Beschreibung
Verfahren zum Erhalten einer Information über einen Kraftfahrzeugstatus eines Kraftfahrzeugs während eines Produktionsprozesses des Kraftfahrzeugs, sowie
Überwachungssystem
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erhalten einer Information über einen Kraftfahrzeugstatus eines Kraftfahrzeugs während eines Produktionsprozesses des Kraftfahrzeugs mittels eines Überwachungssystems. Ferner betrifft die Erfindung ein Computerprogrammprodukt sowie ein Überwachungssystem.
Es ist bereits bekannt, dass während eines Produktionsprozesses eines Kraftfahrzeugs ein sogenannter Kraftfahrzeugrohling erstellt wird, welcher beispielsweise aus dem Chassis mit entsprechenden Rädern ausgebildet ist. Im Anschluss daran können dann wiederum entsprechende Armaturenbretter und weitere Bauteile eingebaut werden. Im Anschluss daran wiederum wird nach individuellem Kundenwunsch das zu produzierende Kraftfahrzeug auf dem Produktionsband weiter ausgestattet.
Aktuell werden, insbesondere nachdem der Kraftfahrzeugrohling bereitgestellt wird, die Kraftfahrzeugrohlinge manuell überwacht. Insbesondere werden die Kraftfahrzeugrohlinge dabei von Menschenhand bewegt und entsprechend überwacht, was zu Unzulänglichkeiten führen kann, da hierbei menschliche Fehler auftreten können und insbesondere entsprechende Informationen zum aktuellen Kraftfahrzeugstatus verlorengehen können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren, ein Computerprogrammprodukt sowie ein Überwachungssystem zu schaffen, mittels welchen der Kraftfahrzeugstatus während eines Produktionsprozesses des Kraftfahrzeugs besser überwacht werden kann.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren, ein Computerprogrammprodukt sowie ein Überwachungssystem gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erhalten einer Information über einen Kraftfahrzeugstatus eines Kraftfahrzeugs während eines Produktionsprozesses des Kraftfahrzeugs mittels eines Überwachungssystems. Es erfolgt das Bereitstellen eines
Kraftfahrzeugrohlings während des Produktionsprozesses, wobei der Kraftfahrzeugrohling zumindest eine, insbesondere gesetzlich vorgeschriebene, Notrufsteuereinrichtung aufweist. Die Information über den Kraftfahrzeugstatuts wird mittels der Notrufsteuereinrichtung kraftfahrzeugintern erzeugt. Es erfolgt das Übertragen der Information mittels der Notrufsteuereinrichtung an das Überwachungssystem.
Insbesondere nutzt somit die Erfindung die Notrufsteuereinrichtung, welche gesetzlich vorgeschrieben sein kann. Die Notrufsteuereinrichtung kann beispielsweise nach dem Ausliefern des Kraftfahrzeugs für einen Nutzer als sogenannter E-Notruf bereitgestellt werden. Insbesondere die Notrufsteuereinrichtung weist bereits eine Kommunikationseinrichtung zum Absetzen des Notrufs sowie eine Lokalisierungseinrichtung, beispielsweise auf Basis von GNSS, einem globalen Positionierungssystem (= „Global Navigation Sattelite System“: GPS (Global Positioning System / Amerika), BeiDuo (China), Glonass (Russland) und Galileo (Europa)) auf und kann daher auch während des Produktionsprozesses bereits eingesetzt werden, um eine entsprechende Information im Kraftfahrzeug während des Produktionsprozesses an das Überwachungssystem zu senden. Somit entfällt ein manuelles Überwachen des Kraftfahrzeugstatus während des Produktionsprozesses. Damit kann vollumfänglich der Kraftfahrzeugstatus während des Produktionsprozesses überwacht werden, wodurch menschliche Fehler entfallen.
Insbesondere wird somit ein bereits im Kraftfahrzeug verbautes Bauteil genutzt, um während des Produktionsprozesses den Kraftfahrzeugstatus des Kraftfahrzeugs abrufen und senden zu können. Somit entfallen teure zusätzliche Systeme, um den Produktionsprozess dennoch zuverlässig überwachen zu können.
Insbesondere wird somit das Notrufsteuergerät, welches auch als E-Call-Steuergerät ausgebildet sein kann, bereits während des Produktionsprozesses eingeschaltet und kann das Monitoring beziehungsweise das Tracking des Kraftfahrzeugs in der Produktionsphase durchführen und somit um ein Vielfaches erleichtern. Beispielsweise können entsprechende Sensoren oder Erfassungseinrichtungen im Kraftfahrzeug automatisch einen entsprechenden Kraftfahrzeugstatus in unterschiedlichen Situationen werksweit übermitteln und dieses individuell beispielsweise über gesetzte Trigger automatisch an das Überwachungssystem übermitteln. Es entfallen somit vordefinierte Abstellflächen mit einer entsprechenden aufwendigen und anfälligen Infrastruktur.
