EP4701802A1 - Schneidwerkzeug - Google Patents
SchneidwerkzeugInfo
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- EP4701802A1 EP4701802A1 EP24721135.2A EP24721135A EP4701802A1 EP 4701802 A1 EP4701802 A1 EP 4701802A1 EP 24721135 A EP24721135 A EP 24721135A EP 4701802 A1 EP4701802 A1 EP 4701802A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Schneidwerkzeug (1) mit zwei Schneidenteilen (4, 5), wobei die Schneidenteile (4, 5) in einem Gelenk (10) zur jeweiligen Bewegung entlang einer Schneideebene (E) miteinander verbunden sind, wobei weiter die Schneidenteile (4, 5) in einem geöffneten Zustand der Schneidenteile (4, 5) ein Schneidmaul (M) begrenzen, und jeweils freie, dem Gelenk (10) abgewandte Enden (32, 33) und dem Gelenk (10) zugewandte Ende aufweisen. Um ein Schneidwerkzeug der in Rede stehenden Art vorteilhaft weiterzubilden, wird vorgeschlagen, dass an dem freien Ende (33) eines der Schneidenteile (4) ein winkelförmiges Aufnahmeteil (6) angelenkt ist, das zwischen einer ausgeschwenkten Aufnahmestellung und einer eingeschwenkten Halterungsstellung zur Halterung eines Schneidguts (39) bei einem Schneidvorgang verschwenkbar ist.
Description
Beschreibung
Schneidwerkzeug
Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schneidwerkzeug mit einem ersten Schneidenteil und einem zweiten Schneidenteil, wobei die Schneidenteile in einem Gelenk zur jeweiligen Bewegung entlang einer Schneidebene miteinander verbunden sind, wobei weiter die Schneidenteile in einem geöffneten Zustand der Schneidenteile ein Schneidmaul begrenzen, und jeweils freie, dem Gelenk abgewandte Enden und dem Gelenk zugewandte Enden aufweisen.
Stand der Technik
[0002] Schneidwerkzeuge der in Rede stehenden Art sind in unterschiedlichen Ausgestaltungen bekannt, so beispielsweise zum Schneiden von Elektrokabeln, wie weiter insbesondere Erdkabeln oder auch Rohren, weiter insbesondere Kunststoffrohren. Dabei können die das Schneidmaul begrenzenden Schneidenteile des Schneidwerkzeugs jeweils messerartig ausgestaltet sein. Auch sind Ausgestaltungen bekannt, bei welchen lediglich nur ein Schneidenteil, insbesondere ein bewegliches Schneidenteil, das messerartig ausgebildet ist, vorgesehen ist. Das andere Schneidenteil kann dabei lediglich abstützend für das Schneidgut im Bereich des Schneidmauls dienen.
[0003] Aus der US 6 370 780 Bl ist ein Schneidwerkzeug bekannt, bei welchem das erste Schneidenteil mit einer Aufnahmefläche zur Halterung des Schneidgutes und einem die Aufnahmefläche durchsetzenden Einfahrschlitz für das zweite Schneidenteil ausgebildet ist. Weiter ist zum Stand der Technik etwa auf die US 4 312127 A zu verweisen, die ein zweites Schneidenteil aufweist, das an
dem ersten Schneidenteil gelagert ist und über einen Ratschentrieb betätigbar ist. Gleiches ist auch beispielsweise aus der US 6 098291 A bekannt.
[0004] Ausgehend von einem Stand der Technik wie er zunächst beispielsweise genannt ist, stellt sich die Aufgabe, ein Schneidwerkzeug der in Rede stehenden Art vorteilhaft weiterzubilden.
Zusammenfassung der Erfindung
[0005] Eine mögliche Lösung der Aufgabe ist nach einem ersten Erfindungsgedanken bei einem Schneidwerkzeug gegeben, bei welchem darauf abgestellt ist, dass an dem freien Ende eines der Schneidenteile ein winkelförmiges Aufnahmeteil angelenkt ist, das zwischen einer ausgeschwenkten Aufnahmestellung und einer eingeschwenkten Halterungsstellung zur Halterung eines Schneidguts bei einem Schneidvorgang verschwenkbar ist.
[0006] Eine weitere mögliche Lösung der Aufgabe kann nach einem weiteren Erfindungsgedanken dadurch gegeben ein, dass an dem freien Ende eines der Schneidenteile ein winkelförmiges Aufnahmeteil angebracht ist, das zwischen einer vorgeschobenen Aufnahmestellung und einer zurückgeschobenen Halterungsstellung zur Halterung eines Schneidguts bei einem Schneidvorgang verschiebbar ist.
[0007] Auch kann gemäß einer weiteren möglichen Lösung vorgesehen sein, dass an einem freien Ende eines der Schneidenteile ein Aufnahmeteil angebracht ist und dass das Aufnahmeteil zur Veränderung eines Aufnahmeraumes, der durch das Aufnahmeteil selbst oder in Zusammenwirkung des Aufnahmeteils mit einem der Schneidenteile begrenzt ist, rastverstellbar ist.
[0008] Zufolge der Anordnung des winkelförmigen Aufnahmeteils ist ein handhabungstechnisch erleichtertes Einlegen von Schneidgut, insbesondere Schneidgut mit vergleichsweise großem Durchmesser, in das Schneidmaul ermöglicht. Das Schneidgut wird bevorzugt in das in die Aufnahmestellung ausgeschwenkte oder in eine Vorstandslage gegenüber dem zugeordneten Schneidenteil verbrachte Aufnahmeteil eingelegt und hiernach zusammen mit dem Aufnahmeteil durch Einschwenken oder durch eine Schieberückverlagerung des Aufnahmeteils in die Halterungsstellung verbracht, in welcher Halterungsstellung sodann der Schneidvorgang erfolgen kann. Das Aufnahmeteil ist hierzu an einem freien Ende eines das Schneidmaul begrenzenden Schneidenteils angeordnet, bevorzugt angelenkt oder verschiebbar gehaltert.
[0009] In einer Ausgestaltung, in der eine Verschwenkbarkeit des Aufnahmeteils vorgesehen ist, kann die diesbezügliche geometrische Schwenkachse des Aufnahmeteils gleichgerichtet verlaufen zu einer geometrischen Schwenkachse der Schneidenteile. Entsprechend kann die geometrische Schwenkachse des Aufnahmeteils gemäß bevorzugter Ausgestaltung im Wesentlichen senkrecht zu der Schneidebene verlaufen.
[0010] Bei einer möglichen Verschiebbarkeit des Aufnahmeteils kann sich eine geradlinige Verschieberichtung ergeben, die im Wesentlichen an einer Längser- streckung des zugeordneten Schneidenteils orientiert verläuft.
[0011] Das Aufnahmeteil weist einen ersten Aufnahmeschenkel und einen zweiten sich in einem spitzen oder stumpfen Winkel hierzu erstreckenden Aufnahmeteilschenkel auf. In Bezug auf die im Weiteren beschriebene bevorzugt U-förmige Aufnahmeteil-Gestaltung entspricht der Aufnahmeteilschenkel dem U-Steg und der andere Schenkel, der Aufnahmeschenkel, einem der U- Schenkel, der auch als Einführschenkel beschrieben ist.
[0012] Das Aufnahmeteil kann bei einer verschwenkbaren Anordnung an dem Schneidenteil aus der Aufnahmestellung heraus in Richtung auf die Halterungsstellung, wie auch zurück aus der Halterungsstellung heraus in die Aufnahmestellung, über einen Schwenkwinkel von mehr als 30°, weiter bevorzugt 45° bis hin zu beispielsweise 90°, insbesondere etwa 55° bis 60° verlagerbar sein. Die Endstellung, entsprechend die Aufnahmestellung und/ oder die Halterungsstellung können anschlagbegrenzt sein.
[0013] In der Aufnahmestellung kann sich das Aufnahmeteil zumindest abschnittsweise außerhalb des durch die Schneidenteile begrenzten Schneidmauls erstrecken. Das zu schneidende Gut wird entsprechend bevorzugt im Wesentlichen außerhalb des Schneidmauls durch das Aufnahmeteil aufgenommen und zufolge Einschwenken oder Zurückschieben in die Halterungsstellung in den Bereich des Schneidmauls geführt.
[0014] Die Verschwenkung oder Schiebeverlagerung des Aufnahmeteils aus der Aufnahmestellung in die Halterungsstellung kann manuell, entsprechend händisch erfolgen, dies beispielsweise zufolge unmittelbaren Angriffs an dem Aufnahmeteil, alternativ aber auch unter Einwirkung auf das in das in das Aufnahmeteil eingelegte Schneidgut. Bei elektrischen oder elektrohydraulischen Schneidwerkzeugen kann auch die jeweilige Antriebsenergie gegebenenfalls zur motorischen Verlagerung des Aufnahmeteils genutzt sein.
[0015] Die Schneidenteile brauchen nicht jeweils mit einer Schneidkante ausgebildet zu sein. Eines der Schneidenteile, bevorzugt das erste Schneidenteil, kann auch insofern lediglich die Funktion eines Gegenhalters ausüben. Der Gegenhalter kann als Amboss mit einer quer zu der Schneidebene verlaufenden Anlagefläche ausgebildet sein. Der Gegenhalter kann auch mit einer Einfahr-
Öffnung, gegebenenfalls als Einfahrschlitz gebildet, für eine Schneidkante des Weiteren, zweiten Schneidenteils ausgebildet sein.
[0016] In einer möglichen Ausgestaltung ist das Aufnahmeteil an dem freien Ende des als Gegenhalter ausgebildeten Schneidenteils verschwenkbar oder verschiebbar gehaltert.
[0017] Zur Anpassung des Aufnahmeraumes an die Querschnittserstreckung des Schneidgutes, beispielsweise den Durchmesser, kann eine Rastverstellung vorgesehen sein, die auch allein und unabhängig von der weiteren Ausgestaltung des Schneidwerkzeugs, insbesondere hinsichtlich der schwenk- oder schiebeverlagerbaren Anordnung des Aufnahmeteils an dem freien Ende des Schneidenteils, alleinstehende Bedeutung haben kann.
[0018] Dabei kann beispielsweise der Aufnahmeschenkel relativ zu dem Aufnahmeteilschenkel und/ oder dem zugeordneten Schneidenteil oder der Aufnahm eteilschenkel relativ zu dem Aufnahmeschenkel und/ oder dem Schneidenteil verlagbar sein, wobei die gewünschte Verlagerungsstellung zufolge einer Rastung zumindest im Zuge des Schneidvorganges gesichert sein kann.
[0019] Eine solche Rastung kann sich bereits in der ausgeschwenkten oder vorgeschobenen Aufnahmestellung des Aufnahmeteils ergeben und in der eingeschwenkten beziehungsweise zurückgeschobenen Halterungsstellung zumindest bis zur Vollendung des Schneidvorganges beibehalten sein. Alternativ kann sich aber auch erst in der Halterungsstellung oder im Zuge der Schwenkoder Schiebeverlagerung des Aufnahmeteils in die Halterungs Stellung diese Rastung ergeben.
[0020] Die Raststellung kann, wie weiter bevorzugt, allein durch einen willensbetonten Benutzereingriff aufgehoben werden, beispielsweise zufolge und im Zuge einer Rückverlagerung des Aufnahmeteils in Richtung auf die Aufnahmestellung. Auch kann eine gezielte Aufhebung der Rastung vor einem Einleiten der Rückverlagerung des Aufnahmeteils durchgeführt werden.
[0021] Weitere Merkmale sind nachstehend, auch in der Figurenbeschreibung, oftmals in ihrer bevorzugten Zuordnung zu der grundsätzlich beschriebenen Lösung oder zu weiteren Merkmalen erläutert. Sie können aber auch in einer Zuordnung zu nur einzelnen schon beschriebenen Merkmalen oder des jeweiligen weiter beschriebenen Merkmals oder jeweils unabhängig von Bedeutung sein.
[0022] So kann das Schneidwerkzeug entsprechend einer bevorzugten Ausgestaltung handbetätigbar sein und dabei ein erstes sowie ein zweites Griffteil aufweisen. Eines der Griffteile kann dabei als feststehendes Griffteil ausgebildet sein und das weitere Griffteil als relativ zu dem feststehenden Griffteil schwenkbeweglich ausgebildetes Griffteil.
[0023] Dabei kann weiter das erste Schneidenteil als feststehendes Schneidenteil ausgebildet sein, wobei das Gelenk, über welches die beiden Schneidenteile miteinander verbunden sind, an dem ersten Schneidenteil angeordnet ist. Auch kann bei einer handbetätigbaren Ausbildung des Schneidwerkzeugs das feststehende Griffteil starr mit dem feststehenden Schneidenteil verbunden sein.
[0024] In weiterer bevorzugter Ausgestaltung sind beide Griffteile an dem feststehenden Schneidenteil angebracht, so weiter bevorzugt das feststehende Griffteil unter starrer Verbindung mit dem feststehenden Schneidenteil und das schwenkbewegliche Griffteil über eine gegebenenfalls weitere Gelenkausbil-
dung. Dabei kann weiter, wie auch bevorzugt, das zweite Schneidenteil über einen Ratschentrieb verschwenkbar sein. Dazu kann insbesondere das schwenkbewegliche Griffteil bei einer Betätigung dieses Griffteils über einen Vorschubhebel auf eine an dem zweiten Schneidenteil ausgebildete Verzahnung einwirken und so eine Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils bewirken, wobei weiter bevorzugt ein ebenfalls in die Verzahnung eingreifender Sperrhebel eine ungewollte Rückverlagerung des zweiten Schneidenteils verhindert.
[0025] Das Aufnahmeteil kann gemäß bevorzugter Ausgestaltung an dem freien Ende des feststehenden Schneidenteils angelenkt sein. Entsprechend bewegt sich das zweite Schneidenteil bei Durchführung des Schneidvorgangs auch relativ zu dem das Schneidgut aufnehmenden Aufnahmeteil.
[0026] Die Schneidenteile des Schneidwerkzeugs sind bevorzugt so angeordnet, dass diese scherenartig aneinander vorbei bewegt werden können. Dabei kann insbesondere das erste, feststehende Schneidenteil unmittelbar, bevorzugt aber nur mittelbar über das Aufnahmeteil, als Widerlager für das Schneid gut dienen, während das zweite, schwenkbewegliche Schneidenteil eine Schneidkante mit einer messerartigen Schneidenausbildung aufweist.
[0027] Das zweite, schwenkbewegliche Schneidenteil kann mit Bezug auf die Schneidebene im Zuge und insbesondere zum Ende des Schneidvorgangs seitlich an dem ersten, feststehenden Schneidenteil entlang bewegbar sein. Bevorzugt wird weiter in diesem Zusammenhang eine Ausgestaltung, bei welcher das erste Schneidenteil einen ersten Einfahrschlitz aufweist, in den das zweite Schneidenteil bei einem Schneidvorgang einfährt. Es ergibt sich dabei in vorteilhafter Weise eine mittelbare oder unmittelbare Abstützung des Schneidgutes an dem ersten, feststehenden Schneidenteil beidseitig der Schneidebene.
[0028] Um auch im Bereich des Aufnahmeteils eine günstige Abstützung des Schneidguts während des Schneidvorgangs zu erreichen, weist in einer bevorzugten Ausgestaltung auch das Aufnahmeteil einen zweiten Einfahrschlitz auf, in den das zweite Schneidenteil bei einem Schneidvorgang einfahren kann. Der erste Einfahrschlitz des ersten Schneidenteils und der zweite Einfahrschlitz des Aufnahmeteils erstrecken sich dabei gemeinsam entsprechend der Schneidebene.
[0029] Der zweite Einfahrschlitz ist senkrecht zu der Schneidebene gesehen, bevorzugt größer als der erste Einfahrschlitz. In der Halterungsstellung ist weiter bevorzugt der erste Einfahrschlitz innerhalb des zweiten Einfahrschlitzes angeordnet.
[0030] Senkrecht zu der Schneidebene betrachtet, entsprechend betrachtet in Richtung der geometrischen Schwenkachse des zweiten Schneidenteils, kann das Aufnahmeteil eine im Wesentlichen U-förmige Gestaltung aufweisen. Das Aufnahmeteil kann zwei gegebenenfalls im Wesentlichen parallel zueinander verlaufende U-Schenkel und einen diese U-Schenkel verbindenden U-Steg aufweisen. Die U-Schenkel können darüber hinaus auch zueinander unter Einschluss eines zu der U-Öffnung hin geringen Winkels von beispielsweise 1° bis 10°, weiter beispielsweise etwa 5° zu der U-Öffnung hin divergieren.
[0031] Das Aufnahmeteil weist eine Aufnahmekontur auf, die eine Öffnungsfläche der U-förmigen Aufnahmeteil-Gestaltung begrenzt. Weiter ist die Öff- nungsfläche insbesondere begrenzt durch die nach Innen und somit im Wesentlichen aufeinander zuweisenden Anlageflächen der U-Schenkel und des U-Stegs sowie durch eine die freien Enden der U-Schenkel des Aufnahmeteils berührende und entlang der sich zwischen den U-Schenkeln ergebenden Aufnahmeöffnung verlaufenden Öffnungsebene. Diese Aufnahmekontur ist in
bevorzugter Ausgestaltung unabhängig von der Schwenkstellung des Aufnah- meteils von einer äußersten Randkante des ersten Schneidenteils nicht durchsetzt. Es ergibt sich in bevorzugter Ausgestaltung in keiner Verlagerungsstellung, entsprechend auch in keiner Verlagerungs-Zwischenstellung des Aufnahmeteils, ein Auftauchen eines Schneidenteil- Abschnitts in die Öffnungsfläche der Aufnahmeteil-Gestaltung.
[0032] Das Aufnahmeteil kann einen Einführschenkel und einen etwa rechtwinklig hierzu sich erstreckenden Anlageschenkel aufweisen. Der Einführschenkel ist dabei im Falle der U-förmigen Aufnahmeteil-Gestaltung einer der U-Schenkel, während der Anlageschenkel im Wesentlichen durch den U-Steg gegeben ist. In der anfangs beschriebenen grundsätzlichen Gestaltung kann eben auch nur der Einführschenkel und der Anlageschenkel vorgesehen sein. Der Einführschenkel kann weiter einen spitzen Winkel von beispielsweise mehr als 60° bis hin zu einem stumpfen Winkel von weiter beispielsweise etwa 120°, weiter bevorzugt beispielsweise mehr als 70° bis hin zu weiter beispielsweise weniger als 90°, so weiter beispielsweise etwa 80° einschließen.
[0033] Im eingeschwenkten beziehungsweise zurückgeschobenen Zustand des Aufnahmeteils, welcher Zustand der Halterungsstellung entspricht, kann der Einführschenkel das Schneidmaul vor Beginn, wie auch im Zuge eines Schneidvorgangs im Wesentlichen verschließen. Dabei erstreckt sich der Einführschenkel beispielsweise im Wesentlichen quergerichtet zu dem ersten, feststehenden Schneidenteil in Richtung, zumindest mit Bezug auf eine Werkzeugstellung vor Beginn des Schneidvorgangs, auf das gegenüberliegende zweite Schneidenteil. Es kann sich dabei durchaus zwischen dem freien Ende des Einführschenkels und dem zugewandten zweiten Schneidenteil und/ oder einem diesem zweiten Schneidenteil zugeordneten Festabschnitt des Schneidwerkzeugs ein Abstand einstellen, welcher jedoch in bevorzugter Ausgestaltung kleiner gewählt ist als
es dem Durchmessermaß oder dem kleinsten Quer-Erstreckungsmaß eines in dem Schneidmaul aufzunehmenden Schneidguts entspricht.
[0034] In weiterer Ausgestaltung kann das Aufnahmeteil zwei Einführschenkel, einen ersten und einen zweiten Einführschenkel, aufweisen, die zusammen mit dem Anlageschenkel die U-förmige Gestaltung des Aufnahmeteils erbringen. Dabei können die beiden von dem Anlageschenkel ausgehenden Einführschenkel unterschiedliche Längen aufweisen, wobei die Länge des ersten Einführschenkels beispielsweise etwa dem 1,5- bis 2,5-Fachen, weiter beispielsweise etwa dem 2-Fachen der Länge des zweiten Einführschenkels entsprechen kann. Weiter kann der erste Einführschenkel dabei eine Erstreckungslänge aufweisen, die weiter beispielsweise etwa dem 1,05- bis 1,5-Fachen, weiter beispielsweise etwa dem 1,2-Fachen der Länge des Anlageschenkels entsprechen kann.
[0035] Darüber hinaus kann der zweite, bevorzugt kürzere Einführschenkel bezüglich der nach innen zu der Aufnahmeteil-Öffnungsfläche weisenden Flächen zu dem Anlageschenkel einen bevorzugt stumpfen Winkel von mehr als 90° einschließen, so weiter beispielsweise einen Winkel von etwa 95° bis hin zu 120°, weiter beispielsweise etwa einen Winkel von 100° bis 110°, weiter beispielsweise etwa 105°.
[0036] Die Aufnahmekontur kann in dem Übergang der Innenflächen des ersten Einführschenkels hin zu dem Anlageschenkel eine Verrundung mit einem vergleichsweise großen Radius aufweisen. Das Radiusmaß kann etwa dem 0,25- bis 0,5-Fachen der Länge des ersten Einführschenkels entsprechen. In weiterer Ausgestaltung kann auch der Übergang von dem Anlageschenkel in den zweiten Einführschenkel ebenfalls verrundet ausgebildet sein, jedoch im Vergleich der Verrundung im Bereich zwischen dem ersten Einführschenkel und
dem Anlageschenkel mit einem wesentlich kleineren Radiusmaß, welches etwa dem 0,25- bis 0,5-Fachen, weiter beispielsweise etwa einem Drittel des Radius- maßes zwischen dem ersten Einführschenkel und dem Anlageschenkel entsprechen kann.
[0037] Gemäß einer Weiterbildung kann bevorzugt im Falle der U-förmigen Aufnahmeteil-Gestaltung der erste Einführschenkel zur Änderung der Größe der Aufnahmeteil-Öffnungsfläche oder auch nur, bevorzugt im Falle der Ausgestaltung mit nur einem ersten Aufnahmeschenkel und einem zweiten Aufnahmeteilschenkel, zur Vergrößerung etwa des Aufnahmebereiches des Aufnahmeteilschenkels, versetzbar ausgebildet sein. Zufolge dieser Ausgestaltung ist eine Anpassung der Aufnahmeteil-Öffnungsfläche an die Querschnitts große des Schneidguts, bei einem beispielsweise rohrförmigen Schneidgut an den Durchmesser des Schneidguts, zumindest im Wesentlichen anpassbar. Durch Verlagerung des ersten Einführschenkels in die eine oder in die entgegengesetzte Richtung ist eine Verringerung beziehungsweise Vergrößerung des Abstands zu dem gegebenenfalls vorgesehenen zweiten Einführschenkel und somit der Aufnahmeteil-Öffnungsfläche ermöglicht.
[0038] Der erste Einführschenkel kann gemäß einer weiter bevorzugten Ausgestaltung entlang des Anlageschenkels versetzbar sein. Dabei ergibt sich im Falle der bevorzugten Ausgestaltung mit U-förmiger Aufnahmeteil-Gestaltung eine bevorzugte Parallelverlagerbarkeit des ersten Einführschenkels relativ zu dem zweiten Einführschenkel und entlang etwa des Anlageschenkels.
[0039] In vorteilhafter Weise kann der erste Einführschenkel in unterschiedlichen Versetzungsstellungen gegen eine weitere Verlagerung gesichert sein. Beispielsweise kann hierzu ein in der gewünschten Versetzungsstellung des Einführschenkels einsetzbarer Stift oder dergleichen vorgesehen sein.
[0040] Bevorzugt ist zur Bildung der Sicherung eine Rasthalterung vorgesehen. Weiter bevorzugt ergeben sich dabei bis hin zu beispielsweise fünf, zehn, fünfzehn oder mehr, beispielsweise bis hin zu dreißig rastbare Versetzungsstellungen, weiter beispielsweise drei, dreizehn oder dreiundzwanzig rastbare Versetzungsstellungen. Im Falle der Ausgestaltung mit nur einem Aufnahmeschenkel und einem Aufnahmeteilschenkel ergeben sich entsprechend die Versetzungsstellungen des Aufnahmeschenkels relativ zu dem Aufnahmeteilschenkel.
[0041] Der erste Einführschenkel kann sich in diesem Zusammenhang beispielsweise im Wesentlichen zusammensetzen aus einem feststehenden, starr mit dem Anlageschenkel und über diesen mit dem zweiten Einführschenkel verbundenen ersten Einführ-Teilschenkel und einem relativ zu diesem entlang des Anlageschenkels verlagerbaren zweiten Einführ-Teilschenkel, welcher in einer bevorzugten Grundstellung gemeinsam mit dem ersten Einführ- Teilschenkel den ersten Einführschenkel bilden kann. In der bevorzugt verrosteten Versetzungsstellung kann allein der zweite Einführ-Teilschenkel den wirksamen ersten Einführschenkel formen. Die Verrastung kann dabei, wie auch bevorzugt, zwischen dem verlagerbaren Einführ-Teilschenkel und dem starren Einführ-Teilschenkel erfolgen. Auch eine Verrastung des verlagerbaren Einführ-Teilschenkels beispielsweise mit dem Anlageschenkel oder auch mit einem feststehenden Schneidenteil des Schneidwerkzeugs ist möglich.
[0042] Die Sicherung, bevorzugt Verrastung, ist in handhabungstechnisch günstiger Weise insbesondere in der eingeschwenkten beziehungsweise zurückgeschobenen Halterungsstellung des Aufnahmeteils gegeben, so dass das Schneidgut im Zuge des Schneidvorgangs trotz Einwirkung des beweglichen Schneidenteils auf das Schneidgut sicher in dem Aufnahmeteil gehalten ist.
[0043] Die Verrastung kann nur in der Halterungs Stellung gegeben sein, bevorzugt nach Einschwenken beziehungsweise Schieberückverlagerung des Aufnahmeteils aus der Aufnahmestellung heraus mit Erreichen der Halterungsstellung.
[0044] Alternativ kann die Verrastung auch bereits in der ausgeschwenkten beziehungsweise vorgeschobenen Aufnahmestellung einnehmbar sein, sodass der verlagerbare Einführ-Teilschenkel bereits verrastet die Halterungs Stellung erreicht.
[0045] Ist die Sicherung beziehungsweise Verrastung zwischen dem verlagerbaren Einführ-Teilschenkel und einem Schneidenteil vorgesehen, kann dieses Schneidenteil eine Gegenverzahnung aufweisen, die ausgebildet ist zur bevorzugt formschlüssigen Zusammenwirkung mit einer Verzahnung des verlagerbaren Einführ-Teilschenkels.
[0046] Die Verzahnung des verlagerbaren Einführ-Teilschenkels kann gemäß einer möglichen Ausgestaltung an einem Steckteil ausgebildet sein, welches Steckteil insbesondere der linear verlagerbaren Halterung des verlagerbaren Einführ-Teilschenkels an dem relativ hierzu feststehenden Anlageschenkel des Aufnahmeteils ausgebildet ist.
[0047] Ein insbesondere handhabungstechnischer Vorteil ergibt sich, wenn gemäß einer weiter möglichen Ausgestaltung der verlagerbare Einführ- Teilschenkel über eine Feder in Richtung auf eine Grundstellung belastet ist. Es kann hierzu beispielsweise eine Druck- oder Zugfeder zur Anwendung kommen, weiter beispielsweise eine Zylinder-Zugfeder.
[0048] Die Grundstellung ist dabei bevorzugt die Verlagerungsstellung des Einführ-Teilschenkels, in welcher sich ein in Verlagerungsrichtung des Einführ- Teilschenkels betrachtetes kleinstes Erstreckungsmaß der U-förmigen Gestaltung des Aufnahmeteils beziehungsweise kleinstes Abstandsmaß zwischen dem ersten Einführschenkel und dem gegebenenfalls vorgesehenen zweiten Einführschenkel ergibt. Ein in das Aufnahmeteil eingelegtes Schneidgut mit einem dieses kleinste Abstandsmaß überschreitenden Erstreckungsmaß, beispielsweise Durchmesser, wird demzufolge, zumindest in der Aufnahmestellung, über den unter Federbelastung stehenden Einführ-Teilschenkel bevorzugt gegen den feststehenden zweiten Einführschenkel gedrückt, so dass die in der Halterungsstellung zu sichernde Verlagerungsstellung des Einführ-Teil- schenkels angepasst an das Erstreckungsmaß des Schneidguts selbsttätig eingenommen werden kann.
[0049] Besonders vorteilhaft erweist sich, dass in der Halterungsstellung des Aufnahmeteils eine auf das Schneidgut einwirkende Kraft des zweiten Schneidenteils das Aufnahmeteil - im Wesentlichen über das Schneid gut - in die Halterungsstellung belastet. Es ist entsprechend allein schon zufolge Durchführung des Schneidvorgangs eine stabile Anlage des Aufnahmeteils in der eingeschwenkten beziehungsweise zurückgeschobenen, bevorzugt anschlagbegrenzten Stellung gegeben.
[0050] Die vor- und nachstehend angegebenen Bereiche beziehungsweise Wertebereiche oder Mehrfachbereiche schließen hinsichtlich der Offenbarung auch sämtliche Zwischenwerte ein, insbesondere in 1/10- Schritten der jeweiligen Dimension, gegebenenfalls also auch dimensionslos. Beispielsweise beinhaltet die Angabe 60° bis 120° auch die Offenbarung von 60,1° bis 120°, 60° bis 119,9°, 60,1° bis 119,9°, etc., die Offenbarung von 1,5- bis 2,5-fach, auch die Offenbarung von 1,6- bis 2,5-fach, 1,5- bis 2,4-fach, 1,6- bis 2,4-fach etc. Diese
Offenbarung kann einerseits zur Eingrenzung einer genannten Bereichsgrenze von unten und/ oder oben, alternativ oder ergänzend aber auch zur Offenbarung eines oder mehrerer singulärer Werte aus einem jeweilig angegebenen Bereich dienen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0051] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung erläutert, die aber lediglich Ausführungsbeispiele darstellt. Ein Teil, das nur bezogen auf eines der Ausführungsbeispiele erläutert ist und bei einem weiteren Ausführungsbeispiel aufgrund der dort herausgestellten Besonderheit nicht durch ein anderes Teil ersetzt ist, ist damit auch für dieses weitere Ausführungsbeispiel als jedenfalls mögliches vorhandenes Teil beschrieben. Die Zeichnung zeigt:
Fig. 1 das Schneidwerkzeug in einer ersten Ausführungsform;
Fig. 2 das Schneidwerkzeug in einer ersten Ausführungsform, schematisch die Anwendung darstellend;
Fig. 3 das Schneidwerkzeug gemäß Fig. 1 in einer partiell geschnittenen Seitenansicht, betreffend eine ausgeschwenkte Aufnahmestellung eines Aufnahmeteils;
Fig. 4 eine Folgedarstellung zu Fig. 3, eine Zwischenstellung im Zuge des Einschwenkens des ein Schneidgut aufnehmenden Aufnahmeteils in Richtung auf eine Halterungs Stellung;
Fig. 5 das Schneidwerkzeug mit dem Aufnahmeteil in der Halterungsstellung;
Fig. 6 eine Folgedarstellung zu Fig. 5, eine Zwischenstellung im Zuge der Durchführung eines Schneidvorgangs betreffend; Fig. 7 eine der Fig. 6 im Wesentlichen entsprechende Darstellung, jedoch bei Aufnahme eines gegenüber dem Schneidgut in Fig. 6 im Durchmesser verringerten Schneidguts;
Fig. 8 eine weitere der Fig. 6 im Wesentlichen entsprechende Darstellung, jedoch bei Aufnahme eines gegenüber dem Schneidgut in Fig. 6 weiter im Durchmesser verringerten Schneidguts;
Fig. 9 das Schneidwerkzeug in einer Stellung im Moment der Vollendung des Schneidvorgangs;
Fig. 10 den Bereich eines mit dem Aufnahmeteil versehenen Schneidmauls des Schneidwerkzeugs in vergrößerter Darstellung; Fig. 11 in explosionsperspektivischer Darstellung den Bereich des
Schneidmauls des Schneidwerkzeugs sowie das dem Schneidmaul zuordbare Aufnahmeteil, weiter mit einem Schneidgut;
Fig. 12 das Aufnahmeteil in einer Einzeldarstellung, betreffend eine Ansicht gemäß Pfeil XII in Fig. 11;
Fig. 13 das Schneidwerkzeug in einer zweiten Ausführungsform, die Aufnahmestellung des Aufnahmeteils betreffend;
Fig. 14 eine der Fig. 13 im Wesentlichen entsprechende Darstellung, wobei das Aufnahmeteil in eine Halterungs Stellung ver- schwenkt ist;
Fig. 15 den Bereich XV in Fig. 14, bei partiell geschnittener Darstellung des Aufnahmeteils;
Fig. 16 die Stirnansicht gegen das Schneidwerkzeug gemäß Pfeil XVI in Fig. 14;
Fig. 17 das Aufnahmeteil in einer Ansicht gemäß Pfeil XVII in Fig. 15;
Fig. 18 das Aufnahmeteil in einer Ansicht gemäß Pfeil XIX-XIX in Fig. 18;
Fig. 19 den Schnitt entlang der Linie XVIII-XVIII in Fig. 18, eine erste Versetzungs Stellung eines Einführschenkels des Aufnahmeteils betreffend;
Fig. 20 eine der Fig. 19 entsprechende Schnittdarstellung, jedoch betreffend eine zweite Versetzungsstellung des Einführschenkels;
Fig. 21 eine weitere der Fig. 19 entsprechende Schnittdarstellung, mit dem Einführschenkel in einer dritten Versetzungsstellung;
Fig. 22 das Aufnahmeteil der zweiten Ausführungsform in perspektivischer Explosionsdarstellung;
Fig. 23 die Draufsicht auf das Aufnahmeteil gemäß Pfeil XXIII in Fig.
17;
Fig. 24 die Unteransicht gegen das Aufnahmeteil gemäß Pfeil XXIV in
Fig. 17;
Fig. 25 den Schnitt entlang der Ebene XXV in Figur 13 betreffend die Ausschwenkstellung des Aufnahmeteils;
Fig. 26 eine Schnittdarstellung gemäß Figur 25, betreffend die Ein- schwenkstellung;
Fig. 27 den Schnitt entlang der Ebene XXVII in Fig. 14;
Fig. 28 eine der Fig. 3 im Wesentlichen entsprechende Darstellung, jedoch eine dritte Ausführungsform betreffend;
Fig. 29 das Schneidwerkzeug der dritten Ausführungsform bei Auf- nähme eines Schneidguts in dem Aufnahmeteil;
Fig. 30 das Schneidwerkzeug gemäß Fig. 29 mit dem Aufnahmeteil in der Halterungs Stellung;
Fig. 31 das Schneidwerkzeug in einer weiteren Ausführungsform, be- treffend die Aufnahmestellung des Aufnahmeteils;
Fig. 32 eine der Fig. 31 entsprechende Darstellung, bei in eine Halte- rungsstellung verschwenktem Aufnahmeteil;
Fig. 33 eine explosionsperspektivische Darstellung des Aufnahmeteils sowie Teile des Schneidwerkzeugs der Ausführungsform gemäß Fig. 31;
Fig. 34 die Ansicht gemäß Pfeil XXXIV in Fig. 32, partiell geschnitten;
Fig. 35 den vergrößerten Bereich XXXV in Fig. 34;
Fig. 36 den Schnitt entlang der Linie XXXVI-XXXVI in Fig. 35;
Fig. 37 den Schnitt entlang der Linie XXXVII-XXXVII in Fig. 35; Fig. 38 die Ansicht gemäß Pfeil XXXVIII in Fig. 32;
Fig. 39 den Schnitt entlang der Linie XXXIX-XXXIX in Fig. 38, die Aufnahmestellung mit in dem Aufnahmeteil eingelegtem Schneidgut betreffend;
Fig. 40 eine der Fig. 39 im Wesentlichen entsprechende Schnittdarstellung, jedoch die Halterungsstellung betreffend, bei in das Aufnahmeteil eingelegtem Schneidgut mit für dieses Aufnahmeteil größtmöglichem Durchmesser;
Fig. 41 eine der Fig. 40 im Wesentlichen entsprechende Schnittdarstel- lung, jedoch bei in das Aufnahmeteil eingelegtem Schneidgut
mit gegenüber dem Schneidgut in Fig. 40 verringertem Durchmesser;
Fig. 42 in Seitenansicht das Schneidwerkzeug in einer weiteren Aus- führungsform, betreffend die Aufnahmestellung des Aufnahmeteils;
Fig. 43 eine der Fig. 42 entsprechende Darstellung, bei in die Halterungsstellung verschobenem Aufnahmeteil;
Fig. 44 die partiell geschnitten dargestellte Vergrößerung des Bereichs
XLIV in Figur 43;
Fig. 45 den vergrößert dargestellten Schnitt entlang der Linie XLV - XLV in Figur 43, bei Sicherung der Aufnahmeteil-Stellung über einen Formschluss;
Fig. 46 den vergrößerten Bereich XLVI in Figur 45;
Fig. 47 den Schnitt entlang der Linie XLVII - XLVII in Figur 46;
Fig. 48 eine der Figur 45 entsprechende Schnittdarstellung, jedoch betreffend eine Aufhebestellung des die Aufnahmeteil-Stellung sichernden Formschlusses;
Fig. 49 den vergrößerten Bereich XLIX in Figur 48;
Fig. 50 den Schnitt entlang der Linie L - L in Figur 49;
Fig. 51 in teilweiser explosionsperspektivischer Darstellung den Bereich einer Linearführung des Aufnahmeteils an dem Schneidwerkzeugs gemäß Figur 42;
Fig. 52 die Linearführung in einer partiellen Schnittdarstellung.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0052] Dargestellt und beschrieben ist ein handbetätigbares Schneidwerkzeug 1 mit einem ersten, feststehenden Griffteil 2 und einem zweiten, schwenkbeweglichen Griffteil 3 sowie einem ersten, feststehenden Schneidenteil 4 und einem relativ dem Schneidenteil 4 schwenkbeweglichen, zweiten Schneidenteil 5 und darüber hinaus einem Aufnahmeteil 6.
[0053] Die Figuren 1 bis 12 zeigen eine erste Ausführungsform des Schneidwerkzeugs 1. Die Figuren 13 bis 27 betreffen eine auf der ersten Ausführungsform aufbauende zweite Ausführungsform mit einem verstellbaren Aufnahmeteil 6. Eine dritte Ausführungsform ist in den Figuren 28 bis 30 dargestellt. Die Figuren 31 bis 41 zeigen eine vierte Ausführungsform. Eine weitere, im Wesentlichen auf der vierten Ausführungsform aufbauende fünfte Ausführungsvariante zeigen die Figuren 42 bis 52.
[0054] Ausgehend von einem bevorzugt plattenartigen Werkzeugkörper 7 erstreckt sich bevorzugt einteilig und weiter bevorzugt materialeinheitlich das erste feststehende Griffteil 2. Im Wesentlichen entgegengerichtet zu dem Griffteil 2 erstreckt sich ebenfalls bevorzugt einstückig und, weiter bevorzugt, materialeinheitlich das erste, feststehende Schneidenteil 4 in Art eines frei abragenden Schenkels.
[0055] Wie insbesondere auch aus den Darstellungen in den Figuren 13 und 14 bezüglich der zweiten Ausführungsform zu erkennen, können auch beim Schneidwerkzeug 1 der ersten Ausführungsform zwei zueinander distanziert angeordnete, bevorzugt plattenförmige Teile 14, insbesondere Stanzteile, weiter insbesondere gestanzte Stahlblechteile, den Werkzeugkörper 7 bilden. Diese beiden Teile 14 zur Bildung des Werkzeugkörpers 7 können im Wesentlichen gleich gestaltet sein und erstrecken sich zueinander beabstandet in Richtung einer nachstehend noch beschriebenen geometrischen Schwenkachse x.
[0056] Zwischen den Teilen 14 des Werkzeugkörpers 7 sind im Wesentlichen das zweite, um die Schwenkachse x bewegliche Schneidenteil 5 sowie bevorzugt ein Ratschentrieb 8 angeordnet. Auch greifen bevorzugt in den Zwischenraum zwischen den Teilen 14 des Werkzeugkörpers 7 ein zugewandter Endabschnitt des zweiten, schwenkbeweglichen Griffteils 3, bevorzugt über einen Schwenkzapfen 9, an dem Werkzeugkörper 7 gehaltert. Eine diesbezügliche geometrische Schwenkachse y erstreckt sich bevorzugt raumparallel zu der geometrischen Schwenkachse x im Gelenk 10 des zweiten Schneidenteils 5.
[0057] Die Griffteile 2 und 3 können, wie auch dargestellt, jeweils mit einer Griffhülle 11 versehen sein.
[0058] In den Figuren 3 bis 10 ist allein zur Verdeutlichung der Mechanik sowie des Aufbaus und der Wirkungsweise das in Blickrichtung vordere Teil 14 zeichnerisch nicht berücksichtigt.
[0059] Weiter ist Teil des starren Werkzeugkörpers 7 ein ebenfalls einstückig und weiter bevorzugt materialeinheitlich mit dem jeweiligen Teil 14 ausgebildeter Schenkel 13, welcher mit dem Werkzeugkörper 7 als solchen und dem schenkelartigen feststehenden Schneidenteil 4 ein im Wesentlichen mit Bezug
auf eine Ansicht in Richtung der Erstreckung der Schwenkachse x U-förmiges Schneidmaul M mit einer durch die U-Öffnung gebildeten Schneidaufnahmeöffnung 12 begrenzt. Die beiden den Schenkel 13 bildenden Abschnitte der Teile 14 können, wie auch dargestellt, von einer weiter beispielsweise aus einem Kunststoffmaterial bestehenden Kappe 15 Übergriffen sein.
[0060] Das zweite, schwenkbewegliche Schneidenteil 5 weist ein in Richtung auf das Schneidmaul M weisendes Messer 16 auf, welches gemäß den dargestellten Ausführungsbeispielen bevorzugt in Längserstreckung des Messers 16 insgesamt betrachtet zwei zueinander einen stumpfen Winkel von etwa 160° bis 175° einschließende Messerkanten 17 aufweisen kann.
[0061] Es ergibt sich eine Bewegung des zweiten Schneidenteils 5 in einer zwischen den Teilen 14 sich ergebenden Schneidebene E (vgl. Fig. 15).
[0062] Das Messer 16 ist weiter bevorzugt einstückig, gegebenenfalls auch materialeinheitlich mit einem bevorzugt plattenartigen Ratschenabschnitt 18 ausgebildet, welches mit Bezug auf die Schwenkachse x außenseitig entlang einer in Umfangsrichtung betrachteten Randkante eine Verzahnung 19 aufweist.
[0063] Die Schwenkbeweglichkeit des so gestalteten zweiten Schneidenteils 5 kann anschlagbegrenzt sein, so insbesondere in der beispielsweise in Figur 3 dargestellten Grundstellung des zweiten Schneidenteils 5 zufolge Zusammenwirkung eines Führungszapfens 20 mit einer in den Teilen 14 des Werkzeugkörpers 7 belassenen, sich koaxial zu der Schwenkachse x erstreckenden Führungsnut 21. In dieser anschlagbegrenzten Grundstellung kann, wie auch bevorzugt, das zweite Schneidenteil 5, insbesondere dessen das Messer 16 bildende Abschnitt, im Wesentlichen vollständig zwischen den Schenkel 13
bildenden Teil- Abschniten des Werkzeugkörpers 7 in einer geschützten Verstecktlage einliegen.
[0064] Im Zuge einer Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils 5 ausgehend von der Grundstellung in eine Schwenkrichtung r durchfährt der Führungszapfen 20 die Führungsnut 21. Auch in einer Schwenkendstellung, wie diese beispielsweise in Figur 9 dargestellt ist, kann eine Anschlagbegrenzung gegeben sein, zufolge Anlage des Führungszapfens 20 an dem diesbezüglichen Ende der Führungsnut 21.
[0065] Die Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils 5 in Schwenkrichtung r erfolgt beim Ausführungsbeispiel und bevorzugt unter Nutzung des Ratschentriebs 8. Hierzu kann das Griffteil 3 mit einem an diesem schwenkbeweglich gelagerten Vorschubhebel 22 versehen. Dieser Vorschubhebel 22 greift mit einem endseitig freien Vorschubfinger 23 in die Verzahnung 19 des schneidenteilseitigen Ratschenabschnits 18 ein. Eine Schwenkverlagerung des zweiten Griffteils 3 in Richtung auf den relativ hierzu feststehenden Griffteil 2 führt über den Eingriff des Vorschubfingers 23 in die Verzahnung 19 zu einer partiellen Schwenkverlagerung des zweiten Schneidenteils 5. Ein an dem Werkzeugkörper 7, insbesondere zwischen den Teilen 14, weiter schwenkbeweglich gehalterter Sperr hebel 24 verhindert mit einem ebenfalls in die Verzahnung 19 eingreifenden Sperrfinger 25 eine Rückverlagerung des schwenkbeweglichen Schneidenteils 5 entgegen der Schwenkrichtung r, sodass auch mit Schwenkrückführung des beweglichen Griffteils 3 in eine zu dem feststehenden Griffteil 2 distanzierte Schwenkstellung das zweite Schneidenteil 5 in der zuvor erreichten Schwenkstellung verbleibt.
[0066] Sowohl der Vorschubhebel 22 als auch der Sperrhebel 24 sind in üblicher Weise über Federn, insbesondere Schenkelfedern, wie beispielsweise die
Schenkelfeder 26 des Sperr hebels 24, in die Eingriffsstellung mit der Verzahnung 19 belastet. Die jeweilige Feder wirkt dabei mit einem Federschenkel auf den zugeordneten Hebel ein, während der weitere Schenkel der Feder sich bevorzugt an dem starren Werkzeugkörper 7 abstützt.
[0067] Die Vorschubverlagerung des zweiten Schneidenteils 5 in Schwenkrichtung r erfolgt entgegen der Kraft einer auf das zweite Schneidenteil 5 einwirkenden Rückstellfeder 27. So kann, wie auch dargestellt, in diesem Zusammenhang eine Schenkelfeder vorgesehen sein, die sich mit einem Schenkel an dem starren Werkzeugkörper 7 abstützt und mit dem weiteren Federschenkel entgegen der Schwenkrichtung r auf den Führungszapfen 20 einwirkt.
[0068] Im Zuge der Vorschubverlagerung des zweiten Schneidenteils 5 in Schwenkrichtung r durchfährt insbesondere das Messer 16 zumindest mit einem Teilabschnitt, weiter insbesondere mit einem freien Ende 32 des zweiten Schneidenteils 5, einen sich zwischen den das erste, feststehende Schneidenteil 4 bildenden Schenkeln des Werkzeugkörpers 7 ergebenden ersten Einfahrschlitz 31. Dieser Einfahrschlitz 31 kann, wie auch bevorzugt, gegeben sein zufolge des zueinander beabstandeten Verlaufs der Teile 14 insgesamt (siehe beispielsweise Fig. 11).
[0069] Weiter bevorzugt erstreckt sich das bewegliche Schneidenteil 25, so auch das freie Ende 32 des zweiten Schneidenteils 5, im Zuge der Vorschubverlagerung und Ein- beziehungsweise Durchtreten durch den Einfahrschlitz 31 nicht nach außen über die sich mit Blickrichtung in Richtung der Schwenkachse x ergebende äußere Randkontur des feststehenden Schneidenteils 4 hinaus. Vielmehr wird insbesondere das freie Ende 32 in dem Einfahrschlitz 31 von den das feststehende Schneidenteil 4 bildenden Schenkelabschnitten der Teile 14 beidseitig überdeckt.
[0070] Der Sperrhebel 24 kann abgewandt dem Sperrfinger 25 eine nach außen und somit zugängliche Handhabe 28 aufweisen, über welche der Sperrhebel 24 derart schwenkverlagert werden kann, dass dessen Sperrfinger 25 den Eingriff zu der Verzahnung 19 verliert. Das zweite Schneidenteil 5 kann hiernach zufolge Einwirkung über die Rückstellfeder 27 aus der vorverlagerten Stellung heraus unter ratschendem Überlaufen des Vorschubfingers 34 zurückschwenken in die Grundstellung gemäß beispielsweise Figur 3.
[0071] Darüber hinaus kann das schwenkbewegliche Griffteil 3 mit einem Verriegelungshebel 29 versehen sein, welcher in einer Verriegelungsstellung mit einer Verriegelungskante 30 des Werkzeugkörper 7 sperrend Zusammenwirken kann.
[0072] An dem den Griffteilen 2 und 3 abgewandten freien Ende 33 des feststehenden Schneidenteils 4 ist das Aufnahmeteil 6 schwenkbeweglich angeordnet. Die diesbezügliche Schwenkachse z erstreckt sich bevorzugt raumparallel zu den geometrischen Schwenkachsen x und y des Gelenks 10 beziehungsweise des beweglichen Griffteils 3, wie darüber hinaus weiter bevorzugt auch die geometrischen Schwenkachsen des vorbeschriebenen Vorschubhebels 22, sowie des Sperr hebels 24 und gegebenenfalls auch des Verriegelungshebels 29 raumparallel zu den vorbeschriebenen geometrischen Schwenkachsen verlaufen können.
[0073] Das Aufnahmeteil 6 ist zwischen einer ausgeschwenkten Aufnahmestellung, wie diese beispielsweise in den Figuren 1 bis 3 oder auch in Figur 13 beziehungsweise 28 dargestellt ist, und einer Halterungsstellung eines Schneidguts 39, beispielsweise in Form eines Kuns tstof fr ohres, zur Durchführung eines Schneidvorganges verschwenkbar. Eine solche Halterungsstellung ist beispielsweise in Figur 5 oder auch 30 dargestellt. Sowohl die Aufnahmestellung
als auch die Halterungsstellung des Aufnahmeteils 6 können, wie auch bevorzugt, zufolge einer anschlagbegrenzten Verschwenkbarkeit des Aufnahmeteils definiert sein. Der Schwenkwinkel des Aufnahmeteils 6 aus der Aufnahmestellung in die Halterungsstellung kann etwa 60° bis 70° betragen.
[0074] Die jeweilige Anschlagbegrenzung ist in den Figuren 25 bis 27 anhand des zweiten Ausführungsbeispiels dargestellt. Diese kann aber auch in dem beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel zur Anwendung kommen.
[0075] So kann das Aufnahmeteil 6 zugeordnet einer Unterseite des ersten Einführschenkels 41 eine freigestellte Anschlagschulter 70 aufweisen, die sich in der Aufnahmestellung des Aufnahmeteils 6 gemäß Figur 25 an einer zugeordneten Randfläche 73 des freien Endes 33 des ersten Schneidenteils 4 anschlagbegrenzt abstützt.
[0076] In der eingeschwenkten Halterungsstellung kann eine Anschlagbegrenzung für das Aufnahmeteil 6 durch Ablegen des Aufnahmeteils 6 an der zugewandten Randkontur des Schneidmauls M gegeben sein. Insbesondere kann eine durch einen U-Schenkel und einen U-Steg die innenseitig die Anlagenflächen 45 und/ oder 46 bilden, eine Fläche 71 gegeben sein, die gegen die zugewandte Aufnahme-Begrenzungsfläche 72 (siehe Figuren 26 und 27) zur Anlage kommen kann.
[0077] Im Falle der Ausgestaltung durch lediglich den Aufnahmeschenkel und den Aufnahmeteilschenkel kann auch nur der Aufnahmeteilschenkel an der entsprechenden Aufnahme-Begrenzungsfläche 72 des Schneidmauls M zur Anlage kommen.
[0078] Senkrecht zu der Schneidebene E betrachtet kann sich eine insgesamt im Wesentlichen etwa U-förmige Gestaltung der Aufnahmekontur 49 des Aufnahmeteils 6 ergeben, mit zwei U-Schenkeln, einem ersten U-Schenkel 34 und einem zweiten U-Schenkel 35, sowie einem die U-Schenkel verbindenden U-Steg 36. Die U-Schenkel 34 und 35 sowie der U-Steg 36 begrenzen mit ihren Anlageflächen 44, 45 und 46 einen Aufnahmeraum 37 mit einer Aufnahme- Öffnung 38, welche in der ausgeschwenkten Aufnahmestellung im Wesentlichen gleichgerichtet ist zu der Schneidaufnahmeöffnung 12 des Schneidmauls M, sodass ein in das Aufnahmeteil 6 einzuführendes Schneidgut 39 zugleich die Schneidaufnahmeöffnung 12 und die Aufnahmeöffnung 38 durchsetzt.
[0079] Eine derartige U-förmige Gestaltung des Aufnahmeteils 6 ist in den beiden Ausführungsformen des Schneidwerkzeugs 1 gemäß den Figuren 1 bis 27 gezeigt.
[0080] In den Figuren 28 bis 30 hingegen ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher das Aufnahmeteil 6 insbesondere im Bereich der sich ergebenden Aufnahmekontur 49 im Wesentlichen eine L-förmige Gestaltung aufweist, mit einem U-Schenkel 34, der, wie nachstehend noch näher ausgeführt, einen Einführschenkel 41 bildet, und einem U-Steg 36, der, wie ebenfalls nachstehend noch näher ausgeführt, einen Anlageschenkel 42 formt.
[0081] Das Aufnahmeteil 6 kann, weiter auch bevorzugt, als Kunststoffteil, insbesondere Kunststoff-Spritzteil ausgebildet sein. Es ist auch eine einteilige und bevorzugt materialeinheitliche Ausgestaltung des Aufnahmeteils 6 insgesamt bevorzugt. Die Anlenkung des Aufnahmeteils 6 an dem feststehenden Schneidenteil 4 ist bevorzugt gegeben im Bereich eines Übergangs zwischen dem ersten U-Schenkel 34 und dem U-Steg 36.
[0082] Zugeordnet der Schneidebene E ist für das zweite, schwenkbewegliche Schneidenteil 5, insbesondere für dessen Messer 16, ein zweiter Einfahrschlitz 40 in dem Aufnahmeteil 26 ausgebildet (vgl. Fig. 11 und 12).
[0083] Der erste U-Schenkel 34 bildet bevorzugt einen ersten Einführschenkel 41 und der U-Steg 36 einen sich etwa rechtwinklig hierzu erstreckenden Anlageschenkel 42 aus. Der weitere U-Schenkel 35 kann dabei weiter einen zweiten Einführschenkel 43 bilden.
[0084] In einer Ansicht senkrecht zu der Schneidebene E ergeben sich sowohl in den Bereichen der Einführschenkel 41 und 43 (oder bei einer L-Gestaltung des Aufnahmeteils 6 nur im Bereich des Einführschenkels 41) als auch im Bereich des Anlageschenkels 42 geradlinig und eben verlaufende Anlageflächen 44 bis 46. Dabei können die Anlageflächen 44 und 45 des ersten Einführschenkels 41 und des Anlageschenkels 42 gemäß der schematischen Darstellung in Figur 10 einen spitzen Winkel a von etwa 75° bis 85°, weiter insbesondere etwa 80°, zueinander einschließen, während sich (bei einer U-Gestaltung des Aufnahmeteils 6) zwischen den Anlageflächen 45 und 46 des Anlageschenkels 42 sowie des zweiten Einführschenkels 43 ein stumpfer Winkel ß von etwa 100° bis 110°, weiter etwa 105° einstellen kann.
[0085] Ausgehend jeweils von einem Schnittpunkt S1 und S2 der gedachten Verlängerungen der Anlageflächen 44 und 45 beziehungsweise 45 und 46 entlang der Anlageflächen 44 beziehungsweise 46 bis hin zu einer senkrecht zu der Schneidebene E verlaufenden und die freien Enden 47 und 48 der Einführschenkel 41 und 43 berührenden Öffnungsebene O (vgl. Fig. 10), ergeben sich unterschiedliche Längen a und b der Einführschenkel 41 und 43. So kann, wie auch bevorzugt, bezüglich des ersten Einführschenkels 41 eine diesbezügliche Länge a gegeben sein, welche etwa dem 1,5- bis 2,5-Fachen, weiter etwa
dem 2-Fachen der diesbezüglichen Länge b des zweiten Einführschenkels 43 entsprechen kann. Die sich in Verlängerung der Anlagefläche 45 des Anlageschenkels 42 bis hin zu den Schnittpunkten S1 und S2 ergebende Länge c des Anlageschenkels 42 kann etwa dem 0,75- bis 0,9-Fachen, weiter etwa dem 0,8-Fachen der Länge a des ersten Einführschenkels 41 entsprechen.
[0086] In weiterer Ausgestaltung sind die Übergänge zwischen den Anlageflächen der Einführschenkel und der Anlagefläche des Anlageschenkels ver- rundet. So kann zwischen der Anlagefläche 44 des ersten Einführschenkels 41 und der Anlagefläche 45 des Anlageschenkels 42 ein Radius RI vorgesehen sein, der etwa dem 2,5- bis 3,5-Fachen, weiter etwa dem 3-Fachen des Radius R2 zwischen der Anlagefläche 46 des zweiten Einführschenkels 43 und der Anlagefläche 45 des Anlageschenkels 42 entsprechen kann. Dabei kann weiter der Radius RI zwischen der Anlagefläche 44 des ersten Einführschenkels 41 und der Anlagefläche 45 des Anlageschenkels 42 etwa dem 0,35- bis 0,6-Fachen, weiter etwa dem 0,5-Fachen der Länge a des ersten Einführschenkels 41 entsprechen.
[0087] Mithilfe des Aufnahmeteils 6 kann Schneidgut 39 mit unterschiedlichen Querabmessungen, insbesondere Rohrdurchmessern, in die Schneidposition versetzt werden. In den Figuren 2 bis 5 sowie 10 sind beispielhaft drei mögliche unterschiedliche Schneidgut-Durchmesser gezeigt. Beim dargestellten größten Schneidgut-Durchmesser kann eine Anlage desselben sowohl an dem ersten Einführschenkel 41 und dem Anlageschenkel 42 wie auch den zweiten Einführschenkel 43 gegeben sein (siehe auch Fig. 6), während bei einem Schneidgut 39 mit demgegenüber verringerten Durchmesser gegebenenfalls allein eine Anlage an dem Anlageschenkel 42 und dem zweiten Einführschenkel 43, weiter gegebenenfalls auch nur allein im Bereich des sich zwischen dem Anlage-
schenke! 42 und dem zweiten Einführschenkel 43 ergebenden Radiusabschnitt mit dem Radius R2 gegeben sein kann (vgl. Fig. 7 und 8).
[0088] Bei einer, wie in den Figuren 28 bis 30 dargestellten im Wesentlichen E-förmigen Gestaltung des Aufnahmeteils 6 kann sich in der Halterungsstellung bei Abstützung des Schneidguts 39 auf dem Anlageschenkel 42 auch eine Anlage des Schneid guts 39 an einer in der Halterungsstellung im Wesentlichen quer zu der Anlagefläche 44 des Anlageschenkels 42 verlaufenden, durch den Werkzeugkörper 7 gebildeten und das Schneidmaul M in Richtung auf die griffteilebegrenzende Schulter 74 ergeben.
[0089] Auch kann, wie anhand der das zweite Ausführungsbeispiel betreffenden Darstellungen der Figuren 13 bis 27 gezeigt und nachstehend näher erläutert, der erste Einführschenkel 41 relativ zu dem zweiten Einführschenkel 43 verlagerbar sein, um so den Abstand zwischen den Einführschenkeln an die Querabmessung, insbesondere den Durchmesser des Schneidguts 39 anzupassen.
[0090] Das Aufnahmeteil 6 wird zusammen mit dem einliegenden Schneidgut 39 um die Schwenkachse z in die Halterungsstellung beispielsweise gemäß Figur 5 verbracht, wobei sich in der Halterungsstellung eine weitgehende Umschließung des Schneidguts 39 erreichen lässt, wobei der erste Einführschenkel 41 das Schneidmaul M vor Beginn eines Schneidvorgangs in Richtung auf die Schneidaufnahmeöffnung 12 hin im Wesentlichen verschließt. Entsprechend ergibt sich eine sichere Aufnahme des Schneidguts 39 im Schneidmaul M.
[0091] In der eingeschwenkten Halterungsstellung des Aufnahmeteils 6 liegt dieses bevorzugt anschlagbegrenzt an dem feststehenden Schneidenteil 4 beziehungsweise den Schenkeln 13 der Teile 14 an, überdeckt dabei im Wesent-
liehen mit der Anlagefläche 45 des Anlageschenkels 42, darüber hinaus gegebenenfalls auch mit den die Radien RI und R2 aufweisenden Radienabschnitten der Anlageflächen die zugewandten Randflächen der Schenkel 13. Insbesondere der zweite Einführschenkel 43 bildet im Zuge des Schneidvorgangs zusammen mit dem Anlageschenkel 42 eine Abstützung des Schneidguts 39, wobei eine auf das Schneidgut 39 über das bewegliche Schneidenteil 5 beziehungsweise das Messer 16 einwirkende Kraft P des zweiten Schneidenteils 5 das Aufnahmeteil 7 zusammen mit dem Schneidgut 39 tendenziell weiter in die eingeschwenkte Stellung belastet (vgl. Fig. 10).
[0092] Die Aufnahmekontur 49 des Aufnahmeteils 6 wird in keiner Schwenkstellung des Aufnahmeteils 6 von einer äußersten Randkante des ersten Schneidenteils 4 beziehungsweise der Schenkel 13 durchsetzt. Der das Schneidgut 39 aufnehmende Aufnahmeraum 37 und das sich hierbei im Bereich des Aufnahmeraums 37 ergebende Schneidmaul M ist entsprechend in jeder Schwenkstellung des Aufnahmeteils 6 allein begrenzt durch die Anlagenflächen des Aufnahmeteils 6.
[0093] Um eine Anpassung insbesondere des ersten Einführschenkels 41 an die Quer abmes sung, insbesondere den Durchmesser des Schneidguts 39 vornehmen zu können, kann zunächst das Aufnahmeteil 6 ein die U-förmige Aufnahmekontur 49 im Wesentlichen wiedergebendes Festteil 50 aufweisen, welches, wie vorbeschrieben, um die Achse y an dem freien Ende 33 des feststehenden Schneidenteils 44 schwenkbar angelenkt ist. Im Wesentlichen bildet dabei das Festteil 50 den zweiten Einführschenkel 43 sowie Bereiche des Anlageschenkels 42 und des ersten Einführschenkels 41 (vgl. Fig. 22).
[0094] Darüber hinaus weist das Aufnahmeteil 6 der zweiten Ausführungsform beidseitig des zweiten Einführschlitzes 40 jeweils ein Schlittenteil 51 auf.
Diese Schlittenteile 51 sind bevorzugt im Wesentlichen symmetrisch zu der Schneidebene E ausgebildet und angeordnet, weisen dabei im Wesentlichen mit Bezug auf eine Ansicht senkrecht zu der Schnittebene E einen Anlage-Teilschenkel 53 und einen Einführ-Teilschenkel 52 auf, deren Anlagefläche- Teilabschnitte 54 beziehungsweise 55 über eine Verrundung mit dem Radius RI miteinander verbunden sind.
[0095] Die Schlittenteile 51 sind in beidseitig der Schneidebene E vorgesehenen fensterartigen Ausschnitten 56 des Festteils 50 aufgenommen. Diese Ausschnitte 56 sind so maßlich gestaltet, dass die Schlittenteile 51 hinsichtlich ihrer Anlage-Teilschenkel 54 und 55 in einer anschlagbegrenzten Grundstellung gemäß der Darstellung in Figur 19 bevorzugt ebenengleich in die benachbarten Anlagenflächen 44 und 45 des Festteils 50 übergehen. Die in Verlagerungsrichtung t der Schlittenteile 51 betrachtete Erstreckungslänge des Ausschnitts 56 im Bereich des Anlageschenkels 42 des Festteils 50 ist im Vergleich zu der in selber Richtung betrachteten Erstreckungslänge des Anlageschenkel- Abschnitts 53 des Schlittenteils 51 so gewählt, dass über eine Länge d (siehe Fig. 19) eine lineare Verlagerung des Schlittenteils 51 entlang des festteilseitigen Anlageschenkels 42 erreichbar ist.
[0096] Unterseitig des Anlage-Teilschenkels 53 erstreckt sich ein den Ausschnitt 56 weiter durchsetzender Steg 57 mit einer Schlitzöffnung 58, durch welches ein plattenförmiges Steckteil 59 steckbar ist. Dieses Steckteil 59 unterfängt eine in Verlagerungsrichtung t verlaufende Schulter 60 des Festteils 50, womit das Schlittenteil 51 unverlierbar, jedoch schiebever lager bar in Verlagerungsrichtung t an dem Festteil 50 befestigt ist.
[0097] Die Schlittenteile 51 sind weiter bevorzugt nur als Paar schiebeverlagerbar. Hierzu können die Schlittenteile 51 über einen im Wesentlichen
U-förmigen Verbindungsbügel 61 verfügen. Dessen U-Schenkel 62 sind im Bereich ihrer dem U-Steg 63 abgewandten freien Enden im Bereich rückwärtig der Einführ-Teilschenkel 52 vorgesehener Stege 64 schwenkbar verbunden mit den Schlittenteilen 51. Wie aus der Darstellung in Figur 22 ersichtlich, können hierzu abzuggesicherte Stifte 65 vorgesehen sein, die die Endbereiche der U-Schenkel 62 wie auch die Stege 64 der Schlittenteile 51 im Bereich entsprechend positionierter Bohrungen durchsetzen. Es ergibt sich eine geometrische Schwenkachse u, welche bevorzugt raumparallel verläuft zu der Schwenkachse y des Aufnahmeteils 6 insgesamt.
[0098] Der Verbindungsbügel 61 taucht entsprechend der vorbeschriebenen Anordnung ebenfalls durch die Ausschnitte 56 nach außen vor. Im Bereich der U-Schenkel 62 sind durch randoffene Ausnehmungen Rastaufnahmen 66 ausgeformt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind an jedem U-Schenkel 62 zwei solcher Rastaufnahmen 66 vorgesehen, welche ausgelegt sind, zur rastenden Zusammenwirkung mit einem zapfenförmigen Rastabschnitt 67 des Festteils 50.
[0099] Wie insbesondere in den Darstellungen in den Figuren 19 bis 21 gezeigt, können sich so insgesamt zumindest drei Versetzungsstellungen der Schlittenteile 51 und somit des wirksamen Abschnitts des ersten Einführschenkels 41 ergeben, so eine Grundstellung gemäß Figur 19, in welcher die Schlittenteile 51 anschlagbegrenzt mit einer rückseitig der Einführ-Teilschenkel 52 ausgeformten Fläche 68 gegen eine, den Ausschnitt 56 begrenzende Gegenfläche 69 des Festteils 50 tritt. Die Figur 20 zeigt eine erste Raststellung, in welcher eine erste Rastaufnahme 66 des Verbindungsbügels 61 in eine rastende Verbindungsstellung zu dem Rastabschnitt 67 verbracht ist. Die Schlittenteile 51 sind entlang des Anlageschenkels 42 in Verlagerungsrichtung t versetzt. Es ergibt sich ein Abstandsmaß e' zwischen den aufeinander zuweisenden Anlage-
flächen 44 beziehungsweise 54 und 46 des zweiten Einführschenkels 43, welches zur Aufnahme eines gegenüber dem Schneidgut 39 in Figur 20 durchmesserkleineren Schneidguts 39 entsprechend kleiner ist als das diesbezügliche Abstandsmaß e in der Grundstellung zur Aufnahme eines durchmesser größeren Schneidguts 39 gemäß Figur 19. Figur 21 zeigt wiederum eine Ausrichtung der Schlittenteile 51 zur Aufnahme eines weiter gegenüber Figur 19 durchmesserverringerten Schneidguts 39. Das Abstandsmaß e" ist entsprechend weiter verringert zufolge entsprechender Verlagerung der Schlittenteile 51, in welcher Verlagerungsstellung eine Verrastung des Verbindungsbügels 61 im Bereich der zweiten Rastaufnahme 66 mit dem Rastabschnitt 67 erreichbar ist.
[00100] Die Figuren 31 bis 41 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Schneidwerkzeugs 1 mit einem verstellbaren, beispielsweise an den Durchmesser des Schneidguts 39 anpassbaren Aufnahmeteil 6.
[00101] Gemäß dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel ist auch hier an einem, die U-förmige Aufnahmekontur 49 im Wesentlichen wiedergebenden Festteil 50 des Aufnahmeteils 6 beidseitig des zweiten Einführschlitzes 40 und bevorzugt symmetrisch zu der Schneidebene E angeordnet jeweils ein Schlittenteil 51 gehaltert, das jeweils in einem fensterartigen Ausschnitt 56 im Bereich des Anlageschenkels 42 des Festteils 50 linear geführt ist.
[00102] Jedes Schlittenteil 51 bildet gemäß der in den Figuren 13 bis 27 gezeigten Ausführungsform einen Einführ-Teilschenkel 52 und einen Anlage- Teilschenkel 53 aus, wobei zufolge der linearen Verschiebbarkeit der miteinander gekoppelten Schlittenteile 51 eine Anpassung des Abstandsmaßes e zwischen dem den ersten Einführschenkel 41 im Wesentlichen bildenden Ein- führ-Teilschenkel 52 und dem dem Schlittenteil 51 gegenüber starren zweiten Einführschenkel 43 des Aufnahmeteils 6 oder der zugewandten Schulter 74
des Werkzeugkörpers 7 in der eingeschwenkten Halterungsstellung des Aufnahm eteils 6 - bei Ausbildung des Aufnahmeteils 6 mit nur einem Einführschenkel - an beispielsweise den Durchmesser des Schneidguts 39 anpassbar ist.
[00103] Dabei kann jedes Schlittenteil 51, wie auch anhand des vorbeschriebenen Ausführungsbeispiels erläutert, über ein plattenförmiges Steckteil 59 an dem Festteil 50 schiebeverlagerbar gehaltert sein. Das Steckteil 59 durchsetzt dabei eine in einem unterseitig des Anlage-Teilschenkels 53 ausgebildeten Steg 57 ausgebildete Schlitzöffnung 58 und unterfängt eine Schulter 60 des Festteils 50, in welchem Festteil 50 das Steckteil 59 in einem sich in Verlagerungsrichtung t erstreckenden Schlitzausnehmung 80 geführt ist
[00104] Die dem Aufnahmeraum 37 abgewandte Unterseite jedes Steckteils 59 ist mit einer Verzahnung 75 versehen. Die fuß- und köpf seifigen Zahnlinien dieser bevorzugt gerade verlaufenden Verzahnung 75 sind senkrecht zu der Schneidebene E und quer zu Verlagerungsrichtung t des Einführ-Teilschenkels 52 gerichtet.
[00105] Die Verzahnung ist ausgelegt zum formschlüssigen Eingriff in eine entsprechend aus geformte Gegenverzahnung 76, welche an einem gegenüber dem Schlittenteil 51 starren Bauteil des Schneidwerkzeugs 1 ausgebildet ist. In Folge eines so erreichbaren formschlüssigen Eingriffs ist eine eingenommene Verlagerungsposition des Schlittenteils 51 festsetzbar.
[00106] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine solche Gegenverzahnung 76 bevorzugt an einer in der eingeschwenkten Halterungsstellung dem Aufnahmeteil 6 zugewandten Randkante des feststehenden Schneidenteils 4 des Werkzeugkörpers 7 ausgebildet. Entsprechend ist in dieser Ausführungs-
form die Festlegungsstellung des Schlittenteils 51 erst nach einem Einschwenken des Aufnahmeteils 6 in diese Halterungsstellung und somit erst in der Stellung, in welcher ein Schneidvorgang durchgeführt wird, einnehmbar.
[00107] Vor Vollendung des Einschwenkvorgangs ergibt sich bei diesem Ausführungsbeispiel bevorzugt noch keine Positionssicherung des Schlittenteils 51.
[00108] In handhabungsgünstiger Weise ist jedes Schlittenteil 51 in eine Anlagestellung an ein in dem Aufnahmeteil 6 aufzunehmendes Schneidgut 39 belastet. Hierdurch ist insbesondere jeder Einführ-Teilschenkel 52 der Schlittenteile 51 in eine Anlagestellung an das Schneidgut 39 gedrängt.
[00109] Es ergibt sich entsprechend eine Belastung der Schlittenteile 51 in Richtung einer Grundstellung, in welcher das Aufnahmeteil 6 in der Verlagerungsrichtung t des Einführ-Teilschenkels 52 betrachtet ein kleinstmögliches Erstreckungsmaß e" aufweist.
[00110] Diese Grundstellung ist bevorzugt anschlagbegrenzt. Beispielsweise kann dies durch Anschlägen des Steckteils 59 an einer in Verlagerungsrichtung t endseitig der Schlitzausnehmung 80 ausgebildeten Anschlagschulter 77, erreicht sein (vgl. Figur 41).
[00111] Die vorbeschriebene Belastung der Schlittenteile 51 in Richtung der Grundstellung ist bevorzugt erreicht durch die Anordnung einer Feder 78, insbesondere einer Zugfeder. Ein Ende der Feder 78 greift hierzu an dem zugeordneten Schlittenteil 51 an. Das andere Federende ist verankert an einem Teilabschnitt des gegenüber dem Schlittenteil 51 starren Festteils 50 des Aufnahmeteils 6. Somit ist die Federbelastung auf jedes Schlittenteil 51 in jeder Schwenkstellung des Aufnahmeteils 6 gegeben.
[00112] Ein zu schneidendes Schneidgut 39 wird in der ausgeschwenkten Aufnahmestellung in den Aufnahmeraum 37 des Aufnahmeteils 6 eingesetzt, dies in Abhängigkeit von der Querschnittserstreckung des Schneidguts 39 gegebenenfalls unter Schiebeverlagerung der Einführ-Teilschenkel 52 der Schlittenteile 51 aus der Grundstellung heraus entgegen der Rückstellkraft der Federn 78.
[00113] Die Figuren 39, 40 und 41 zeigen die Aufnahme eines Schneidguts 39 mit unterschiedlichen Querschnittsabmessungen (Durchmessern) und die sich dabei einstellenden Einführ-Teilschenkel-Positionen. Entsprechend der oben beschriebenen Ausführungsform ergeben sich Abstandsmaße e (für den größtmöglichen Abstand gemäß der Darstellung in Figur 40), e' (für einen beispielhaften mittleren Abstand gemäß der Darstellung in Figur 39) und e" (für den kleinstmöglichen Abstand gemäß der Darstellung in Figur 41) zwischen dem Anlageflächen-Teilabschnitt 54 des Einführ-Teilschenkels 52 und der Anlagefläche des hierzu starren zweiten Einführschenkels 43.
[00114] Bevorzugt ist die Verlagerung jedes Schlittenteils 51 auch in Richtung auf die größte Beabstandung zu dem zweiten Einführschenkel 43 anschlagbegrenzt, beispielsweise, wie auch in Figur 40 dargestellt, durch eine der Anschlagschulter 77 in Verlagerungsrichtung t gegenüberliegend im Bereich der Schlitzausnehmung 80 ausgebildete Anschlagschulter 79.
[00115] Das zufolge Federkraft zwischen dem Einführ-Teilschenkel 52 und dem zweiten Einführschenkel 43 klemmgehalterte und sich dabei auf dem Anlageschenkel 42 abstützende Schneidgut 39 wird mittels des Aufnahmeteils 6 in die Halterungs Stellung eingeschwenkt, wobei mit Erreichen der Halterungs Stellung selbsttätig eine Formschlusssicherung der Verlagerungsstellung der Einführ- Teilschenkel 52, zufolge des formschlüssigen Eingriffs der aufnahmeteilseitigen Verzahnung 75 in die Gegenverzahnung 76 des Werkzeugkörpers 7, erreicht
wird. Die bei einem Schneidvorgang über das Messer 16 auf die Einführ- Teilschenkel 52 einwirkenden Kräfte werden über den Formschluss zwischen
Verzahnung 75 und Gegenverzahnung 76 in den Werkzeugkörper 7 abgeleitet.
[00116] Aufbauend auf das vorbeschriebene vierte Ausführungsbeispiel zeigen die Figuren 42 bis 52 eine Ausgestaltung, bei welcher das Aufnahmeteil 6 bei im Wesentlichen gleichem Aufbau an dem freien Ende 33 des zugeordneten Schneidenteils 4 nicht schwenkbar angelenkt ist, sondern vielmehr linear schiebeverlagerbar angeordnet ist.
[00117] Es ergibt sich dabei beispielsweise, wie auch bevorzugt, eine Verlagerungsrichtung s des Aufnahmeteils 6 insgesamt in Richtung einer Längs- erstreckung L des Schneidenteils 4. Weiter kann, wie ebenfalls bevorzugt, diese Verlagerungsrichtung s gleichgerichtet sein zu der Verlagerungsrichtung t des Schlittenteils 51 relativ zu dem Festteil 50.
[00118] Hierzu können beispielsweise, wie dargestellt, seitlich an dem Schneidenteil 4 vorgesehene, rippenartige Linearführungen 81 in an dem Festteil 50 in entsprechend ausgebildete Längsnuten 82 greifen (vergl. Figuren 51 und 52), wobei in beide Verlagerungsrichtungen s bevorzugt eine Anschlagbegrenzung der Schiebeverlagerbarkeit vorgesehen ist.
[00119] So kann das Aufnahmeteil 6 zur Bestückung mit einem Schneidgut 39 durch Schiebeverlagerung in eine Vorstandslage gemäß Figur 42 entsprechend in die Aufnahmestellung, verbracht sein. Zur Durchführung des Schneidvorganges wird auch das Schneidgut 39 zusammen mit dem Aufnahmeteil 6 zurückgeschoben in die (anschlagbegrenzte) Halterungsstellung gemäß Figur 43. Über die Schlittenteile 51 ist entsprechend dem vierten Ausführungs beispiel auch in der fünften Ausführungsform eine Anpassung der Aufnahmeteil-
Öffnungsfläche an die Querschnitsfläche beziehungsweise den Durchmesser des Schneidguts 39 ermöglicht.
[00120] Die zufolge Federbeaufschlagung (zum Beispiel über eine Zugfeder 86 gemäß Figur 42) eingenommene Halterungsstellung der aufnahmeteilseitigen Schlitenteile 51 ist auch in dieser Ausführungsform vergleichbar mit der des vorbeschriebenen Ausführungsbeispiels rastgesichert. Dabei wirken die unterseitig der Steckteile 59 vorgesehenen Verzahnungen 75 mit einer Gegen Verzahnung 76 des Schneidenteils 4 rastend zusammen, wobei die Rastung bereits in der Aufnahmestellung erreicht sein kann, alternativ aber auch, wie dargestellt erst im Zuge der Schieberückverlagerung des Aufnahmeteil 6 in Richtung auf die Halterungsstellung erreicht werden kann.
[00121] Hierzu ist, mit Bezug auf eine Seitenansicht beispielsweise gemäß Figur 51, gegenüber der vorbeschriebenen Version die Gegenverzahnung 76, wie auch die dem Aufnahmeraum 37 zugewandte Randkante des Schneidenteils 4 ausgehend von der Schulter 74 des Werkzeugkörpers 7 geradlinig verlaufend ausgebildet, dabei im Wesentlichen ausgerichtet in Verlagerungsrichtung s des Aufnahmeteils 6.
[00122] Im Zuge der Schiebeverlagerung des Aufnahmeteils 6 in Richtung auf die Halterungsstellung kann sich ein ratschenartiges Überlaufen von Verzahnung 75 und Gegenverzahnung 76 ergeben. Dies kann durch eine entsprechende Winkelstellung der zusammenwirkenden Zähne in der Schiebe-Rückver- lagerungsrichtung erreicht sein, während in der entgegengesetzten Richtung, also in Richtung auf die gegenüber dem Aufnahmeraum 37 vorverlagerte Aufnahmestellung durch die gewählte Zahnflankenausrichtung ein solches ratschenartiges Überlaufen unterbunden sein kann.
[00123] Das ratschenartige Überlaufen in der einen Schieberichtung ist zudem erreicht durch eine Ausweich-Verlagerbarkeit eines der Verzahnungskomponenten.
[00124] Zufolge des in Richtung auf die Aufnahmestellung nicht überlaufbaren Verzahnungseingriffs ist die Schlittenstellung auch im Zuge des Schneidvorgangs gesichert.
[00125] Die Verzahnung 75 kann gemäß dem vierten Ausführungs beispiel an einem in dem jeweiligen Schlittenteil 51 gehalterten Steckteil 59 ausgebildet sein. Dieses Steckteil 59 ist in dem Steg 57 des zugeordneten Schlittenteils 51 in einer Richtung senkrecht zur Verlagerungsrichtung s versetzbar auf genommen. In Richtung auf die Formschlussstellung mit der Gegenverzahnung 76 ist das Steckteil 59 federnd belastet. Hierzu kann eine Feder 83, beispielsweise in Art einer Blattfeder, vorgesehen sein, die sich an der dem Steckteil 59 zugeordneten Unterseite des Anlage-Teilschenkels 53 des Schlittenteils 51 abstützt und auf das Steckteil 59 einwirkt (vergl. Figuren 45 bis 47).
[00126] Um das Aufnahmeteil 6 beziehungsweise jedes Schlittenteil 51 zurück in ihre vorgelagerte Ausgangsstellung verbringen zu können, ist eine Aufhebung der Formschlusseingriffs von Verzahnung 75 und Gegenverzahnung 76 nötig. Zum Zwecke dieser durch den Benutzer herbeizuführenden Aufhebung kann eine Handhabe 84 vorgesehen sein, welche in dem Feststeil 50 des Aufnahmeteils 6 im Wesentlichen senkrecht zu der Verlagerungsrichtung s bewegbar gehaltert ist. Die Handhabe 84 kann zwei Handhabungsschenkel 85 aufweisen, über deren freien Ende zur Anhebung der Steckteile 59 entgegen der Rückstellkraft der Federn 83 auf die Steckteile 59 eingewirkt werden kann. Zufolge einer solchen Einwirkung ist eine Aufhebung des Formschlusseingriffs erreichbar (vergleiche Figuren 48 bis 50).
[00127] Darüber hinaus kann das Aufnahmeteil 6 der vierten oder fünften Ausführungsform auch fest an dem Schneidenteil 6 gehaltert sein, so dass sich diesbezüglich keine Relativbeweglichkeit des Aufnahmeteils 6, insbesondere des Festteils 50, gegenüber dem Schneidenteil 6 ergibt. Ein Schneidgut 39 kann in diesem Fall beispielsweise seitlich in den Aufnahmeraum eingeschoben werden. Eine Anpassung der Aufnahmeteil-Öffnungsfläche kann durch Schiebeverlagerung der Schlittenteile 51 erreicht werden, deren eingenommene Anlagestellung an dem Schneidgut 39, wie vorbeschrieben, rastgesichert ist durch Zusammenwirkung der aufnahmeteilseitigen Verzahnungen 75 mit den schneidenteilseitigen Gegenverzahnungen 76. Die Aufhebung des Verzahnungseingriffs zur Rückstellung der Schlittenteile 51 kann entsprechend der fünften Ausführungsform (ausfederbare Gegenverzahnung mit Handhabe) manuell erfolgen.
[00128] Die vorstehenden Ausführungen dienen der Erläuterung der von der Anmeldung insgesamt erfassten Erfindungen, die den Stand der Technik zumindest durch die folgenden Merkmalskombinationen jeweils auch eigenständig weiterbilden, wobei zwei, mehrere oder alle dieser Merkmalskombinationen auch kombiniert sein können, nämlich:
[00129] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass an dem freien Ende 33 eines der Schneidenteile 4 ein winkelförmiges Aufnahmeteil 6 angelenkt ist, das zwischen einer ausgeschwenkten Aufnahmestellung und einer eingeschwenkten Halterungsstellung zur Halterung eines Schneidguts 39 bei einem Schneidvorgang verschwenkbar ist.
[00130] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass an einem freien Ende 33 eines der Schneidenteile 4, 5 ein Aufnahmeteil 6 angebracht ist und dass das Aufnahmeteil 6 zur Veränderung eines Aufnahmeraumes 37, der
durch das Aufnahmeteil 6 selbst oder in Zusammenwirkung des Aufnahmeteils 6 mit einem der Schneidenteile 4, 5 begrenzt ist, rastverstellbar ist.
[00131] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass an dem freien Ende 33 eines der Schneidenteile 4 ein winkelförmiges Aufnahmeteil 6 angebracht ist, das zwischen einer vorgeschobenen Aufnahmestellung und einer zurückgeschobenen Halterungs Stellung zur Halterung eines Schneidguts 39 bei einem Schneidvorgang verschiebbar ist.
[00132] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Schneidwerkzeug 1 handbetätigbar ist und ein erstes sowie ein zweites Griffteil 2, 3 aufweist.
[00133] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass ein erstes Schneidenteil 4 als feststehendes Schneidenteil 4 ausgebildet ist und das Gelenk 10 an dem ersten Schneidenteil 4 angeordnet ist.
[00134] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass beide Griffteile 2, 3 an dem feststehenden Schneidenteil 4 angebracht sind und das zweite Schneidenteil 5 über einen Ratschentrieb 8 verschwenkbar ist.
[00135] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Aufnahmeteil 6 an dem freien Ende 33 des feststehenden Schneidenteils 4 angelenkt ist.
[00136] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das erste
Schneidenteil 4 einen ersten Einfahrschlitz 31 aufweist, in den das zweite Schneidenteil 5 bei einem Schneidvorgang einfährt.
[00137] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Aufnahmeteil 6 einen zweiten Einfahrschlitz 40 aufweist, in den das zweite Schneidenteil 5 bei einem Schneidvorgang einfährt.
[00138] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Aufnahmeteil 6 senkrecht zu der Schneidebene E betrachtet eine U-förmige Gestaltung aufweist.
[00139] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Aufnahmeteil 6 eine Öffnungsfläche der U-förmigen Aufnahmeteil-Gestaltung begrenzende Aufnahmekontur 49 aufweist, die unabhängig von der Schwenkstellung von einer äußersten Randkante des ersten Schneidenteils 4 nicht durchsetzt ist.
[00140] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Aufnahmeteil 6 einen Einführschenkel 41 und einen etwa rechtwinklig hierzu sich erstreckenden Anlageschenkel 42 aufweist.
[00141] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der Einführschenkel 41 in der Halterungsstellung des Aufnahmeteils 6 das Schneidmaul M vor Beginn eines Schneid Vorgangs im Wesentlichen verschließt.
[00142] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Aufnahmeteil 6 zwei Einführschenkel, einen ersten und einen zweiten Einführschenkel 41, 43, aufweist, die zusammen mit dem Anlageschenkel 42 die U-förmige Gestaltung des Aufnahmeteils 6 erbringen.
[00143] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der erste Einführschenkel 41 zur Änderung der Größe der Aufnahmeteil-Öffnungsfläche versetzbar.
[00144] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der erste Einführschenkel 41 entlang des Anlageschenkels 42 versetzbar ist.
[00145] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der erste Einführschenkel 41 in unterschiedlichen Versetzungsstellungen rastgehaltert ist.
[00146] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Ver- rastung zwischen dem ersten Einführschenkel 41 und dem relativ hierzu feststehenden Anlageschenkel 42 erreichbar ist und dass diese Verrastung sowohl in der Aufnahmestellung als auch in der Halterungsstellung gegeben ist.
[00147] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Verrastung zwischen dem ersten Einführschenkel 41 und dem relativ hierzu feststehenden Schneidenteil 4 erreichbar ist und dass diese Verrastung nur in der Halterungs Stellung gegeben ist.
[00148] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das feststehende Schneidenteil 4 eine Gegenverzahnung 76 aufweist, zur rastenden Zusammenwirkung mit einer Verzahnung 75 des ersten Einführschenkels 41.
[00149] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Verzahnung 75 an einem Steckteil 59, zur linear verlagerbaren Halterung des ersten Einführschenkels 41 an dem Anlageschenkel 42, ausgebildet ist.
[00150] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der erste Einführschenkel 41 über eine Feder 78 in eine Grundstellung belastet ist, in der das Aufnahmeteil 6 ein in einer Verlagerungsrichtung t des ersten Einführschenkels 41 betrachtetes kleinstes Erstreckungsmaß e" der U-förmigen Gestaltung aufweist.
[00151] Ein Schneidwerkzeug, das dadurch gekennzeichnet ist, dass in der Halterungsstellung eine auf das Schneidgut 39 einwirkende Kraft des zweiten Schneidenteils 5 das Aufnahmeteil 6 in die eingeschwenkte beziehungsweise in die zurückgeschobene Stellung belastet.
[00152] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich, aber auch in Kombination untereinander) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/ beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen. Die Unter ansprüche charakterisieren, auch ohne die Merkmale eines in Bezug genommenen Anspruchs, mit ihren Merkmalen eigenständige erfinderische Weiterbildungen des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen. Die in jedem Anspruch angegebene Erfindung kann zusätzlich ein oder mehrere der in der vorstehenden Beschreibung, insbesondere mit Bezugsziffern versehene und/ oder in der Bezugsziffernliste angegebene Merkmale aufweisen. Die Erfindung betrifft auch Gestaltungsformen, bei denen einzelne der in der vorstehenden Beschreibung genannten Merkmale nicht verwirklicht sind, insbesondere soweit sie erkennbar für den jeweiligen Verwendungszweck entbehrlich sind oder durch andere technisch gleichwirkende Mittel ersetzt werden kön- nen.
Liste der Bezugszeichen
1 Schneidwerkzeug 29 Verriegelungshebel
2 erstes Griffteil 30 Verriegelungs kante
3 zweites Griffteil 31 erster Einfahrschlitz
4 erstes Schneidenteil 32 freies Ende
5 zweites Schneidenteil 33 freies Ende
6 Aufnahmeteil 34 U-Schenkel
7 W erkzeugkörper 35 U-Schenkel
8 Ratschentrieb 36 U-Steg
9 Schwenkzapfen 37 Aufnahmeraum
10 Gelenk 38 Aufnahmeöffnung
11 Griffhülle 39 Schneidgut
12 Schneidaufnahmeöffnung 40 zweiter Einfahrschlitz
13 Schenkel 41 erster Einführschenkel
14 Teil 42 Anlageschenkel
15 Kappe 43 zweiter Einführschenkel
16 Messer 44 Anlagefläche
17 Messerkante 45 Anlagefläche
18 Ratschenabschnitt 46 Anlagefläche
19 Verzahnung 47 freies Ende
20 Führungszapfen 48 freies Ende
21 Führungsnut 49 Aufnahmekontur
22 Vorschubhebel 50 Festteil
23 V orschubfinger 51 Schlittenteil
24 Sperrhebel 52 Einführ-Teilschenkel
25 Sperrfinger 53 Anlage-Teilschenkel
26 Schenkelfeder 54 Anlageflächen-Teilabschnitt
27 Rückstellfeder 55 Anlageflächen-Teilabschnitt
28 Handhabe 56 Ausschnitt
Steg 86 Zugfeder
Schlitzöffnung
Steckteil a Länge
Schulter b Länge
V erbindungsbügel c Länge
U-Schenkel d Länge
U-Steg e Abstandsmaß
Steg e' Abstandsmaß
Stift e" Abstandsmaß
Rastaufnahme r Schwenkrichtung
Rastabschnitt s Verlagerungsrichtung
Fläche t Verlagerungsrichtung
Gegenfläche u Schwenkachse
Anschlagschulter x Schwenkachse
Fläche y Schwenkachse
Aufnahme-Begrenzungsfläche z Schwenkachse
Randfläche
Schulter E Schneidebene
Verzahnung M Schneidmaul
Gegenverzahnung O Öffnungsebene
Anschlagschulter P Kraft
Feder RI Radius
Anschlagschulter R2 Radius
Schlitzausnehmung 51 Schnittpunkt
Linearführung 52 Schnittpunkt
Längsnut
Feder a Winkel
Handhabe ß Winkel
Handhabungsschenkel
Claims
1. Schneidwerkzeug (1) mit zwei Schneidenteilen (4, 5), einem ersten Schneidenteil (4) und einem zweiten Schneidenteil (5), wobei die Schneidenteile (4, 5) in einem Gelenk (10) zur jeweiligen Bewegung entlang einer Schneideebene (E) miteinander verbunden sind, wobei weiter die Schneidenteile (4, 5) in einem geöffneten Zustand der Schneidenteile (4, 5) ein Schneidmaul (M) begrenzen, und jeweils freie, dem Gelenk (10) abgewandte Enden (32, 33) und dem Gelenk (10) zugewandte Ende aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass an dem freien Ende (33) eines der Schneidenteile (4) ein winkelförmiges Aufnahmeteil (6) angelenkt ist, das zwischen einer ausgeschwenkten Aufnahmestellung und einer eingeschwenkten Halterungsstellung zur Halterung eines Schneidguts (39) bei einem Schneidvorgang verschwenkbar ist.
2. Schneidwerkzeug nach den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs 1 oder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an einem freien Ende (33) eines der Schneidenteile (4, 5) ein Aufnahmeteil (6) angebracht ist und dass das Aufnahmeteil (6) zur Veränderung eines Aufnahmeraumes (37), der durch das Aufnahmeteil (6) selbst oder in Zusammenwirkung des Aufnahmeteils (6) mit einem der Schneidenteile (4, 5) begrenzt ist, rastverstellbar ist.
3. Schneidwerkzeug nach den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs 1 oder nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem freien Ende (33) eines der Schneidenteile (4) ein winkelförmiges Aufnahmeteil (6) angebracht ist, das zwischen einer vorgeschobenen Aufnahmestellung und einer zurückgeschobenen Halterungs Stellung zur Halterung eines Schneidguts (39) bei einem Schneidvorgang verschiebbar ist.
4. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerkzeug (1) handbetätigbar ist und ein erstes sowie ein zweites Griffteil (2 , 3) aufweist.
5. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Schneidenteil (4) als feststehendes Schneidenteil (4) ausgebildet ist und das Gelenk (10) an dem ersten Schneidenteil (4) angeordnet ist.
6. Schneidwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass beide Griffteile (2, 3) an dem feststehenden Schneidenteil (4) angebracht sind und das zweite Schneidenteil (5) über einen Ratschentrieb (8) verschwenk- bar ist.
7. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil (6) an dem freien Ende (33) des feststehenden Schneidenteils (4) angelenkt ist.
8. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Schneidenteil (4) einen ersten Einfahrschlitz (31) aufweist, in den das zweite Schneidenteil (5) bei einem Schneidvorgang einfährt.
9. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil (6) einen zweiten Einfahrschlitz (40) aufweist, in den das zweite Schneidenteil (5) bei einem Schneidvorgang einfährt.
10. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil (6) senkrecht zu der Schneidebene (E) betrachtet eine U-förmige Gestaltung aufweist.
11. Schneidwerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil (6) eine Aufnahmekontur (49) aufweist, die eine Öffnungsfläche der U-förmigen Gestaltung begrenzt, wobei Aufnahmekontur (49) unabhängig von der Schwenkstellung von einer äußersten Randkante des ersten Schneidenteils (4) nicht durchsetzt ist.
12. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil (6) einen Einführschenkel (41) und einen etwa rechtwinklig hierzu sich erstreckenden Anlageschenkel (42) aufweist.
13. Schneidwerkzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Einführschenkel (41) in der Halterungsstellung des Aufnahmeteils (6) das Schneidmaul (M) vor Beginn eines Schneidvorgangs im Wesentlichen verschließt.
14. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil (6) zwei Einführschenkel, einen ersten und einen zweiten Einführschenkel (41, 43), aufweist, die zusammen mit dem Anlageschenkel (42) die U-förmige Gestaltung des Aufnahmeteils (6) erbringen.
15. Schneidwerkzeug nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil einen Einführschenkel (41) und einen rechtwinkelig hierzu sich erstreckenden Anlageschenkel (42) aufweist.
16. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Einführschenkel (41) in der Halterungsstellungsstellung des Aufnahmeteils (6) das Schneidmaul (M) vor Beginn eines Schneid Vorgangs im Wesentlichen verschließt.
17. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Einführschenkel (41) zur Änderung der Größe der Aufnahmeteil-Öffnungsfläche versetzbar ist.
18. Schneidwerkzeug nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Einführschenkel (41) entlang des Anlageschenkels (42) versetzbar ist.
19. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüchel7 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Einführschenkel (41) in unterschiedlichen Versetzungsstellungen rastgehaltert ist.
20. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verrastung zwischen dem ersten Einführschenkel (41) und dem relativ hierzu feststehenden Anlageschenkel (42) erreichbar ist und dass diese Verrastung sowohl in der Aufnahmestellung als auch in der Halterungsstellung gegeben ist.
21. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verrastung zwischen dem ersten Einführschenkel (41)
und dem relativ hierzu feststehenden Schneidenteil (4) erreichbar ist und dass diese Verrastung nur in der Halterungsstellung gegeben ist.
22. Schneidwerkzeug nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass das feststehende Schneidenteil (4) eine Gegenverzahnung (76) aufweist, zur rastenden Zusammenwirkung mit einer Verzahnung (75) des ersten Einführschenkels (41).
23. Schneidwerkzeug nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung (75) an einem Steckteil (59), zur linear ver lager baren Halterung des ersten Einführschenkels (41) an dem Anlageschenkel (42), ausgebildet ist.
24. Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 13 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Einführschenkel (41) über eine Feder (78) in eine Grundstellung belastet ist, in der das Aufnahmeteil (6) ein in einer Verlagerungsrichtung (t) des ersten Einführschenkels (41) betrachtetes kleinstes Erstreckungsmaß (e") der U-förmigen Gestaltung aufweist.
25. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Halterungs Stellung eine auf das Schneidgut (39) einwirkende Kraft des zweiten Schneidenteils (5) das Aufnahmeteil (6) in die eingeschwenkte beziehungsweise in die zurückgeschobene Stellung belastet.
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