Kraftfahrzeug, umfassend wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung und we nigstens eine akustische Einrichtung, Verfahren zum Betrieb eines Kraftfahr zeugs BESCHREIBUNG:
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug, umfassend wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung, mittels der wenigstens ein von außerhalb des Kraftfahrzeugs sichtbares Lichtsignal erzeugbar ist, und wenigstens eine akustische Einrichtung, mittels der wenigstens ein von außerhalb des Kraft fahrzeugs hörbares akustisches Signal erzeugbar ist. Zudem betrifft die Erfin dung ein Verfahren zum Betrieb eines Kraftfahrzeugs.
Beleuchtungseinrichtungen bei Kraftfahrzeugen sind aus dem Stand derTech- nik bekannt. So werden Beleuchtungseinrichtungen wie Scheinwerfer typi scherweise dazu genutzt, eine Umgebung des Kraftfahrzeugs zur besseren Sicht des Fahrers zu beleuchten. Auch eine Informationsausgabe an weitere Verkehrsteilnehmer durch die Beleuchtungseinrichtungen ist möglich, etwa mittels eines Blinkers, einer Lichthupe oder eines Rückfahrlichts. Überdies sind auch akustische Einrichtungen von Kraftfahrzeugen wie etwa eine Hupe aus dem Stand der Technik bekannt und dienen in erster Linie dazu, andere Verkehrsteilnehmer auf etwaige Gefahrensituationen hinzuweisen.
Aus dem Stand der Technik, insbesondere aus US 2015/0329039 A1 oder GB 2583184 A, ist es bekannt, ein einen Richtungswechsel eines Kraftfahrzeugs anzeigendes Blinksignal mit einem Soundsignal zu kombinieren, insbeson dere zu synchronisieren. Die Ausgabe erfolgt etwa in Abhängigkeit von detek- tierten Fußgängern respektive Radfahrern, der aktuellen Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs oder der aktuellen Uhrzeit.
Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, einen verbesserten Betrieb der Beleuchtungseinrichtung und der akustischen Einrichtung des Kraftfahr zeugs zu ermöglichen, insbesondere hinsichtlich einer möglichst effizienten und zuverlässigen Informationsausgabe.
Bei dem Kraftfahrzeug der eingangs genannten Art wird die Aufgabe erfin dungsgemäß dadurch gelöst, dass wenigstens eine Steuerungseinrichtung des Kraftfahrzeugs dazu eingerichtet ist, die Erfüllung wenigstens einer Aus gabebedingung zu überprüfen und bei der Erfüllung der wenigstens einen Aus gabebedingung die wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung und die wenigs tens eine akustische Einrichtung derart anzusteuern, dass das Lichtsignal und das akustische Signal simultan erzeugt werden, wobei die wenigstens eine Ausgabebedingung
- wenigstens eine eine aktuelle Inbetriebnahme- und/oder Außerbetriebnah mesituation des Kraftfahrzeugs betreffende Ein- oder Ausstiegsbedingung, deren Erfüllung von wenigstens einem mittels eines die Inbetriebnahme und/oder Außerbetriebnahme des Kraftfahrzeugs betreffenden Systems und/oder Sensors des Kraftfahrzeugs generierbaren Steuer- und/oder Sen sorsignal abhängt, und/oder
- wenigstens eine ein aktuelles oder bevorstehendes Rückfahr- oder Be schleunigungsmanöver des Kraftfahrzeugs betreffende Manöverbedin gung, deren Erfüllung von wenigstens einem mittels eines Fahrerassistenz systems des Kraftfahrzeugs generierbaren Steuersignal und/oder mittels wenigstens einer Bedienvorrichtung des Kraftfahrzeugs durch einen Nutzer generierbaren Bediensignal abhängt, und/oder
- wenigstens eine eine aktuelle Betriebssituation des Kraftfahrzeugs betref fende Fahrzustandsbedingung, deren Erfüllung von wenigstens einem mit tels des oder eines Fahrerassistenzsystems des Kraftfahrzeugs generier baren Steuersignal abhängt, ist.
Die vorliegende Erfindung beruht auf dem Gedanken, dass die mittels der we nigstens einen Beleuchtungseinrichtung und die mittels der wenigstens einen
akustischen Einrichtung ausgegebenen Signale gemeinsam ausgegeben wer den, so dass diese seitens weiterer Verkehrsteilnehmer und/oder des Fahrers des Kraftfahrzeugs zuverlässig und intuitiv wahrnehmbar sind. Es erfolgt hier bei mithin eine Unterstützung des Lichtsignals durch das Soundsignal und um gekehrt. Insbesondere ist es denkbar, dass eine Person, die aktuell nicht in die Richtung des Kraftfahrzeugs blickt oder unter einer Sehbehinderung leidet, die mittels der Signalausgabe zu transportierende Information dennoch an hand des akustischen Signals erfasst. Ferner ist denkbar, dass das akustische Signal aufgrund einer aktuell lauten Geräuschkulisse, etwa wegen eines Stadt- oder Autobahnverkehrs, oder aufgrund einer Schwerhörigkeit einer Per son nur schwer wahrnehmbar ist, wobei die mittels der Signalausgabe zu transportierende Information dennoch anhand des Lichtsignals wahrgenom men wird. Zudem ist denkbar, dass die Beleuchtungseinrichtung oder die akustische Einrichtung, etwa in einer Unfallsituation, defekt und deshalb und die Signalausgabe nicht mehr möglich ist, wobei die Information dann zumin dest mittels der jeweils anderen, noch intakten Einrichtung erfolgen kann. So fern mehrere Beleuchtungseinrichtungen und/oder mehrere akustische Ein richtungen vorgesehen sind, ist mittels der Steuerungseinrichtung zudem eine individuelle Ansteuerung dieser Einrichtungen denkbar.
Die simultane bzw. synchrone Erzeugung des Lichtsignals und des akusti schen Signals bedeutet, dass die Ausgabe dieser Signale zeitlich aufeinander abgestimmt ausgegeben wird. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Ausgabezeiträume des Lichtsignals und des akustischen Signals identisch sind, sich überscheiden oder sich unmittelbar aufeinander anschließen, gege benenfalls unter Zwischenschaltung einer Pause.
Der Aspekt, dass bei der Erfüllung der wenigstens einen Ausgabebedingung die wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung und die wenigstens eine akusti sche Einrichtung angesteuert werden, bedeutet, dass seitens der Steuerungs einrichtung bestimmte Sensor- und/oder Steuerungssignale ausgewertet wer den. Die Ausgabebedingung ist insbesondere bei Vorliegen entsprechend vor gegebener Sensor- und/oder Steuerungssignale und/oder wenn entspre-
chende Sensorparameter in vorgegebenen Intervallen liegen erfüllt. So impli ziert die Erfüllung der Ausgabebedingung eine Situation, bei der die Ausgabe des Lichtsignals und des akustischen Signals angezeigt ist. Konkrete Bei spiele dieser Bedingungen werden später im Detail erläutert.
Bei der vorliegenden Erfindung erfolgt die simultane Ausgabe des Lichtsignals und des akustischen Signals anhand der Erfüllung der wenigstens einen Aus gabebedingung, die die Ein- oder Ausstiegsbedingung, die Manöverbedin gung und/oder die Fahrzustandsbedingung sein kann, wobei diese drei As pekte nachfolgend genauer erläutert werden.
Wenn die wenigstens eine Ausgabebedingung die wenigstens eine Ein- oder Ausstiegsbedingung ist, dann können weitere Verkehrsteilnehmer darauf auf merksam gemacht werden, dass sich im Bereich des Kraftfahrzeugs gegebe nenfalls der Fahrer befindet und/oder dass ein Losfahren des Kraftfahrzeugs unmittelbar bevorsteht und folglich eine erhöhte Vorsicht geboten ist. Dem Nutzer, der insbesondere der Fahrer des Kraftfahrzeugs ist, können Informa tionen dahingehend bereitgestellt werden, dass ein Ver- beziehungsweise Entriegelungsvorgang des Kraftfahrzeugs und/oder eine Inbetriebnahme res pektive Außerbetriebnahme des Kraftfahrzeugs erfolgreich durchgeführt wurde, und/oder dass gegebenenfalls ein Fehler beim Kraftfahrzeug vorliegt und/oder dergleichen.
Wenn die wenigstens eine Ausgabebedingung die Manöverbedingung ist, dann werden weitere Verkehrsteilnehmern bezüglich des anstehenden Rück- fahr- respektive Beschleunigungsmanöver informiert, die sich hierauf einstel len können. So können etwa Fußgänger, die im Begriff sind, eine Fahrbahn zu überqueren, durch die das bevorstehende Beschleunigungsmanöver implizie rende Signalausgabe veranlasst werden, noch solange zu warten, bis das Kraftfahrzeug vorbeigefahren ist. Bezüglich des Rückfahrmanövers werden weitere Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam gemacht, vorsichtig zu sein, insbesondere da hierbei die Sicht des Fahrers häufig eingeschränkt ist, was insbesondere für Kinder ein erhöhtes Gefahrenpotential darstellen kann.
Wenn die wenigstens eine Ausgabebedingung, die die aktuelle Betriebssitua tion des Kraftfahrzeugs beschreibende Fahrzustandsbedingung ist, dann er folgt die Informationsausgabe vorteilhaft ohne weiteres Zutun des Fahrers, der beispielsweise eine entsprechende Gefahrensituation, auf die das Signal hin- weisen soll, gegebenenfalls noch nicht erkannt haben könnte. Letztlich wird hierdurch auch eine Komfortsteigerung für den Fahrer realisiert.
Die wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung kann wenigstens ein Front scheinwerfer sein, mittels dem ein, insbesondere weißes, Tagfahrlicht und/o der ein Abblendlicht und/oder ein Fernlicht und/oder ein, insbesondere oran gefarbenes, Blinklicht zur Richtungsanzeige generierbar ist. Hierbei wird also der Scheinwerfer in synergetischer Art und Weise nicht nur etwa zur Ausleuch tung der Umgebung des Kraftfahrzeugs genutzt, sondern dient überdies der Ausgabe des Lichtsignals beim erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug. Insbeson dere können zwei Frontscheinwerfer vorgesehen sein, die vorder- sowie links- und rechtsseitig an dem Kraftfahrzeug angeordnet sind.
