Montagesystem zur Befestigung einer Box in einem Fach einer Flugzeugbordküche
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Montagesystem zur Befestigung einer Box in einem zur Aufnahme der Box vorgesehenen Fach einer Flugzeugbordküche. Ferner betrifft die Erfindung eine mit einem derartigen Montagesystem ausgestattete Flugzeugbordküche.
Aus der WO 2007/095000 Al ist eine modular aufgebaute Flugzeugbordküche bekannt, die einen Grundkörper mit einer Mehrzahl von Fächern umfasst. In den Fächern des Grundkörpers sind verschiedene Geräte, wie z.B. ein Ofen oder ein Mikrowellengerät angeordnet. Ferner sind in den Fächern des Grundkörpers mehrere hintereinander angeordnete Boxen aufgenommen, in denen zur Versorgung der
Passagiere an Bord des Flugzeugs benötigte Serviceprodukte, wie z.B. Nahrungsmittel oder Getränke untergebracht werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Montagesystem bereitzustellen, das es ermöglicht, eine Box, die beispielsweise dazu dient, zur Versorgung der Passagiere an Bord des Flugzeugs benötigte Serviceprodukte aufzunehmen, sicher in einem zur Aufnahme der Box vorgesehenen Fach einer Flugzeugbordküche zu befestigen.
Zur Lösung dieser Aufgabe umfasst ein erfϊndungsgemäßes Montagesystem zur Be- festigung einer Box in einem zur Aufnahme der Box vorgesehenen Fach einer Flugzeugbordküche eine erste Führungseinrichtung, die dazu eingerichtet ist, mit einer an der Box ausgebildeten komplementären zweiten Führungseinrichtung in Eingriff zu gelangen, wenn die Box in das zur Aufnahme der Box vorgesehene Fach der Flugzeugbordküche eingebracht wird. Wenn sich die erste Führungseinrichtung des erfin- dungsgemäßen Montagesystems mit der an der Box ausgebildeten komplementären zweiten Führungseinrichtung in Eingriff befindet, ist die Box gegen eine Verlagerung in dem Fach der Flugzeugbordküche in einer Richtung senkrecht zu einer Längsachse des Fachs der Flugzeugbordküche gesichert. Unter einer Längsachse des Fachs der Flugzeugbordküche wird hier eine Achse verstanden, die sich von einer Vorderseite zu einer Rückseite des Fachs, d.h. in Richtung der Tiefe des Fachs durch das Fach der Flugzeugbordküche erstreckt. Durch das Zusammenwirken der ersten und der zweiten Führungseinrichtung wird somit verhindert, dass die Box beispielsweise im
Steigflug oder im Sinkflug des Flugzeugs sowie bei Turbulenzen in unerwünschter Weise in dem Fach der Flugzeugbordküche verlagert wird. Das Fach muss daher nicht notwendigerweise mit Seitenwänden und/oder einer oberen Abdeckung versehen sein, die eine unerwünschte Verlagerung der Box verhindern. Eine mit dem 5 erfindungsgemäßen Montagesystem versehene Flugzeugbordküche kann daher bei Bedarf besonders leichtgewichtig gestaltet werden.
Ferner umfasst das erfindungsgemäße Montagesystem einen Verriegelungsmechanismus, der dazu eingerichtet ist, die Box gegen eine Verlagerung in dem Fach der lo Flugzeugbordküche in einer Richtung parallel zu der Längsachse des Fachs der Flugzeugbordküche zu sichern. Mit anderen Worten, der Verriegelungsmechanismus dient dazu, zu verhindern, dass die Box in unerwünschter Weise aus dem Fach der Flugzeugbordküche herausfällt. Wenn das zur Aufnahme der Box vorgesehene Fach der Flugzeugbordküche mit einer Tür versehen ist, ermöglicht der Verriegelungsmecha- i5 nismus eine redundante Absicherung der Box gegen eine Verlagerung parallel zur Längsachse des Fachs. Falls gewünscht oder erforderlich, kann durch die Ausstattung des erfindungsgemäßen Montagesystems mit einem Verriegelungsmechanismus jedoch auch darauf verzichtet werden, ein zur Aufnahme einer Box vorgesehenes Fach einer mit dem erfindungsgemäßen Montagesystem ausgestatteten Flugzeug- o bordküche mit einer zusätzlichen Tür zu versehen, da bereits der Verriegelungsmechanismus sicher verhindert, dass die Box aus dem Fach der Flugzeugbordküche herausfällt. Dies ermöglicht wiederum Gewichtsersparnisse bei einer mit dem erfindungsgemäßen Montagesystem ausgestatteten Flugzeugbordküche. 5 Vorzugsweise ist die erste Führungseinrichtung an einem Trägerelement angeordnet, das dazu eingerichtet ist, ein Bodenelement der Box abzustützen, wenn sich die erste Führungseinrichtung mit der an der Box ausgebildeten komplementären zweiten Führungseinrichtung in Eingriff befindet. Das Trägerelement kann so gestaltet sein, dass es ein Bodenelement des zur Aufnahme der Box vorgesehenen Fachs der Flug-0 zeugbordküche bildet. Vorzugsweise erstreckt sich das Trägerelement jedoch nur über einen Teil der Fläche, die ein Bodenelement des Flugzeugbordküchenfachs einnehmen würde. Beispielsweise kann das Trägerelement in Form zweier Leisten ausgebildet sein, die sich parallel zueinander und parallel zur Längsachse des Flugzeugbordküchenfachs erstrecken und Randbereiche des Bodenelements der Box5 abstützen, die an Seitenelemente der Box angrenzen. Bei einer derartigen besonders leichtgewichtigen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Montagesystems ist vorzugsweise auch die erste Führungseinrichtung mehrteilig ausgebildet, d.h. jede der
das Trägerelement bildenden Leisten ist mit einem entsprechenden Teil der ersten Führungseinrichtung versehen. Wenn die erste Führungseinrichtung mehrteilig ausgestaltet ist, ist vorzugsweise auch die zweite Führungseinrichtung entsprechend mehrteilig.
