LU506513B1 - Kartenhalter - Google Patents
KartenhalterInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Kartenhalter mit einem Gehäuse zum Aufbewahren der Karten und einer Ausgabeneinrichtung, welcher eine effektive Vereinzelung der Karten bei der Ausgabe erlaubt sowie kostengünstig herzustellen ist. Das Gehäuse weist eine Ausgabeöffnung auf, durch welche die Karten eingegeben und auch wieder entnommen werden können. Um ein leichtes Entnehmen der Karten zu ermöglichen, ist eine Ausgabeeinrichtung an dem Gehäuse angeordnet, mittels welcher die Karten gestaffelt ausgegeben werden. Dafür ist an der Ausgabeeinrichtung ein Betätigungselement angeordnet, dessen Betätigen in einer Bewegung eines Fächerelementes resultiert. Die Besonderheit des Fächerelementes ist hier eine lamellenartige Form. So ist das Fächerelement nicht aus einem Vollmaterial hergestellt, sondern einzelne Lamellen oder Streben sind nebeneinander angeordnet und die Breite der Lamellen ist dabei unterschiedlich ausgestaltet. Dadurch kann realisiert werden, dass die einzelnen Karten unterschiedlich weit ausgeschoben werden, was auch als Auffächern der Karten bezeichnet wird. Derart aufgefächerte Karten lassen sich vorteilhaft einzeln entnehmen.
Description
1 LU506513
Kartenhalter
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft einen Kartenhalter mit einem Gehäuse und einer Ausgabeeinrichtung, welcher eine effektive
Vereinzelung der Karten bei der Ausgabe erlaubt sowie kostengünstig herzustellen ist.
Kartenhalter sind eine beliebte Möglichkeit um Karten, insbesondere Kreditkarten oder Scheckkarten, aufzubewahren. Eine alternative Aufbewahrungsmôglichkeit sind klassische Portemonnaies, in denen derartige Karten in einzelnen Fächern positioniert werden. Eine Aufbewahrung in klassischen Portemonnaies hat den Vorteil, dass die Karten übersichtlich angeordnet und leicht zu entnehmen sind. Nachteilig sind derartige Portemonnaies allerdings aufgrund ihrer Bauweise groß und sperrig.
Kartenhalter, wie beispielsweise Kreditkartenhalter, hingegen können deutlich kompakter ausgebildet sein, sodass sie einfacher in kleineren Taschen von Kleidungsstücken, wie beispielsweise Hosen, transportiert werden können. Somit stellen
Kartenhalter vorteilhaft eine platzsparende Option dar, die Karten zu transportieren. Da die Karten dabei in einem Gehäuse nebeneinander angeordnet sind, ist es eine der Herausforderung eine Möglichkeit zu generieren, welche deren bequeme
Entnahme erlaubt. Dafür ist in der Regel eine Ausgabeöffnung an einer schmalen Seite des Gehäuses angeordnet. Wenn jedoch sämtliche Karten gemeinsam ausgegeben werden, so ist dies für den Nutzer ungünstig, da er in der Regel eine bestimmte Karte entnehmen möchte.
Stand der Technik
Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Einrichtungen zur Ausgabe der Karten bekannt, welche eine einzelne bequeme und gezielte Entnahme einer bestimmten Karte ermöglichen.
So wird in der CH 702 919 B1 ein Kreditkartenbehälter mit Spenderfunktion beschrieben, welcher einen
Auswurfmechanismus aufweist, bei dem ein schwenkbarer, stufenförmiger Auswurfhebel vorgesehen ist, mittels welchem die Karten einzeln ausgegeben werden. Das Betätigungselement ist dabei schwenkbar ausgebildet und nah an der
Schwenkachse des Auswurfshebels angeordnet. Nachteilig muss aufgrund des kurzen Hebels des Betätigungselementes eine erhebliche Kraft zum Auswurf der Karten aufgebracht werden. Dadurch ist die Kraft schwer zu dosieren und die ausgegebenen Karten werden somit nicht vereinzelt ausgeworfen, sondern liegen oft noch paketweise nebeneinander vor.
Ein Behälter für Karten, insbesondere für Kreditkarten und ähnliche Elemente, wird in der EP 0 287 532 A1 offenbart. Der schwenkbare, stufenförmige Auswurfhebel wird hier über ein Betätigungselement betätigt, welches in einer teilkreisförmigen
Aussparung bewegbar ist. Das Herausrutschen der Karten wird dabei mittels eines Klappdeckels verhindert. Nachteilig muss der Klappdeckel separat geöffnet werden. Außerdem kann ein an einer flächigen Vorder- oder Rückseite des
Gehäuses angeordnetes Betätigungselement störend sein bei der Aufbewahrung des Kartenhalters.
Inder EP 1 355 551 A1 ist ein Halter für mehrere Karten innerhalb eines Gehäuses vorgestellt. Mittels mehrerer am
Gehäuse angeordneter Schiebeschalter können bestimmte Karten spezifisch ausgewählt und aus einer Ausgabeöffnung ausgegeben werden. Dabei werden die einzelnen Schiebeschalter spezifisch beschriftet, sodass sie jeweils einer Karte zuordenbar sind. Dabei werden dann wahlweise eine oder mehrere Karten ausgegeben. Nachteilig ist diese Art der
Ausgabeeinrichtung aufwändig herzustellen und die Schiebeschalter sind auch relativ sperrig. Der Kartenhalter kann dadurch nicht besonders kompakt ausgebildet werden.
Ein Behälter für die Aufnahme von Karten ist weiterhin in der DE 20 2008 003 127 U1 offenbart. Dabei können die Karten mittels eines stufenförmigen Fächerelementes, welches mit einer Betätigungseinrichtung verbunden ist, durch eine
Entnahmeöffnung ausgegeben werden. Ferner ist eine Bremseinrichtung seitlich an dem Behälter angeordnet, welche die
Vereinzelung der Karten bei der Ausgabe unterstützt. Die Betätigungseinrichtung ist dabei nachteilig an einer der großen, flächigen Außenseiten angeordnet, was vom Nutzer als störend empfunden wird.
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Nachteilig sind die verschiedenen Möglichkeiten der Kartenausgabe entweder mit einer komplexen Anordnung verbunden, wodurch mit erhöhten Kosten und einer sperrigen Ausgestaltung zu rechnen ist oder aber die Vereinzelung der Karten erfolgt nicht in ausreichendem Maße zuverlässig.
Aufgabe
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die Nachteile aus dem Stand der Technik zu überwinden und einen
Kartenhalter zur Verfügung zu stellen, welcher eine Möglichkeit bietet, die Karten zuverlässig und vereinzelt auszugeben.
Darüber hinaus ist es Aufgabe der Erfindung einen kompakten Kartenhalter mit einem geringen Packmaß zur Verfügung zu stellen.
Eine weitere Aufgabe liegt darin, einen einfach, schnell und kostengünstig zu fertigenden Kartenhalter zur Verfügung zu stellen.
Lösung
Die Aufgabe wird durch einen Kartenhalter gemäß dem Hauptanspruch gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Die Aufgabe wird insbesondere durch einen Kartenhalter für Karten gelöst, der folgende Merkmale aufweist: ° Ein Gehäuse, aufweisend eine Ausgabeöffnung, die zum Einführen und Ausgeben von Karten eingerichtet ist, ° Eine Ausgabeeinrichtung zur Ausgabe der Karten aus der Ausgabeöffnung, wobei die Ausgabeeinrichtung folgendes aufweist: o Ein Fächerelement zum Ausgeben der Karten, welches vorzugsweise innerhalb des Gehäuses, in dem der Ausgabeöffnung abgewandten bzw. gegenüberliegenden Abschnitt angeordnet ist, und vorzugsweise beweglich gelagert ist, und o ein Betätigungselement, welches vorzugsweise an der Außenseite des Gehäuses angeordnet ist, wobei das Betätigungselement derart mit dem Fächerelement wirkverbunden ausgebildet ist, dass durch ein
Betätigen des Betätigungselementes die Karten mittels des Fächerelementes ausgebbar sind.
Erfindungsgemäß haben die Karten dabei vorzugsweise die Größe typischer Scheck- oder Kreditkarten, welche optional eine Prägung aufweisen. Ein Kartenhalter für derartige Karten wird auch als Kreditkartenhalter bezeichnet. Besonders bevorzugt weisen derartige Karten eine Länge von 80 mm bis 90 mm, vorzugsweise 85,6 mm, sowie eine Breite von 50 mm bis 56 mm, insbesondere von 53,98 mm, sowie eine Stärke von 0,5 mm bis 1 mm, insbesondere von 0,76 mm, auf.
Im Sinne der Erfindung ist ein Betätigen des Betätigungselementes eine Krafteinwirkung auf das Betätigungselement, mittels derer das Betätigungselement derart in seiner Position verändert wird, dass daraus eine Bewegung des
Fächerelementes resultiert, wobei das Fächerelement vorzugsweise um einen Drehpunkt, insbesondere einen verschiebbaren Drehpunkt bewegt wird. Die Wirkverbindung zwischen dem Betätigungselement und dem Fächerelement ist dabei vorzugsweise eine mechanische Kopplung. Denkbar ist ebenfalls eine Ausführungsform, bei der das
Betätigungselement und das Fächerelement weitere Bestandteile aufweisen, welche miteinander in einer elektronischen
Verbindung und/oder einer elektrischen Verbindung stehen.
Dabei weist das Fächerelement Vereinzelungselemente zum Vereinzeln der Karten beim Ausgeben auf, wobei die
Vereinzelungselemente versetzt zueinander angeordnet sind. Erfindungsgemäß sind die Vereinzelungselemente als
Lamellen ausgebildet. Erfindungsgemäß sind die Lamellen versetzt zueinander angeordnet, vorzugsweise um einen konstanten Wert versetzt zueinander angeordnet, wobei der Versatz der Lamellen entlang der Längsrichtung des
Fächerelements ausgebildet ist. Dabei weisen die Lamellen eine Breite auf, wobei die Breite der Lamellen in Längsrichtung
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3 LU506513 des Fächerelements, insbesondere distal vom Drehpunkt des Fächerelements, um eine Breitendifferenz abnimmt. Dadurch entsteht auf jeder Lamelle ein Bereich, der nicht mit der darauffolgenden, schmaleren Lamelle verbunden ist. Dieser
Bereich, auch als Auflagebereich bezeichnet, dient als Auflagefläche für jeweils eine Karte. Der Versatz der Lamellen sorgt dabei für eine gestaffelte Ausgabe der Karten, welche auch als Vereinzelung bezeichnet wird, wobei die Staffelung der
Karten im Wesentlichen dem Versatz der Lamellen in Längsrichtung des Fächerelements entspricht, wenn das
Fächerelement in der Position angeordnet ist, in der die Karten teilweise aus der Ausgabeôffnung herausgeschoben angeordnet sind, hierin als eine Ausgabeposition bezeichnet. Dabei wird die Staffelung der ausgegebenen Karten auch durch die Reibung der Karten untereinander und durch die Reibung der Karten am Gehäuse bzw. an am Gehäuse angeordneten Elementen, wie beispielsweise Federelementen und/oder Reibungselementen, beeinflusst. Eine solche
Anordnung ermöglicht vorteilhaft eine bessere Übersichtlichkeit für einen Nutzer beim Entnehmen der Karten, wobei für den
Nutzer durch die Staffelung unmittelbar ersichtlich ist, welche Karte er aus dem Gehäuse entnimmt. Zugleich ist das
Entnehmen selbst vereinfacht, da die Staffelung das gezielte Greifen, bzw. Bewegen einer bestimmten Karte vereinfacht.
