung begrenzt, woraus eine horizontale
Bewegung des zweiten Drehpunktes 11, senkrecht zur Ausgaberichtung A, entlang der Führungsschiene 12 resultiert.
Die Bewegung der, hier gebogen ausgebildeten, Lamellen 7 ist bei einem Verschieben des Betätigungselementes 8 eine Überlagerung aus einer translatorischen und einer rotatorischen Bewegung. Aufgrund der gebogenen Form der
Lamellen 7 kann ein gutes Greifen bzw. Ausschieben der Karten 2 ermöglicht werden, wodurch eine stabile Ausgabe der Karten 2 aus der Ausgabeöffnung 4 ermöglicht wird.
Um ein unbeabsichtigtes Herausrutschen der Karten 2 aus der Ausgabeöffnung 4 des Gehäuses 3 zu verhindern, sind zwei Reibungselemente 13 innerhalb des Gehäuses 3 an der Ausgabeöffnung 4 angeordnet. Die Reibungselemente 13 sind derart ausgebildet, dass eine erhöhte Reibung zwischen den Karten 2 und den Reibungselementen 13 verhindert, dass die Karten 2 aufgrund der Schwerkraft herausfallen können, wenn die Ausgabeöffnung 4 nach unten weist.
Weiterhin sorgen solche Reibungselemente 13 vorteilhaft für eine gezielte Führung und eine definierte Vereinzelung der
Karten 2.
Vorzugsweise ist an dem Fächerelement 6 ein in Fig. 4A gezeigtes Rückstellelement 14 angeordnet, welches beispielsweise als Rückstellfeder 14 ausgebildet sein kann. Das Rückstellelement 14 ist mit dem Fächerelement 6 und mit dem Gehäuse 3 verbunden und die durch das Rückstellelement 14 zur Verfügung gestellte Kraft führt dazu, dass die
Ausgabeeinrichtung 5 aus Fächerelement 6, Führungselement 9 und Betätigungselement 8 sich wieder zurück in eine
Ausgangsposition bewegt, sobald keine Kraft mehr auf das Betätigungselement 8 ausgeübt wird. In dieser
Ausgangposition liegt das Fächerelement 6 an einer der Ausgabeöffnung 4 abgewandten Seite des Gehäuses 3, welche in dieser Darstellung die untere Seite des Gehäuses 3 ist, an.
In Fig. 4B ist kein Rückstellelement am Fächerelement 6 angeordnet. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist jedoch das Führungselement 9 derart ausgebildet, dass das Betätigungselement 8 näher an der Ausgabeöffnung 4 angeordnet ist als bei der Ausbildung, die in Fig. 4A dargestellt ist.
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Eine Seitendarstellung eines Kartenhalters 1 ist in Fig. 5 gezeigt. Dabei sind in der Ebene der Darstellung verlaufende
Seiten des Gehäuses 3 nicht dargestellt bzw. nur schemenhaft angedeutet. Innerhalb des Gehäuses 3 sind Karten 2 angeordnet, welche gemäß der Anordnung der Lamellen 7 unterschiedlich weit aus der am oberen Ende, auch
Stirnseite, des Gehäuses 3 angeordneten Ausgabeöffnung 4 ausgeschoben sind. Die Karten 2 sind somit abschnittsweise innerhalb und abschnittsweise außerhalb des Gehäuses 3 angeordnet.
Das Fächerelement 6 ist dabei nicht an einer Grenzfläche des Gehäuses 3 in der Ausgangsposition, sondern in
Richtung der Ausgabeöffnung 4 verschoben angeordnet. Das vorhandene Reibungselement 13 sorgt für ein definiertes und gleichmäßiges Auffächern bzw. für eine Vereinzelung der Karten.
In Fig. 6 ist eine Seitenansicht eines Fächerelementes 6 dargestellt. Die Lamellen 7 sind gebogen ausgebildet und zwei benachbarte Lamellen 7 sind jeweils in einem Verbindungsbereich V miteinander verbunden.
