Verfahren zur Herstellung von Piperazindion-Derivaten
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Piperazindion- Derivaten der Formel I,
worin
R1, Wasserstoff, Ci -C8-Al kyl, C3-C4-Alkenyl, C3-C4-Alkinyl und Ci-C8-Alkylcarbonyl, R2 Wasserstoff, Ci-C6-Alkyl, C3-C4-Alkenyl, C3-C4-Alkinyl und C(=O)R11,
R11 Wasserstoff, Ci-C4-Al kyl, Ci-C4-Haloalkyl, Ci-C4-Alkoxy und CrC4-HaIo- alkoxy; R3, R4 unabhängig voneinander Wasserstoff, Ci-C8-Alkyl und Ci-C8-Halogenalkyl, wobei die Gruppen durch Halogen, OH, CN, NO2, Ci-C8-Al kyl, C2-C8-Alkenyl, C2-C8- Alkinyl, C3-C8-Cycloalkyl, Ci-C8-Halogenalkyl, Ci-C8-Alkoxy, Ci-C8-Halogen- alkoxy, 0-C(O)R12, Phenyl, Phenoxy und Benzyloxy, welche cyclische Gruppen unsubstituiert oder durch 1 bis 5 Gruppen Ra substituiert sein können,
Ra Halogen, CN, NO2, Ci-C8-Al kyl, Ci-C8-Halogenalkyl, C2-C4-Alkenyl, Ci-C8-
Alkoxy und Ci-C8-Halogenalkoxy; R12 d-Cβ-Alkyl, C3-C8-Alkenyl, C3-C8-Alkinyl und C3-C8-Cycloalkyl; bedeuten,
dadurch gekennzeichnet, dass Amine der Formel II,
H2N-R1 M in der R1 Wasserstoff und Ci-C8-Alkyl, welches gegebenenfalls substituiert sein kann, bedeutet, mit
N-acylierten Aminosäurederivaten der Formel III
worin
X Halogen,
Y Halogen, Ci-Cβ-Alkoxy oder Phenyloxy, welches unsubstituiert oder teilweise oder vollständig durch Gruppen Ra substituiert sein kann und R2, R3 und R4 die eingangs gegebene Bedeutung haben, unter basischen Bedingungen in einem wässrigen Lösungsmittel umgesetzt werden.
Piperazindion-Derivate der Formel I sind wertvolle Zwischenprodukte beispielsweise zur Herstellung von pharmazeutischen und herbiziden Wirkstoffen der Formel IV.
In Formel IV bedeutet eine Einfach- oder eine Doppelbindung, A steht für einen ggf. subst. mono- oder bicyclischen carbo- oder heteroaromatischen Ring, RJ-R3, sind wie oben definiert und R5 hat eine der für R1-R3 gegebenen Bedeutungen,
R41, R42 Wasserstoff, Ci-C8-Alkyl und Ci-C8-Alkoxy, wobei die Gruppen durch Halogen, OH, CN, d-Cs-Alkyl, Ci-C8-Halogenalkyl, C3-C8-Cycloalkyl, Ci-C8-Alkoxy,
Ra Halogen, CN, NO2, Ci -C4-Al kyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Al kinyl, Ci-C4-Alkoxy, 0-C(O)R12, Phenoxy und Benzyloxy, welche cyclischen Gruppen durch 1 bis 5
Gruppen Ra, wie Halogen, CN, NO2, Ci-C4-Al kyl, Ci-C8-Halogenalkoxy, Ci-C8- Halogenalkyl substituiert sein können; R12 Ci-C8-Alkyl, C3-C8-Alkenyl, C3-C8-Alkinyl und C3-C8-Cycloalkyl; n O, 1 , 2, 3, 4 oder 5.
Diese Wirkstoffe sind aus Journal of Antibiotics 49(10), 1996, S. 1014-1021 ; J. Agric.
Food Chem. (2001 ) 49, S.2298-2301 ; WO 99/48889; WO 01/53290; WO 2005/01 1699;
WO 2007/077201 und WO 2007/077247 bekannt.
