Kühler
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kühler zum Kühlen einer Gasströmung, insbesondere einen Abgasrückführkühler zum Kühlen von rückgeführtem Abgas. Die Erfindung betrifft außerdem eine Verwendung eines derartigen Kühlers.
Ein Kühler umfasst üblicherweise einen Kühlerblock, der einen von der Gasströmung durchströmbaren Gaspfad und einen von einem Kühlmittel durchströmbaren Kühlmittelpfad aufweist, die mediengetrennt thermisch miteinander gekoppelt sind.
Bei Fahrzeugen kommen derartige Kühler vielfältig zum Einsatz. Eine besondere Anwendungsform ergibt sich bei der Abgasrückführung, bei der Abgas aus einer Abgasanlage extern einer Frischluftanlage zugeführt wird, um das rückgeführte Abgas mit der Frischluft stromauf von Brennräumen einer Brennkraftmaschine zu vermischen. Eine derartige Abgasrückführung (AGR) hat sich hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs sowie der Schadstoffemissionen der Brennkraftmaschine als vorteilhaft erwiesen. Bei aufgeladenen Brennkraftmaschinen wird zwischen einer Hochdruck-Abgasrückführung (HD-AGR) und einer Niederdruck- Abgasrückführung (ND-AGR) unterschieden. Eine aufgeladene Brennkraftmaschine ist mit einem Abgasturbolader ausgestattet, dessen Turbine in der Abgasanlage angeordnet ist und dessen Verdichter in der Frischluftanlage angeordnet ist. Dabei unterteilen Verdichter und Turbine die Frischluftanlage und die Abgasanlage jeweils in einen Hochdruckbereich und einen Niederdruckbereich. Der frischluftseitige Niederdruckbereich erstreckt sich stromauf des Verdichters. Der frischluftseitige Hochdruckbereich erstreckt sich stromab des Verdichters. Der abgasseitige Niederdruckbereich erstreckt sich stromab der Turbine. Der abgas- seitige Hochdruckbereich erstreckt sich stromauf der Turbine. Eine Hochdruck- Abgasrückführung (HD-AGR) erfolgt somit stromauf der Turbine und stromab des
Verdichters. Im Unterschied dazu erfolgt eine Niederdruck-Abgasrückführung (ND-AGR) stromab der Turbine und stromauf des Verdichters.
Im Abgas kann Wasser in Form von Wasserdampf enthalten sein, der durch die Verbrennungsprozesse entstehen kann. Ebenfalls kann in der aus der Umgebung angesaugten Frischluft Wasser in Form von Wasserdampf enthalten sein. Das rückgeführte Abgas wird in der Regel mittels eines Abgasrückführkühlers gekühlt, beispielsweise um den Massenstrom der Frischluft zu erhöhen. Je nach Umgebungsbedingungen kann dabei das rückgeführte Abgas unter den Taupunkt von Wasser abkühlen, wodurch sich eine Kondensation einstellen kann, so dass also flüssiges Wasser anfällt. Hierdurch können sich Tropfen ausbilden, die stromab folgende Bauteile beschädigen können. Dabei sind sowohl mechanische als auch korrosive Schäden möglich. Insbesondere ein Verdichterrad, das im Verdichter mit hoher Drehzahl rotiert, ist durch die Kollision mit Tröpfchen einer erhöhten Beschädigungsgefahr ausgesetzt. Ferner kann sich Kondensat niederschlagen und bei ungünstigen Umgebungsbedingungen gefrieren. Auch hier ist insbesondere das Verdichterrad einer erhöhten Gefahr ausgesetzt.
Besonders kritisch ist die Gefahr einer Kondensatbildung bei einer Niederdruck- Abgasrückführung, da dort das rückgeführte Abgas regelmäßig auf ein niedrigeres Temperaturniveau abgekühlt wird als bei einer Hochdruck-Abgasrückführung.
Bevorzugte Anwendungsformen derartiger Kühler sind somit AGR-Kühler, die für eine besonders hohe Kühlleistung in einen Niedertemperatur-Kühlkreis (NT- Kühlkreis) eingebunden sein können, also insbesondere in einen Flüssigkeitskühlkreis, vorzugsweise einen herkömmlichen Motorkühlkreis. Derartige NT- AGR-Kühler können, insbesondere bei Nutzfahrzeugen, im HD-Bereich oder im ND-Bereich zur Anwendung kommen, so dass es sich dann um NT-HD-AGR- Kühler bzw. um NT-ND-AGR-Kühler handelt.
Das Abgas kann außer dem Wasserdampf noch diverse Verbrennungsrückstände enthalten, welche in Partikelform vorliegen. Insbesondere können die Verbrennungsrückstände Ruß, mineralische Anteile, keramische Partikel oder Silikate enthalten.