Die Staffelung oder Vereinzelung der Karten bezeichnet dabei im Sinne der Erfindung eine Ausgabe einer Mehrzahl von
Karten, zumindest zwei, vorzugsweise drei, besonders bevorzugt vier, fünf, sechs, sieben oder acht Karten, welche unterschiedlich weit ausgegeben werden. Dabei sind die Karten in einer Ausgabeposition partiell, vorzugsweise zu zumindest 40 %, bevorzugt zu zumindest 60 %, besonders bevorzugt zu zumindest 70 %, ganz besonders bevorzugt zu zumindest 80 % innerhalb des Gehäuses angeordnet und partiell, vorzugsweise zu maximal 60 %, bevorzugt zu maximal 40 %, besonders bevorzugt zu maximal 30 %, ganz besonders bevorzugt zu maximal 20 % aus dem Gehäuse ausgeschoben. Insbesondere sind die Karten bei einer Vereinzelung in Ausgaberichtung versetzt zueinander angeordnet.
Eine solche Anordnung ermöglicht vorteilhaft eine bessere Übersichtlichkeit für einen Nutzer beim Entnehmen der Karten, wobei für den Nutzer durch die Staffelung unmittelbar ersichtlich ist, welche Karte er aus dem Gehäuse entnimmt. Zugleich ist das Entnehmen selbst vereinfacht, da die Staffelung das gezielte Greifen, bzw. Bewegen einer bestimmten Karte vereinfacht. Die teilweise Anordnung innerhalb des Gehäuses bietet darüber hinaus weiterhin einen Schutz der Karten vor
Umwelteinflüssen und Abnutzung selbst in teilweise ausgegebenem Zustand und verhindert außerdem ein unbeabsichtigtes
Herausfallen aus dem Gehäuse.
Lamellen sind im Sinne der Erfindung einzelne strebenartige Elemente, zwischen denen ein Zwischenraum besteht. Die einzelnen Lamellen sind dabei an einer oder an mehreren Stellen miteinander verbunden, weisen also einen
Verbindungsbereich oder mehrere Verbindungsbereiche auf, an denen sie direkt aufeinandertreffen oder an denen ein
Verbindungselement angeordnet ist. Vorteilhaft führt eine solche Anordnung zu einer hohen Stabilität des Fächerelements.
Die einzelnen Lamellen sind dabei vorzugsweise als dünne Elemente mit einer Tiefe, bzw. mit einer Stärke von bis zu 1,2 mm, bevorzugt bis zu 1,0 mm, besonders bevorzugt bis zu 0,8 mm, ganz besonders bevorzugt bis zu 0,5 mm ausgebildet. Durch die Wahl einer geringen Stärke ergibt sich ein geringer Materialverbrauch, sodass vorteilhaft Kosten und
Ressourcen gegenüber einer aus einem Vollmaterial hergestellten Anordnung eingespart werden.
Die Breite der Lamellen ist bevorzugt im Bereich von 0,5 mm bis 10 mm, besonders bevorzugt 1 mm bis 6 mm, wobei die
Breite der Lamellen innerhalb dieses Bereichs um eine Breitendifferenz von einer ersten Lamelle zur benachbart zu der ersten Lamelle angeordneten weiteren Lamelle abnimmt. Vorzugsweise ist der somit gebildete Auflagebereich derart dimensioniert, dass die Breite des Auflagebereichs im Bereich von 0,6 mm bis 1,2 mm, bevorzugt im Bereich von 0,7 mm bis 1,0 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 0,75 mm bis 0,85 mm liegt. Dadurch finden die Karten vorteilhaft einen ausreichenden Halt auf den Lamellen, da die Auflagefläche im Bereich der Stärke einer Karte dimensioniert ist.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Breite der Auflagefläche im Bereich von 0,6 mm bis 0,65 mm. Somit ergibt sich ein Auflagebereich, dessen Breite kleiner ist als die Stärke einer durchschnittlichen Karte, wie hierin definiert. Vorteilhaft ermöglicht diese Dimensionierung ein besseres Führen einer einzelnen Karte, da die geringe Breite des Auflagebereichs verhindert, dass mehr als eine Karte mit dem Auflagebereich in Kontakt steht. Somit ist eine klare Staffelung gewährleistet, wobei pro Auflagebereich genau eine Karte ausgebbar ist.
Bevorzugt sind die Lamellen entlang einer Ebene, hierin als Grenzflächenebene bezeichnet, anliegend angeordnet. Das
Fächerelement ist damit derart ausgebildet, dass die Enden der Lamellen auf einer Seite innerhalb einer Ebene liegen.
Dadurch bilden sich auf der um die Breite einer Lamelle dazu versetzten Seite Auflageflächen aus, wobei die Breite der
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Auflageflächen durch die Breitendifferenz der Lamellen bestimmt ist. Vorteilhaft ergibt sich dadurch eine geringere minimal notwendige Breite der Lamellen, um einen ausreichend großen Auflagebereich zum Führen einer Karte zu erzeugen.
Die Länge der Lamellen ist bevorzugt im Bereich von 2 mm bis 15 mm, besonders bevorzugt von 4 mm bis 10 mm, ganz besonders bevorzugt von 5 mm bis 9 mm. Die Länge der Lamellen bezieht sich dabei auf ihre Ausdehnung in Längsrichtung des Fächerelements. Erfindungsgemäß liegt eine Lamelle mit ihrer schmalsten Seite, insbesondere mit ihrer Tiefe, an einer
Karte an, welche auf dem Auflagebereich der benachbarten breiteren Lamelle geführt wird. Dabei ist die Karte über die
Länge der Lamelle hinweg durch die Lamelle gestützt. Vorteilhaft ist so ein sicheres Führen der Karten beim Ausgeben ermöglicht.
Das Gehäuse ist vorzugsweise als starrer Container ausgebildet. Dadurch ist das Gehäuse schwer durch äußere
Krafteinwirkung verformbar. Vorteilhaft ist dadurch ein Schutz der innerhalb des Gehäuses angeordneten Karten gegeben.
Vorzugsweise weist das Gehäuse eine flächige Front- und Rückseite, hierin als Gehäusefrontseite und Gehäuserückseite bezeichnet, auf. Die Karten sind dabei innerhalb des Gehäuses parallel zu der Gehäusefront- und Gehäuserückseite angeordnet. Besonders bevorzugt weist das Gehäuse darüber hinaus kleine Dimensionen der Gehäuseseiten, insbesondere der Gehäuseoberseite und Gehäuseunterseite, auf. Dadurch wird eine geringe räumliche Tiefe des Gehäuses erreicht, sodass das Gehäuse insgesamt flach ist. Somit erreicht das Gehäuse vorteilhaft ein geringes Packmaß, sodass es leicht transportierbar, bevorzugt durch den Nutzer in der Hosentasche mitführbar, ist.
Die Ausgabeöffnung ist bevorzugt an einer schmalen Seite des Gehäuses angeordnet, also an einer Seite welche nicht den größten Flächeninhalt, vorzugsweise den kleinsten Flächeninhalt, der vorhandenen Seiten aufweist, insbesondere nicht an der Gehäusefront- und/oder Gehäuserückseite. Dadurch ist vorteilhaft der Entnahmebereich der Karten klein gehalten, wodurch besser gewährleistet ist, dass die Karten auch bei äußerer Krafteinwirkung auf das Gehäuse, bspw.
Erschütterungen, im Gehäuse verbleiben, sofern die Ausgabeeinrichtung nicht durch den Nutzer betätigt wird.
Das Gehäuse ist bevorzugt korrespondierend zu den Karten ausgebildet, wobei das Gehäuse eine Form aufweist, bei der die Abmessungen entsprechend der Form einer Karte ausgebildet sind. Vorzugsweise ist das Innere des Gehäuses, also der Gehäuseinnenraum, quaderförmig mit einer Länge, einer Breite und einer Tiefe ausgebildet. Dabei entspricht die Länge des Gehäuseinnenraumes wenigstens der Kartenlänge und höchstens 130 % oder höchstens 120 % oder höchstens 110 % der Kartenlänge. Die Breite des Gehäuseinnenraumes entspricht wenigstens der Kartenbreite und höchstens 130 % oder 120 % oder 110 % der Kartenbreite. Die Tiefe des Gehäuseinnenraumes entspricht wenigstens der Breite des
Auswurfmechanismus und höchstens 500 % oder 1000 % oder 1500 % oder 2000 % der Kartendicke.
Die Länge des Gehäuseinnenraumes ist vorzugsweise im Bereich von 80 mm bis 130 mm, bevorzugt im Bereich von 82 mm bis 100 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 85 mm bis 90 mm. Die Breite des Gehäuseinnenraumes ist bevorzugt im Bereich von 2 mm bis 1500 mm, besonders bevorzugt im Bereich von 5 mm bis 25 mm, ganz besonders bevorzugt im Bereich von 6 mm bis 12 mm.
Nach einer Ausgestaltung ist der Kartenhalter als kombinierter Handy- und Kartenhalter, besonders bevorzugt als kombinierter Handy- und Kreditkartenhalter ausgebildet, wobei das Gehäuse mit einer Handyhülle verbunden ist. Ein Handy ist in diesem Sinne ein Mobiltelefon, insbesondere ein Smartphone. Vorteilhaft sind somit Kreditkarten und Handy für den
Nutzer zeitgleich zur Hand.
Allgemeine Vorteile
Eine Ausführung der Lamellen, wie hierin erläutert, bietet große Vorteile gegenüber einer Ausbildung eines
Fächerelementes aus Vollmaterial. So führt eine Anordnung von Lamellen zum Führen und Vereinzeln von Karten vorteilhaft zu einer Materialersparnis gegenüber eines Vereinzelungselements aus einem Vollmaterial.
Ferner ergeben sich prozesstechnische Vorteile, da die Be- und Verarbeitung von Materialblöcken aus Vollmaterial nach dem Gießen, insbesondere bei Kunststoffen nachteilig häufig zu Lunkern führt, welche daraus resultieren, dass aufgrund der Abkühlungsprozesse innerhalb des Materials Schrumpfungsprozesse stattfinden, die zu Hohlräumen führen. Dem
ANO-0004-P-LU 05.03.2024 Luxemburgische Patentanmeldung gegenüber reduzieren die filigranen Strukturen der Lamellen die Dicke der einzelnen Abschnitte, was vorteilhaft die Größe von möglichen Lunkern verringert bzw. das Entstehen von Lunkern gänzlich vermeidet. Dadurch ergibt sich eine höhere
Genauigkeit der Spritzprozesse und Strukturabmessungen in der Fertigung.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass auch bei einer Abnutzung der Kanten der Lamellen eine gestaffelte Anordnung gewährleistet ist, da ein gleichmäßiger Abtrag des Materials der Lamellen nicht zu einer Abnutzung der Auflagebereiche führt, sodass sich diese zu einer Schräge verformen, sondern die Abstände zwischen den Auflagebereichen weiter bestehen bleiben und somit ein sicheres Greifen der Karten ermöglicht wird. Eine geringe Abnutzung der Kanten führt dadurch nicht dazu, dass die Auflagebereiche teilweise eingeebnet werden, wodurch eine Schräge entstünde, die das
Vereinzeln der Karten bei der Ausgabe beeinträchtigen würde.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
Die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Anspruch 1 weist ein Fächerelement auf. Dabei ist das Fächerelement bevorzugt derart ausgestaltet, dass es einen Arm aufweist, an dem Vereinzelungselemente angeordnet sind. Der Arm des
Fächerelements ist dabei vorzugsweise derart ausgestaltet, dass er eine Länge aufweist, die gewährleistet, dass alle innerhalb des Kartenhalters aufbewahrten Karten bei einem Positionieren des Fächerelements in einer Ausgabeposition aus der Ausgabeöffnung ausgeschoben werden. Eine Ausgabeposition bezieht sich dabei auf eine Position der Karten und der
Ausgabeeinrichtung, insbesondere des Fächerelements, in der die im Kartenhalter enthaltenen Karten zumindest teilweise aus der Ausgabeöffnung ausgeschoben angeordnet sind. Dabei ist das Fächerelement in seiner Längsrichtung parallel zur flächigen Gehäusefront- und Gehäuserückseite angeordnet. Vorteilhaft lässt sich das Gehäuse dadurch flach gestalten.
