Behältnis
Die Erfindung betrifft ein Behältnis nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Solche Behältnisse dienen zur Aufbewahrung warmer Speisen, z.B. im Res taurantbetrieb oder im privaten Bereich. Hierzu werden die noch warmen Speisen in die Behälter abgefüllt und unverschlossen in ein Kühlhaus ge stellt. Die Behälter können aber nicht z. B. mit einer Folie abgedeckt wer den, da sich dann Kondensat bildet, das in die Speisen gelangen kann. Nachteilig ist auch, dass über die offenen Behälter Staub- und Schmutzteil chen in die Speisen gelangen können, die die Qualität der Speisen beeinträchtigen können.
Da die offenen Behälter mit den warmen Speisen nicht verschlossen werden können, müssen sie im Kühlhaus neben und hintereinander gelagert abge stellt werden. Dadurch kann der Lagerraum im Kühlhaus nicht optimal aus genutzt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Behältnis so auszubil den, dass es gleich nach dem Befüllen mit dem noch warmen Produkt ver schlossen und in das Kühlgerät zur Kühlung und Aufbewahrung gestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird beim gattungsgemäßen Behältnis erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
Das erfindungsgemäße Behältnis hat an einer Ringwand des Deckels we nigstens eine Öffnung, die sich in der Ringwand des Deckels befindet und die durch das wenigstens eine Verschlussteil geschlossen werden kann. Der
Deckel und/oder das Verschlussteil sind hierfür relativ zueinander verstell bar. Werden warme Produkte, wie warme Speisen, in das Behältnis einge bracht, dann wird die Öffnung zumindest teilweise freigegeben, so dass beim Abkühlen des warmen Produktes der sich bildende Dampf entweichen kann. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich größere Mengen an Kondensat im Behälter bilden. Das eventuell sich trotz Belüftung bildende Kon densat fällt in einer so geringen Menge an, dass es keinen Einfluss auf die Qualität der Produkte mehr hat. Nach Abkühlung der warmen Speisen kann die Öffnung des Behältnisses mittels des Verschlussteiles geschlossen wer den. Da die Öffnung des Behältnisses im Deckel vorgesehen ist, kann der Behälter frei von Öffnungen bleiben, so dass die Produkte im Behälter durch Eindringen von Schmutzteilen von außen geschützt sind. Da die Öffnung nicht am Deckelboden, sondern an der Wand des Deckels vorgesehen ist, besteht die Möglichkeit, auf dem Deckel ein weiteres Behältnis abzustellen. Dieses weitere Behältnis verdeckt dann die in der Ringwand vorgesehene Öffnung nicht, so dass auch bei aufeinander gestellten Behältnissen sicher gestellt ist, dass der Behälter mit dem darin befindlichen warmen Produkt abgekühlt werden kann. Da sich die Öffnung in der Ringwand befindet, kann die Öffnung mittels des Verschlussteiles jederzeit auch dann geöffnet bzw. geschlossen werden, wenn die Behältnisse aufeinandergesetzt sind.
Da der Behälter mit dem darin enthaltenden warmen Produkt verschlossen werden kann, können mehrere Behälter übereinander gestapelt werden. Dadurch können wesentlich mehr Behälter als bislang im Kühlgerät unter gebracht werden, wodurch dessen Lagerraum optimal ausgenutzt werden kann.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich, wenn auch das Verschlussteil wenigstens eine Öffnung aufweist. Dann kann das Verschlussteil in eine solche Lage gebracht werden, dass seine Öffnung zu mindest teilweise, gegebenenfalls auch vollständig, die Öffnung des De ckels freigibt.
Bevorzugt ist es, wenn diese Öffnung in einer Ringwand des Verschlusstei les vorgesehen ist. Die Ringwand ermöglicht eine raumsparende Bauweise.
Vorteilhaft umgibt die Ringwand des Verschlussteiles die Ringwand des De ckels. Dadurch ist es möglich, die Öffnung des Behältnisses auch dann zu öffnen bzw. zu verschließen, wenn die Behältnisse aufeinandergesetzt sind. Das ringförmige Verschlussteil kann dann einfach betätigt werden.
Das Verschlussteil ist auf dem Deckel bevorzugt drehbar gelagert. Dadurch lässt sich die Öffnung des Behältnisses einfach durch Drehen des Ver schlussteiles öffnen oder verschließen.