Der wenigstens eine Frontscheinwerfer kann zusätzlich oder alternativ eine Projektionseinheit sein, mittels der eine Projektion auf eine Projektionsfläche in der Umgebung des Kraftfahrzeugs generierbar ist. Insbesondere kann der wenigstens eine Frontscheinwerfer ein sogenanntes Digital-Matrix-Light („DML“) sein, bei dem typischerweise mehrere matrixartig innerhalb einer Flä che angeordnete Leuchtdioden vorgesehen sind. Das durch die Leuchtdioden generierte Licht kann durch eine optische Beeinflussungseinheit der Projekti onseinheit, die etwa Spiegel und/oder Linsen umfasst, zur Generierung der Projektion beeinflusst respektive abgelenkt werden. Als Projektionsfläche ist etwa eine Straße oder eine Wand respektive Mauer in der Umgebung des Kraftfahrzeugs nutzbar. Mittels der Projektionseinheit kann als, gegebenen falls mehrfarbiges, Lichtsignal ein Warnsymbol oder ein geschriebener Text oder dergleichen ausgegeben werden. In diesem Zusammenhang wird deut lich, dass bei der vorliegenden Erfindung das Lichtsignal nicht nur das per di rekter Sichtlinie erkennbare Aufleuchten einer Lichtquelle der Beleuchtungs einrichtung selbst sein muss, sondern auch eine in der Umgebung des Kraft fahrzeugs dargestellte Projektion sein kann.
Die wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung kann wenigstens eine Heck leuchte sein. Mittels der wenigstens einen Heckleuchte kann ein Schlusslicht und/oder ein Blinklicht zur Richtungsanzeige generierbar sein. Insbesondere können zwei Heckleuchten, die heck- sowie links- und rechtsseitig an dem Kraftfahrzeug angeordnet sind, vorgesehen sein.
Überdies ist es denkbar, dass die wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung wenigstens eine Seitenleuchte ist, mittels der insbesondere ein Blinklicht zur Richtungsanzeige generierbar ist. Die Seitenleuchte kann etwa ein an einem Rückspiegel des Kraftfahrzeug angeordneter Blinker sein. Bevorzugt ist links- und rechtsseitig am Kraftfahrzeug jeweils zumindest eine Seitenleuchte vor gesehen.
Schließlich kann die wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung wenigstens eine Positionsleuchte sein, mittels der ein Positionslicht des Kraftfahrzeugs generierbar ist. So können zwei Positionsleuchten vorgesehen sein, die je weils insbesondere benachbart und unterhalb der beiden Frontscheinwerfer angeordnet sind. Mittels der Positionsleuchten ist ein weißes Positionslicht des Kraftfahrzeugs ausgebbar.
Die akustische Einrichtung des Kraftfahrzeugs kann beispielsweise eine Hupe sein. So weist ein entsprechendes Hupgeräusch die weiteren Verkehrsteilneh mer unmittelbar und intuitiv auf eine potentielle Gefahrensituation hin. Zusätz lich oder alternativ kann die wenigstens eine akustische Einrichtung ein Laut sprecher des Kraftfahrzeugs sein. In diesem Fall kann das akustische Signal nicht nur ein einziges, fest vorgegebenes Signal wie etwa ein Hupgeräusch oder dergleichen sein, sondern es ist in diesem Zusammenhang ein gespro chener Text oder irgendein beliebiges Geräusch wie ein Brumm- oder ein Piep-Ton, das mittels des Lautsprechers ausgebbar ist, denkbar.
Bei dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Steuerungseinrichtung dazu eingerichtet ist, die wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung und die wenigstens eine akustische Einrichtung
in Abhängigkeit einer mittels wenigstens eines Sensors des Kraftfahrzeugs er fassbaren Helligkeitsinformation und/oder Umgebungslautstärkeninformation zu steuern. Die Ausgabe der Signale kann situationsspezifisch optimiert aus gegeben werden, nämlich in Abhängigkeit der aktuellen Umgebungshelligkeit und/oder Umgebungsgeräuschkulisse.
Der Sensor kann ein Lichtsensor, insbesondere eine Kamera, sein, mittels dem oder der die Umgebungshelligkeit des Kraftfahrzeugs erfassbar ist. So kann insbesondere vorgesehen sein, sofern die Helligkeitsinformation impli ziert, dass sich das Kraftfahrzeug aktuell beispielsweise in einem Tunnel be findet oder es Nacht ist, dass das Lichtsignal entsprechend dunkler ausgege ben wird. Allgemein ausgedrückt kann das Lichtsignal umso heller sein, je hel ler die Umgebungshelligkeit ist. Hierdurch wird eine etwaige Blendung weiterer Verkehrsteilnehmer vermieden, wobei bei verminderter Helligkeit ein entspre chend dunkleres Lichtsignal ohnehin gut erkennbar ist. Umgekehrt bedeutet eine recht hohe Umgebungshelligkeit, etwa aufgrund entsprechender Wetter bedingungen, dass das Lichtsignal zur Sicherstellung einer ausreichenden Er kennbarkeit umso heller sein sollte. Zudem kann in dem Fall, dass die Hellig keitsinformation impliziert, dass das Lichtsignal aktuell aufgrund einer hohen Umgebungshelligkeit nicht so gut erkennbar ist, vorgesehen sein, dass die Lautstärke des akustischen Signals erhöht wird.
Der Sensor kann ein Schallsensor, insbesondere ein Mikrofon, sein, mittels dem die Lautstärke der Umgebungsgeräuschkulisse des Kraftfahrzeugs er fassbar ist. So kann das akustische Signal umso lauter und/oder das Lichtsig nal umso heller sein, je lauter es aktuell in der Umgebung des Kraftfahrzeugs ist. So ist etwa denkbar, dass das akustische Signal aufgrund eines hohen Straßenlärms im Stadt- oder Autobahnverkehr kaum mehr hörbar ist, wobei dies durch eine entsprechende Lautstärkenerhöhung des akustischen Signals kompensiert wird. Zudem kann in diesem Fall auch die Helligkeit der Lichtsig nals erhöht werden, so dass eine verminderte Signalwirkung des akustischen Signals aufgrund der Umgebungslautstärke ebenfalls kompensiert wird.
Im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug kann vorgese hen sein, dass dieses wenigstens eine Innenbeleuchtungseinrichtung um fasst, mittels der ein den Fahrgastraum des Kraftfahrzeugs beleuchtendes Be leuchtungslicht generierbar ist, wobei die wenigstens eine Steuerungseinrich tung des Kraftfahrzeugs dazu eingerichtet ist, bei der Erfüllung der wenigstens einen Ausgabebedingung zusätzlich die wenigstens eine Innenbeleuchtungs einrichtung derart anzusteuern, dass das Lichtsignal, das akustische Signal und das Beleuchtungslicht simultan erzeugt werden. Die wenigstens eine In nenbeleuchtungseinrichtung kann wenigstens eine im Bereich eines Fahr zeughimmels des Kraftfahrzeugs angeordnete Deckenleuchte umfassen. Da das Beleuchtungslicht typischerweise auch von außerhalb des Kraftfahrzeugs sichtbar ist, bewirkt die Einbeziehung der Innenbeleuchtungseinrichtung eine weitere Verstärkung der oben dargelegten Vorteile der Erfindung.
Nachfolgend werden weitere optionale Details bezüglich der wenigstens einen Ausgabebedingung dargelegt. Sofern die wenigstens eine Ausgabebedingung die wenigstens eine Ein- oder Ausstiegsbedingung ist, kann vorgesehen sein, dass diese eine Türbedingung ist, die betrifft, ob eine Tür des Kraftfahrzeugs aktuell geöffnet oder geschlossen wird, wobei die Erfüllung der Türbedingung von einem mittels eines Türzustandssensors des Kraftfahrzeugs generierba ren Sensorsignal abhängt. Die Ein- oder Ausstiegsbedingung ist etwa erfüllt, wenn die Signale des Türzustandssensor ein Öffnen oder Schließen der Tür anzeigen. Der Türzustandssensor kann ein binärer Sensor sein, der angibt, ob die Tür aktuell in einem offenen oder einem geschlossenen Zustand ist.
Die wenigstens eine Ein- oder Ausstiegsbedingung kann eine Zündschlossbe dingung sein, die eine aktuelle Änderung einer Schlüsselstellung eines Zünd schlosses des Kraftfahrzeugs betrifft, wobei die Erfüllung der Zündschlossbe dingung von einem mittels eines Zündschlosssensors des Kraftfahrzeugs ge nerierbaren Sensorsignals abhängt. So zeigt etwa ein Ausschalten der Zün dung ein bevorstehendes Aussteigen des Fahrers aus dem Kraftfahrzeug an. Ein Einschalten der Zündung impliziert, dass ein unmittelbares Losfahren des
Kraftfahrzeugs zu erwarten ist. Der Zündschlosssensor kann ein binärer Sen sor sein, dessen erfasste Information die aktuelle Schlüsselstellung im Zünd schloss des Kraftfahrzeugs anzeigt.
Die wenigstens eine Ein- oder Ausstiegsbedingung kann eine Schließbedin gung sein, die das Vorliegen eines ein Ver- oder Entriegeln des Kraftfahrzeugs bewirkenden Ver- oder Entriegelungssignals betrifft, wobei das Ver- oder Ent riegelungssignal mittels der Steuerungseinrichtung oder einer Steuereinheit eines Schließsystems des Kraftfahrzeugs generierbar ist. So ist die Schließ bedingung dann erfüllt, wenn das Ver- oder Entriegelungssignal vorliegt, da in dieser Situation davon auszugehen ist, dass das Kraftfahrzeug geparkt res pektive abgestellt wurde oder ein Losfahren in Kürze zu erwarten ist.
Sofern die Ein- oder Ausstiegsbedingung die Schließbedingung ist kann vor gesehen sein, dass ein Schlüssel des Kraftfahrzeugs einen Funksender auf weist, mittels dem ein von einem Funksensor des Kraftfahrzeugs erfassbares Funksignal generierbar ist, wobei das Ver- oder Entriegelungssignal in Abhän gigkeit des Funksignals generierbar ist. Bei dieser Ausführungsform wird das Ver- oder Entriegelungssignal mithin nicht nur bei einem physischen Auf- be ziehungsweise Abschließen des Kraftfahrzeugs, also bei einem Einstecken und Drehen des Schlüssels in ein Türschloss des Kraftfahrzeugs, erzeugt, sondern es wird in Abhängigkeit des Funksignals generiert.
In einer Weiterbildung hiervon ist bevorzugt vorgesehen, dass die wenigstens eine Steuerungseinrichtung oder die Steuereinheit des Schließsystems dazu eingerichtet ist, anhand des Funksignals eine einen aktuellen Abstand zwi schen dem Kraftfahrzeug und dem Schlüssel und/oder eine aktuelle Richtung des Schlüssels bezüglich des Kraftfahrzeugs betreffende Schlüsselpositi onsinformation zu bestimmen, wobei die Steuerungseinrichtung dazu einge richtet ist, die wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung und die wenigstens eine akustische Einrichtung in Abhängigkeit der Schlüsselpositionsinformation zu steuern. So kann etwa die Steuerungseinrichtung anhand der mittels des Funksensors erfassten Signalstärke des Funksignals der aktuellen Abstand
zwischen dem Schlüssel respektive dem Fahrer und dem Kraftfahrzeug be stimmen. Das Lichtsignal und/oder das akustische Signal dienen in dieser Ausführungsform als Informationsträger bezüglich des aktuellen Abstands des Fahrers vom Kraftfahrzeug. Ferner kann die Steuerungseinrichtung dazu ein gerichtet sein, in Abhängigkeit des seitens des Funksensors erfassten Funk signals die Richtung des Schlüssels bezüglich des Kraftfahrzeugs zu bestim men. Hierzu ist es etwa denkbar, dass das Kraftfahrzeug mehrere Funksen soren aufweist, wobei die Unterschiede der von den Funksensoren erfassten Signalstärken des Funksignals genutzt werden, um die Richtung des Schlüs sels zu bestimmen.