Das Fächerelement ist bevorzugt drehbar um einen verschiebbaren Drehpunkt gelagert. Dieser Drehpunkt ist dabei in
Wirkverbindung mit dem Betätigungselement ausgebildet und angeordnet, sodass durch Betätigen des
Betätigungselementes der Drehpunkt verschoben wird. Dadurch ist die Bewegung des Fächerelementes bei Betätigen des
Betätigungselementes eine Überlagerung aus einer Drehbewegung und einer Verschiebung, insbesondere einer Translation und einer Rotation. Das Lagern des Fächerelementes um wenigstens einen verschiebbaren Drehpunkt hat bei der
Positionierung des Fächerelementes den Vorteil, dass die Stelle, an der das Fächerelement die Karte berührt und eine
Ausgabeposition schiebt während der Ausgabe im Wesentlichen mittig an der Karte verbleibt. Somit ist eine stabile, gerade und gleichmäßige Überführung aller Karten eine Ausgabeposition möglich. Ein Verkippen der Karten durch ein Führen an einem seitlich angeordneten Berührungspunkt wird vermieden.
Das Fächerelement ist vorzugsweise an einem verschiebbaren Rotationslager gelagert. Es handelt sich hier um ein Lager, welches sowohl die Rotation als einen ersten Freiheitsgrad als auch eine Verschiebung als weiteren Freiheitsgrad aufweist.
Das Lager ist bevorzugt als Gleitlager ausgebildet, bei dem sich die beweglichen Teile direkt gegeneinander bewegen.
Vorteilhaft reduziert diese Ausführung die Bestandteile des Lagers und ermöglicht somit eine einfache Fertigung.
Zur Lagerung um den Drehpunkt ist vorzugsweise eine Öffnung, vorzugsweise Durchgangsöffnung, im oder am
Fächerelement der Ausgabeeinrichtung angeordnet ausgebildet. Dabei ist die Durchgangsöffnung um einen verschiebbaren
Lagerzapfen angeordnet, sodass das Fächerelement um den Lagerzapfen drehbar gelagert ist, wodurch ein verschiebbarer
Drehpunkt gebildet wird. Der Lagerzapfen ist bevorzugt an einem Führungselement angeordnet, welches nach einer vorteilhaften Ausgestaltung starr mit dem Betätigungselement verbunden ist. Ein Verschieben des Betätigungselementes führt in dieser Ausgestaltung unmittelbar zum Verschieben des Lagerzapfens. Die Durchgangsöffnung, kann auch an dem
Führungselement angeordnet sein, wobei der Lagerzapfen dann am Fächerelement angeordnet ist. Vorteilhaft ist das
Fächerelement dadurch in seiner Bewegung derart begrenzt, dass ein zuverlässiges Ausgeben der Karten möglich ist.
Gleichzeitig ist so eine stabile Verbindung zwischen Fächerelement und Führungselement gewährleistet.
Möglich ist auch eine Ausgestaltung eines Kartenhalters, bei dem ein mit dem Betätigungselement wirkverbunden ausgebildetes Führungselement am Kartenhalter angeordnet ist, wobei das Führungselement ebenfalls mit dem
Fächerelement derart wirkverbunden ist, dass durch Betätigen des Betätigungselementes das Führungselement und das
Fächerelement in einer Ausgabeposition positioniert werden. Somit ist die Ausgabevorrichtung für den Nutzer leicht zu bedienen.
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Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Lagerzapfen mit einem runden Querschnitt ausgebildet, wodurch eine leichtgängige Führung gewährleistet wird. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass der Lagerzapfen einen im
Wesentlichen runden Querschnitt mit wenigstens einer Ausstülpung zu einer Seite aufweist. Eine Ausstülpung ist dabei im
Sinne der Erfindung eine den Querschnitt des Lagerzapfens verändernde Verdickung. Diese Ausstülpung erhöht die Größe der längst-möglichen Sehne des Querschnitts des Lagerzapfens dabei um vorzugsweise maximal 25 % des Durchmessers des Lagerzapfens ohne Ausstülpung und bevorzugt um einen Wert im Bereich von 5 % bis maximal 20 %, besonders bevorzugt um einen Wert im Bereich von 10 % bis 17 %, des Durchmessers des Lagerzapfens ohne Ausstülpung. Eine solche Ausstülpung wirkt vorteilhaft als Eigenbremse für die Bewegung des Facherelementes. Die längst-mögliche Sehne des Querschnitts des Lagerzapfens ist dabei der größtmögliche Abstand von einer Seite des Querschnitts des Lagerzapfens zur anderen Seite des Querschnitts des Lagerzapfens und ist somit auch bei nicht rundem Querschnitt ermittelbar. Wenn wenigstens eine Ausstülpung vorhanden ist, so verläuft die längst-mögliche Sehne des Querschnitts des Lagerzapfens dabei durch eine Ausstülpung. Nach einer bevorzugten Ausgestaltung des Kartenhalters weist der Lagerzapfen wenigstens zwei, bevorzugt wenigstens drei, besonders bevorzugt wenigstens vier Ausstülpungen auf. Dadurch ist vorteilhaft eine geeignete Reibung erzielbar, bei der dennoch ein fester Sitz des Lagerzapfens in der Durchgangsöffnung erreicht wird. An den Positionen der Ausstülpungen berührt der Lagerzapfen die Durchgangsöffnung. So kann vorzugsweise großes Spiel des Lagerzapfens in der Durchgangsöffnung sowie eine damit einhergehende Geräuschentwicklung vermieden werden.
Vorzugsweise haben die Durchgangsöffnungen einen runden Querschnitt, mit einem Durchmesser von vorzugsweise wenigstens 3 mm, bevorzugt wenigstens 3,5 mm, wobei der Lagerzapfen in seiner Größe daran angepasst ist. Zwischen
Lagerzapfen und Durchgangsöffnung ist geringes Spiel, sodass eine zuverlässige Rotationsbewegung erfolgen kann.
Vorteilhaft ist eine solche Lagerung des Fächerelementes robuster als kleinere Ausgestaltungen.
Besonders bevorzugt ist das Fächerelement um zwei verschiebbare Rotationslager gelagert, wobei ein erstes
Rotationslager direkt mittels des Betätigungselementes verschiebbar ist und das zweite Rotationslager mittels eines weiteren Führungselementes nachführbar ist. Vorteilhaft ist dadurch die Position des Fächerelementes festgelegt. Das zweite Rotationslager wird durch die Bewegung des ersten Rotationslagers entlang eines Freiheitsgrades, welcher durch ein Führungselement, wie beispielsweise eine Führungsschiene, vorgegeben ist, nachgeführt. Nach einer möglichen
Ausgestaltung ist das Fächerelement derart starr ausgebildet, dass das zweite Rotationslager, bzw. der zweite Drehpunkt, über das Fächerelement mit dem ersten Rotationslager, bzw. mit dem ersten Drehpunkt verbunden ist. Somit ist die Position eines Drehpunktes abhängig von der Position des anderen Drehpunktes. Folglich wird die Position beider Drehpunkte vorteilhaft durch das Betätigungselement festgelegt.
Das Betätigungselement wird vorzugsweise durch Verschieben des Betätigungselementes betätigt. Das
Betätigungselement ist dabei bevorzugt derart mit einem Drehpunkt bzw. mit dem am Drehpunkt angeordneten Drehgelenk gekoppelt, dass ein Verschieben des Betätigungselementes vorteilhaft zu einer Drehbewegung des Fächerelementes bzw. einer überlagerten Bewegung aus Rotation und Translation des Fächerelementes führt. Ein Betätigen des
Betätigungselementes ist dadurch vorteilhaft für den Nutzer leicht und mit geringem Kraftaufwand durchführbar. Ferner ist ein verschiebbares Betätigungselement vorteilhaft kleiner, insbesondere weniger sperrig ausgebildet.
Vorzugsweise ist das Betätigungselement derart ausgebildet und angeordnet, dass das Betätigen des Fächerelementes mittels einer rotatorischen oder einer translatorischen Bewegung des Betätigungselementes erfolgt. Das Fächerelement wird durch ein Kippen oder ein Schieben des Betätigungselementes bewegt, sodass die Karten in eine Ausgabeposition gebracht werden. Vorzugsweise ist eine mechanische Verbindung bzw. eine mechanische Kopplung vom
Betätigungselement zum Fächerelement ausgebildet, wobei das Bewegen des Betätigungselementes direkt zu einer
Bewegung des Fächerelementes führt. Das Betätigen der Ausgabeeinrichtung ist so vorteilhaft ohne elektrische Energie möglich.
Nach einer möglichen Ausgestaltung weist das Betätigungselement einen Geber und das Fächerelement einen Aktor auf, wobei das Betätigungselement elektronisch oder elektrisch mit dem Fächerelement verbunden ist. Ein Geber ist im Sinne der Erfindung beispielsweise ein Drehgeber, Bewegungsgeber oder Druckgeber, der eine auf das Betätigungselement einwirkende Kraft, bzw. ein Verändern der Position des Betätigungselements detektiert und diese in ein elektrisches Signal umwandelt, welches er an den Aktor übermittelt. Unter Aktor versteht man im Sinne der Erfindung bspw. einen Motor,
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7 LU506513 insbesondere einen Schrittmotor, welcher das vom Geber erzeugte und übermittelte Signal in eine mechanische Bewegung umsetzt. Insbesondere ist so ein elektrisches und/oder elektronisches Signal vom Betätigungselement an einen Aktor, bspw. einen Motor übermittelbar, der das Fächerelement bewegt. Eine solche Variante ermöglicht vorteilhaft ein leichtes
Betätigen für den Nutzer, da die Energie für die Bewegung des Fächerelementes elektrisch bereitgestellt wird.
Die Lamellen sind nach einer vorteilhaften Ausgestaltung gebogen ausgebildet, das heißt die einzelnen Lamellen weisen eine gebogene Form auf. Bevorzugt wird die gebogene Form durch eine Biegung der Lamellen in Längsrichtung erreicht, wobei die Biegung vorzugsweise ein Kreissegment, ein Ellipsensegment oder ein Parabelsegment, bevorzugt ein
Kreissegment beschreibt. Da sich die die Ausrichtung eines drehbar gelagerten Fächerelementes gegenüber der Karten ändert, greifen ebene Auflagebereiche, bei denen die Lamellen nicht gebogen ausgebildet sind, die Karten erst dann sicher, wenn das Fächerelement in einem bestimmten Winkel, insbesondere in einer Ausgabeposition, angeordnet ist. Gebogene
Lamellen erlauben vorteilhaft ein sicheres Greifen der Karten bereits bei einem sehr kleinen Drehwinkel und gewährleisten ein sicheres Halten der Karten über den gesamten Ausgabeprozess. Insbesondere entfällt ein abrupter Richtungswechsel des die Karte berührenden Auflagebereiches der Lamelle. Die gebogene Form ist vorzugsweise nach Art eines
Kreissegments ausgebildet. Dabei weisen die einzelnen Lamellen vorzugsweise die Form eines Kreissegments mit identischem oder mit unterschiedlichem Radius auf. Besonders bevorzugt sind die einzelnen Radien der einzelnen Lamellen identisch ausgebildet. Dadurch kann eine Mehrzahl identischer Karten gleichmäßig aufgefächert ausgegeben werden. Die
Biegung tritt vorzugsweise in Längsrichtung der Lamelle auf. Eine konstante Staffelung der Karten beim Ausgeben ist durch eine identische Biegung aller Lamellen gewährleistet. Somit ist die gezielte Entnahme einer Karte für den Nutzer erleichtert.