Die erste Führungseinrichtung kann beispielsweise eine Schiene umfassen, die dazu vorgesehen ist, mit einem zu der Form der Schiene komplementär ausgestalteten Bauteil der an der Box ausgebildeten zweiten Führungseinrichtung zusammenzuwirken. Alternativ dazu kann auch die an der Box ausgebildete zweite Führungseinrich- tung eine Schiene umfassen, die dazu eingerichtet ist, mit einem komplementär zur Form der Schiene ausgebildeten Bauteil der ersten Führungseinrichtung zusammenzuwirken. Eine besonders sichere Verbindung der ersten Führungseinrichtung mit der zweiten Führungseinrichtung kann dann gewährleistet werden, wenn die erste Führungseinrichtung und die an der Box ausgebildete komplementäre zweite Führungs- einrichtung eine Schwalbenschwanzverbindung bilden. Beispielsweise kann die erste Führungseinrichtung eine Schiene umfassen, die so geformt ist, dass sie dazu geeignet ist, einen an der Box ausgebildeten Schwalbenschwanzfortsatz aufzunehmen. Alternativ dazu kann auch die an der Box ausgebildete zweite Führungseinrichtung eine Schiene umfassen, die so geformt ist, dass sie dazu geeignet ist, einen bei- spielsweise an dem Trägerelement befestigten Schwalbenschwanzfortsatz aufzunehmen.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Montagesystems umfasst der Verriegelungsmechanismus eine erste Verriegelungseinheit mit einer ersten Anzahl von Riegeln. Die Riegel der ersten Verriegelungseinheit sind vorzugsweise dazu eingerichtet, in einer Verriegelungsstellung eine der ersten Anzahl von Riegeln entsprechende Anzahl von hintereinander in dem Fach der Flugzeugbordküche aufgenommenen Boxen gegen eine Verlagerung in dem Fach der Flugzeugbordküche in einer Richtung parallel zu der Längsachse des Fachs der Flugzeugbordküche zu sichern. Beispielsweise kann die erste Verriegelungseinheit zwei Riegel umfassen. Die Verriegelungseinheit ist dann dazu in der Lage, zwei hintereinander in dem Fach der Flugzeugbordküche aufgenommene Boxen gegen eine unerwünschte Verlagerung zu sichern. Durch die Ausstattung der ersten Verriegelungseinheit mit einer ersten Anzahl von Riegeln, die der Anzahl der hintereinander in dem Fach der Flug- zeugbordküche aufzunehmenden Boxen entspricht, kann jede der in dem Flugzeugbordküchenfach aufgenommenen Boxen separat, d.h. durch einen ausschließlich ihr zugeordneten Riegel gesichert werden. Dadurch wird verhindert, dass sich die Boxen
in dem Flugzeugbordküchenfach beispielsweise im Steigflug oder im Sinkflug des Flugzeugs oder bei Turbulenzen gegeneinander verschieben.
Die erste Verriegelungseinheit kann eine Kopplungseinrichtung umfassen, die die 5 Riegel der ersten Verriegelungseinheit derart miteinander koppelt, das bei einer Bewegung eines ersten Riegels der ersten Verriegelungseinheit in eine Verriegelungsstellung die übrigen Riegel der ersten Verriegelungseinheit ebenfalls in eine Verriegelungsstellung bewegt werden, und dass bei einer Bewegung des ersten Riegels der ersten Verriegelungseinheit in eine Entriegelungsstellung die übrigen Riegel lo der ersten Verriegelungseinheit ebenfalls in eine Entriegelungsstellung bewegt werden. Die Kopplungseinrichtung der ersten Verriegelungseinheit ermöglicht somit, dass durch eine Betätigung eines beispielsweise gut zugänglich in einem vorderen Bereich des Flugzeugbordküchenfachs angeordneten ersten Riegels auch eine Betätigung schlecht oder gar nicht zugänglich in einem hinteren Bereich des Flugzeugbord- i5 küchenfachs angeordneter Riegel bewirkt werden kann. Die Kopplungseinrichtung kann beispielsweise eine um ihre Längsachse drehbare Stange umfassen, die die Riegel der ersten Verriegelungseinheit trägt.
Der Verriegelungsmechanismus des erfindungsgemäßen Montagesystems kann fer- o ner eine zweite Verriegelungseinheit mit einer zweiten Anzahl von Riegeln umfassen. Die zweite Anzahl von Riegeln der zweiten Verriegelungseinheit unterscheidet sich vorzugsweise von der ersten Anzahl von Riegeln der ersten Verriegelungseinheit. Die Riegel der zweiten Verriegelungseinheit sind vorzugsweise dazu eingerichtet, in einer Verriegelungsstellung eine der zweiten Anzahl von Riegeln entsprechende Anzahl von5 hintereinander an dem Fach der Flugzeugbordküche aufgenommenen Boxen gegen eine Verlagerung in dem Fach der Flugzeugbordküche in einer Richtung parallel zu der Längsachse des Fachs der Flugzeugbordküche zu sichern. Beispielsweise kann die zweite Verriegelungseinheit mit drei Riegeln ausgestattet sein und somit drei hintereinander in dem Flugzeugbordküchenfach aufgenommene Boxen separat ge-0 gen eine unerwünschte Verlagerung sichern.