Die Steuerungseinrichtung kann hierbei dazu eingerichtet sein, die wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung und die wenigstens eine akustische Einrichtung in Abhängigkeit der Schlüsselpositionsinformation derart zu steuern, dass eine aktuelle Blinkfrequenz des Lichtsignals und/oder eine aktuelle Frequenz des periodisch ein- und ausgeschalteten akustischen Signals und/oder eine aktu elle Tonfrequenz und/oder eine aktuelle Lautstärke des akustischen Signals von der Schlüsselpositionsinformation abhängt. Beispielsweise kann das akustische Signal bezüglich der Tonfrequenz zunehmen und bezüglich der Lautstärke abnehmen, wenn sich der Schlüssel respektive der Fahrer an das Kraftfahrzeug immer weiter annähert.
Zudem kann bezüglich der erfassten Richtung vorgesehen sein, dass das Lichtsignal und/oder das akustische Signal gezielt in die Richtung des Nutzers ausgegeben wird. So können etwa nur diejenigen Beleuchtungseinrichtungen ein Lichtsignal ausgeben, die aufgrund des Blickwinkels des Nutzers zum Kraftfahrzeug für diesen sichtbar sind. Zudem können etwa nur diejenigen akustischen Einrichtungen, deren Ausgaberichtung dem Nutzer zugewandt ist, das akustische Signal ausgeben.
Der Schlüssel kann wenigstens eine Bedienvorrichtung, insbesondere eine Aufschließtaste und eine Abschließtaste, aufweisen, wobei eine Betätigung der wenigstens einen Bedienvorrichtung die Generierung des Funksignals be wirkt, wobei die Schließbedingung erfüllt ist, wenn das Funksignal seitens des
Funksensors erfasst wird. Ein Drücken der Auf- bzw. Abschließtaste bewirkt die Generierung eines spezifisches Funksignals durch den Funksender, das bei Erfassung seitens der Steuereinheit des Schließsystems durch den Funk sensor die Erfüllung der Schließbedingung und mithin die Generierung des Ent- bzw. Verriegelungssignals bewirkt. Es wird dem Nutzer komfortabel er möglicht, lediglich durch einen Tastendruck ein Ver- beziehungsweise Entrie geln des Kraftfahrzeugs, insbesondere von außerhalb des Kraftfahrzeugs, zu initiieren.
Ferner ist denkbar, dass der Funksender ein RFID-Transponder ist, mittels dem das Funksignal automatisch generierbar ist, wobei die Erfüllung der Schließbedingung von der Erfassung des Funksignals abhängt oder die Schließbedingung erfüllt ist, wenn eine Abstandsbedingung erfüllt ist, wobei die Abstandsbedingung erfüllt ist, wenn die oder eine Schlüsselpositionsinfor mation angibt, dass ein aktueller Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug und dem Schlüssel einen Abstandsgrenzwert über- und/oder unterschreitet. RFID steht für „radio-frequency Identification“ und ist eine dem Fachmann hinläng lich bekannte Technologie. So sendet typischerweise der Funksender des Schlüssels als Funksignal ein schlüsselspezifisches Identifikationssignal aus, so dass eine explizite Bedienhandlung seitens des Nutzers zum Auf- bezie hungsweise Abschließen des Kraftfahrzeugs nicht mehr erforderlich ist. Das Aussenden dieses Signals wird etwa durch den Funksensor bewirkt, der ein hochfrequentes elektromagnetisches Wechselfeld generiert, dem der RFID- Transponder bei entsprechender Annäherung ausgesetzt ist, wodurch das Senden des Identifikationssignals ausgelöst wird. Anstelle des Schlüssels kann in diesem Zusammenhang auch ein Mobiltelefon, insbesondere ein Smartphone, des Nutzers genutzt werden.
Die Schließbedingung kann auch erfüllt sein, wenn eine Erkennungsbedin gung erfüllt ist. Diese ist beispielsweise dann erfüllt, wenn der Nutzer seitens einer Sensorik des Kraftfahrzeugs erkannt wurde. Zu diesem Zweck kann bei spielsweise eine Gesichtserkennung oder dergleichen erfolgen, bei der mittels einer Kamera des Kraftfahrzeugs erfasste Bilddaten im Rahmen einer Ge-
Sichtserkennungssoftware automatisch ausgewertet werden, wobei bei erfolg ter Erkennung des Nutzers das Entriegelungssignal generiert wird. Zudem kann bei einer detektierten Abwesenheit des Nutzers das Verriegelungssignal generiert werden.
Sofern der Nutzer respektive Schlüssel in den Erfassungsbereich des Funk sensors gelangt, wird Vorliegen des Identifikationssignal erfasst, wodurch die Schließbedingung erfüllt sein und mithin die Generierung des Entriegelungs signals bewirkt werden kann. Analog hierzu kann die Abwesenheit des Identi fikationssignal erfasst werden, wenn der Nutzer respektive Schlüssel den Er fassungsbereich des Funksensors verlässt, wodurch die Erfüllung der Schließ bedingung und die Generierung des Verriegelungssignals bewirkt wird.
Die Abstandsbedingung kann alternativ dann erfüllt sein, wenn der Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug und dem Schlüssel den Abstandsgrenzwert un terschreitet, wobei in diesem Fall das Entriegelungssignal generiert wird. Mit anderen Worten wird das Kraftfahrzeug entriegelt, wenn sich der Schlüssel und mithin der Nutzer dem Kraftfahrzeug annähert und einen den Abstands grenzwert betragenden Radius um das Kraftfahrzeug betritt. Gleichermaßen kann die Abstandsbedingung dann erfüllt sein, wenn der Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug und dem Schlüssel den Abstandsgrenzwert überschreitet, wobei in diesem Fall das Verriegelungssignal generiert wird. Mit anderen Wor ten wird das Kraftfahrzeug verriegelt, wenn sich der Schlüssel bzw. der Nutzer vom Kraftfahrzeug entfernt und einen den Abstandsgrenzwert betragenden Radius um das Kraftfahrzeug verlässt. Der Abstandsgrenzwert kann zwischen 5 und 50 Meter, bevorzugt 20 Meter, betragen. Der Abstandsgrenzwert ist be vorzugt ein fest vorgegebener und in der Steuerungseinrichtung des Kraftfahr zeugs hinterlegter Wert.
Zurück zu dem allgemeineren Fall, bei dem die wenigstens eine Ausgabebe dingung die Ein- oder Ausstiegsbedingung ist. In einer bevorzugten Ausfüh rungsform des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs ist die wenigstens eine Steuerungseinrichtung hierbei dazu eingerichtet, die wenigstens eine Be leuchtungseinrichtung und die wenigstens eine akustische Einrichtung derart
zu steuern, dass bei der Erfüllung der eine Außerbetriebnahme des Kraftfahr zeugs anzeigenden Ausstiegsbedingung ein mehrphasiges Coming-Home- Szenario und/oder bei der Erfüllung der eine Inbetriebnahme des Kraftfahr zeugs anzeigenden Einstiegsbedingung ein mehrphasiges Leaving-Home- Szenario realisierbar ist, wobei in jeder der Phasen des Coming-Home- und/o der Leaving-Home-Szenarios ein phasenspezifisches Wiedergabemuster des Lichtsignals und des akustischen Signals generierbar ist. Das Coming-Home- respektive Leaving-Home-Szenario ist eine, insbesondere zumindest teilweise fest vorgegebene, Wiedergabesequenz betreffend das Lichtsignal und das akustische Signal. Jede der Phasen des Coming-Home- beziehungsweise Leaving-Home-Szenarios kann hierbei zur Ausgabe einer speziell der jeweili gen Phase zugeordneten Information vorgesehen sein. Die entsprechende In formation kann hierbei sowohl für den Fahrer als auch für weitere Verkehrs teilnehmer relevant sein. So betrifft das Coming-Home-Szenario den Vorgang, wenn der Fahrer an seinem Zielort, etwa seinem Zuhause, angekommen ist, den Motor abstellt sowie das Kraftfahrzeug verlässt und absperrt. Dagegen betrifft das Leaving-Home-Szenario den Vorgang, wenn der Fahrer losfahren möchte, also sich an das Kraftfahrzeug annähert, dieses aufsperrt, betritt und den Motor startet.
Im Zusammenhang mit dem Coming- respektive Leaving-Home-Szenario kann vorgesehen sein, dass die Ein- oder Ausstiegsbedingung erfüllt ist, wenn die oder eine Türbedingung und/oder die oder eine Zündschlossbedingung und/oder die oder eine Schließbedingung und/oder die oder eine Abstandsbe dingung erfüllt ist. All diese Bedingungen sind dazu geeignet, ein Abstellen des Kraftfahrzeugs respektive einen Fahrtbeginn anzuzeigen und das Co ming- oder Leaving-Home-Szenario einzuleiten.
Sofern die Ein- oder Ausstiegsbedingung die Türbedingung ist, kann diese er füllt sein, wenn die oder eine Tür des Kraftfahrzeugs geöffnet oder geschlos sen wird. Sofern die Ausstiegsbedingung die Zündschlossbedingung ist, kann diese erfüllt sein, wenn die Schlüsselstellung des Zündschlosses in eine Aus schaltstellung überführt wird. Sofern die Einstiegsbedingung die Zündschloss-
bedingung ist, kann diese erfüllt sein, wenn die Schlüsselstellung des Zünd schlosses in eine Einschaltstellung überführt wird. Sofern die Ausstiegsbedin gung die Schließbedingung ist, kann diese erfüllt sein, wenn das ein Verriegeln des Kraftfahrzeugs bewirkende Verriegelungssignal vorliegt. Sofern die Ein stiegsbedingung die Schließbedingung ist, kann diese erfüllt sein, wenn das ein Entriegelnd des Kraftfahrzeugs bewirkende Entriegelungssignal vorliegt. Sofern die Ausstiegsbedingung die Abstandsbedingung ist, kann diese erfüllt sein, wenn der Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug und dem Schlüssel den Abstandsgrenzwert überschreitet. Sofern die Einstiegsbedingung die Ab standsbedingung ist, kann diese erfüllt sein, wenn der Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug und dem Schlüssel den Abstandsgrenzwert unterschreitet.