Die gebogen ausgebildeten Lamellen sind vorzugsweise so angeordnet, dass zwei benachbarte Lamellen jeweils in einem
Verbindungsbereich miteinander verbunden sind. Dadurch ist vorteilhaft eine höhere Stabilität des gesamten
Vereinzelungselements erreichbar.
Nach einer alternativen Ausgestaltung weisen die einzelnen Lamellen eine rechteckige Form auf, bzw. beschreiben die
Lamellen in Längsrichtung einem Winkel. Vorteilhaft entsteht so ein großer Auflagebereich für eine Karte, wenn das
Fächerelement in einer Ausgabeposition positioniert ist.
Nach einer möglichen Ausgestaltung stehen die einzelnen Lamellen von einer im Verbindungsbereich angeordneten
Verbindungsstrebe ab und sind über die Verbindungsstrebe miteinander verbunden. Dabei ist die Verbindungsstrebe vorzugsweise schmal gestaltet. Besonders bevorzugt ist die Breite der Verbindungsstrebe dabei maximal die Breite der schmalsten Lamelle. Vorteilhaft ergibt sich dadurch eine weitere Materialersparnis verglichen mit einem
Verbindungsbereich, der durch einzelne Lamellensegmente gebildet ist.
Erfindungsgemäß umfasst das Fächerelement eine Mehrzahl von Lamellen, wobei die Lamellen in Längsrichtung des
Fächerelements versetzt zueinander angeordnet sind, wobei die Breite der Lamellen in Längsrichtung des Fächerelements abnimmt. Durch die Breitendifferenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Lamellen entsteht vorzugsweise ein
Auflagebereich zum Führen einer Karte. Dabei bildet bevorzugt eine letzte Lamelle den längsten Punkt des
Fächerelements, wobei der Auflagebereich dieser letzten Lamelle der gesamten Breite der Lamelle entspricht. Vorteilhaft ist so gewährleistet, dass über die gesamte Länge des Fächerelements hinweg Karten geführt und aus dem Kartenhalter ausgegeben werden können.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Kartenhalters sieht vor, dass an dem Fächerelement weiterhin eine
Stabilisierungsstrebe angeordnet ist, welche die einzelnen Lamellen an einem weiteren Bereich miteinander verbindet.
Durch die zusätzliche Stabilisierungsstrebe werden zwei benachbarte Lamellen an zwei Punkten bzw. in zwei Bereichen wenigstens indirekt miteinander verbunden. Dadurch schließen die Lamellen mit der Stabilisierungsstrebe eine
Durchgangsöffnung bzw. mehrere Durchgangsöffnungen ein. Die einzelnen Lamellen sind dabei vorzugsweise über eine
Stabilisierungsstrebe verbunden, wodurch vorteilhaft die Stabilität des Fächerelementes erhöht wird.
Vorzugsweise weist die Stabilisierungsstrebe eine variierende Dicke auf. Die Dicke nimmt dabei bevorzugt von den schmaleren zu den breiteren Lamellen zu. Dies fixiert die breiteren Lamellen zusätzlich und erhöht die Stabilität des
Fächerelementes, insbesondere der Lamellen. Besonders bevorzugt weist die Stabilisierungsstrebe eine keilartige Form mit gleichmäßiger Dickenzunahme auf. Diese Form ist vorteilhaft leicht zu fertigen.
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Nach einer weiteren Ausführungsform ist die Stabilisierungsstrebe als flächiges Element ausgebildet. Vorzugsweise ist die
Stabilisierungsstrebe dabei so angeordnet, dass die Lamellen von der Stabilisierungsstrebe abstehend angeordnet sind.
Dabei bildet die Stabilisierungsstrebe die oben definierte Grenzflächenebene. Die Auflagefläche jeder Lamelle ist um die
Breite der Lamelle zur Grenzflächenebene versetzt angeordnet, sodass die Lamellen mit ihrer Schmalseite und entlang ihrer
Längsrichtung an die Grenzflachenebene angrenzen. Vorteilhaft sind die Lamellen somit entlang ihrer Längsrichtung komplett durch die Stabilisierungsstrebe gestützt. Dabei ist zumindest ein Drehpunkt des Fächerelements derart ausbildet, dass er an der Stabilisierungsstrebe angeordnet ist. Die Stabilisierungsstrebe ist dabei vorteilhaft derart dimensioniert, dass sie denen am Drehpunkt auftretenden Kräften standhält. Das ermöglicht eine schmalere Ausführung des Fächerelements sowie verbesserte Führungseigenschaften des Fächerelements beim Befördern der Karten in eine Ausgabeposition.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Ausgabeeinrichtung ein Rückstellelement auf, das derart mit dem
Fächerelement wirkverbunden ausgebildet ist, dass eine durch das Rückstellelement verursachte Rückstellkraft auf das
Fächerelement wirkt. Die Rückstellkraft überführt das Fächerelement von einer Ausgabeposition in eine Ruheposition, auch als Ausgangsposition bezeichnet. Das Fächerelement ist vorzugsweise in der Ruheposition angeordnet, wenn die Karten vollständig innerhalb des Kartenhalters angeordnet sind. Das Rückstellelement ist vorzugsweise als ein oder als mehrere
Federelemente, die eine Federkonstante D aufweisen, ausgebildet. Dabei ist die Rückstellkraft abhängig von der
Auslenkung des Federelementes bzw. der Federelemente und der Federkonstanten.
Die hierin offenbarte Erfindung sieht vor, dass das Gehäuse eine Ausgabeöffnung aufweist, die zum Einführen und
Ausgeben von Karten eingerichtet ist. Die Ausgabeöffnung ist derart eingerichtet, dass sie als eine Aussparung ausgebildet ist, die eine Durchgangsöffnung zum Gehäuseinneren bereitstellt. Vorzugsweise ist die Aussparung an einer Schmalseite des Gehäuses, d.h. einer Gehäuseseite mit möglichst kleinem Flächeninhalt angeordnet. Besonders bevorzugt ist die
Aussparung an der Gehäuseoberseite angeordnet. Dabei beinhaltet die Aussparung vorzugsweise die gesamte Fläche der
Gehäuseseite, an der sie angeordnet ist. Vorteilhaft ist das Gehäuse so einfach zu fertigen, da das Material der Fläche der
Gehäuseseite bereits beim Fertigungsprozess eingespart werden kann.
Eine weitere Ausführungsform des Kartenhalters sieht einen Deckel vor, der die Ausgabeöffnung verdeckt und dadurch dafür sorgt, dass die Karten innerhalb des Gehäuses aufbewahrt werden können, ohne herauszurutschen. Vorzugsweise weist der Deckel dabei einen Verriegelungsmechanismus, insbesondere einen Schnappverschluss auf, der den Deckel sicher in einer geschlossenen Position festhält. Somit ist vorteilhaft gewährleistet, dass der Deckel die Ausgabeöffnung nicht ungewollt freigibt, sodass die Karten sicher innerhalb des Gehäuses verwahrbar sind.
Eine weitere Variante sieht vor, dass an dem Gehäuse, vorzugsweise innerhalb des Gehäuses, wenigstens ein
Reibungselement angeordnet ist, welches derart eingerichtet ist, dass die Karten bei der Ausgabe gebremst werden. Die
Bewegung der Karten aus der Ausgabeöffnung hängt hauptsächlich von dem durch das Fächerelement hervorgerufenen
Impuls bzw. der durch das Fächerelement übertragenen Kraft ab. Weiterhin wird die Bewegung, insbesondere wie weit die
Karten aus dem Gehäuse herausgleiten, stark durch die exakte Anordnung und Ausbildung der Karten sowie die damit verbundene Reibung zwischen den Karten bestimmt. Ein hoher Impuls durch das Fächerelement kann dazu führen, dass die Karten nicht wie gewünscht gestaffelt, sondern beliebig angeordnet, aus dem Kartenhalter gleiten. Das
Reibungselement führt vorteilhaft dazu, dass die Karten bei der Bewegung aus der Ausgabeöffnung heraus gebremst werden und die versetzte Anordnung der Lamellen des Fächerelementes zu einem definierten Vereinzeln der Karten führt.
Weiterhin hat das Reibungselement den Vorteil, dass die Reibung zwischen den Karten und dem Reibungselement derart hoch ausgebildet sein kann, dass ein unbeabsichtigtes Herausrutschen der Karten aufgrund der Schwerkraft oder durch einen Impuls einer ruckartigen Bewegung vermieden wird. Die Karten sind somit bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sicher innerhalb des Gehäuses verwahrt.
Vorzugsweise sind zwei Reibungselemente innerhalb des Gehäuses an gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses derart angeordnet, dass sie denselben Abstand zur Ausgabeöffnung aufweisen. Diese führen die Karten vorteilhaft von zwei
Seiten und können sie so gezielt bremsen. Das verringert die Gefahr des Verkippens der Karten bei der Ausgabe.
Besonders bevorzugt ist das Reibungselement innerhalb des Gehäuses derart angeordnet, dass es mit der Ausgabeöffnung abschließt. Das Reibungselement grenzt bei dieser Ausführungsform unmittelbar an die Ausgabeöffnung an oder ist in geringem Abstand zur Ausgabeöffnung angeordnet, bevorzugt mit einem Abstand von maximal 10 mm, besonders
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Ausgabe einen guten Halt innerhalb des Gehäuses. Somit ist vorteilhaft gewährleistet, dass die Karten bei der Ausgabe das
Gehäuse nicht vollständig verlassen, ohne dass der Nutzer sie entnimmt.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der Kartenhalter im Inneren des Gehäuses wenigstens ein weiteres
Reibungselement auf, welches vorzugsweise mit einem Abstand von wenigstens 4 cm zur Ausgabeöffnung angeordnet ist.
Dieses weitere Reibungselement dient der Verbesserung der Brems- und Gleiteigenschaften der Karten. Das weitere
Reibungselement ist so angeordnet, dass eine volleingeschobene Karte an diesem weiteren Reibungselement anliegt, insbesondere in der gesamten Länge des Reibungselementes an dem Reibungselement anliegt. Dabei ist das weitere
Reibungselement derart beabstandet von der Ausgabeöffnung angeordnet, dass Karten in einer Ausgabeposition das weitere Reibungselement wenigstens teilweise, vorzugsweise zu wenigstens der Hälfte, bevorzugt zu wenigstens zwei
Dritteln, besonders bevorzugt vollständig, verlassen haben. Eine in einer Ausgabeposition positionierte Karte liegt somit vorzugsweise nur noch maximal zur Hälfte der Länge des weiteren Reibungselementes, bevorzugt maximal zu einem Drittel der Länge des weiteren Reibungselementes, besonders bevorzugt gar nicht mehr an dem Reibungselement an.