Cyclisierungen von Aminosäurederivaten mit Ammoniak, bzw. Aminen zu Piperazindi- onen sind beispielsweise in Tetrahedron Lett. 1971 , S.2499; J. Bull. Chem. Soc. Jpn. 1975, Vol. 48, S.2584; Int. J. Prept. Prot. Res. 28(6), S.579-585 (1986); Heterocycles 2000, Vol. 52(3), S.1231-1239; Tetrahedron Vol.58(6), S.1173-1183 (2002); Synth. Commun. 2004, Vol. 34 (22), S.41 11 -18; Arch. Pharm. 2005, Vol. 338 (5), S.281 -90 beschrieben.
Die bekannten Syntheserouten kommen wegen z. T. teurer Ausgangsmaterialien, langer Reaktionszeiten, der Verwendung von Katalysatoren, aufwendigen Reinigungsschritten, sowie mäßiger Ausbeuten für eine ökonomische technische Herstellung der Piperazindion-Derivate nicht in Frage.
Aufgabe der Erfindung war es, ein Verfahren zur Herstellung der Piperazindion- Derivate der Formel I bereitzustellen, welches für die großtechnische Anwendung geeignet ist und von kommerziell leicht verfügbaren Einsatzstoffen ausgeht.
Demgemäß wurde das eingangs beschriebene Verfahren gefunden. Es geht aus von günstigen, kommerziell erhältlichen Chemikalien, wie beispielsweise α-Aminosäure- ester, Chloracetylchlorid und Benzylhalogenide.
Diese Umsetzung erfolgt üblicherweise bei Temperaturen von 2O0C bis 14O0C, vorzugsweise 4O0C bis 12O0C, in einem inerten organischen Lösungsmittel in Gegenwart einer Base und ggf. eines Katalysators [vgl. Arch. Pharm. 2005, Vol. 338 (5), S. 281- 90].
Geeignete Lösungsmittel sind Wasser, aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Pentan, Hexan, Cyclohexan und Petrolether, aromatische Kohlenwasserstoffe wie Toluol, o-, m- und p-Xylol, Ethylbenzol, Mesitylen, halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Methy- lenchlorid, Chloroform und Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Benzotrifluorid, Ether wie
Diethylether, Diisopropylether, tert.-Butylmethylether, Cyclopentylmethylether, Dioxan, Anisol und Tetrahydrofuran (THF), Nitrile wie Acetonitril und Propionitril, Ketone wie Aceton, Methylethylketon, Diethylketon und tert.-Butylmethylketon, Alkohole wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol und tert.-Butanol, sowie Dimethylsulfoxid (DMSO), Sulfolan, Dimethylformamid (DMF), Dimethylacetamid (DMA), Dimethylethylenharnstoff (DMI), Dimethylpropylenharnstoff (DMPU), Trimethyl- ethylenharnstoff (TMI) und cyclische Harnstoffe, besonders bevorzugt Gemische von Wasser und Alkoholen wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol und tert.-Butanol, insbesondere Methanol, Ethanol, n-Propanol und Isopropanol. Es können auch weitere der genannten Lösungsmittel, wie Wasser und z.B. Toluol verwendet werden. Dabei kann für die Cyclisierung ein Phasentransferkatalysator verwendet werden. Bei der Umsetzung flüchtiger Amine, z.B. Ammoniak, insbesondere wässrigem Ammoniak, kann die Reaktion in einer geschlossenen Apparatur durchgeführt werden. Bei Einsatz einer wässrigen Aminlösung kann auf die Zugabe eines Lö- sungsmittels verzichtet werden.
In einer Ausführungsform kann die Cyclisierung mit wässrigem Ammoniak unter Druck ohne organisches Lösungsmittel in Anwesenheit eines Phasentransferkatalysators durchgeführt werden. In einer anderen Ausführungsform kann die Cyclisierung mit wässrigem Ammoniak unter Druck ohne organisches Lösungsmittel in Abwesenheit eines Phasentransferkatalysators durchgeführt werden.