Im Zusammenhang mit der Coming-Home- respektive Leaving-Home-Szena- rio kann die Steuerungseinrichtung dazu eingerichtet sein, die Erfüllung we nigstens einer Phasenübergangsbedingung zu überprüfen und bei der Erfül lung der wenigstens einen Phasenübergangsbedingung einen den Übergang von einer Phase in die nächste Phase und/oder die Beendigung der letzten Phase bewirkenden Steuerbefehl zu generieren, wobei die Phasenübergangs bedingung nur erfüllt oder erfüllbar ist, wenn die oder eine Türbedingung und/oder die oder eine Zündschlossbedingung und/oder die oder eine Schließ bedingung und/oder die oder eine Abstandsbedingung erfüllt ist. So können die entsprechenden Bedingungen nicht nur, wie zuvor beschrieben wurde, zur Initiierung des Coming-Home- bzw. Leaving-Home-Szenarios verwendet wer den, sondern zudem im Zusammenhang mit dem Übergang von einer Phase in die nächste Phase des jeweiligen Szenarios genutzt werden. So können die im letzten Absatz dargelegten konkreten Aspekte bezüglich der Ein- oder Aus stiegsbedingung gleichermaßen für die Phasenübergangsbedingung gelten.
Ferner kann in diesem Zusammenhang vorgesehen sein, dass die Phasen übergangsbedingung nur erfüllt oder erfüllbar ist, wenn eine weitere Abstands bedingung erfüllt ist. Die weitere Abstandsbedingung ist erfüllt, wenn der Ab stand zwischen dem Kraftfahrzeug und dem Schlüssel einen weiteren Ab standsgrenzwert über- und/oder unterschreitet. So bedeutet das Überschrei-
ten des weiteren Abstandsgrenzwert, dass sich der Nutzer aus einem unmit telbaren Umfeld des Kraftfahrzeugs herausbewegt beziehungsweise in diesen hineinbewegt. Der weitere Abstandsgrenzwert ist kleiner als der Abstands grenzwert und kann etwa zwischen einem halben und zehn Meter, bevorzugt drei Meter, betragen.
Im Rahmen des Coming-Home- und/oder Leaving-Home-Szenarios kann vor gesehen sein, dass die wenigstens eine Steuerungseinrichtung des Kraftfahr zeugs dazu eingerichtet ist, die Erfüllung einer Abbruchsbedingung zu über prüfen und bei deren Erfüllung das Coming-Home und/oder Leaving-Home- Szenario abzubrechen. Die Abbruchsbedingung ist etwa erfüllt, wenn ein mit tels einer Bedienvorrichtung des Kraftfahrzeugs, insbesondere mittels des Schlüssels, generierbares Abbruchssignal erfasst wird. So kann etwa ein Tas tendruck auf eine Abbruchstaste des Schlüssels die Emittierung des Ab bruchssignals mittels des Funksenders bewirken, wobei dieses Signal mittels des Funksensors des Kraftfahrzeugs erfassbar ist. So wird es dem Nutzer er möglicht, das aktuell wiedergegebene Coming- respektive Leaving-Home- Szenario abzubrechen, beispielsweise falls er die Ausgabe der akustischen Signale tageszeitbedingt verhindern möchte.
Sofern die wenigstens eine Ausgabedingung die Manöverbedingung ist, kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Bedienvorrichtung ein Gaspedal des Kraftfahrzeugs ist, wobei die Manöverbedingung erfüllt ist, wenn das Gas pedal betätigt wird. In dieser Ausführungsform wird mittels der wenigstens ei nen Beleuchtungseinrichtung und der wenigstens einen akustischen Einrich tung eine bevorstehende Beschleunigung des Kraftfahrzeugs angezeigt. Um die Intuitive Erfassbarkeit dieser Information zu verbessern, kann das akusti sche Signal ein bezüglich der Tonfrequenz und/oder der Lautstärke zuneh mendes Brummgeräusch sein. Zudem ist denkbar, dass eine Lichtstärke des Signallichts an die Tonfrequenz respektive die Lautstärke gekoppelt ist.
Sofern die wenigstens eine Ausgabedingung die Manöverbedingung ist, kann zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein, dass mittels der wenigstens einen, insbesondere als ein Schaltknüppel und/oder ein Touchscreen und/oder ein
Bedienknopf und/oder ein Wählhebel vorgesehenen, Bedienvorrichtung ein Rückwärtsgang einlegbar ist, wobei die Manöverbedingung erfüllt ist, wenn der Rückwärtsgang eingelegt wird. Insbesondere ist in diesem Zusammen hang denkbar, dass die Ausgabe des akustischen Signals an die Ausgabe des Lichtsignals mittels der Heckleuchte gekoppelt ist.
Sofern die wenigstens eine Ausgabebedingung die Fahrzustandsbedingung ist, kann vorgesehen sein, dass diese erfüllt ist, wenn von einem zumindest teilautonomen Fährbetrieb zu einem manuellen Fährbetrieb des zumindest teilautonom betreibbaren Kraftfahrzeugs und/oder umgekehrt gewechselt wird. Die entsprechende Signalausgabe impliziert einen Fahrmoduswechsel dahingehend, dass eine Übergabe der Steuerung des Kraftfahrzeugs von dem Fahrerassistenzsystem zum Fahrer oder umgekehrt erfolgt. Diese Information kann letztendlich auch für den Fahrer des Kraftfahrzeugs relevant sein.
Sofern die wenigstens eine Ausgabebedingung die Fahrzustandsbedingung ist, kann zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein, dass diese erfüllt ist, wenn eine Gefahrensituation vorliegt, wobei die Steuerungseinrichtung dazu einge richtet ist, das Vorliegen der Gefahrensituation anhand eines Signals eines Sensors des Kraftfahrzeugs, insbesondere einer Kamera und/oder eines Ra darsensors, zu erfassen. Sofern also im Rahmen des Fahrerassistenzsystems eine Gefahrensituation erkannt wird, dann kann eine Informationsausgabe un mittelbar und ohne zeitliche Verzögerung erfolgen. Besonders vorteilhaft ist hierbei, dass ein Zutun des Fahrers wie eine Betätigung der Hupe nicht erfor derlich ist. Insbesondere wenn im Rahmen der Signalausgabe die Innenbe leuchtungseinrichtung des Kraftfahrzeugs mit einbezogen ist, erfolgt die Aus gabe des Warnhinweises auch in die Richtung des sich im Kraftfahrzeug be findenden Fahrers, der die Gefahrensituation möglicherweise noch gar nicht erkannt hat. Das Lichtsignal kann in diesem Fall eine, insbesondere periodisch ein- und ausgeschaltete, Lichthupe und das akustische Signal ein Hupge- räusch oder ein textbasiertes Ausgabesignal wie etwa das gesprochene Wort „Achtung“ oder dergleichen sein.
Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren zum Betrieb eines Kraftfahrzeugs, umfassend wenigstens eine Beleuchtungseinrichtung, mittels der wenigstens ein von außerhalb des Kraft fahrzeugs sichtbares Lichtsignal erzeugt wird, und wenigstens eine akustische Einrichtung, mittels der wenigstens ein von außerhalb des Kraftfahrzeugs hör bares akustisches Signal erzeugt wird, gelöst, wobei die Erfüllung wenigstens einer Ausgabebedingung überprüft wird und bei der Erfüllung der wenigstens einer Ausgabebedingung das Lichtsignal und das akustische Signal simultan erzeugt werden, wobei die wenigstens eine Ausgabebedingung
- wenigstens eine eine aktuelle Inbetriebnahme- oder Außerbetriebnahmesi tuation des Kraftfahrzeugs betreffende Ein- oder Ausstiegsbedingung, de ren Erfüllung von wenigstens einem mittels eines die Inbetriebnahme und/o der die Außerbetriebnahme des Kraftfahrzeugs betreffenden Systems und/oder Sensor des Kraftfahrzeugs generierten Steuersignal abhängt, und/oder
- wenigstens eine ein aktuelles oder bevorstehendes Rückfahr- oder Be schleunigungsmanöver des Kraftfahrzeugs betreffende Manöverbedin gung, deren Erfüllung von wenigstens einem mittels eines Fahrerassistenz systems des Kraftfahrzeugs generierten Steuersignal und/oder mittels we nigstens einer Bedienvorrichtung des Kraftfahrzeugs durch einen Nutzer generierten Bediensignal abhängt, und/oder
- wenigstens eine eine aktuelle Betriebssituation des Kraftfahrzeugs betref fende Fahrzustandsbedingung, deren Erfüllung von wenigstens einem mit tels des oder eines Fahrerassistenzsystems des Kraftfahrzeugs generierten Steuersignal abhängt, ist. Sämtliche Vorteile, Merkmale und Weiterbildungen des erfindungsgemä ßen Kraftfahrzeugs sind auf das erfindungsgemäße Verfahren anwendbar und umgekehrt.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachfol gend erläuterten Figuren sowie der Ausführungsbeispiele erläutert. Hierbei zeigen schematisch:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel des erfindungsge mäßen Kraftfahrzeugs,
Fig.2 eine Innenansicht des Kraftfahrzeugs aus Fig. 1 ,
Fig. 3 eine detaillierte Ansicht eines Schlüssels des Kraftfahrzeugs aus
Fig. 1 ,
Fig. 4 ein Flussdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels des erfin dungsgemäßen Verfahrens betreffend ein Coming-Home-Sze- nario, und
Fig. 5 ein Flussdiagramm eines zweiten Ausführungsbeispiels des er findungsgemäßen Verfahrens betreffend ein Leaving-Home- Szenario.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs 1 , wobei weitere Details anhand der in Fig. 2 dargestellten Innenansicht dieses Kraftfahrzeugs 1 gezeigt werden. Anhand des Kraftfahrzeugs 1 werden zudem Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens erläutert.
Das Kraftfahrzeug 1 umfasst mehrere Beleuchtungseinrichtungen 2, mittels denen von außerhalb des Kraftfahrzeugs 1 sichtbare Lichtsignale erzeugbar sind. Die Beleuchtungseinrichtungen 2 umfassen für diese Zweck Leuchtdio- den, mittels denen Licht entsprechender Farben generierbar ist. Das Kraftfahr zeug umfasst überdies mehrere akustische Einrichtungen 3, mittels denen von außerhalb des Kraftfahrzeugs 1 hörbare akustische Signale erzeugbar sind.
Konkret sind als Beleuchtungseinrichtung 2 zwei front- sowie links- und rechts- seitig am Kraftfahrzeug 1 angeordnete Frontscheinwerfer 4 vorgesehen, mit tels denen ein weißes Licht generierbar ist, nämlich ein Tagfahrlicht, ein Ab blendlicht und ein Fernlicht. Zudem ist mittels den Frontscheinwerfern 4 ein orangefarbenes Blinklicht zur Richtungsanzeige ausgebbar. Konkret sind die
Frontscheinwerfer 4 zudem als Projektionseinheiten ausgebildet, nämlich je weils als ein Digital-Matrix-Light („DML“), mittels dem eine Projektion auf eine Projektionsfläche in der Umgebung des Kraftfahrzeugs, etwa auf eine Straße oder eine Wand, generierbar ist.