Weiterhin weist das Fächerelement 6 eine Stabilisierungsstrebe 15 auf, welche an einem Ende eine Verstärkung 16 aufweist. Diese Stabilisierungsstrebe 16 verbindet die einzelnen Lamellen 7 miteinander, sodass jeweils zwei benachbarte Lamellen 7 einmal direkt und einmal über die Stabilisierungsstrebe 15 miteinander verbunden sind.
Weiterhin weist das Fächerelement 6 eine erste und eine zweite Durchgangsöffnung 17, 18 auf. Die erste
Durchgangsöffnung 17 ist bei einer Anordnung des Fächerelementes 6 im, in Fig. 4 dargestellten, Gehäuse um den ersten Drehpunkt angeordnet und die zweite Durchgangsöffnung ist dabei um den zweiten Drehpunkt angeordnet.
Eine perspektivische Ansicht einer möglichen Ausgestaltung eines Fächerelementes 6 ist in Fig. 7 gezeigt. Auch hier haben die Lamellen 7 eine gebogene Form. In diesem Ausführungsbeispiel weist die Stabilisierungsstrebe 15 allerdings eine keilartige Form auf. Die Stabilisierungsstrebe 15 ist dabei an der breitesten Lamelle 7 stärker, also breiter, ausgebildet und die Breite der Stabilisierungsstrebe 15 nimmt zu den schmaleren Lamellen 7 hin, also auch zur
Verstärkung 16 hin, ab.
An der zweiten Durchgangsöffnung 18 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein Abstandselement 19 angeordnet, welches die exakte Positionierung der Stabilisierungsstrebe 15 innerhalb des Gehäuses 3 unterstützt.
Ein Fächerelement 6 mit einer Stabilisierungsstrebe 15 mit einer keilartigen Form in einer Seitansicht ist in Fig. 8 gezeigt. Die Lamellen 7 sind dabei auch über das Stabilisierungselement 15 verbunden. Dabei ist der schmale Abschnitt der keilförmigen Stabilisierungsstrebe 15 an den schmaleren Lamellen 7, also jenen Lamellen 7 mit geringerer
Breite 7.1, angeordnet. In der Zeichnung sind mittels gestrichelter Linien auch die Positionen der Drehachsen des ersten
Drehpunktes 10 und des zweiten Drehpunktes 11 markiert. Dabei sind dies die Drehpunkte 10, 11, wenn das
Fächerelement 6 in einem Gehäuse eines Kartenhalters eingebaut ist, wie beispielsweise in Fig. 4 dargestellt.
In den Fig. 9 und 10 sind zwei Ausführungsbeispiele eines als Stützungselement 9A ausgebildetes Führungselementes 9 dargestellt, welches in diesen Ausführungsbeispielen als Führungsschlitten 9B ausgebildet ist. Dabei ist das
Fächerelement 6 über die erste Durchgangsöffnung 17 mit dem als Stützungselement 9A, insbesondere als
Führungsschlitten 9B ausgebildeten, Führungselement 9 verbunden. Vorzugsweise ist an dem Führungselement 9 ein, in dieser Darstellung nicht erkennbarer, innerhalb der ersten Durchgangsöffnung 17 positionierter, Drehpunktzapfen angeordnet, durch welchen im Zusammenspiel mit der ersten Durchgangsöffnung 17 die Position des ersten Drehpunkts 10 festgelegt wird. An dem als Führungsschlitten ausgebildeten Führungselement 9 ist dabei das Betätigungselement 8
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24 LU506514 angeordnet, wobei durch die Bewegung des Betätigungselementes 8 der Führungsschlitten 9B bewegbar ist und somit auch der erste Drehpunkt 10 verschiebbar ist.
Der Führungsschlitten 9B weist in diesen Ausführungsbeispielen eine U-Form auf, bei der ein plattenförmiges
Flächenstützelement 9.1 zwischen zwei kleineren Schmalseiten 9.2 angeordnet und mit diesen verbunden ist. Das plattenförmige Flächenstützelement 9.1 bildet hier den Mittelteil der U-Form.