Wenn der Verriegelungsmechanismus des erfindungsgemäßen Montagesystems eine erste und eine zweite Verriegelungseinheit mit einer unterschiedlichen Anzahl von Riegeln umfasst, ist das erfindungsgemäße Montagesystem besonders flexibel ein-5 setzbar, da je nach Bedarf eine unterschiedliche Anzahl von in dem Flugzeugbordküchenfach aufgenommenen Boxen entweder mittels der ersten oder mittels der zweiten Verriegelungseinheit separat gegen eine unerwünschte Verlagerung in dem
Flugzeugbordküchenfach gesichert werden kann. Falls dies gewünscht oder erforderlich ist, um Boxen unterschiedlichen Größe in einem Flugzeugbordküchenfach gegen eine unerwünschte Verlagerung zu sichern, kann der Verriegelungsmechanismus des erfindungsgemäßen Montagesystems auch mit mehr als zwei Verriegelungseinheiten s mit einer unterschiedlichen Anzahl von Riegeln ausgestattet sein. Das Montagesystem kann somit durch eine entsprechende Gestaltung des Verriegelungsmechanismus besonders flexibel an spezifische Anwendungsanforderungen angepasst werden.
Die erste Verriegelungseinheit des erfindungsgemäßen Montagesystems kann einen lo Blockiermechanismus umfassen und zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar sein. In der ersten Stellung der ersten Verriegelungseinheit ermöglicht der Blockiermechanismus vorzugsweise eine Bewegung eines Riegels der ersten Verriegelungseinheit in eine Verriegelungsstellung. In der zweiten Stellung der ersten Verriegelungseinheit wird eine Bewegung des Riegels der ersten Verriegelungseinheit i5 dagegen vorzugsweise durch den Blockiermechanismus blockiert. Alternativ oder zusätzlich dazu kann auch die zweite Verriegelungseinheit einen Blockiermechanismus umfassen und zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar sein. In der ersten Stellung der zweiten Verriegelungseinheit kann der Blockiermechanismus eine Bewegung eines Riegels der zweiten Verriegelungseinheit in eine Verriege-
20 lungsstellung ermöglichen. In der zweiten Stellung der zweiten Verriegelungseinheit kann der Blockiermechanismus dagegen eine Bewegung des Riegels der zweiten Verriegelungseinheit in eine Verriegelungsstellung blockieren. Durch den Blockiermechanismus kann somit eine unerwünschte Bewegung eines Riegels der ersten und/oder der zweiten Verriegelungseinheit in eine Verriegelungsstellung unterbunden 5 werden.
Der Blockiermechanismus der ersten Verriegelungseinheit kann mindestens einen Blockiervorsprung umfassen, der in der zweiten Stellung der ersten Verriegelungseinheit derart mit einem Riegel der ersten Verriegelungseinheit zusammenwirkt, dass 0 eine Bewegung des Riegels in eine Verriegelungsstellung blockiert wird. In der ersten Stellung der ersten Verriegelungseinheit kann der Blockiervorsprung dagegen bei einer Bewegung des Riegels in eine Verriegelungsstellung in einer in dem Riegel ausgebildeten Ausnehmung aufgenommen werden, so dass er die Bewegung des Riegels nicht behindert. Wenn die erste Verriegelungseinheit eine Kopplungseinrich-5 tung zur Kopplung der Riegel der ersten Verriegelungseinheit umfasst, ist es grundsätzlich ausreichend, lediglich einen Riegel der Verriegelungseinheit mittels eines Blockiermechanismus gegen eine unerwünschte Bewegung in seiner Verriegelungs-
stellung zu schützen. Vorzugsweise ist jedoch jedem Riegel der ersten Verriegelungseinheit ein entsprechender Blockiervorsprung zugeordnet, der in der zweiten Stellung der ersten Verriegelungseinheit eine Bewegung der Riegel der ersten Verriegelungseinheit in ihre Verriegelungsstellung blockiert. Entsprechend ist vorzugs- 5 weise jeder Riegel der ersten Verriegelungseinheit mit einer Ausnehmung versehen, die so geformt und angeordnet ist, dass sie in der ersten Stellung der ersten Verriegelungseinheit bei einer Bewegung des Riegels in seine Verriegelungsstellung einen dem Riegel zugeordneten Blockiervorsprung des Blockiermechanismus aufnimmt.
lo Jeder Blockiervorsprung des Blockiermechanismus kann beispielsweise in einem
Gehäuse angeordnet sein, das einen dem Blockiervorsprung zugeordneten Riegel der ersten Verriegelungseinheit zumindest teilweise aufnimmt. Die erste Verriegelungseinheit ist vorzugsweise relativ zu den die Riegel der ersten Verriegelungseinheit zumindest teilweise aufnehmenden Gehäusen zwischen ihrer ersten und ihrer zwei- i5 ten Stellung bewegbar.
