EP4726322A1 - Projektilgrundkörper, wirkkörper, projektil, patrone sowie verfahren zum herstellen eines projektils - Google Patents

Projektilgrundkörper, wirkkörper, projektil, patrone sowie verfahren zum herstellen eines projektils

Info

Publication number
EP4726322A1
EP4726322A1 EP25207451.3A EP25207451A EP4726322A1 EP 4726322 A1 EP4726322 A1 EP 4726322A1 EP 25207451 A EP25207451 A EP 25207451A EP 4726322 A1 EP4726322 A1 EP 4726322A1
Authority
EP
European Patent Office
Prior art keywords
projectile
joining
engagement
receptacle
active
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
EP25207451.3A
Other languages
English (en)
French (fr)
Inventor
Torsten Thiemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Torsten Thiemann Zerspanung and Technische Projektabwicklung EK
Original Assignee
Torsten Thiemann Zerspanung and Technische Projektabwicklung EK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Torsten Thiemann Zerspanung and Technische Projektabwicklung EK filed Critical Torsten Thiemann Zerspanung and Technische Projektabwicklung EK
Publication of EP4726322A1 publication Critical patent/EP4726322A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/72Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B5/00Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
    • F42B5/26Cartridge cases
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/72Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
    • F42B12/74Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the core or solid body
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/72Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
    • F42B12/74Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the core or solid body
    • F42B12/745Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the core or solid body the core being made of plastics; Compounds or blends of plastics and other materials, e.g. fillers
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/72Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material
    • F42B12/76Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing
    • F42B12/78Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the material of the casing of jackets for smallarm bullets ; Jacketed bullets or projectiles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Projektilgrundkörper für eine Schusswaffe, insbesondere für eine Handfeuerwaffe, zum Bilden eines zusammengesetzten Projektils, insbesondere eines Jagdprojektils, mit einer Projektilachse, wobei der Projektilgrundkörper eine Außenfläche, eine Vorderseite und eine Rückseite aufweist und für einen Schuss auf ein Ziel mittels eines auf der Rückseite angreifenden Gasdrucks entlang der Projektilachse in Richtung der Vorderseite beschleunigt und mit der Vorderseite entlang einer Schussrichtung durch einen Lauf der Schusswaffe in Richtung des Ziels getrieben wird, wobei die Außenfläche während des Schusses an einer Laufinnenseite des Laufes anliegt und den Gasdruck abdichtet, wobei an der Vorderseite eine Fügeaufnahme angeordnet ist, wobei ein Wirkkörper mittels eines zur Fügeaufnahme korrespondierenden Fügeeingriffs des Wirkkörpers an der Fügeaufnahme mittels eines Ineingriffbringens des Fügeeingriffs mit der Fügeaufnahme entlang der Projektilachse am Projektilgrundkörper mechanisch fixierbar ist. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Wirkkörper, ein Projektil, eine Patrone sowie Verfahren zum Herstellen eines Projektils und einer Patrone.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Projektilgrundkörper für eine Schusswaffe, insbesondere für eine Handfeuerwaffe, zum Bilden eines zusammengesetzten Projektils, insbesondere eines Jagdprojektils, mit einer Projektilachse, wobei der Projektilgrundkörper eine Außenfläche, eine Vorderseite und eine Rückseite aufweist und für einen Schuss auf ein Ziel mittels eines auf der Rückseite angreifenden Gasdrucks entlang der Projektilachse in Richtung der Vorderseite beschleunigt und mit der Vorderseite entlang einer Schussrichtung durch einen Lauf der Schusswaffe in Richtung des Ziels getrieben wird, wobei die Außenfläche während des Schusses an einer Laufinnenseite des Laufes anliegt und den Gasdruck abdichtet, wobei an der Vorderseite eine Fügeaufnahme angeordnet ist, wobei ein Wirkkörper mittels eines zur Fügeaufnahme korrespondierenden Fügeeingriffs an der Fügeaufnahme mittels eines Ineingriffbringens des Fügeeingriffs mit der Fügeaufnahme entlang der Projektilachse am Projektilgrundkörper mechanisch fixierbar ist. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Wirkkörper zum Bilden eines zusammengesetzten Projektils mittels eines Fixierens des Wirkkörpers an einem Projektilgrundkörper entlang einer Projektilachse, ein Projektil mit einem Projektilgrundkörper und einem Wirkkörper, eine Patrone, insbesondere eine Gewehrpatrone, sowie ein Verfahren zum Herstellen eines Projektils.
  • Bisherige Projektile, welche zumeist aus einem geschlossenen Projektilgrundkörper gebildet sind, sind in vielfältiger Art und Weise bekannt. Beispielsweise können solche Projektile als Vollmantelgeschoss, Halbmantelgeschoss oder beispielsweise auch Hohlspitzgeschoss hergestellt und verwendet werden. Dabei muss dem jeweiligen Projektil die gewünschte Eigenschaft aufgeprägt werden, beispielsweise ein Aufweiten des Projektils bei Auftreffen auf ein Ziel oder das Freigeben eines beispielsweise im Projektil aufgenommenen Hartkerns.
  • Weiterhin muss das Projektil jedoch auch die Abdichtung zum Lauf einer Schusswaffe sicherstellen, sodass der entsprechende Gasdruck bestenfalls vollständig oder zumindest zum überwiegenden Anteil zum Beschleunigen des Projektils in Richtung des Ziels genutzt werden kann.
  • Es sind zudem Projektile bekannt, welche beispielsweise eine zusätzliche Wirkeinheit, wie beispielsweise einen Sprengsatz, aufweisen, um bei Auftreffen auf das Ziel eine entsprechende Spreng- oder Splitterwirkung zu erzeugen. Auch solche Projektile müssen jedoch die Anforderungen an die Abdichtung zum Lauf erfüllen, womit ein Kompromiss zwischen jeweiligen Eigenschaften erforderlich ist.
  • Bisherige bekannte Projektile dieser Art sind zudem lediglich für den jeweils zugedachten Zweck nutzbar und müssen daher spezifisch für den Zweck gefertigt werden.
  • Die WO 2006 086 902 A1 offenbart ein Geschoss, welches aus einem vorderen Geschossteil und einem hinteren Geschossteil besteht und axial mittels eines Presssitzes gefügt ist. Dabei wird ein kegelförmiger Vorsprung im vorderen Geschossteil in einen kegelförmigen Eingriff des hinterer Geschossteils eingepresst. Das Geschoss zerfällt bei Auftreffen auf ein Ziel in zwei ungefährlichere Geschossteile. Dabei ist die Fügestelle mit kegeligem Presssitz so konzipiert, dass die Geschossteile tatsächlich zerfallen, also als lösbarer Presssitz mit einer kegelstumpfförmigen Ausgestaltung.
  • Die WO 2016 148 369 A1 beschreibt einen Gefechtskopf, welcher mittels einer axialen Fügung einfach herstellbar ist. Dabei werden zur axialen Fügung eine Schraubverbindung sowie eine Pressverbindung eingesetzt. Ein Vorsprung in einem vorderen Geschossteil in einen Eingriff in einem hinteren Geschossteil eingebracht.
  • Die DE 696 09 251 T2 offenbart ein Übungsgeschoss, welches als "Kurzbahngeschoss" bezeichnet wird. Das Kurzbahngeschoss ist aus einem Geschosshinterteil aus Kunststoff und einem Geschossvorderteil aufgebaut, wobei das Geschosshinterteil mit einer Sollbruchstelle mit dem Geschossvorderteil verbunden ist. Beide Geschossteile weisen dabei einen gleichen Durchmesser auf und greifen beim Schuss in Züge und Felder eines Laufes ein. Das Geschosshinterteil platzt dann bei einem Austreten des Geschosses aus dem Lauf auf und verringert damit die ballistische Leistung des Geschossvorderteils.
  • Die US 375 963 A beschreibt ein axial gefügtes Geschoss, welches mittels eines Eingießens eines Geschossvorderteils in ein Geschosshinterteil hergestellt wird.
  • Die US 2008 0 196 616 A1 offenbart Projektile und ein Verfahren zur Herstellung von Projektilen. Dabei wird ein hinterer Geschosskörper mit einem vorderen Geschosskörper gefügt, wobei ein Vorsprung des hinteren Geschosskörpers in eine Kavität des vorderen Geschosskörpers eingeführt wird. Damit wird bei Auftreffen des Projektils auf ein Ziel der vordere Geschosskörper durch den hinteren Geschosskörper aufgeweitet und aufgebrochen, sodass eine ballistische Wirkung insbesondere in weichen Zielen erhöht ist.
  • Die DE 10 2011 108 753 B3 offenbart ein mehrteiliges Jagdgeschoss. Das Jagdgeschoss weist einen bei Aufprall auf ein Ziel zerlegenden Kopf auf, welcher bei Aufprall auf dieses Ziel von einem in Flugrichtung dahinter angeordneten Stauchzylinder zerlegt wird.
  • Die CH 360 312 A zeigt ein Projektil aus einem vorderen Projektilkörper und einem hinteren Projektilkörper, wobei der vordere Projektilkörper in den hinteren Projektilkörper kegelförmig eingreift.
  • Die DE 20 2005 013 495 U1 beschreibt ein Geschoss für Jagdwaffen, welches einen Führungskörper und eine Geschossspitze aufweist. Die Geschossspitze kann dabei in eine Ausnehmung im Führungskörper eingesetzt werden. Die Geschossspitze ist unterkalibrig ausgeführt, weist also einen gegenüber dem Führungskörper verkleinerten Durchmesser auf und vermeidet damit ein Berühren des Laufes beim Schuss. Der Führungskörper ist mit der Geschossspitze fest verbunden, beispielsweise durch Löten oder Kleben. Der Führungskörper ist aus Stahl gebildet, die Geschossspitze beispielsweise aus Kupfer, Messing oder Tomback.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, den Stand der Technik zu verbessern.
  • Gelöst wird die Aufgabe durch einen Projektilgrundkörper für eine Schusswaffe, insbesondere für eine Handfeuerwaffe, zum Bilden eines zusammengesetzten Projektils, insbesondere eines Jagdprojektils, mit einer Projektilachse, wobei der Projektilgrundkörper eine Außenfläche, eine Vorderseite und eine Rückseite aufweist und für einen Schuss auf ein Ziel mittels eines auf der Rückseite angreifenden Gasdrucks entlang der Projektilachse in Richtung der Vorderseite beschleunigt und mit der Vorderseite entlang einer Schussrichtung durch einen Lauf der Schusswaffe in Richtung des Ziels getrieben wird, wobei die Außenfläche während des Schusses an einer Laufinnenseite des Laufes anliegt und den Gasdruck abdichtet, wobei an der Vorderseite eine Fügeaufnahme angeordnet ist, wobei ein Wirkkörper mittels eines zur Fügeaufnahme korrespondierenden Fügeeingriffs des Wirkkörpers an der Fügeaufnahme mittels eines Ineingriffbringens des Fügeeingriffs mit der Fügeaufnahme entlang der Projektilachse am Projektilgrundkörper mechanisch fixierbar ist, wobei an der Vorderseite eine Fügeaufnahme angeordnet ist, wobei ein Wirkkörper mittels eines zur Fügeaufnahme korrespondierenden Fügeeingriffs an der Fügeaufnahme mittels eines Ineingriffbringens des Fügeeingriffs mit der Fügeaufnahme entlang der Projektilachse am Projektilgrundkörper mechanisch fixierbar ist, wobei eine Aufnahmerichtung der Fügeaufnahme entlang der Projektilachse ausgerichtet ist und die Fügeaufnahme als zylindrische oder im Wesentlichen zylindrische Bohrung entlang der Projektilachse ausgebildet ist.
  • Ein solcher Projektilgrundkörper kann beispielsweise auf das Abdichten des Laufes an der Laufinnenseite gegenüber dem Gasdruck optimiert sein, insbesondere ohne das vollständige Projektil zu diesem Zweck ausbilden zu müssen. Dazu kann beispielsweise für den Projektilgrundkörper ein spezifisches Material genutzt werden, um beispielsweise ein Gleiten des Projektilgrundkörpers an der Laufinnenseite des Laufes zu erleichtern oder beispielsweise den Verschleiß der Laufinnenseite des Laufes zu verringern. Dabei kann der Projektilgrundkörper dann mit einem entsprechenden Wirkkörper ausgestattet und entlang der Projektilachse axial mit diesem gefügt im Ziel eine entsprechende Wirkung entfalten, wobei die Wirkung des Wirkkörpers bestenfalls unabhängig von der Beschaffenheit des Projektilgrundkörpers ausgewählt und ausgelegt werden kann und im Wesentlichen oder hauptsächlich durch den Wirkkörper bestimmt ist. Die Ausgestaltung der Fügeaufnahme als insbesondere im Wesentlichen zylindrische Bohrung stellt dabei sicher, dass ein entsprechendes, mit einem Wirkkörper gebildetes Geschoss auch bei einem Auftreffen auf ein Ziel oder nach einem Auftreffen auf ein Ziel einstückig verbleibt und damit auch im Ziel die zugedachte ballistische Wirkung entfaltet.