Wenn der Deckel zusätzlich zur Öffnung wenigstens einen Lüftungsbereich aufweist, der mit dem Verschlussteil verschließbar ist, ist eine optimale Anpassung des Öffnungsquerschnittes an das im Behältnis entstehende Kondensat beim Abkühlen des Produktes möglich. Der Lüftungsbereich besteht beispielhaft aus mehreren kleinen nebeneinanderliegenden Öffnungen, de ren Öffnungsquerschnitt insgesamt kleiner ist als der Öffnungsquerschnitt der Lüftungsöffnung des Behältnisses.
Hierbei können die Öffnung und der Lüftungsbereich so vorgesehen sein, dass mit dem Verschlussteil sowohl die Öffnung als auch der Lüftungsbe reich verschlossen werden können. Weiter ist es möglich, mit dem Verschlussteil lediglich den Lüftungsbereich freizugeben, die Öffnung selbst aber noch geschlossen zu halten. Dies ist beispielsweise dann von Vorteil, wenn das Produkt im Behältnis nicht sehr stark erwärmt ist, so dass beim Abkühlen nur wenig Kondensat gebildet wird. Dann reicht der durch den Lüf tungsbereich gebildete Austrittsquerschnitt für den Dampf durchaus aus.
Sind die Produkte sehr stark erwärmt, dann wird das Verschlussteil so verstellt, dass die Öffnung mit dem großen Öffnungsquerschnitt freigegeben wird. Dann kann der Dampf, der sich beim Abkühlen des erwärmten Produktes bildet, zuverlässig durch die große Öffnung nach außen gelangen.
Die Öffnung im Behältnis, bevorzugt in der Ringwand des Deckels, hat bei einer vorteilhaften Ausführungsform ovalen Umriss.
Vorteilhaft erstreckt sich die Öffnung im Deckel in Umfangsrichtung seiner Ringwand. Sie kann dadurch eine geringe Höhe haben, da in Umfangsrich tung der Ringwand ausreichend Platz für die Öffnung vorhanden ist.
Dadurch kann auch der Deckel selbst nur eine geringe Höhe aufweisen.
Wenn die Ringwand und/oder der Boden des Deckels mindestens ein, vor zugsweise jedoch mehrere, mit Abstand voneinander angeordnete Verstei fungsteile aufweisen, hat der Deckel eine ausreichende Festigkeit, um auf ihm wenigstens ein weiteres Behältnis aufzusetzen.
Die Versteifungsteile des Bodens des Deckels liegen an dessen Außenseite und verlaufen bevorzugt von der Ringwand aus strahlenförmig nach innen.
Der Deckel ist in vorteilhafter Weise mit einem erhöhten Rand versehen, der eine Abstellfläche für ein auf den Deckel aufsetzbares Behältnis begrenzt. Der erhöhte Rand erhöht nicht nur die Steifigkeit des Deckels, sondern dient auch als Verschiebesicherung für das auf den Deckel gestellte Behältnis.
Im Bereich zwischen der Öffnung und dem Lüftungsbereich ist in der Ring wand des Deckels vorteilhaft wenigstens ein Versteifungsteil versehen. Der Deckel erhält dadurch eine ausreichend hohe Festigkeit, so dass er auch ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen im Alltagsbetrieb zuverlässig einge setzt werden kann.
Ein sicherer Sitz des Verschlussteiles am Deckel ergibt sich in vorteilhafter Weise dann, wenn das Verschlussteil an seinem dem Behälter zugewandten Rand der Ringwand einen umlaufenden Ringvorsprung aufweist, der in eine Ringnut in der Außenseite der Ringwand des Deckels eingreift.
Vorteilhaft ist es, wenn der vom Behälter abgewandte Rand des Ver schlussteiles radial nach innen abgewinkelt ist und auf dem Rand des Deckels aufliegt.