Als Basen kommen allgemein die eingesetzten Amine Il , sowie anorganische Verbindungen wie Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydroxide wie Lithiumhydroxid, Natrium- hydroxid, Kaliumhydroxid und Calziumhydroxid, Alkalimetall- und Erdalkalimetalloxide wie Lithiumoxid, Natriumoxid, Calziumoxid und Magnesiumoxid, Alkalimetall- und Erd- alkalimetallcarbonate wie Lithiumcarbonat, Kaliumcarbonat und Calziumcarbonat sowie Alkalimetallhydrogencarbonate wie Natriumhydrogencarbonat, Alkylmagnesiumhalo- genide wie Methylmagnesiumchlorid sowie
außerdem organische Basen, z.B. tertiäre Amine wie Trimethylamin, Triethylamin, Tri- butylamin, Di-isopropylethylamin und N-Methylpiperidin, Pyridin, substituierte Pyridine wie Collidin, Lutidin und 4-Dimethylaminopyridin sowie bicyclische Amine in Betracht. Besonders bevorzugt werden Amine der Formel II, Alkalimetall- und Erdalkalimetall- hydroxide wie Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid und Calziumhydroxid.
Die Basen werden im allgemeinen in katalytischen Mengen eingesetzt, sie können a- ber auch äquimolar, im Überschuß oder gegebenenfalls als Lösungsmittel verwendet werden.
In einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Phasentransferka- talysatoren verwendet. Sie sind dem Fachmann bekannt [vgl. WO 2006/11 1583]. Üblicherweise kommen Tetraalkyl- bzw. Tetraarylammonium- und phosphoniumhalogenide Tetrakis- (Dialkyl- bzw. diarylamino)phosphoniumhalogenide sowie Alkylguanidinium- halogenidderivate in Frage.
Die Edukte werden im allgemeinen in äquimolaren Mengen miteinander umgesetzt. Es kann für die Ausbeute vorteilhaft sein, Il in einem Überschuß bezogen auf III einzusetzen.
In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Verbindung der Formel Il Ammoniak (R1 = H) eingesetzt.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden als Verbindungen der Formel Il Ci-C4-Alkylamine eingesetzt.
Die Verbindungen der Formel III sind zugänglich beispielsweise aus der Umsetzung von α-Aminosäurederivaten der Formel III.1 mit α-Halogenessigsäurederivaten der Formel III.2, worin die Variablen X für Halogen, bevorzugt Chlor, Y für Halogen oder CrC4-AIkOXy, bevorzugt CrC4-AIkOXy, wie Methoxy oder Ethoxy, insbesondere Eth- oxy, und Y' für Halogen oder d-C4-Alkoxy, bevorzugt Halogen, insbesondere Chlor stehen. Ein
III
Diese Umsetzung erfolgt üblicherweise bei Temperaturen von -1 O0C bis 4O0C, vor- zugsweise O0C bis 2O0C, in einem inerten organischen Lösungsmittel in Gegenwart einer Base [vgl. J. Org. Chem. 2004, 69 (5); 1542-47].
Geeignete Lösungsmittel sind Wasser, aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Pentan, Hexan, Cyclohexan und Petrolether, aromatische Kohlenwasserstoffe wie Toluol, o-, m- und p-Xylol, Ethylbenzol, Mesitylen, halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Methylenchlorid, Chloroform und Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Benzotrifluorid,Ether wie Diethyl-
ether, Diisopropylether, tert.-Butylmethylether, Cyclopentylmethylether, Dioxan, Anisol und THF, Nitrile wie Acetonitril und Propionitril, Ketone wie Aceton, Methylethylketon, Diethylketon und tert.-Butylmethylketon, sowie DMSO, Sulfolan, DMF, DMA, N-Methyl- pyrrolidon (NMP), DMI, DMPU TMI, cyclische Harnstoffe, besonders bevorzugt Gemi- sehe von Wasser mit den genannten Lösungsmitteln, insbesondere mit aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Toluol. Es können auch Gemische der genannten Lösungsmittel verwendet werden.
