EP4747465A1 - Verriegelungsbeschlag und tür- oder fensteranordnung - Google Patents
Verriegelungsbeschlag und tür- oder fensteranordnungInfo
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- EP4747465A1 EP4747465A1 EP25730602.7A EP25730602A EP4747465A1 EP 4747465 A1 EP4747465 A1 EP 4747465A1 EP 25730602 A EP25730602 A EP 25730602A EP 4747465 A1 EP4747465 A1 EP 4747465A1
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- E05B15/0205—Striking-plates, keepers, staples
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Verriegelungsbeschlag (10) mit einem Hebegetriebe (18), einer Treibstange (20) und einer Deckschiene (22), wobei das Hebegetriebe (18) mittels einer Handhabe (H) antreibbar und mit der Treibstange (20) gekoppelt ist, so dass die Treibstange (20) mittels des Hebegetriebes (18) zwischen einer relativ zur Deckschiene (22) abgesenkten Stellung sowie einer relativ zur Deckschiene (22) angehobenen Stellung verlagerbar ist, wobei an der Treibstange (20) eine Riegeleinrichtung (26) mit einem ein- und ausfahrbaren Riegel (28) befestigt ist, wobei der Riegel (28) derart antreibbar ist, dass sich der Riegel (28) bei abgesenkter Stellung der Treibstange (20) in ausgefahrener Riegelstellung befindet, in der der Riegel (28) eine stirnseitige Öffnung (30) der Deckschiene (22) durchdringt und über die Stirnseite der Deckschiene (22) vorsteht, und dass sich der Riegel (28) bei angehobener Stellung der Treibstange (20) in eingefahrener Riegelstellung befindet, in der der Riegel (28) nicht über die Stirnseite der Deckschiene (22) hinausragt. Eine Tür- oder Fensteranordnung (100) mit einem solchen Verriegelungsbeschlag (10) ist angegeben.
Description
Anmelder: Gretsch-Unitas GmbH Baubeschläge Johann-Maus-Straße 3 71254 Ditzingen Allgemeine Vollmacht: Ref. 4.3.5.-Nr.1046/01-AV 16450752WO 27.05.2025 ELL/VBU Titel: Verriegelungsbeschlag und Tür- oder Fensteranordnung Beschreibung Die Erfindung betrifft einen Verriegelungsbeschlag mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1. Zudem betrifft die Erfindung eine Tür- oder Fensteranordnung mit den Merkmalen des nebengeordneten Anspruchs. Verriegelungsbeschläge für Tür- oder Fensteranordnungen mit einem relativ zum Rahmen anhebbaren und in der angehobenen Stellung verschiebbaren Flügel (Hebeschiebeflügel) sind aus dem Stand der Technik bekannt. Solche Verriegelungsbeschläge weisen ein Hebegetriebe auf, welches mittels einer Handhabe betätigbar ist. Befindet sich der Flügel in der relativ zum
Rahmen abgesenkten Stellung, wird beim Betätigen der Handhabe einerseits der Flügel angehoben und andererseits die Treibstange entgegen der Schwerkraftrichtung nach oben verlagert. Dabei werden an Verriegelungspunkten zwischen Rahmen und Flügel Riegel bzw. Riegelbolzen in die entriegelte Stellung verlagert, so dass der Flügel hiernach relativ zum Rahmen entlang einer Verschieberichtung verschoben werden kann. Die Verriegelungspunkte können unterschiedlich ausgebildet sein. So können Riegelbolzen am Rahmen der Tür- oder Fensteranordnung befestigt sein, wobei in der flügelseitig angeordneten Treibstange ein korrespondierender Schlitz ausgebildet sein kann, der als Gegenstück (Schließplatte) für einen der Riegelbolzen dient. Ebenfalls denkbar ist, dass an der Treibstange ein oder mehrere Riegelbolzen befestigt sind und rahmenseitig eine oder mehrere Schließplatten angeordnet sind. Beide Ausführungen haben den Nachteil, dass die Riegelbolzen bei geöffnetem Flügel in den Durchgangsbereich hineinragen. So besteht das Risiko, dass man beim Durchgehen an den (oftmals gefetteten) Riegelbolzen streifen kann, was Verschmutzungs- und Verletzungsgefahren mit sich bringt. Zudem führen die bei geöffnetem Flügel sichtbaren Riegelbolzen zu optischen Beeinträchtigungen. Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit besteht darin, flügelseitig am Hebeschiebegetriebe Schwenkhaken vorzusehen, die jeweils mit einer rahmenseitig angeordneten Schließplatte zusammenwirken. Hierbei ist nachteilig, dass die Ausfräsung im Flügelprofil besondere Aussparungen benötigt, um die Schwenkhakeneinheit aufzunehmen. Zudem lässt sich der Anpressdruck mit Schwenkhaken schwieriger erzeugen als mit
einem Riegelbolzen, so dass erhöhte Bedienkräfte die Folge sind. Als weitere Ausgestaltungsmöglichkeit sind magnetische Riegelbolzen am Hebeschiebegetriebe bekannt, die mit einer korrespondierenden Schließplatte am Rahmen zusammenwirken, die einen Magneten umfasst. Dabei sind die Riegelbolzen bei geöffnetem Flügel im Flügelprofil versenkt und treten erst dann aus diesem hervor, wenn der Flügel in die relativ zum Rahmen geschlossene Stellung verfahren wird und der betreffende Riegelbolzen mit seiner Schließplatte mit Magnet fluchtet und an diese angenähert ist. Sollte der Abstand zwischen Riegelbolzen und Magnet nicht korrekt sein, kann es auftreten, dass der Riegel nicht ausfährt und der Flügel somit nicht oder nicht hinreichend am Rahmen verriegelt ist. Dies beeinträchtigt die Sicherheit. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verriegelungsbeschlag bereit zu stellen, bei dem die Gefahr von Verschmutzungen oder Verletzungen an Riegelbolzen reduziert ist und dennoch eine zuverlässige Verriegelung erzielt werden kann. Die Erfindung löst diese Aufgabe durch einen Verriegelungsbeschlag mit den Merkmalen von Anspruch 1. Der Verriegelungsbeschlag ist für eine einen Rahmen und einen Flügel umfassende Tür- oder Fensteranordnung eingerichtet und/oder bestimmt. Der Verriegelungsbeschlag weist ein Hebegetriebe, eine Treibstange und eine Deckschiene auf, in der die Treibstange
entlang ihrer Längsachse verschieblich geführt ist. Das Hebegetriebe kann in einem Schlossgehäuse angeordnet sein (Hebeschloss mit Hebegetriebe). Das Hebegetriebe ist mittels einer Handhabe antreibbar und mit der Treibstange gekoppelt, so dass die Treibstange (entlang ihrer Längsrichtung) je nach Betätigungsrichtung der Handhabe mittels des Hebegetriebes zwischen einer relativ zur Deckschiene abgesenkten Stellung (erste Stellung) sowie einer relativ zur Deckschiene angehobenen Stellung verlagerbar ist (zweite Stellung, die von der ersten Stellung abweicht). An der Treibstange ist mindestens eine Riegeleinrichtung mit einem (relativ zur Riegeleinrichtung bzw. deren Gehäuse) ein- und ausfahrbaren Riegel befestigt. Der Riegel ist (über die Riegeleinrichtung) derart antreibbar, dass sich der Riegel bei abgesenkter Stellung der Treibstange in ausgefahrener Riegelstellung befindet, in der der Riegel eine stirnseitige Öffnung der Deckschiene (Öffnung an einer Stirnseite bzw. einer Stirnwandung der Deckschiene) durchdringt und über die Stirnseite der Deckschiene vorsteht. Dadurch lässt sich eine Verriegelungsstellung bereitstellen. Weiter ist der Riegel (über die Riegeleinrichtung) derart antreibbar, dass sich der Riegel bei angehobener Stellung der Treibstange in eingefahrener Riegelstellung befindet, in der der Riegel nicht über die Stirnseite der Deckschiene hinausragt. Mit anderen Worten ist der Riegel in der eingefahrenen Riegelstellung relativ zur Stirnseite der Deckschiene bündig angeordnet oder in dieser versenkt. Dadurch lässt sich eine Entriegelungsstellung bereitstellen.