Kühler der eingangs genannten Art können auch bei Gebäuden, insbesondere zur Klimatisierung der Raumluft, eingesetzt werden. Weitere Einsatzmöglichkeiten derartiger Kühler sind beispielsweise eine Batteriekühlung, z.B. bei Elektro- fahrzeugen, oder in Verbindung mit einer Luftversorgung von Brennstoffzellen. Die jeweilige Gasströmung kann zusätzlich zu Flüssigkeiten bzw. Kondensat auch Feststoffe, wie z.B. Staub, Silikate (z.B. Sand) oder organische Stoffe enthalten.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für einen Kühler der eingangs genannten Art, der insbesondere als Abgasrückführkühler konzipiert sein kann, eine verbesserte Ausführungsform bzw. eine neuartige Verwendung anzugeben, die sich dadurch auszeichnet, dass im Falle einer Kondensatbildung die Gefahr einer Beschädigung nachfolgender Bauteile reduziert ist.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den Kühler mit einem Flüssigkeitsabscheider auszustatten. Mit Hilfe eines derartigen Flüssigkeitsabscheiders kann Flüssigkeit aus der Gasströmung abgeschieden werden, so dass die aus dem Kühler austretende Gasströmung keine oder nur eine reduzierte Menge Flüssigkeit enthält. Folglich reduziert sich die Gefahr für Beschädigungen
nachfolgender Bauteile. Zweckmäßig ist der Flüssigkeitsabscheider an einer Austrittsseite des Gaspfads am Kühlerblock angeordnet. Hierdurch ist gewährleistet, dass möglichst viel Flüssigkeit vom Flüssigkeitsabscheider erfasst werden kann, die innerhalb des Gaspfads anfällt. Flüssigkeit, die im Gaspfad stromauf der Austrittsseite ausfällt, wird durch die Gasströmung in Richtung Austrittsseite transportiert und somit dem Flüssigkeitsabscheider zugeführt.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann der Flüssigkeitsabscheider einen Gaskanal aufweisen, der einen von der Gasströmung durchströmbaren Kanalquerschnitt besitzt, der weitgehend von wenigstens einer von der Gasströmung durchströmbaren Abscheidestruktur versperrt ist. Da die Abscheidestruktur den Kanalquerschnitt vollständig oder zumindest im Wesentlichen versperrt, ist die Gasströmung gezwungen, durch die Abscheidestruktur hindurchzuströmen. In der Folge können sich mitgeführte flüssige und/oder feste Verunreinigungen an der Abscheidestruktur anlagern und aus der Gasströmung abgeschieden werden.
Entsprechend einer Weiterbildung kann in der Schwerkraftrichtung ein Sammelkanal an den Kanalquerschnitt anschließen, der quer zum Gaskanal verläuft, der zum Gaskanal offen ist und der so angeordnet ist, dass eine Abtropfkante der wenigstens einen Abscheidestruktur in der Schwerkraftrichtung daran angrenzt. Auf diese Weise können die abgeschiedenen Verunreinigungen besonders einfach von der Abscheidestruktur abgeführt werden. Bevorzugt ist die jeweilige Abtropfkante außerhalb des Kanalquerschnitts des Gaskanals und dafür innerhalb des Sammelkanals angeordnet, wodurch das Abtropfen der abgeschiedenen Verunreinigungen in den Sammelkanal verbessert ist.
Zweckmäßig kann an den Sammelkanal eine Ablaufleitung angeschlossen ist, um die abgeschiedenen Verunreinigungen z.B. zu einem Speicher abzuführen.
Besonders effizient ist eine Ausführungsform, bei der mehrere Abscheidestrukturen im Gaskanal in Reihe angeordnet sind. Die einzelnen Abscheidestrukturen können dabei identisch ausgestaltet sein oder aber mit unterschiedlichen Abscheidewirkungen ausgestattet sein. Zweckmäßig sind die benachbarten Abscheidestrukturen zueinander beabstandet angeordnet.
Vorzugsweise kann die jeweilige Abscheidestruktur durch ein hydrophobes Gewebe gebildet sein. Bevorzugt ist ein Metallgewebe, z.B. aus Stahl oder Edelstahl. Denkbar sind jedoch auch keramische Gewebe.
Ein vereinfachter Aufbau ergibt sich, wenn die jeweilige Abscheidestruktur an einem Träger angeordnet ist, der sich quer durch den Kanalquerschnitt erstreckt. Hierdurch kann die jeweilige Abscheidestruktur selbst relativ biegeschlaff sein, was die Verwendung von Materialen und Strukturen erlaubt, die relativ geringe Strömungswiderstände und/oder hohe Abscheidewirkungen besitzen.
Zusätzlich kann der Flüssigkeitsabscheider ein Gehäuse aufweisen, das den Gaskanal enthält und das an den Kühlerblock angebaut ist. Hierdurch repräsentiert der Flüssigkeitsabscheider eine separate Baugruppe, die sich bei Bedarf besonders einfach an den Kühlerblock anbauen lässt.
Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform kann der Gaspfad im Kühlerblock mehrere Wandflächen aufweisen, an denen sich ein Flüssigkeitsfilm ausbilden kann. Der Flüssigkeitsabscheider schließt dann zweckmäßig unmittelbar an eine die Wandflächen aufweisende gasaustnttsseitige Stirnseite des Kühlerblocks an und leitet dort den Flüssigkeitsfilm ab. Bei dieser Ausführungsform dient der Flüssigkeitsabscheider in erster Linie dazu, den entlang der Wandflächen fließende Flüssigkeitsfilm aufzunehmen und abzuleiten, so dass eine Tröpfchenbildung im Gasstrom vermieden werden kann. Zusätzlich kann der Flüssigkeitsab-
scheider auch bereits im Gasstrom mitgeführte Tröpfchen abscheiden, die sich beispielsweise bereits innerhalb des Kühlers bilden können.