Als Basen kommen allgemein anorganische Verbindungen wie Alkalimetall- und Erdal- kalimetallhydroxide wie Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid und Calzi- umhydroxid, Alkalimetall- und Erdalkalimetalloxide wie Lithiumoxid, Natriumoxid, Calzi- umoxid und Magnesiumoxid, Alkalimetall- und Erdalkalimetallcarbonate wie Lithiumcarbonat, Kaliumcarbonat und Calziumcarbonat sowie Alkalimetallhydrogencarbonate wie Natriumhydrogencarbonat, außerdem organische Basen, z.B. tertiäre Amine wie Trimethylamin, Triethylamin, Tributylamin, Di-isopropylethylamin und N-Methylpiperi- din, Pyridin, substituierte Pyridine wie Collidin, Lutidin und 4-Dimethylaminopyridin sowie bicyclische Amine in Betracht. Besonders bevorzugt werden Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydroxide wie NaOH, KOH und Ca(OH)2.
Die Basen werden im allgemeinen in katalytischen Mengen eingesetzt, sie werden bevorzugt äquimolar, im Überschuß oder gegebenenfalls als Lösungsmittel verwendet werden.
In einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Phasentransferka- talysatoren verwendet. Sie sind dem Fachmann bekannt. Üblicherweise kommen die in WO 2006/11 1583 genannten in Frage. Aus praktischen Gründen werden Tetraalkyl- bzw. Tetraarylammonium- und phosphoniumhalogenide Tetrakis- (Dialkyl- bzw. diaryl- amino)phosphoniumhalogenide sowie Alkylguanidiniumhalogenidderivate bevorzugt.
Die Edukte werden im allgemeinen in äquimolaren Mengen miteinander umgesetzt. Es kann für die Ausbeute vorteilhaft sein, III.2 in einem Überschuß bezogen auf III.1 einzusetzen.
In einer bevorzugten Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die Her- Stellung der Verbindungen der Formel I in einem Eintopfverfahren aus den Verbindungen III.1 , welche zunächst mit Verbindungen III.2 aeyliert werden und die entstandenen Verbindungen III ohne Isolierung mit dem Amin Il umgesetzt werden.
Ein leichter Zugang für Verbindungen der Formel III.1 , in denen R2 für Wasserstoff steht, besteht in der Umsetzung eines N-geschützten Aminosäurederivats der Formel III.3a mit einem Halogenid der Formel III.4, in der X für Halogen, bevorzugt für Chlor oder Brom, insbesondere für Brom steht. In einer anderen Ausführung des Verfahrens werden Chloride der Formel III.4, z.B. Benzylchlorid, eingesetzt. In Formel III.3a haben
die Variablen die für Formel III gegebene Bedeutung und SG steht für eine sauer abspaltbare Schutzgruppe, wie beispielsweise ein aromatischer Aldehyd oder Keton (vgl. Green, Wuts, Protective Groups in Organic Synthesis, Wiley-Interscience, New York, 1999). Aus praktischen Gründen sind Acetophenon, Benzaldehyd, Benzophenon und Pivalylaldehyd, insbesondere Benzaldehyd als Schutzgruppe SG bevorzugt und Y steht bevorzugt für Alkoxy. Durch Ansäuren wird die Schutzgruppe abgespalten und
(R2 = H)
Verbindungen der Formel III.1 , in denen R2 ungleich Wasserstoff ist, sind über eine analoge Reaktionsfolge zugänglich, selbstverständlich erfolgt die Blockierung des Stickstoffs durch andere, monovalente, Schutzgruppen (vgl. Green, Wuts, ibid), beispielsweise durch Boc-, Fmoc-, Cbz-, Acetyl-, Pivalyl-, Trifluoracetyl oder Benzyl- Schutzgruppen. Einführung und Abspaltung der Schutzgruppen sind dem Fachmann geläufig.
Die Umsetzung von III.3a (bzw. III.3a") mit III.4 erfolgt üblicherweise bei Temperaturen von -1 O0C bis 4O0C, vorzugsweise O0C bis 2O0C, in einem inerten organischen Lösungsmittel in Gegenwart einer Base [vgl. Synth. Commun. 2005, 35 (8), 1 129-34].