Der Anmeldungsgegenstand ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Schutzansprüche, sondern auch durch alle in den Zeichnungen und der Beschreibung offenbarten Angaben und Merkmale. Sie werden, auch wenn sie nicht Gegenstand der Ansprüche sind, als erfindungswesent lich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprü chen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
Die Erfindung wird anhand zweier in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Behältnis mit einem Behälter, einem De ckel und einem Verschlussteil in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 den Deckel und das Verschlussteil in Explosivdarstellung,
Fig. 3 zwei übereinander gestellte erfindungsgemäße Behältnisse in einer Darstellung entsprechend Fig. 1 ,
Fig. 4 eine Ansicht in Richtung des Pfeils IV in Fig. 3,
Fig. 5 die Einzelheit V in Fig. 4 in vergrößerter Darstellung,
Fig. 6 den Deckel gemäß Fig. 2 mit aufgesetztem Verschlussteil in Sei tenansicht,
Fig. 7 eine Draufsicht gemäß VII in Fig. 6,
Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie Vlll-Vlll in Fig. 7,
Fig. 9 die Einzelheit IX in Fig. 8 in vergrößerter Darstellung,
Fig. 10 eine Draufsicht auf den Deckel gemäß Fig. 2,
Fig. 11 einen Schnitt längs der Linie XI-XI in Fig. 10,
Fig. 12 eine Darstellung entsprechend Fig. 10 wobei der Deckel eine gegenüber der Darstellung in Fig. 10 verdrehte Lage einnimmt,
Fig. 13 einen Schnitt längs der Linie Xlll-Xlll in Fig. 12,
Fig. 14 in vergrößerter und perspektivischer Darstellung das Verschlussteil,
Fig. 15 eine Draufsicht auf das Verschlussteil gemäß Fig. 14,
Fig. 16 in perspektivischer Darstellung eine zweite Ausführungsform eines Deckels des erfindungsgemäßen Behältnisses mit einem Ver schlussteil,
Fig. 17 den Deckel und das Verschlussteilgemäß Fig. 16 in voneinander gelöster Lage,
Fig. 18 eine Draufsicht auf den Deckel mit Verschlussteil gemäß Fig. 16, Fig. 19 einen Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 18,
Fig. 20 eine Seitenansicht des Deckels mit Verschlussteil gemäß Fig. 16,
Fig. 21 in vergrößerter Darstellung den Ausschnitt A in Fig. 18.
Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Behältnis mit einem Behälter 1 und mit einem Deckel 2, der wenigstens eine, vorzugsweise mehrere Lüftungsöffnungen 3 aufweist, die mit einem Verschlussteil 4 verschließbar sind. Das Verschluss teil 4 hat wie der Deckel 2 wenigstens eine, vorzugsweise mehrere Lüftungsöffnungen 18 (Fig. 8, 9, 14). Über die Öffnungen 3, 18 kann, wenn sie deckungsgleich zueinander liegen, beispielsweise Dampf, der bei der Abkühlung warmer Speisen oder dgl. im Behälter 1 entsteht, aus ihm entweichen, wodurch verhindert wird, dass größere Mengen an Kondensat in die Speisen gelangen.
Das Verschlussteil 4 lässt sich, wenn es auf dem Deckel 2 angeordnet ist, gegenüber diesem aus einer Offenstellung, in der die Deckelöffnungen 3 nicht abgedeckt sind, in eine Schließstellung verdrehen, um die Öffnungen 3 teilweise oder vollständig zu verschließen.
Als Behälter können beliebige, auch an sich bekannte Behälter, wie Eimer oder andere ähnliche Gefäße verwendet werden.
Der dargestellte Behälter 1 hat einen Boden 5 und eine sich vorteilhaft leicht konisch nach oben verbreiternde Wand 6 mit einem freien, schulterförmig nach außen überstehenden Rand 7 (Fig. 5). Bei aufgesetztem Deckel 2 ragt der Behälterrand 7 mit einem äußeren Randabschnitt 7a in eine ent sprechende Ringnut 12a des Deckels 2 (Fig. 5). In dieser Lage kann der Deckel 2 auf dem Behälte 1 gesichert werden. Hierzu hat der Behälter 1 an zwei diametral einander gegenüberliegenden Stellen der Außenseite der Behälterwand 6 mit vorteilhaft geringem Abstand unterhalb des Behälter randes 7 zwei vorzugsweise gleich ausgebildete, laschenartige Halteteile 8, 8a (Fig. 4), an denen der Deckel 2 in aufgesetzter Lage am Behälter 1 ge halten werden kann. An den Halteteilen 8, 8a kann zusätzlich ein Tragbügel 9 für den Behälter 1 befestigt werden (Fig. 1 , 3). Wie insbesondere Fig. 5 anhand des einen Halteteiles 8 zeigt, haben die Halteteile 8, 8a einen obe-
ren, im Längsschnitt etwa winkelförmigen Profilabschnitt 13 mit einer nach außen offenen Nut 13a, in die der Deckel 2 in seiner Schließstellung mit ei nem randseitigen Formschlussteil 22 (Fig. 5) ragt.