  • Es ist dabei ein Kerngedanke der Erfindung, einen entsprechenden Projektilgrundkörper und einen entsprechenden Wirkkörper voneinander unabhängig zu erstellen und mit entsprechenden Eigenschaften auszustatten und dann entlang der Projektilachse zum gemeinsamen Projektil zu fügen. Dabei erfolgt das Fügen insbesondere mittels eines geometrisch bestimmten Fügeeingriffs und einer geometrisch bestimmten Fügeaufnahme, wobei insbesondere ein Fügen in axialer Richtung zur Aufnahme von Druckkräften und/oder Zugkräften entlang der Projektilachse erfolgt. Hierzu sei erwähnt, dass ein axiales Fügen dazu beiträgt, dass bei einem Beschleunigen des Projektilgrundkörpers ein aufgesetzter Wirkkörper durch seine Massenträgheit und die daraus resultierenden Kräfte zusätzlich gefügt wird und beispielsweise ein Zusammenpressen von Fügeeingriff und Fügeaufnahme erzielt wird. Die Ausgestaltung der insbesondere im Wesentlichen zylindrischen Fügeaufnahme, welche insbesondere kraftschlüssig ausgelegt ist, schafft eine zuverlässige und feste Verbindung zwischen Projektilgrundkörper und Wirkkörper.
  • Folgende Begriffe seien in diesem Zusammenhang erläutert:
    Ein "Projektilgrundkörper" ist ein beispielsweise aus einem Metall oder auch aus einem Kunststoff gebildeter Körper, welcher als Projektil für eine Schusswaffe dient. Der Projektilgrundkörper kann dabei beispielsweise im Wesentlichen zylindrisch ausgestaltet sein, um einem üblicherweise im Wesentlichen runden Querschnitt eines Laufes der Schusswaffe zu entsprechen, oder einem Polygonlauf. Auch eine gemäß eines Polygons oder einer anderen Form ausgebildete Querschnittsform des Projektilgrundkörpers kann für entsprechend geformte Läufe gewählt werden.
  • Eine "Schusswaffe" dient dabei dem gezielten Beschleunigen und Auswerfen eines Projektils in Richtung eines Ziels, wobei das Projektil, im Falle der vorliegenden Erfindung insbesondere zunächst der Projektilgrundkörper, durch den Lauf der Schusswaffe getrieben werden. Der "Lauf" bezeichnet in diesem Zusammenhang einen üblicherweise rohrförmigen Bestandteil der Schusswaffe, durch den der Projektilgrundkörper oder das Projektil mittels eines Gasdrucks getrieben wird. Der entsprechende Gasdruck kann dabei sowohl durch das chemische Umsetzen beispielsweise eines Schießpulvers oder auch durch einen gespeicherten Gasdruck, wie beispielsweise in einer Luftpistole, erzeugt werden. Es ist dabei wesentlich für eine Schusswaffe, dass der Gasdruck hinter dem Projektil das Projektil nach vorne in Richtung des Ziels treibt und beschleunigt, sodass das Ziel eine entsprechende ballistische Wirkung durch das Projektil erfährt. Es sei hierzu erwähnt, dass Läufe häufig "gezogen" ausgebildet sind, also entweder einen entlang der Schussachse spiralförmig ausgebildeten Polygonquerschnitt oder sogenannte Felder und Züge aufweisen, um dem Projektil beim Schuss einen Drall zum Stabilisieren der Flugbahn nach Verlassen des Laufes aufzuprägen. "Felder" und "Züge" sind dabei Querschnittsveränderungen, welche Spiralförmig entlang der Schussachse angeordnet sind, wobei die Züge in die Laufinnenseite eingeprägte spiralförmige Vertiefungen darstellen, welche zwischenliegend die Felder ausformen.
  • Dabei wird die "Außenfläche" des Projektilgrundkörpers, also die Fläche, welche dem Lauf zugewandt ist, entlang der Laufinnenseite des Laufes geführt und liegt an dieser Laufinnenseite oder in den Feldern und Zügen oder dem Polygonprofil an, sodass der Gasdruck entsprechend abgedichtet wird.
  • Insbesondere betrifft der Projektilgrundkörper dabei die Verwendung in einer "Handfeuerwaffe", also einer Schusswaffe, welche in einer Hand oder in mehreren Händen gehalten werden kann. Beispiele für solche Handfeuerwaffen sind Pistolen, Revolver, Gewehre, Sturmgewehre sowie beispielsweise auch handgeführte Granatwerfer.
  • Das "zusammengesetzte Projektil" bezeichnet in diesem Zusammenhang eine gefügte technische Einheit aus dem Projektilgrundkörper und einem Wirkkörper, wobei der Wirkkörper dabei in Schussrichtung vor dem Projektilgrundkörper angefügt und mit dem Projektilgrundkörper insbesondere mechanisch fixiert verbunden ist. Ein "Jagdprojektil" bezeichnet in diesem Zusammenhang insbesondere ein Projektil, welches zu jagdlichen Zwecken, also zum Wirken auf Tiere mit dem Zweck des Tötens der Tiere, verwendet wird.
  • Die "Projektilachse" bezeichnet eine Längsachse des Projektilgrundkörpers, des Projektils sowie des Wirkkörpers, wobei diese Projektilachse üblicherweise entlang einer Laufachse des Laufes parallel und insbesondere im Wesentlichen zentriert verläuft, sodass zumindest im Bereich des Austritts des Projektils aus dem Lauf der Schusswaffe die Projektilachse auch mit der Schusslinie oder Schussrichtung übereinstimmt. Es sei hierzu erwähnt, dass die "Schussrichtung" dabei eine globale Richtung bezeichnet und beispielsweise durch Abweichung der Flugbahn des Projektils durch Gravitation, Wind oder auch Luftwiderstand von einer mathematisch idealen Ausrichtung abweichen kann.
  • Die "Vorderseite" des Projektilgrundkörpers ist dabei in Schussrichtung nach vorne ausgerichtet, wobei die "Rückseite" dem Gasdruck ausgesetzt und nach hinten im Lauf ausgerichtet ist, sodass der Gasdruck auf die Rückseite den Projektilgrundkörper in Richtung der Vorderseite beschleunigt.
  • Es sei hierzu erwähnt, dass das "Ziel" dabei sowohl ein Wildtier (bei jagdlicher Verwendung des Projektilgrundkörpers) sowie auch ein anderes Ziel sein kann, welches die Wirkung des Projektilgrundkörpers und/oder des Projektils erfahren soll.
  • Eine "Fügeaufnahme" bezeichnet in diesem Zusammenhang insbesondere eine an der Vorderseite des Projektilgrundkörpers angeordnete mechanische formschlüssige oder auch kraftschlüssige Aufnahme zum Aufnehmen des Wirkkörpers am Projektilgrundkörper. Eine solche Fügeaufnahme kann dabei beispielsweise abgestimmt auf einen zur Fügeaufnahme korrespondierenden "Fügeeingriff" des Wirkkörpers ausgebildet sein, sodass beispielsweise ein spezieller Wirkkörper mit einem entsprechenden Fügeeingriff auf einen spezifisch vorgesehenen Projektilgrundkörper mit einer entsprechenden Fügeaufnahme aufsetzbar ist. Das "Ineingriffbringen" bezeichnet dabei das Zusammenführen der Fügeaufnahme mit dem Fügeeingriff mit dem Zweck und dem Ergebnis, dass das Projektil aus dem Wirkkörper und dem Projektilgrundkörper fest gefügt ist. "Mechanisch fixierbar" bezeichnet in diesem Zusammenhang, dass unter üblichen Handhabungskräften, Bedienungskräften oder Einsatzkräften am Projektil ein Trennen des Wirkkörpers vom Projektilgrundkörper unwahrscheinlich oder unmöglich ist. Es sei hierzu erwähnt, dass das Fügen des Wirkkörpers mit dem Projektilgrundkörper an der Projektilachse erfolgt, also axial entlang des Projektils und parallel zur Schussrichtung, sodass bei einem Beschleunigen des Projektilgrundkörpers durch den Gasdruck im Lauf zunächst unmittelbar der Projektilgrundkörper angetrieben und sodann der Wirkkörper vor dem Projektilgrundkörper hergetrieben wird, sodass eine entsprechende Fügeaufnahme und ein entsprechender Fügeeingriff lediglich geringere Kräfte aufnehmen müssen als dies beispielsweise bei Angreifen des Gasdrucks am Wirkkörper und dadurch bedingtes "Ziehen" des Projektilgrundkörpers der Fall wäre.
  • Um das Projektil aus dem Projektilgrundkörper und dem Wirkkörper einfach und axial bilden zu können, ist eine Aufnahmerichtung der Fügeaufnahme entlang der Projektilachse ausgerichtet, wobei die Fügeaufnahme insbesondere als Pressaufnahme, Klemmaufnahme und/oder Schraubaufnahme für den als Presseingriff, Klemmeingriff und/oder Schraubeingriff ausgebildeten Fügeeingriff ausgebildet ist. Insbesondere durch eine exakte Ausrichtung des Projektilgrundkörpers und des Wirkkörpers entlang der Projektilachse, auch im gefügten Zustand, kann eine möglichst geradlinige und auch bezüglich eines Taumelns des Projektils reduzierte Flugbahn entlang der Schussrichtung erreicht werden.
  • Die "Aufnahmerichtung" der Fügeaufnahme bezeichnet dabei die direkte Wirkrichtung der Fügeaufnahme mit dem Fügeeingriff, sodass gemäß dieser Ausgestaltung insbesondere ein rein axiales Fügen des Projektilgrundkörpers mit dem Wirkkörper ermöglich ist. Eine "Pressaufnahme" bezeichnet eine durch plastische Verformung von Werkstoff wirkende Fügeaufnahme, welche in einen entsprechenden "Presseingriff" eingepresst wird. So kann beispielsweise eine leicht übermaßige Fügeaufnahme in einen leicht untermaßigen Presseingriff eingepresst werden, sodass die plastische oder auch elastische Verformung der Pressaufnahme und des Presseingriffs ein mechanisches Fixieren des Wirkkörpers im Projektilgrundkörper bewirken. Eine "Klemmaufnahme" und ein entsprechender "Klemmeingriff" bezeichnen ein beispielsweise durch rein elastisches Materialverhalten insbesondere reversibel miteinander fixierbares Element, sodass beispielsweise mit einer entsprechenden Überwindung einer Klemmkraft das Ineingriffbringen des Wirkkörpers mit dem Projektilgrundkörper und ein entsprechendes Außereingriffbringen mit einer beispielsweise als Zugkraft aufgebrachten Lösekraft ermöglicht ist. Eine "Schraubaufnahme" und ein entsprechender "Schraubeingriff" können beispielsweise als Außengewinde und Innengewinde ausgebildet sein, sodass beispielsweise der Wirkkörper axial entlang der Aufnahmerichtung, in diesem Fall der Ausrichtung des Gewindestücks, mit dem Projektilgrundkörper verschraubt werden kann, insbesondere indem der Wirkkörper gegenüber dem Projektilgrundkörper um die Projektilachse in ein entsprechendes Gewinde eingedreht wird. Somit können beispielsweise wechselbare Wirkkörper auf einen entsprechenden Projektilgrundkörper aufgebracht sein. Hierzu kann eine zusätzliche Positionierung vorgesehen sein, beispielsweise mit einem Passsitz, welcher mittels einer axialen Vorspannkraft der Gewindeverbindung zentriert wird.
  • Erfindungsgemäß ist die Fügeaufnahme als zylindrische oder im Wesentlichen zylindrische Bohrung entlang der Projektilachse ausgebildet, wobei die Bohrung insbesondere eine kegelförmige Fase aufweist. Dabei kann die Bohrung sowohl zum Ausbilden einer kraftschlüssigen Verbindung ausgebildet sein als auch beispielsweise ein im Wesentlichen zylindrisches Gewinde tragen.
  • Damit kann der Projektilgrundkörper ebenso wie der Wirkkörper beispielsweise jeweils als zylindrisches Drehteil erstellt werden, sodass eine besonders rotationssymmetrische Ausgestaltung des Wirkkörpers ermöglicht ist. Dazu wird am Wirkkörper dann der Fügeeingriff ebenfalls als zylindrische zapfenförmige Gestalt ausgebildet. Im Projektilgrundkörper kann die entsprechende Fügeaufnahme dann ebenfalls beim als Drehteil erstellten Projektilgrundkörper als mittige, axiale Bohrung ausgebildet werden. Eine entsprechende Fase, also eine beispielsweise 45°, 60° oder auch in einem anderen Winkel angeordnete rotationssymmetrisch umlaufende Schräge, dient dabei dem Abbau von lokalen Spannungsspitzen sowie dem einfacheren Fügen der Fügeaufnahme mit dem Fügeeingriff. Es sei darauf hingewiesen, dass ein entsprechender Zapfen sowie eine entsprechende zylindrische Bohrung am Wirkkörper sowie am Projektilgrundkörper "passend" zueinander und damit geometrisch korrespondierend zueinander ausgebildet sind, wobei insbesondere die Fase derart gewählt wird, dass ein gewisser Freiraum zwischen den Fasen des Wirkkörpers und des Projektilgrundkörpers verbleibt, sodass insbesondere die zylindrische Bohrung zusammen mit dem zylindrischen Zapfen die mechanische Fixierung verwirklicht. Auch kann ein entsprechendes Beschleunigen des Projektilgrundkörpers gegenüber der Massenträgheit des Wirkkörpers dazu führen, dass der Fügesitz zusätzlich zusammengepresst und damit weiter gefügt wird. Der zylindrische Zapfen kann dabei beispielsweise mit einem Übermaß von einigen 1/100mm gegenüber einer entsprechenden, korrespondierenden Bohrung ausgeführt sein, sodass ein Presssitz erzeugt ist. Es sei hierzu erwähnt, dass eine gleiche oder analoge Ausgestaltung, insbesondere mit einer entsprechenden Fase und/oder zapfenförmigen Gestalt, auch als Passsitz verwendet werden kann, sofern die Fügeverbindung, insbesondere zusätzlich, als Gewindeverbindung eingerichtet ist.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist die Außenfläche eine rillenförmige Umfangseinschnürung oder mehrere rillenförmige Umfangseinschnürungen in Bezug auf die Projektilachse auf und/oder die Außenfläche weist an der Rückseite und/oder an der Vorderseite eine ballige, kegelförmige und/oder ovale Endeinschnürung in Bezug auf die Projektilachse auf.