Geeignete Lösungsmittel sind Wasser, aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Pentan, Hexan, Cyclohexan und Petrolether, aromatische Kohlenwasserstoffe wie Toluol, o-, m- und p-Xylol, Ethylbenzol, Mesitylen, halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Methylenchlorid, Chloroform und Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Benzotrifluorid, Ether wie Diethyl- ether, Diisopropylether, tert.-Butylmethylether, Cyclopentylmethylether, Dioxan, Anisol und THF, Nitrile wie Acetonitril und Propionitril, Ketone wie Aceton, Methylethylketon, Diethylketon und tert.-Butylmethylketon, Alkohole wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol und tert.-Butanol, sowie DMSO, Sulfolan, DMF, DMA, NMP, DMI, DMPU, TMI, cyclische Harnstoffe, besonders bevorzugt sind aromatische und halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Toluol, Ethylbenzol und Chlorbenzol. Es können auch Gemische der genannten Lösungsmittel verwendet werden.
Als Basen kommen allgemein anorganische Verbindungen wie Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydroxide wie Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid und Calzi- umhydroxid, Alkalimetall- und Erdalkalimetalloxide wie Lithiumoxid, Natriumoxid, Calzi- umoxid und Magnesiumoxid, Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydride wie Lithiumhydrid, Natriumhydrid, Kaliumhydrid und Calziumhydrid, Alkalimetallamide wie Lithium-
amid, Natriumamid und Kaliumamid, Alkalimetall- und Erdalkalimetallcarbonate wie Lithiumcarbonat, Kaliumcarbonat und Calziumcarbonat sowie Alkalimetallhydrogencar- bonate wie Natriumhydrogencarbonat, metallorganische Verbindungen, insbesondere Alkalimetallalkyle wie Methyllithium, Butyllithium und Phenyllithium, Alkylmagnesiumha- logenide wie Methylmagnesiumchlorid sowie Alkalimetall- und Erdalkalimetallalkohola- te wie Natriummethanolat, Natriumethanolat, Kaliumethanolat, Kalium- tert.-Butanolat und Dimethoxymagnesium, außerdem organische Basen, z.B. tertiäre Amine wie Tri- methylamin, Triethylamin, Tributylamin, Di-isopropylethylamin und N-Methylpiperidin, Pyridin, substituierte Pyridine wie Collidin, Lutidin und 4-Dimethylaminopyridin sowie bicyclische Amine in Betracht. Besonders bevorzugt werden Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydroxide, Alkali- und Erdalkalimetallcarbonate sowie tertiäre Amine.
Die Basen werden im allgemeinen äquimolar, können aber auch im Überschuß oder gegebenenfalls als Lösungsmittel verwendet werden.
Die Edukte werden im allgemeinen in äquimolaren Mengen miteinander umgesetzt. Es kann für die Ausbeute vorteilhaft sein, III.4 in einem Überschuß bezogen auf III.3a, bzw. 111.3a" einzusetzen.
Geeignete Säuren zum Abspalten der Schutzgruppen sind beispielsweise anorganische Säuren wie Fluorwasserstoffsäure, Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure und Perchlorsäure, Lewis-Säuren wie Bortrifluorid, Aluminiumtrichlorid, Eisen-Ill- chlorid, Zinn-IV-chlorid, Titan-IV-chlorid und Zink-ll-chlorid, sowie organische Säuren wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Oxalsäure, Toluolsulfonsäure, Benzol- sulfonsäure, Camphersulfonsäure, Zitronensäure und Trifluoressigsäure. Bevorzugt werden anorganische Säuren, aromatische Sulfonsäuren, insbesondere Schwefelsäure und Salzsäure.
Die Säuren werden im allgemeinen in katalytischen Mengen eingesetzt, sie können aber auch äquimolar, im Überschuß oder gegebenenfalls als Lösungsmittel verwendet werden.