Die Halteteile 8, 8a haben den Profilabschnitt 13 (Fig. 5), der einen schrägen Anschlussteil 27 aufweist, der von der Behälterwand 6 schräg nach unten in Richtung auf den Behälterboden 5 absteht und in einen nach unten sich erstreckenden Halteabschnitt 28 übergeht. Er begrenzt zusammen mit dem Anschlussteil 27 und Seitenwänden 29 einen Aufnahmeraum 30.
Der Tragbügel 9 (Fig. 1 ) ist mit seinen freien Enden mittels (nicht dargestell ter) Befestigungsmittel schwenkbar an den Halteabschnitten 28 gelagert. Im Aufnahmeraum 30 können die Befestigungsmittel geschützt und unsichtbar untergebracht werden.
Der Deckel 2 hat einen Boden 10, der über einen nach oben überstehenden, im Querschnitt etwa V-förmigen Rand 12 (Fig. 5, 9, 11 und 13) in eine zy lindrische Wand 11 übergeht. In ihr sind die Öffnungen 3 vorgesehen, die sich in Umfangsrichtung der Wand 11 erstrecken und etwa oval ausgebildet sind. Sie haben vorteilhaft gleichen umfangsseitigen Abstand voneinander und sind jeweils gleich ausgebildet. Mit geringem Abstand neben diesen Öffnungen 3 sind jeweils Lüftungsbereiche 14 mit mehreren gleichmäßig verteilt angeordneten kleinen Löchern 15 vorgesehen, die ebenfalls zur Entlüftung des Behälters 1 dienen (Fig. 6, 8, 9 bis 1 1 und 13).
Die Wand 11 ist an ihrem freien Rand mit einem konisch erweiterten Randabschnitt 26 versehen, der den Behälter 1 am oberen Rand mit Abstand umgibt. Am Übergang des Randabschnittes 26 in die zylindrische Wand 11 ist an der dem Behälter 1 zugewandten Innenseite die umlaufende Ringnut 12a vorgesehen.
Am freien Ende des Randabschnittes 26 befindet sich der ringförmig umlau fende Formschlussteil 22, der sich radial nach innen in Richtung auf den
Behälter 1 erstreckt und als flacher Vorsprung ausgebildet ist. Er ist im Querschnitt vorteilhaft teilkreisförmig ausgebildet, so dass der Form schlussteil 22 leicht in die Ringnut 13a des Behälters 1 gelangen kann.
Die Wand 11 hat an ihrer Innenseite vorzugsweise mit gleichem umfangs seitigem Abstand voneinander und im Wesentlichen über die gesamte Höhe der Wand sich erstreckende, schmale rippenartige Versteifungen 16 (Fig. 6, 8, 11 und 13). Im Bereich zwischen zwei in Umfangsrichtung hintereinander vorgesehenen Öffnungen 3 sind beispielsweise jeweils zwei Rippen 16 vor gesehen. Die Rippen 16 tragen zu einer hohen Biegesteifigkeit der Wand 11 bei (Fig. 11 , 13).
Zur Versteifung des Deckelbodens 10 dienen mehrere auf seiner Außensei te vorgesehene Versteifungsrippen 17. Sie erstrecken sich etwa vom De ckelrand 12 aus bis über mehr als die halbe radiale Breite des Deckelbo dens 10 und haben vorteilhaft etwa gleichen Abstand voneinander. Durch die Versteifungsrippen 17 erhält der Boden eine hohe Biegesteifigkeit, wodurch eine Verformung des Deckelbodens auch dann verhindert wird, wenn auf dem Deckel ein oder mehrere weitere Behälter 1 gestapelt wer den, wie in den Fig. 3 bis 5 dargestellt ist.