Überdies sind als Beleuchtungseinrichtungen 2 heck- sowie links- und rechts seitig am Kraftfahrzeug 1 angeordnete Heckleuchten 5 vorgesehen. Mittels den Heckleuchten 5 ist ein rotes Schlusslicht generierbar. Gleichermaßen wie bei den Fronscheinwerfern 4 ist auch mittels den Heckleuchten 5 ein orange farbenes Blinklicht ausgebbar.
Ferner sind als Beleuchtungseinrichtungen 2 zwei jeweils an den Seitenspie geln des Kraftfahrzeugs angeordnete Seitenleuchten 6 vorgesehen, mittels denen im Rahmen einer Blinkfunktion des Kraftfahrzeugs 1 ein orangefarbe nes Blinklicht ausgebbar ist.
Schließlich als Beleuchtungseinrichtungen 2 zwei Positionsleuchten 7 vorge sehen, die benachbart und unterhalb der Frontscheinwerfer 4 angeordnet sind. Mittels der Positionsleuchten 7 ist ein weißes Positionslicht des Kraftfahr zeugs 1 ausgebbar.
Als akustische Einrichtung 3 des Kraftfahrzeugs 1 ist eine Hupe 8 vorgesehen, mittels der ein Hupsignal ausgebbar ist. Die grundsätzliche Funktionsweise der Hupe 8, etwa basierend auf dem Prinzip eines Wagnerschen Hammers oder dergleichen, ist dem Fachmann hinlänglich bekannt und wird daher nicht näher erläutert.
Ferner sind als akustische Einrichtungen 3 vier Lautsprecher 9 vorgesehen. Die Lautsprecher 9 sind exemplarisch im vorderen und hinteren Bereich des Kraftfahrzeugs 1 , jeweils links- und rechtsseitig, angeordnet. Mittels den Laut sprechern 9 sind Töne respektive Geräusche unterschiedlicher Art in unter schiedliche Richtungen ausgebbar.
Das Kraftfahrzeug 1 umfasst eine Steuerungseinrichtung 10, die dazu einge richtet ist, die Beleuchtungseinrichtungen 2 und die akustischen Einrichtungen 3 bei Erfüllung einer später noch näher erläuterten Ausgabebedingung, insbe sondere individuell, derart anzusteuern, dass das Lichtsignal und das akusti sche Signal simultan erzeugt werden. Konkret ist die Steuerungseinrichtung 10 beispielhaft dazu eingerichtet, zu diesem Zweck zyklisch einen Auswer tungsalgorithmus zu durchlaufen, bei dem überprüft wird, ob in Abhängigkeit von Sensorsignalen und/oder von im Rahmen der Steuerung des Kraftfahr zeugs 1 vorliegenden Steuersignalen, auf die später noch im Detail eingegan gen wird, entsprechende Ausgabebedingungen erfüllt sind. Die Steuerungs einrichtung 10 ist dazu eingerichtet, sofern dies der Fall ist, entsprechende Steuersignale an die Beleuchtungseinrichtungen 2 und die akustischen Ein richtungen 3 auszugeben. Die Steuerungseinrichtung 10 ist zu diesem Zweck mit Sensoren sowie den Beleuchtungseinrichtungen 2 und den akustischen Einrichtungen 3 über elektrische Signalleitungen verbunden, die vorliegend aus Übersichtlichkeitsgründen in den Figuren nicht dargestellt sind. Die von der Steuerungseinrichtung 10 durchführbaren Steuerungen können auch auf mehrere Steuerungseinrichtungen aufgeteilt sein, die etwa mittels eines Bus systems des Kraftfahrzeugs 1 oder dergleichen miteinander kommunizieren. Die Steuerungseinrichtung 10 ist ferner dazu eingerichtet, ein Fahrerassis tenzsystem 11 des Kraftfahrzeugs 1 , das als ein teilautonom betreibbares Kraftfahrzeug 1 vorgesehen ist, zu steuern.
Exemplarisch ist vorgesehen, dass das Kraftfahrzeug 1 zudem mehrere In nenbeleuchtungseinrichtungen 12 aufweist (s. Figur 2), die als zwei im Bereich des Fahrzeughimmels angeordnete Deckenleuchten 13 vorliegen, mittels de nen ein den Fahrgastraum 14 des Kraftfahrzeugs 1 beleuchtendes Beleuch tungslicht generierbar ist. Die Steuerungseinrichtung 10 ist dazu eingerichtet, bei der Erfüllung der Ausgabebedingung zusätzlich die Innenbeleuchtungsein richtungen 12 derart zu steuern, dass das Lichtsignal der Beleuchtungsein richtungen 2, das akustische Signal der akustischen Einrichtungen 3 und das Beleuchtungslicht der Innenbeleuchtungseinrichtung 12 simultan erzeugt wer den.
Gemäß eines ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung ist bezüglich der Ausgabebedingung vorgesehen, dass diese eine aktuelle Inbetriebnahme- o- der Außerbetriebnahmesituation des Kraftfahrzeugs beschreibende Ein- oder Ausstiegsbedingung ist, deren Erfüllung von wenigstens einem mittels eines die Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme des Kraftfahrzeugs 1 betreffen den Systems und Sensors des Kraftfahrzeugs 1 generierbaren Steuer- und/o der Sensorsignal abhängt. Dieses System, bezüglich dem später noch weitere Details erläutert werden, kann durch die Steuerungseinrichtung 10 gesteuert werden. Die Steuerungseinrichtung 10 ist dazu eingerichtet, die Beleuchtungs einrichtungen 2 und die akustischen Einrichtungen 3 sowie gegebenenfalls die Innenbeleuchtungseinrichtung 12 bei Erfüllung der Ausgabebedingung derart zu steuern, dass die in diesem Zusammenhang ausgegebenen Signale konk ret die aktuelle Situation des Kraftfahrzeugs 1 , insbesondere für weitere Ver kehrsteilnehmer, beschreiben.
Konkret ist die Ein- oder Ausstiegsbedingung mitunter eine Türbedingung, die betrifft, ob eine Tür 15 des Kraftfahrzeugs 1 , insbesondere eine Fahrertür, ak tuell geöffnet oder geschlossen, wobei das Lichtsignal und das akustische Sig nal diese Information transportiert. Zur entsprechenden Sensierung ist ein Tür zustandssensor 16 vorgesehen. Die Steuerungseinrichtung 10 ist dazu einge richtet, das binäre Signal des Türzustandssensors 16, das anzeigt ob die Tür 15 aktuell geöffnet oder geschlossen ist, entsprechend auszuwerten.
Die Ein- oder Ausstiegsbedingung ist ferner eine Zündschlossbedingung, die insbesondere die Schlüsselstellung eines Zündschlosses 17 des Kraftfahr zeugs 1 betrifft. Entsprechende Sensorsignale, von denen die Erfüllung der Zündschlossbedingung abhängt, sind mittels eines Zündschlosssensors 18 des Kraftfahrzeugs 1 erfassbar. Das Zündschloss 17 ist in einer Ausschaltstel lung, wenn ein Schlüssel 19 des Kraftfahrzeugs 1 nicht in dem Zündschloss 17 steckt oder, sofern der Schlüssel 19 in dem Zündschloss 17 steckt, dieser in einer Nichtbetriebsstellung ist. Das Zündschloss 17 des Kraftfahrzeugs 1 ist in einer Einschaltstellung, wenn der Schlüssel 19 im Zündschloss 17 steckt und in eine Betriebsstellung gedreht wurde, so dass eine Zündung des Kraft fahrzeugs 1 aktiviert wurde.
Die Ein- oder Ausstiegsbedingung ist außerdem eine Schließbedingung, die anzeigt, dass ein ein Ver- oder Entriegeln des Kraftfahrzeugs bewirkendes Ver- oder Entriegelungssignal vorliegt, das mittels einer Steuereinheit eines Schließsystems des Kraftfahrzeugs generierbar ist, wobei die Steuereinheit vorliegend die Steuerungseinrichtung 10 ist. Diese ist dazu eingerichtet, das Ver- oder Entriegelungssignal in Abhängigkeit eines Funksignals zu generie ren, das durch einen Nutzer 20 mittels eines Funksenders 21 des Schlüssels 19 generierbar ist. Der Schlüssel 19, dessen Details in Fig. 3 gezeigt sind, weist zu diesem Zweck eine Aufschließtaste 22 und eine Abschließtaste 23 auf, wobei ein Drücken einer der Tasten 22, 23 die Generierung eines Funk signal bewirkt. Das Funksignal ist mittels eines Funksensors 24 des Kraftfahr zeugs 1 erfassbar, wobei die entsprechenden Sensorsignale an die Steue rungseinrichtung 10 übermittelt werden. Anstelle des Schlüssels 19 kann in diesem Zusammenhang auch ein Mobiltelefon des Nutzers 20 genutzt werden.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Funksender 21 ein RFID- Transponder, mittels dem das Funksignal ein Identifikationssignal ist, so dass der Nutzer 20 bei Annäherung an das beziehungsweise Entfernen von dem Kraftfahrzeug zum Aufsperren respektive Abschließen keine Taste drücken muss, sondern die Erfassung der Anwesenheit des Schlüssels 19 respektive des Nutzers 20 automatisch erfolgt und das Auf- bzw. Abschließen des Kraft fahrzeugs 1 automatisch auslöst. In diesem Zusammenhang ist die Steue rungseinrichtung 10 dazu eingerichtet, anhand des Funksignals eine einen ak tuellen Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug 1 und dem Schlüssel 19 und/o der eine aktuelle Richtung des Schlüssels 19 bezüglich des Kraftfahrzeugs 1 betreffende Schlüsselpositionsinformation zu bestimmen. Zur Erfassung des Abstands wird das mittels eines Abstandssensors, vorliegend des Funksen sors 24, erfasste Funksignal genutzt. Die Steuerungseinrichtung 10 ist dazu eingerichtet, anhand der Signalstärke des mittels des Funksensors 24 erfass ten Funksignals den aktuellen Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug 1 und dem Schlüssel 19 respektive dem Nutzer 20 zu bestimmen. Dieser Abstand ist in Fig. 1 durch den Pfeil 25 schematisch angedeutet.
So ist die Abstandsbedingung erfüllt ist, wenn die Schlüsselpositionsinforma tion angibt, dass ein aktueller Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug 1 und dem Schlüssel 19 einen Abstandsgrenzwert über- und/oder unterschreitet. Sofern der Funksender 21 ein RFID-Transponder ist, sendet der Funksender 21 des Schlüssels 19 als Funksignal ein schlüsselspezifisches Identifikationssignal aus. Das Aussenden dieses Signals wird durch den Funksensor 24 bewirkt, der ständig respektive zyklisch ein hochfrequentes elektromagnetisches Wechselfeld generiert, das mittels des Funksenders 21 bei entsprechender Annäherung seitens des Schlüssels 19 detektiert wird, wodurch das Senden des Identifikationssignals ausgelöst wird.