Bei einer zweckmäßigen Weiterbildung kann der Flüssigkeitsabscheider Stege aufweisen, die unmittelbar an die gasaustrittsseitige Stirnseite des Kühlerblocks anschließen und den Flüssigkeitsfilm zu einer Sammelstruktur des Flüssigkeitsabscheiders leiten. Mit Hilfe dieser Stege wird erreicht, dass der Flüssigkeitsfilm, der an der gasaustrittsseitigen Stirnseite des Kühlerblocks nicht entlang dieser Stirnseite schwerkraftbedingt abfließen kann, sondern auf die Stege trifft und von diesen zur Sammelstruktur weitergeleitet wird. Insbesondere begrenzen die Wandflächen, an denen sich der Flüssigkeitsfilm ausbildet, einzelne Gaskanäle im Kühlerblock, die insbesondere in der Schwerkraftrichtung zueinander benachbart angeordnet sein können. Tritt ein Flüssigkeitsfilm an einer Wandfläche aus einem solchen Gaskanal aus, treibt ihn die Schwerkraft in Richtung des nächsten darunter liegenden Gaskanals an. Dort könnten sich Tropfen bilden und von der Gasströmung mitgenommen werden. Da ein derartiges Abfließen zum nächsten Gaskanal mit Hilfe der Stege verhindert werden kann, lässt sich dadurch auch effizient eine Tropfenbildung in der Gasströmung vermeiden.
Gemäß einer anderen Weiterbildung kann der Flüssigkeitsabscheider einen Plattenkörper aufweisen, der sich quer zur Gasströmung erstreckt, der zu gasseitigen Austrittsöffnungen des Kühlerblocks fluchtende Durchgangsöffnungen aufweist und von dem die Stege abstehen. Die zuvor genannten Gaskanäle besitzen aus- trittsseitig die genannten Austrittsöffnungen des Kühlerblocks. Durch den komplementär zur Austrittsseite des Kühlerblocks ausgestalteten Platten körper, derart, dass die Durchgangsöffnungen des Platten körpers zu den Austrittsöffnungen des Kühlerblocks axial, also in der Strömungsrichtung des Gasstroms fluchten, ergibt sich nur ein vergleichsweise geringer Durchströmungswiderstand durch den Plattenkörper und somit durch den Flüssigkeitsabscheider. Außerdem weist
der Flüssigkeitsabscheider dadurch einen vergleichsweise einfachen Aufbau auf. Insbesondere kann der Plattenkörper mit den davon abstehenden Stegen integral aus einem Stück hergestellt sein.
Die Faserstruktur kann grundsätzlich eine beliebige, zur Aufnahme von Flüssigkeit geeignete Struktur besitzen, insbesondere auch eine hydrophobe Struktur. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung kann der Platten körper jedoch eine hydrophile Faserstruktur aufweisen, die den Flüssigkeitsfilm aufnimmt. Hierdurch lässt sich der Flüssigkeitsfilm rasch von der Gasströmung abführen, wodurch die Gefahr einer Mitnahme von Tröpfchen durch die Gasströmung reduziert ist.
Bei einer anderen Ausführungsform kann der Flüssigkeitsabscheider Ableitspalte aufweisen, die quer zur Gasströmungsrichtung unmittelbar an die gasseitigen Austrittsenden der Wandflächen anschließen, so dass der Flüssigkeitsfilm von der jeweiligen Wandfläche in den jeweiligen Ableitspalt eintreten kann und darin ableitbar ist. Im Unterschied zur vorgenannten Ausführungsform, bei der die Stege den austrittsseitig aus den Gaskanälen abfließenden Flüssigkeitsfilm ableiten, sorgen bei dieser Ausführungsform die Ableitspalte dafür, dass der jeweilige Flüssigkeitsfilm quer zur Gasströmung aus dem Bereich der Gasströmung abfließen kann.
Grundsätzlich kann dabei der jeweilige Flüssigkeitsfilm aufgrund der Schwerkraft in den jeweiligen Ableitspalt eintreten. Entsprechend einer besonders vorteilhaften Weiterbildung kann jedoch vorgesehen sein, den jeweiligen Ableitspalt so zu dimensionieren, dass Kapillarkräfte den Flüssigkeitsfilm in den Ableitspalt einsaugen und darin ableiten. Die Ableitspalte, die sich quer zur Gasströmungsrichtung erstrecken, sind parallel zur Gasströmungsrichtung somit relativ klein dimensioniert, um die Kapillarkräfte nutzen zu können. Die Kapillarkräfte bewirken
eine besonders effiziente Absaugung des Flüssigkeitsfilms, ohne dass zusätzliche energieverbrauchende Maßnahmen erforderlich sind.
Bei einer anderen Weiterbildung kann der Flüssigkeitsabscheider eine Faserstruktur aufweisen, die an den jeweiligen Ableitspalt anschließt und/oder im jeweiligen Ableitspalt angeordnet ist. Die Faserstruktur kann grundsätzlich eine beliebige, zur Aufnahme und Ableitung von Flüssigkeit geeignete Struktur besitzen, insbesondere auch eine hydrophobe Struktur. Bevorzugt handelt es sich jedoch um eine hydrophile Faserstruktur. Die Faserstruktur nimmt den Flüssigkeitsfilm auf und kann ihn innerhalb des Flüssigkeitsabscheiders weiterleiten.