In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die Cyclisierung zum Piperazindionring mit Verbindungen der Formel III, in denen R2 Wasserstoff ist. Man erhält Verbindungen der Formel I'. Die Einführung der von Wasserstoff verschiedenen Gruppe R2 kann in diesem Fall auf der Stufe der Formel I erfolgen.
Die Alkylierung von I' zu Verbindungen der Formel I, in denen R2 eine Alkyl, Alkenyl oder Alkinylgruppe ist, in den Alkylierungsmitteln R2-X steht X für eine nucleophil abspaltbare Gruppe, wie Halogen oder Alkylsulfat. Bevorzugte Alkylierungsmitteln sind
Dialkylsulfate, Dialkylcarbonate, Alkylchloride und Alkylbromide, bevorzugt Dimethyl- sulfat, Dimethylcarbonat, Methylchlorid und Methylbromid, erfolgt üblicherweise bei Temperaturen von O0C bis 12O0C, vorzugsweise 2O0C bis 8O0C, in einem inerten organischen Lösungsmittel in Gegenwart einer Base [vgl. Bioorg. Med Chem. Lett. 2001 , 11 (19), 2647-9].
Geeignete Lösungsmittel sind Wasser, aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Pentan, Hexan, Cyclohexan und Petrolether, aromatische Kohlenwasserstoffe wie Toluol, o-, m- und p-Xylol, Ethylbenzol, Mesitylen, halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Methy- lenchlorid, Chloroform und Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Benzotrifluorid, Ether wie
Diethylether, Diisopropylether, tert.-Butylmethylether, Cyclopentylmethylether, Dioxan, Anisol und THF, Nitrile wie Acetonitril und Propionitril, Ketone wie Aceton, Methylethyl- keton, Diethylketon und tert.-Butylmethylketon, Alkohole wie Methanol, Ethanol, n-Pro- panol, Isopropanol, n-Butanol und tert.-Butanol, sowie Dimethylsulfoxid, Sulfolan, Di- methylformamid, Dimethylacetamid, NMP, DMI, DMPU TMI, cyclische Harnstoffe. Bevorzugt sind dipolar aprotische Lösungsmittel, wie DMF, NMP, DMI und Dimethylacetamid.
Als Basen kommen allgemein anorganische Verbindungen wie Alkalimetall- und Erdal- kalimetallhydroxide wie Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid und Calzi- umhydroxid, Alkalimetall- und Erdalkalimetalloxide wie Lithiumoxid, Natriumoxid, Calzi- umoxid und Magnesiumoxid, Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydride wie Lithiumhydrid, Natriumhydrid, Kaliumhydrid und Calziumhydrid, Alkalimetallamide wie Lithiuma- mid, Natriumamid und Kaliumamid, Alkalimetall- und Erdalkalimetallcarbonate wie Li- thiumcarbonat, Kaliumcarbonat und Calziumcarbonat sowie Alkalimetallhydrogencar- bonate wie Natriumhydrogencarbonat, metallorganische Verbindungen, insbesondere Alkalimetallalkyle wie Methyllithium, Butyllithium und Phenyllithium, Alkylmagnesiumha- logenide wie Methylmagnesiumchlorid sowie Alkalimetall- und Erdalkalimetallalkohola- te wie Natriummethanolat, Natriumethanolat, Kaliumethanolat, Kalium- tert.-Butanolat und Dimethoxymagnesium, außerdem organische Basen, z.B. tertiäre Amine wie Tri- methylamin, Triethylamin, Tributylamin, Di-isopropylethylamin und N-Methylpiperidin, Pyridin, substituierte Pyridine wie Collidin, Lutidin und 4-Dimethylaminopyridin sowie bicyclische Amine in Betracht. Besonders bevorzugt werden Alkalimetallamide wie Li- thiumamid, Natriumamid und Kaliumamid sowie Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydro- xide wie Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid und Calziumhydroxid.
Die Basen werden im allgemeinen in katalytischen Mengen eingesetzt, sie können a- ber auch äquimolar, im Überschuß oder gegebenenfalls als Lösungsmittel verwendet werden.