Die Länge der Reibungselemente bzw. die Länge des weiteren Reibungselementes ist dabei die Ausdehnung des
Reibungselementes bzw. des weiteren Reibungselementes entlang der Richtung, in der die Karten in den Kartenhalter eingeschoben und wieder aus diesem herausgeschoben bzw. aus diesem entnommen werden.
Dadurch ist die Reibungswirkung des weiteren Reibungselementes stark, wenn die Karten eingeschoben sind, und weniger stark oder gar nicht mehr vorhanden, wenn die Karten sich in einer Ausgabeposition befinden. Vorteilhaft kann dadurch effizient ein Herausfallen bzw. ein Herausrutschen der Karten im eingeschobenen Zustand verhindert werden, wobei dennoch ein leichtes Greifen der gestaffelt ausgeschobenen Karten möglich ist.
Das weitere Reibungselement weist vorzugsweise einen Abstand von wenigstens 4 cm, vorzugsweise wenigstens 5 cm zur
Ausgabeöffnung auf. Somit ist eine gute Reibungs- und Bremswirkung für Karten mit der Größe gängiger Kreditkarten gewährleistet.
Vorzugsweise sind innerhalb des Gehäuses wenigstens ein, vorzugsweise wenigstens zwei weitere Reibungselemente vorgesehen, wobei mehrere weitere Reibungselemente nach einer vorteilhaften Ausgestaltung jeweils auf gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses angeordnet sind, wodurch eine Reibungswirkung auf zwei gegenüberliegende
Seiten der Karten einwirkt. Dabei sind die Reibungselemente vorzugsweise an den zur Ausgabeöffnung und der flächigen
Gehäusefront- und Gehäuserückseite orthogonal angeordneten Gehäuseschmalseiten angeordnet. Das verringert die
Gefahr des Verkippens der Karten beim Ausgeben.
Nach einer Ausgestaltung sind wenigstens zwei, vorzugsweise wenigstens drei, bevorzugt wenigstens vier erfindungsgemäße Reibungselemente innerhalb des Gehäuses beabstandet zueinander angeordnet. Durch eine geeignete
Auswahl der Anzahl der Reibungselemente ist vorteilhaft die Reibungswirkung anpassbar. Dadurch wird ermöglicht, dass die eingeschobenen Karten festsitzen, während die teilweise ausgeschobenen Karten leicht zu entnehmen sind.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Ausgabeeinrichtung weiterhin ein Stützungselement zum Stützen der
Karten auf, wobei das Stützungselement derart mit dem Fächerelement und dem Betätigungselement wirkverbunden ausgebildet ist, dass durch Betätigen des Betätigungselementes das Stützungselement und das Fächerelement in eine
Ausgabeposition bewegt werden. Das Stützungselement ist somit im Sinne der Erfindung ein Führungselement, welches zusätzlich zu einer Kraftübertragung vom Betätigungselement auf das Vereinzelungselement auch eine stützende Wirkung für die Karten hat und insbesondere auch die Reibung zwischen den Karten und dem Gehäuse reduziert. Vorteilhaft ist somit eine gleichmäßige Ausgabe der Karten gewährleistet und ein Verkippen und/oder Verkeilen der Karten wird unterbunden.
Das Stützungselement weist dabei wenigstens ein plattenförmiges Flächenstützelement auf, welches innerhalb des
Gehäuses parallel zu einer flächigen Gehäuseseite ausgebildet ist. Dabei ist das Flächenstützelement dazu eingerichtet, zwischen einer flächigen Gehäuseseite und einer im Gehäuse angeordneten flächigen Kartenseite einer äußeren Karte eines innerhalb des Gehäuses angeordneten Kartenstapels angeordnet zu sein und vorzugsweise an der flächigen
Kartenseite der äußeren Karte anzuliegen. Dabei wird zur Ausgabe der Karten bei Betätigen des Betätigungselementes das
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Stützungselement parallel zu dieser äußeren Karte in eine Ausgangsposition bewegt. Somit ergibt sich vorteilhaft eine große Stützwirkung des Stützelements, da die Kontaktfläche zwischen der anliegenden Karte und dem Stützelement groß ist.
Das Flächenstützelement bewegt sich im Sinne der Erfindung auch dann parallel zu der Karte, wenn sich die Karte aufgrund des durch das Fächerelement übertragenen Impulses schneller und weiter in Richtung der Ausgabeöffnung bewegt als das
Stützelement. Relevant ist, dass sich die Karte und das Flächenstützelement gleichzeitig in eine Ausgabeposition bewegen.
Da das Flächenstützelement zwischen der Karte und einer flächigen Gehäuseseite angeordnet ist, wird vorteilhaft die
Reibung zwischen dieser Karte und der flächigen Gehäuseseite verringert. Somit kann die Karte leichter in eine
Ausgabeposition überführt werden.
Ein Flächenstützelement ist im Sinne der Erfindung plattenförmig ausgebildet, wenn es in zwei Dimensionen deutlich größer ausgedehnt ist als in einer dritten Dimension. Deutlich größer entspricht dabei einer wenigstens 10-fachen Ausdehnung, vorzugsweise einer wenigstens 20-fachen Ausdehnung. Die zwei Dimensionen, in denen das plattenförmige
Flächenstützelement deutlich größer ausgedehnt ist, verlaufen bei einer Anordnung des Flächenstützelementes innerhalb eines Gehäuses eines Kartenhalters bevorzugt parallel zur flächigen Gehäusefrontseite. Die dritte Dimension, insbesondere die Tiefe des Flächenstützelements, steht orthogonal zu der flächigen Gehäusefrontseite. Vorteilhaft nimmt das
Flächenstützelement dadurch wenig Platz innerhalb des Gehäuses ein, sodass mehr Karten darin Platz finden.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung weist das Flächenstützelement eine Grundfläche parallel zur flachigen
Gehäusefrontseite auf, die wenigstens 30 % der Fläche der Gehausefrontseite entspricht. Vorzugsweise beträgt der
Flächeninhalt der Grundfläche wenigstens 15 cm?. Die Grundfläche umfasst dabei die Außenseiten des
Flächenstützelementes, welches auch Öffnungen aufweisen kann. Die Fläche der Öffnungen beträgt dabei vorzugsweise maximal 70 % der Grundfläche. Vorteilhaft ist bietet ein derart ausgebildetes Flächenstützungselement hohe Stabilität für die innerhalb des Gehäuses angeordneten Karten bei gleichzeitigem Einsparen von Material im Vergleich zu einem
Stützungselement ohne Öffnungen, was das Gewicht des Kartenhalters reduziert.
Ein Kartenstapel ist im Sinne der Erfindung eine Anordnung einer oder mehrerer Karten, wobei die Kartenseiten mit der größten Fläche nebeneinander angeordneter Karten einander zugewandt und im Wesentlichen parallel angeordnet sind. Die
Karten, welche bei einer Anordnung eines Kartenstapels innerhalb eines Gehäuses einer flächigen Gehäuseseite zugewandt sind, werden im Sinne der Erfindung als äußere Karten bezeichnet.
Vorzugsweise weist das Stützungselement weiterhin wenigstens eine Schmalseite auf, welche an das Flächenstützelement angrenzend angeordnet ist. Bevorzugt ist die Schmalseite parallel zu einer Gehäuseschmalseite angeordnet und schließt mit dem plattenförmigen Flächenstützelement ab.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Stützungselement als ein Führungsschlitten ausgebildet. Dieser
Führungsschlitten ist im Sinne der Erfindung ein Bestandteil der Ausgabeeinrichtung, der wenigstens abschnittsweise zwischen dem Kartenstapel und wenigstens einer Gehäuseseite angeordnet ist. Der Führungsschlitten ist dabei derart kraftübertragend mit dem Fächerelement verbunden, dass das Fächerelement und der Führungsschlitten gemeinsam, also auch gemeinsam mit den Karten, über ein Betätigen des Betätigungselementes bewegbar sind. Der Führungsschlitten führt und stützt die Karten. Vorteilhaft garantiert der Führungsschlitten so eine feste, stabile Anordnung der Karten.
Das Mitbewegen des Führungsschlitten bei der Ausgabe der Karten reduziert vorteilhaft sie Reibung der Karten am
Gehäuse, wodurch eine damit verbundene Beanspruchung der äußeren Karten vermindert wird. Somit entstehen vorteilhaft weniger Abnutzungsspuren auf den Karten, was insbesondere im Hinblick auf an den Karten angeordnete Magnetstreifen oder sonstige sensible Bereiche in denen Daten auslesbar sind, dazu führen kann, dass die Funktionsfähigkeit der Karten eingeschränkt wird.
Der Führungsschlitten ist derart ausgebildet, dass in den Kartenhalter eingeschobene Karten durch den Führungsschlitten umfasst, also von wenigstens drei Seiten des Führungsschlittens begrenzt, sind. Der Führungsschlitten ist wenigstens abschnittsweise zwischen dem Gehäuse und den Karten angeordnet. Somit ist der sichere Halt der Karten gewährleistet.
Der Führungsschlitten ist optional U-förmig ausgebildet, wobei das plattenförmige Flächenstützelement parallel zur
Gehäusefrontseite angeordnet ist und dabei den Mittelteil der U-Form bildet.
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Bevorzugt weist der Führungsschlitten zwei parallel zur Gehäusefrontseite ausgebildete plattenförmige
Flächenstützelemente auf, welche das Reiben des Kartenstapels sowohl an der Gehäusefrontseite als auch an der
Gehäuserückseite vermindern. Die Karten sind vorzugsweise von wenigstens vier Seiten, bevorzugt von fünf Seiten, von
Abschnitten des Führungsschlittens umgeben. Somit ist eine hohe Stabilität der Karten innerhalb des Gehäuses und bei der
Ausgabe gegeben.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung sind an dem Führungsschlitten Federelemente angeordnet, welche eine Kraft auf die
Karten ausüben und die Karten so in ihrer Position innerhalb des Gehäuses fixieren, sodass sie nicht herausrutschen, aber mittels der Ausgabeeinrichtung in eine Ausgabeposition überführt werden können. Vorzugsweise sind an dem
Führungsschlitten wenigstens zwei, besonders bevorzugt wenigstens drei Federelemente angeordnet, wodurch die
Kraftverteilung auf die Karten gleichmäßig verteilt wird, da die Federelemente die Karten an mehreren Positionen berühren.
Somit ist ein gleichmäßiges Stützen der Karten realisiert.
Vorzugsweise hat die Fläche einer parallel zur Gehäusefrontseite verlaufenden Seite des Führungsschlittens wenigstens eine Größe, welche vorzugsweise der halben Fläche der Vorderseite einer Karte, besonders bevorzugt zwei Dritteln der
Fläche der Vorderseite einer Karte, ganz besonders bevorzugt der ganzen Fläche der Vorderseite einer Karte entspricht.
Somit ist eine große Schutz- und Stützwirkung des Führungsschlitten gewährleistet.