  • Eine "Umfangseinschnürung" bezeichnet in diesem Zusammenhang eine insbesondere rotationssymmetrische Rille oder Einkerbung in Bezug zur Projektilachse, womit beispielsweise mit einem entsprechenden Innendurchmesser innerhalb des Rillengrundes die Tiefe eines Feldes im Lauf der Schusswaffe teilweise oder vollständig ausgeglichen werden kann, wobei beispielsweise der Außendurchmesser der Außenfläche dem Durchmesser der Züge im Lauf entspricht. Beispielsweise kann so durch die entsprechenden rillenförmigen Umfangseinschnürungen die Reibung im Lauf reduziert werden, wobei dennoch eine entsprechende Abdichtung des Gasdrucks gegenüber der Laufinnenseite ermöglicht ist. Eine an der Rückseite und/oder Vorderseite angeordnete ballige, kegelförmige und/oder ovale Endeinschnürung in Bezug auf die Projektilachse bewirkt insbesondere eine bessere Aerodynamik des gebildeten Projektils und/oder die Möglichkeit, beispielsweise den Hals einer Patronenhülse um den Projektilgrundkörper crimpen oder anderweitig umformen zu können, um eine initiale Abdichtung des Projektilgrundkörpers gegenüber einer Patronenhülse zu verbessern. Für eine entsprechende Crimpverbindung kann oder können allerdings alternativ oder ergänzend auch eine oder mehrere der rillenförmigen Umfangseinschnürungen genutzt werden.
  • Gemäß einer Ausgestaltung ist der Projektilgrundkörper aus Messing, insbesondere aus einer Messinglegierung MS58, gebildet. Eine solche Messinglegierung MS58, welche auch als CUZn39Pb3/CW614N bekannt ist, bietet dabei einen bestmöglichen Kompromiss zwischen Abdichtung des Projektilgrundkörpers gegenüber der Laufinnenseite, entsprechenden Gleiteigenschaften sowie geringem Verschleiß der Laufinnenseite des Laufes. Weiterhin hat sich herausgestellt, dass die Laufinnenseite durch Verwendung einer Messinglegierung für den Projektilgrundkörper nahezu frei von Verschmutzungen bleibt, da ein nachfolgendes Projektil durch den Projektilgrundkörper einen Reinigungseffekt auf die Laufinnenseite ausübt und beispielsweise Schmauchreste eines vorher abgefeuerten Projektils mit jedem folgenden Schuss abträgt, sodass der Lauf weniger Reinigungsaufwand bedarf. Weiterhin hat sich herausgestellt, dass die Verwendung einer Messinglegierung, insbesondere bei Herstellung des Projektilgrundkörpers mittels Drehens, eine deutlich verbesserte Präzision eines Projektils hervorruft.
  • Insbesondere ist ein Kaliber des Projektilgrundkörpers ein übliches Gewehrkaliber oder ein übliches Pistolenkaliber, insbesondere maximal 20 mm, maximal 12,9 mm, maximal 9mm, maximal 8 mm, maximal 6mm, insbesondere maximal 5 mm. Ein "Kaliber" bezeichnet in diesem Zusammenhang ein Maß für den Außendurchmesser entsprechender Projektile und einen dazu korrespondierenden Innendurchmesser des Laufes einer Waffe. Es hat sich herausgestellt, dass ein erfindungsgemäßer Projektilgrundkörper sowie ein damit gebildetes Projektil insbesondere für Handfeuerwaffen mit solchen Kalibern besondere Vorteile bieten. Dabei wird die Präzision der Geschossflugbahn deutlich erhöht und der Verschleiß einer Laufinnenseite des Laufes deutlich reduziert. Beispielsweise kann ein erfindungsgemäßer Projektilgrundkörper für typische jagdliche Kaliber wie 7,92 x 57 mm, .308, .222 Remington oder andere Jagdkaliber verwendet werden.
  • Gemäß einer Ausgestaltung ist der Projektilgrundkörper mittels Zerspanung, insbesondere mittels Drehens, hergestellt. Das Drehen eines rotationssymmetrischen Projektilgrundkörpers erzeugt eine gegenüber einem Gießen oder einem Pressen von Projektilgrundkörpern oder Projektilen deutlich verbesserte Geometrietreue und damit deutlich verbesserte Präzision eines Projektils.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist ein die Außenfläche gegenüber dem Lauf definierender Grundkörperdurchmesser in Bezug auf einen Zugdurchmesser des Laufes unterkalibrig, insbesondere in einem Feldkaliber oder größer als das Feldkaliber des Laufes ausgebildet.
  • Damit wird erreicht, dass bei einem Schuss eine Elastizität eines Materials für den Projektilgrundkörper genutzt wird, um ein temporäres Aufweiten des Projektilgrundkörpers durch den Gasdruck im Lauf zuzulassen und damit ein zumindest teilweises Einpressen des Projektilgrundkörpers in Züge des Laufes zu bewirken. Es hat sich hierzu herausgestellt, dass ein solcher unterkalibriger Projektilgrundkörper zu einer erhöhten Geschossgeschwindigkeit führt und dennoch ein Abdichten des Projektilgrundkörpers zum Lauf zufriedenstellend erfolgt. Beispielsweise ist dieser Effekt besonders vorteilhaft nutzbar, wenn der Projektilgrundkörper aus einer Messinglegierung wie oben beschrieben ausgeführt ist. Der Projektilgrundkörper prägt sich dabei durch den Gasdruck temporär in die Züge des Laufes ein, füllt diese jedoch insbesondere nur teilweise.
  • Ein "Kaliber" gibt dabei einen Durchmesser des Geschosses wie oben beschrieben an. Übliche Läufe weisen dabei wie bereits oben beschrieben sogenannte "Züge" und "Felder" auf, wobei die Züge einen größeren Durchmesser bilden als die Felder, die Felder also nach innen in den Lauf hervorstehen und dabei insbesondere spiralförmig entlang der Laufachse verlaufen, sodass dem Geschoss während des Weges durch den Lauf ein Drehimpuls aufgeprägt wird, welcher die Flugbahn des Geschosses durch einen Kreiseleffekt stabilisiert. Der "Zugdurchmesser" ist dabei häufig auch als "Kaliber" bezeichnet, bildet also den nominellen Durchmesser des Laufes ab während ein "Felddurchmesser" den inneren Durchmesser des Laufes in Bezug auf die Felder angibt und der Felddurchmesser insbesondere geringer ist als der Zugdurchmesser. Es sei hierzu erwähnt, dass auch Läufe bekannt sind, welche als sogenannter "Polygonlauf" ausgebildet sind. Solche Polygonläufe weisen statt der Felder und Züge einen polygonalen, beispielsweise abgerundet fünfseitigen oder abgerundet sechsseitigen Querschnitt auf, welcher spiralförmig entlang der Länge des Laufes in die Laufinnenseite eingebracht ist. Damit erfolgt ein Aufbringen eines Dralls auf das Geschoss durch die spiralförmige Polygonform. In Bezug auf die obig beschriebene Ausgestaltung der Erfindung entspricht dabei der größere Durchmesser entsprechender "Täler" des Polygonprofils dem Zugdurchmesser, der kleinere Durchmesser entsprechender "Berge" des Polygonprofils dem Felddurchmesser, sodass der Projektilgrundkörper an den Bergen in Kontakt mit dem Polygonprofil steht, an den Tälern jedoch nur teilweise oder ein Kontakt zu den Tälern vermieden ist.
  • In einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch einen Wirkkörper zum Bilden eines zusammengesetzten Projektils mittels eines Fixierens des Wirkkörpers an einem Projektilgrundkörper, insbesondere einem Projektilgrundkörper gemäß einer der vorherig beschriebenen Ausgestaltungen, entlang einer Projektilachse, aufweisend eine Kopfseite und eine Kontaktseite, wobei der Wirkkörper an der Kontaktseite einen Fügeeingriff aufweist, wobei der Fügeeingriff zu einer Fügeaufnahme eines Projektilgrundkörpers, insbesondere zu einer Fügeaufnahme eines Projektilgrundkörpers gemäß einer der vorig bezeichneten Ausführungsformen, korrespondierend ausgebildet ist, sodass der Wirkkörper mittels eines Ineingriffbringens des Fügeeingriffs mit der Fügeaufnahme des Projektilgrundkörpers entlang der Projektilachse mit dem Projektilgrundkörper mechanisch fixierbar ist, wobei der Fügeeingriff als zylindrischer oder im Wesentlichen zylindrischer Zapfen entlang der Projektilachse ausgebildet ist.
  • Dabei wird der Wirkkörper korrespondierend zum vorig bezeichneten Projektilgrundkörper bereitgestellt, sodass ein entsprechendes Projektil aus Wirkkörper und Projektilgrundkörper einfach und ökonomisch gefügt werden kann. Eine Tolerierung des Zapfens des Wirkkörpers gegenüber der Bohrung des Projektilgrundkörpers kann dabei so erfolgen, dass ein Presssitz erzeugt ist, gleichsam kann auch eine Schraubverbindung realisiert sein.
  • Es sei hierzu erwähnt, dass die "Kopfseite" des Wirkkörpers die nach vorn, also in Richtung des Zieles, gerichtete Seite entlang der Projektilachse und damit entlang der Schussrichtung bezeichnet, wobei die "Kontaktseite" dem Projektilgrundkörper zugeordnet und zugewandt ist. In Flugrichtung beschrieben ist die Kopfseite dabei nach vorn ausgerichtet und die Kontaktseite nach hinten in Richtung des Projektilgrundkörpers und damit mittelbar in Richtung des Gasdrucks.
  • Es ist dabei ein wesentlicher Gedanke dieses Aspekts der Erfindung, einen zum Projektilgrundkörper passenden und korrespondierenden Wirkkörper bereitzustellen, um mit dem sodann gebildeten Projektil entsprechende Vorteile bezüglich Ballistik, Flugbahn und Zielwirkung bestmöglich zu verwirklichen.
  • Dazu sei erwähnt, dass der Wirkkörper beispielsweise ein gleiches Kaliber oder einen gleichen Durchmesser wie der Projektilgrundkörper aufweisen kann, jedoch auch leicht unterkalibrig, also mit einem geringeren Durchmesser, ausgestattet sein kann. Beispielsweise kann der Wirkkörper dabei den Innendurchmesser der Felder des Laufes aufweisen, sodass lediglich der Projektilgrundkörper das Einformen in die Züge des Laufes und damit den Drall des Projektils bewirkt, wobei insbesondere dennoch ein Führen des Wirkkörpers im Felddurchmesser des Laufes erfolgt. Damit wird insgesamt die Reibung im Lauf reduziert und der Verschleiß der Laufinnenseite deutlich vermindert. Für diesen Fall sollte die Ausgestaltung des Fügeeingriffs und der Fügeaufnahme für die Aufnahme von um die Projektilachse wirkenden rotatorischen Kräften zwischen Projektilgrundkörper und Wirkkörper ausgelegt sein, um ein Lösen zu verhindern.
  • Erfindungsgemäß ist der Fügeeingriff als zylindrischer oder im Wesentlichen zylindrischer Zapfen entlang der Projektilachse ausgebildet, wobei der Zapfen insbesondere eine kegelförmige Fase in Richtung der Kontaktseite und/oder eine insbesondere ringförmige Aufdickung in Bezug zur Projektilachse oder mehrere insbesondere ringförmige Aufdickungen in Bezug zur Projektilachse aufweist, wobei mittels eines zumindest teilweise reversiblen Verformens der insbesondere ringförmigen Aufdickung oder der insbesondere ringförmigen Aufdickungen ein kraftschlüssiges Fixieren des Fügeeingriffs in der Fügeaufnahme ermöglicht ist.
  • Eine "ringförmige Aufdickung" ist beispielsweise eine auf der Zylinderfläche des zylindrischen Zapfens belassene Materialmenge, sofern beispielsweise der Wirkkörper als Drehteil erstellt wird. Dabei ist es technisch einfacher, eine entsprechende Aufdickung auf dem Zapfen zu belassen als beispielsweise in der Fügeaufnahme des vorig beschriebenen Projektilgrundkörpers innen entsprechende geometrische Anpassungen vorzunehmen. Damit wird die Fertigung des Wirkkörpers deutlich vereinfacht, wobei die ringförmige Aufdickung durch teilweise reversibles Verformen, also elastisch-plastisches Verhalten bei Einbringen des Fügeeingriffs in die Fügeaufnahme, das kraftschlüssige Fixieren des Fügeeingriffs in der Fügeaufnahme ermöglicht. Damit dient die ringförmige Aufdickung, welche alternativ auch als einzelne aufgedickte Punkte oder einzelne aufgedickte Bereiche auf dem zylindrischen Zapfen ausgebildet sein kann, als Verformungselement zum kraftschlüssigen Fixieren. Es sei hierzu erwähnt, dass die Aufdickung abhängig von der Werkstoffauswahl auch nur einige 1/100mm stark ausgebildet sein kann, also beispielsweise als Ring mit 2/100mm größerem Durchmesser als der zylindrische Zapfen.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist der Wirkkörper an der Kopfseite einen Spitzkopf, einen Rundkopf, einen Ogivalkopf, einen Hohl-Spitzkopf einen Hohlkopf und/oder einen Flachkopf auf. Weiterhin kann der Wirkkörper alternativ oder ergänzend als Vollkörper, als Mantelkörper oder auch als Teilmantelkörper ausgebildet sein.