Ferner sind an dem Führungsschlitten 9B in Fig. 9 Federelemente 20 angeordnet, welche derart ausgebildet und an dem Führungsschlitten 9B angeordnet sind, dass sie die, hier nicht dargestellten, Karten in ihrer Position innerhalb des, in Fig. 11 dargestellten, Gehäuses fixieren.
In Fig. 10 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem der Führungsschlitten keine Federelemente aufweist. Das plattenförmige Flächenstützelement 9.1 des Führungsschlittens 9B weist hier eine Mehrzahl an Aussparungen 21 auf.
Eine perspektivische Darstellung eines Abschnittes eines Kartenhalters 1, bei dem ein oberer Abschnitt des Gehäuses nicht dargestellt ist, ist in den Fig. 11A und 11B in einer perspektivischen Darstellung zu sehen. An dem einen Ende des Kartenhalters 1 ist die Ausgabeöffnung 4 angeordnet und an dem der Ausgabeöffnung 4 abgewandten Abschnitt ist das Fächerelement 6 positioniert. In Fig. 11A ist das Führungselement 9 als Führungsschlitten 9B mit Federelementen ausgebildet. In Fig. 11B ist das Führungselement 9 als Stützungselement 9A, insbesondere als Führungsschlitten 9B mit an dem plattenförmigen Flächenstützelement 9.1 angeordneten Aussparungen 21 ausgebildet. An einer Schmalseite 9.2 des Führungsschlittens 9B ist das Betätigungselement 8 angeordnet.
Diese Darstellung zeigt nur einen Gehäuseabschnitt 3.1, also einen Abschnitt des Gehäuses 3. An diesem
Gehäuseabschnitt 3.1 sind Verbindungselemente 22 angeordnet, welche derart ausgebildet und angeordnet sind, dass 20 mittels dieser Verbindungselemente 22 dieser Gehäuseabschnitt 3.1 mit einem weiteren, dazu korrespondierend ausgebildeten, Gehäuseabschnitt verbindbar ist.
In den Fig. 12A, 12B und 12C sind unterschiedliche Ausführungsbeispiels eines als Stützungselement 9A ausgebildeten Führungselementes 9 dargestellt. Dabei weist die Variante in Fig. 12A ein mit dem Fächerelement 6 verbundene plattenförmige Flächenstützelement 9.1 sowie eine Schmalseite 9.2 auf. An der Schmalseite 9.2 ist das
Betätigungselement 8 angeordnet.
In Fig. 12B ist ein Führungsschlitten 9B dargestellt, bei dem zwei parallel angeordnete plattenförmige
Flächenstützelemente 9.1 über eine Schmalseite 9.2 verbunden sind. In Fig. 12C ist ein Führungselement 9 mit zwei plattenförmigen Flächenstützelementen 9.1 und zwei Schmalseiten 9.2 dargestellt. Dabei weist eines der plattenförmigen Flächenstützelemente 9.1 eine Aussparung 21 auf.
In den Fig. 13A und 13B wird ein Zusammensetzen der Gehäuseabschnitte und dem dazwischen angeordneten
Stützungselement dargestellt. Dabei weist das Stützungselement in Fig. 13A Aussparungen auf, während die plattenförmigen Flächenstützelemente des in Fig. 13B dargestellten Stützungselementes vollflächig ausgebildet sind.
In Fig. 14 ist ein in einer Durchgangsöffnung 17 eines Führungselementes 9 angeordneter Lagerzapfen 23 in einer
Querschnitt-Darstellung gezeigt. Dieser Lagerzapfen weist drei Ausstülpungen 24 auf. Dadurch wird die längste Sehne 25 des Lagerzapfenquerschnittes gegenüber dem Durchmesser 25 des Lagerzapfens ohne Ausstülpungen etwas erhöht. Diese Erhöhung liegt vorzugsweise im Bereich von bis zu 25 %. Dadurch kann vorteilhaft eine geringe Reibung erzielt werden, bei der dennoch ein fester Sitz des Lagerzapfens 23 in der Durchgangsöffnung 17 erreicht wird.