Bei einer anderen Weiterbildung kann der Flüssigkeitsabscheider einen Plattenkörper aufweisen, der sich quer zur Gasströmung erstreckt, der zu gasseitigen Austrittsöffnungen des Kühlerblocks fluchtende Durchgangsöffnungen aufweist und der eine davon abstehende Stegstruktur aufweist, die unmittelbar an die gasaustrittsseitige Stirnseite des Kühlerblocks anstoßen, so dass die Ableitspalte durch die gasaustrittsseitige Stirnseite und eine dem Kühlerblock zugewandte Innenseite des Plattenkörpers begrenzt sind. Hierdurch ergibt sich für den Flüssigkeitsabscheider ein extrem kompakter Aufbau. Bemerkenswert ist ferner, dass der Flüssigkeitsabscheider erst durch die Anbringung des Plattenkörpers am Kühlerblock komplettiert und funktionsfähig wird.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann der Flüssigkeitsabscheider eine Faserstruktur aufweisen, die sich vollständig über eine gasaustrittsseitige Stirnseite des Kühlerblocks erstreckt, die von der Gasströmung durchströmbar ist und die aus dem Gaspfad austretende Flüssigkeit aufnimmt und ableitet. Die Faserstruktur kann grundsätzlich eine beliebige, zur Aufnahme und Ableitung von Flüssigkeit geeignete Struktur besitzen, insbesondere auch eine hydrophobe Struktur. Bevorzugt handelt es sich jedoch um eine hydrophile Faserstruktur. Bei
dieser Ausführungsform besitzt der Flüssigkeitsabscheider einen extrem einfachen Aufbau, der sich besonders preiswert realisieren lässt.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann dabei vorgesehen sein, dass die Faserstruktur in der Gasströmungsrichtung beabstandet vom Kühlerblock angeordnet ist. Hierdurch wird erreicht, dass die Faserstruktur wesentlich mehr durchströmbares Volumen bereitstellt als bei einer Anordnung der Faserstruktur unmittelbar am Kühlerblock. Hierdurch lässt sich der Durchströmungswiderstand der Faserstruktur signifikant reduzieren.
Die Faserstruktur kann dabei ein einlagiges oder mehrlagiges Gewebe oder Gestrick sein. Dabei kann es sich um eine keramische oder um eine metallische Faserstruktur handeln. Ebenso kann auch eine Faserstruktur aus Kunststoff zur Anwednung kommen.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann der Flüssigkeitsabscheider einen Speicher für abgeschiedene Flüssigkeit und einen Verdampfer zum Verdampfen der abgeschiedenen Flüssigkeit aufweisen. Mit Hilfe des Verdampfers kann der Speicher wieder entleert werden. Bei dieser Ausführungsform wird dem Umstand Rechnung getragen, dass eine Kondensatbildung im Kühler, insbesondere bei einer Anwendung als niederdruckseitiger Abgasrückführkühler, nur bei bestimmten Umgebungsbedingungen bzw. Betriebszuständen erfolgt, während bei vielen anderen Umgebungsbedingungen bzw. Betriebszuständen keine Kondensation erfolgt. Darüber hinaus können auch Betriebszustände und Umgebungsbedingungen vorherrschen, bei denen sogar eine Verdampfung von Wasser möglich ist. Mit Hilfe des Speichers kann somit für Phasen, in denen Kondensat anfällt, das abgeschiedene Kondensat gesammelt werden. Mit Hilfe des Verdampfers kann dann in Phasen, in denen eine Verdampfung des Kondensats
möglich ist, der Speicher wieder entleert werden. Auf diese Weise kann auf eine aufwändige Ableitung des Kondensats in die Umgebung verzichtet werden.
Der Speicher kann optional mit einem Überlauf ausgestattet sein, um die Funktionsfähigkeit des Flüssigkeitsabscheiders auch bei vollem Speicher gewährleisten zu können. Zusätzlich oder alternativ kann der Speicher mit Schwallwänden bzw. mit einer Schwallstruktur ausgestattet sein. Insbesondere bei Fahrzeuganwendungen kann die Dynamik des Fahrbetriebs innerhalb des Speichers die Flüssigkeit beschleunigen, wodurch im Speicher Wellen entstehen können, die den Speicher zum Überschwappen bringen können. Dadurch könnte gespeicherte Flüssigkeit über die Ableitstruktur in den Gasstrom zurückgelangen. Eine
Schwallstruktur wirkt der Wellenbildung entgegen, wodurch auch ein Überschwappen vermieden werden kann.
Entsprechend einer anderen vorteilhaften Weiterbildung kann der Verdampfer abhängig von der Temperatur der Gasströmung stromab des Kühlerblocks temperaturgesteuert sein. Hierdurch wird erreicht, dass erst bei Temperaturen im Gasstrom oberhalb der Verdampfungstemperatur des Wassers die Verdampfung aktiv betrieben wird.
In einem einfachen Fall kann es sich beim Verdampfer um eine Art Docht handeln. Der Docht fördert aufgrund von Kapillarkräften das abgeschiedene Wasser aus dem Reservoir an ein Dochtende, das der Gasströmung ausgesetzt ist. Bei hinreichender Gastemperatur kommt es dabei am Dochtende zur gewünschten Verdampfung der Flüssigkeit. Ein Ablösen von Tröpfchen ist dagegen aufgrund der hohen Kapillarkräfte im Docht nicht zu erwarten.
Bei einer anderen Ausführungsform kann der Verdampfer mit einer Pumpe arbeiten, die während eines Verdampfungsbetriebs, also bei hinreichender Gastemperatur die Flüssigkeit aus dem Reservoir einer Verdampfungsfläche zuführt.