  • Damit kann der Wirkkörper gemäß seiner geometrischen Ausgestaltung spezifisch an die gewünschte Wirkung im Ziel angepasst werden, wobei beispielsweise ein Spitzkopf ein besonders einfaches Eindringen in das Ziel, ein Rundkopf eine relativ gute Energieübertragung sowie ein Hohl-Spitzkopf ein Aufweiten des Wirkkörpers im Ziel und damit ein Erhöhen des Schadens im Ziel ermöglicht. Alternativ kann beispielsweise ein "Flachkopf" spezifisch für das deutliche Durchschlagen einer Zielscheibe genutzt werden, sodass beispielsweise Treffer beim Übungsschießen bestmöglich erkannt werden können, indem die Zielscheibe kreisförmig ausgestanzt wird.
  • Ein "Spitzkopf" bezeichnet in diesem Zusammenhang einen in Schussrichtung im Wesentlichen spitz ausgebildeten Wirkkörper, wobei hier beispielsweise eine leicht abgerundete Spitze gemäß technischen Möglichkeiten möglich ist. Ein "Rundkopf" bezeichnet eine im Wesentlichen gemäß einer Kreisform ausgebildete Geometrie des Wirkkörpers, wobei ein "Ogivalkopf" eine spitzbogige Ausgestaltung bezeichnet. Ein "Hohl-Spitzkopf" weist hingegen aus der Richtung des Zieles in Schussrichtung betrachtet eine Öffnung oder eine Vertiefung auf, womit Materie des Ziels in diesen Hohlraum eindringen und den Hohl-Spitzkopf auf Grund der im Projektil übertragenen kinetischen Energie aufformen kann, sodass insgesamt beispielsweise im Wildstück ein größerer Schusskanal mit größerer Wirkung gebildet wird. Damit ist beispielsweise die Schonung des Wildes beim Jagen bestmöglich sichergestellt. Dementsprechend kann ein "Hohlkopf" ausgebildet sein, wobei entgegen dem Hohl-Spitzkopf die grundsätzlich spitze Form vermieden ist, und lediglich ein relativ flacher Frontalbereich des Wirkkörpers Hohl ausgebildet ist. Ein "Flachkopf" bezeichnet hingegen einen im Wesentlichen flachen und ebenen Kopf des Wirkkörpers insbesondere orthogonal zur Projektilachse. Es sie darauf hingewiesen, dass entsprechende Geschossformen dabei fließend ineinander übergehen können und entsprechende Bezeichnungen Überlappungsbereiche aufweisen können. Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass ein entsprechender Wirkkörper beispielsweise auch durch einen entlang der Projektilachse eingebrachten Hartkörper, wie beispielsweise Wolframkern, zum Durchschlagen von härterem Material, Schutzwesten oder Panzerung ausgebildet sein kann.
  • Ein "Vollkörper" bezeichnet dabei einen Wirkkörper, welcher aus einem einzigen Material gebildet ist, wobei ein "Mantelkörper" einen beispielsweise mit einem Kupfermantel versehenen und im Kern aus Blei oder einem Bleiersatz gebildeten Wirkkörper bezeichnet. Dabei wird insbesondere von "Vollmantelkörper" gesprochen, wenn der Wirkkörper vollständig von einem entsprechenden Mantel umhüllt ist, ein "Teilmantelkörper" bezeichnet eine Umhüllung des Inneren des Wirkkörpers um weniger als die volle Oberfläche.
  • Gemäß einer Ausgestaltung ist der Wirkkörper aus einem Kunststoff, insbesondere aus einem PEEK, und/oder aus einem Metall, insbesondere aus Kupfer und/oder Stahl, gebildet. Ebenso kann der Wirkkörper aus einer Kupferlegierung gebildet sein.
  • Es sei hierzu erwähnt, dass insbesondere Wirkkörper aus Kunststoff in Verbindung mit einem beispielsweise aus Messing gebildeten Projektilgrundkörper für den jagdlichen Einsatz auf Kleintiere und Schädlinge sehr geeignet ist, da ein entsprechender Kunststoffwirkkörper im Ziel stark deformiert oder sogar zerlegt wird und damit die Wirkung im Ziel maximiert ist, wobei hier die schädliche Wirkung auf das Wildbret vernachlässigbar bleibt. Ist beispielsweise eine jagdliche Verwendung auf Großwild oder Rotwild gewünscht, wobei entsprechender Schaden im Wild zur Erhaltung des Gewebes vermindert werden soll, so kann ein Wirkkörper aus Kupfer oder einer Kupferlegierung, beispielsweise als Spitzkopf oder auch als Hohl-Spitzkopf-Geschoss dazu verwendet werden, eine gute Wirkung im Ziel mit schneller Tötung des Wildes zu erreichen, ohne dass beispielsweise Kupfersplitter im Wildbret verteilt werden. Gleiches gilt für entsprechende Wirkkörper aus Stahl, welche beispielsweise zur Wirkung auf Hartziele genutzt werden können, oder auch für die ergänzende Ausstattung des Wirkkörpers mit beispielsweise einem Hartkern oder ähnlichen ballistischen Aufwertungen zur Wirkung gegen Hartziele. Es sei hierzu nochmals erwähnt, dass insbesondere die geteilte Ausbildung des Projektils aus Projektilgrundkörper und Wirkkörper hierbei weite Kombinationsmöglichkeiten erschafft, sodass entsprechende Projektile zweckgebunden sehr wirtschaftlich erzielt werden können.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Projektil mit einem Projektilgrundkörper gemäß der vorig bezeichneten Ausführungsformen und einem Wirkkörper gemäß einer der vorig bezeichneten Ausgestaltungen, wobei der Wirkkörper mittels des Ineingriffbringens des Fügeeingriff des Wirkkörpers mit der Fügeaufnahme des Projektilgrundkörpers entlang der Projektilachse am Projektilgrundkörper fixiert ist.
  • Es sei hierzu erwähnt, dass dabei insbesondere die Projektilachse mit der Mittelachse des Projektilgrundkörpers (Projektilgrundkörperachse) und der Mittelachse des Wirkkörpers (Wirkkörperachse) übereinstimmt, sodass insgesamt ein rotationssymmetrisches Projektil gebildet ist, welches beispielsweise besonders geradlinig entlang einer Flugbahn fliegt, insbesondere wenn dem Projektil durch den gezogenen Lauf der Waffe ein Drall auferlegt wurde.
  • Ein entsprechendes Projektil kann dabei aus Wirkkörper und Projektilgrundkörper nahezu beliebig kombiniert werden, sodass entsprechende Wirkungen im Ziel antizipiert oder gewünschte Wirkungen im Ziel vorhergesagt werden können und ein entsprechendes Projektil zweckgebunden hergestellt wird. So kann beispielsweise ein entsprechendes Jagdprojektil mit bekanntermaßen gut wirkendem Wirkkörper in großer Stückzahl zur Jagd auf spezifische Wildtiere hergestellt werden.
  • Gemäß einer Ausgestaltung ist oder sind eine Fügeaufnahmetiefe der Fügeaufnahme des Projektilgrundkörpers entlang der Projektilachse zum Bilden eines mit einem Fügeaufnahmedurchmesser und der Fügeaufnahmetiefe der Fügeaufnahme gebildeten Fügeaufnahmevolumens und/oder eine Fügeeingriffslänge des Fügeeingriffs des Wirkkörpers zum Bilden eines mit einem Fügeeingriffsdurchmessers und der Fügeeingriffslänge gebildeten Fügeeingriffsvolumen anhand eines angestrebten Projektilschwerpunktes für ein mittels des Projektilgrundkörpers und eines zum Projektilgrundkörper korrespondierenden Wirkkörpers derart gewählt, dass, insbesondere durch eine unterschiedliche spezifische Dichte des Projektilgrundkörpers zur spezifischen Dichte des zum Projektilgrundkörper korrespondierenden Wirkkörpers, der Projektilschwerpunkt des Projektils in einem Bereich von +10 bis -10%, +5% - +5%, +2% bis -2%, insbesondere +1% bis -1% abweichend von einem aerodynamischen Druckpunkt des Projektils in Bezug auf eine Projektilgesamtlänge angeordnet ist.
  • Diese Ausgestaltung ermöglicht es bei gegenüber einem beliebigen Vergleichsprojektil gleichem äußeren Erscheinungsbild, beispielsweise gleichem Verhältnis zwischen Wirkkörperlänge und Projektilgrundkörperlänge, die Flugbalistik des Projektils derart anzupassen, dass durch das Anordnen des Projektilschwerpunktes in Bezug zum aerodynamischen Druckpunkt ein Taumeln, Kippen oder sogar Überschlagen des Projektils während des Fluges vermindert oder verhindert ist.
  • Es sei darauf hingewiesen, dass insbesondere eine Wirkkörperlänge im Verhältnis zu einer Projektilgrundkörperlänge dabei in einem Bereich von 35/65 bis 65/35, insbesondere in einem Bereich von 40/60 bis 60/40, insbesondere ein einem Bereich von 45/55 bis 55/45 gewählt ist, sodass eine äußere Ausgestaltung des Projektils nach zielbalistischen Anforderungen erfolgen kann während die flugbalistische Auslegung durch das Fügeaufnahmevolumen und/oder das Fügeeingriffsvolumen angepasst wird.
  • Die "Fügeaufnahmetiefe" beschreibt dabei die Tiefe der die Fügeaufnahme bildenden Bohrung. Der "Fügeaufnahmedurchmesser" bezeichnet insbesondere den Durchmesser der die Fügeaufnahme bildenden Bohrung. Dadurch wird in der Fügeaufnahme ein Volumen, das "Fügeaufnahmevolumen", entnommen, welches damit ein Freivolumen in der Fügeaufnahme bildet und damit den Schwerpunkt des Projektilgrundkörpers verändert.
  • Gleichsam analog bildet die "Fügeeingriffslänge" die Länge des den Fügeeingriff bildenden Zapfens aus, wobei der "Fügeeingriffsdurchmesser" den Durchmesser des Zapfens abbildet. Zusammen weist der Zapfen damit ein "Fügeeingriffsvolumen" auf, welches als zusätzliches Volumen am Wirkkörper angeordnet ist und damit seinen Schwerpunkt verändert.
  • Eine "Wirkkörperlänge" beschreibt dabei die äußere Länge des Wirkkörpers von einer Wirkkörperspitze an der Kopfseite bis zu einer die Längenfügung zwischen Wirkkörper und Projektilgrundkörper geometrisch definierenden Kontaktfläche an der Kontaktseite. Es sei dazu darauf hingewiesen, dass die Kontaktfläche dabei beispielsweise von einer Außenseite des Wirkkörpers ausgehend in Richtung der Projektilachse aufgespannt ist und beispielsweise den Kontakt zum Projektilgrundkörper geometrisch definiert. Insbesondere ist die Wirkkörperlänge am gefügten Projektil dabei von der Wirkkörperspitze bis zu einer sichtbaren Fügestelle mit dem Projektilgrundkörper definiert. Die "Projektilgrundkörperlänge" bezeichnet das analog dazu definierte Maß am Projektilgrundkörper, also beispielsweise eine Länge von der dem Gasdruck entgegengerichteten Hinterseite ausgehend zur erkennbaren und/oder insbesondere geometrisch definierenden Fügestelle mit dem Wirkkörper.
  • In einer weiteren Ausgestaltung ist die Fügeaufnahmetiefe größer als die Fügeeingriffslänge gewählt, sodass durch eine Differenz der Fügeaufnahmetiefe zur Fügeeingriffslänge in der Fügeaufnahme ein Freiraum zum Fügeeingriff gebildet ist, wobei eine Freiraumlänge des Freiraums insbesondere derart gewählt ist, dass, insbesondere durch eine unterschiedliche spezifische Dichte des Projektilgrundkörpers zur spezifischen Dichte des zum Projektilgrundkörper korrespondierenden Wirkkörpers, der Projektilschwerpunkt des Projektils in einem Bereich von +10 bis -10%, +5% - +5%, +2% bis -2%, insbesondere +1% bis -1% abweichend von einem aerodynamischen Druckpunkt des Projektils in Bezug auf eine Projektilgesamtlänge angeordnet ist.
  • Diese Ausgestaltung bietet einen weiteren Freiheitsgrad in der Ausbildung des Projektilschwerpunktes, sodass eine äußere Gestalt des Projektils mit mehr Freiheitsgraden gewählt werden kann und trotzdem ein Einstellen des Projektilschwerpunktes mit der gewünschten Wirkung ermöglicht ist. Dies ist dabei auch für einen Projektilgrundkörper und einen Wirkkörper mit gleichen oder sehr ähnlichen spezifischen Gewichten möglich.
  • Ein "Freiraum" bezeichnet hierbei insbesondere ein Volumen zwischen einer hinteren Begrenzung der Fügeaufnahme und dem Fügeeingriff in der Fügeaufnahme, insbesondere axial zwischen diesen, welches frei von Material gehalten ist. Dabei wird der Freiraum insbesondere dadurch erzeugt, dass die Fügeeingriffslänge geringer gewählt ist als die Fügeaufnahmetiefe.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist das spezifische Gewicht des Projektilgrundkörpers und das spezifische Gewicht des Wirkkörpers durch ein Bilden des Projektilgrundkörpers und des Wirkkörpers aus unterschiedlichen Materialien erreicht, wobei beispielsweise der Projektilgrundkörper aus einer Messinglegierung und/oder der Wirkkörper aus einer Kupferlegierung oder aus einem Kunststoff gebildet sind.