Nach einer optionalen Ausgestaltung weist der Kartenhalter eine Ausgabeeinrichtung auf, wobei die Ausgabeeinrichtung ein
Stützungselement, vorzugsweise einen Führungsschlitten, aufweist. Das Stützungselement, vorzugsweise der
Führungsschlitten, weist bevorzugt eine Schmalseite auf, an deren einer Seite, welche einer in den Kartenhalter eingeschobenen Karte zugewandt ist, wenigstens ein Reibungselement angeordnet ist. Dies erhöht den
Reibungskoeffizienten zwischen Karten und Kartenhalter, sodass die Karten vorteilhaft besser im Kartenhalter sitzen. Es können auch mehrere Reibungselemente, insbesondere auf unterschiedlichen Schmalseiten angeordnet sein, wobei die
Reibung dadurch weiter erhöht wird. So kann vorteilhaft der Halt der Karten im Kartenhalter derart angepasst werden, dass die Karten im eingeschobenen Zustand sicher verwahrt sind, aber in Ausgabeposition gut greifbar bleiben. Es ist dabei möglich ein solches Reibungselement auf jeder der beiden Schmalseiten des Stützungselements anzuordnen.
Vorzugsweise weist das Stützungselement zwei Schmalseiten auf, an denen jeweils wenigstens ein den eingeschobenen
Karten zugewandtes Reibungselement angeordnet ist. Optional ist ein weiteres Reibungselement an derselben Schmalseite angeordnet.
Vorzugsweise ist wenigstens eines der Reibungselemente oder das Reibungselement derart ausgebildet und angeordnet, dass eine in den Kartenhalter eingeschobene Karte über die Länge des Reibungselementes an dem Reibungselement anliegt. Dabei soll das Reibungselement oder die Reibungselemente jedoch so angeordnet sein, dass eine mittels des
Fächerelementes in eine Ausgabeposition bewegte Karte nur noch maximal zur Hälfte, vorzugsweise nur zu maximal einem
Drittel, bevorzugt gar nicht mehr an dem Reibungselement anliegt.
Nach einer möglichen Ausgestaltung ist ein am Stützungselement, vorzugsweise am Führungsschlitten angeordnetes
Reibungselement wenigstens 4 cm, bevorzugt wenigstens 5 cm, von der Ausgabeöffnung beabstandet angeordnet. Ein solcher Abstand zur Ausgabeöffnung ermöglicht einen erhöhten Reibungskoeffizienten zwischen den Karten und dem
Stützungselement, vorzugsweise dem Führungsschlitten, im vollständig eingeschobenen Zustand der Karten, wobei der
Reibungskoeffizient bei sich in einer Ausgabeposition befindlicher Karten gegenüber dem Kartenhalter, insbesondere gegenüber dem Stützungselement, vorzugsweise gegenüber dem Führungsschlitten, geringer ist. So haben volleingeschobene Karten vorteilhaft einen festen Sitz und können in einer Ausgabeposition dennoch leicht entnommen werden.
Optional ist dabei ein zweites Reibungselement an derselben Schmalseite am Stützungselement, vorzugsweise am
Führungsschlitten angeordnet. Auch dieses Reibungselement dient der Stützung und Führung der Karten. Dabei grenzt dieses zweite Reibungselement vorzugsweise an die Ausgabeöffnung an oder ist in geringem Abstand zur Ausgabeöffnung angeordnet, bevorzugt mit einem Abstand von maximal 10 mm, besonders bevorzugt mit einem Abstand von maximal mm, ganz besonders bevorzugt maximal 3 mm, zur Ausgabeöffnung. In dieser Ausführungsform sind wenigstens zwei
Reibungselemente auf einer Schmalseite ausgebildet. Dadurch haben die Karten bei Ausgabe einen guten Halt innerhalb
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Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Gehäuse und/oder die Ausgabeeinrichtung wenigstens abschnittsweise aus
Kunststoff ausgebildet. Kunststoff bezeichnet dabei ein synthetisch hergestelltes Material, welches bevorzugt Polymere aufweist, bspw. Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat (PC), Polyethylen-Terephthalat (PET) und Polyvinylchlorid (PVC). Eine mögliche Variante sieht auch vor, dass das Gehäuse und/oder die Ausgabeeinrichtung vollständig aus
Kunststoff ausgebildet sind. Dadurch ist der Kartenhalter vorteilhaft leichter als ein Kartenhalter, der beispielsweise aus
Metall ausgebildet ist. Ein weiterer Vorteil liegt in der Individualisierbarkeit des Materials; so kann beispielsweise eine der äußeren Oberflächen des Gehäuses ohne großen prozesstechnischen Aufwand und somit kostengünstig individuell gestaltet werden. Ein Kartenhalter mit einem Gehäuse aus Kunststoff ist im Herstellungsprozess gut formbar und vorteilhaft über ein additives Fertigungsverfahren, wie beispielsweise mittels 3D-Druck, verarbeitbar. So ist es möglich beliebige
Formen und individuelle Ausgestaltungen, beispielsweise reliefartige Gestaltungen oder Embleme, herzustellen.
Insbesondere ist ein solches Verfahren bei geringen Stückzahlen kostengünstiger, da auf ein teures Formwerkzeug verzichtet werden kann. So können schnell und kostengünstig individualisierte Kartenhalter hergestellt werden. Zusätzlich lässt sich eine aus Kunststoff gefertigte Ausgabeeinrichtung leicht an die Form des jeweiligen Gehäuses anpassen, in das sie eingefügt wird.
Das Stützungselement, vorzugsweise der Führungsschlitten, weist vorzugsweise eine abschirmende Wirkung für elektromagnetische Wellen im Radiofrequenzbereich, insbesondere eine RFID-Abschirmung, auf. Dazu ist das
Stützungselement, vorzugsweise der Führungsschlitten, bevorzugt aus Metall und/oder einer Metalllegierung, bspw. Kupfer,
Aluminium, Stahl, Edelstahl, Nickel, Nickel-Eisen-Legierungen, Titan, Bronze, Zink, Ferrit oder Silber ausgebildet.
Besonders bevorzugt weist das Stützungselement, vorzugsweise der Führungsschlitten dabei zwei parallel zur
Gehäusefrontseite ausgebildete plattenförmige Flächenstützelemente auf, wodurch das Reiben des Kartenstapels sowohl an der Gehäusefrontseite als auch an der Gehäuserückseite vermindert wird. Der Führungsschlitten ist dabei vorzugsweise nach Art eines Containers innerhalb des Gehäuses ausgebildet. Dadurch kann eine effektive Abschirmung von elektromagnetischen Wellen im Radiofrequenzbereich realisiert werden. Um eine Ausgabe der Karten zu gewährleisten, weist der Führungsschlitten dabei eine Öffnung in der Richtung auf, in der auch die Ausgabeöffnung angeordnet ist. Somit sind die Karten im Inneren des Gehäuses auslessicher gelagert. Vorteilhaft wird dadurch verhindert, das wichtige
Informationen, bspw. Zahlungsinformationen und/oder personenbezogene Daten durch Dritte entwendet werden können, solange die Karten sich im Kartenhalter befinden.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Gehäuse aus Metall, bspw. Aluminium, Edelstahl oder Titan, ausgebildet. Ein so ausgebildetes Gehäuse weist vorteilhaft eine hohe Stabilität gegenüber Umwelteinflüssen auf. Auch bietet ein solches Gehäuse bereits unabhängig von der Materialwahl des Stützungselements, insbesondere des
Führungsschlittens, eine Abschirmung von elektromagnetischen Wellen im Radiofrequenzbereich.
In einer weiteren Ausführungsform ist das Gehäuse und/oder die Ausgabeeinrichtung wenigstens abschnittsweise aus
Kunststoff und/oder Metall ausgebildet und weist eine Bespannung mit einem Obermaterial, insbesondere einem Leder und/oder einem Baumwoll- und/oder einem Jeansstoff auf. Eine solche Umhüllung bietet dem darunter liegenden Kunststoff vorteilhaft einen Schutz vor Abnutzung und erlaubt weitere Möglichkeiten zur Personalisierung durch den Nutzer. Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist das Obermaterial vom darunter liegenden Kunststoff trennbar. Somit ist vorteilhaft eine leichte Reinigung des Obermaterials durch den Nutzer gewährleistet.
Nach einer möglichen Variante weist das Stützungselement, vorzugsweise der Führungsschlitten an den plattenförmigen
Flächenstützelementen Aussparungen auf. Dadurch wird vorteilhaft Material und Gewicht eingespart. Vorzugsweise weist der Führungsschlitten mehrere Streben oder ein Gitter auf. Vorzugsweise ist das Material für die Streben oder das Gitter dabei aus der Gruppe der Metalle und/oder Metalllegierungen ausgewählt. Insbesondere bilden die Streben oder das Gitter hierbei einen Faraday’schen Käfig, welcher die darin enthaltenen Karten vor elektromagnetischen Wellen im
Radiofrequenzbereich und somit einem unautorisierten Auslesen schützt.
Einzelne Abschnitte des Gehäuses sind vorzugsweise mittels an den einzelnen Abschnitten angeordneten
Verbindungselementen verbindbar. So ist bevorzugt an einem Gehäuseabschnitt eine Nut vorgesehen, welche mit einem an
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Gehäuse aus wenigstens zwei separaten Abschnitten, die mittels wenigsten zwei, ganz besonders bevorzugt wenigstens vier, Nut-Feder-Verbindungen verbindbar sind. Dadurch ist vorteilhaft gewährleistet, dass die Komponenten des Gehäuses stabil verbunden sind.
Nach einer Ausführungsform weist das Gehäuse abschnittsweise eine Krümmung auf, insbesondere weisen die orthogonal zur Gehäusefront- und Gehäuserückseite sowie zur Ausgabeöffnung angeordneten Gehäuseschmalseiten eine Krümmung in zumindest eine Richtung auf. Dadurch werden scharfkantige Übergänge zwischen den Gehäuseseiten vermieden.
Vorteilhaft wird so sowohl die Abnutzung von Kanten des Gehäuses als auch die Beschädigung von anderen Gegenständen durch die Gehäusekanten verhindert.
Denkbar sind auch alternative Verwendungszwecke, wobei der Kartenhalter in seinen Dimensionen an andere Kartentypen, bspw. Spielkarten, angepasst ist. Dabei ist die Ausgabeeinrichtung derart angepasst, dass sie die Karten in einer geeigneten Weise für diesen Anwendungszweck ausgibt. Vorteilhaft können so unterschiedliche Kartentypen im
Kartenhalter mitgeführt und geschützt werden.
Ausführungsbeispiele
Anhand folgender Figuren und Ausführungsbeispiele wird die vorliegende Erfindung näher erläutert, ohne die Erfindung auf diese zu beschränken. Insbesondere sind in den einzelnen Figuren gezeigte und zu dem jeweiligen Beispiel beschriebene
Merkmale nicht auf das jeweilige Einzelbeispiel beschränkt.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Kartenhalter mit Karten in einer perspektivischen Darstellung,
A) Mmit Rückstellelement
B) ohne Rückstellelement
Fig. 2 einen Kartenhalter mit Karten in einer Seitansicht,
Fig. 3 ein Facherelement in einer Seitenansicht,
Fig. 4 ein Facherelement in einer perspektivischen Darstellung,
Fig. 5 ein Facherelement mit einer keilförmigen Stabilisierungsstrebe,
Fig. 6 eine alternative Ausgestaltung des Fächerelements mit einer flachigen Stabilisierungsstrebe,
Fig. 7 eine erste Ausführungsform eines als Führungsschlitten ausgebildeten Führungselementes mit einem
Fächerelement,
Fig. 8 eine zweite Ausführungsform eines als Führungsschlitten ausgebildeten Führungselementes mit einem
Fächerelement, und
Fig.9 eine perspektivische Darstellung eines an einem Gehäuseabschnitt angeordneten Führungsschlitten
A) mit Federelementen
B) ohne Federelemente, mit Aussparungen,
Fig. 10: ein Stützungselement in verschiedenen Ausgestaltungen
A) als Stützungselement mit einem plattenférmigen Flächenstützelement und einer Schmalseite,
B) Als Führungsschlitten ausgebildetes Stützungselement,
C) Als Führungsschiitten mit zwei Schmalseiten ausgebildetes Stützungselement,
Fig. 11 eine Explosionszeichnung der Zusammensetzung eines Führungsschlittens sowie zweier Gehäuseabschnitte
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A) Der Führungsschlitten weist Aussparungen auf,
B) Der Führungsschlitten ist mit vollflächigen plattenförmigen Flächenstützelement ausgebildet.