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25 LU506514
Ein Kartenhalter 1 mit zwei an die Ausgabeöffnung 4 angrenzenden Reibungselementen 13, bei dem die
Reibungsfasern 28 abstehend vom Grundflächenelement 27 dargestellt sind, ist in Fig. 15 gezeigt. Die Karten 2 werden durch die Reibungsfasern 28 vorteilhaft geführt und gebremst. Bei einer Ausgabe der Karten 2 durch die
Ausgabeeinrichtung 5, bei der das Betätigungselement 8 betätigt wird, wodurch das Führungselement 9 sowie das damit wirkverbundene Vereinzelungselement 6 bewegt wird, gleiten die Karten 2 an den Reibungsfasern 28 entlang.
Ein Gehäuseabschnitt 3.1 mit einer flächigen Gehäuseseite 3.1.1, zwei Gehäuseschmalseiten 3.1.2 sowie einer
Gehäuseunterseite 3.1.3 ist in Fig. 16 dargestellt. An den Gehäuseschmalseiten 3.1.2 ist jeweils ein Reibungselement 13 zur Bremsung der, hier nicht dargestellten, Karten angeordnet.
In den Fig. 17A und 17B ist jeweils ein Kartenhalter 1 mit durch die Ausgabeeinrichtung 5 in Richtung der
Ausgabeöffnung 4 verschobenen Karten 2 dargestellt. Relevant ist hier, dass zusätzlich zu zwei Reibungselementen 13, welche angrenzend zur Ausgabeöffnung angeordnet sind, im unteren Bereich des Kartenhalters, der in Fig. 17A gezeigt ist, ein weiteres Reibungselement 13 angeordnet ist, und im unteren Bereich des Kartenhalters, der in Fig. 17B gezeigt ist, zwei weitere Reibungselemente 13 angeordnet sind. So kann vorteilhaft der Reibungskoeffizient zwischen den volleingeschobenen Karten und dem Kartenhalter 1 an diesen weiteren Reibungselementen 13 erhöht werden. Wenn die Karten jedoch nach einer Betätigung des Betätigungselementes 8 durch eine Kraftübertragung auf das
Führungselement 9 und so auf das Vereinzelungselement 6 aus dem Kartenhalter wie hier dargestellt ausgeschoben werden, so können die Karten dennoch einfach entnommen werden, da die weiteren Reibungselemente 13 nun nicht mehr an den Karten 2 anliegen. So ist vorteilhaft eine einfache Entnahme der Karten 2 realisierbar.
In den Fig. 18A, 18B, 18C und 18D als sind Stützungselemente 9A ausgebildete Führungselemente 9 mit einem daran angeordneten Vereinzelungselement 6 dargestellt, welche wenigstens ein Reibungselement 13 aufweisen. Dabei ist das
Reibungselement 13 an einer Schmalseite 9.2 angeordnet. Es ist dabei möglich ein solches Reibungselement 13 auf jeder der beiden dargestellten Schmalseiten 9.2 anzuordnen, es kann also sowohl auf der linken als auch auf der rechten Schmalseite angeordnet sein. Auch eine Variante mit einem Reibungselement 13 auf jeder der beiden
Schmalseiten 9.1 ist möglich. In Fig. 18B ist ein Reibungselement 13 an jeder der zwei Schmalseiten 9.2 des als
Führungsschlitten 9B ausgebildeten Führungselementes 9 angeordnet.
In Fig. 18A ist das Stützungselement 9A als Führungsschlitten 9B mit an dem plattenförmigen Flächenstützelement 9.1 angeordneten Federelementen 20 ausgebildet. Das in Fig. 18B dargestellte Stützungselement 9A ist als
Führungsschlitten 9B mit Aussparungen 21 in dem plattenförmigen Flächenstützelement 9.1 ausgebildet. Das
Stützungselement 9A in Fig. 18C weist ein plattenförmiges Flächenstützelement 9.2 sowie eine Schmalseite 9.2 auf.