  • Damit kann durch eine Materialauswahl ein weiterer Einfluss auf den Projektilschwerpunkt genommen werden, indem eine Materialpaarung für den Projektilgrundkörper einerseits und den Wirkkörper andererseits ausgewählt wird.
  • Eine "spezifisches Gewicht", welche auch "Wichte" genannt wird, ist eine physikalische Größe, welche ein Verhältnis eines Körpers zu seinem Volumen darstellt und wird üblicherweise in g/cm3 angegeben. Dabei ist beispielsweise ein spezifisches Gewicht einer Messinglegierung MS58 etwa 8,47 g/cm3, das spezifische Gewicht von Kupfer bei etwa 8,9 g/cm3 sowie bei einer beispielhaften Kupferlegierung bei 8,86 g/cm3. Der Unterschied der spezifischen Gewichte unterschiedlicher Materialien führt zu einer ungleichmäßigen Gewichtsverteilung eines Projektils, welches aus einem Projektilgrundkörper und einem Wirkkörper aus unterschiedlichen Materialien im Verhältnis zu seiner Volumenverteilung, sodass ein Ausgleich beispielsweise über ein Anpassen der Fügeaufnahmetiefe und der Fügeeingriffslänge, insbesondere gemäß der oben beschriebenen Ausgestaltungen, möglich ist. Es sei darauf hingewiesen, dass ein spezifisches Gewicht des Projektilgrundkörpers und/oder des Wirkkörpers insbesondere auch durch Materialauslassungen im jeweiligen Körper erzeugt werden kann, sofern beispielsweise Projektilgrundkörper und Wirkkörper aus einem gleichen Material hergestellt sind und jedoch der Wirkkörper, beispielsweise durch Verwendung eines additiven Fertigungsverfahrens und Erzeugen von Auslassungen im Material oder durch spanend hergestellte Ausnehmungen oder Einschnitte in Bezug auf ein Volumen ein geringeres Gewicht aufweist.
  • In einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch eine Patrone, insbesondere eine Gewehrpatrone, aufweisend eine Patronenhülse, insbesondere eine Flaschenhalshülse, ein Zündmittel und ein mittels des Zündmittels zündbares und in der Patronenhülse aufgenommenes Treibmittel, wobei die Patronenhülse einen Hülsenhals aufweist, wobei der Hülsenhals zum Aufnehmen eines Projektilkörpers eingerichtet ist und das mittels des Zündmittels gezündete Treibmittel in der Patronenhülse zum Antreiben des Projektilkörpers durch einen Lauf einer Schusswaffe am Hülsenhals einen Gasdruck auf den Projektilkörper erzeugt, wobei die Patrone einen in der Patronenhülse aufgenommenen Projektilgrundkörper, insbesondere im Hülsenhals aufgenommenen Projektilgrundkörper, oder ein in der Patronenhülse oder dem Hülsenhals aufgenommenes Projektil gemäß der vorig bezeichneten Ausgestaltungen aufweist.
  • Eine solche Patrone nutzt das erfindungsgemäße Projektil und/oder den erfindungsgemäßen Projektilgrundkörper als Projektilkörper zum Bereitstellen einer schussfähigen Einheit für eine Feuerwaffe.
  • Eine "Patrone" bezeichnet dabei eine Einheit aus Patronenhülse, Treibmittel, Zündmittel sowie Projektilkörper, wobei durch das Zünden des Treibmittels mittels des Zündmittels der Projektilkörper durch die entstehenden Gase sodann durch einen Lauf einer Schusswaffe getrieben werden kann, wenn die Patrone in der Schusswaffe geladen, also in der Patronenkammer aufgenommen, ist.
  • Zündmittel kann hier beispielsweise ein Zündhütchen einer Zentralfeuerpatrone, jedoch auch ein im Rand einer Randpatrone aufgenommenes Zündmittel sein. Treibmittel ist hierbei beispielsweise Schießpulver, Schwarzpulver, Schießbaumwolle oder ein anderes Treibmittel, wie dieses für übliche Patronen Verwendung findet.
  • Es sie darauf hingewiesen, dass der Begriff des "Projektilkörpers" in diesem Zusammenhang allgemein einen als Projektil nutzbaren Körper bezeichnet, wobei damit ein Projektil sowie auch ein Projektilgrundkörper, insbesondere mit einem aufgesetzten Wirkkörper, je nach Bezug, umfasst sein kann.
  • Gemäß einer Ausgestaltung weist die Patrone eine Crimpverbindung des Hülsenhalses zum Projektilgrundkörper oder zum Projektil auf, wobei die Crimpverbindung insbesondere an einer oder mehrerer der rillenförmigen Umfangseinschnürung und/oder an der balligen, kegelförmigen und/oder ovalen Endeinschnürung des Projektilgrundkörpers in Bezug auf die Projektilachse angeordnet ist. Damit kann ein besonders dicht abschließendes und fest aufgenommenes Projektil durch den gecrimpten Übergang zwischen Projektilgrundkörper und Hülsenhals geschaffen werden, womit die Geschwindigkeit des Projektils gesteigert und damit auch die Präzision des Projektils im Schuss erhöht werden kann. Insbesondere wird damit die Taumelneigung des Projektils durch eine höhere Geschwindigkeit reduziert, womit ein präziserer Schuss möglich ist.
  • Eine "Crimpverbindung" bezeichnet insbesondere eine durch Materialverformung erzeugte formschlüssige Verbindung, wobei beispielsweise der Hülsenhals in Richtung der Projektilachse eingerollt wird, um den Projektilgrundkörper an der jeweiligen Endeinschnürung formschlüssig zu umfassen.
  • In einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Herstellen eines Projektils, insbesondere eine Jagdprojektils, mit folgenden Schritten:
    • Bereitstellen eines Projektilgrundkörpers gemäß einer der vorherigen Ausgestaltungen, sodass der Projektilgrundkörper bereitgestellt ist,
    • Fixieren eines Wirkkörpers gemäß einer der vorig beschriebenen Ausgestaltungen, mit dem Projektilgrundkörper, mittels eines Ineingriffbringens des Fügeeingriffs mit der Fügeaufnahme entlang der Projektilachse, sodass der Wirkkörper am Projektilgrundkörper fixiert ist,
    sodass das Projektil, insbesondere das Jagdprojektil, hergestellt ist.
  • In einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Herstellen einer Patrone, insbesondere einer Jagdpatrone, mit den folgenden Schritten:
    • Bereitstellen einer Patronenhülse, insbesondere einer Flaschenhalshülse, insbesondere mit einem Zündmittel, sodass die Patronenhülse, insbesondere mit dem Zündmittel, bereitgestellt ist,
    • Einfüllen des Treibmittels in die Patronenhülse, sodass das Treibmittel in die Patronenhülse eingefüllt ist,
    • Einpressen eines Projektilgrundkörpers gemäß einer der vorherigen Ausgestaltungen oder eines Projektils gemäß der vorherigen Ausgestaltung in den Hülsenhals der Patronenhülse, sodass der Projektilgrundkörper oder das Projektil im Hülsenhals eingepresst ist,
    sodass die Patrone hergestellt ist.
  • Es sei hierzu erwähnt, dass insbesondere das Einpressen eines Projektilgrundkörpers ohne fixierten Wirkkörper es beispielsweise ermöglicht, einen Wirkkörper beispielsweise händisch erst vor dem Laden der Patrone in eine Schusswaffe aufzubringen und am Projektilgrundkörper zu fixieren, um beispielsweise kurzfristig die Patrone an die geplante Verwendung anzupassen. Erleichtert werden kann dies beispielsweise durch Verwenden einer Schraubverbindung zum Fügen von Projektilgrundkörper und Wirkkörper.
  • Im Weiteren wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
  • Figur 1
    eine schematische Darstellung eines Projektilgrundkörpers und eines Wirkkörpers zum Herstellen eines Projektils in einer Seitenansicht,
    Figur 2
    eine schematische Darstellung des Projektilgrundkörpers der Figur 1 mit einem alternativen Wirkkörper zum Fügen eines Projektils in einer Seitenansicht,
    Figur 3
    eine schematische Darstellung eines alternativen Projektilgrundkörpers mit einem weiteren alternativen Wirkkörper zum Fügen eines Projektils,
    Figur 4
    eine schematische Schnittdarstellung einer Patrone mit dem gefügten Projektil aus Projektilgrundkörper und Wirkkörper der Figur 1,
    Figur 5
    eine schematische Darstellung analog zu Figur 1 mit geometrischen Bezügen, sowie
    Figur 6
    eine schematische Darstellung des gefügten Projektils der Figur 4 mit geometrischen Bezügen, Schwerpunkt und aerodynamischem Druckpunkt.
  • Ein im Wesentlichen zylindrischer Projektilgrundkörper 101 ist entlang einer Projektilachse 181 angeordnet und soll mit einem Wirkkörper 141 gefügt werden. Dazu ist der Wirkkörper 141 ebenfalls entlang der Projektilachse 181 angeordnet, wobei zwischen Projektilgrundkörper 101 sowie Wirkkörper 141 ein Abstand besteht (vgl. hierzu auch Fig. 1).
  • Der Projektilgrundkörper 101 ist wie erwähnt im Wesentlichen zylindrisch und aus Messing gefertigt, dabei wurde der Projektilgrundkörper 101 als Drehteil ausgeführt. Entlang der Projektilachse 181 an einer Rückseite 123 weist der Projektilgrundkörper 101 eine Bodenfläche 102 auf. Über eine Kegelfase 103 geht der Projektilgrundkörper 101 dann in einen zylindrischen Bereich mit einem Außendurchmesser 131 auf. Entlang der Projektilachse 181 ausgehend von der Kegelfase 103 sind eine im Umfang verlaufende Rille 105, eine Zylinderfläche 106, eine weitere im Umfang verlaufende Rille 107, eine Zylinderfläche 108 sowie eine dritte am Umfang verlaufende Rille 109 angeordnet. Folglich weist der Projektilgrundkörper 101 entlang der Projektilachse 181 drei Rillen auf. Eine sich dann anschließende Einschnürung 111, welche im Wesentlichen elliptisch ausgebildet ist und die Dicke des Projektilgrundkörpers 101 einschnürt, bildet den Abschluss der Mantelfläche des Projektilgrundkörpers 101 in Richtung einer Stirnfläche 110, welche an einer Vorderseite 121 angeordnet ist. Es sei hierzu erwähnt, dass die Bezeichnungen "Vorderseite" sowie "Rückseite" hier in Bezug auf eine spätere Schussrichtung 183 bezogen sind.
  • Der Außendurchmesser 131 ist gegenüber einem Lauf (Lauf nicht dargestellt) zum Verschießen des später gefügten Projektils (siehe unten) unterkalibrig ausgeführt, insbesondere unterhalb eines Zugdurchmessers des Laufes jedoch größer als ein Felddurchmesser des Laufes. Der Außendurchmesser 131 ist dabei beispielsweise bei etwa der Hälfte der Differenz aus Zugdurchmesser und Felddurchmesser gewählt.
  • In der Stirnfläche 110 ist konzentrisch zur Projektilachse 181 eine Zylinderbohrung 115 eingefügt, welche etwa ein Drittel der Länge des Projektilgrundkörpers 101 tief ausgebildet ist. Die Zylinderbohrung 115 ist mit einer Fase 117 zur Stirnfläche 110 angeschlossen.
  • Die Zylinderbohrung 115 weist einen Bohrungsdurchmesser 533 und eine Bohrungstiefe 531 auf, womit gemeinsam mit dem Volumen der Fase 117 ein Bohrungsvolumen 535 aus dem Projektilgrundkörper 101 ausgelassen ist.
  • Der Wirkkörper 141 ist ebenfalls entlang der Projektilachse 181 und entlang der Schussrichtung 183 vor dem Projektilgrundkörper 101 angeordnet. Der Wirkkörper 141 ist aus einer Kupferlegierung als Drehteil gefertigt und weist eine Bodenfläche 142 an einer Kontaktseite 163 auf, wobei die Kontaktseite 163 zum Fügen mit der Vorderseite 121 des Projektilgrundkörpers 101 ausgebildet ist. Ausgehend von der Bodenfläche 142 ist in Schussrichtung 183 eine Zylinderfläche 143 mit einem Außendurchmesser 171 angeschlossen, wobei die Zylinderfläche 143 dann in einen Ogivalkörper 145 bis zu einer Hohlspitze 147 des Wirkkörpers 141 übergeht. Der Ogivalkörper 145 schnürt den Durchmesser des Wirkkörpers 141 bis zur Hohlspitze 147 auf etwa ein Drittel des Außendurchmessers 171 ein. Die Hohlspitze 147 weist von einer Kopfseite 161 ausgehend ein Kopfloch 149 auf, welches etwa ein Viertel der Länge des Wirkkörpers 141 tief ausgebildet ist.