Mit dem vorgeschlagenen Verriegelungsbeschlag ist somit eine sichere, zuverlässige und ästhetische Lösung geschaffen. Durch Antrieb des Riegels über die Riegeleinrichtung können auf zuverlässige Weise die eingefahrene Riegelstellung wie auch die ausgefahrene Riegelstellung erreicht werden. Weiter befindet sich der Riegel dann, wenn die Treibstange in relativ zum Deckprofil angehobener Stellung ist (entspricht einer entriegelten und relativ zum Rahmen verschiebbaren Stellung des Flügels), in der eingefahrenen Riegelstellung. Somit stehen keine Riegel in den Durchgangsbereich hinein, so dass die Gefahr von Verschmutzungen bzw. Verletzungen beim Passieren der Durchgangsöffnung gebannt ist. Da sich die Riegel in eingefahrener Stellung befinden, sind diese vor Umgebungseinflüssen geschützt. Zudem ergibt sich eine ansprechendere Ästhetik. Der Verriegelungsbeschlag kann mehrere Riegeleinrichtungen mit einem ein- und ausfahrbaren Riegel aufweisen, bspw. zwei, drei oder vier Riegeleinrichtungen. Diese sind in Aufbau und Funktionsweise vorzugsweise analog wie die hier beschriebene Riegeleinrichtung. Die Deckschiene weist eine Stirnwandung und zwei sich von der Stirnwandung (vorzugsweise parallel zueinander) weg erstreckende Seitenwandungen auf. Die Deckschiene kann einen U-förmigen Querschnitt aufweisen. Die Handhabe des Hebegetriebes kann im Gehäuse des Hebeschlosses drehbar gelagert sein. Der Riegel bzw. die Riegeleinrichtung sind vorzugsweise derart eingerichtet und/oder derart ansteuerbar ausgebildet, dass der
Riegel kurz nach Beginn einer Betätigung der Handhabe, mit der die Treibstange in die relativ zur Deckschiene abgesenkte Stellung verlagert wird, freigegeben bzw. in die ausgefahrene Riegelstellung verbracht wird, so dass der Riegel einen möglichst großen Ausfahrweg aufweist (möglichst "tiefer" Riegeleingriff relativ zu einem Schließblech in ausgefahrener Riegelstellung). Dies erhöht die Sicherheit gegen Aushebeln des Flügels, bspw. bei einem Einbruchsversuch. Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Riegeleinrichtung ein Gehäuse mit einem darin ausgebildeten Riegelführungskanal auf, in welchem der Riegel verschieblich geführt und zwischen der ausgefahrenen Riegelstellung und der eingefahrenen Riegelstellung verlagerbar ist. Dies trägt zu einer konstruktiv einfachen und stabilen Riegelführung bei. Das Gehäuse kann an der Treibstange befestigt, insbesondere verschraubt sein. Die Mittellängsachse des Riegelführungskanals ist vorzugsweise orthogonal zur Längsachse der Treibstange orientiert. Das Gehäuse kann mehrteilig ausgebildet sein, mithin also aus zwei oder mehreren Gehäuseteilen bestehen. Im Konkreten kann das Gehäuse aus einem Gehäuseunterteil und einem Gehäuseoberteil gebildet sein, die konstruktiv voneinander abweichen. Alternativ hierzu kann das Gehäuse aus zwei Gehäusehälften gebildet sein, die vorzugsweise identisch ausgebildet sind. In vorteilhafter Weise kann das Gehäuse an einer der Treibstange zugewandten Seite um den Riegelführungskanal herum einen vorstehenden Bund aufweisen, wobei in der Treibstange ein mit dem Bund korrespondierender Durchbruch ausgebildet ist, in den der Bund im montierten Zustand (Gehäuse an der Treibstange befestigt) eindringt. Mit anderen Worten ist der
Bund im montierten Zustand teilweise oder vollständig im Durchbruch aufgenommen. Dies trägt zu einer stabilen Befestigung des Gehäuses an der Treibstange bei, da ein formschlüssiger Eingriff des Bundes im Durchbruch vorliegt. Ist das Gehäuse aus mehreren Gehäuseteilen gebildet, können die Gehäuse jeweils einen Teil des Bundes aufweisen. Bei montiertem Gehäuse (Gehäuseteile zusammengesetzt) wird der Bund dann vervollständigt. In zweckmäßiger Weise kann der Riegel einen Riegelschaft sowie einen Riegelkopf aufweisen, der einen relativ zum Riegelschaft vergrößerten Querschnitt aufweist (vergrößerter Riegelkopf). Dadurch lässt sich mit dem Riegelkopf an einer Schließplatte ein entsprechender Hintergriff erreichen. Weiter trägt ein im Querschnitt gegenüber dem Riegelkopf verjüngter Riegelschaft zu einem kompakten Aufbau des Gehäuses der Riegeleinrichtung bei. Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung weist der Verriegelungsbeschlag eine Schließeinrichtung mit einer Schließplatte auf, mit der der Riegel in ausgefahrener Riegelstellung in Eingriff bringbar ist. Dadurch kann eine Verriegelung erzielt werden. So kann die Schließeinrichtung bspw. an einem Rahmen einer Tür- oder Fensteranordnung befestigt sein und mit der flügelseitig angeordneten Riegeleinrichtung zusammenwirken. Im Konkreten kann die Schließeinrichtung ein Gehäuse aufweisen, welches an einer Rückseite durch eine Rückwand verschlossen und zu einer Vorderseite hin offen ist (Öffnung gibt einen Innenraum des Gehäuses der Schließeinrichtung frei). Die Schließplatte ist im Gehäuse (Innenraum des