In ähnlicher Weise kann der Blockiermechanismus der zweiten Verriegelungseinheit mindestens einen Blockiervorsprung umfassen, der in der zweiten Stellung der zweiten Verriegelungseinheit derart mit einem Riegel der zweiten Verriegelungseinheit
2o zusammenwirkt, dass eine Bewegung des Riegels in eine Verriegelungsstellung blockiert wird, und der in der ersten Stellung der zweiten Verriegelungseinheit bei einer Bewegung des Riegels in eine Verriegelungsstellung in einer in dem Riegel ausgebildeten Ausnehmung aufgenommen wird. Wenn die zweite Verriegelungseinheit eine Kopplungseinrichtung zur Kopplung der Riegel der zweiten Verriegelungseinheit um- 5 fasst, kann es ausreichen, lediglich einen Riegel der zweiten Verriegelungseinheit mittels eines Blockiermechanismus gegen eine unerwünschte Bewegung in seine Verriegelungsstellung zu schützen. Vorzugsweise umfasst der Blockiermechanismus der zweiten Verriegelungseinheit jedoch eine der Anzahl der Riegel der zweiten Verriegelungseinheit entsprechende Anzahl von Blockiervorsprüngen, so dass jedem o Riegel der zweiten Verriegelungseinheit ein entsprechender Blockiervorsprung zugeordnet ist. Entsprechend sind vorzugsweise alle Riegel der zweiten Verriegelungseinheit mit einer Ausnehmung versehen, die so geformt und angeordnet ist, dass sie in der ersten Stellung der zweiten Verriegelungseinheit einen dem Riegel zugeordneten Blockiervorsprung des Blockiermechanismus aufnimmt. 5
Ein Blockiervorsprung des Blockiermechanismus der zweiten Verriegelungseinheit kann beispielsweise in einem Gehäuse angeordnet sein, das einen Riegel der zweiten
Verriegelungseinheit zumindest teilweise aufnimmt. Ähnlich wie die erste Verriegelungseinheit ist auch die zweite Verriegelungseinheit vorzugsweise relativ zu den die Riegel der zweiten Verriegelungseinheit zumindest teilweise aufnehmenden Gehäusen zwischen ihrer ersten und ihrer zweiten Stellung bewegbar.
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In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Montagesystems sind die erste und die zweite Verriegelungseinheit über ein Getriebe miteinander verbunden. Das Getriebe ist vorzugsweise dazu eingerichtet, die zweite Verriegelungseinheit in ihre zweite Stellung zu bewegen, in der der Blockiermechanismus der zweiten lo Verriegelungseinheit eine Bewegung eines Riegels der zweiten Verriegelungseinheit in eine Verriegelungsstellung blockiert, wenn die erste Verriegelungseinheit in ihre erste Stellung bewegt wird, in der der Blockiermechanismus der ersten Verriegelungseinheit eine Bewegung eines Riegels der ersten Verriegelungseinheit in eine Verriegelungsstellung ermöglicht. Ferner kann das Getriebe dazu eingerichtet sein, i5 die erste Verriegelungseinheit in ihre zweite Stellung zu bewegen, in der der Blockiermechanismus der ersten Verriegelungseinheit eine Bewegung eines Riegels der ersten Verriegelungseinheit in eine Verriegelungsstellung blockiert, wenn die zweite Verriegelungseinheit in ihre erste Stellung bewegt wird, in der der Blockiermechanismus der zweiten Verriegelungseinheit eine Bewegung eines Riegels der zweiten
2o Verriegelungseinheit in eine Verrieglungsstellung ermöglicht. Das Getriebe sorgt somit dafür, dass die Riegel der zweiten Verriegelungseinheit automatisch in ihrer Entriegelungsstellung blockiert werden, wenn die Riegel der ersten Verriegelungseinheit in ihre Verriegelungsstellung bewegbar sind. Umgekehrt sorgt das Getriebe dafür, dass die Riegel der ersten Verriegelungseinheit in ihrer Entriegelungsstellung 5 blockiert werden, wenn die Riegel der zweiten Verriegelungseinheit in ihre Verriegelungsstellung bewegbar sind.
Das Getriebe kann einen um eine Mittelachse schwenkbaren Hebel umfassen, der an einem ersten Ende mit der ersten Verriegelungseinheit und an einem zweiten Ende 0 mit der zweiten Verriegelungseinheit verbunden ist. Dadurch wird eine lineare Bewegung der ersten Verriegelungseinheit in eine erste Richtung, die eine Bewegung des ersten Endes des Hebels in die erste Richtung bewirkt, von dem Hebel bzw. dem zweiten Ende des Hebels, das sich in eine der ersten Richtung entgegengesetzte zweite Richtung bewegt, in eine lineare Bewegung der zweiten Verriegelungseinheit5 in die der ersten Richtung entgegengesetzte zweite Richtung umgesetzt.
Das erfindungsgemäße Montagesystem kann ferner eine Erfassungseinrichtung zur Erfassung der Größe einer in dem Fach der Flugzeugbordküche aufgenommenen Box umfassen. Die Erfassungseinrichtung kann eine optische Erfassungseinrichtung oder eine mechanische Erfassungseinrichtung sein. Beispielsweise kann die Erfassungsein- richtung dazu eingerichtet sein, eine an der Box vorgesehene Markierung zu erkennen oder mit einer derartigen Markierung mechanisch zusammenzuwirken. Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße Montagesystem eine Betätigungseinrichtung umfassen, die dazu eingerichtet ist, in Abhängigkeit der von der Erfassungseinrichtung erfassten Größe der in dem Fach der Flugzeugbordküche aufgenommenen Box wahlweise die erste oder die zweite Verriegelungseinheit in ihre erste Stellung zu bewegen, in der der Blockiermechanismus der ersten oder der zweiten Verriegelungseinheit eine Bewegung eines Riegels der ersten oder der zweiten Verriegelungseinheit in eine Verriegelungsstellung ermöglicht. Mit anderen Worten, die Betätigungseinheit sorgt dafür, dass in Abhängigkeit der von der Erfassungseinrich- tung erfassten Größe der in dem Fach der Flugzeugbordküche aufgenommenen Box automatisch diejenige Verriegelungseinheit für eine Verriegelung aktiviert wird, die für eine Verriegelung dieser Box geeignet ist.