Fig. 12 ein Lagerzapfen mit Ausstülpungen in einer Querschnittsdarstellung.
In den Fig. 1A und 1B ist ein, hier als Kreditkartenhalter ausgebildeter, Kartenhalter 1 zum Aufbewahren von Karten 2 dargestellt. Die Karten 2 sind in diesem Beispiel partiell innerhalb eines Gehäuses 3 und partiell außerhalb des Gehäuses 3, also in einer Ausgabeposition angeordnet und können über eine, hier nach oben weisende Ausgabeôffnung 4 in das
Gehäuse 3 eingeschoben und auch wieder aus dem Gehäuse 3 entnommen werden. Bei einer Anordnung der Karten 2 im
Gehäuse 3 ist die flachige Seite der Karten 2 parallel zur Gehäusefront- oder Gehäuserückseite 3b angeordnet.
Um eine anwenderfreundliche Ausgabe der Karten 2 aus dem Gehäuse 3 zu gewährleisten, ist eine Ausgabeeinrichtung 5 an dem Gehause 3 angeordnet. Die Ausgabeeinrichtung 5 weist ein Facherelement 6 auf, welches dazu ausgebildet ist, die
Karten 2 in eine Ausgabeposition zu bringen. Das Fächerelement 6 weist mehrere Lamellen 7 zur Vereinzelung der Karten auf, welche vorzugsweise derart ausgebildet und angeordnet sind, dass jeweils eine Karte 2 durch eine der Lamellen 7 aus der Ausgabedffnung 4 ausgeschoben wird.
An der Ausgabeeinrichtung 5 ist ferner ein Betätigungselement 8 angeordnet, welches über ein Führungselement 9 mit dem
Fächerelement 6 verbunden ist. Dadurch wird durch ein Verschieben des Betätigungselemente 8 das Fächerelement 6 bewegt. Die Karten 2 werden also über eine Bewegung des Betätigungselementes 8, insbesondere über ein Verschieben des Betätigungselementes 8 in Richtung der Ausgabedffnung 4, nach oben aus der Ausgabedffnung 4 ausgegeben. In dieser Darstellung ist das Fächerelement 6 um einen ersten und einen zweiten verschiebbaren Drehpunkt 10 und 11 gelagert und führt zur Ausgabe der Karten 2 eine Bewegung durch, die eine Überlagerung aus einer translatorischen und einer rotatorischen Bewegung ist. Der erste Drehpunkt 10 ist dabei in seinem Weg durch das Führungselement 9 festgelegt, welches hier eine starre Verbindung des Drehpunktes 10 mit dem Betätigungselement 8 gewährleistet. Die Bewegung des ersten Drehpunktes 10 erfolgt somit nur in Ausgaberichtung À oder entgegen dieser Ausgaberichtung À. Das
Betätigungselement 8 ist hier an der Gehäuseschmalseite 3a des Gehäuses 3 angeordnet.
Der zweite Drehpunkt 11 wird durch eine eindimensionale Führungseinrichtung, die hier aus einer Führungsschiene 12 und einer Grenzflache des Gehäuses 3 ausgebildet sein kann, in seiner Bewegung begrenzt, woraus eine horizontale
Bewegung des zweiten Drehpunktes 11, senkrecht zur Ausgaberichtung A, entlang der Führungsschiene 12 resultiert.
Die Bewegung der hier gebogen ausgebildeten Lamellen 7 ist bei einem Verschieben des Betätigungselementes 8 eine
Überlagerung aus einer translatorischen und einer rotatorischen Bewegung. Aufgrund der gebogenen Form der Lamellen 7 wird ein gutes Greifen bzw. Ausschieben der Karten 2 ermôglicht, wodurch eine stabile Ausgabe der Karten 2 aus der
Ausgabeôffnung 4 ermöglicht wird.
Um ein unbeabsichtigtes Herausrutschen der Karten 2 aus der Ausgabedffnung 4 des Gehäuses 3 zu verhindern, sind zwei
Reibungselemente 13 innerhalb des Gehäuses 3 an der Ausgabeôffnung 4 angeordnet. Die Reibungselemente 13 sind derart ausgebildet, dass eine erhöhte Reibung zwischen den Karten 2 und den Reibungselementen 13 verhindert, dass die
Karten 2 aufgrund der Schwerkraft herausfallen können, wenn die Ausgabeôffnung 4 nach unten weist. Weiterhin sorgen die Reibungselemente 13 vorteilhaft für eine gezielte Führung und eine definierte Vereinzelung der Karten 2.
Vorzugsweise ist an dem Facherelement 6 ein in Fig. 1A gezeigtes Rückstellelement 14 angeordnet, welches beispielsweise als Rückstellfeder 14 ausgebildet sein kann. Das Rückstellelement 14 ist mit dem Fächerelement 6 und mit dem Gehäuse 3 verbunden und die durch das Rückstellelement 14 zur Verfügung gestellte Kraft führt dazu, dass die
Ausgabeeinrichtung 5 aus Fächerelement 6, Führungselement 9 und Betätigungselement 8 sich wieder zurück in eine
Ausgangsposition bewegt, sobald keine Kraft mehr auf das Betätigungselement 8 ausgeübt wird. In dieser Ausgangposition liegt das Fächerelement 6 an einer der Ausgabeôffnung 4 abgewandten Seite des Gehäuses 3, welche in dieser Darstellung die untere Seite des Gehäuses 3 ist, an.
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In Fig. 1B ist kein Rückstellelement am Fächerelement 6 angeordnet. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist jedoch das Führungselement 9 derart ausgebildet, dass das Betätigungselement 8 näher an der Ausgabeöffnung 4 angeordnet ist als bei der Ausbildung, die in Fig. 1A dargestellt ist.
Eine Seitendarstellung eines Kartenhalters 1 ist in Fig. 2 gezeigt. Dabei sind in der Ebene der Darstellung verlaufende
Seiten des Gehäuses 3 nicht dargestellt bzw. nur schemenhaft angedeutet. Innerhalb des Gehäuses 3 sind Karten 2 angeordnet, welche gemäß der Anordnung der Lamellen 7 unterschiedlich weit aus der am oberen Ende, auch Stirnseite, des Gehäuses 3 angeordneten Ausgabeöffnung 4 ausgeschoben sind. Die Karten 2 sind somit abschnittsweise innerhalb und abschnittsweise außerhalb des Gehäuses 3 angeordnet.
Das Fächerelement 6 ist dabei nicht an einer Grenzfläche des Gehäuses 3 in der Ausgangsposition, sondern in Richtung der Ausgabeöffnung 4 verschoben angeordnet. Das vorhandene Reibungselement 13 sorgt für ein definiertes und gleichmäßiges Auffächern bzw. für eine Vereinzelung der Karten.
In Fig. 3 ist eine Seitenansicht eines Fächerelementes 6 dargestellt. Die Lamellen 7 sind gebogen ausgebildet und zwei benachbarte Lamellen 7 sind jeweils in einem Verbindungsbereich V miteinander verbunden.
Weiterhin weist das Fächerelement 6 eine Stabilisierungsstrebe 15 auf, welche an einem Ende eine Verstärkung 16 aufweist. Diese Stabilisierungsstrebe 16 verbindet die einzelnen Lamellen 7 miteinander, sodass jeweils zwei benachbarte
Lamellen 7 einmal direkt und einmal über die Stabilisierungsstrebe 15 miteinander verbunden sind.
Weiterhin weist das Fächerelement 6 eine erste und eine zweite Durchgangsöffnung 17, 18 auf. Die erste
Durchgangsöffnung 17 ist bei einer Anordnung des Fächerelementes 6 im in Fig. 1 dargestellten Gehäuse um den ersten
Drehpunkt angeordnet und die zweite Durchgangsöffnung ist dabei um den zweiten Drehpunkt angeordnet.
Eine perspektivische Ansicht einer möglichen Ausgestaltung eines Fächerelementes 6 ist in Fig. 4 gezeigt. Auch hier haben die Lamellen 7 eine gebogene Form. In diesem Ausführungsbeispiel weist die Stabilisierungsstrebe 15 eine keilartige Form auf. Die Stabilisierungsstrebe 15 ist dabei an der breitesten Lamelle 7 breiter ausgebildet und die Breite der
Stabilisierungsstrebe 15 nimmt zu den schmaleren Lamellen 7 hin, also zur Verstärkung 16 hin, ab.
An der zweiten Durchgangsöffnung 18 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein Abstandselement 19 angeordnet, welches die exakte Positionierung der Stabilisierungsstrebe 15 innerhalb des Gehäuses 3 unterstützt.
Ein Fächerelement 6 mit einer Stabilisierungsstrebe 15 mit einer keilartigen Form in einer Seitansicht ist in Fig. 5 gezeigt.
Die Lamellen 7 sind dabei auch über das Stabilisierungselement 15 verbunden. Dabei ist der schmale Abschnitt der keilförmigen Stabilisierungsstrebe 15 an den schmaleren Lamellen 7, also jenen Lamellen 7 mit geringerer Breite 7.1, angeordnet. In der Zeichnung sind mittels gestrichelter Linien auch die Positionen der Drehachsen des ersten Drehpunktes und des zweiten Drehpunktes 11 markiert. Dabei sind dies die Drehpunkte 10, 11, wenn das Fächerelement 6 in einem
Gehäuse eines Kartenhalters eingebaut ist, wie beispielsweise in Fig. 1 dargestellt.
Fig. 6 zeigt eine alternative Ausgestaltung des Fächerelements 6. Hier ist die Stabilisierungsstrebe 15 als flächiges Element ausgebildet. Dabei ist die Stabilisierungsstrebe 15 so angeordnet, dass die Lamellen 7 von der Stabilisierungsstrebe abstehend angeordnet sind. Dabei bildet die Stabilisierungsstrebe 15 eine Grenzflächenebene. Die Auflagefläche jeder
Lamelle ist um die Breite der Lamelle zur Grenzflächenebene versetzt angeordnet, sodass die Lamellen mit ihrer
Schmalseite und entlang ihrer Längsrichtung an die Grenzflächenebene angrenzen. Die Lamellen 7 somit entlang ihrer
Längsrichtung komplett durch die Stabilisierungsstrebe gestützt. Dabei ist zumindest der erste Drehpunkt 10 des
Fächerelements 6 an der Stabilisierungsstrebe 15 angeordnet. Das ermöglicht eine schmalere Ausführung des
Fächerelements sowie verbesserte Führungseigenschaften des Fächerelements beim Befördern der Karten in eine
Ausgabeposition. Durch die flächige Dimensionierung der Stabilisierungsstrebe 15 ist diese dazu geeignet, denen am
Drehpunkt 10 auftretenden Kräften standzuhalten.