Gehäuses) aufgenommen, wobei die Schließeinrichtung eine Einstelleinrichtung aufweist, mit der der Abstand der Schließplatte relativ zur Rückwand einstellbar ist. Auf diese Weise ist eine Anpassung ermöglicht, mit der an einer Tür- oder Fensteranordnung der Anpressdruck des Verriegelungsbeschlags einstellbar ist. Die Einstelleinrichtung kann eine oder mehrere, vorzugsweise zwei, Einstellschrauben aufweisen, die jeweils in einer an der Rückwand ausgebildeten (vorzugsweise mit Innengewinde versehenen) Einschrauböffnung einschraubbar sind. Die Differenz zwischen minimaler Einschraubtiefe und maximaler Einschraubtiefe der Einstellschraube gibt den Verstellbereich vor. Die Einstellschrauben weisen jeweils einen Schraubenkopf auf, an denen die Schließplatte anliegt. In der Schließplatte können Durchgangslöcher ausgebildet sein, damit die Einstellschrauben mittels eines Werkzeugs eingestellt werden können. Weiter sind in der Schließplatte vorzugsweise Langlöcher ausgebildet, durch die Befestigungsschrauben hindurchgeführt werden können, um diese durch an der Rückwand ausgebildete Durchgangslöcher hindurch rückwärtig, bspw. am Rahmen einer Tür- oder Fensteranordnung, verschrauben zu können. Aufgrund der Langlöcher in der Schließplatte ist eine Höheneinstellung der Schließplatte relativ zum Gehäuse möglich. In zweckmäßiger Weise kann in der Schließplatte eine Riegeldurchtrittsöffnung ausgebildet sein, die entlang einer Längserstreckungsrichtung der Schließplatte einen ersten Abschnitt (Riegeldurchtrittsabschnitt) und einen zweiten Abschnitt (Riegelhintergriffsabschnitt) aufweist, dessen Querschnitt relativ zum ersten Abschnitt verjüngt ist. Dies
trägt zu einer zuverlässigen Verriegelung des Riegels an der Schließplatte bei. So kann der erste Abschnitt durch den Riegel bzw. Riegelkopf passiert werden. Der zweite Abschnitt kann durch den Riegel bzw. Riegelkopf hingegen nicht mehr passiert werden (Hintergriff). Im Konkreten kann der Riegel mittels einer Feder, insbesondere einer als Schraubenfeder ausgebildeten Druckfeder (schraubenförmige Druckfeder), in die ausgefahrene Riegelstellung vorgespannt sein. Dadurch kann der Riegel in die ausgefahrene Riegelstellung überführt werden. Am Gehäuse bzw. an einem Gehäuseteil, bspw. an einem Gehäuseoberteil, kann ein, vorzugsweise stiftartiger, Fortsatz zum Halten der Feder an ihrem vom Riegel abgewandten Ende ausgebildet sein. An ihrem dem Riegel zugewandten Ende kann die Feder am Riegel, insbesondere am Riegelschwanz, anliegen. In vorteilhafter Weise kann die Riegeleinrichtung einen schwenkbaren Rückstellhebel aufweisen, über den der Riegel in die eingefahrene Riegelstellung verbringbar ist. Dies trägt zu einer hohen Zuverlässigkeit bei, da ein Einziehen des Riegels (Verbringen in die eingefahrene Riegelstellung) durch ein anderes Betätigungselement (Rückstellhebel) erfolgt als ein Ausfahren des Riegels (Verbringen in die ausgefahrene Riegelstellung durch eine Feder). Im Konkreten kann der Rückstellhebel schwenkbar am Gehäuse der Riegeleinrichtung gelagert sein. Hierzu kann das Gehäuse entsprechende Laschen aufweisen, an denen der Rückstellhebel mittels eines Stiftes oder einer Niet schwenkbar gelagert ist. Gemäß einer möglichen Ausgestaltung kann der Rückstellhebel zwei vorzugsweise identische ausgebildete Hebelplatten aufweisen, die voneinander beabstandet und mittels eines Niets schwenkbar am
Gehäuse der Regeleinrichtung gelagert sind. Dies trägt zu einer kompakten Bauweise bei, da das Gehäuse der Riegeleinrichtung im Zwischenraum zwischen den beiden voneinander beabstandeten Riegelplatten angeordnet sein kann. In zweckmäßiger Weise kann an der Deckschiene ein Anschlagstück befestigt sein, welches derart an der Deckschiene positioniert ist, dass der Rückstellhebel beim Verlagern der Treibstange in die relativ zur Deckschiene angehobene Stellung mit dem Anschlagstück in Kontakt gelangt, wobei der Rückstellhebel verschwenkt und der Riegel in die eingefahrene Riegelstellung verbracht wird. Dadurch ist ein konstruktiv einfaches und technisch zuverlässiges Verlagern des Riegels in die eingefahrene Riegelstellung begünstigt. Das Anschlagstück kann mittels eines Fixierstifts an der Deckschiene befestigt sein. Das Anschlagstück kann einen Hauptkörper und davon seitlich abragende Haltevorsprünge aufweisen, die im montierten Zustand in korrespondierende Aussparungen in der Deckschiene, insbesondere in den Seitenwandungen der Deckschiene, eingreifen. Dies trägt zu einer stabilen Befestigung des Anschlagstücks an der Deckschiene bei. Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung können der Rückstellhebel bzw. dessen Hebelplatten jeweils einen ersten Arm aufweisen, der am Riegelschwanz des Riegels ausgebildete Vorsprünge hintergreift. Der Rückstellhebel bzw. dessen Hebelplatten können jeweils einen zweiten Arm aufweisen, der drehfest mit dem ersten Arm gekoppelt und (beim Verlagern der Treibstange in die angehobene Stellung) mittels des Anschlagstücks betätigbar ist. Dies trägt zu einer konstruktiv einfachen und stabilen Ausgestaltung des Rückstellhebels bei.