Die Schließbedingung kann auch erfüllt sein, wenn eine Erkennungsbedin gung erfüllt ist. Diese ist beispielsweise dann erfüllt, wenn die Anwesenheit des Nutzer 20 in der Umgebung des Kraftfahrzeugs 1 mittels eines von der Steuerungseinrichtung 10 durchgeführten Gesichtserkennungsalgorithmus er fasst wird. Zu diesem Zweck können etwa mittels einer Kamera 47 des Kraft fahrzeugs 1 erfasste Bilddaten genutzt werden, wobei bei erfolgter Erkennung des Nutzers 20 das Entriegelungssignal generiert wird. Zudem kann bei einer detektierten Abwesenheit des Nutzers 20 das Verriegelungssignal generiert werden.
Die Schlüsselpositionsinformation, im Besonderen der in diesem Zusammen hang erfasste Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug 1 und dem Schlüssel 19, wird nicht nur im Zusammenhang mit der Abstandsbedingung genutzt, son dern fließt überdies auch konkret in die Ausgabe des Lichtsignals und des akustischen Signals ein. So ist das ausgegebene Lichtsignal bei der Erfüllung der Abstands- beziehungsweise Schließbedingung beispielhaft ein blinkendes Lichtsignal mit einer bestimmten Blinkfrequenz. Simultan hierzu kann das Be leuchtungslicht der Innenbeleuchtungseinrichtung 12 mit derselben Blinkfre quenz ein- und ausgeschaltet werden. Das akustische Signal ist ein periodisch und mit dazwischengeschalteten kurzen Pausen ertönender Piep-Ton, der mittels den Lautsprechern 9 ausgegeben wird. Hierbei entspricht die Blinkfre quenz des Lichtsignals der Periodendauer des periodisch ausgegebenen Piep-Tons. Diese Frequenz ist umso größer, je geringer der Abstand zwischen
dem Kraftfahrzeug 1 und dem Schlüssel 19 ist. Zusätzlich ist eine aktuelle Fre quenz der Schallwellen des akustischen Signals umso höher und eine aktuelle Lautstärke des akustischen Signals umso geringer, je geringer der Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug 1 und dem Schlüssel ist. Zweckmäßigerweise wird die Schlüsselpositionsinformation laufend aktualisiert, so dass das Licht signal und das akustische Signal laufend hieran angepasst wird. Dem Nutzer 20 wird hierbei impliziert, dass sein Annäherung beziehungsweise Entfernung seitens des Kraftfahrzeugs 1 erfasst wird.
Wie bereits angedeutet wurde, betrifft die Schlüsselpositionsinformation ne ben dem Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug 1 und dem Schlüssel 19 zudem die Richtung des Schlüssels 19 respektive Nutzers 20 relativ zum Kraftfahr zeug 1 , wobei auch beispielhaft die Richtung in die Ausgabe des Lichtsignals und des akustischen Signals mit einfließt. So ist die Steuerungseinrichtung dazu eingerichtet, in Abhängigkeit des seitens des Funksensors 24 erfassten Funksignals die Richtung des Schlüssels 19 zu bestimmen. Hierzu ist es etwa denkbar, dass das Kraftfahrzeug 1 mehrere Funksensoren 24 aufweist, wobei die Unterschiede der von den Funksensoren 24 erfassten Signalstärken des Funksignals genutzt werden, um die Richtung des Schlüssels 19 zu bestim men. Die seitens der Steuerungseinrichtung 10 generierten Steuersignale zur Steuerung der Beleuchtungseinrichtungen 2 und der akustischen Einrichtun gen 3 können nun bewirken, dass das Lichtsignal und/oder das akustische Signal gezielt in die Richtung des Nutzers ausgegeben werden. So können etwa nur diejenigen Beleuchtungseinrichtungen 2 ein Lichtsignal ausgeben, die aufgrund des Blickwinkels des Nutzers 20 zum Kraftfahrzeug 1 für diesen sichtbar sind. Zudem können etwa nur diejenigen akustischen Einrichtungen 3, deren Ausgaberichtung dem Nutzer 20 zugewandt ist, das akustische Sig nal ausgeben.
Zusammenfassend gilt für den Fall, dass die Ausgabebedingung die Ein- oder Ausstiegsbedingung ist, dass mittels der Beleuchtungseinrichtung 2 und der akustischen Einrichtung 3 jeweils ein Signal ausgegeben wird, das anzeigt, dass aktuell eine Inbetriebnahme- oder Außerbetriebnahmesituation des Kraftfahrzeugs 1 vorliegt. Im Besonderen implizieren die Signale konkret, ob
die Inbetriebnahme- oder Außerbetriebnahmesituation ein Öffnen respektive Schließen der Fahrzeugtür 15, ein Aktivieren respektive Deaktivieren der Zün dung oder ein Ver- beziehungsweise Entriegeln des Kraftfahrzeugs 1 betrifft. Diese Information ist nicht nur für weitere Verkehrsteilnehmer, sondern über dies auch für den Nutzer 20, der sich in diesen Situationen typischerweise in der Umgebung des Kraftfahrzeugs 1 befindet, relevant. Beispielsweise ist denkbar, dass der Nutzer 20 im Moment des Ver- beziehungsweise Entrie- gelns des Kraftfahrzeugs 1 durch das Funksignal des Schlüssels 20 nicht in die Richtung des Kraftfahrzeugs 1 blickt und deshalb das Lichtsignal nicht wahrnimmt, wobei ihn das akustische Signal trotzdem darauf hinweist, dass das Absperren beziehungsweise Entriegeln erfolgreich durchgeführt wurde.
Fig. 4 betrifft ein Flussdiagramm eines ersten Ausführungsbeispiels des erfin dungsgemäßen Verfahrens, mittels dem ein sogenanntes Coming-Home-Sze- nario realisiert wird. Das Coming-Home-Szenario betrifft ein, insbesondere fest vorgegebenes, mehrphasiges Generieren von Lichtsignalen und akusti schen Signalen, wobei jede Phase des Coming-Home-Szenarios einen typi schen Abschnitt im Rahmen des Abstellen des Kraftfahrzeugs 1 an einem Zie lort betrifft. Bei der nachfolgend detaillierten Beschreibung des Coming-Home- Szenarios, genauso wie bei der im Anschluss dargelegten Beschreibung eines Leaving-Home-Szenarios wird davon ausgegangen, dass die Auswertung der jeweiligen Signale und die Ansteuerung der Beleuchtungseinrichtung 2, der akustischen Einrichtung 3 sowie der Innenbeleuchtungseinrichtung 12 seitens der Steuerungseinrichtung 10 erfolgt, ohne dass dies im Folgenden jedes mal explizit erwähnt wird.
Man stelle sich in diesem Zusammenhang eine Situation vor, bei der der Nut zer 20 den Zielort seiner Fahrt mit dem Kraftfahrzeug 1 erreicht hat und dieses geparkt hat. Anschließend dreht der Nutzer den Schlüssel 19, um das Zünd schloss 17 von der Einschaltstellung in die Ausschaltstellung zu bringen. Das Verfahren beginnt hierbei in einem ersten Schritt 26, in der ein Sensorsignal des Zündschlosssensors 18 generiert wird.
Im nächsten Schritt 27 des Verfahrens wird dieses Sensorsignal ausgewertet und überprüft, ob die Zündschlossbedingung erfüllt ist. Sofern dies der Fall ist, wird das Verfahren in einem nächsten Schritt 28 fortgesetzt. Andernfalls wer den die Schritte 26 und 27 so lange in einer Schleife durchlaufen, bis im Schritt 26 die entsprechenden Sensorsignale erzeugt werden und das Verfahren im Schritt 28 fortgesetzt wird.
Im Schritt 28 des Verfahrens werden Steuersignale zur Steuerung der Be leuchtungseinrichtung 2, der akustischen Einrichtung 3 und der Innenbeleuch tungseinrichtung 12 derart generiert, dass das Lichtsignal und das akustische Signal und das Beleuchtungslicht simultan erzeugt werden. Konkret bewirken diese Steuersignale, dass beim Ausschalten der Zündung die Frontscheinwer fer 4 ein sich auffächerndes und nach unten schwenkendes Abblendlicht ge nerieren. Gleichzeitig erfolgt ein kurzes Einschalten der Rückscheinwerfer 5. Das Beleuchtungslicht der Innenbeleuchtung 12 wird währenddessen stetig heller, bis eine maximale Helligkeit des Beleuchtungslicht erreicht ist. Mittels den Lautsprechern 9 wird gleichzeitig ein Brumm-Geräusch generiert. Das Brumm-Geräusch wird unmittelbar nach dem Ausschalten der Zündung gene riert und nimmt bezüglich seiner Lautstärke so lange stetig ab, bis es komplett verstummt ist. Der Nutzer 20, der sich während dieser ersten Phase des Co- ming-Home-Szenarios noch im Kraftfahrzeug 1 befindet, sieht hierbei das sich auffächernde und nach unten geschwenkte Abblendlicht sowie das immer dunkler werdende Beleuchtungslicht, wobei er gleichzeitig das leiser wer dende und das Ausschalten der Zündung implizierende Brummgeräusch wahrnimmt. Die entsprechenden Signale werden auch von weiteren Verkehrs teilnehmern wahrgenommen.
Der nächste Schritt 29 des Verfahrens betrifft das Aussteigen des Nutzers 20 aus dem Kraftfahrzeug 1 . So wird im Schritt 29 gegebenenfalls ein Sensorsig nal des Türzustandssensors 16 betreffend den Umstand, dass die Tür 15 zu nächst geöffnet und kurz darauf geschlossen wird, generiert.
Im nächsten Schritt 30 des Verfahrens werden diese Sensorsignale ausge wertet und hierbei die Erfüllung einer Phasenübergangsbedingung, die konk ret die Türbedingung ist, überprüft. Sofern dies der Fall ist, wird das Verfahren in einem nächsten Schritt 31 fortgesetzt und eine zweite Phase des Coming- Home-Szenarios eingeleitet. Andernfalls werden die Schritte 29 und 30 so lange in einer Schleife durchlaufen, bis im Schritt 29 die entsprechenden Sen sorsignale erzeugt werden und das Verfahren im Schritt 31 fortgesetzt wird.