Die Notrufsteuereinrichtung ist beispielsweise in Europa gesetzlich vorgeschrieben. Jedoch kann auch die Notrufsteuereinrichtung verwendet werden, sollte diese nicht gesetzlich
vorgeschrieben sein, aber dennoch im Kraftfahrzeug verbaut werden, beispielsweise als Sonderausstattung oder als Serienausstattung.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform wird als die Information zumindest eine Positionsinformation des Kraftfahrzeugs während des Produktionsprozesses an das Überwachungssystem übertragen. Insbesondere kann beispielsweise dies über das sogenannte GNSS realisiert werden. Sollte jedoch das Kraftfahrzeug auch in Gebieten unterwegs sein, wo es beispielsweise keine GNSS-Position übermitteln kann, so können auch alternative Möglichkeiten in diesen Situationen, beispielsweise eine mobilfunkbasierte Ortung, realisiert werden. Ferner kann auch das Verfahren derart bereitgestellt werden, dass auf bestimmte Positionen ein vordefinierter sogenannter Geofence ausgebildet ist und das Kraftfahrzeug beziehungsweise die Notrufsteuereinrichtung darauf reagieren kann. Sollte es beispielsweise in manchen Regionen nicht erlaubt beziehungsweise gewünscht sein, entsprechende Informationen zu versenden, so kann auch die Möglichkeit über die Einspeisung von sogenannten white-gelisteten Mobile Country Codes per Zieldatencontainer Gebiete vorab erlaubt werden und das Versenden des Reports in den restriktiven Gebieten unterbunden werden.
Weiterhin vorteilhaft ist, wenn der Kraftfahrzeugrohling zumindest als bewegbarer Kraftfahrzeugrohling bereitgestellt wird. Insbesondere kann der Kraftfahrzeugrohling zumindest die Karosserie sowie entsprechende Räder aufweisen, um bewegt zu werden. Im Anschluss daran ist auf dem Produktionsprozess beispielsweise vorgesehen, dass das Armaturenbrett mit der entsprechenden Notrufsteuereinrichtung verbaut wird. Ab diesem Zeitpunkt kann zuverlässig der Produktionsprozess auf Basis der verbauten Notrufsteuereinrichtung überwacht werden. Im Anschluss daran können dann weitere Produktionsschritte, insbesondere das Herstellen des Kraftfahrzeugs mit den individuellen Kundenwünschen, realisiert werden. Somit kann bereits frühzeitig und aufwandsreduziert der Produktionsprozess überwacht werden.
Ebenfalls vorteilhaft ist, wenn eine Vielzahl von Fahrzeugzuständen während des Produktionsprozesses kraftfahrzeugintern erfasst wird und die Vielzahl von Fahrzeugzuständen als der Kraftfahrzeugstatus an das Überwachungssystem übertragen wird. Insbesondere kann mit entsprechenden Sensoren oder Erfassungseinrichtungen innerhalb des Kraftfahrzeugs die Vielzahl von Fahrzeugzuständen, beispielsweise welche Bauteile bisher verbaut wurden, erfasst werden und dies kann dann wiederum an die Notrufsteuereinrichtung übertragen werden und als Information beziehungsweise als Kraftfahrzeugstatus an das Überwachungssystem übertragen werden. Somit kann bereits
während des Produktionsprozesses zuverlässig der Kraftfahrzeugstatus in unterschiedlichen Bausequenzen beziehungsweise Baufortschritten des Kraftfahrzeugs überwacht werden.
Ferner hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn in Abhängigkeit von einem Produktionsschritt während des Produktionsprozesses mehrfach eine Information an das Überwachungssystem übertragen wird. Insbesondere kann beispielsweise nach vorgegebenen Produktionsschritten, beispielsweise nachdem ein vorgegebenes Kraftfahrzeugbauteil im Kraftfahrzeug verbaut wird, eine entsprechende Information erzeugt werden und an das Überwachungssystem übertragen werden. Somit kann während des Produktionsprozesses sehr detailliert der Kraftfahrzeugstatus überwacht werden und es kann beispielsweise bei Fehlern bereits frühzeitig in den Produktionsprozess eingegriffen werden, sodass Zeit und Aufwand eingespart werden können.
In einerweiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform wird die Information ereignisbasiert mehrfach an das Überwachungssystem übertragen. Insbesondere können beispielsweise sogenannte Trigger-Bedingungen eingesetzt werden, um das Übertragen der Information an das Überwachungssystem zu initiieren. Diese Trigger können beispielsweise ein Motorstart beziehungsweise ein Motorstopp des Kraftfahrzeugs sein. Ferner können auch distanzbasierte und/oder auch zeitbasierte Trigger eingesetzt werden. Dadurch kann auf Basis von unterschiedlichen Ereignissen der entsprechende Fahrzeugstatus automatisch an das Überwachungssystem übertragen werden.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform wird bei Erreichen eines vorgegebenen Abbruchkriteriums während des Produktionsprozesses und/oder nach dem Produktionsprozess das Erzeugen der Information und/oder das Übertragen der Information abgebrochen. Beispielsweise kann nach dem Produktionsprozess, bevor ein sogenannter Transportprozess beginnt, das entsprechende Abbruchkriterium erfüllt sein und das Erzeugen der Information beziehungsweise Übertragen der Information abgebrochen werden. Insbesondere kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Information nur während des Produktionsprozesses übertragen wird mit einer ersten Signatur, wobei dann wiederum eine weitere Information während des Transportprozesses mit einer zur ersten Signatur unterschiedlichen zweiten Signatur erzeugt wird, wobei dann auch nach dem Produktionsprozess beispielsweise der Transportprozess überwacht werden kann. Insbesondere wird die weitere Information ebenfalls mit der Notrufsteuereinrichtung erzeugt und übertragen.
Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn die Notrufsteuereinrichtung derart bereitgestellt wird, dass die Notrufsteuereinrichtung dazu ausgebildet ist, nach dem Abbruchkriterium einen elektronischen Notruf in Abhängigkeit von einer Nutzereingabe abzusetzen. Beispielsweise kann, wenn das Kraftfahrzeug beim Verkäufer eingegangen ist, ein entsprechendes Protokoll durch den Verkäufer durchgeführt werden, sodass das Kraftfahrzeug auslieferbereit ist. Sollte dann dieses Protokoll beendet werden, so wird nicht mehr die Information erzeugt und an das Überwachungssystem übertragen. Insbesondere ist dann die Notrufsteuereinrichtung ausschließlich dazu ausgebildet, den elektronischen Notruf in Abhängigkeit von einer Nutzereingabe abzusetzen. Beispielsweise kann der elektronische Notruf in Form einer Taste am Dachhimmel bei einer Betätigung durch den Nutzer während eines Unfalls ausgelöst werden. Ferner können auch unterschiedliche Sensoren während des Unfalls automatisch einen elektronischen Notruf im Kraftfahrzeug absetzen. Insbesondere entspricht dabei der elektronische Notruf den gesetzlichen Vorgaben, welche erfüllt werden müssen, damit neuwertige Kraftfahrzeuge auf dem europäischen Markt zugelassen werden können. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass, bevor der elektronische Notruf „scharf geschaltet“ ist, die entsprechende Notrufsteuereinrichtung dazu ausgebildet ist, die Überwachung während des Produktionsprozesses durchzuführen.
Bei dem vorgestellten Verfahren handelt es sich insbesondere um ein computerimplementiertes Verfahren. Daher betrifft ein weiterer Aspekt der Erfindung ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln, welche eine elektronische Recheneinrichtung dazu veranlassen, wenn die Programmcodemittel von der elektronischen Recheneinrichtung abgearbeitet werden, ein Verfahren nach dem vorhergehenden Aspekt durchzuführen. Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft daher auch ein computerlesbares Speichermedium mit dem Computerprogrammprodukt.
Ferner betrifft die Erfindung auch ein Überwachungssystem zum Erhalten einer Information über einen Kraftfahrzeugstatus eines Kraftfahrzeugs während eines Produktionsprozesses des Kraftfahrzeugs, wobei das Überwachungssystem zum Durchführen eines Verfahrens nach dem vorhergehenden Aspekt ausgebildet ist. Insbesondere wird das Verfahren mittels des Überwachungssystems durchgeführt.
Zu der Erfindung gehören auch Weiterbildungen des Überwachungssystems, die Merkmale aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit den Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben worden sind. Aus diesem Grund sind die entsprechenden Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Überwachungssystems hier nicht noch einmal beschrieben.
Die Erfindung umfasst auch die Kombinationen der Merkmale der beschriebenen Ausführungsformen.
Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben. Hierzu zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform eines Kraftfahrzeugrohlings;
Fig. 2 ein schematisches Ablaufdiagramm gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens; und
Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf eine Ausführungsform einer Produktionsstraße für einen Produktionsprozess.
Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispielen stellen die beschriebenen Komponenten jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren sind die beschriebenen Ausführungsbeispiele auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar.
In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.
Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Kraftfahrzeugrohlings 1 während eines Produktionsprozesses 2. Vorliegend ist ein Kraftfahrzeug 11 (Fig. 3) beziehungsweise der Kraftfahrzeugrohling 1 auf einem Produktionsband 3 ausgebildet, was den Produktionsprozess 2 verdeutlichen soll.
Es ist vorliegend ein Überwachungssystem 4 vorgeschlagen, welches insbesondere werksseitig bereitgestellt ist. Der Kraftfahrzeugrohling 1 weist zumindest eine Notrufsteuereinrichtung 5 auf, welche kraftfahrzeugintern verbaut ist. Vorliegend ist insbesondere vorgesehen, dass beispielsweise die Notrufsteuereinrichtung 5 bereits im Kraftfahrzeugrohling 1 verbaut ist, wobei der Kraftfahrzeugrohling 1 zumindest bewegbar ausgebildet ist. Beispielsweise kann der Kraftfahrzeugrohling 1 die Karosserie des Kraftfahrzeugs 11 und bereits die Räder des Kraftfahrzeugs 11 aufweisen. Die
Notrufsteuereinrichtung 5 kann beispielsweise in einem Armaturenbrett des Kraftfahrzeugs 11 beziehungsweise des Kraftfahrzeugrohlings 1 ausgebildet sein. Mit anderen Worten ist der Kraftfahrzeugrohling 1 vorliegend insbesondere zumindest als bewegbarer Kraftfahrzeugrohling 1 bereitgestellt. Die Notrufsteuereinrichtung 5 ist bereits im Kraftfahrzeugrohling 1 verbaut, wobei insbesondere nach dem Verbau der Notrufsteuereinrichtung 5 beispielsweise die weitere Produktion des Kraftfahrzeugs 11 realisiert werden kann, welche individuellen Kundenwünschen folgt. Die Notrufsteuereinrichtung 5 ist insbesondere derart bereitgestellt, dass die Notrufsteuereinrichtung 5 dazu ausgebildet ist, nach einem Abbruchkriterium einen elektronischen Notruf, einen sogenannten eCall, in Abhängigkeit von einer Nutzereingabe eines Nutzers 6 (Fig. 3), welcher insbesondere ein Käufer des Kraftfahrzeugs 11 sein kann, abzusetzen.