Vorzugsweise weist der Riegelschwanz zwei Vorsprünge auf, die in entgegengesetzte Richtungen vom Riegelschwanz abragen. Im Gehäuse der Riegeleinrichtung bzw. in deren Gehäuseteilen kann jeweils ein Durchbruch ausgebildet sein, durch die jeweils einer der Vorsprünge hindurchragt und durch den ersten Arm der Hebelplatten kontaktierbar bzw. kontaktiert ist. Die Rückstellhebel und das Anschlagstück können derart aufeinander abgestimmt sein, dass der Riegel kurz nach Beginn einer Betätigung der Handhabe, mit der die Treibstange in die relativ zur Deckschiene abgesenkte Stellung verlagert wird, freigegeben bzw. in die ausgefahrene Riegelstellung verbracht wird, so dass der Riegel einen möglichst großen Ausfahrweg aufweist (möglichst "tiefer" Riegeleingriff relativ zu einem Schließblech in ausgefahrener Riegelstellung). In vorteilhafter Weise kann die Riegeleinrichtung im lichten Querschnitt der Deckschiene angeordnet sein. Somit ist die Bautiefe begrenzt und die Komponenten ragen nicht über die Deckschiene bzw. über die von der Stirnwandung abgewandten Enden der Seitenwandungen der Deckschiene hinaus. dies ist für den Verarbeiter von Flügelprofilen von Vorteil, da beim Verbau des vorliegenden Verriegelungsbeschlags Fräsarbeiten am Flügelprofil nicht angepasst werden müssen. Von Vorteil ist zudem, wenn auch der Hauptkörper des Anschlagstücks im lichten Querschnitt der Deckschiene angeordnet ist. Im Rahmen einer alternativen Ausgestaltung kann im lichten Querschnitt der Deckschiene eine Steuereinheit angeordnet sein, die an der Deckschiene befestigt ist, wobei der Riegel am Riegelschwanz Führungsvorsprünge aufweist, die jeweils in einer an der Steuereinheit ausgebildeten Führungsbahn geführt
sind. Wird durch Betätigen der Handhabe die Treibstange verlagert, kann somit der Riegel je nach Betätigungsrichtung der Handhabe in die ausgefahrene Riegelstellung oder in die eingefahrene Riegelstellung verlagert werden. Diese Ausgestaltung trägt zu einer geringen Anzahl von Komponenten des Verriegelungsbeschlags bei, da ein Einziehen wie auch ein Ausfahren des Riegels mittels derselben Komponenten erfolgt. Im Konkreten können zwei Führungsvorsprünge in entgegengesetzte Richtungen vom Riegelschwanz abragen. Für jeden der Fallenvorsprünge kann eine Führungsbahn vorgesehen sein. Zudem können am Gehäuse der Riegeleinrichtungen bzw. in dessen Gehäusehälften jeweils ein Durchbruch ausgebildet sein, durch den jeweils einer der Führungsvorsprünge seitlich aus dem Gehäuse vorsteht und in seine Führungsbahn eingreift. In vorteilhafter Weise kann die Steuereinheit zwei voneinander beabstandete Seitenwände aufweisen, in denen jeweils eine der Führungsbahnen ausgebildet ist, wobei die Riegeleinrichtung im Zwischenraum zwischen den beiden Seitenwänden angeordnet ist. Dies trägt zu einer kompakten Ausgestaltung bei. Im Konkreten kann die Steuereinheit ein in sich geschlossenes Profil aufweisen (Seitenwände der Steuereinheit sind durch Verbindungswandungen miteinander verbunden). Die Führungsbahnen sind vorzugsweise an den einander zugewandten Innenseiten bzw. Innenflächen der Seitenwände ausgebildet. Die Steuereinheit kann mittels zwei Fixierstiften an der Deckschiene befestigt sein. Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung können die Seitenwände an ihrer Außenseite bzw. Außenfläche jeweils einen erhabenen Abschnitt aufweisen, wobei in der Deckschiene korrespondierende Ausschnitte ausgebildet sind, in denen im
montierten Zustand jeweils einer der erhabenen Abschnitte angeordnet ist. Dies trägt infolge des formschlüssigen Eingriffs der erhabenen Abschnitte in den korrespondierenden Ausschnitten zu einer stabilen Anbindung der Steuereinheit an der Deckschiene bei. Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch eine Tür- oder Fensteranordnung mit den Merkmalen des nebengeordneten Anspruchs gelöst. Hinsichtlich der hiermit erzielbaren Vorteile sei auf die diesbezüglichen Ausführungen zum Verriegelungsbeschlag verwiesen. Die Tür- oder Fensteranordnung weist einen Rahmen und einen Flügel auf, wobei der Flügel am Rahmen verschieblich geführt ist und relativ zum Rahmen zwischen einer abgesenkten Stellung bzw. abgesenkten Lage und einer angehobenen Stellung bzw. angehobenen Lage verlagerbar ist (Hebeschiebeflügel). Der Flügel ist in der angehobenen Stellung entlang einer Verschieberichtung relativ zum Rahmen verschiebbar. Weiter weist die Tür- oder Fensteranordnung einen Verriegelungsbeschlag mit einem oder mehreren der voranstehend beschriebenen Aspekte auf. Die Schließeinrichtung mit Schließplatte ist vorzugsweise rahmenseitig angeordnet, insbesondere an einer dem Flügel zugewandten Seite eines vertikalen Rahmenholms. Die weiteren Komponenten des Verriegelungsbeschlags, u.a. das Hebegetriebe, die Deckschiene, die Treibstange, die Riegeleinrichtungen, der Anschlag und/oder die Steuereinheit, sind flügelseitig angeordnet, insbesondere an einer dem besagten vertikalen Rahmenholm zugewandten Stirnseite des Flügels.
Zur weiteren Ausgestaltung der Tür- oder Fensteranordnung können die voranstehend beschriebenen und/oder die nachfolgend noch erläuterten Maßnahmen dienen. Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren erläutert, wobei gleiche oder funktional gleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen sind, ggf. jedoch lediglich einmal. Es zeigen: Fig.1 eine Ausführungsform einer Tür- oder Fensteranordnung in einer schematischen und teilweise geschnittenen Seitenansicht; Fig.2 eine Ausführungsform eines Verriegelungsbeschlags bei Treibstange in angehobener Stellung in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht mit vergrößerter Teildarstellung (Riegel in eingefahrener Riegelstellung); Fig.3 der Verriegelungsbeschlag aus Figur 2 mit aus der angehobenen Stellung geringfügig abgesenkter Treibstange in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht mit vergrößerter Teildarstellung (Riegel in ausgefahrener Riegelstellung und im Riegeldurchtrittsabschnitt der Riegeldurchtrittsöffnung); Fig.4 der Verriegelungsbeschlag aus Figur 2 bei Treibstange in abgesenkter Stellung in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht mit vergrößerter Teildarstellung (Riegel in ausgefahrener Riegelstellung und im
Riegelhintergriffsabschnitt der Riegeldurchtrittsöffnung); Fig.5 der Verriegelungsbeschlag aus Figur 2 in einer Explosionsdarstellung (ohne Schließeinrichtung und Schließplatte); Fig.6a,b die Schließeinrichtung des Verriegelungsbeschlags in einer Draufsicht (Figur 6a) und einer geschnittenen Seitenansicht (Figur 6b); Fig.7 die Schließeinrichtung aus Figur 6a und b in einer perspektivischen Explosionsdarstellung; Fig.8a,b eine Ausgestaltungsmöglichkeit des Verriegelungsbeschlags einmal mit Treibstange in angehobener Stellung und Riegel in eingefahrener Riegelstellung (Figur 8a) und einmal mit Treibstange in abgesenkter Stellung und Riegel in ausgefahrener Riegelstellung (Figur 8b) jeweils in einer geschnittenen Seitenansicht; und Fig.9 der Verriegelungsbeschlag aus Figur 8a und b in einer Explosionsdarstellung (ohne Schließeinrichtung und Schließplatte). Figur 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht eine Tür- oder Fensteranordnung, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 100 bezeichnet ist. Die Tür- oder Fensteranordnung 100 weist einen ortsfesten Rahmen 102 auf, der einen optionalen unteren Rahmenquerholm
104, einen oberen Rahmenquerholm 106 und zwei vertikale Rahmenholme 108, 110 aufweist. Der untere Rahmenquerholm 104 ist optional und kann bei barrierefreier Ausgestaltung der Tür- oder Fensteranordnung 100 (ebenerdige Schwelle) entfallen. Die Tür- oder Fensteranordnung 100 weist im Beispiel zudem ein Festfeld 112 auf, welches am Rahmen 102 befestigt und relativ zum Rahmen 102 unverschieblich ist. Das Festfeld 112 kann ein verglastes Segment 114 aufweisen. Anstelle des Festfelds 112 kann ein beweglicher Flügel vorgesehen sein (zweiflügelige Elemente; nicht gezeigt). Die Tür- oder Fensteranordnung 100 weist zudem einen Flügel 116 auf, der am Rahmen 102 verschieblich geführt ist und relativ zum Rahmen 102 entlang einer Heberichtung hr zwischen einer abgesenkten Stellung und einer angehobenen Stellung verlagerbar ist. Der Flügel 116 ist in der angehobenen Stellung entlang einer Verschieberichtung vr relativ zum Rahmen 102 verschiebbar (Flügel 116 befindet sich vorliegend in der angehobenen Stellung; hier nur schematisch angedeutet). Der Flügel 116 weist einen unteren Flügelquerholm 118, einen oberen Flügelquerholm 120 und zwei vertikale Flügelholme 122, 124 auf. Der Flügel 116 kann ein verglastes Segment 117 aufweisen. Weiter weist die Tür- oder Fensteranordnung 100 einen Verriegelungsbeschlag 10 auf, der nachfolgend noch genauer beschrieben wird und dessen Komponenten (bis auf die Schließeinrichtung 12) flügelseitig angeordnet sind, im Beispiel am vertikalen Flügelholm 122. Die Schließeinrichtung 12 ist rahmenseitig angeordnet, im Beispiel am vertikalen Rahmenholm 108.