Vorzugsweise umfasst das erfindungsgemäße Montagesystem ferner eine Entladevor- richtung mit einem Betätigungsgriff sowie einem mit dem Betätigungsgriff verbundenen und parallel zu der Längsachse des Fachs der Flugzeugbordküche verschiebbaren Schieber. Der Schieber ist vorzugsweise dazu eingerichtet, mit einer Rückwand einer in dem Fach der Flugzeugbordküche aufgenommenen Box zusammenzuwirken, um bei einer Betätigung des Betätigungsgriffs die Box aus dem Fach der Flugzeugbordküche herauszuschieben. Die Entladevorrichtung ermöglicht es somit, in einem hinteren Bereich des Flugzeugbordküchenfachs angeordnete Boxen komfortabel aus dem Flugzeugbordküchenfach herauszunehmen. Eine Ausstattung des erfindungsgemäßen Montagesystems mit einer Entlagevorrichtung ist besonders vorteilhaft, wenn das Montagesystem in einem in einer relativ großen Höhe angeord- neten Flugzeugbordküchenfach zum Einsatz kommen soll.
Die Entladevorrichtung kann eine Feder umfassen, die einer Betätigung des Betätigungsgriffs und somit einer Verschiebung des Schiebers in einer zu der Längsachse des Fachs der Flugzeugbordküche parallelen Richtung entgegenwirkt. Dadurch wird das Risiko einer unbeabsichtigten Betätigung des Betätigungsgriffs minimiert.
Eine erfindungsgemäße Flugzeugbordküche umfasst einen Grundkörper, in dem mindestens ein Fach zur Aufnahme einer Box ausgebildet ist, sowie ein oben beschriebenes erfindungsgemäßes Montagesystem.
Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Montagesystems zur Befestigung einer Box in einem zur Aufnahme der Box vorgesehenen Fach einer Flugzeugbordküche wird nun anhand der beigefügten schematischen Zeichnungen näher erläutert, von denen
Figur 1 ein Fach einer Flugzeugbordküche zeigt, in dem eine Box mittels eines Montagesystems befestigt ist,
Figur 2 ein Montagesystem zur Befestigung einer Box in einem Fach einer Flugzeugbordküche zeigt, bei dem sich eine erste Verriegelungseinheit eines Verriegelungsmechanismus in einer ersten Stellung befindet, in der Riegel der ersten Verriegelungseinheit in eine Verriegelungsstellung bewegt werden können, während sich eine zweite Verriegelungseinheit des Verriegelungsmechanismus in einer zweiten Stellung befindet, in der Riegel der zweiten Verriegelungseinheit in einer Entriegelungsstellung blockiert sind,
Figur 3 ein Montagesystem gemäß Figur 2 zeigt, wobei sich nun jedoch die zweite Verriegelungseinheit in einer ersten Stellung befindet, in der die Riegel der zweiten Verriegelungseinheit in eine Verriegelungsstellung bewegt werden können, während sich die erste Verriegelungseinheit in einer zweiten Stel- lung befindet, in der die Riegel der ersten Verriegelungseinheit in einer
Entriegelungsstellung blockiert sind,
Figur 4 das Montagesystem gemäß Figur 3 zeigt, wobei zu Darstellungszwecken die Riegel der zweiten Verriegelungseinheit aufnehmende Gehäuse teil- weise geöffnet dargestellt sind,
Figur 5 ein Montagsystem gemäß Figur 2 zeigt, wobei sich nun jedoch die Riegel der zweiten Verriegelungseinheit in einer Verriegelungsstellung befinden, während sich die erste Verriegelungseinheit in einer zweiten Stellung be- findet, in der die Riegel der ersten Verriegelungseinheit in einer Entriegelungsstellung blockiert sind,
Figur 6 eine vergrößerte Darstellung eines ersten Riegels der ersten Verriegelungseinheit zeigt, die sich, wie in den Figuren 3 bis 5 veranschaulicht, in einer zweiten Stellung befindet, in der eine Bewegung des ersten Riegels in eine Verriegelungsstellung blockiert ist, und
Figur 7 eine Querschnittsansicht eines Ausschnitts eines Montagesystems gemäß den Figuren 1 bis 6 zeigt, die die Gestaltung einer ersten und einer zweiten Führungseinrichtung veranschaulicht.
Ein in den Figuren gezeigtes Montagesystem 10 dient dazu, eine zur Aufnahme in einem Fach 12 einer Flugzeugbordküche vorgesehene Box 14 in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche zu befestigen (siehe Figur 1). In der Box 14 können beispielsweise zur Versorgung der Passagiere an Bord des Flugzeugs benötigte Serviceprodukte, wie z.B. Nahrungsmittel oder Getränke untergebracht werden. Das Montagesystem 10 umfasst zwei sich parallel zueinander erstreckende leistenförmige Trägerelemente 16a, 16b, die dazu dienen, Abschnitte einer Bodenplatte 18 der Box 14 abzustützen, die zu Seitenwänden 20, 22 der Box 14 benachbart sind. Die Trägerelemente 16a, 16b sind durch eine Stützstrebe 24 miteinander verbunden. Auf der Stützstrebe 24 können sich an der Bodenplatte 18 der Box 14 befestigte Füße 26a, 26b der Box 14 abstützen. Durch diese Ausgestaltung des Montagesystems 10 kann darauf verzichtet werden, das Fach 12 der Flugzeugbordküche mit einer Bodenplatte zu versehen.