  • Im Bereich der Kontaktseite 163 weist der Wirkkörper 141 einen konzentrisch zur Projektilachse 181 ausgerichteten Zapfen 151 auf, welcher mit einer Fase 153 an die Bodenfläche 142 des Wirkkörpers 141 angeschlossen ist. Etwa auf einer halben Länge des Zapfens 151 ist ein den Durchmesser lokal aufweitender Quetschring 155 angeordnet, welcher über die zylindrische Außenfläche des Zapfens 151 heraussteht. Es sei hierzu erwähnt, dass der Zapfen 151 und die Fase 153 korrespondierend zur Zylinderbohrung 115 und der Fase 117 am Projektilgrundkörper 101 ausgebildet sind, wobei der Quetschring 155 einen leicht größeren Durchmesser aufweist als die Zylinderbohrung 115 im Projektilgrundkörper 101. Dabei ist der Quetschring 155 beispielsweise nur 2/100mm größer im Durchmesser, als der Zapfen 151 (Darstellung des Quetschrings in den Figuren stark überzeichnet). Der Zapfen 151 selbst weist eine Zapfenlänge 521, einen Zapfendurchmesser 523 sowie gemeinsam mit der Fase 153 ein Zapfenvolumen 525 auf. Der Zapfendurchmesser 523 kann dabei beispielsweise in Bezug zum Bohrungsdurchmesser 533 mit einer Übergangspassung oder auch mit einer sehr engen Spielpassung toleriert sein, sodass die geometrische Fügung zwischen dem Projektilgrundkörper 101 und dem Wirkkörper 141 möglichst genau ist.
  • Soll nun ein Projektil hergestellt werden, so wird der Wirkkörper 141 entgegen der Schussrichtung in den Projektilgrundkörper 101 eingepresst, wobei der Quetschring 155 und je nach Passung auch der Zapfen 151 leicht deformiert wird oder werden und ein kraftschlüssiges Verbinden des Projektilgrundkörpers 101 mit dem Wirkkörper 141 erreicht ist. Die Fügung ist dabei derart kraftschlüssig ausgeführt, dass das hergestellte Projektil bei einem Auftreffen auf ein Ziel einstückig verbleibt, der Wirkkörper 141 wirksam verformt wird und mit dem Projektilgrundkörper 101 verbunden bleibt.
  • Alternativ dazu (vergleiche hierzu auch Figur 2) kann der Projektilgrundkörper 101 mit einem alternativen Wirkkörper 241 ausgestattet werden, wobei der Wirkkörper 241 analog zum vorigen Wirkkörper 141 aus einer Kupferlegierung gebildet ist und eine Bodenfläche 242, eine Zylinderfläche 243 sowie einen Ogivalkörper 245 aufweist. Im Unterschied zum vorigen Wirkkörper 141 ist der Wirkkörper 241 jedoch an einer Kopfseite 261 mit einem Rundkopf 247 ausgestattet.
  • Im Bereich einer Kontaktseite 263 zum Projektilgrundkörper 101 weist auch der Wirkkörper 241 einen Zapfen 251 mit einer Fase 253 und einem Quetschring 255 auf, wobei die Funktion und Ausgestaltung analog zum obigen Beispiel ist.
  • Es sei hierzu erwähnt, dass mit dem Wirkkörper 141 sowie dem Wirkkörper 241, jeweils nach dem Fügen des Projektilgrundkörpers 101 mit entweder dem Wirkkörper 141 oder dem Wirkkörper 241, ein jeweiliges Jagdprojektil erzeugt ist. Der mit der Hohlspitze 147 ausgebildete Wirkkörper 141 bewirkt dabei nach dem Abfeuern des Projektils bei Eindringen in ein Ziel ein Eindringen von Zielmasse in die Hohlspitze 147 des Wirkkörpers 141 und ein Aufweiten des Wirkkörpers 141 im Durchmesser, sodass beispielsweise ein vergrößerter Schusskanal erzeugt ist.
  • Im Unterschied dazu dient der Wirkkörper 241 mit dem Rundkopf 247 dazu, beispielsweise möglichst tief oder widerstandsarm in ein Ziel einzudringen. Es sei hierzu erwähnt, dass der Wirkkörper 241 alternativ oder ergänzend beispielsweise im Bereich des Rundkopfes 247 eine weitere ballistische Aufwertung, beispielsweise mit einem Hartkern, aufweisen kann, um beispielsweise eine Durchschlagsleistung gegen harte Ziele zu erhöhen.
  • Ein weiterer Projektilgrundkörper 301, ebenfalls aus Messing gefertigt, ist im Wesentlichen analog zum vorigen Projektilgrundkörper 101 ausgebildet, weist jedoch ausgehend von einer Bodenfläche 302 an einer Rückseite 323 eine Kegelfase 303, eine Rille 305, eine Zylinderfläche 306, eine Rille 307 sowie eine Zylinderfläche 308 auf. Daran anschließend in Richtung einer Vorderseite 321 ist eine elliptische Einschnürung 311 angeordnet, welche auf der Mantelfläche des Projektilgrundkörpers 301 einen Abschluss zur Stirnfläche 310 in Richtung der Vorderseite 321 bildet. Der Projektilgrundkörper 301 weist damit lediglich zwei Rillen auf. Beispielsweise kann damit eine Anpassung des Projektilgrundkörpers an unterschiedliche Laufgestaltungen, unterschiedliche Felder und/oder Züge eines Laufes oder beispielsweise eines Materials eines Laufes erfolgen, um beispielsweise den Verschleiß einer entsprechenden Schusswaffe zu reduzieren. Auch dieser Projektilgrundkörper 301 ist dabei unterkalibrig gemäß dem obigen Beispiel des Projektilgrundkörpers 101 ausgeführt.
  • In der Stirnfläche 310 ist analog zum Beispiel des Projektilgrundkörpers 101 eine Zylinderbohrung 315 mit einer Fase 317 angeordnet und eingebracht, welche einen Wirkkörper, beispielsweise den Wirkkörper 141 oder den Wirkkörper 241 aufnehmen kann.
  • Ein Alternativer Wirkkörper 341, welcher analog zu den vorherigen Wirkkörpern eine Bodenfläche 342, eine Zylinderfläche 343 sowie einen Ogivalkörper 345 aufweist, ist mit einem Flachkopf 347 ausgestattet. Damit ist der Wirkkörper 341 im Bereich einer Kopfseite 361 mit einem flachen Durchmesser von etwa 2/3 des Außendurchmessers 371 ausgestattet. Im Bereich einer Kontaktseite 363 ist der Wirkkörper 341 analog zu vorigen Beispielen mit einem Zapfen 351 und einer Fase 353 sowie eine Quetschring 355 ausgestattet.
  • Es sei hierzu erwähnt, dass der Wirkkörper 341 entgegen den vorigen Beispielen aus einem Kunststoff, insbesondere aus einem PEEK, als Drehteil gebildet ist. Der Wirkkörper 341 ist damit auch leichter als die aus einer Kupferlegierung gebildeten Wirkkörper 141 und 241 und erreicht damit bei gleicher Treibladung beispielsweise eine höherer Geschossgeschwindigkeit, wenn das aus dem Projektilgrundkörper 301 sowie dem Wirkkörper 341 gefügte Projektil entlang der Schussrichtung 183 abgefeuert wird. Der mit einem Flachkopf ausgestattete Wirkkörper 341 aus PEEK kann damit in einem Ziel, beispielsweise einem Kleintier, aufgrund der hohen Geschwindigkeit und der Fertigung aus Kunststoff hohe Belastungen erfahren, welche zum mechanischen Zerlegen des Wirkkörpers 341 und damit einem Verteilen von entsprechenden Kunststoffsplittern im Ziel führt. Damit kann beispielsweise eine gute Wirkung gegen Kleinschädlinge erreicht werden.
  • Eine Patrone 401 weist eine Hülse 403 auf. Die Hülse weist einen Hülsenboden 405 mit einer Ausziehrille 407 auf, wobei die Ausziehrille 407 dazu dient, die Patrone 401 oder, nach einem Schuss, die Hülse 403 aus einem Patronenlager einer Repetierbüchse herauszuziehen. Innerhalb des Hülsenbodens 405 ist konzentrisch zur Projektilachse 181 eine Bohrung 409 eingefügt, in der ein Zündhütchen 451 angeordnet ist.
  • Die Hülse 403 ist gebildet durch einen Hülsenkörper 421, eine Einschnürung 423 und einen Flaschenhals 425. Im Hülsenkörper 421 ist eine Pulverkammer 441 mit Pulver 443 gefüllt. Die Einschnürung 423 reduziert den Durchmesser des Hülsenkörpers 421 auf den Durchmesser des Flaschenhalses 425, wobei innerhalb des Flaschenhalses 425 ein aus einem Projektilgrundkörper 101 und einem Wirkkörper 141 zusammengefügtes Projektil 431 aufgenommen ist. Ein Crimp 427 am Abschluss des Flaschenhalses 425 hält das Projektil 431 dabei fest im Flaschenhals 425. Es sei hierzu erwähnt, dass das Projektil 431 dabei an der Einschnürung 111 mittels des Crimps 427 gehalten werden kann (vgl. Figur 4) als auch an einer der Rillen des Projektilgrundkörpers 101, beispielsweise an der Rille 109.
  • Wird nun das Zündhütchen 451 durch den Schlagbolzen der Repetierbüchse gezündet, so zündet das Pulver 443, baut einen Gasdruck innerhalb des Hülsenkörpers 421 auf und treibt das Projektil 431 durch den Lauf der Repetierbüchse (Lauf und Repetierbüchse nicht dargestellt).
  • Es sei hierzu erwähnt, dass das Projektil 431 sowie andere Projektile 431 dabei analog der vorigen Beispiele aus unterschiedlichen Projektilgrundkörpern sowie unterschiedlichen Wirkkörpern gebildet sein können, um beispielsweise abhängig vom jagdlichen Ziel ein entsprechendes Projektil für den spezifischen Jagdzweck bereitstellen zu können.
  • Weiterhin sei beispielhaft auf die geometrischen und physikalischen Eigenschaften des aus dem Projektilgrundkörper 101 und dem Wirkkörper 141 gebildeten Projektils 431 eingegangen (vgl. hierzu auch Figuren 5 und 6):
  • Wie beschrieben ist der Zapfen 151 durch die Zapfenlänge 521, den Zapfendurchmesser 523 und das damit gebildete Zapfenvolumen 525 definiert. Ebenso ist die Zylinderbohrung 115 durch die Bohrungstiefe 531, den Bohrungsdurchmesser 533 und das Bohrungsvolumen 535 definiert. Durch die Ausgestaltung des Projektilgrundkörpers 101 aus einer Messinglegierung, beispielsweise MS58, und die Ausgestaltung des Wirkkörpers 141 aus einer Kupferlegierung ergibt sich ein Schwerpunkt 651 des gefügten Projektils 431, welcher im hier beschriebenen Beispiel etwa im Bereich des Zapfens 151 und der Zylinderbohrung 115 auf der Projektilachse 181 angeordnet ist (vgl. hierzu auch Figur 6). Es sei hierzu darauf hingewiesen, dass ein Freiraum 551 durch eine kürzere Ausführung der Zapfenlänge 521 gegenüber der Bohrungstiefe 531 freigelassen sein kann. Ein aerodynamischer Druckpunkt 661 des Projektils 431 repräsentiert das Zentrum der angreifenden aerodynamischen Kräfte während des Flugs zum Ziel, wobei hier die Geometrie des Projektils 431 ebenso wie die Geschwindigkeit des Geschosses und andere Parameter einen Einfluss auf die Lage des aerodynamischen Druckpunktes 661 haben können. Ebenso sei erwähnt, dass die Darstellung in Figur 6 einen in Schussrichtung 183 leicht vor dem Schwerpunkt 651 angeordneten aerodynamischen Druckpunkt 661 zeigt, die Anordnung hier jedoch beispielhaft ist. Ebenso können der Schwerpunkt 651 und der aerodynamische Druckpunkt 661 aufeinander oder in umgekehrter Anordnung in Bezug auf die Schussrichtung 183 angeordnet sein.
  • Weiterhin weist das Projektil 431 eine Projektillänge 621 auf, welche zusammen aus einer Wirkkörperlänge 623 und einer Projektilgrundkörperlänge 633 gebildet ist. Es sei hier angenommen, dass das Verhältnis der Wirkkörperlänge 623 zur Projektilgrundkörperlänge 633 etwa 45/55 ist. Zwischen dem Schwerpunkt 651 und dem aerodynamischen Druckpunkt 661 liegt eine Differenz 671, welche vorliegend weniger als 5% der Projektillänge 621 beträgt. Damit wird im Flug eine besonders stabile Lage des Projektils 431 erreicht.
  • Bezugszeichenliste
  • 101
    Projektilgrundkörper
    102
    Bodenfläche
    103
    Kegelfase
    105
    Rille
    106
    Zylinderfläche
    107
    Rille
    108
    Zylinderfläche
    109
    Rille
    110
    Stirnfläche
    111
    Einschnürung
    115
    Zylinderbohrung
    117
    Fase
    121
    Vorderseite
    123
    Rückseite
    131
    Außendurchmesser
    141
    Wirkkörper
    142
    Bodenfläche
    143
    Zylinderfläche
    145
    Ogivalkörper
    147
    Hohlspitze
    149
    Kopfloch
    151
    Zapfen
    153
    Fase
    155
    Quetschring
    161
    Kopfseite
    163
    Kontaktseite
    171
    Außendurchmesser
    181
    Projektilachse
    183
    Schussrichtung
    241
    Wirkkörper
    242
    Bodenfläche
    243
    Zylinderfläche
    245
    Ogivalkörper
    247
    Rundkopf
    251
    Zapfen
    253
    Fase
    255
    Quetschring
    261
    Kopfseite
    263
    Kontaktseite
    271
    Außendurchmesser
    301
    Projektilgrundkörper
    302
    Bodenfläche
    303
    Kegelfase
    305
    Rille
    306
    Zylinderfläche
    307
    Rille
    308
    Zylinderfläche
    310
    Stirnfläche
    311
    Einschnürung
    315
    Zylinderbohrung
    317
    Fase
    321
    Vorderseite
    323
    Rückseite
    331
    Außendurchmesser
    341
    Wirkkörper
    342
    Bodenfläche
    343
    Zylinderfläche
    345
    Ogivalkörper
    347
    Flachkopf
    351
    Zapfen
    353
    Fase
    355
    Quetschring
    361
    Kopfseite
    363
    Kontaktseite
    371
    Außendurchmesser
    401
    Patrone
    403
    Hülse
    405
    Hülsenboden
    407
    Ausziehrille
    409
    Bohrung
    421
    Hülsenkörper
    423
    Einschnürung
    425
    Flaschenhals
    427
    Crimp
    431
    Projektil
    441
    Pulverkammer
    443
    Pulver
    451
    Zündhütchen
    521
    Zapfenlänge
    523
    Zapfendurchmesser
    525
    Zapfenvolumen
    531
    Bohrungstiefe
    533
    Bohrungsdurchmesser
    535
    Bohrungsvolumen
    551
    Freiraum
    621
    Projektillänge
    623
    Wirkkörperlänge
    633
    Projektilgrundkörperlänge
    651
    Schwerpunkt
    661
    aerodynamischer Druckpunkt
    671
    Differenz