Vorteilhaft weist die Deckelwand 11 an ihrer Außenseite eine (nicht darge stellte) Rippe auf, der eine (nicht dargestellte) Nut an der Innenseite der Wand 20 des Verschlussteiles 4 zugeordnet ist. In seiner Schließstellung liegt die Rippe des Deckels 2 in der Nut des Verschlussteiles, so dass der Benutzer beim Verdrehen des Verschlussteiles 4 auf einfache Weise merkt, dass er beim Verdrehen des Verschlussteiles 4 die Schließstellung erreicht hat. Die Rippe und die Nut haben nur eine relativ geringe Dicke bzw. Tiefe, so dass das Verschlussteil 4 zum Öffnen der Öffnungen 3 ohne besonderen Kraftaufwand aus der Schließ- in die Freigabestellung der Öffnungen 3 des Deckel 2 verdreht werden kann.
Die Wand 20 des Verschlussteiles 4 hat einen in der Zeichnung oberen Rand 21 , der etwa rechtwinklig nach innen abgebogen ist. Mit dem Rand 21 liegt das Verschlussteil 4 in seiner auf dem Deckel 2 angeordneten Lage auf dem Deckelrand 12 auf.
In der Wand 20 des Verschlussteiles 4 sind die Lüftungsöffnungen 18 vorgesehen, die vorzugsweise gleich ausgebildet und gleich angeordnet sind wie die Öffnungen 3 in der Deckelwand 11.
An der Außenseite der Wand 20 des Verschlussteiles 4 sind mehrere mit vorzugsweise gleichem umfangsseitigem Abstand hintereinander angeordnete Rippen 24 vorgesehen, die sich im Wesentlichen über die ganze Höhe der Wand 20 erstrecken. Diese Rippen 24 dienen zur Wandversteifung und können außerdem als Griff dienen, wenn das Verschlussteil 4 gegenüber dem Deckel 2 gedreht werden soll. Wie Fig. 14 zeigt, können zwischen den Öffnungen 22 jeweils zwei Rippen 24 vorgesehen sein.
Die Wand 20 ist an ihrem in der Einbaulage dem Behälter 1 zugewandten Rand mit einem radial nach innen vorstehenden Ringvorsprung 31 versehen (Fig. 5, 8 und 14), der in eine Ringnut 32 in der Außenseite der Wand 11 des Deckels 2 eingreift. Diese Formschlussverbindung 31 , 32 verhindert ein leichtes Abziehen des Verschlussteiles 4 vom Deckel 2.
Der Verschlussteil 4 kann aus der Schließlage heraus um seine Achse auf dem Deckel 2 so gedreht werden, dass die Öffnungen 18 des Verschlusstei les 4 zunächst nur die Lüftungsbereiche 14 freigeben, die Öffnungen 3 jedoch noch verschließen. Beim weiteren Drehen gelangen die Öffnungen 28 in den Bereich der Öffnungen 3 des Deckels 2.
Die Öffnungen 18 des Verschlussteils 4 sind so vorgesehen, dass sie je nach Drehwinkel einen Teil der Lüftungsbereiche 14 und einen Teil der Öff nungen 3 des Deckels 2 freigeben können. Schließlich kann das Ver-
schlussteil 4 so weit gedreht werden, dass die Öffnungen 18 die Lüftungs bereiche 14 verschließen und die Öffnungen 3 vollständig freigeben.
Auf diese Weise kann der Grad der Entlüftung des Behälters 1 annähernd stufenlos eingestellt werden. Je nach Wärme der im Behälter 1 befindlichen Speisen kann das Verschlussteil 4 so eingestellt werden, dass sich allen falls nur eine geringe Menge an Kondensat bildet, die zu keiner Beeinträch tigung der Speisen im Behälter führt.
Da das Verschlussteil 4 den Deckel 2 umgibt und der Deckelboden 10 infol ge des umlaufenden erhöhten Randes 12 eine Vertiefung 33 (Fig. 5) aufweist, können die Behälter 1 aufeinandergesetzt und die Verschlussteile 4 dennoch verstellt werden. Die Behälter 1 sitzen mit ihrem Boden 5 in der Vertiefung 33 des jeweils unteren Behälters 1.
Vorteilhaft sind alle Teile des Behältnisses, d.h. der Behälter 1 , der Deckel 2 und das Verschlussteil 4, jeweils einstückig aus Kunststoff hergestellt. Sie können selbstverständlich auch aus jedem anderen geeigneten Material, z.B. Metall, bestehen, das eine relativ hohe Steifigkeit und Haltbarkeit hat und die Hygienevorschriften zur Aufbewahrung von Lebensmitteln erfüllt.