An den Trägerelementen 16a, 16b ist eine erste Führungseinrichtung angeordnet, die zwei in den Trägerelementen 16a, 16b ausgebildete Schienen 28a, 28b umfasst. Die Schienen 28a, 28b der ersten Führungseinrichtung sind dazu eingerichtet, mit einer an der Box 14 ausgebildeten komplementären zweiten Führungseinrichtung zusammenzuwirken. Wie insbesondere aus Figur 7 ersichtlich wird, umfasst die zweite Führungseinrichtung zwei sich von der Bodenplatte 18 der Box 14 erstreckende Vorsprünge 30a, 30b, die so geformt und angeordnet sind, dass die mit den Schienen 28a, 28b der ersten Führungseinrichtung in Eingriff gelangen, wenn die Box in das mit dem Montagesystem 10 ausgestattete Fach 12 der Flugzeugbordküche eingebracht wird.
Die Schienen 28a, 28b der ersten Führungseinrichtung und die Vorsprünge 30a, 30b der zweiten Führungseinrichtung bilden eine Schwalbenschwanzverbindung, die die Box 14 gegen eine Verlagerung in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche in einer durch den Pfeil P in Figur 7 veranschaulichten Richtung senkrecht zu einer Längsach-
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se L des Fachs 12 der Flugzeugbordküche sichert. Dadurch wird verhindert, dass die Box 14 im Steigflug oder im Sinkflug des Flugzeugs sowie bei Turbulenzen in unerwünschter Weise in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche verlagert wird.
Das Montagesystem umfasst femer einen Verriegelungsmechanismus, der eine erste Verriegelungseinheit 32 sowie eine zweite Verriegelungseinheit 34 umfasst. Die erste Verriegelungseinheit 32 umfasst einen ersten sowie einen zweiten Riegel 36, 38, die über eine Kopplungseinrichtung miteinander verbunden sind. Die Kopplungseinrichtung umfasst eine die Riegel 36, 38 tragende Stange 40, die in aus einem Kunst- Stoffmaterial bestehenden Lagern 42 (siehe Figur 6) drehbar gelagert ist. Eine Schwenkbewegung des ersten Riegels 36 der ersten Verriegelungseinheit 32 aus einer in den Figuren 2 bis 6 gezeigten Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung wird somit von der Stange 40 der Kopplungseinrichtung auf den zweiten Riegel 38 der ersten Verriegelungseinheit 32 übertragen. Der zweite Riegel 38 der ersten Verriegelungseinheit 32 wird somit stets korrespondierend zu dem ersten Riegel 36 der ersten Verriegelungseinheit 32 aus seiner Entriegelungsstellung in seine Verriegelungsstellung oder aus seiner Verriegelungsstellung in seine Entriegelungsstellung verschwenkt.
Mit Hilfe der ersten Verriegelungseinheit 32 können zwei hintereinander in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche angeordnete Boxen 14 gegen eine Verlagerung in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche in einer Richtung parallel zu der Längsachse L des Fachs 12 der Flugzeugbordküche gesichert werden. Ferner ist es selbstverständlich auch möglich, mit Hilfe der ersten Verriegelungseinheit 32 lediglich eine Box 14, die in etwa die Hälfte der Tiefe des Fachs 12 der Flugzeugbordküche einnimmt, in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche zu fixieren. Die Box 14 kann dann wahlweise in einem hinteren Bereich des Fachs 12 angeordnet und durch den zweiten Riegel 36 der ersten Verriegelungseinheit 32 gesichert werden oder in einem vorderen Bereich des Fachs 12 angeordnet und von beiden Riegeln 36, 38 der ersten Verriegelungs- einheit 32 auf einer Vorderseite und einer Rückseite gesichert werden.
Wie insbesondere aus Figur 4 deutlich wird, umfasst die zweite Verriegelungseinheit 34 einen ersten, einen zweiten sowie einen dritten Riegel 44, 46, 48. Die Riegel 44, 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 sind, ähnlich wie die Riegel 36, 38 der ersten Verriegelungseinheit 32, mittels einer Kopplungseinrichtung miteinander verbunden, die eine die Riegel 44, 46, 48 tragende Stange 50 umfasst. Die Stange 50 der Kopplungseinrichtung ist wiederum in aus einem Kunststoffmaterial bestehenden
Lagern drehbar gelagert. Ein Verschwenken des ersten Riegels 44 der zweiten Verriegelungseinheit 34 aus einer in den Figuren 2 bis 4 gezeigten Entriegelungsstellung in eine in Figur 5 veranschaulichte Verriegelungsstellung wird durch die Stange 50 der Kopplungseinrichtung auf den zweiten und den dritten Riegel 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 übertragen. Ebenso wird ein Verschwenken des ersten Riegels 44 der zweiten Verriegelungseinheit 34 aus seiner Verriegelungsstellung in seine Entriegelungsstellung über die Stange 50 der Kopplungseinrichtung auf den zweiten und den dritten Riegel 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 übertragen. Ein Verschwenken des ersten Riegels 44 der zweiten Verriegelungseinheit 34 aus seiner Entriegelungsstellung in seine Verriegelungsstellung oder aus seiner Verriegelungsstellung in seine Entriegelungsstellung bewirkt somit automatisch, dass auch der zweite und der dritte Riegel 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 entsprechend aus ihrer Entriegelungsstellung in ihre Verriegelungsstellung oder aus ihrer Verriegelungsstellung in ihre Entriegelungsstellung verschwenkt werden.