Claims (15)

  1. Projektilgrundkörper (101) für eine Schusswaffe, insbesondere für eine Handfeuerwaffe, zum Bilden eines zusammengesetzten Projektils (431), insbesondere eines Jagdprojektils, mit einer Projektilachse (181), wobei der Projektilgrundkörper eine Außenfläche (103, 106, 108, 111, 303, 306, 608, 311), eine Vorderseite (121, 321) und eine Rückseite (123, 323) aufweist und für einen Schuss auf ein Ziel mittels eines auf der Rückseite (123, 323) angreifenden Gasdrucks entlang der Projektilachse (181) in Richtung der Vorderseite (121, 321) beschleunigt und mit der Vorderseite (121, 321) entlang einer Schussrichtung (183) durch einen Lauf der Schusswaffe in Richtung des Ziels getrieben wird, wobei die Außenfläche (103, 106, 108, 111, 303, 306, 608, 311) während des Schusses an einer Laufinnenseite des Laufes anliegt und den Gasdruck abdichtet, wobei an der Vorderseite (121, 321) eine Fügeaufnahme (115, 315) angeordnet ist, wobei ein Wirkkörper (141, 241, 341) mittels eines zur Fügeaufnahme (115, 315) korrespondierenden Fügeeingriffs (151, 251, 351) des Wirkkörpers (141, 241, 341) an der Fügeaufnahme (115, 315) mittels eines Ineingriffbringens des Fügeeingriffs (151, 251, 351) mit der Fügeaufnahme (115, 315) entlang der Projektilachse (181) am Projektilgrundkörper mechanisch fixierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass wobei eine Aufnahmerichtung der Fügeaufnahme (115, 315) entlang der Projektilachse (181) ausgerichtet ist und die Fügeaufnahme (115, 315) als zylindrische oder im Wesentlichen zylindrische Bohrung (115, 315) entlang der Projektilachse (181) ausgebildet ist.
  2. Projektilgrundkörper gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fügeaufnahme (115, 315) als Pressaufnahme (115, 315), Klemmaufnahme und/oder Schraubaufnahme für den als Presseingriff, Klemmeingriff und/oder Schraubeingriff ausgebildeten Fügeeingriff (151, 251, 351) ausgebildet ist und/oder die Bohrung (115, 315) eine kegelförmige Fase (117, 317) aufweist.
  3. Projektilgrundkörper gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche (103, 106, 108, 111, 303, 306, 608, 311) eine rillenförmige Umfangseinschnürung (105, 305) oder mehrere rillenförmige Umfangseinschnürungen (105, 107, 109, 305, 307) in Bezug auf die Projektilachse (181) aufweist und/oder die Außenfläche (103, 106, 108, 111, 303, 306, 608, 311) an der Rückseite (123, 323) und/oder an der Vorderseite (121, 321) eine ballige, kegelförmige und/oder ovale Endeinschnürung (103, 111, 303, 311) in Bezug auf die Projektilachse (181) aufweist.
  4. Projektilgrundkörper gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Außenfläche (106, 108) gegenüber dem Lauf definierender Grundkörperdurchmesser (131) in Bezug auf einen Zugdurchmesser des Laufes unterkalibrig, insbesondere in einem Feldkaliber oder größer als das Feldkaliber des Laufes ausgebildet ist.
  5. Wirkkörper (141, 241, 341) zum Bilden eines zusammengesetzten Projektils (431) mittels eines Fixierens des Wirkkörpers an einem Projektilgrundkörper, insbesondere an einem Projektilgrundkörper (101, 301) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, entlang einer Projektilachse (181), aufweisend eine Kopfseite (161, 261, 361) und eine Kontaktseite (163, 263, 363) wobei der Wirkkörper an der Kontaktseite (163, 263, 363) einen Fügeeingriff (151, 251, 351) aufweist, wobei der Fügeeingriff (151, 251, 351) zu einer Fügeaufnahme (115, 315) eines Projektilgrundkörpers, insbesondere zu einer Fügeaufnahme (115, 315) eines Projektilgrundkörpers gemäß einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 4, korrespondierend ausgebildet ist, sodass der Wirkkörper mittels eines Ineingriffbringens des Fügeeingriffs (151, 251, 351) mit der Fügeaufnahme (115, 315) des Projektilgrundkörpers entlang der Projektilachse (181) mit dem Projektilgrundkörper mechanisch fixierbar ist, wobei der Fügeeingriff (151, 251, 351) als zylindrischer oder im Wesentlichen zylindrischer Zapfen (151, 251, 351) entlang der Projektilachse (181) ausgebildet ist.
  6. Wirkkörper gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (151, 251, 351) insbesondere eine Fase (153, 253, 353) in Richtung der Kontaktseite (163, 263, 363) und/oder eine insbesondere ringförmige Aufdickung (155, 255, 355) in Bezug zur Projektilachse (181) oder mehrere insbesondere ringförmige Aufdickungen (155, 255, 355) in Bezug zur Projektilachse (181) aufweist, wobei mittels eines zumindest teilweisen reversiblen Verformens der insbesondere ringförmigen Aufdickung (155, 255, 355) oder der insbesondere ringförmigen Aufdickungen (155, 255, 355) ein kraftschlüssiges Fixieren des Fügeeingriffs (151, 251, 351) in der Fügeaufnahme (115, 315) ermöglicht ist.
  7. Wirkkörper gemäß einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkkörper an der Kopfseite (161, 261, 361) einen Spitzkopf, einen Rundkopf (247), einen Ogivalkopf, einen Hohl-Spitz-Kopf (147, 149), einen Hohlkopf und/oder einen Flachkopf (347) aufweist und/oder der Wirkkörper als Vollkörper, als Mantelkörper oder als Teilmantelkörper ausgebildet ist.
  8. Wirkkörper gemäß einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirkkörper aus einem Kunststoff, insbesondere aus einem PEEK, und/oder aus einem Metall, insbesondere aus Kupfer und/oder Stahl und/oder aus Kupfer oder aus einer Kupferlegierung, gebildet ist.
  9. Wirkkörper gemäß einem der vorherigen Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein eine Wirkkörperaußenfläche (143) gegenüber dem Lauf definierender Wirkkörperdurchmesser (171) in Bezug auf einen Zugdurchmesser des Laufes unterkalibrig, insbesondere in einem Feldkaliber des Laufes ausgebildet ist.
  10. Projektil (341) mit einem Projektilgrundkörper (101, 301) gemäß einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 4 und einem Wirkkörper (141, 241, 341) gemäß einem der vorherigen Ansprüche 5 bis 9, wobei der Wirkkörper (141, 241, 341) mittels des Ineingriffbringens des Fügeeingriffs (151, 251, 351) des Wirkkörpers (141, 241, 341) mit der Fügeaufnahme (115, 315) des Projektilgrundkörpers (101, 301) entlang der Projektilachse (181) am Projektilgrundkörper (101, 301) fixiert ist.
  11. Projektil gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fügeaufnahmetiefe (531) der Fügeaufnahme (115, 315) des Projektilgrundkörpers (101) entlang der Projektilachse (181) zum Bilden eines mit einem Fügeaufnahmedurchmesser (533) und der Fügeaufnahmetiefe (531) der Fügeaufnahme (115, 315) gebildeten Fügeaufnahmevolumens (535) und/oder eine Fügeeingriffslänge (521) des Fügeeingriffs (151, 251, 351) des Wirkkörpers (141, 341) zum Bilden eines mit einem Fügeeingriffsdurchmessers (523) und der Fügeeingriffslänge (521) gebildeten Fügeeingriffsvolumen (525) anhand eines angestrebten Projektilschwerpunktes (651) für ein mittels des Projektilgrundkörpers (101, 301) und eines zum Projektilgrundkörper (101, 301) korrespondierenden Wirkkörpers (141, 241, 341) derart gewählt ist oder sind, dass, insbesondere durch ein unterschiedliches spezifisches Gewicht des Projektilgrundkörpers (101, 301) zum spezifischen Gewicht des zum Projektilgrundkörper (101, 301) korrespondierenden Wirkkörpers (141, 241, 341), der Projektilschwerpunkt (651) des Projektils (431) in einem Bereich von +10 bis -10%, +5% - +5%, +2% bis -2%, insbesondere +1% bis -1% Abweichend (671) von einem aerodynamischen Druckpunkt (661) des Projektils (431) in Bezug auf eine Projektilgesamtlänge (621) angeordnet ist.
  12. Projektil gemäß Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichent, dass die Fügeaufnahmetiefe (531) größer als die Fügeeingriffslänge (521) gewählt ist, sodass durch eine Differenz (551) der Fügeaufnahmetiefe (531) zur Fügeeingriffslänge (521) in der Fügeaufnahme (115, 315) ein Freiraum (551) zum Fügeeingriff (151, 251, 351) gebildet ist, wobei eine Freiraumlänge (551) des Freiraums (551) insbesondere derart gewählt ist, dass, insbesondere durch ein unterschiedliches spezifisches Gewicht des Projektilgrundkörpers (101, 301) zum spezifischen Gewicht des zum Projektilgrundkörper (101, 301) korrespondierenden Wirkkörpers (141, 241, 341), der Projektilschwerpunkt (651) des Projektils (431) in einem Bereich von +10 bis -10%, +5% - +5%, +2% bis -2%, insbesondere +1% bis -1% Abweichend von einem aerodynamischen Druckpunkt (661) des Projektils (431) in Bezug auf eine Projektilgesamtlänge (621) angeordnet ist.
  13. Projektil gemäß Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das spezifische Gewicht des Projektilgrundkörpers (101, 301) und das spezifische Gewicht des Wirkkörpers (141, 241, 341) durch ein Bilden des Projektilgrundkörpers (101, 301) und des Wirkkörpers (141, 241, 341) aus unterschiedlichen Materialien erreicht ist, wobei insbesondere der Projektilgrundkörper (1091, 301) aus einer Messinglegierung und/oder der Wirkkörper (11, 241, 341) aus einer Kupferlegierung oder aus einem Kunststoff gebildet sind.
  14. Patrone (401), insbesondere Gewehrpatrone, aufweisend eine Patronenhülse (403), insbesondere eine Flaschenhalshülse, ein Zündmittel (451) und ein mittels des Zündmittels (451) zündbares und in der Patronenhülse (403) aufgenommenes Treibmittel (443), wobei die Patronenhülse (403) einen Hülsenhals (425) aufweist, wobei der Hülsenhals (425) zum Aufnehmen eines Projektilkörpers (431) eingerichtet ist und das mittels des Zündmittels (451) gezündete Treibmittel (443) in der Patronenhülse (403) zum Antreiben des Projektilkörpers (431) durch einen Lauf einer Schusswaffe am Hülsenhals (425) einen Gasdruck auf den Projektilkörper (431) erzeugt, gekennzeichnet durch einen in der Patronenhülse (403) aufgenommenen Projektilgrundkörper (101, 301) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 oder ein in der Patronenhülse (403) aufgenommenes Projektil (431) gemäß einem der Ansprüche 10 bis 13.
  15. Patrone gemäß Anspruch 14, gekennzeichnet durch eine Crimpverbindung (427) des Hülsenhalses (425) zum Projektilgrundkörper (101, 301) oder dem Projektil (431), wobei die Crimpverbindung (427) insbesondere an einer rillenförmigen Umfangseinschnürung (105, 107, 109, 305, 307) und/oder an einer balligen, kegelförmigen und/oder ovalen Endeinschnürung (111, 311) des Projektilgrundkörpers (101, 301) in Bezug auf die Projektilachse (181) angeordnet ist.
EP25207451.3A 2024-10-08 2025-10-08 Projektilgrundkörper, wirkkörper, projektil, patrone sowie verfahren zum herstellen eines projektils Pending EP4726322A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102024128910.4A DE102024128910A1 (de) 2024-10-08 2024-10-08 Projektilgrundkörper, Wirkkörper, Projektil, Patrone sowie Verfahren zum Herstellen eines Projektils