Der Verriegelungsbeschlag 10 wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren 2 bis 5 näher erläutert. Der Verriegelungsbeschlag 10 weist ein Hebeschloss 14 mit einem Schlossgehäuse 16 auf, in dem ein Hebegetriebe 18 angeordnet ist. An einer im Schlossgehäuse 16 drehbar gelagerten Drückernuss 19 kann eine Handhabe H angekoppelt werden (nur schematisch angedeutet), mittels der das Hebegetriebe 18 betätigt werden kann. Der Verriegelungsbeschlag 10 weist weiter eine Treibstange 20 und eine Deckschiene 22 auf, in der die Treibstange 20 entlang ihrer Längsachse 20' verschieblich geführt ist. Die Deckschiene 22 weist eine Stirnwandung 23 und zwei sich von der Stirnwandung 23 weg erstreckende Seitenwandungen 24 auf. Die Deckschiene 22 weist im Beispiel einen U-förmigen Querschnitt auf. Das Hebegetriebe 18 ist mittels einer (nicht gezeigten) Handhabe über die Drückernuss 19 antreibbar und über eine Koppelstelle 25 mit der Treibstange 20 gekoppelt. Dadurch kann die Treibstange 20 entlang ihrer Längsrichtung 20' je nach Betätigungsrichtung der Handhabe bzw. Drückernuss 19 zwischen einer relativ zur Deckschiene 22 abgesenkten Stellung (vgl. Fig.4) sowie einer relativ zur Deckschiene 22 angehobenen Stellung verlagert werden (vgl. Fig.2). An der Treibstange 20 ist eine Riegeleinrichtung 26 befestigt, die ein Gehäuse 27 aufweist. Die Riegeleinrichtung 26 weist außerdem einen relativ zur Riegeleinrichtung 26 bzw. deren Gehäuse 27 ein- und aus fahrbaren Riegel 28 auf.
Der Riegel 28 ist über die Riegeleinrichtung 26 derart antreibbar, dass sich der Riegel 28 bei abgesenkter Stellung der Treibstange 20 in ausgefahrener Riegelstellung befindet, in der der Riegel 28 eine stirnseitige Öffnung 30 der Deckschiene 22 durchdringt und über die Stirnseite bzw. Stirnwandung 23 der Deckschiene 22 vorsteht (vgl. Figur 4). Dadurch lässt sich eine Verriegelungsstellung erzielen (Riegel 28 an Schließeinrichtung 12 verriegelt). Weiter ist der Riegel 28 über die Riegeleinrichtung 26 derart antreibbar, dass sich der Riegel 28 bei angehobener Stellung der Treibstange 20 in eingefahrener Riegelstellung befindet, in der der Riegel nicht über die Stirnseite bzw. Stirnwand und 23 der Deckschiene 22 hinausragt (vgl. Fig.2). Dadurch lässt sich eine Entriegelungstellung erzielen (Riegel 28 nicht an Schließeinrichtung 12 verriegelt; der Flügel 116 kann somit entlang einer Verschieberichtung vr verschoben werden). Das Gehäuse 27 der Riegeleinrichtung 26 weist einen im Gehäuse 27 ausgebildeten Riegelführungskanal 32 auf, in welchem der Riegel 28 verschieblich geführt und zwischen der ausgefahrenen Riegelstellung und der eingefahrenen Riegelstellung verlagerbar ist (vgl. Figur 5). Die Mittellängsachse M des Riegelführungskanals 32 ist im Beispiel orthogonal zur Längsachse 20' der Treibstange 20 orientiert. Das Gehäuse 27 ist an der Treibstange 20 befestigt und vorliegend mittels Schrauben 33 in entsprechenden Befestigungslöchern 34 befestigt. Das Gehäuse 27 ist mehrteilig ausgebildet, im Beispiel aus zwei zusammensetzbaren
Gehäuseteilen 35, 36, nämlich einem Gehäuseunterteil 35 und einem Gehäuseoberteil 36. Das Gehäuse 27 weist an einer der Treibstange 20 zugewandten Seite um den Riegelführungskanal 32 herum einen vorstehenden Bund 37 aufweisen, wobei in der Treibstange 20 ein mit dem Bund 37 korrespondierender Durchbruch 38 ausgebildet ist (vgl. Fig.5), in den der Bund 37 im montierten Zustand (Gehäuse 27 an der Treibstange 20 befestigt) eindringt. Vorliegend weisen die Gehäuseteile 35, 36 jeweils einen Teil des Bundes 37', 37'' auf, der bei montiertem Gehäuse 27 (Gehäuseteile 35, 36 zusammengesetzt) vervollständigt wird. Der Riegel 28 weist einen Riegelkopf 28', einen Riegelschaft 28'' sowie einen Riegelschwanz 28''' auf (vgl. Figur 5). Der Riegelkopf 28' weist einen relativ zum Riegelschaft 28'' vergrößerten Querschnitt auf (vergrößerter Riegelkopf 28'). Der Verriegelungsbeschlag 10 weist weiter die Schließeinrichtung 12 mit einer Schließplatte 40 auf, mit der der Riegel 28 in ausgefahrener Riegelstellung in Eingriff bringbar ist (vgl. Figur 4). Die Schließeinrichtung 12 weist ein Gehäuse 41 auf, welches an einer Rückseite durch eine Rückwand 42 verschlossen und zu einer Vorderseite hin offen ist (Öffnung 43 gibt einen Innenraum 44 des Gehäuses 41 frei; vgl. Fig.7). Die Schließeinrichtung 12 weist eine Einstelleinrichtung 45 auf, mit der der Abstand der Schließplatte 40 relativ zur Rückwand 42 einstellbar ist. Die Einstelleinrichtung 45 weist im Beispiel zwei Einstellschrauben 46 auf, die jeweils in einer an der Rückwand 42 ausgebildeten Einschrauböffnung 47