Mit Hilfe der Riegel 44, 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 können drei hintereinander in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche angeordnete Boxen 14 gegen eine Verlagerung in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche in einer Richtung parallel zu der Längsachse L des Fachs 12 der Flugzeugbordküche gesichert werden. Ebenso ist es selbstverständlich möglich, mit Hilfe der zweiten Verriegelungseinheit 34 eine Box 14 oder zwei Boxen 14 in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche zu fixieren, die etwa 1/3 der Tiefe des Fachs 12 der Flugzeugbordküche einnehmen. Eine Box 14 kann dann, je nach Bedarf, in einem hinteren, in einem mittleren oder einem vorderen Bereich des Fachs 12 angeordnet und mittels des dritten Riegels 48, des zweiten und des dritten Riegels 46, 48 oder des ersten und des zweiten Riegels 44, 46 fixiert werden. Zwei Boxen 14 können mittels der Riegel 44, 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 entweder in einem hinteren oder einem vorderen Bereich des Fachs 12 fixiert werden. Alternativ dazu können zwei Boxen 14 auch so angeordnet werden, dass ein mittlerer Bereich des Fachs 12 frei bleibt.
Die Riegel 36, 38 der ersten Verriegelungseinheit 32 sind in entsprechenden die Riegel 36, 38 aufnehmenden Gehäusen 54, 56 angeordnet. In ähnlicher Weise sind die Riegel 44, 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 in entsprechenden Gehäusen 58, 60, 62 aufgenommen. Das Gehäuse 54 zur Aufnahme des ersten Riegels 36 der ersten Verriegelungseinheit 32 ist dabei einstückig mit einem Gehäuse zur Aufnahme eines ersten Riegels 44a einer zweiten Verriegelungseinheit 34a eines benachbarten Montagesystems ausgebildet. In ähnlicher Weise ist das Gehäuse 58 zur
Aufnahme des ersten Riegels 44 der zweiten Verriegelungseinheit 34 einstückig mit einem Gehäuse zur Aufnahme eines ersten Riegels 36a einer ersten Verriegelungseinheit 32a eines benachbarten Montagesystems ausgebildet.
Wie bereits erwähnt, können die Riegel 36, 38 der ersten Verriegelungseinheit 32 und die Riegel 44, 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 um eine Längsachse der die Riegel 36, 38, 44, 46, 48 tragenden Stangen 40, 50 verschwenkt werden. Darüber hinaus ist es jedoch auch möglich, die Stange 40 der ersten Verriegelungseinheit 32 und die Stange 50 der zweiten Verriegelungseinheit 34 mit den daran befestigten Riegeln 36, 38, 40, 46, 48 linear entlang der Längsachsen der Stangen 40, 50 zu verschieben. Dies ist in den Figuren 2 bis 5 durch die Pfeile Pi und P2 veranschaulicht. In den die Riegel 36, 38, 44, 46, 48 der ersten und der zweiten Verriegelungseinheit 32, 34 aufnehmenden Gehäusen 54 bis 62 ist jeweils ein Blockiervorsprung 64 angeordnet. In Abhängigkeit der Position der Riegel 36, 38, 44, 46, 48 kann dieser Blockiervorsprung 64 mit einer in den Riegeln 36, 38, 44, 46, 48 ausgebildeten korrespondierenden Ausnehmung 66 zusammenwirken.
In Figur 2 befindet sich die erste Verriegelungseinheit 32 in einer ersten Stellung, in der die in den Riegeln 36, 38 der ersten Verriegelungseinheit 32 ausgebildeten Aus- nehmungen 66 unmittelbar oberhalb der in den Gehäusen 54, 56 ausgebildeten Blockiervorsprünge 64 angeordnet sind. In der ersten Stellung der ersten Verriegelungseinheit 32 können somit die Riegel 34, 36 aus ihrer in Figur 2 gezeigten Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung bewegt werden. Im Gegensatz dazu befindet sich die zweite Verriegelungseinheit 34 in dem in Figur 2 gezeigten Betriebs- zustand des Montagesystems 10 in einer zweiten Stellung, in der die in den Riegeln 44, 46, 48 ausgebildeten Ausnehmungen 66 relativ zu den in den Gehäusen 58, 60, 62 vorgesehenen Blockiervorsprünge 64 versetzt angeordnet sind. Die Blockiervorsprünge 64 verhindern somit eine Bewegung der Riegel 44, 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 aus ihrer Entriegelungsstellung in ihre Verriegelungsstellung.
Die erste und die zweite Verriegelungseinheit 32, 34 bzw. die Stangen 40, 50 der Kopplungseinrichtungen der ersten und der zweiten Verriegelungseinheit 32, 34 sind über ein Getriebe 68 miteinander verbunden. Das Getriebe 68 umfasst einen um eine Mittelachse A schwenkbaren Hebel 70, der an einem ersten Ende mit der Stange 40 der Kopplungseinrichtung der ersten Verriegelungseinrichtung 32 verbunden ist. Ein dem ersten Ende des Hebels 70 gegenüberliegendes zweites Ende des Hebels ist dagegen mit der Stange 50 der Kopplungseinrichtung der zweiten Verriegelungsein-
heit 34 verbunden. Eine lineare Bewegung der ersten Verriegelungseinheit 32 in eine Richtung entlang der Längsachse der Stange 40 wird somit von dem Getriebe 68 in eine lineare Bewegung der zweiten Verriegelungseinheit 34 entlang der Längsachse der Stange 50 in eine der ersten Richtung entgegengesetzte zweite Richtung umge- setzt. In ähnlicher Weise setzt das Getriebe 68 eine lineare Bewegung der zweiten Verriegelungseinheit 34 entlang der Längsachse der Stange 50 in eine erste Richtung in eine Bewegung der ersten Verriegelungseinheit 32 entlang der Längsachse der Stange 40 in eine der ersten Richtung entgegengesetzte zweite Richtung um.