Die Acylierung von Verbindungen I' zu Verbindungen der Formel I, in der R2 für Alkyl- carbonyl steht, erfolgt üblicherweise bei Temperaturen von 5O0C bis 22O0C, Vorzugs-
weise 1000C bis 18O0C, in Substanz oder einem inerten organischen Lösungsmittel in Gegenwart einer Base oder eines Katalysators [vgl. THL 1995, 36 (24), 4295-8].
Geeignete Lösungsmittel sind aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Pentan, Hexan, Cyclohexan und Petrolether, aromatische Kohlenwasserstoffe wie Toluol, o-, m- und p- XyIoI, Ethylbenzol, Mesitylen, halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Methylenchlorid, Chloroform und Chlorbenzol, Dichlorbenzol, Benzotrifluorid, Ether wie Diethylether, Diisopropylether, tert.-Butylmethylether, Cyclopentylmethylether, Dioxan, Anisol und THF, Nitrile wie Acetonitril und Propionitril, Ketone wie Aceton, Methylethylketon, Diethylketon und tert.-Butylmethylketon, Alkohole wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol und tert.-Butanol, sowie DMSO, Sulfolan, DMF, DMA, NMP, DMI, DMPU, TMI, cyclische Harnstoffe, besonders bevorzugt DMF, NMP und DMA. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird die Acylierung ohne Lösungsmittel in einem Überschuß des Acylierungsmittels durchgeführt. Es können auch Gemische der genannten Lösungsmittel verwendet werden.
Als Basen kommen allgemein anorganische Verbindungen wie Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydroxide wie Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid und Calzi- umhydroxid, Alkalimetall- und Erdalkalimetallacetate wie Lithiumacetat, Natriumacetat, Kaliumacetat und Calziumacetat, Alkalimetall- und Erdalkalimetalloxide wie Lithiumoxid, Natriumoxid, Calziumoxid und Magnesiumoxid, Alkalimetall- und Erdalkalimetallhydride wie Lithiumhydrid, Natriumhydrid, Kaliumhydrid und Calziumhydrid, Alkalime- tallamide wie Lithiumamid, Natriumamid und Kaliumamid, Alkalimetall- und Erdalkali- metallcarbonate wie Lithiumcarbonat, Kaliumcarbonat und Calziumcarbonat sowie Al- kalimetallhydrogencarbonate wie Natriumhydrogencarbonat, außerdem organische Basen, z.B. tertiäre Amine wie Trimethylamin, Triethylamin, Tributylamin, Di- isopropylethylamin und N-Methylpiperidin, Pyridin, substituierte Pyridine wie Collidin, Lutidin und 4-Dimethylaminopyridin sowie bicyclische Amine in Betracht. Besonders bevorzugt werden Natriumacetat und Kaliumacetat. Die Basen werden im allgemeinen in katalytischen Mengen eingesetzt, sie können a- ber auch äquimolar, im Überschuß oder gegebenenfalls als Lösungsmittel verwendet werden.
Als saure Katalysatoren finden anorganische Säuren wie Fluorwasserstoffsäure, SaIz- säure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure und Perchlorsäure, Lewis-Säuren wie Bortrifluorid, Aluminiumtrichlorid, Eisen-lll-chlorid, Zinn-IV-chlorid, Titan-IV-chlorid und Zink-ll-chlorid, sowie organische Säuren wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Oxalsäure, Toluolsulfonsäure, Benzolsulfonsäure, Camphersulfonsäure, Zitronensäure und Trifluoressigsäure Verwendung. Bevorzugt werden Bortrifluorid, Eisen-lll-chlorid, Zinn-IV-chlorid, Titan-IV-chlorid und Zink-ll-chlorid, Toluolsulfonsäure, Benzolsulfonsäure, Trifluoressigsäure, insbesondere Bortrifluorid, Eisen-lll-chlorid, Toluolsulfonsäure, Trifluoressigsäure.
Die Säuren werden im allgemeinen in katalytischen Mengen eingesetzt, sie können aber auch äquimolar, im Überschuß oder gegebenenfalls als Lösungsmittel verwendet werden.