Publications (1)

Publication Number Publication Date
EP4726322A1 true EP4726322A1 (de) 2026-04-15

Family

ID=97229949

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
EP25207451.3A Pending EP4726322A1 (de) 2024-10-08 2025-10-08 Projektilgrundkörper, wirkkörper, projektil, patrone sowie verfahren zum herstellen eines projektils

Country Status (2)

Country Link
EP (1) EP4726322A1 (de)
DE (1) DE102024128910A1 (de)

Citations (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US375963A (en) 1888-01-03 Tereitory
CH360312A (fr) 1958-10-14 1962-02-15 Levine Alexandre Projectile
DE69609251T2 (de) 1995-07-07 2001-01-04 Giat Industries, Versailles Kurzbahngeschoss
WO2006086902A1 (de) 2005-02-16 2006-08-24 Saltech Ag Geschoss
DE202005013495U1 (de) 2005-08-25 2006-09-28 Witthoff, Karl-Heinz, Dipl.-Ing. Geschoss insbesondere für Jagdwaffen
US20080196616A1 (en) 2007-02-21 2008-08-21 Joseph Cziglenyi Projectiles and methods for forming projectiles
WO2016148369A1 (ko) 2015-03-13 2016-09-22 주식회사 두레텍 조립형 탄두
US11519704B1 (en) * 2020-12-01 2022-12-06 Apex Outdoors Llc Monolithic bullet
EP4403870A1 (de) * 2023-01-23 2024-07-24 DSG Technology AS Ummanteltes geschoss und verfahren zur herstellung

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US375936A (en) * 1888-01-03 Projectile for fire-arms
DE102011108758B3 (de) * 2011-07-28 2013-01-03 Karl-Heinz Eßmann Mehrteiliges Jagdgeschoss

Patent Citations (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US375963A (en) 1888-01-03 Tereitory
CH360312A (fr) 1958-10-14 1962-02-15 Levine Alexandre Projectile
DE69609251T2 (de) 1995-07-07 2001-01-04 Giat Industries, Versailles Kurzbahngeschoss
WO2006086902A1 (de) 2005-02-16 2006-08-24 Saltech Ag Geschoss
DE202005013495U1 (de) 2005-08-25 2006-09-28 Witthoff, Karl-Heinz, Dipl.-Ing. Geschoss insbesondere für Jagdwaffen
US20080196616A1 (en) 2007-02-21 2008-08-21 Joseph Cziglenyi Projectiles and methods for forming projectiles
WO2016148369A1 (ko) 2015-03-13 2016-09-22 주식회사 두레텍 조립형 탄두
US11519704B1 (en) * 2020-12-01 2022-12-06 Apex Outdoors Llc Monolithic bullet
EP4403870A1 (de) * 2023-01-23 2024-07-24 DSG Technology AS Ummanteltes geschoss und verfahren zur herstellung

Also Published As

Publication number Publication date
DE102024128910A1 (de) 2026-04-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60010884T2 (de) Expansionsgeschoss
DE3887319T2 (de) Geschoss für feuerwaffen.
DE68906298T2 (de) Munition für Feuerwaffen, insbesondere Flintenlaufmunition.
DE69104677T2 (de) Patrone für automatische waffen.
EP1570228B1 (de) Büchsengeschoss für jagdzwecke
DE2530155A1 (de) Geschoss, insbesondere fuer faustfeuerwaffen und maschinenpistolen
DE102011108758B3 (de) Mehrteiliges Jagdgeschoss
DE69512635T2 (de) Flintenlaufgeschoss mit teleskopartigem pfeil mit einem an einem launcher teilnehmenden subgeschoss
CH623653A5 (de)
KR101660887B1 (ko) 명중률이 개선된 다목적 탄두
DE60107927T2 (de) Besonders ausgebildete Waffenrohre für Übungszwecke und Platzpatronen
DE10309975A1 (de) Patrone und Verfahren zum Herstellen mindestens eines radialen Einschnittes in dem Körper des Geschosses der Patrone
EP3601938B1 (de) Geschoss, insbesondere im mittelkaliberbereich
EP3312546B1 (de) Mehrzweckgeschoss
EP1031007B1 (de) Unterkalibriges flintenlaufgeschoss, insbesondere für flinten mit teilweise oder ganz gezogenem lauf
DE2259861A1 (de) Gewehrgranate, insbesondere zum verschuss von traenengas- oder leuchtkoerpern
EP0214409A1 (de) Als Exerziermunition ausgebildetes Hohlladungsgeschoss
DE69514496T2 (de) Flintenlaufgeschoss mit doppeleindringung und reduzierter schussweite
WO2005108908A1 (de) Bleifreies geschoss
EP4726322A1 (de) Projektilgrundkörper, wirkkörper, projektil, patrone sowie verfahren zum herstellen eines projektils
DE2650136C2 (de)
DE2506776C2 (de) Geschoß
EP1544569B1 (de) Schusswaffe für verformbare Geschosse, insbesondere für Gummi-Geschosse
DE10109720B4 (de) Umformungsgeschoß. Geschoßkonstruktion für Pistolen-, Revolver- und Gewehrmunition usw.
EP1451520B1 (de) Übungspatrone

Legal Events

Date Code Title Description
PUAI Public reference made under article 153(3) epc to a published international application that has entered the european phase

Free format text: ORIGINAL CODE: 0009012

STAA Information on the status of an ep patent application or granted ep patent

Free format text: STATUS: THE APPLICATION HAS BEEN PUBLISHED

AK Designated contracting states

Kind code of ref document: A1

Designated state(s): AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR