EP4705143A1 - Technik zur ausstattung einer nutzfahrzeugkabine mit einem ausstattungsmodul - Google Patents
Technik zur ausstattung einer nutzfahrzeugkabine mit einem ausstattungsmodulInfo
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- EP4705143A1 EP4705143A1 EP24721569.2A EP24721569A EP4705143A1 EP 4705143 A1 EP4705143 A1 EP 4705143A1 EP 24721569 A EP24721569 A EP 24721569A EP 4705143 A1 EP4705143 A1 EP 4705143A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Nutzfahrzeugkabine mit einem Ausstattungsmodul. Die Erfindung betrifft ferner einen modularen Ausstattungsbaukasten für eine Nutzfahrzeugkabine eines Nutzfahrzeugs sowie ein Verfahren zur Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine. Die Nutzfahrzeugkabine (1) umfasst einen vorderen (2) und einen hinteren (3) Bereich, wobei der vordere Bereich (2) einen Fahrersitz (4) und einen Cockpit-Bereich (5) aufweist. Ferner umfasst die Nutzfahrzeugkabine (1) ein Ausstattungsmodul (6), das zwischen dem vorderen (2) und hinteren (3) Bereich angeordnet und in Querrichtung (7) der Nutzfahrzeugkabine (1) verschiebbar ist. Dies bietet den besonderen Vorzug, dass das Ausstattungsmodul (6) bei Bedarf in eine bequem nutzbare bzw. nicht oder zumindest nur wenig störende Position verschoben werden kann. Vorteilhaft kann die Interieur-Konfiguration der Nutzfahrzeugkabine schnell und einfach durch einfaches Verschieben an unterschiedliche Nutzungssituationen angepasst werden.
Description
Technik zur Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine mit einem Ausstattungsmodul
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Nutzfahrzeugkabine, vorzugsweise ein Fahrerhaus eines Lastkraftwagens, mit einem Ausstattungsmodul. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine mit einem Ausstattungsmodul, sowie einen modularen Ausstattungsbaukasten für eine Nutzfahrzeugkabine eines Nutzfahrzeugs.
Fahrer eines Nutzfahrzeugs, beispielsweise eines LKWs, verbringen insbesondere bei Fahrten auf langen Strecken viel Zeit in der Nutzfahrzeugkabine (Fahrerkabine bzw. Fahrerhaus) des Nutzfahrzeugs. Um den Fahrer während des Aufenthalts in der Nutzfahrzeugkabine zu unterstützen, sind Nutzfahrzeugkabinen heute typischerweise mit verschiedenen Einrichtungen z. B. einem Bett und/oder einem Klapptisch auf der Beifahrerseite ausgestattet. Allerdings bietet das verfügbare Platzangebot in der Nutzfahrzeugkabine nur begrenzte Möglichkeiten die Nutzfahrzeugkabine nutzerfreundlich mit den bisher verfügbaren Lösungen zu gestalten. Insbesondere sind viele Anwendungen nur in bestimmten Bereichen zugänglich. So findet sich z. B. ein Klapptisch oftmals nur auf der Beifahrerseite. Ein Aufgang in ein etwaiges Schlafbett, das im oberen Bereich der Nutzfahrzeugkabine angeordnet ist, erfolgt oft nur über einen der Sitze. Ablagen oder ein Tisch zwischen Fahrer und Beifahrer würden den Durchgang zwischen dem Fahrersitz und dem Beifahrersitz versperren.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Technik zur Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine bereitzustellen, mit denen Nachteile bisheriger Lösungen verhindert oder zumindest reduziert werden können. Insbesondere ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Ausstattungsmodul für eine Nutzfahrzeugkabine bereitzustellen, welches das Raumangebot und die Bewegungsfreiheit innerhalb der Nutzfahrzeugkabine möglichst wenig einschränkt und multifunktional nutzbar ist.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung angegeben.
Ein erster allgemeiner Aspekt der vorliegenden Offenbarung betrifft eine Nutzfahrzeugkabine. Die Nutzfahrzeugkabine ist vorzugsweise ein Fahrerhaus eines Lastkraftwagens.
Die Nutzfahrzeugkabine umfasst in an sich bekannter Weise einen vorderen und einen hinteren Bereich, wobei der vordere Bereich einen Fahrersitz und einen Cockpit-Bereich aufweist.
Der hintere Bereich kann als Aufenthaltsbereich, z. B. während Pausen, genutzt werden und z. B. Einrichtungsgegenstände, wie z. B. ein Bett, aufweisen.
Ferner umfasst die Nutzfahrzeugkabine ein Ausstattungsmodul, das zwischen dem vorderen und hinteren Bereich angeordnet und in Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine verschiebbar ist. Mit anderen Worten ist zwischen dem vorderen Bereich und dem hinteren Bereich, z. B. hinter dem Fahrersitz, ein Ausstattungsmodul angeordnet, das senkrecht zur Geradeausfahrtrichtung der Nutzfahrzeugkabine im Wesentlichen horizontal verschoben werden kann.
Dies bietet den besonderen Vorzug, dass das Ausstattungsmodul entsprechend der aktuellen Nutzungssituation in eine bedarfsgerechte Position geschoben werden kann. So kann das Ausstattungsmodul während der Fahrt beispielsweise in eine Position geschoben werden, in der der Fahrer das Ausstattungsmodul bequem erreichen kann. Ändert sich die aktuelle Nutzungssituation beispielsweise derart, dass das Ausstattungsmodul an dieser Stelle entweder störend ist, z. B. weil es einen Durchgang blockiert, und/oder derart, dass das Ausstattungsmodul an einer anderen Position verwendet werden soll, kann das Ausstattungsmodul in Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine an eine andere Position verschoben werden. Auf diese Weise kann das Ausstattungsmodul bedarfsgerecht immer günstig positioniert werden.
Eine Nutzfahrzeugkabine beschreibt vorliegend z.B. eine Fahrzeugführerkabine eines Nutzfahrzeugs, wie die eines Lastkraftwagens, bei welchem optional das Fahrpersonal mehrere Tage unterwegs ist. Das Ausstattungsmodul kann auf vielerlei unterschiedliche Arten gestaltet werden, um vorzugsweise einen Nutzer optimal bei seiner jeweiligen Aufgabe zu unterstützen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Nutzfahrzeugkabine eine Führungsmechanik, mittels der das Ausstattungsmodul in Querrichtung verschiebbar ist. Die Führungsmechanik umfasst vorzugsweise zwei sich in Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine erstreckende Führungsschienen. Die Verwendung einer Führungsmechanik in Form zweier Führungsschienen ermöglicht eine platzsparende und sichere Realisierung einer Verschiebemöglichkeit des Ausstattungsmoduls.
In einer vorteilhaften Ausführungsvariante sind die Führungsschienen jeweils beabstandet vom Boden und vom Dach der Nutzfahrzeugkabine angeordnet. Auf diese Weise kann vorteilhaft auf verschiedene Größenverhältnisse und verschiedene Bauhöhen unterschiedlicher Nutzfahrzeugkabinen eingegangen werden, da die Führungsschienen jeweils in passender Höhe zur Aufnahme des Ausstattungsmoduls angeordnet werden können.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante umfasst die Nutzfahrzeugkabine ferner einen ersten Einrichtungsgegenstand und einen zweiten Einrichtungsgegenstand, die jeweils im hinteren Bereich der Nutzfahrzeugkabine angeordnet sind. An ihren dem vorderen Bereich zugewandten Endbereichen weisen die Einrichtungsgegenstände jeweils eine der Führungsschienen auf. Der hintere Bereich der Nutzfahrzeugkabine eignet sich besonders um Einrichtungsgegenstände anzuordnen, die während einem nicht-Fahrbetrieb des Nutzfahrzeugs verwendet werden können, beispielsweise zum Schlafen oder zu Aufbewahrung von Gegenständen. Diese Einrichtungsgegenstände können gleichzeitig zur Aufnahme von Führungsschienen verwendet werden. Auf diese Weise brauchen die Führungsschienen nicht anderweitig innerhalb der Nutzfahrzeugkabine angeordnet werden, sodass die Führungsschienen effektiv möglichst wenig des knappen Bauraums der Nutzfahrzeugkabine einnehmen.
Vorzugsweise ist der erste Einrichtungsgegenstand ein Bodenmodul, aufweisend einen Aufbewahrungsbehälter und/oder eine Ruheeinrichtung, die vorzugsweise als Bett ausgeführt ist. Der zweite Einrichtungsgegenstand ist vorzugsweise ein Deckenmodul, aufweisend einen Aufbewahrungsbehälter und/oder eine Ruheeinrichtung (z.B. ein Bett).
In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Ausstattungsmodul ein Oberteil, ein Mittelteil und ein Unterteil, die lösbar miteinander verbindbar sind. Dies bietet den Vorteil, dass das Ausstattungsmodul in unterschiedlichen Konfigurationen bereitstellbar ist, um das Ausstattungsmodul an unterschiedliche Bauhöhen der Nutzfahrzeugkabine, unterschiedliche Motortunnelhöhen und/oder unterschiedliche Nutzerpräferenzen kosteneffizient anpassen zu können. So können jeweils verschiedene Oberteile, Mittelteile und Unterteile je nach Bedarf miteinander kombiniert werden. Insbesondere können bei einer lösbaren Verbindung Teile des Ausstattungsmoduls bei Bedarf ausgetauscht werden, während die übrigen Teile beibehalten werden können.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann das Ausstattungsmodul auf seiner dem vorderen Bereich zugewandten Seite zumindest eines der folgenden Ausstattungselemente aufweisen: eine Tischplatte, die in Richtung des vorderen Bereichs der Nutzfahrzeugkabine ausklappbar ist, eine Ablage, einen Stauraumbehälter und/oder ein Spannnetz, vorzugsweise angeordnet am unteren Bereich des Ausstattungsmoduls, und einen oder mehrere Kleiderhaken. Derartige Ausstattungselemente ermöglichen eine multifunktionale Ausstattung des Ausstattungsmoduls, die vergleichsweise wenig das verfügbare Raumangebot einschränkt. Derartige Ausstattungselemente können besonders während der Fahrt oder während Pausenzeiten vorteilhaft verwendet werden.
In einer weiteren Ausführungsform kann das Ausstattungsmodul auf seiner dem hinteren Bereich der Fahrerkabine zugewandten Seite zumindest eines der folgenden Ausstattungselemente aufweisen: eine ausklappbare und/oder verschwenkbare Tischplatte, eine ausklappbare Trittstufe, vorzugsweise zur Erleichterung eines Einstiegs in ein im hinteren oberen Bereich angeordnetes Bett, ein ausklappbarer Bildschirm, und einen oder mehrere Kleiderhaken. Die Multi-Funktionalität des Ausstattungsmoduls kann hierdurch weiter verbessert werden. Die dem hinteren Bereich der Fahrerkabine zugewandte Seite des Ausstattungsmoduls kann besonders vorteilhaft während Pausenzeiten des Fahrers verwendet werden. Entsprechend eignen sich zur Ausstattung dieser Seite des Ausstattungsmoduls besonders Ausstattungselemente, die für die Verwendung während solcher Pausenzeiten geeignet sind.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Nutzfahrzeugkabine ferner einen am Ausstattungsmodul befestigten Vorhang aufweisen. Der Vorhang kann in Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine zwischen dem Ausstattungsmodul und der Nutzfahrzeugkabine angeordnet sein und durch Verschieben des Ausstattungsmoduls in der Querrichtung aufspannbar und zusammenfaltbar sein. Durch die Position des Ausstattungsmoduls zwischen dem vorderen und dem hinteren Bereich der Nutzfahrzeugkabine kann der Vorhang im aufgespannten Zustand den hinteren Bereich von dem vorderen Bereich abtrennen und so zusätzliche Privatsphäre ermöglichen. Der Verfahrmechanismus des Ausstattungsmoduls kann somit vorteilhaft gleichzeitig dazu genutzt werden, um darüber mittelbar den Vorhang wahlweise aufzuspannen oder zusammenzufalten.
In einer weiteren Ausführungsform entspricht eine Strecke, entlang derer das Ausstattungsmodul in der Querrichtung verschiebbar ist, mehr als die Hälfte, mehr als 2/3 oder mehr als 80% einer Innenraum-Breite der Nutzfahrzeugkabine. Die Innenraum-Breite der Nutzfahrzeugkabine erstreckt sich von der Innenseite der einen Seitenwand der Nutzfahrzeugkabine zu der Innenseite der gegenüberliegenden Seitenwand der Nutzfahrzeugkabine. Das Ausstattungsmodul kann entsprechend über einen weiten Bereich der Innenraum-Breite der Nutzfahrzeugkabine verschoben werden. Auf diese Weise kann die Position des Ausstattungsmoduls besonders vorteilhaft an die jeweilige Nutzungssituation angepasst werden.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann das Ausstattungsmodul eine Breite in Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine aufweisen, die kleiner als 30%, weiter vorzugsweise kleiner als 20% einer Innenraum-Breite der Nutzfahrzeugkabine ist. Das Ausstattungsmodul kann entsprechend im Vergleich zur Innenraum-Breite der Nutzfahrzeugkabine schmal ausgeführt sein. Auf diese Weise kann das Ausstattungsmodul besonders platzsparend in der
Nutzfahrzeugkabine angeordnet werden. Insbesondere kann es unkompliziert aus dem Weg geschoben werden, um beispielsweise einen Durchgang innerhalb der Nutzfahrzeugkabine nicht zu blockieren.
Zusätzlich oder alternativ kann das Ausstattungsmodul eine Höhe aufweisen, die größer als 65%, weiter vorzugsweise größer als 80% einer Innenraum-Höhe der Nutzfahrzeugkabine ist. Da das Ausstattungsmodul verschiebbar in der Nutzfahrzeugkabine angeordnet ist, braucht das Ausstattungsmodul nicht derart gestaltet sein, dass ein Nutzer ober- oder unterhalb des Ausstattungsmoduls hindurch- bzw. hinweggehen können muss. Entsprechend kann das Ausstattungsmodul derart gestaltet sein, dass es sich über einen erheblichen Teil der Innenraum- Höhe der Nutzfahrzeugkabine erstreckt, sodass der verfügbare Raum innerhalb der Nutzfahrzeugkabine optimal ausgenutzt werden kann.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Offenbarung betrifft ein Nutzfahrzeug, vorzugsweise ein Lastkraftwagen, umfassend eine Nutzfahrzeugkabine, wie hierin beschrieben. Besonders bevorzugt handelt es sich bei dem Nutzfahrzeug um einen Lkw oder eine Sattelzugmaschine.
Ein weiterer allgemeiner Gesichtspunkt der vorliegenden Offenbarung betrifft einen modularen Ausstattungsbaukasten für eine Fahrerkabine eines Nutzfahrzeugs (Nutzfahrzeugkabine), die einen vorderen und einen hinteren Bereich aufweist, wobei der vordere Bereich einen Fahrersitz und einen Cockpit-Bereich aufweist. Der modulare Ausstattungsbaukasten umfasst Ausstattungsmodule, die zwischen dem vorderen und hinteren Bereich anordenbar und in Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine verschiebbar sind. Der modulare Ausstattungsbaukasten kann mehrere Ausstattungsmodule, wie sie in diesem Dokument beschrieben sind, aufweisen. Der modulare Ausstattungsbaukasten kann genutzt werden, um hieraus unterschiedliche Varianten der Ausstattungsmodule, d.h. unterschiedlich konfigurierte Ausstattungsmodule, abzuleiten und/oder herzustellen. Dies ermöglicht eine flexibel, kosteneffiziente Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine mit hoher Variantenvielfalt.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform können die Ausstattungsmodule jeweils ein Oberteil, ein Mittelteil und ein Unterteil aufweisen, die miteinander verbindbar sind, vorzugsweise lösbar miteinander verbindbar sind. Der modulare Ausstattungsbaukasten kann mehrere Varianten des Oberteils, des Mittelteils und des Unterteils umfassen, die wahlweise miteinander kombinierbar sind, zur Realisierung unterschiedlicher Varianten des Ausstattungsmoduls, die aus unterschiedlichen Kombinationen aus einem Oberteil, Mittelteil und Unterteil gebildet sind. Entsprechend kann mittels des modularen Ausstattungsbaukastens eine
Nutzfahrzeugkabine modular und flexibel ausgestaltet werden, ja nach gewünschter Ausstattungskonfiguration. Auch ein Nahrüsten oder Umkonfigurieren einer Nutzfahrzeugkabine ist hierdurch effizient und einfach möglich.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können sich die unterschiedlichen Varianten des Oberteils, des Mittelteils und des Unterteils in ihren Ausstattungskonfigurationen und/oder Ihrer Bauhöhe unterscheiden. Auf diese Weise kann besonders vorteilhaft auf unterschiedliche Platzbedingungen verschiedener Nutzfahrzeugkabinen eingegangen werden. Insbesondere können unterschiedliche Nutzfahrzeugkabinen derart ausgestattet werden, dass der verfügbare Bauraum optimal ausgenutzt wird. Unterschiedliche Bauhöhen für die Unterteile sind insbesondere vorteilhaft, um das Unterteil an unterschiedliche Motortunnelhöhen anpassen zu können, die den verfügbaren Raum im unteren mittleren Bereich der Nutzfahrzeugkabine unterschiedliche einschränken.
Gemäß einem weiteren allgemeinen Aspekt der vorliegenden Offenbarung wird ein Verfahren zur Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine, vorzugsweise eine Nutzfahrzeugkabine wie hierin beschrieben, bereitgestellt. Die Nutzfahrzeugkabine weist einen vorderen und einen hinteren Bereich auf. Ferner weist die Nutzfahrzeugkabine eine Führungsmechanik zur in Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine verschieblichen Halterung eines Ausstattungsmoduls auf.
Das Verfahren umfasst den Schritt der Bereitstellung eines modularen Ausstattungsbaukastens wie hierin beschrieben. Weiterhin umfasst das Verfahren den Schritt der Ausstattung der Nutzfahrzeugkabine mit einem Ausstattungsmodul, das aus dem Modulbaukasten abgeleitet ist, wobei das Ausstattungsmodul in Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine verschiebbar an der Führungsmechanik angeordnet wird.
Zur Vermeidung von Wiederholungen sollen rein vorrichtungsgemäß offenbarte Merkmale auch als verfahrensgemäß offenbart gelten und beanspruchbar sein und umgekehrt. Die vorgenannten im Zusammenhang mit der Nutzfahrzeugkabine beschriebenen Vorteile, Aspekte und erfindungsgemäßen Merkmale, insbesondere bezüglich der Ausgestaltung, Halterung und Ausstattung des Ausstattungsmoduls mit verschiedenen Ausstattungselementen, gelten somit auch für den modularen Ausstattungsbaukasten sowie für das Verfahren zur Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine und umgekehrt.
Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung sind beliebig miteinander kombinierbar. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung einer Nutzfahrzeugkabine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;
Figur 2 eine schematische Darstellung einer Nutzfahrzeugkabine gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Figur 3 eine schematische Darstellung einer Nutzfahrzeugkabine gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Figur 4 eine schematische Darstellung einer Nutzfahrzeugkabine gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Figur 5 eine schematische Darstellung eines modularen Ausstattungsbaukastens gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung; und
Figur 6 ein Flussdiagramm zur Illustration eines Verfahrens zur Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
Die in den Figuren gezeigten Ausführungsformen stimmen zumindest teilweise überein, sodass ähnliche oder identische Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind und zu deren Erläuterung auch auf die Beschreibung der anderen Ausführungsformen bzw. Figuren verwiesen wird, um Wiederholungen zu vermeiden.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Nutzfahrzeugkabine 1. Fahrer eines Nutzfahrzeugs verbringen insbesondere bei Fahrten auf langen Strecken viel Zeit in der Nutzfahrzeugkabine 1 des Nutzfahrzeugs. Um den Fahrer während des Aufenthalts in der Nutzfahrzeugkabine 1 optimal zu unterstützen können in der Nutzfahrzeugkabine 1 zusätzliche Einrichtungen angeordnet sein, die nicht vorrangig der Steuerung des Nutzfahrzeugs dienen.
Figur 1 illustriert eine beispielhafte Ausführungsform einer Technik zur entsprechenden Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine 1. Die Nutzfahrzeugkabine 1 umfasst einen vorderen Bereich 2 und einen hinteren Bereich 3. Im vorderen Bereich 2 sind ein Fahrersitz 4, vorzugsweise ein (nicht dargestellter) Beifahrersitz, und ein Cockpit-Bereich 5 angeordnet. Der Cock-
pit-Bereich 5 kann beispielsweise ein Lenkrad, Pedale zur Geschwindigkeitssteuerung, weitere zur Fahrzeugsteuerung relevante Vorrichtungen und/oder eine Steuerung eines Infotainment-Systems umfassen. Der Fahrersitz 4 und der Cockpit-Bereich 5 sind im Beispiel der Figur 1 durchsichtig mit gestrichelten Linien schematisiert dargestellt, um dahinterliegende Gegenstände nicht zu verdecken.
Zwischen dem vorderen 2 und hinteren 3 Bereich ist ein Ausstattungsmodul 6 angeordnet, das in Querrichtung 7 der Nutzfahrzeugkabine 1 verschiebbar gehaltert ist. Auf diese Weise kann das Ausstattungsmodul 6 verschiedenen Positionen der Nutzfahrzeugkabine 1 zugänglich gemacht werden und kann zudem leicht verstaut werden. Dazu umfasst die Nutzfahrzeugkabine 1 vorzugsweise eine Führungsmechanik 8, mittels derer das Ausstattungsmodul 6 in Querrichtung 7 verschiebbar ist. Die Führungsmechanik 8 kann vorzugsweise zwei sich in Querrichtung 7 erstreckende Führungsschienen 9 umfassen. Als Führungsschienen 9 kommen prinzipiell alle Arten von Schienen in Betracht, die zur Linearführung geeignet sind, beispielsweise Konstruktionsprofilstreben, T-Schienen oder C-Profile. Die Führungsschienen 9 können, wie in der Figur 1 dargestellt, als waagerechte Schienen ausgeführt sein, in die das Ausstattungsmodul 6 eingehängt werden kann. Alternativ können auch senkrecht stehende Schienen verwendet werden, auf denen das Ausstattungsmodul 6 von oben aufliegt, oder in die es von unten eingehängt wird. Die beiden Führungsschienen 9 können gleichartig oder unterschiedlich ausgeführt sein. Die Führungsschienen 9 können dabei derart positioniert sein, dass sie sowohl von dem Boden 10 der Nutzfahrzeugkabine 1 , als auch von dem Dach 11 der Nutzfahrzeugkabine 1 beabstandet angeordnet sind. Auf diese Weise können gleichartige Ausstattungsmodule 6 in Nutzfahrzeugkabinen 1 mit unterschiedlicher Innenraum-Höhe 27 eingebaut werden. Insbesondere können Ausstattungsmodule 6 weitgehend unabhängig von einer spezifischen Motortunnelhöhe oder einer geometrischen Form des Dachs 11 der Nutzfahrzeugkabine 1 gehaltert werden.
Im hinteren Bereich 3 der Nutzfahrzeugkabine 1 können vorzugsweise mindestens zwei Einrichtungsgegenstände 12 angeordnet sein. Der erste Einrichtungsgegenstand 12 ist vorzugsweise ein Bodenmodul, das beispielsweise als Bett oder als Stauraummodul ausgeführt sein kann. Der zweite Einrichtungsgegenstand 12 ist vorzugsweise ein Deckenmodul das ebenfalls vorzugsweise einen Aufbewahrungsbehälter umfasst und/oder als Bett 22 ausgeführt sein kann. Besonders bevorzugt sind die Führungsschienen 9 an dem jeweiligen dem vorderen Bereich 2 zugewandten Endbereichen der Einrichtungsgegenstände 12 angeordnet. Auf diese
Weise müssen keine zusätzlichen Haltekonstruktionen zur Halterung der Führungsmechanik
8 in das knappe nutzbare Volumen der Nutzfahrzeugkabine 1 eingebaut werden.
Das Ausstattungsmodul 6 kann verschiedene Ausstattungselemente umfassen, die den Fahrerwährend der Fahrt und/oder während der Standzeiten des Nutzfahrzeugs unterstützen können. So umfasst das Ausstattungsmodul 6 der Figur 1 an der dem vorderen Bereich 2 zugewandten Seite beispielhaft eine auskappbare Tischplatte 16. Der Fahrer kann das Ausstattungsmodul 6 in den mittleren Bereich der der Nutzfahrzeugkabine 1 verschieben, beispielsweise, wenn er es vom Fahrersitz 4 aus erreichen möchte. So kann er z. B. die Tischplatte 16 ausklappen, um sie während einer Pause als Ablage zu verwenden. Vorzugsweise kann die Tischplatte 16 derart geformt sein, dass sie den Fahrer im ausgeklappten Zustand auch während der Fahrt nicht behindert, sodass sie auch während der Fahrt als Ablage verwendet werden kann.
Möchte der Fahrer beispielsweise den hinteren Bereich 3 der Nutzfahrzeugkabine betreten, kann das Ausstattungsmodul 6 an den Führungsschienen 9 zur Seite geschoben werden, zum Beispiel hinter den Fahrersitz 4, sodass ein Durchgang zwischen dem Fahrersitz 4 und einem sich neben dem Fahrersitz 4 befindlichen (nicht dargestellten) Beifahrersitzt nicht durch das Ausstattungsmodul 6 blockiert wird. Die Strecke, die das Ausstattungsmodul 6 entlang der Querrichtung 7 verschoben werden kann, entspricht vorzugsweise mehr als die Hälfte, mehr als 2/3 oder mehr als 80% der gesamten Innenraum-Breite 25 der Nutzfahrzeugkabine 1. Bevorzugt weist mindestens eine der Führungsschienen 9 und/oder das Ausstattungsmodul 6 einen (nicht dargestellten) Arretiermechanismus auf, mit dem das Ausstattungsmodul 6 vor versehentlichem Verschieben gesichert werden kann.
Vorzugweise das Ausstattungsmodul 6 so geformt, dass es eine Breite 26 aufweist, die kleiner als 30%, weiter vorzugsweise 20% der Innenraum-Breite 25 der Nutzfahrzeugkabine 1 aufweist. Zusätzlich oder alternativ kann es so geformt sein, dass es eine Höhe 28 aufweist, die größer als 65%, weiter vorzugsweise größer als 80% der Innenraum-Höhe 27 der Nutzfahrzeugkabine 1 ist.
Das Ausstattungsmodul 6 kann ein Oberteil 13, ein Mittelteil 14 und ein Unterteil 15 umfassen, die jeweils lösbar miteinander verbunden sein können. Die einzelnen Teile können vorzugsweise aus einem modularen Ausstattungsbaukasten zusammengestellt werden, der mehrere Varianten des Oberteils 13, des Mittelteils 14 und des Unterteils 15 umfasst. Entsprechend kann die Nutzfahrzeugkabine 1 modular und flexibel ausgestaltet werden, ja nach gewünschter
Ausstattungskonfiguration. Auch ein Nachrüsten oder Umkonfigurieren der Nutzfahrzeugkabine 1 ist effizient und einfach möglich.
Figur 2 zeigt eine weitere schematische Darstellung einer Nutzfahrzeugkabine 1 in zwei verschiedenen Nutzungssituationen. Links ist im Wesentlichen die Konfiguration des Ausstattungsmoduls 6 zu sehen, wie sie bereits in der Figur 1 gezeigt war. Die Blickrichtung der Darstellung ist in der Figur 2 aus einer seitlichen Perspektive. Der sich im Vordergrund befindliche Fahrersitzt 4 ist erneut mittels gestrichelter Linien durchsichtig dargestellt, um das sich dahinter befindliche Ausstattungsmodul 6 nicht zu verdecken.
Die seitliche Darstellung der Figur 2 illustriert die Anordnung des Ausstattungsmoduls 6 zwischen dem vorderen 2 und dem hinteren 3 Bereich der Nutzfahrzeugkabine 1. Außerdem ist erkennbar, dass das Ausstattungsmodul 6 vorteilhaft so gestaltet sein kann, dass es, wenn die Tischplatte 16 eingeklappt ist, vollständig hinter dem Fahrersitz 4 Platz findet, und damit ohne ein aufwendiges Tätigwerden des Fahrers, hinter dem Fahrersitz 4 verstaut werden kann.
Die rechte Seite der Figur 2 zeigt eine Darstellung des Ausstattungsmoduls 6, bei der die Tischplatte 16 in Richtung des vorderen Bereichs 2 der Nutzfahrzeugkabine 1 ausgeklappt ist. Die Tischplatte 16 kann dabei so gestaltet sein, dass sie vom Fahrersitz 4 aus bequem verwendet werden kann. Insbesondere kann das Ausstattungsmodul 6 und besonders der Mittelteil 14 des Ausstattungsmoduls 6 so gestaltet werden, dass die Tischplatte 16 in einer ergonomisch sinnvollen Höhe angebracht ist, unabhängig von der jeweiligen Position des Dachs oder des Bodens der Nutzfahrzeugkabine 1 , oder einer sich darunter befindlichen Motortunnelhöhe. Vorzugsweise kann die Tischplatte 16 höhenverstellbar an dem Ausstattungsmodul 6 gehaltert sein, sodass eine ergonomische Nutzung der Tischplatte 16 von Personen unterschiedlicher Körpergröße möglich ist.
Figur 3 zeigt eine weitere schematische Darstellung eines Ausstattungsmoduls 6. Die Konfiguration des Ausstattungsmoduls 6 entspricht ebenfalls im Wesentlichen der Konfiguration, wie sie in der Figur 1 dargestellt war. Darüber hinaus umfasst das Ausstattungsmodul 6 vorzugsweise an der dem hinteren Bereich 3 zugewandten Seite eine Trittstufe 21 , mittels der beispielsweise ein Bett 22 im oberen Bereich der Nutzfahrzeugkabine erreicht werden kann. Die Trittstufe 21 kann vorzugsweise mittels eines Klapp- oder Schwenkmechanismus bei Bedarf ausgeklappt werden. Der Mechanismus kann derart ausgeführt sein, dass er stabil genug
ist, das Gewicht eines Benutzers bei Betreten der Trittstufe 21 aufnehmen zu können. Zusätzlich oder alternativ kann die T rittstufe 21 derart gestaltet sein, dass sie sich zumindest teilweise auf einem sich darunter befindlichen Einrichtungsgegenstand 12 abstützen kann.
Zusätzlich oder alternativ umfasst das Ausstattungsmodul 6 vorzugsweise mindestens einen Kleiderhaken 20. Im dargestellten Beispiel sind 2 Kleiderhaken 20 an der dem vorderen Bereich 2 zugewandten Seite, am Oberteil 13 des Ausstattungsmoduls 6 dargestellt. Eine andere Anzahl, eine andere Anordnung an einem anderen Teil 14, 15 des Ausstattungsmoduls 6 und/oder an der dem hinteren Bereich 3 zugewandten Seite ist ebenso zusätzlich oder alternativ möglich.
Figur 4 zeigt eine weitere schematische Darstellung eines Ausstattungsmoduls 6. Die Konfiguration des Ausstattungsmoduls 6 basiert erneut im Wesentlichen auf der Konfiguration, wie sin in Figur 1 dargestellt war. Im Beispiel der Figur 4 wurde das Ausstattungsmodul 6 mittels der Führungsmechanik 8 hinter den Fahrersitzt 4 verschoben. An der dem vorderen Bereich 2 zugewandten Seite ist am Unterteil 15 ein Spannnetz 19 angeordnet, das beispielsweise zur Aufbewahrung von Gegenständen verwenden werden kann. Das Spannnetz 19 kann aus einem elastischen Material, z B. Gummiseilen, und/oder aus unelastischen Seilen bzw. Bändern gefertigt sein. Die einzelnen Maschen des Spannnetzes 19 können vollständig offen oder von einem vorzugsweise elastischen Tuch- und/oder Netzmaterial über- bzw. unterspannt sein. Zusätzlich oder alternativ kann/können das Spannnetz 19 bzw. weitere Spannnetzte an anderen Stellen des Ausstattungsmoduls 6 angeordnet sein.
An der dem hinteren Bereich 3 zugewandten Seite können beispielsweise am Mittelteil 14 eine Tischplatte 30 und/oder ein Monitor 23 angeordnet sein, die jeweils ausklappbar und/oder ausschwenkbar an dem Ausstattungsmodul 6 angeordnet sind. Der klapp- bzw. Schwenkmechanismus kann derart ausgestaltet sein, dass die Tischplatte 30 und/oder der Monitor 23 in ihrer Position verstellbar sind. Dazu können beispielsweise Gelenkarme, biegbare Halteschläuche („Schwanenhälse“) oder und/oder Teleskopschienen verwendet werden. Zusätzlich kann die Position des Monitors 23 und/oder der Tischplatte 30 durch Verschieben des Ausstattungsmoduls 6 an sich verändert werden.
Weiterhin kann an dem Ausstattungsmodul 6 ein Vorhang 24 angeordnet sein, der beispielsweise auf der einen Seite mit dem Ausstattungsmodul 6 und auf der anderen Seite mit einer Wand der Nutzfahrzeugkabine verbunden sein kann, sodass z. B. eine zusätzliche Pri-
vatsphäre und/oder Abdunkelung des hinteren Bereichs 3 bewirkt werden kann. Die Verbindung zwischen dem Vorhang 24 und der Wand bzw. dem Ausstattungsmodul 6 kann entlang der gesamten angrenzenden Kante des Vorhangs 6 oder nur entlang eines Teilbereichs davon, z. B. der jeweiligen oberen Ecke, erfolgen. Der Vorhang 24 kann eine im Wesentlichen rechteckförmige Fläche ausbilden oder z. B. im mittleren Bereich einen Durchgang aufweisen, sodass ein einfacher Durchgang ermöglicht wird. Die Verbindung zwischen dem Vorhang 24 und der Wand und/oder dem Vorhang 24 und dem Ausstattungsmodul 6 kann vorzugsweise einen Verstaumechanismus für den Vorhang 24 umfassen, beispielsweise in Form einer aufwickelnden Kassette. Der Vorhang 24 kann beispielsweise aus einem vollflexiblem Stoffmaterial oder einem teilstabilen Material wie etwa einem rollbaren Leinwandmaterial gefertigt sein. Alternativ kann der Vorhang 24 faltbar gefertigt sein, d. h., der Vorgang 24 wird zusammengefaltet, vorzugsweise automatisch zusammengefaltet, wenn das Ausstattungsmodul 6 in Richtung der Wand verschoben wird, an der der Vorhang 24 mit der Nutzfahrzeugkabine verbunden ist.
Figur 5 illustriert einen modularen Ausstattungsbaukasten 29 für eine Fahrerkabine eines Nutzfahrzeugs (Nutzfahrzeugkabine). Der modulare Ausstattungsbaukasten 29 umfasst Ausstattungsmodule 6, wie sie beispielsweise in den Figuren 1 bis 4 beschrieben wurden und die zwischen einem vorderen und einem hinteren Bereich der Nutzfahrzeugkabine anordenbar und in Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine verschiebbar sind. Vorzugsweise ist der modulare Ausstattungsbaukasten 29 derart gestaltet, dass die daraus hervorgehenden Ausstattungsmodule 6 jeweils ein Oberteil 13, ein Mittelteil 14 und ein Unterteil 15 umfassen, die vorzugsweise jeweils lösbar miteinander verbunden werden können. Der modulare Ausstattungsbaukasten 29 kann mehrere Varianten des Oberteils 13 des Mittelteils 14 und des Unterteils 15 umfassen, sodass aus einer Kombination unterschiedliche Varianten des Ausstattungsmoduls 6 daraus realisiert werden können. Die unterschiedlichen Varianten des Oberteils 13, des Mittelteils 14 und des Unterteils 15 können sich in ihrer Ausstattungskonfiguration und/oder ihrer Bauhöhe unterscheiden.
Figur 5 zeigt zur Illustration jeweils drei verschiedene Ausführungsvarianten eines Oberteils 13, eines Mittelteils 14 und eines Unterteils 15, die jeweils zu einem Ausstattungsmodul 6 kombiniert, übereinander angeordnet dargestellt sind. Das links dargestellte Ausstattungsmodul 6 entspricht erneut der Konfiguration der Figur 1 , wobei das Mittelteil 14 eine ausklappbare Tischplatte 16 aufweist.
Das mittlere Ausstattungsmodul 6 ist am Oberteil 13 und am Mittelteil 14 mit mehreren Ablagen 17 ausgestattet. Das Unterteil 15 umfasst einen Stauraumbehälter 18.
Das Ausstattungsmodul 6 auf der rechten Seite weist eine prinzipiell ähnliche Konfiguration auf, wie das ganz links dargestellte Ausstattungsmodul 6, allerdings ist die Tischplatte 16 gegenüber der linken Konfiguration vergrößert, sowie die Größenverhältnisse der einzelnen Modulteile 13, 14, 15 jeweils verändert. Auf diese Weise kann beispielsweise auf unterschiedliche Platzverhältnisse in der Nutzfahrzeugkabine und/oder auf unterschiedliche Motortunnelhöhen eingegangen werden. Im Beispiel der Figur 5 sind alle Ausstattungsmodule 6 derart aus Oberteil 13, Mittelteil 14 und Unterteil 15 kombiniert dargestellt, dass sie alle eine im Wesentlichen gleiche Gesamthöhe aufweisen. Dies muss aber ausdrücklich nicht zwangsweise der Fall sein.
Die in der Figur 5 dargestellten Oberteile 13, Mittelteile 14 und Unterteile 15, sowie deren Kombination zu Ausstattungsmodulen 6 sind dabei lediglich als Ausführungsbeispiele zu verstehen, was in der Figur 5 durch drei Fortsetzungspunkte auf der rechten Seite angedeutet ist. Weiterhin brauchen die einzelnen Teile 13, 14, 15 nicht auf jeweils eine Funktion pro Teil 13, 14, 15 beschränkt zu sein. So wäre es beispielsweise möglich, dass an dem Mittelteil 14 des mittleren Ausstattungsmoduls 6 zusätzlich eine ausklappbare Tischplatte 16, vergleichbar mit denen der anderen beiden Mitteleile 14, angeordnet sein kann und/oder dass einige der durch die Ablagen 17 gebildeten Fächer durch verschließbare Stauraumbehälter 18 ersetzt werden könnten. Insbesondere können beliebige Oberteile 13, Mittelteile 14 und Unterteile 15 miteinander kombiniert werden, um verschiedene Funktionen je nach Ausstattung abzubilden. Insgesamt ermöglicht der modulare Ausstattungsbaukasten 29 damit eine bedarfsgerechte Ausstattung verschiedenartiger Nutzfahrzeugkabinen auch bei deutlich verschiedenartigen Platzbedingungen und beispielsweise technisch bedingten räumlichen Beschränkungen.
Figur 6 zeigt ein Flussdiagramm zur Illustration eines Verfahrens zur Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Die Nutzfahrzeugkabine entspricht vorzugsweise einer Nutzfahrzeugkabine wie zuvor beschrieben. Insbesondere weist die Nutzfahrzeugkabine einen vorderen und einen hinteren Bereich auf. Ferner weist die Nutzfahrzeugkabine eine Führungsmechanik zur in Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine verschieblichen Halterung eines Ausstattungsmoduls auf.
Zur Durchführung des Verfahrens wird in Schritt S10 ein modularer Ausstattungsbaukasten wie zuvor beschrieben bereitgestellt. Der modulare Ausstattungsbaukasten umfasst jeweils mehrere Varianten eines Oberteils, eines Mittelteils und eines Unterteils. Anschließend folgt
der Schritt S20, der Ausstattung der Nutzfahrzeugkabine mit einem Ausstattungsmodul, das aus dem Modulbaukasten abgeleitet ist. Das Ausstattungsmodul wird in Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine verschiebbar an der Führungsmechanik angeordnet.
Eine Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine mit einer solchen Führungsmechanik sowie mit einem Ausstattungsmodul, das aus dem modularen Ausstattungsbaukasten konfiguriert wurde, kann bereits bei der Herstellung der Nutzfahrzeugkabine oder auch im Rahmen einer späteren Nachrüstung erfolgen. Zudem können im Rahmen einer späteren Nachrüstung bereits vorhandene Ausstattungsmodule oder auch einzelne Oberteile, Mittelteile und/oder Unterteile durch jeweils andere ersetzt werden, um vorzugsweise die Nutzungsmöglichkeiten für einen Fahrer zu erweitern oder zu verbessern.
Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf bestimmte Ausführungsbeispiele beschrieben worden ist, ist es für einen Fachmann ersichtlich, dass verschiedene Änderungen ausgeführt werden können und Äquivalente als Ersatz verwendet werden können, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Folglich soll die Erfindung nicht auf die offenbarten Ausführungsbei- spiele begrenzt sein, sondern soll alle Ausführungsbeispiele umfassen, die in den Bereich der beigefügten Patentansprüche fallen. Insbesondere beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Ansprüchen.
Bezugszeichenliste
1 Nutzfahrzeugkabine
2 Vorderer Bereich
3 Hinterer Bereich
4 Fahrersitz
5 Cockpit-Bereich
6 Ausstattungsmodul
7 Querrichtung der Nutzfahrzeugkabine
8 Führungsmechanik
9 Führungsschiene
10 Boden der Nutzfahrzeugkabine
11 Dach der Nutzfahrzeugkabine
12 Einrichtungsgegenstand
13 Oberteil
14 Mittelteil
15 Unterteil
16 Tischplatte im vorderen Bereich
17 Ablage
18 Stauraumbehälter
19 Spannnetz
20 Kleiderhaken
21 Trittstufe
22 Bett
23 Bildschirm
24 Vorhang
25 Innenraum-Breite der Nutzfahrzeugkabine
26 Breite des Ausstattungsmoduls
27 Innenraum-Höhe der Nutzfahrzeugkabine
28 Höhe des Ausstattungsmoduls
29 Modularer Ausstattungsbaukasten
30 Tischplatte im hinteren Bereich
Claims
1. Nutzfahrzeugkabine (1), vorzugsweise Fahrerhaus eines Lastkraftwagens, umfassend: einen vorderen (2) und einen hinteren (3) Bereich, wobei der vordere Bereich (2) einen Fahrersitz (4) und einen Cockpit-Bereich (5) aufweist; und ein Ausstattungsmodul (6), das zwischen dem vorderen (2) und hinteren (3) Bereich angeordnet und in Querrichtung (7) der Nutzfahrzeugkabine (1) verschiebbar ist.
2. Nutzfahrzeugkabine (1) nach Anspruch 1 , umfassend eine Führungsmechanik (8), mittels der das Ausstattungsmodul (6) in Querrichtung (7) verschiebbar ist und die zwei sich in Querrichtung (7) der Nutzfahrzeugkabine (1) erstreckende Führungsschienen (9) umfasst.
3. Nutzfahrzeugkabine (1) nach Anspruch 2, wobei die Führungsschienen (9) jeweils beab- standet vom Boden (10) und vom Dach (11) der Nutzfahrzeugkabine (1) angeordnet sind.
4. Nutzfahrzeugkabine (1) nach Anspruch 2 oder 3, ferner umfassend einen ersten Einrichtungsgegenstand (12) und einen zweiten Einrichtungsgegenstand (12), die jeweils im hinteren Bereich (3) der Nutzfahrzeugkabine (1) angeordnet sind und die an ihren, dem vorderen Bereich (2) zugewandten, Endbereichen jeweils eine der Führungsschienen (9) aufweisen.
5. Nutzfahrzeugkabine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Ausstattungsmodul (6) umfasst: ein Oberteil (13), ein Mittelteil (14) und ein Unterteil (15), die lösbar miteinander verbindbar sind.
6. Nutzfahrzeugkabine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Ausstattungsmodul (6) auf seiner dem vorderen Bereich (2) zugewandten Seite zumindest eines der folgenden Ausstattungselemente aufweist: eine Tischplatte (16), die in Richtung des vorderen Bereichs (2) der Nutzfahrzeugkabine (1) ausklappbar ist, eine Ablage (17), einen Stauraumbehälter (18) und/oder ein Spannnetz (19), vorzugsweise angeordnet am unteren Bereich (15) des Ausstattungsmoduls (6), und einen oder mehrere Kleiderhaken (20).
7. Nutzfahrzeugkabine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Ausstattungsmodul (6) auf seiner dem hinteren Bereich (3) der Nutzfahrerkabine (1) zugewandten Seite zumindest eines der folgenden Ausstattungselemente aufweist: eine ausklappbare und/oder verschwenkbare Tischplatte (30), eine ausklappbare Trittstufe (21), vorzugsweise zur Erleichterung eines Einstiegs in ein im hinteren (3) oberen Bereich angeordnetes Bett (22), ein ausklappbarer Bildschirm (23), und einen oder mehrere Kleiderhaken.
8. Nutzfahrzeugkabine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, ferner aufweisend einen am Ausstattungsmodul (6) befestigten Vorhang (24), der in Querrichtung (7) der Nutzfahrzeugkabine (1) zwischen dem Ausstattungsmodul (6) und der Nutzfahrzeugkabine (1) angeordnet ist und der durch Verschieben des Ausstattungsmoduls (6) in der Querrichtung (7) aufspannbar und zusammenfaltbar ist.
9. Nutzfahrzeugkabine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei eine Strecke, entlang derer das Ausstattungsmodul (1) in der Querrichtung (7) verschiebbar ist, mehr als die Hälfte, mehr als 2/3 oder mehr als 80% einer Innenraum- Breite (25) der Nutzfahrzeugkabine (1) entspricht.
10. Nutzfahrzeugkabine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das Ausstattungsmodul (6) a) eine Breite (26) in Querrichtung (7) der Nutzfahrzeugkabine (1) aufweist, die kleiner als 30%, weiter vorzugsweise kleiner als 20% einer Innenraum-Breite (25) der Nutzfahrzeugkabine (1) ist; und/oder b) eine Höhe (28) aufweist, die größer als 65%, weiter vorzugsweise größer als 80% einer Innenraum-Höhe (27) der Nutzfahrzeugkabine (1) ist.
11. Nutzfahrzeug, vorzugsweise Lastkraftwagen, umfassend eine Nutzfahrzeugkabine (1) nach einem der vorherigen Ansprüche.
12. Modularer Ausstattungsbaukasten (29) für eine Fahrerkabine (1) eines Nutzfahrzeugs, die einen vorderen (2) und einen hinteren (3) Bereich aufweist, wobei der vordere Bereich (2) einen Fahrersitz (4) und einen Cockpit-Bereich (5) aufweist, wobei der modulare Ausstattungsbaukasten (29) umfasst:
Ausstattungsmodule (6), die zwischen dem vorderen (2) und hinteren (3) Bereich anordenbar und in Querrichtung (7) der Nutzfahrzeugkabine (1) verschiebbar sind.
13. Modularer Ausstattungsbaukasten (29) nach Anspruch 12, wobei die Ausstattungsmodule (6) jeweils ein Oberteil (13), ein Mittelteil (14) und ein Unterteil (15) aufweisen, die lösbar miteinander verbindbar sind und wobei der modulare Ausstattungsbaukasten (29) mehrere Varianten des Oberteils (13), des Mittelteils (14) und/oder des Unterteils (15) umfasst, die wahlweise miteinander kombinierbar sind, zur Realisierung unterschiedlicher Varianten des Ausstattungsmoduls (1), die aus unterschiedlichen Kombinationen aus einem Oberteil (13), Mittelteil (14) und Unterteil (15) gebildet sind.
14. Modularer Ausstattungsbaukasten (29) nach Anspruch 12 oder 13, wobei sich die unterschiedlichen Varianten des Oberteils (13), des Mittelteils (14) und des Unterteils (15) in ihren Ausstattungskonfigurationen und/oder Ihrer Bauhöhe unterscheiden.
15. Verfahren zur Ausstattung einer Nutzfahrzeugkabine (1), die einen vorderen (2) und einen hinteren (3) Bereich aufweist, und eine Führungsmechanik (8) zur in Querrichtung (7) der Nutzfahrzeugkabine (1) verschieblichen Halterung eines Ausstattungsmoduls (6), wobei das Verfahren umfasst:
Bereitstellung (S10) eines modularen Ausstattungsbaukastens (29) nach einem der vorherigen Ansprüche 12 bis 14;
Ausstattung (S20) der Nutzfahrzeugkabine (1) mit einem Ausstattungsmodul (6), das aus dem modularen Ausstattungsbaukasten (29) abgeleitet ist, wobei das Ausstattungsmodul (6) in Querrichtung (7) der Nutzfahrzeugkabine (1) verschiebbar an der Führungsmechanik (8) angeordnet wird.
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