Im nächsten Schritt 31 des Verfahrens werden Steuersignale zur Steuerung der Beleuchtungseinrichtungen 2, der akustischen Einrichtungen 3 und der In nenbeleuchtungseinrichtung 12 derart generiert, dass bei der zweiten Phase des Coming-Home-Szenarios eine sogenannte „Lichtatmung“ erfolgt. Konkret bedeutet dies, dass ein zyklisches Pulsieren des generierten Lichtsignals er folgt, bei dem dies stetig heller und dunkler wird. Dies betrifft vorliegend das mittels der Frontscheinwerfer 4 generierte Tagfahrlicht und das mittels der Heckleuchten 5 generierte Schlusslicht. Die Seitenleuchten 6 und die Innen beleuchtungseinrichtung 12 werden hierbei in diese Pulsation mit einbezogen. Zudem wird eine animierte, das heißt dynamische, Projektion durch den Scheinwerfer 4 generiert, wobei etwas das Wort „Bye“ auf den Boden projiziert wird und sich die Größe und/oder Farbe und/oder Position dieser Projektion verändert. Synchron zu den pulsierenden Lichtsignalen wird mittels den Laut sprechern 9 ein bezüglich seiner Tonfrequenz und Lautstärke wiedergegebe nes Geräusch wie etwa ein Brumm-Geräusch generiert.
Parallel zu dieser der Phase der „Lichtatmung“ im Schritt 31 wird im Rahmen eines Schritts 32 ein seitens des Funksensors 24 detektiertes und ein die Ver riegelung des Kraftfahrzeugs 1 bewirkendes Funksignal vom Schlüssel 20 er fasst, woraufhin das das Verriegeln des Kraftfahrzeugs 1 bewirkende Verrie gelungssignal generiert wird. Hierbei wird davon ausgegangen, dass der Schlüssel 19 vorliegend dazu eingerichtet ist, durch ein Drücken der Tasten 22, 23 Auf- beziehungsweise Absperrsignale zu generieren. Der Schlüssel 20 kann jedoch gleichermaßen den als RFID-Transponder ausgebildeten Funk sender 21 umfassen, wobei im Rahmen des Schritts 32 gleichermaßen gege-
benenfalls das das Verriegeln des Kraftfahrzeugs 1 bewirkende Verriege lungssignal in Abhängigkeit der oben beschriebenen Abstandsbedingung ge neriert wird. Hierbei kann zudem die Pulsationsfrequenz der Lichtatmung vom aktuellen Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug 1 und dem Schlüssel 19 ab- hängen.
Die Dauer der Phase der „Lichtatmung“, also die Durchführung des Schritts 31 und des hierzu parallel ablaufenden Schritts 32, beträgt beispielhaft 20 Sekun den, wobei nach Ablauf dieser Dauer automatisch zu einem nächsten Schritt 33 des Verfahrens übergegangen wird. Im Schritt 33 wird überprüft, ob im Rahmen des Schritts 32 ein die Verriegelung des Kraftfahrzeugs 1 bewirken des Verriegelungssignal generiert wurde oder, mit anderen Worten, ob die Schließbedingung erfüllt ist respektive war.
Sofern die Überprüfung im Schritt 33 ergibt, dass ein Verriegeln des Kraftfahr zeugs 1 erfolgreich durchgeführt wurde, werden im Rahmen eines nächstens Schritts 34 Steuersignale generiert, die bewirken, dass im Rahmen einer drit ten Phase des Coming-Home-Szenarios für eine kurze Zeitdauer wie etwa eine Sekunde das Tagfahrlicht der Frontscheinwerfer 4, das Positionslicht der Positionsleuchten 7, das Schlusslicht der Heckleuchten 5 und das orangefar bene Blinklicht der Frontscheinwerfer 7, der Heckleuchten 5 und der Seiten leuchten 6 noch einmal kurz aufleuchten. Mittels des Frontscheinwerfers 4 wird zudem ein Symbol eines verriegelten Schlosses in grüner Farbe auf den Boden projiziert. Mittels den Lautsprechern 9 wird ein Triangel-Geräusch aus gegeben, wobei die beiden letztgenannten Ausgaben dem Nutzer 20 sowohl optisch als auch akustisch signalisieren, dass das Kraftfahrzeug 1 verriegelt wurde.
Sofern die Überprüfung im Schritt 33 ergeben hat, dass ein Verriegeln des Kraftfahrzeugs 1 noch nicht durchgeführt wurde, werden stattdessen im Rah men eines nächstens Schritts 35 Steuersignale generiert, die bewirken, dass die soeben im Zusammenhang mit dem Schritt 32 respektive der dritten Phase des Coming-Home-Szenarios erläuterten Licht- und akustischen Signale gleichermaßen ausgegeben werden, jedoch mit dem Unterschied, dass mittels
des Frontscheinwerfers 4 ein Symbol eines nicht verriegelten Schlosses in ro ter Farbe auf den Boden projiziert wird und dass nicht mittels den Lautspre chern 9 das Triangel-Geräusch, sondern mittels der Hupe 8 ein kurzes Hup- geräusch ausgegeben wird. Diese beiden Ausgaben signalisieren dem Nutzer 20, dass das Kraftfahrzeug 1 noch nicht verriegelt wurde. Das Coming-Home- Szenario ist mit Auflauf des Schrittes 34 beziehungsweise 35 abgeschlossen.
Fig. 5 zeigt ein Flussdiagramm, das ein zweites Ausführungsbeispiel des er findungsgemäßen Verfahrens zur Realisierung eines mehrphasigen Leaving- Home-Szenarios betrifft. Hierbei sei angenommen, dass der Schlüssel 19 ei nen als RFID-Transponder ausgebildeten Funksender 21 aufweist, mittels dem das Funksignal als Identifikationssignal ausgesendet wird.
Ein erster Schritt 36 dieses Verfahrens betrifft den Umstand, dass sich der Nutzer 20 samt Schlüssel 19 gegebenenfalls dem geparkten Kraftfahrzeug 1 annähert. Mittels des Funksensors 24 wird in diesem Fall im Schritt 36 gege benenfalls das seitens des Schlüssels 19 ausgesendete Identifikationssignal erfasst und ein Entriegeln des Kraftfahrzeugs 1 bewirkendes Entriegelungs signal generiert, sofern der hierbei ermittelte Schlüsselpositionsinformation angibt, dass der Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug 1 und dem Schlüssel 19 kleiner ist als der fest vorgegebene Abstandsgrenzwert oder, mit anderen Worten, sofern die Schließbedingung erfüllt ist.
Im einem nächsten Schritt 37 wird überprüft, ob im Rahmen des Schritts 36 die Entriegelungsbedingung erfüllt ist, also ob das Entriegelungssignal gene riert wurde. Sofern dies der Fall ist, wird das Verfahren in einem nächsten Schritt 38 fortgesetzt. Andernfalls werden die Schritte 36 und 37 so lange in einer Schleife durchlaufen, bis im Schritt 37 die Erfüllung der Entriegelungs bedingung festgestellt wird.
Im Schritt werden 38 Steuersignale generiert, mittels denen die Frontschein werfer 4, die Positionsleuchten 7, die Heckleuchten 5 und die Lautsprecher 9 angesteuert werden. Konkret bewirken diese Steuersignale ein sich auffä-
cherndes und nach oben schwenkendes Abblendlicht durch die Frontschein werfer 4. Gleichzeitig blinken die Heckleuchten 5 kurz auf. Synchron hierzu wird mittels den Lautsprechern 9 ein die Entriegelung des Kraftfahrzeugs 1 implizierendes Geräusch, etwa das einer Triangel oder dergleichen, generiert.
Nach dieser ersten Phase, die beispielhaft eine Sekunde dauert, beginnt au tomatisch im Rahmen eines nächsten Schritts 39 eine zweite Phase des Leaving-Home-Szenarios, in dem einerseits Steuersignale an die Beleuch tungseinrichtungen 2 und der akustischen Einrichtungen 3 angesteuert wer den und andererseits, parallel hierzu, die Erfüllung einer Phasenübergangs bedingung geprüft wird, wobei diese beiden Aspekte nachfolgend erläutert werden.
Bezüglich der Steuerung der Einrichtungen 2, 3 erfolgt in der zweiten Phase die bereits oben erläuterte „Lichtatmung“. Parallel hierzu erfolgt eine ständige Aktualisierung der Schlüsselpositionsinformation. Die Steuerung der Beleuch tungseinrichtungen 2 und der akustischen Einrichtungen 3 erfolgt hierbei der art, dass die Pulsationsfrequenz des Lichtsignals sowie des akustischen Sig nals sowie die aktuelle Lautstärke des akustischen Signals von dem aktuellen Abstand des Schlüssels 19 abhängt. Konkret ist Pulsationsfrequenz hierbei umso höher und die Lautstärke des akustischen Signals umso niedriger, je kleiner der aktuelle Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug 1 und dem Schlüssel 19 ist.
Bezüglich der Phasenübergangsbedingung ist vorgesehen, dass diese erfüllt ist, sobald eine weitere Abstandsbedingung erfüllt ist. Dies ist der Fall, wenn der Abstand zwischen dem Kraftfahrzeug 1 und dem Schlüssel 19 einen, bei spielhaft drei Meter betragenden, weiteren Abstandsgrenzwert unterschreitet, wobei im Übrigen das bezüglich der Erfassung des Abstandes zur Überprü fung der Abstandsbedingung Gesagte gleichermaßen für die weitere Ab standsbedingung gilt. Die Erfüllung der weiteren Abstandsbedingung, impli ziert, dass ein Einsteigen des Nutzers 20 in das Kraftfahrzeug unmittelbar be vorsteht. Sofern die Erfüllung dieser Phasenübergangsbedingung vorliegt, wird der Schritt 39 des Verfahrens betreffend die „Lichtatmung“ beendet und
es beginnt im Rahmen eines weiteren Schritts 41 eine dritte Phase des Leaving-Home-Szenarios. Alternativ zur Erfüllung der weiteren Abstandsbe dingung kann die Phasenübergangsbedingung im Schritt 39 auch bei Erfüllung der Türbedingung erfüllt sein, das heißt, wenn die seitens des Türzustands- sensors 16 erfassten Sensorsignale implizieren, dass die Tür 15 aktuell geöff net wird.
Ein weiterer Aspekt betreffend einen weiteren Schritt 40 ist, dass nach Ablauf einer fest vorgegebenen Zeitdauer, die vorliegend beispielhaft 20 Sekunden beträgt, das Verfahren in dem Schritt 40 automatisch abgebrochen und das Kraftfahrzeug 1 wieder verriegelt wird. So würde dies bedeuten, dass inner halb dieser Zeit die weitere Abstandsbedingung nicht erfüllt wurde und sich der Nutzer 20 mithin nicht näher an das Kraftfahrzeug 1 als z.b. drei Meter heranbewegt hat. Dies impliziert wiederum, dass der Nutzer 20 vorliegend etwa nur zufällig an dem Kraftfahrzeug 1 vorbeigekommen ist und nicht beab sichtigt, eine Fahrt zu beginnen, weshalb ein Abbruch des Leaving-Home-Sze- narios angezeigt ist.