ein schraubbar sind. Die Differenz zwischen minimaler Einschraubtiefe und maximaler Einschraubtiefe der Einstellschrauben 46 gibt den Verstellbereich V vor (vgl. Figur 6b). Die Einstellschrauben 46 weisen jeweils einen Schraubenkopf 46' auf, an dem die Schließplatte 40 anliegt (vgl. Figur 6b). In der Schließplatte 40 sind Durchgangslöcher 48 ausgebildet, damit die Einstellschrauben 46 bei montierter Schließplatte 40 mittels eines Werkzeugs eingestellt werden können (vgl. auch Figur 6a). Der Verstellbereich V kann bspw. ± 1,5 mm betragen. In der Schließplatte 40 sind im Beispiel zu dem Langlöcher 49 ausgebildet, damit die Schließplatte 40 und das Gehäuse 41 über Durchgänge 50 im Gehäuse 41 mittels Befestigungsschrauben 51 rückwärtig am Rahmen 102, vorliegend am vertikalen Rahmen Holm 108 befestigt werden können. Aufgrund der Langlöcher 49 in der Schließplatte 40 ist eine Höheneinstellung der Schließplatte 40 relativ zum Gehäuse 41 möglich (Höheneinstellung um eine Höhendifferenz +h bzw. –h ausgehend von einer Mittellage; vgl. Figur 6a). Die Höheneinstellbarkeit h kann bspw. ± 1,5 mm betragen. In der Schließplatte 40 ist eine Riegeldurchtrittsöffnung 52 ausgebildet, die entlang einer Längserstreckungsrichtung le der Schließplatte 40 einen ersten Abschnitt 52' (Riegeldurchtrittsabschnitt) und einen zweiten Abschnitt 52'' (Riegelhintergriffsabschnitt) aufweist, dessen Querschnitt relativ zum ersten Abschnitt 52' verjüngt ist (vgl. Figur 6a und 7). Vorliegend ist der Riegel 28 mittels einer Feder 54, im Beispiel einer schraubenförmigen Druckfeder 54, in die
ausgefahrene Riegelstellung vorgespannt (vgl. Figur 5). An einem der Gehäuseteile 35, 36, im Beispiel am Gehäuseoberteil 36 ist ein stiftartiger Fortsatz 55 zum Halten der Feder 54 an ihrem vom Riegel 28 abgewandten Ende ausgebildet. An ihrem dem Riegel 28 zugewandten Ende liegt die Feder 54 im montierten Zustand am Riegel 28, insbesondere am Riegelschwanz 28''', an. Die Riegeleinrichtung 26 weist einen schwenkbaren Rückstellhebel 58 auf, über den der Riegel 28 in die eingefahrene Riegelstellung verbringbar ist. Der Rückstellhebel 58 ist schwenkbar am Gehäuse 27 der Riegeleinrichtung 26 gelagert. So weist das Gehäuse 27 entsprechende Laschen 59 auf, an denen der Rückstellhebel 58 mittels eines Niets 60 schwenkbar gelagert ist. Vorliegend ist der Rückstellhebel 58 aus zwei identisch ausgebildeten Hebelplatten 58', 58'' gebildet, wobei diese Hebelplatten voneinander beabstandet und mittels des Niets 60 drehfest miteinander gekoppelt sind. Im Zwischenraum zwischen den beiden Hebelplatten 58', 58'' ist im montierten Zustand die Riegeleinrichtung 26 angeordnet. An der Deckschiene 22 ist ein Anschlagstück 62 befestigt, welches derart an der Deckschiene 22 positioniert ist, dass der Rückstellhebel 58 beim Verlagern der Treibstange 20 in die angehobene Stellung mit dem Anschlagstück 62 in Kontakt gelangt. Dadurch wird der Rückstellhebel 58 verschwenkt und der Riegel 28 in die eingefahrene Riegelstellung verbracht (vgl. Figur 2 und 3). Das Anschlagstück 62 ist mittels eines Fixierstifts 63 in entsprechenden Öffnungen 64 der Deckschiene 22 befestigt. Das Anschlagstück 62 weist einen Hauptkörper 65 und davon seitlich abragende Haltevorsprünge 66 auf, die im montierten Zustand in korrespondierende Aussparungen 67 in der
Deckschiene 22, konkret in den Seitenwandungen 24 der Deckschiene 42 eingreifen. Der Rückstellhebel 58 bzw. dessen Hebelplatten 58', 58'' weisen jeweils einen ersten Arm 68 auf, der Vorsprünge 29 hintergreift, die am Riegelschwanz 28''' ausgebildet sind. Weiter weisen der Rückstellhebel 58 bzw. dessen Hebelplatten 58', 58'' jeweils einen zweiten Arm 69 auf, der drehfest mit dem ersten Arm 68 gekoppelt ist und beim Verlagern der Treibstange 20 in die angehobene Stellung mittels des Anschlagstücks 62 betätigbar ist (vgl. Figur 2 und 3). Im Beispiel sind am Gehäuse der Riegeleinrichtung 26 bzw. in deren Gehäuseteilen 35, 36, jeweils ein Durchbruch 70, 71 ausgebildet, durch die jeweils einer der Vorsprünge 29 hindurchragt, um jeweils durch den ersten Arm 68 betätigt werden zu können. Im Beispiel sind der Rückstellhebel 58 und das Anschlagstück 62 derart aufeinander abgestimmt, dass der Riegel 28 kurz nach Beginn einer Betätigung der Handhabe, mit der die Treibstange 20 in die relativ zur Deckschiene 22 abgesenkte Stellung verlagert wird, freigegeben wird bzw. in die ausgefahrene Riegelstellung verbracht wird. Somit weist der Riegel 28 einen möglichst großen Ausfahrweg auf (möglichst tiefer Riegeleingriff in die Schließeinrichtung 12). Vorliegend ist die Riegeleinrichtung 26 im lichten Querschnitt der Deckschiene 22 angeordnet (Riegeleinrichtung 26 ragt nicht von der Stirnwandung 23 weg über die Seitenwandungen 24 hinaus; vgl. Figur 2 bis 4). Auch der Hauptkörper 65 des Anschlagstücks 62 ist im lichten Querschnitt der Deckschiene 22 angeordnet.