Das als Führungsschlitten 9B ausgebildete Stützungselement 9A in Fig. 18D weist zwei plattenförmige
Flächenstützelemente 9.1 und zwei Schmalseiten 9.2 auf. Dabei weist eines der plattenförmigen Flächenstützelemente 9.1 eine Aussparung 21 auf.
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26 LU506514
Bezugszeichenliste 1 Kartenhalter, Kreditkartenhalter 2 Karte 3 Gehäuse, Container, Behälter 3.1 Gehäuseabschnitt 3.1.1 Gehäusefront-/Gehäuserückseite 3.1.2 Gehäuseschmalseite 3.1.3 Gehäuseunterseite 4 Ausgabeöffnung 5 Ausgabeeinrichtung 6 Fächerelement 7 Lamelle 8 Betätigungselement 9 Führungselement 9A Stützungselement 9B Führungsschlitten 9.1 Plattenförmiges Flächenstützelement 9.2 Schmalseite 10 Erster Drehpunkt 11 Zweiter Drehpunkt 12 Führungsschiene 13 Reibungselement 14 Rückstellelement, Rückstellfeder 15 Stabilisierungsstrebe 16 Verstärkung 17 Erste Durchgangsöffnung 18 Zweite Durchgangsöffnung 19 Abstandselement 20 Federelement 21 Aussparung 22 Gehäuseverbindungselement 23 Lagerzapfen 24 Ausstülpung 25 Längste Sehne des Lagerzapfens
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27 LU506514 26 Durchmesser des Lagerzapfens ohne Ausstülpungen 27 Grundflächenelement 28 Reibungsfasern 28.1 geradlinige Reibungsfaser 28.2 gekrümmte Reibungsfaser 29 Oberfläche des Grundflächenelementes 30 Reibungsfaserpaar a Winkel
V Verbindungsbereich
L Länge einer Reibungsfaser d Dicke des Reibungselementes
X x-Richtung y y-Richtung
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Claims (20)

28 LU506514 Patentansprüche
1. Kartenhalter (1) für Karten (2), aufweisend — ein Gehäuse (3), aufweisend eine Ausgabeöffnung (4), — eine Ausgabeeinrichtung (5) zum Ausgeben der Karten (2) aus der Ausgabeöffnung (4), und — wenigstens ein Reibungselement (13), welches derart im Inneren des Gehäuses (3) angeordnet ist, dass es bei bestimmungsgemäßem Gebrauch eine Kraft auf die im Innern des Gehäuses angeordneten Karten ausübt, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Reibungselement ein Grundflächenelement (27) aufweist, wobei das Grundflächenelement als ein Gewebe oder Gewirke oder ein Gestrick ausgebildet ist, und wobei auf dem Grundflächenelement (27), vom Grundflächenelement (27) abstehende Reibungsfasern (28) angeordnet sind, wobei die Reibungsfasern ein mit dem Grundflächenelement fest verbundenes Ende aufweisen und wobei die Reibungsfasern ein vom Grundflächenelement abstehendes Ende aufweisen, und wobei die Reibungsfasern im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildet sind.
2. Kartenhalter nach Anspruch 1, wobei die Reibungsfasern eine Faserstärke im Bereich von 0,1 mm bis 1 mm aufweisen.
3. Kartenhalter (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Reibungsfasern (28) des Reibungselementes (13) aus einem synthetischen Material ausgebildet sind.
4. Kartenhalter (1) nacheinem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Reibungsfasern (28) aus einem Polymer, vorzugsweise aus einem Polyester und/oder einem Polyamid, ausgebildet sind.
5. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Grundflächenelement (27) ein textiles Material aufweist.
6. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Grundflächenelement (27) eine Klebeschicht aufweist.
7. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Grundflächenelement (27) plan ausgebildet ist.
8. Kartenhalter (1) nach Anspruch 7, wobei das Grundflächenelement (27) einen Flächeninhalt im Bereich von 20 mm? bis 100 mm? hat.
9. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Reibungsfasern (28) eine Länge von 0,5 mm bis 2,5 mm aufweisen.