Im Rahmen des Schritts 41 respektive der dritten Phase ist vorgesehen Steu- ersignale derart generiert werden, dass ein kurzes Einschalten des Abblend lichts mittels der Frontscheinwerfer 4, ein kurzes Aufleuchten des Rücklichts mittels der Fleckleuchten 5 und ein stetiges und bis zu einer maximalen Hel ligkeit heller werdendes Beleuchtungslicht mittels der Innenbeleuchtung 12 bewirkt wird. Zusätzlich wird seitens der Lautsprecher 9 ein kurzes Brummge- räusch generiert. Bezüglich der Generierung des Brummgeräuschs kann im Rahmen des Schritts 41 zudem vorgesehen sein, dass, sofern eine Fehlerin formation betreffend ein Fahrzeugsystem des Kraftfahrzeugs 1 vorliegt, an stelle des Brummens ein Geräusch generiert wird, das das Vorliegen einer Fehlfunktion für den Nutzer 20 impliziert. Das akustische Signal kann bei- spielsweise in Form einer Textausgabe, etwa des Wortes „Error“ oder derglei chen, erfolgen.
Ein im Zusammenhang mit dem Coming-Home- und Leaving-Home-Szenario zudem vorgesehener Aspekt betrifft den Umstand, dass die Steuerungsein richtung 10 des Kraftfahrzeugs 1 dazu eingerichtet ist, während jedes Verfah rensschritts 26 bis 41 parallel die Erfüllung einer Abbruchsbedingung zu über prüfen, wobei bei entsprechender Erfüllung das jeweilige Szenario abgebro chen wird. Die Abbruchsbedingung ist erfüllt, sofern mittels des Funksensors 24 ein Abbruchssignal erfasst wird, das aufgrund der Betätigung einer Ab bruchstaste 42 des Schlüssels 19 erzeugt wurde. Ein Abbruch kann beispiels weise in Situationen zweckmäßig sein, bei denen der Nutzer 20 das vollstän dige Durchlaufen der im Rahmen dieser Szenarien ausgegebenen Licht- und akustischen Signale etwa deshalb abbrechen möchte, da es aktuell Nacht ist eine etwaige Geräuschbelästigung für Anwohner vermieden werden soll.
Bezüglich eines zweiten Aspekts des erfindungsgemäßen Verfahrens wird wieder auf die Figuren 1 und 2 Bezug genommen. So ist im Rahmen dieses Aspekts die Ausgabebedingung eine Manöverbedingung, die deren Erfüllung von einem aktuellen respektive bevorstehenden Manöver abhängt. Konkret ist die Manöverbedingung erfüllt, wenn ein Rückfahr- sowie Beschleunigungsma növer des Kraftfahrzeugs 1 bevorsteht respektive durchgeführt wird.
Einerseits ist die Manöverbedingung in Abhängigkeit eines mittels des Fahrer assistenzsystems 11 des Kraftfahrzeugs 1 generierbaren Steuersignals, das ein Rückfahr- oder Beschleunigungsmanöver bewirkt, erfüllt. So ist etwa in dem Fall, dass im Rahmen des zumindest teilautonomen Fährbetriebs des Kraftfahrzeugs 1 eine Beschleunigung respektive ein Rückwärtsfahren unmit telbar bevorsteht, die Ausgabe entsprechender Licht- und akustischer Signale vorgesehen. Steht etwa ein Beschleunigen des Kraftfahrzeugs 1 unmittelbar bevor, so kann etwa das mittels des Tagfahrlichtscheinwerfers 7 generierte Tagfahrlicht bezüglich seiner Helligkeit pulsieren und synchron hierzu seitens der Lautsprecher 9 ein bezüglich seiner Lautstärke respektive Tonhöhe höher werdendes akustisches Signal ausgegeben werden. Im Falle eines Rückfahr manövers kann etwa ein weißes Rückfahrlicht mittels den Heckleuchten 5 ge neriert werden, wobei mittels den Lautsprechern 9 eine textbasierte Nachricht
wie etwa das Wort „Attention“ betreffend das Rückfahrmanöver ausgegeben wird.
Andererseits ist die Manöverbedingung in Abhängigkeit eines Bediensignals, das mittels einer Bedienvorrichtung 43 des Kraftfahrzeugs 1 durch den Nutzer 20 generierbar ist, erfüllt. Die Bedienvorrichtung 43 ist ein Gaspedal 44 des Kraftfahrzeugs 1 , wobei die Manöverbedingung erfüllt ist, wenn das Gaspedal 44 betätigt wird. Die Erfassung dieser Betätigung kann etwa sensorisch erfol gen oder anhand eines ohnehin in einer Antriebssteuerung des Kraftfahrzeugs 1 vorliegenden Steuersignals erfolgen, wobei die entsprechende Information an die Steuerungseinrichtung 10 übermittelt wird. Zudem ist als Bedienvorrich tung 43 ein Schaltknüppel 45 des Kraftfahrzeugs 1 vorgesehen, wobei die Ma növerbedingung bei einem Einlegen des Rückwärtsgangs mittels des Schalt knüppels 45 erfüllt ist. Anstelle des Schaltknüppels 45 kann die Bedienvorrich tung ein Touchscreen 49, ein Bedienknopf, ein Wählhebel oder eine sonstige Bedienvorrichtung, mittels der der Rückwärtsgang des Kraftfahrzeugs 1 ein- legbar ist, sein. Zur Erfassung der Information kann ein der Bedienvorrichtung 43 respektive dem Schaltknüppel 45 zugeordneter Sensor vorgesehen sein oder eine ohnehin im Rahmen einer Antriebssteuerung des Kraftfahrzeugs 1 vorgesehener Steuerbefehl genutzt werden.
Bezüglich eines dritten Aspekts der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Ausgabebedingung eine eine aktuelle Betriebssituation des Kraftfahr zeugs 1 beschreibende Fahrtzustandsbedingung ist. Die Erfüllung dieser Be dingung hängt von einem mittels des Fahrerassistenzsystems 11 generierba ren Steuersignal ab. So zeigt die Fahrzustandsinformation etwa einen unmit telbar bevorstehenden oder aktuell ausgeführten Wechsel von dem zumindest teilautonomen Fährbetrieb des Kraftfahrzeugs 1 zu einem manuellen Fährbe trieb an. Insbesondere da die Steuerung des Fahrerassistenzsystems 11 , wie oben erläutert wurde, ohnehin seitens der Steuerungseinrichtung 10 durchge führt wird, liegt diese Information der Steuerungseinrichtung 10 unmittelbar vor.
Sofern ein entsprechender Wechsel unmittelbar bevorsteht respektive aktuell durchgeführt wird, ist die Steuerungseinrichtung 10 dazu eingerichtet, Steuer signale an die Beleuchtungseinrichtung 2 und die akustische Einrichtung 3 derart zu generieren, dass mittels den Frontscheinwerfern 4 der Text „Auto matic to Manual“ oder „Manual to Automatic“ auf die Straße vor das Kraftfahr zeug 1 projiziert wird, und zwar je nachdem, ob ein Wechsel vom autonomen zum manuellen Fahrmodus erfolgt oder umgekehrt. Zudem leuchtet das mit tels den Positionsleuchten 7 generierbare Positionslicht sowie das mittels den Fleckleuchten 5 generierte Rücklicht exemplarisch jeweils dreimal kurz auf. Außerdem wird ein akustisches Signal mittels den Lautsprechern 9 ausgege ben, bei dem etwa der Text „Automatic to Manual“ oder „Manual to Automatic“ wiedergegeben wird.
Ferner ist vorgesehen, dass die Fahrzustandsbedingung erfüllt ist, wenn eine Gefahrensituation vorliegt, wobei die Steuerungseinrichtung 10 dazu einge richtet ist, das Vorliegen der Gefahrensituation anhand eines Signals eines Sensors, nämlich der Kamera 47 und einem Radarsensor 48, zu erfassen. Die erfasste Gefahrensituation beschreibt etwa eine unmittelbar bevorstehende Kollision des Kraftfahrzeugs 1 mit einem weiteren Verkehrsteilnehmer oder ei nem Hindernis wie einem Laternenpfosten oder dergleichen. In diesem Zu sammenhang führt die Steuerungseinrichtung 10 eine Auswertung der Signale der Kamera 47 und des Radarsensors 48 durch. So ist die Steuerungseinrich tung 10 dazu eingerichtet, dass im Falle der Erfüllung der Fahrzustandsbedin gung seitens der Frontscheinwerfer 4 eine Lichthupe und seitens der Hupe 9 ein Hupsignal ausgegeben wird. Die Signalausgabe kann zudem, etwa unter Miteinbeziehung der Lautsprecher 9, in die Richtung der erfassten Gefahren situation erfolgen.
Ganz allgemein sei bezüglich der mittels den Lautsprechern 9 wiedergebbaren akustischen Signale angemerkt, dass diese fest vorgegeben und in einem Speicher der Steuerungseinrichtung 10 hinterlegt sein können. Gleicherma ßen ist jedoch denkbar, dass die akustischen Signale, gleichermaßen wie die Lichtsignale, seitens des Nutzers 20 vorgebbar sind. In diesem Zusammen-
hang kann beispielsweise der Nutzer 20 die akustischen Signale, etwa bezüg lich ihrer Tonhöhe und/oder Lautstärke oder dergleichen, sowie die Lichtsig nale mittels des Touchscreens 49, der mit der Steuerungseinrichtung 10 ver bunden ist, einstellen. Zudem ist etwa denkbar, dass mittels den Lautspre- ehern 9 im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens akustische Signale ausgegeben werden, die seitens des Nutzers 20, etwa mittels eines Smart- phones oder dergleichen, aufgenommen und über eine geeignete Schnittstelle zum Kraftfahrzeug 1 respektive der Steuerungseinrichtung 10 übertragen wer den können.
Ein weiterer, allgemeiner Aspekt des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs 1 be trifft den Umstand, dass mittels eines Sensors 46, nämlich der der Kamera 47, eine Helligkeitsinformation erfassbar ist, die den aktuellen Helligkeitszustand in der Umgebung des Kraftfahrzeugs betrifft. Konkret ist hierbei vorgesehen, dass die Steuerungseinrichtung 10 dazu eingerichtet ist, die Helligkeit eines mittels den Beleuchtungseinrichtungen 2 generierbaren Lichtsignals in Abhän gigkeit von der Helligkeitsinformation zu steuern, etwa derart, dass das Licht signal umso heller ist, je heller die Umgebung des Kraftfahrzeugs aktuell ist. Die wenigstens eine Steuerungseinrichtung 10 ist ferner dazu eingerichtet ist, die Einrichtungen 2, 3 in Abhängigkeit einer mittels eines Sensors 46 des Kraftfahrzeugs 1, nämlich eines Mikrofons 50 Umgebungslautstärkeninforma tion zu steuern. So kann das akustische Signal umso lauter und das Lichtsig nal umso heller, je lauter es aktuell in der Umgebung des Kraftfahrzeugs ist.