Die Fig. 16 bis 21 zeigen eine zweite Ausführungsform eines Deckels 2 und eines Verschlussteiles 4. Der Deckel 2 wird in gleicher Weise wie bei der vorigen Ausführungsform mit dem Behälter 1 verbunden.
Der Deckel 2 hat den geschlossenen Boden 10, der im Unterschied zur vo rigen Ausführungsform von der Wand 11 ausgehend nach unten in Richtung auf den Behälter 1 vorzugsweise konvex geneigt ist. Wie aus Fig. 19 her vorgeht, kann der Boden 10 im Schnitt stetig gekrümmt sein.
Dadurch kann Kondensat, das sich bei der Abkühlung der im Behälter 1 befindlichen Speisen bilden kann, leicht und rasch am Deckelboden 10 abfließen und verdunsten.
Die Wand 11 ist vorteilhaft konisch ausgebildet. Ihr Durchmesser nimmt vom Boden 10 aus ab, so dass sie am freien Rand ihren kleinsten Durchmesser hat.
Zentrisch auf dem Boden 10 ist ein zylindrischer Ringteil 34 vorgesehen, der vorteilhaft einstückig mit dem Boden 10 ausgebildet ist. Er ist nur so hoch, dass er nicht in Achsrichtung des Deckels 2 über den freien Rand 35 der Wand 11 vorsteht. Dadurch ist die beschriebene Stapelbarkeit der Be hältnisse nicht beeinträchtigt.
An den Ringteil 34 schließen die Versteifungsrippen 17 an, die sich radial bis nahe an eine Führung 36 erstrecken, die mit geringem Abstand zur Wand 11 auf dem Boden 10 vorgesehen ist (Fig. 18). Die Versteifungsrippen 17 erstrecken sich vom Boden 10 aus in Axialebenen. Da der Boden 10 gekrümmt verläuft, nimmt die Höhe der Versteifungsrippen 17 vom Ring teil 34 aus ab (Fig. 19). Der freie Rand 37 der Versteifungsrippen 17 liegt zusammen mit dem freien Rand 35 der Wand 1 1 in einer Radialebene des Deckels 2. Der Ringteil 34 und die Versteifungsrippen 17 dienen zur Ver steifung des Deckelbodens 10. Außerdem hat ein auf dem Deckel 2 gesta pelter Behälter 1 Abstand vom Deckelboden 10, so dass im Bereich der zwi schen den Rippen 17, dem Ringteil 34 und der Deckelwand 1 1 gebildeten Freiräume eine Luftzirkulation und Ableitung der Warmluft zwischen den übereinander angeordneten Behältnissen gewährleistet ist.
Die freien Ränder 37 der Versteifungsrippen 17 können gegenüber dem freien Rand 35 der Wand 11 auch zurückgesetzt sein.
Im Ausführungsbeispiel sind über den Umfang gleichmäßig verteilt fünf Ver steifungsrippen 17 vorgesehen. Je nach Anwendungsfall kann die Zahl der Versteifungsrippen 17 variieren. Da sie nicht axial über die Wand 11 vorste hen, lassen sich die Behältnisse problemlos aufeinandersetzen.
Die Versteifungsrippen 17 und der Ringteil 34 haben nur eine geringe Dicke. Dennoch verleihen sie dem Deckel 2 eine hohe Festigkeit, so dass auch Behältnisse mit relativ hohem Gewicht gestapelt werden können.
Die Wand 11 ist entsprechend der vorigen Ausführungsform mit den Lüf tungsöffnungen 3 versehen (Fig. 17), die über den Umfang der Wand 11 vorteilhaft gleichmäßig verteilt angeordnet und entsprechend der vorigen Ausführungsform gestaltet sind.
Im Unterschied zur vorigen Ausführungsform sind die Lüftungsbereiche 14 nicht in der Wand 11 des Deckels 2 vorgesehen, sondern im Verschlussteil 4.
Die Führung 36 auf der Oberseite des Bodens 10 verläuft koaxial zur Wand 11 mit geringem Abstand zu ihr. Wie Fig. 18 zeigt, wird die Führung 36 durch mit Abstand hintereinander liegende, teilkreisförmig gekrümmte Füh rungsabschnitte 36' gebildet, die ihrerseits durch zwei parallel zueinander liegende Stege 36a, 36b gebildet sind. Zwischen die Stege 36a, 36b greift ein Beschriftungsteil 38 zur Kennzeichnung des im Behälter 1 befindlichen Inhaltes ein.