Fig. 2 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm gemäß einer Ausführungsform des Verfahrens. Beim Verfahren zum Erhalten einer Information 7 über einen Kraftfahrzeugstatus 8 des Kraftfahrzeugs 11 während des Produktionsprozesses 2 des Kraftfahrzeugs 11 mittels des Überwachungssystems 4 wird zumindest der Kraftfahrzeugrohling 1 bereitgestellt während des Produktionsprozesses 2, wobei der Kraftfahrzeugrohling 1, wie bereits beschrieben, zumindest die gesetzlich vorgeschriebene Notrufsteuereinrichtung 5 aufweist. Dies ist vorliegend durch den ersten Schritt S1 dargestellt. In einem zweiten Schritt S2 während des Produktionsprozesses 2 erfolgt das Erzeugen der Information 7 über den Kraftfahrzeugstatus 8 mittels der Notrufsteuereinrichtung 5 kraftfahrzeugintern. In einem dritten Schritt S3 während des Produktionsprozesses 2 erfolgt das Übertragen der Information 7 mittels der Notrufsteuereinrichtung 5 an das Überwachungssystem 4. Nachfolgend ist insbesondere ein vierter Schritt S4 gezeigt, wobei der vierte Schritt S4 bereits nach dem Produktionsprozess 2 ist. Beispielsweise kann der vierte Schritt S4 einen Transportprozess 9 beschreiben. Mit anderen Worten ist der Kraftfahrzeugrohling 1 nun zum Kraftfahrzeug 11 bereits zu Ende gebaut und wird einem Transportprozess, beispielsweise zu einem Auslieferer 10 (Fig. 3), übergeben. Beispielsweise kann zwischen dem dritten Schritt S3 und dem vierten Schritt S4 ein Abbruchkriterium erreicht werden, beispielsweise das Ende des Produktionsprozesses 2, wobei dann vorgesehen ist, dass das Erzeugen der Information 7 und/oder das Übertragen der Information 7 abgebrochen wird. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass während des Transportprozesses 9 eine weitere Information bezüglich des Transportstatus während des Transportprozesses 9 übertragen wird. Insbesondere erhält dabei die Information eine erste Signatur und die zweite Information eine zur ersten Signatur unterschiedliche zweite Signatur, sodass das Überwachungssystem
4 anhand der Signaturen erkennen kann, in welchem Prozess sich das Kraftfahrzeug 11 befindet.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass beispielsweise als die Information 7 zumindest eine Positionsinformation des Kraftfahrzeugs 11 während des Produktionsprozesses 2 an das Überwachungssystem 4 übertragen wird. Ferner kann auch vorgesehen sein, dass eine Vielzahl von Fahrzeugzuständen während des Produktionsprozesses 2 kraftfahrzeugintern erfasst wird und die Vielzahl von Fahrzeugzuständen als der Kraftfahrzeugstatus 8 an das Überwachungssystem 4 übertragen wird. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass in Abhängigkeit von einem Produktionsfortschritt während des Produktionsprozesses 2 mehrfach eine Information 7 an das Überwachungssystem 4 übertragen wird. Die Information 7 kann dabei ereignisbasiert mehrfach an das Überwachungssystem 4 übertragen werden.
Insbesondere nutzt somit die Erfindung, dass aufgrund der gesetzlichen Pflicht für den sogenannten eCall diese Notrufsteuereinrichtung 5 genutzt werden kann, um auch während des Produktionsprozesses 2 eine Überwachung des Kraftfahrzeugs 11 beziehungsweise des Kraftfahrzeugrohlings 1 durchführen zu können. Sensoren im Kraftfahrzeugrohling 1 erkennen automatisch jeweilige Fahrzeugzustände in allen erdenklichen Situationen werksweit und übermitteln diese durch individuell gesetzte Trigger beziehungsweise ereignisbasiert automatisch an das Überwachungssystem 4. Gesendet können die Daten dann beispielsweise über ein Mobilfunknetz an das Überwachungssystem 4 gerichtet werden, welches diese Daten dann dem Produktions- und Logistikbackend weiterleitet.
Somit ist es nicht mehr nötig, vorher definierte Abstellflächen mit einer entsprechend aufwendigen und anfälligen Infrastruktur auszurüsten.
Das erfindungsgemäße Verfahren bietet somit die Möglichkeit, mit fahrzeuginternen Mitteln während des Produktionsprozesses 2 Daten aus dem Kraftfahrzeug 11 beziehungsweise dem Kraftfahrzeugrohling 1 herauszusenden. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass, während sich das Kraftfahrzeug 11 beziehungsweise der Kraftfahrzeugrohling 1 im Produktionsmodus befindet, eine entsprechende Triggerbedingung ausgelöst wird. Diese Triggerbedingung kann beispielsweise sein Motorstart, wobei dann der Produktionsmodus eingeschaltet sein muss und beispielsweise eine Geschwindigkeit von größer 1 km/h zu verzeichnen ist. Insbesondere bewegt sich somit das Kraftfahrzeug 11 beziehungsweise der Kraftfahrzeugrohling 1 bereits selbstständig. Als nächster Trigger kann beispielsweise ein Motorstopp folgen, was bedeutet, dass das Kraftfahrzeug 11 beziehungsweise der Kraftfahrzeugrohling 1 bewegt wurde. Dies kann beispielsweise dadurch realisiert werden,
dass der Produktionsmodus an ist, jedoch die Fahrbereitschaft, insbesondere der Motorstopp, auf Null gesetzt ist. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass, während das Kraftfahrzeug 11 beziehungsweise der Kraftfahrzeugrohling 1 bewegt wird, in zeitlich oder entfernungsbezogenen Abständen eine sogenannte „Spur“ auf einer entsprechenden Karte hinterlassen wird. In besonderen Situationen wäre es somit möglich, Kraftfahrzeuge 11 beziehungsweise Kraftfahrzeugrohlinge 1 detaillierter zu verfolgen, wenn das Kraftfahrzeug 11 beziehungsweise der Kraftfahrzeugrohling 1 im Produktionsmodus unterwegs ist.
Ist beispielsweise der Kraftfahrzeugrohling 1 beziehungsweise das Kraftfahrzeug 11 in Gebieten unterwegs, wo es keine Navigationsposition, beispielsweise eine GNSS-Position, ermitteln kann, so kann mittels der Notrufsteuereinrichtung 5 eine alternative Möglichkeit zur Positionsübertragung auf einer mobilfunkbasierten Ortung realisiert werden. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass auf die bestimmten Positionen und einen definierten Geofence reagiert werden kann und auch durch diese Logik zusätzlich getriggert werden kann.
Durch die Übermittlung der Signatur ist der Empfänger der Information 7 in der Lage, Rückschlüsse auf fehlende Fahrzeugzustände zu ermitteln.
Ferner kann es vorgesehen sein, dass es in manchen Regionen nicht erlaubt ist beziehungsweise gewünscht ist, die entsprechende Information 7 zu versenden, so kann eine entsprechende Applikation ebenfalls die Möglichkeit bieten, über die Einspeisung von sogenannten whitegelisteten („erlaubten“) Mobile Country Codes per Zieldatencontainer Gebiete vorab zu erlauben und das Versenden von Reports in den restriktiven Gebieten zu unterbinden.
Für den Fall, dass keine Informationen 7 generiert werden sollen, so können der Kraftfahrzeugstatus 8 via SMS („short message Service“) versendet oder nicht versendet werden, wobei durch die Produktion diese Triggerbedingungen aktiviert beziehungsweise deaktiviert werden können. Dieser Fall kann beispielsweise für sogenannte Direktläufer realisiert werden, wobei es sich hierbei um Kraftfahrzeuge 11 beziehungsweise Kraftfahrzeugrohlinge 1 innerhalb der Produktion handelt, wobei die Kraftfahrzeuge 11 beziehungsweise die Kraftfahrzeugrohlinge 1 keine zusätzliche Instandsetzung beziehungsweise Reparatur benötigen.
Insbesondere können beispielsweise als Information 7 die
Kraftfahrzeugidentifikationsnummer (VI N), sowie eine fortlaufende Signatur dieses zu versendenden Reports übertragen werden. Ferner kann der Zustand über den
Produktionsmodus und der Triggergrund mit übertragen werden. Es kann eine Gesamtkilometerlaufleistung sowie eine Batteriespannung sowie der State of Charge (SOC) mit übertragen werden. Ferner können ein Zeitstempel sowie Positionsinformationen, beispielsweise geometrische Breite, Länge, Höhe sowie die Positionsgenauigkeit, mit übertragen werden. Alternativ, sollte beispielsweise keine genaue Position über GNSS übermittelt werden können, so kann auch der Mobilfunkstandort mit übertragen werden. Ferner können auch der Mobile Country Code (MCC), Mobile Network Code (MNC) sowie die Cell ID und das Radio Signal Strength Indication (RSSI) mit übertragen werden.
Diese Trigger beziehen sich auf die Zeit, wenn das Kraftfahrzeug 11 beziehungsweise der Kraftfahrzeugrohling 1 im sogenannten Generatorbetrieb, also Fahrbereit (Fährbetrieb), ist. Das Kraftfahrzeug 11 kann im Produktionsmodus triggern, wenn beispielsweise ein Motorstart beziehungsweise Motorstopp erkannt wurde, sowie in der zeit dazwischen beziehungsweise auch distanzbasiert. Diese definierten Trigger können auch individuell auf das jeweilige Kraftfahrzeug 11 beziehungsweise den Kraftfahrzeugrohling 1 in der Produktion aufgespielt werden.
Fig. 3 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm gemäß einer gesamten Wirkkette zur Auslieferung des Kraftfahrzeugs 11. Vorliegend sind insbesondere der Produktionsprozess 2 sowie der Transportprozess 9 gezeigt. Das Kraftfahrzeug 11 ist nach dem Produktionsprozess 2 fertiggestellt und kann dem Transportprozess 9 zu einem Auslieferer 10 übergeben werden. Im Anschluss daran liefert der Auslieferer 10 wiederum dem Nutzer 6 das fertiggestellte Kraftfahrzeug 11 aus. Hierbei kann bevorzugt vorgesehen sein, dass durch den Auslieferer 10 die zwingende Inbetriebnahme des verpflichtenden eCalls für den Nutzer 6 durchgeführt wird, wobei im Anschluss daran wiederum dies als Abbruchkriterium angesehen werden kann, sodass das Übertragen der Information 7 beziehungsweise Erzeugen der Information 7 ab diesem Zeitpunkt unterdrückt wird. Es kann zusätzlich vorgesehen sein, dass spätestens ab diesem Zeitpunkt auch automatisch, also ohne Eingriff des Auslieferers 10, beispielsweise nach einer entsprechenden Aktivierung des Kraftfahrzeugs 11 durch den Nutzer 6, das Erzeugen der Information 7 und das Übertragen der Information 7 unterdrückt werden. Somit ist ausgeschlossen, dass der Nutzer 6 weiter getrackt beziehungsweise nachverfolgt wird.
Insbesondere bietet somit die Erfindung die Vorteile, dass keine zusätzlichen Kosten in der Wagenfertigstellung zu verzeichnen sind, da die Notrufsteuereinrichtung 5 verpflichtend in das Kraftfahrzeug 11 eingebaut werden muss. Es kann zu einer Kostenreduktion im Auslieferungsprozess innerhalb der Logistikkette führen, da bestehende Tracking-Systeme
nicht weiter betrieben werden müssen. Es kann ferner eine effiziente Fahrzeuglokalisierung, sowohl zeitlich als auch für eine Personenbindung an den Prozess realisiert werden. Ferner kann die komplette Logistikkette digitalisiert werden, was zu einer Verschlankung des Auslieferungsprozesses führt. Das Überwachungssystem 4 ist universell einsetzbar und kann beispielsweise auch als Onlinedienst ausbaufähig gestaltet werden. Ferner ist dies weltweit einsetzbar. Ferner kann auf Basis der Information 7, welche insbesondere Positionsdaten sowie Fahrzeugstatus und weiterer Informationen 7 aufweisen kann, beispielsweise auch eine Berechnung von Import- und Exportzöllen durchgeführt werden, was zu einer Vereinfachung des Auslieferungsprozesses führt. Die Kraftfahrzeuge 11 können ferner weltweit geortet werden, wodurch ein Entfall von manuell automatischen Scanvorgängen zu verzeichnen ist. Ferner führt die Lokalisierung der Kraftfahrzeuge 11 zu einer Reduzierung von Fahrzeugdiebstählen. Des Weiteren kann eine Überwachung des Fahrzeugzustandes, beispielsweise einer Spannung der entsprechenden Batterie im Kraftfahrzeug 11, realisiert werden, was zu einer Wahrung von Qualitätsanforderungen führt. Ferner ist die Wiederauffindbarkeit von verloren gegangenen Kraftfahrzeugen 11 verbessert. Des Weiteren können auch Maßnahmen zur vorzeitigen Reduzierung von Nacharbeiten mit in den Produktionsprozess 2 eingeplant werden.
Fig. 2 zeigt ferner ein schematisches Ablaufdiagramm gemäß einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens. Beim Verfahren zum Erhalten einer Information 7 über einen Kraftfahrzeugstatus 8 des Kraftfahrzeugs 11 während des Transportprozesses 9 des Kraftfahrzeugs 11 mittels des Überwachungssystems 5 wird zumindest das Kraftfahrzeug 11 bereitgestellt, wobei das Kraftfahrzeug 11, wie bereits beschrieben, zumindest die gesetzlich vorgeschriebene Notrufsteuereinrichtung 5 aufweist. Während des Transportprozesses 9 erfolgt das Erzeugen der Information 7 über den Kraftfahrzeugstatus 8 mittels der Notrufsteuereinrichtung 5 kraftfahrzeugintern. Während des Transportprozesses 9 erfolgt das Übertragen der Information 7 mittels der Notrufsteuereinrichtung 5 an das Überwachungssystem 4. Beispielsweise kann danach ein Übergabeprozess an einen Auslieferer 10 für das Kraftfahrzeug 11 an den Nutzer 6 durchgeführt werden. Es kann beispielsweise die Auslieferung des Kraftfahrzeugs 11 an den Nutzer 6 erfolgen. Es kann ferner Abbruchkriterium erreicht werden, beispielsweise das Ende des Transportprozesses 9, wobei dann vorgesehen ist, dass das Erzeugen der Information 7 und/oder das Übertragen der Information 7 abgebrochen wird. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass während des Produktionsprozesses 2 eine weitere Information bezüglich des Produktionsstatus während des Produktionsprozesses 2 übertragen wird. Insbesondere erhält dabei die Information 7 eine erste Signatur und die zweite beziehungsweise weitere Information eine zur ersten Signatur unterschiedliche zweite Signatur, sodass das
Überwachungssystem 4 anhand der Signaturen erkennen kann, in welchem Prozess sich das Kraftfahrzeug 11 befindet.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass beispielsweise als die Information 7 zumindest eine Positionsinformation des Kraftfahrzeugs 11 während des Transportprozesses 9 an das Überwachungssystem 4 übertragen wird. Ferner kann auch vorgesehen sein, dass eine Vielzahl von Fahrzeugzuständen während des Transportprozesses 9 kraftfahrzeugintern erfasst wird und die Vielzahl von Fahrzeugzuständen als der Kraftfahrzeugstatus 8 an das Überwachungssystem 4 übertragen wird. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass in Abhängigkeit von einem Transportfortschritt während des Transportprozesses 9 mehrfach eine Information 7 an das Überwachungssystem 4 übertragen wird. Die Information 7 kann dabei ereignisbasiert mehrfach an das Überwachungssystem 4 übertragen werden.
Insbesondere nutzt somit diese Ausführungsform, dass aufgrund der gesetzlichen Pflicht für den sogenannten eCall diese Notrufsteuereinrichtung 5 genutzt werden kann, um auch während des Transportprozesses 9 eine Überwachung des Kraftfahrzeugs 11 durchführen zu können. Sensoren im Kraftfahrzeug 11 erkennen automatisch jeweilige Fahrzeugzustände in allen erdenklichen Situationen weltweit und übermitteln diese durch individuell gesetzte Trigger beziehungsweise ereignisbasiert automatisch an das Überwachungssystem 4. Gesendet können die Daten dann beispielsweise über ein Mobilfunknetz an das Überwachungssystem 4 gerichtet werden, welches diese Daten dann dem Produktions- und Logistikbackend weiterleitet. Somit ist es nicht mehr nötig, vorher definierte Abstellflächen mit einer entsprechend aufwendigen und anfälligen Infrastruktur auszurüsten.
Das eVerfahren bietet somit die Möglichkeit, mit fahrzeuginternen Mitteln während des Transportprozesses 9 Daten aus dem Kraftfahrzeug 11 herauszusenden. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass, während sich das Kraftfahrzeug 11 im Transportmodus befindet, eine entsprechende Triggerbedingung ausgelöst wird. Diese Triggerbedingung kann beispielsweise sein Motorstart, wobei dann der Transportmodus eingeschaltet sein muss und beispielsweise eine Geschwindigkeit von größer 1 km/h zu verzeichnen ist. Insbesondere bewegt sich somit das Kraftfahrzeug 11 bereits selbstständig. Als nächster Trigger kann beispielsweise ein Motorstopp folgen, was bedeutet, dass das Kraftfahrzeug 11 bewegt wurde. Dies kann beispielsweise dadurch realisiert werden, dass der Transportmodus an ist, jedoch die Fahrbereitschaft, insbesondere der Motorstopp, auf Null gesetzt ist. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass, während das Kraftfahrzeug 11 bewegt wird, in zeitlich oder entfernungsbezogenen Abständen eine sogenannte „Spur“ auf einer
entsprechenden Karte hinterlassen wird. In besonderen Situationen wäre es somit möglich, Kraftfahrzeuge 11 detaillierter zu verfolgen, wenn das Kraftfahrzeug 11 im Transportmodus unterwegs ist.
Ist beispielsweise das Kraftfahrzeug 11 in Gebieten unterwegs, wo es keine Navigationsposition, beispielsweise eine GNSS-Position, ermitteln kann, so kann mittels der Notrufsteuereinrichtung 5 eine alternative Möglichkeit zur Positionsübertragung auf einer mobilfunkbasierten Ortung realisiert werden. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass auf die bestimmten Positionen und einen definierten Geofence reagiert werden kann und auch durch diese Logik zusätzlich getriggert werden kann.
Durch die Übermittlung der Signatur ist der Empfänger der Information 7 in der Lage, Rückschlüsse auf fehlende Fahrzeugzustände zu ermitteln.
Ferner kann es vorgesehen sein, dass es in manchen Regionen nicht erlaubt ist beziehungsweise gewünscht ist, die entsprechende Information 7 zu versenden, so kann eine entsprechende Applikation ebenfalls die Möglichkeit bieten, über die Einspeisung von sogenannten white-gelisteten Mobile Country Codes per Zieldatencontainer Gebiete vorab zu erlauben und das Versenden von Reports in den restriktiven Gebieten zu unterbinden.
Für den Fall, dass keine Informationen 7 generiert werden sollen, so kann der Kraftfahrzeugstatus via SMS („short message Service“) versendet oder nicht versendet werden, wobei durch die Produktion diese Triggerbedingungen aktiviert beziehungsweise deaktiviert werden können. Dieser Fall kann beispielsweise für sogenannte Direktläufer realisiert werden, wobei es sich hierbei um Kraftfahrzeuge 11 innerhalb der Produktion beziehungsweise innerhalb des Transports handelt, wobei die Kraftfahrzeuge 11 keine zusätzliche Instandsetzung beziehungsweise Reparatur benötigen.
Insbesondere können beispielsweise als Information 7 die
Kraftfahrzeugidentifikationsnummer (VI N), sowie eine fortlaufende Signatur dieses zu versendenden Reports übertragen werden. Ferner kann der Zustand über den Transportmodus und der Triggergrund mit übertragen werden. Es kann eine Gesamtkilometerlaufleistung sowie eine Batteriespannung sowie der State of Charge (SOC) mit übertragen werden. Ferner können ein Zeitstempel sowie Positionsinformationen, beispielsweise geometrische Breite, Länge, Höhe sowie die Positionsgenauigkeit, mit übertragen werden. Alternativ, sollte beispielsweise keine genaue Position über GNSS übermittelt werden können, so kann auch der Mobilfunkstandort mit übertragen werden.
Ferner können auch der Mobile Country Code (MCC), Mobile Network Code (MNC) sowie die Cell ID und das Radio Signal Strength Indication (RSSI) mit übertragen werden.
Diese Trigger beziehen sich auf die Zeit, wenn das Kraftfahrzeug 11 im sogenannten Generatorbetrieb, also Fahrbereit (Fährbetrieb), ist. Das Kraftfahrzeug 11 kann im Transportmodus triggern, wenn beispielsweise ein Motorstart beziehungsweise Motorstopp erkannt wurde, sowie in der zeit dazwischen beziehungsweise auch distanzbasiert. Diese definierten T rigger können auch individuell auf das jeweilige Kraftfahrzeug 11 in der Produktion aufgespielt werden.