Die Figuren 2 bis 4 zeigen eine Betätigung des Verriegelungsbeschlags 10 bzw. der Tür- oder Fensteranordnung ausgehend von einer angehobenen Treibstangen- bzw. Flügelstellung (Figur 2) über eine Zwischenstellung (Figur 3) hin zu einer abgesenkten Treibstangen- bzw. Flügelstellung (Figur 4). In Figur 2 befindet sich die Treibstange 20 in der relativ zur Deckschiene 22 angehobenen Stellung. Der Rückstellhebel 58 ist mit seinem ersten Arm 69 mit dem Anschlagstück 62 in Kontakt, so dass der erste Arm 68 den Riegel 28 über die Vorsprünge 29 in der eingefahrenen Riegelstellung hält. Die Handhabe H weist vorliegend nach unten. Der Flügel 116 befindet sich relativ zum Rahmen 102 in der angehobenen Flügelstellung, so dass der Flügel 116 entlang der Verschieberichtung vr relativ zum Rahmen 102 verschoben werden kann. In Figur 3 wurde die Handhabe H ausgehend von Figur 2 um einen Winkel von ca. 45° verschwenkt, wodurch die Treibstange 20 bereits um ein gewisses Maß aus der angehobenen Stellung entgegen der Schwerkraftrichtung g nach unten verlagert wurde. Da sich die Riegeleinrichtung 26 dementsprechend um ein gewisses Maß vom Anschlagstück 62 entfernt hat, erlaubt dies dem Rückstellhebel 58 eine Schwenkbewegung, so dass der Riegel 28 unterstützt durch die Feder 54 in die ausgefahrene Riegelstellung verlagert ist. Der Riegel 28 ragt somit durch den ersten Abschnitt 52' der Riegeldurchtrittsöffnung 52 in den Innenraum 44 der Riegeleinrichtung 12 hinein. In Figur 4 wurde die Handhabe H weiter verschwenkt, und zwar ausgehend von Figur 2 um einen Winkel von ca. 180°. Die
Treibstange 20 befindet sich dadurch in der relativ zur Deckschiene 22 abgesenkten Stellung. Der Riegel 28, der sich nach wie vor in der ausgefahrenen Riegelstellung befindet, ragt nun durch den zweiten (verjüngten) Abschnitt 52'' der Riegeldurchtrittsöffnung 52 in den Innenraum 44 der Riegeleinrichtung 12 hinein (Hintergriff des zweiten Abschnitts 52'' durch den Riegelkopf 28'). Der Flügel 116 befindet sich relativ zum Rahmen 102 in der abgesenkten Flügelstellung, so dass der Flügel 116 entlang der Verschieberichtung vr relativ zum Rahmen 102 nicht verschoben werden kann. Die Figuren 8a, 8b und 9 zeigen eine Ausgestaltungsmöglichkeit des Verriegelungsbeschlags 10, wobei die Ausgestaltungsmöglichkeit weitgehend der voranstehend beschriebenen Ausführungsform entspricht, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen zunächst auf die dortigen Ausführungen verwiesen wird. Die in den Figuren 8a und 8b gezeigte Schließeinrichtung 12 entspricht der voranstehend beschriebenen Schließeinrichtung 12. Die vorliegende Riegeleinrichtung 26 weist ebenfalls ein Gehäuse 27 auf, in welchem der Riegel 28 in einem Riegelkanal 32 verschieblich geführt und welches aus zwei Gehäuseteilen 35, 36 gebildet ist. Vorliegend sind die Gehäuseteile 35, 36 jedoch identisch ausgebildet (Gehäuse 27 wird aus zwei identischen Gehäuseteilen gebildet; vgl. Figur 9). Die Riegelbetätigung erfolgt vorliegend jedoch nicht über eine Feder und eine Rückstellhebel, sondern über eine Steuereinheit
75 mit darin ausgebildeten Führungsbahnen 76, in welche Führungsvorsprünge 77 des Riegels 28 eingreifen. So ist im lichten Querschnitt der Deckschiene 22 die Steuereinheit 75 angeordnet, die an der Deckschiene 22 befestigt ist. Der Riegel 28 weist am Riegelschwanz 28''' die Führungsvorsprünge 77 auf, die jeweils in einer an der Steuereinheit 75 ausgebildeten Führungsbahn 76 geführt sind. Die Führungsvorsprünge 77 ragen in entgegengesetzte Richtungen vom Riegelschwanz 28''' ab, wobei jeder Führungsvorsprung 77 in eine der Führungsbahnen 76 eingreift. Am Gehäuse 27 bzw. in dessen Gehäusehälften 35, 36 ist jeweils ein Durchbruch 70, 71 ausgebildet, durch den jeweils einer der Führungsvorsprünge 77 seitlich aus dem Gehäuse 27 vorsteht und in seine Führungsbahn 76 eingreift. Die Steuereinheit 75 weist zwei voneinander beabstandete Seitenwände 78 auf, in denen jeweils eine der Führungsbahnen 76 ausgebildet ist, wobei die Riegeleinrichtung 26 im Zwischenraum zwischen den beiden (beabstandete) Seitenwänden 78 angeordnet ist. Die Führungsbahnen 76 sind jeweils an den einander zugewandten Innenseiten bzw. Innenflächen der Seitenwände 78 ausgebildet. Die Steuereinheit 75 weist im Beispiel ein in sich geschlossenes Profil auf, bei dem die Seitenwände 78 der Steuereinheit 75 durch Verbindungswandungen bzw. verbindende Wandabschnitte 79 miteinander verbunden sind. Die Steuereinheit 75 ist mittels zweier Fixierstifte 80 in Öffnungen 81 an der Deckschiene 22 befestigt. Im Beispiel weisen die Seitenwände 78 der Steuereinheit 75 an ihrer Außenseite bzw. Außenfläche jeweils einen erhabenen Abschnitt 82 auf. In der Deckschiene 22, konkret in den
Seitenwandungen 24, sind korrespondierende Ausschnitte 83 ausgebildet, in denen im montierten Zustand jeweils einer der erhabenen Abschnitte 82 angeordnet ist. Bei dieser Ausgestaltungsmöglichkeit erfolgt die Bewegung des Riegels 28 derart, dass der Riegel 28 beim Betätigen der Handhabe H, die einerseits eine Verlagerung der Treibstange 20 entlang ihrer Längsrichtung und andererseits eine Verlagerung des Flügels 116 bewirkt, über die Führungsbahnen 76 und die damit im Eingriff stehenden Führungsvorsprünge 77 je nach Verlagerungsrichtung von Treibstange 20 und Flügel 116 in die eingefahrene Riegelstellung oder in die ausgefahrene Riegelstellung verlagert wird. Wird der Flügel 116 durch entsprechende Betätigung der Handhabe H abgesenkt (Verriegelung), wird der Riegel 28 über die Führungsbahn und 76 nach vorne geschoben, mithin also in die ausgefahrene Riegelstellung verlagert. Dadurch durchdringt der Riegel 28 die Riegeldurchtrittsöffnung 52 im ersten Abschnitt 52', wobei der Riegel 28 beim weiteren Absenken in den zweiten Abschnitt 52'' der Riegeldurchtrittsöffnung 52 eingreift (wo es dann zu einem Hinterhaken bzw. Hintergriff kommt; vgl. Fig. 8b). Dadurch wird der Flügel 116 zum vertikalen Rahmen Holm 108 gezogen und die Dichtheit erzeugt. Ein Vergleich der Figuren 8a und 8b zeigt die soeben beschriebene Absenkbewegung. Der Abstand d1 bezeichnet den Abstand der Riegelmitte von der Innenfläche des verbindenden Wandabschnitts 79 bei angehobener Flügelstellung und relativ zur Deckschiene 22 angehobener Treibstange 20 (vgl. Fig.8a). Der Abstand d1' bezeichnet den Abstand der Riegelmitte von der Innenfläche des verbindenden Wandabschnitts 79 bei abgesenkter
Flügelstellung und relativ zur Deckschiene 22 abgesenkter Treibstange 20. Die Differenz zwischen d1' und d1 entspricht dem Treibstangenhub ∆hTS zwischen der abgesenkten und der angehobenen Stellung der Treibstange, also ∆hTS = d1' - d1. Der Flügelhub zwischen der relativ zum Rahmen 102 abgesenkten Flügelstellung und der relativ zum Rahmen 102 angehobenen Flügelstellung ist als Flügelhub ∆hF bezeichnet. Der Abstand d2 bezeichnet die Höhendifferenz d2 der Riegelmitte zwischen der in Figur 8a gezeigten Stellung (Treibstange 20 in relativ zur Deckschiene 22 angehobener Stellung und Flügel 116 relativ zum Rahmen 102 angehoben) und der in Figur 8b gezeigten Stellung (Treibstange 20 in relativ zur Deckschiene 22 abgesenkter Stellung und Flügel 116 relativ zum Rahmen 102 abgesenkt). Der Abstand d2 ergibt sich somit aus dem Treibstangenhub ∆hTS und dem Flügelhub ∆hF, mithin also aus d2 = ∆hTS + ∆hF.
Claims
Patentansprüche 1. Verriegelungsbeschlag (10) für eine einen Rahmen (102) und einen Flügel (116) umfassende Tür- oder Fensteranordnung (100), mit einem Hebegetriebe (18), einer Treibstange (20) und einer Deckschiene (22), in der die Treibstange (20) entlang ihrer Längsachse (20') verschieblich geführt ist, wobei das Hebegetriebe (18) mittels einer Handhabe (H) antreibbar und mit der Treibstange (20) gekoppelt ist, so dass die Treibstange (20) je nach Betätigungsrichtung der Handhabe (H) mittels des Hebegetriebes (18) zwischen einer relativ zur Deckschiene (22) abgesenkten Stellung sowie einer relativ zur Deckschiene (22) angehobenen Stellung verlagerbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Treibstange (20) eine Riegeleinrichtung (26) mit einem ein- und ausfahrbaren Riegel (28) befestigt ist, wobei der Riegel (28) derart antreibbar ist, dass sich der Riegel (28) bei abgesenkter Stellung der Treibstange (20) in ausgefahrener Riegelstellung befindet, in der der Riegel (28) eine stirnseitige Öffnung (30) der Deckschiene (22) durchdringt und über die Stirnseite der Deckschiene (22) vorsteht, und dass sich der Riegel (28) bei angehobener Stellung der Treibstange (20) in eingefahrener Riegelstellung befindet, in der der Riegel (28) nicht über die Stirnseite der Deckschiene (22) hinausragt.
2. Verriegelungsbeschlag (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegeleinrichtung (26) ein Gehäuse (27) mit einem darin ausgebildeten
Riegelführungskanal (32) aufweist, in welchem der Riegel (28) verschieblich geführt und zwischen der ausgefahrenen Riegelstellung und der eingefahrenen Riegelstellung verlagerbar ist.
3. Verriegelungsbeschlag (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (27) an einer der Treibstange (20) zugewandten Seite um den Riegelführungskanal (32) herum einen vorstehenden Bund (37) aufweist, wobei in der Treibstange (20) ein mit Bund (37) korrespondierender Durchbruch (38) ausgebildet ist, in den der Bund (37) im montierten Zustand eindringt.
4. Verriegelungsbeschlag (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (28) einen Riegelschaft (28'') sowie einen Riegelkopf (28') aufweist, der einen relativ zum Riegelschaft (28'') vergrößerten Querschnitt aufweist.
5. Verriegelungsbeschlag (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Schließeinrichtung (12) mit einer Schließplatte (40), mit der der Riegel (28) in ausgefahrener Riegelstellung in Eingriff bringbar ist.
6. Verriegelungsbeschlag (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließeinrichtung (12) ein Gehäuse (41) aufweist, welches an einer Rückseite durch eine Rückwand (42) verschlossen und zu einer Vorderseite hin offen ist, wobei die Schließplatte (40) im Gehäuse (41) aufgenommen ist, wobei die Schließeinrichtung (12) eine Einstelleinrichtung (45) aufweist, mittels der der
Abstand der Schließplatte (40) relativ zur Rückwand (42) einstellbar ist.
7. Verriegelungsbeschlag (10) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Schließplatte (40) eine Riegeldurchtrittsöffnung (52) ausgebildet ist, die entlang der Längserstreckungsrichtung (le) der Schließplatte (40) einen ersten Abschnitt (52') und einen zweiten Abschnitt (52'') aufweist, dessen Querschnitt relativ zum ersten Abschnitt (52') verjüngt ist.
8. Verriegelungsbeschlag (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (28) mittels einer Feder (54) in die ausgefahrene Riegelstellung vorgespannt ist.
9. Verriegelungsbeschlag (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegeleinrichtung (26) einen schwenkbaren Rückstellhebel (58) aufweist, über den der Riegel (28) in die eingefahrene Riegelstellung verbringbar ist.
10. Verriegelungsbeschlag (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Deckschiene (22) ein Anschlagstück (62) befestigt ist, welches derart an der Deckschiene (22) positioniert ist, dass der Rückstellhebel (58) beim Verlagern der Treibstange (20) in die angehobene Stellung mit dem Anschlagstück (62) in Kontakt gelangt, wobei der Rückstellhebel (58) verschwenkt und der Riegel (28) in die eingefahrene Riegelstellung verbracht wird.
11. Verriegelungsbeschlag (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückstellhebel (58) einen ersten Arm (68) aufweist, der am Riegelschwanz (28''') des Riegels (28) ausgebildete Vorsprünge (29) hintergreift, und dass der Rückstellhebel (58) einen zweiten Arm (69) aufweist, der drehfest mit dem ersten Arm (68) gekoppelt und mittels des Anschlagstücks (62) betätigbar ist.
12. Verriegelungsbeschlag (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegeleinrichtung (26) im lichten Querschnitt der Deckschiene (22) angeordnet ist.
13. Verriegelungsbeschlag (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass im lichten Querschnitt der Deckschiene (22) eine Steuereinheit (75) angeordnet ist, die an der Deckschiene (22) befestigt ist, wobei der Riegel (28) am Riegelschwanz (28''') Führungsvorsprünge (77) aufweist, die jeweils in einer an der Steuereinheit (75) ausgebildeten Führungsbahn (76) geführt sind.
14. Verriegelungsbeschlag (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (75) zwei voneinander beabstandete Seitenwände (78) aufweist, in denen jeweils eine der Führungsbahnen (76) ausgebildet ist, wobei die Riegeleinrichtung (26) im Zwischenraum zwischen den beiden Seitenwänden (78) angeordnet ist.
15. Verriegelungsbeschlag (10) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (78) an ihrer Außenseite jeweils einen erhabenen Abschnitt (82) aufweisen, wobei in der Deckschiene (22)
korrespondierende Ausschnitte (83) ausgebildet sind, in denen im montierten Zustand jeweils einer der erhabenen Abschnitte (82) angeordnet ist.
16. Tür- oder Fensteranordnung (100), mit einem Rahmen (102) und einem Flügel (116), wobei der Flügel (116) am Rahmen (102) verschieblich geführt ist und relativ zum Rahmen (102) zwischen einer abgesenkten Stellung und einer angehobenen Stellung verlagerbar ist, wobei der Flügel (116) in der angehobenen Stellung entlang einer Verschieberichtung (vr) relativ zum Rahmen (102) verschiebbar ist, und einem Verriegelungsbeschlag (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche.
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