Ebenso ist es möglich, im Speicher eine Heizeinrichtung anzuordnen, mit deren Hilfe die darin gespeicherte Flüssigkeit verdampft werden kann. Die Heizeinrichtung kann beispielsweise elektrisch betrieben sein. Ebenso ist es möglich, die Heizeinrichtung mittels wenigstens einer sogenannten Heat Pipe zu realisieren, die beispielsweise einen Boden des Speichers mit dem Kühlerblock koppelt, um Wärme vom Kühlerblock auf den Boden des Speichers zu übertragen.
Des Weiteren kann der Verdampfer beispielsweise mit einer Saugstrahlpumpe arbeiten, wobei die Gasströmung in einer Venturidüse der Saugstrahlpumpe den Unterdruck zum Ansaugen der Flüssigkeit aus dem Speicher erzeugt.
Zusätzlich oder alternativ kann der Verdampfer entsprechende Ventile aufweisen, um ein Zuführen der Flüssigkeit zur Gasströmung aktiv zu steuern zu können.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann der Verdampfer die abgeschiedene Flüssigkeit zum Verdampfen der Faserstruktur zuführen, die während der Abscheidephase dazu dient, die Flüssigkeit aus der Gasströmung bzw. dem Flüssigkeitsfilm aus dem Kühlerblock aufzunehmen.
Eine erfindungsgemäße Verwendung eines Kühlers der vorstehend beschriebenen Art erfolgt in einer Abgasrückführanlage zum Kühlen von rückgeführtem Abgas. Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung auch einen Abgasrück- führkühler sowie eine Abgasrückführanlage mit einem derartigen Abgasrückführ- kühler. Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung außerdem eine Brennkraftmaschine mit einer derartigen Abgasrückführanlage. Bevorzugt kommt der Ab-
gasrückführkühler bei einer Niederdruck-Abgasrückführung einer aufgeladenen Brennkraftmaschine zur Anwendung.
Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
Es zeigen, jeweils schematisch,
Fig. 1 eine stark vereinfachte, schaltplanartige Prinzipdarstellung einer
Brennkraftmaschine,
Fig. 2 einen stark vereinfachten Längsschnitt durch einen Kühler im Bereich eines Flüssigkeitsabscheiders,
Fig. 3 eine Axialansicht des Flüssigkeitsabscheiders entsprechend einem
Detail III in Fig. 2,
Fig. 4 eine isometrische Ansicht eines Plattenkörpers des Flüssigkeitsabscheiders,
Fig. 5 eine Schnittansicht wie in Fig. 2, jedoch bei einer anderen Ausführungsform,
Fig. 6 eine Schnittansicht wie in den Figuren 2 und 5, jedoch bei einer weiteren Ausführungsform,
Fig. 7 eine Schnittansicht wie in Figur 6, jedoch bei einer andere Ausführungsform,
Fig. 8 eine Axialansicht des Flüssigkeitsabscheiders bei einer anderen
Ausführungsform, jedoch ohne Abscheidestruktur,
Fig. 9 ein Axialschnitt des Flüssigkeitsabscheiders aus Fig. 8 gemäß
Schnittlinien IX in Fig. 8, jedoch mit Abscheidestrukturen,
Fig. 10 ein vergrößerter Querschnitt des Flüssigkeitsabscheiders der Fig. 8 und 9, jedoch mit Abscheidestruktur entsprechend Schnittlinien X in Fig. 9.
Entsprechend Fig. 1 umfasst eine Brennkraftmaschine 1 einen Motorblock 2 mit mehreren Brennräumen 3, eine Frischluftanlage 4 zum Zuführen von Frischluft zu den Brennräumen 3, eine Abgasanlage 5 zum Abführen von Abgas von den Brennräumen 3 sowie eine Abgasrückführanlage 6 zum Rückführen von Abgas von der Abgasanlage 5 zur Frischluftanlage 4. Die Frischluftanlage 4 enthält ein Frischluftfilter 7, einen Verdichter 8 eines Abgasturboladers 9, einen Ladeluftkühler 10 und eine Drosseleinrichtung 1 1 , zum Beispiel in Form einer Drosselklappe.
Der Ladeluftkühler 10 ist an einen Kühlkreis 12 angeschlossen. Die Abgasanlage 5 enthält eine Turbine 13 des Abgasturboladers 9, die über eine Antriebswelle 14 mit dem Verdichter 8 verbunden ist. Ferner enthält die Abgasanlage 5 einen Katalysator 15 und eine Drosseleinrichtung 16, zum Beispiel in Form einer Stauklappe.
Die Abgasrückführanlage 6 enthält ein Abgasrückführventil 17 und einen Abgas- rückführkühler 18, der an einen Kühlkreis 19 angeschlossen ist. Eine Entnahmestelle 20 der Abgasrückführanlage 6 ist hier stromab der Turbine 13 an der Abgasanlage 5 angeordnet. Eine Einleitstelle 21 der Abgasrückführanlage 6 ist hier stromauf des Verdichters 8 an der Frischluftanlage 4 angeordnet. Dementsprechend handelt es sich hier um eine Niederdruck-Abgasrückführung.
Der Kühlkreis 12 des Ladeluftkühlers 10 und/oder der Kühlkreis 19 des Abgas- rückführkühlers 18 kann bzw. können mit einem Motorkühlkreis 22 gekoppelt sein. Ebenso kann es sich dabei jeweils um einen separaten Kühlkreis handeln.
Der Abgasrückführkühler 18, der im Folgenden allgemein auch als„Kühler 18" bezeichnet wird, umfasst gemäß den Figuren 1 bis 6 einen Kühlerblock 23 und einen Flüssigkeitsabscheider 24 zum Abscheiden von Flüssigkeit aus einer Gasströmung 25, die den Kühlerblock 23 durchströmt. Der Flüssigkeitsabscheider 24 ist dabei an einer gasseitigen Austrittsseite 26 des Kühlerblocks 23 angeordnet.
Der Kühlerblock 23 weist einen von der Gasströmung 25 durchströmbaren Gaspfad 27 auf, der in den Figuren 2, 5, 6 und 7 durch Pfeile angedeutet ist. Des Weiteren enthält der Kühlerblock 23 einen in Figur 1 erkennbaren Kühlmittelpfad 28, der von einem vorzugsweise flüssigen Kühlmittel durchströmbar ist. Der Kühlmittelpfad 28 und der Gaspfad 27 sind thermisch, jedoch mediengetrennt
miteinander gekoppelt. Dementsprechend kann der Kühlmittelpfad Wärme aus dem Gaspfad entziehen.
Gemäß den Figuren 2 bis 6 kann der Gaspfad 27 im Kühlerblock 23 mehrere Gaskanäle 29 enthalten, die seitlich von Wandflächen 30 begrenzt sind. An diesen Wandflächen 30 kann sich im Betrieb des Kühlers 18 bei entsprechenden Randbedingungen ein Flüssigkeitsfilm 31 ausbilden, nämlich durch Kondensation von Wasserdampf, der in der Gasströmung 25 mitgeführt wird. Dieser Niederschlag an den Wandflächen 30 bildet dann den Flüssigkeitsfilm 31 , der angetrieben durch die Gasströmung 25 aus den Gaskanälen 29 austritt.
Entsprechend den Figuren 2 bis 4 und 5 ist der Flüssigkeitsabscheider 24 unmittelbar an eine gasaustrittsseitige Stirnseite 32 des Kühlerblocks 23 angeschlossen, die hier mit der Austrittsseite 26 des Gaspfads 27 zusammenfällt. Somit kann der Flüssigkeitsabscheider 24 den Flüssigkeitsfilm 31 ableiten.
Gemäß der in den Figuren 2 bis 4 gezeigten Ausführungsform kann der Flüssigkeitsabscheider 24 Stege 33 aufweisen, die unmittelbar an die gasaustrittsseitige Stirnseite 32 des Kühlerblocks 23 anschließen. Die Stege 33 führen den aus den Gaskanälen 29 austretenden Flüssigkeitsfilm 31 zu einer Sammelstruktur 34 des Flüssigkeitsabscheiders 24. Somit kann die angefallene Flüssigkeit gemäß Figur 3 entlang der Stege 33 quer zur Gasströmungsrichtung 35 zunächst seitlich abgelenkt und dann entlang der Sammelstruktur 34, zum Beispiel nach unten abgeführt werden.
Entsprechend Figur 4 kann der Flüssigkeitsabscheider 24 einen Plattenkörper 36 aufweisen, der sich quer zur Gasströmungsrichtung 35 erstreckt. Der Plattenkörper 36 weist mehrere Durchgangsöffnungen 37 auf, die hinsichtlich Anzahl, Anordnung und Dimensionierung komplementär zu gasseitigen Austrittsöffnungen
38 des Kühlkörpers 23 gestaltet sind. Dementsprechend sind die Durchgangsöffnungen 37 bezüglich der Gasströmungsrichtung 35 axial fluchtend zu den Aus- trittsöffnungen 38 angeordnet. Der Plattenkörper 36 kann eine hydrophile Faserstruktur 39 aufweisen, die in Figur 4 rein exemplarisch an der rechten Randseite des Platten körpers 36 angedeutet ist. Es ist klar, dass grundsätzlich die gesamte dem Kühlerblock 23 zugewandte Innenseite 40 des Platten körpers 36 mit einer derartigen Faserstruktur 39 versehen sein kann. Die Faserstruktur 39 ist dabei so konfiguriert, dass sie den Flüssigkeitsfilm 31 aufnehmen kann.
In Figur 5 ist eine andere Ausführungsform des Flüssigkeitsabscheiders 24 wiedergegeben, bei welcher Ableitspalte 41 ausgebildet sind, die sich quer zur Gasströmungsrichtung 35 erstrecken und dabei unmittelbar an die gasseitigen Austrittsenden 42 der Wandflächen 30 anschließen. Dementsprechend kann der jeweilige Flüssigkeitsfilm 31 von der jeweiligen Wandfläche 30 in den jeweiligen Ableitspalt 41 eintreten, wobei der jeweilige Flüssigkeitsfilm 31 , der in einen solchen Ableitspalt 41 eintritt, im Ableitspalt 41 abgeleitet wird. Zweckmäßig ist eine Spaltbreite 43 so dimensioniert, dass Kapillarkräfte entstehen, die den Flüssigkeitsfilm 31 in den Ableitspalt 41 einsaugen und im Ableitspalt 41 ein Ableiten der Flüssigkeit bewirken. Beispielsweise kann sich gemäß Figur 5 am jeweiligen Austrittsende 42 der Wandfläche 30 in einem Einlassbereich 44 des jeweiligen Ableitspalts 41 Flüssigkeit, die mit dem Flüssigkeitsfilm 31 antransportiert wird, sammeln, bis sie von den Kapillarkräften in den Ableitspalt 41 eingesaugt und darin abgeleitet wird.
Auch bei dieser Ausführungsform kann der Flüssigkeitsabscheider 24 eine hydrophile Faserstruktur 45 aufweisen, die wie im Beispiel der Figur 5 innerhalb des jeweiligen Ableitspalts 41 angeordnet sein kann. Ebenso ist es möglich, dass der jeweilige Ableitspalt 41 mit seiner Kapillarwirkung bis zu einer derartigen Faserstruktur 45 führt.
Zweckmäßig kann der Flüssigkeitsabscheider 24 auch bei dieser Ausführungsform einen Plattenkörper 46 aufweisen, der sich quer zur Gasströmung 25 erstreckt, der zu den gasseitigen Austrittsöffnungen 38 des Kühlerblocks 23 fluchtende Durchgangsöffnungen 47 aufweist und der eine vom Plattenkörper 46 abstehende Stegstruktur 48 besitzt. Die Stegstruktur 48 umfasst mehrere Stege 49, die jeweils unmittelbar an die gasaustrittsseitige Stirnseite 32 des Kühlerblocks 23 anstoßen. Auf diese Weise werden die Ableitspalte 41 einerseits durch die gasaustrittsseitige Stirnseite 32 und andererseits durch eine dem Kühlerblock 23 zugewandte Innenseite 50 des Platten körpers 46 begrenzt.
Entsprechend den Figuren 6 und 7 kann der Flüssigkeitsabscheider 24 auch mittels einer hydrophilen Faserstruktur 51 gebildet sein, die sich vollständig über die austrittsseitige Stirnseite 32 des Kühlerblocks 23 erstreckt. Die Faserstruktur 51 ist von der Gasströmung 25 durchströmbar und so konfiguriert, dass sie die aus dem Gaspfad 27 austretende Flüssigkeit aufnehmen und ableiten kann. Bei der in den Figuren 6 und 7 gezeigten, speziellen Ausführungsform ist die Faserstruktur 51 von der austrittsseitigen Stirnseite 32 des Kühlerblocks 23 in der Gasströmungsrichtung 35 beabstandet angeordnet. Hierdurch steht die gesamte Oberfläche der Faserstruktur 51 zur Anströmung und Durchströmung für die Gasströmung 25 zur Verfügung, wodurch der Strömungswiderstand der Faserstruktur 51 reduziert ist. Die Faserstruktur 51 kann ein keramisches oder metallisches Gewirk oder Gestrick sein. Die Faserstruktur 51 kann einlagig oder mehrlagig sein. Im Beispiel der Figur 6 und 7 ist eine dreilagige Faserstruktur 51 angedeutet. Besonders vorteilhaft bei einer mehrlagigen Faserstruktur 51 ist dabei eine Ausführungsform, bei welcher die einzelnen Lagen der Faserstruktur 51 relativ zueinander einen vorbestimmten Abstand einhalten, der sich in besonderer Weise zum Aufnehmen und Abführen von Flüssigkeitstropfen aus der Gasströmung 25 eignet.
Bei der in Figur 7 gezeigten Ausführungsform ist der Flüssigkeitsabscheider 24 zusätzlich zu der in Figur 6 gezeigten Ausführungsform mit einem Speicher 52 ausgestattet, der die abgeschiedene Flüssigkeit bevorraten kann. Der jeweilige Flüssigkeitsabscheider 24 kann dementsprechend so gestaltet sein, dass er die abgeschiedene Flüssigkeit diesem Speicher 52 zuführt. Ein derartiger Speicher 52 kann bei allen hier gezeigten Ausführungsformen realisiert sein.
Des Weiteren zeigt Figur 7 einen Verdampfer 53, mit dessen Hilfe die abgeschiedene Flüssigkeit aus dem Speicher 52 verdampft werden kann. In Betriebsphasen, in denen Kondensat anfällt, kann dies im Speicher 52 gespeichert werden. In Betriebsphasen, in denen Flüssigkeit verdampft werden kann, kann mit Hilfe des Verdampfers 53 der Speicher 52 wieder geleert werden. Im Beispiel der Figur 7 besitzt der Speicher 52 einen Überlauf 54, der mit einem geeigneten Ventil 55 gesteuert werden kann. Im Beispiel der Figur 7 ist außerdem im Speicher 52 eine Schwallstruktur 56 angeordnet, beispielsweise in Form eines Gitters, die dafür sorgt, dass Wellen, die im Betrieb eines mit der Brennkraftmaschine 1 ausgestatteten Fahrzeugs im Speicher 52 entstehen können, nicht zu einem Überschwappen der gespeicherten Flüssigkeit führen können.
Der Verdampfer 53 ist zweckmäßig temperaturgesteuert, und zwar abhängig von der Temperatur der Gasströmung 25 stromab des Kühlerblocks 23. In einem besonders einfachen Fall kann der Verdampfer 53 einen Docht aufweisen, der gemäß Figur 7 Flüssigkeit bis zu einem der Gasströmung 25 ausgesetzten Bereich fördert. Zwischen dem Speicher 52 und dem Kühlerblock 23 kann auch eine Heat Pipe 57 angeordnet sein, um Flüssigkeit aus dem Speicher 52 zu verdampfen.