Wird das Fahrzeug fremd bewegt (transportiert) und es wird dann wieder vom beispielsweise Schiff heruntergefahren, so versucht das Überwachungssystem 5 die neue Position des Kraftfahrzeugs 11 zu versenden. Somit werden beim Beladen und auch beim Entladen diese Positionsänderungen des Kraftfahrzeugs 11 erfasst und der aktuelle Kraftfahrzeugstatus 8 wird übermittelt.
Beispielsweise kann sich ferner die Notrufsteuereinrichtung 5 beim erstmaligen Motorstart GNSS-basiert positionieren. Da aber beispielsweise die letzte Position (vorheriger Motorstopp) nicht mit dieser übereinstimmt, wird die Position des Kraftfahrzeugs 11 anhand des GNSS Systems neu zu bestimmen. Dieser Vorgang eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Ist dieser Motorbetriebszyklus dafür zu kurz, wird alternativ auf eine zellbasierte Positionsbestimmung mit dem vor Ort verfügbaren Mobilfunknetzbetreiber (MNO) zurückgegriffen. Das Deaktivieren des Transportmodus und der Besitzübergang kann somit digital erfasst werden.
Fig. 3 zeigt alternativ ein schematisches Ablaufdiagramm gemäß einer gesamten Wirkkette zur Auslieferung des Kraftfahrzeugs 11. Vorliegend sind insbesondere der Produktionsprozess 2 sowie der Transportprozess 9 gezeigt. Das Kraftfahrzeug 11 ist nach dem Produktionsprozess 2 fertiggestellt und kann in dem Transportprozess 9 zu einem Auslieferer 10 übergeben werden. Im Anschluss daran liefert der Auslieferer 10 wiederum dem Nutzer 6 das fertiggestellte Kraftfahrzeug 11 aus. Hierbei kann bevorzugt vorgesehen sein, dass durch den Auslieferer 10 die zwingende Inbetriebnahme des verpflichtenden eCalls für den Nutzer 6 durchgeführt wird, wobei im Anschluss daran wiederum dies als Abbruchkriterium angesehen werden kann, sodass das Übertragen der Information 7 beziehungsweise Erzeugen der Information 7 ab diesem Zeitpunkt unterdrückt wird. Es kann zusätzlich vorgesehen sein, dass spätestens ab diesem Zeitpunkt auch automatisch, also ohne Eingriff des Auslieferers 9, beispielsweise nach einer entsprechenden Aktivierung des
Kraftfahrzeugs 11 durch den Nutzer 6, das Erzeugen der Information 7 und das Übertragen der Information 7 unterdrückt werden. Somit ist ausgeschlossen, dass der Nutzer 6 weiter getrackt beziehungsweise nachverfolgt wird.
Insbesondere bietet somit diese Ausführungsform die Vorteile, dass keine zusätzlichen Kosten in der Wagenfertigstellung und Transport zu verzeichnen sind, da die Notrufsteuereinrichtung 5 verpflichtend in das Kraftfahrzeug 11 eingebaut werden muss. Es kann zu einer Kostenreduktion im Auslieferungsprozess innerhalb der Logistikkette führen, da bestehende Tracking-Systeme nicht weiter betrieben werden müssen. Es kann ferner eine effiziente Fahrzeuglokalisierung, sowohl zeitlich als auch für eine Personenbindung an den Prozess realisiert werden. Ferner kann die komplette Logistikkette digitalisiert werden, was zu einer Verschlankung des Auslieferungsprozesses führt. Das Überwachungssystem 4 ist universell einsetzbar und kann beispielsweise auch als Onlinedienst ausbaufähig gestaltet werden. Ferner ist dies weltweit einsetzbar. Ferner kann auf Basis der Information 7, welche insbesondere Positionsdaten sowie Fahrzeugstatus und weiterer Informationen 7 aufweisen kann, beispielsweise auch eine Berechnung von Import- und Exportzöllen durchgeführt werden, was zu einer Vereinfachung des Auslieferungsprozesses führt. Die Kraftfahrzeuge 11 können ferner weltweit geortet werden, wodurch ein Entfall von manuell automatischen Scanvorgängen zu verzeichnen ist. Ferner führt die Lokalisierung der Kraftfahrzeuge 11 zu einer Reduzierung von Fahrzeugdiebstählen. Des Weiteren kann eine Überwachung des Fahrzeugzustandes, beispielsweise einer Spannung der entsprechenden Batterie im Kraftfahrzeug 11, realisiert werden, was zu einer Wahrung von Qualitätsanforderungen führt. Ferner ist die Wiederauffindbarkeit von verloren gegangenen Kraftfahrzeugen 11 gegeben. Des Weiteren können auch Maßnahmen zur vorzeitigen Reduzierung von Nacharbeiten mit in den Transportprozess 9 eingeplant werden.
Bezugszeichenliste Kraftfahrzeugrohling Produktionsprozess Produktionsband Überwachungssystem Notrufsteuereinrichtung Nutzer Information Kraftfahrzeugstatus T ransportprozess Auslieferer Kraftfahrzeug erster Schritt zweiter Schritt dritter Schritt vierter Schritt