ANO-0004-P-LU 05.03.2024 Luxemburgische Patentanmeldung
16 LU506513
In den Fig. 7 und 8 sind zwei Ausführungsbeispiele eines als Stützungselement 9A ausgebildetes Führungselementes 9 dargestellt, welches hier als Führungsschlitten 9B ausgebildet ist. Dabei ist das Fächerelement 6 über die erste
Durchgangsöffnung 17 mit dem als Stützungselement 9A ausgebildeten Führungselement 9 verbunden. Vorzugsweise ist an dem Führungselement 9 ein in dieser Darstellung nicht erkennbarer, innerhalb der ersten Durchgangsöffnung 17 positionierter Drehpunktzapfen angeordnet, durch welchen im Zusammenspiel mit der ersten Durchgangsöffnung 17 die
Position des ersten Drehpunkts 10 festgelegt wird. An dem als Führungsschlitten ausgebildeten Führungselement 9 ist dabei das Betätigungselement 8 angeordnet, wobei durch die Bewegung des Betätigungselementes 8 der Führungselement 9 bewegt wird und somit auch der erste Drehpunkt 10 verschoben wird.
Der Führungsschlitten 9B weist in diesen Ausführungsbeispielen eine U-Form auf, bei der ein plattenförmiges
Flächenstützelement 9.1 zwischen zwei kleineren Schmalseiten 9.2 angeordnet und mit diesen verbunden ist. Das plattenförmige Flächenstützelement 9.1 bildet hier den Mittelteil der U-Form.
Ferner sind an dem Führungsschlitten 9B in Fig. 7 Federelemente 20 angeordnet, welche derart ausgebildet und an dem
Führungsschlitten 9B angeordnet sind, dass sie die (hier nicht dargestellten) Karten in ihrer Position innerhalb des in Fig. 8 dargestellten Gehäuses fixieren.
In Fig. 8 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem der Führungsschlitten keine Federelemente aufweist. Das plattenförmige Flächenstützelement 9.1 des Führungsschlittens 9B weist hier eine Mehrzahl an Aussparungen 21 auf.
Eine perspektivische Darstellung eines Abschnittes eines Kartenhalters 1, bei dem ein oberer Abschnitt des Gehäuses nicht dargestellt ist, ist in den Fig. 9A und 9B in einer perspektivischen Darstellung zu sehen. An dem einen Ende des
Kartenhalters 1 ist die Ausgabeöffnung 4 angeordnet und an dem der Ausgabeöffnung 4 abgewandten Abschnitt ist das
Fächerelement 6 positioniert. In Fig. 9A ist das Führungselement 9 als Führungsschlitten 9B mit Federelementen 20 ausgebildet. In Fig. 9B ist das Führungselement 9 als Stützungselement 9A, insbesondere als Führungsschlitten 9B mit an dem plattenförmigen Flächenstützelement 9.1 angeordneten Aussparungen 21 ausgebildet. An einer Schmalseite 9.2 des
Führungsschlittens 9B ist das Betätigungselement 8 angeordnet.
Diese Darstellung zeigt nur einen Gehäuseabschnitt 3.1, also einen Abschnitt des Gehäuses 3. An diesem
Gehäuseabschnitt 3.1 sind Verbindungselemente 22 angeordnet, welche derart ausgebildet und angeordnet sind, dass mittels dieser Verbindungselemente 22 dieser Gehäuseabschnitt 3.1 mit einem weiteren, dazu korrespondierend ausgebildeten, Gehäuseabschnitt verbindbar ist.
In den Fig. 10A, 10B und 10C sind unterschiedliche Ausführungsbeispiele eines als Stützungselement 9A ausgebildeten
Führungselementes 9 dargestellt. Dabei weist die Variante in Fig. 10A ein mit dem Fächerelement 6 verbundenes plattenförmiges Flächenstützelement 9.1 sowie eine Schmalseite 9.2 auf. An der Schmalseite 9.2 ist das
Betätigungselement 8 angeordnet.
In Fig. 10B ist ein Führungsschlitten 9B dargestellt, bei dem zwei parallel angeordnete plattenförmige
Flächenstützelemente 9.1 über eine Schmalseite 9.2 verbunden sind. In Fig. 9C ist ein Führungselement 9 mit zwei plattenförmigen Flächenstützelementen 9.1 und zwei Schmalseiten 9.2 dargestellt. Dabei weist eines der plattenförmigen
Flächenstützelemente 9.1 eine Aussparung 21 auf.
In den Fig. 11A und 11B wird ein Zusammensetzen der Gehäuseabschnitte und dem dazwischen angeordneten
Stützungselement dargestellt. Dabei weist das Stützungselement in Fig. 11A Aussparungen auf, während die plattenförmigen Flächenstützelemente des in Fig. 11B dargestellten Stützungselementes vollflächig ausgebildet sind.
In Fig. 12 ist ein in einer Durchgangsöffnung 17 eines Führungselementes 9 angeordneter Lagerzapfen 23 in einer
Querschnitt-Darstellung gezeigt. Dieser Lagerzapfen weist drei Ausstülpungen 24 auf. Dadurch wird die längste Sehne 25 des Lagerzapfenquerschnittes gegenüber dem Durchmesser 25 des Lagerzapfens ohne Ausstülpungen etwas erhöht.
ANO-0004-P-LU 05.03.2024 Luxemburgische Patentanmeldung
17 LU506513
Diese Erhöhung liegt vorzugsweise im Bereich von bis zu 25 %. Dadurch kann vorteilhaft eine geringe Reibung erzielt werden, bei der dennoch ein fester Sitz des Lagerzapfens 23 in der Durchgangsöffnung 17 erreicht wird.
ANO-0004-P-LU 05.03.2024 Luxemburgische Patentanmeldung
18 LU506513
Bezugszeichenliste 1 Kartenhalter, Kreditkartenhalter 2 Karte 3 Gehäuse, Container, Behälter 3a Gehäuseschmalseite 3b Gehäusefront-/ Gehäuserückseite 3.1 Gehäuseabschnitt 4 Ausgabeöffnung
Ausgabeeinrichtung 6 Fächerelement 7 Lamelle 7.1 Breite der Lamellen 8 Betätigungselement 9 Führungselement 9A Stützungselement 9B Führungsschlitten 9.1 Plattenförmiges Flächenstützelement 9.2 Schmalseite
Erster Drehpunkt 11 Zweiter Drehpunkt 12 Führungsschiene 13 Reibungselement 14 Rückstellelement, Rückstellfeder
Stabilisierungsstrebe 16 Verstärkung 17 Erste Durchgangsöffnung 18 Zweite Durchgangsöffnung 19 Abstandselement
Federelement 21 Aussparung 22 Gehäuseverbindungselement 23 Lagerzapfen 24 Ausstülpung
Längste Sehne des Lagerzapfens 26 Durchmesser des Lagerzapfens ohne Ausstülpungen
ANO-0004-P-LU 05.03.2024 Luxemburgische Patentanmeldung
19 LU506513
V Verbindungsbereich
ANO-0004-P-LU 05.03.2024 Luxemburgische Patentanmeldung
Claims (18)
1. Kartenhalter (1) für Karten (2), aufweisend — ein Gehäuse (3), aufweisend eine Ausgabeöffnung (4), — eine Ausgabeeinrichtung (5) zum Ausgeben der Karten (2) aus der Ausgabeöffnung (4), aufweisend ein Fächerelement (6) und ein Betätigungselement (8), wobei das Betätigungselement (8) derart mit dem Fächerelement (6) wirkverbunden ausgebildet ist, dass durch Betätigen des Betätigungselementes (8) die Karten (2) mittels des Fächerelementes (6) ausgegeben werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Fächerelement (6) in zumindest einem Bereich Lamellen (7) zum Vereinzeln der Karten (2) bei deren Ausgabe aufweist, wobei die Lamellen (7) versetzt zueinander angeordnet sind, und wobei die Lamellen (7) eine Breite aufweisen, wobei von einer Lamelle zur darauffolgenden Lamelle die Breite jeweils in Längsrichtung des Fächerelements um eine Breitendifferenz abnimmt.
2. Kartenhalter (1) nach Anspruch 1, wobei die Lamellen (7) eine gebogene Form aufweisen.
3. Kartenhalter (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Fächerelement (6) eine Stabilisierungsstrebe (15) zur Verbindung der Lamellen (7) aufweist.
4. Kartenhalter (1) nach Anspruch 3, wobei die Stabilisierungsstrebe (15) entlang ihrer Längsrichtung eine variierende Dicke aufweist.
5. Kartenhalter nach einem der Ansprüche 3 oder 4, wobei die Stabilisierungsstrebe als flächiges Element ausgebildet ist.
6. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Fächerelement (6) drehbar um einen verschiebbaren Drehpunkt (10, 11) gelagert ist.
7. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei ein mit dem Betätigungselement (8) wirkverbunden ausgebildetes Führungselement (9) am Kartenhalter (1) angeordnet ist.
8. Kartenhalter nach Anspruch 7, wobei an dem Führungselement (9) ein Lagerzapfen angeordnet ist, der in einer am Fächerelement (6) angeordneten Öffnung, vorzugsweise Durchgangsöffnung (17), gelagert ist.
9. Kartenhalter nach Anspruch 8, wobei der Lagerzapfen Ausstülpungen aufweist.
10. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Betätigungselement (8) derart ausgebildet und angeordnet ist, dass das Betätigen des Fächerelementes (6) mittels einer rotatorischen oder einer translatorischen Bewegung des Betätigungselementes (8) erfolgt. ANO-0004-P-LU 05.03.2024 Luxemburgische Patentanmeldung
21 LU506513
11. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei das Betätigungselement (8) einen Geber aufweist und wobei das Fächerelement einen Aktor aufweist, und wobei das Betätigungselement elektrisch und/oder elektronisch mit dem Fächerelement (6) verbunden ist.
12. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Ausgabeeinrichtung (5) ein Rückstellelement (14) aufweist, welches derart mit dem Fächerelement (6) wirkverbunden ausgebildet ist, dass eine Rückstellkraft auf das Fächerelement (6) wirkt.
13. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei an dem Gehäuse (3) ein Reibungselement (13) derart im Inneren des Gehäuses (3) angeordnet ist, dass es bei bestimmungsgemäBem Gebrauch eine Kraft auf die im Innern des Gehäuses angeordneten Karten ausübt.
14. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Gehäuse (3) und/ oder die Ausgabeeinrichtung (5) aus Kunststoff gefertigt ist.
15. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Ausgabeeinrichtung (5) ein Stützungselement (9A) aufweist, wobei das Stützungselement wenigstens ein parallel zu einer ersten flächigen Gehäuseinnenseite (3b) angeordnetes, plattenförmiges Flächenstützelement (9.1) aufweist, wobei das plattenförmige Flächenstützelement (9.1) derart mit dem Fächerelement (6) in Wirkverbindung ausgebildet ist, dass das plattenförmige Flächenstützelement (9.1) durch ein Betätigen des Betätigungselementes (8) gemeinsam mit dem Fächerelement (6) in Richtung der Ausgabeöffnung (4) bewegbar ist.
16. Kartenhalter nach Anspruch 15, wobei es sich bei dem Stützungselement (9A) um einen Führungsschlitten (9B) handelt.
17. Kartenhalter nach Anspruch 15 oder 16, wobei das Stützungselement eine Schmalseite (9.2) aufweist, wobei die Schmalseite (9.2) parallel zu einer Gehäuseschmalseite (3a) angeordnet ist.
18. Kartenhalter (1) nach einem der Ansprüche 15 bis 17, wobei das Stützungselement (9A) Federelemente (20) zum Fixieren der Karten (2) aufweist. ANO-0004-P-LU 05.03.2024 Luxemburgische Patentanmeldung
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Effective date: 20250910 |