Im Unterschied zu dem in Figur 2 gezeigten Betriebszustand befindet sich in dem in Figur 3 veranschaulichten Betriebszustand des Montagesystems 10 die zweite Verriegelungseinheit 34 in ihrer ersten Stellung, in der durch ein Zusammenwirken der in den Gehäusen 58, 60, 20 ausgebildeten Blockiervorsprünge 64 mit den in den Riegeln 44, 46, 48 vorgesehenen Ausnehmungen 66 ein Verschwenken der Riegel 44, 46, 48 aus ihrer Entriegelungsstellung in ihre Verriegelungsstellung möglich ist.
Durch das Getriebe 68 wurde die lineare Bewegung der zweiten Verriegelungseinheit 34 entlang der Längsachse der Stange 50 in einer von dem Getriebe 68 abgewandten Richtung in eine lineare Bewegung der ersten Verriegelungseinheit 32 entlang der Längsachse der Stange 50 in Richtung des Getriebes 68 umgesetzt. Dadurch wurden die Riegel 36, 38 der ersten Verriegelungseinheit 32 relativ zu den die Riegel aufnehmenden Gehäusen 54, 56 derart versetzt, dass sich die in den Riegeln 36, 38 ausgebildeten Ausnehmungen 66 nicht länger oberhalb der Blockiervorsprünge 64 befinden. Dadurch ist es nicht länger möglich, die Riegel 36, 38 der ersten Verriegelungseinheit 32 aus ihrer Entriegelungsstellung in ihre Verriegelungsstellung zu ver- schwenken. Stattdessen wird eine Schwenkbewegung der Riegel 36, 38 durch die Blockiervorsprünge 64 blockiert. Figur 5 zeigt schließlich die Riegel 44, 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 in ihrer Verriegelungsstellung.
Das Montagesystem 10 umfasst ferner eine in Figur 7 schematisch veranschaulichte Erfassungseinrichtung 72. Die Erfassungseinrichtung 72 ist dazu in der Lage, durch ein Zusammenwirken mit einer an der Box 14 vorgesehenen Markierung die Größe der in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche aufgenommenen Box 14 zu erkennen. Wenn die Erfassungseinrichtung 72 erkennt, dass eine Box 14 oder zwei Boxen 14, die jeweils ungefähr die Hälfte der Tiefe des Fachs 12 der Flugzeugbordküche ein- nimmt/einnehmen, in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche aufgenommen ist/sind, sorgt eine Betätigungseinrichtung 72 dafür, dass die erste Verriegelungseinheit 32 in ihre in Figur 2 gezeigte erste Stellung gebracht wird, in der ein Verschwenken der
Riegel 36, 38 der ersten Verriegelungseinheit 32 in ihre Verriegelungsstellung möglich ist. Mit Hilfe des Getriebes 68 wird gleichzeitig die zweite Verriegelungseinheit 34 in ihre zweite Stellung bewegt, in der die Riegel 44, 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 in ihrer Entriegelungsstellung blockiert sind. Die Riegel 36, 38 der ersten Verriegelungseinheit 32 können dann manuell in ihre Verriegelungsstellung gebracht werden.
Wenn die Erfassungseinrichtung 72 dagegen erkennt, dass eine Box 14 oder mehrere Boxen 14 in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche angeordnet sind, die etwa 1/3 der Tiefe des Fachs 12 einnehmen, bringt die Betätigungseinrichtung 74 die zweite Verriegelungseinheit 34 in ihre in den Figuren 3 und 4 veranschaulichte erste Stellung, in der die Riegel 44, 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 aus ihrer Entriegelungsstellung in ihre Verriegelungsstellung verschwenkt werden können. In diesem Fall wird durch das Getriebe 68 die erste Verriegelungseinheit 32 in ihre zweite Stel- lung bewegt, in der die Riegel 36, 38 der ersten Verriegelungseinheit 32 gegen ein Verschwenken aus ihrer Entriegelungsstellung in ihre Verriegelungsstellung blockiert sind. Die Riegel 44, 46, 48 der zweiten Verriegelungseinheit 34 können dann manuell in ihre Verriegelungsstellung gebracht werden.
Schließlich umfasst das Montagesystem 10 eine Entladevorrichtung 76, die einen
Betätigungsgriff 78 sowie einen mit der Betätigungsgriff 78 verbundenen und parallel zu der Längsachse L des Fachs 12 der Flugzeugbordküche verschiebbaren Schieber 80 umfasst. Der Schieber 80 dient dazu, mit einer Rückwand einer in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche aufgenommenen Box 14 zusammenzuwirken, um bei einer manuellen Betätigung des Betätigungsgriffs 78, d.h., wenn der Griff 78 in Richtung des Pfeils P3 bewegt wird, mit einer Rückwand einer in dem Fach 12 der Flugzeugbordküche aufgenommenen Box 12 zusammenzuwirken. Der Schieber 80 schiebt somit die Box 14 aus dem Fach 12 der Flugzeugbordküche heraus. Um einer unbeabsichtigten Betätigung des Betätigungsgriffs 78 entgegenzuwirken, wird der Betäti- gungsgriff 78 durch eine in den Figuren nicht gezeigte Feder in seine in den Figuren 2 bis 5 gezeigte unbetätigte Stellung vorgespannt. Die Ausstattung eines Montagesystems 10 mit einer Entladevorrichtung 76 ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn sich das Fach 12 in einem schwer zugänglichen, beispielsweise oberen Bereich der Flugzeugbordküche befindet.
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