10. Kartenhalter (1) nach einem der Anspriiche 1 bis 9, wobei das Reibungselement (13) eine Dicke von 0,5 mm bis 5 mm hat. ANO-0015-P-LU 05.03.2024 Luxemburgische Patentanmeldung
29 LU506514
11. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Reibungsfasern (28) paarweise als Reibungsfaserpaare (30) angeordnet sind, wobei die Reibungsfaserpaare (30) in gleichmäßigen Abständen auf dem Grundflächenelement (27) angeordnet sind.
12. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Ausgabeeinrichtung (5) folgendes aufweist: — ein Fächerelement (6) zum Ausgeben der Karten (2), und — ein Betätigungselement (8), wobei das Betätigungselement (8) derart mit dem Fächerelement (6) wirkverbunden ausgebildet ist, dass durch Betätigen des Betätigungselementes (8) die Karten (2) mittels des Fächerelementes (6) ausgebbar sind.
13. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das Fächerelement (6) Lamellen (7) zum Vereinzeln der Karten (2) beim Ausgeben aufweist, wobei die Lamellen (7) versetzt zueinander angeordnet sind.
14. Kartenhalter (1) nach einem der 1 bis 13, wobei innerhalb des Gehäuses wenigstens ein weiteres Reibungselement zum Bremsen der Karten angeordnet ist, wobei das wenigstens eine weitere Reibungselement derart angeordnet ist, dass eine in den Kartenhalter eingeschobene Karte über die Länge des Reibungselementes an dem Reibungselement anliegt, wobei eine mittels des Fächerelementes ausgeschobene Karte maximal zur Hälfte an dem Reibungselement anliegt.
15. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei innerhalb des Gehäuses wenigstens zwei weitere Reibungselemente zum Bremsen der Karten angeordnet sind, wobei die wenigstens zwei weiteren Reibungselemente derart beabstandet zur Ausgabeöffnung angeordnet sind, dass eine in den Kartenhalter eingeschobene Karte über die Länge der Reibungselemente an den Reibungselementen anliegt, wobei eine mittels des Fächerelementes ausgeschobene Karte maximal zur Hälfte an den Reibungselementen anliegt.
16. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei innerhalb des Gehäuses wenigstens zwei Reibungselemente an gegenüberliegenden Gehäuseseiten angeordnet sind.
17. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei die Ausgabeeinrichtung (5) ein Stützungselement (9A), vorzugsweise einen Führungsschlitten (9B), aufweist, wobei das Stützungselement wenigstens ein parallel zu einer ersten flächigen Gehäuseinnenseite (3b) angeordnetes, plattenförmiges Flächenstützelement (9.1) aufweist, wobei das plattenförmige Flächenstützelement (9.1) derart mit dem Fächerelement (6) in Wirkverbindung ausgebildet ist, dass das plattenförmige Flächenstützelement (9.1) durch Betätigen des Betätigungselementes (8) gemeinsam mit dem Fächerelement (6) in Richtung der Ausgabeöffnung (4) bewegbar ist.
18. Kartenhalter (1) nach Anspruch 17, wobei das Stützungselement (9A), vorzugsweise der Führungsschlitten (9B) eine Schmalseite aufweist, wobei an Seite der Schmalseite, welche einer in den Kartenhalter (1) eingeschobenen Karte (2) zugewandt ist, wenigstens ein Reibungselement (13) angeordnet ist.
19. Kartenhalter (1) nach Anspruch 18, wobei das Reibungselement (13) derart ausgebildet und angeordnet ist, dass eine in den Kartenhalter (1) eingeschobenen Karte (2) über die Länge des Reibungselementes (13) an dem Reibungselement (13) anliegt, wobei eine mittels des Fächerelementes (6) ausgeschobene Karte (2) maximal zur Hälfte an dem Reibungselement (13) anliegt.
20. Kartenhalter (1) nach Anspruch 18 oder 19, wobei das Reibungselement (13) im unteren Drittel des Kartenhalters angeordnet ist. ANO-0015-P-LU 05.03.2024 Luxemburgische Patentanmeldung
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