Dabei kann der Verdampfer 53 zweckmäßig so konfiguriert sein, dass er die abgeschiedene Flüssigkeit zum Verdampfen wieder der Faserstruktur 51 zuführt.
Dies kann gemäß Figur 7 so erfolgen, dass der Verdampfer 53 die Flüssigkeit bis in den Bereich der Gasströmung 25 fördert, derart, dass sich dort Tröpfchen ablösen können, die in der Faserstruktur 51 aufgefangen und verdampft werden. In Figur 7 ist stromab der Faserstruktur 51 ein Bereich angedeutet, in dem die Gasströmung 25 Wasserdampf enthält.
Entsprechend den Fig. 8 bis 10 kann der Flüssigkeitsabscheider 24 in einem eigenen Gehäuse 58 einen Gaskanal 59 aufweisen, der einen von der Gasströmung 25 durchströmbaren Kanalquerschnitt 60 besitzt. Der Kanalquerschnitt 60 ist nun weitgehend, vorzugsweise vollständig, von wenigstens einer Abscheidestruktur 61 , 62 versperrt, die von der Gasströmung 25 durchströmbar ist. Im Beispiel sind in Fig. 9 zwei derartige Abscheidestrukturen 61 , 62 dargestellt, die in der Strömungsrichtung der Gasströmung 25 hintereinander, also in Reihe angeordnet sind, derart, dass sie in der Strömungsrichtung der Gasströmung 25 voneinander beabstandet sind. Grundsätzlich kann auch eine einzige Abscheidestruktur 61 , 62 ausreichen; ebenso können auch mehr als zwei Abscheidestrukturen 61 , 62 vorgesehen sein.
Die jeweilige Abscheidestruktur 61 , 62 ist für die Gasströmung 25 durchlässig, bildet jedoch für mitgeführte Partikel und insbesondere für mitgeführte Flüssigkeitströpfchen ein Hindernis, an dem sich die Partikel bzw. Tröpfchen anlagern können, wodurch sie aus der Gasströmung 25 ausgeschieden werden. Beispielsweise handelt es sich bei der jeweiligen Abscheidestruktur 61 , 62 um ein Gewebe aus einem hydrophoben Material, wie z.B. ein Metallgewebe, insbesondere aus Stahl, vorzugsweise aus Edelstahl.
Entsprechend den Fig. 9 und 10 weist der Flüssigkeitsabscheider 24 in seinem Gehäuse 58 einen Sammelkanal 63 auf, der in der durch einen Pfeil angedeuteten Schwerkraftrichtung 64 an den Kanalquerschnitt 60 anschließt. Der Sammel-
kanal 63 sammelt die von der jeweiligen Abscheidestruktur 61 , 62 abgeschiedene Flüssigkeit und führt sie einer Ablaufleitung 65 zu. Die Ablaufleitung 65 kann dabei zu dem Speicher 52 führen, der mit Bezug auf die Ausführungsform der Fig. 7 erläutert worden ist. Der Sammelkanal 63 erstreckt sich quer zum Gaskanal 59 und ist zum Gaskanal 59, also entgegen der Schwerkraftrichtung 64 offen. Ferner ist der Sammel kanal 63 so positioniert, dass eine Abtropfkante 66 der jeweiligen Abscheidestruktur 61 , 62 in der Schwerkraftrichtung 64 daran angrenzt. Somit kann von der jeweiligen Abscheidestruktur 61 , 62 aufgenommene Flüssigkeit innerhalb der Abscheidestruktur 61 , 62 schwerkraftbedingt in Richtung Abtropfkante 66 abfließen und von dieser in den Sammelkanal 63 abtropfen. Von Vorteil ist dabei, wenn die jeweilige Abtropfkante 66 bereits außerhalb des von der Gasströmung 25 durchströmten Kanalquerschnitts 60 des Gaskanals 59 angeordnet ist und in den Sammelkanal 63 eintaucht. Dann kann die Flüssigkeit von der Gasströmung 25 ungestört in den Sammelkanal 63 abtropfen. Der Sammelkanal 63 ist hier außerdem so ausgestaltet, dass er sich in der Schwerkraftrichtung 64 zur Ablaufleitung 65 hin verjüngt.
Für die jeweilige Abscheidestruktur 61 , 62 ist jeweils ein Träger 67 bzw. 68 vorgesehen, an dem die jeweilige Abscheidestruktur 61 , 62 angeordnet bzw. fixiert ist. Der jeweilige Träger 67, 68 erstreckt sich quer durch den Kanalquerschnitt 60 und ist beispielsweise mittels kreuzförmiger Stege gebildet, die nur einen geringen Strömungswiderstand erzeugen.
Gemäß den Fig. 8 und 10 besitzt das Gehäuse 58 Öffnungen 69, mit denen der Flüssigkeitsabscheider 24 an den Kühlerblock 23 angebaut werden kann, beispielsweise mittels einer entsprechenden Verschraubung.
Gemäß Fig. 9 kann das Gehäuse 58 zwei Gehäusehälften 70 und 71 aufweisen, zwischen denen der jeweilige Träger 67, 68 und/oder die jeweilige Abscheidestruktur 61 , 62 zur Fixierung am Gehäuse 58 eingeklemmt sein können.
*****