Das Beschriftungsteil 38 hat L-Form und ist an der Außenseite des Ver schlussteiles 4 gehalten. Ein kurzer Schenkel 38a des Beschriftungsteiles 38 übergreift die Wand 11 des Deckels 2 und greift mit einem etwa recht winklig abgewinkelten Rand zwischen die Stege 36a, 36b der Führung 36 ein. Der abgewinkelte Rand ist entsprechend der Führung 36 gekrümmt.
Das ringförmige Verschlussteil 4 hat entsprechend der konischen Wand 11 des Deckels 2 eine konische Wand 20, in der die Lüftungsöffnungen 18 angeordnet sind. An das eine Ende der Lüftungsöffnungen 18 schließt jeweils der Lüftungsbereich 14 an, der aus schmalen, in Umfangsrichtung mit ge ringem Abstand hintereinander liegenden schlitzförmigen Öffnungen 15 be steht.
Im Bereich zwischen einigen der Lüftungsöffnungen 18 befinden sich die Rippen 24, die sich axial über die Höhe der Wand 20 erstrecken und als Griff sowie als Wandversteifung dienen.
Entsprechend der vorigen Ausführungsform kann das die Wand 11 des De ckels 2 umgebende und mit seiner Wand 20 an ihr anliegende Verschluss teil 4 um die Achse des Deckels in unterschiedliche Stellungen gedreht werden.
In der Schließstellung verschließen die zwischen benachbarten Lüftungsöff nungen 18 liegenden Wandabschnitte 39 die Lüftungsöffnungen 3 des De ckels 2 vollständig.
In einer zweiten Stellung des Verschlussteiles 4 liegen nur die Lüftungsbe reiche 15 im Bereich der Lüftungsöffnungen 3, so dass ein begrenzter Luft austausch zwischen dem Behälterinneren und der Umgebung stattfindet.
Das Verschlussteil 4 kann so gedreht werden, dass seine Lüftungsöffnun gen 18 in einer dritten Stellung die Lüftungsöffnungen 3 des Deckels 2 voll ständig freigeben. Vorteilhaft haben die Lüftungsöffnungen 3, 18 wie bei der vorigen Ausführungsform gleiche Umrissformen, so dass ein maximaler Luftaustausch stattfinden kann.
Vorteilhaft ist es, wenn die drei Stellungen des Verschlussteiles 4 durch entsprechende Rastungen bestimmt sind. Hierzu sind am oberen Rand der Wand 20 des Verschlussteiles 4 drei Vertiefungen 40 vorgesehen (Fig. 21 ), denen ein entsprechender Vorsprung 41 am oberen Rand der Wand 11 des Deckels 2 zugeordnet ist. Die Zahl und Anordnung der Versteifungen 40 ist selbstverständlich variabel.
Wie bei der vorigen Ausführungsform lässt sich mit Hilfe der Rastungen 40, 41 sehr einfach die Größe der Durchlässe für die Luft einstellen.
In den Fig. 18 und 21 ist nur eine Rastung 40, 41 dargestellt, die beispielhaft für die vollständige Freigabe der Öffnungen 3 vorgesehen ist. Die Ras tungen 40, 41 für die beschriebenen drei Stellungen des Verschlussteiles 4 sind eine besonders bevorzugte Ausbildung.
Wie aus Fig. 18 hervorgeht, sind über den Umfang des Deckels 2 mehrere Rastungen 40, 41 verteilt angeordnet, wodurch die Verstellung des Ver schlussteiles 4 besonders zuverlässig ist.
Mehrere der beschriebenen Behälter 1 bzw. der Deckel 2 können bei Bedarf jeweils für sich, z.B. zur raumsparenden Lagerung, aufeinandergesetzt und gestapelt werden.
Der Deckel 2 und das Verschlussteil 4 sind vorteilhaft jeweils einstückig aus Kunststoff hergestellt, vorteilhaft durch Spritzgießen. Als Materialien kommen alle Kunststoffe wie auch andere Werkstoffe, z. B. Aluminium oder dg I . , in Betracht, die unter lebensmittelrechtlichen Gründen zugelassen sind.