Die Edukte werden im allgemeinen in äquimolaren Mengen miteinander umgesetzt. Es kkaannnn ffüürr die Ausbeute vorteilhaft sein, R2-X in einem Überschuß bezogen auf I' einzu- setzen.
In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Piperazindionen, in denen R1 und R2 gleich sind, wird Ammoniak (Formel Il mit R1 = H) mit Verbindungen der Formel III, in denen R2 Wasserstoff ist, zum Piperazindion der Formel I" ungesetzt. Sofern von Wasserstoff verschiedene Gruppen R1 und R2 angestrebt werden, kann deren Einführung auf der Stufe der Formel I erfolgen.
In den Alkylierungsmitteln R1-X, bzw. R2-X steht X für eine nucleophil abspaltbare
Gruppe, wie Halogen oder Alkylsulfat. Bevorzugte Alkylierungsmitteln sind Dialkylsulfa- te, Dialkylcarbonate, Alkylchloride und Alkylbromide, bevorzugt Dimethylsulfat, Dime- thylcarbonat, Methylchlorid und Methylbromid.
In den Acylierungsmitteln R1-X, bzw. R2-X steht X für eine nucleophil abspaltbare
Gruppe, wie Halogen und R1-OH, bzw. R2-OH. Bevorzugte Acylierungsmittel sind Carbonsäureanhydride und Carbonsäurechloride, bevorzugt Acetanhydrid und Acetylchlo- rid.
Bevorzugt bedeuten R1 und R2 in dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens Alkylcarbonyl wie Acetyl, oder Alkyl, wie Methyl, Ethyl, AIIyI, Propargyl und
Methylpropargyl insbesondere Methyl und Acetyl.
Die Alkylierung, bzw. Acylierung der Verbindungen I" erfolgt üblicherweise unter den weiter oben für die analogen Umsetzungen der Verbindungen I' genannten Bedingungen.
Die Edukte werden im allgemeinen in äquimolaren Mengen miteinander umgesetzt. Es kann für die Ausbeute vorteilhaft sein, R1-X, bzw. R2-X in einem Überschuß bezogen auf I" einzusetzen.
Die Reaktionsgemische werden in üblicher weise aufgearbeitet, z.B. durch Mischen mit Wasser, Trennung der Phasen und gegebenenfalls chromatographische Reinigung der Rohprodukte. Die Zwischen- und Endprodukte fallen z.T. in Form farbloser oder schwach bräunlicher, zäher Öle an, die unter vermindertem Druck und bei mäßig er-
höhter Temperatur von flüchtigen Anteilen befreit oder gereinigt werden. Sofern die Zwischen- und Endprodukte als Feststoffe erhalten werden, kann die Reinigung auch durch Umkristallisieren oder Digerieren erfolgen.
Die für die Herstellung der Verbindungen I benötigten Ausgangsstoffe sind z.T. kommerziell erhältlich, in der Literatur bekannt oder können gemäß der Literatur hergestellt werden.
Sofern einzelne Verbindungen I nicht auf den voranstehend beschriebenen Wegen zugänglich sind, können sie durch Derivatisierung anderer Verbindungen I hergestellt werden.
Bevorzugt werden in das erfindungsgemäße Verfahren die natürlich vorkommenden α- Aminosäuren oder deren Alkylester der Formel III.1 eingesetzt. So kommen isbesonde- re die folgenden Aminosäuren als Verbindungen der Formel III.1 in Frage:
Alanin, Arginin, Asparagin, Aspartin, Cyctein, Glutamin, Glycin, Histidin, Isoleucin, Leu- cin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Prolin, Serin, Threonin, Tryptophan, Tryosin und
VaNn.
Bevorzugte Verbindungen der Formel III.1 sind die Alkylester, insbesondere die Me- thyl- oder Ethylester der vorgenannten Aminosäuren.
Bei den in den vorstehenden Formeln angegebenen Definitionen der Symbole wurden Sammelbegriffe verwendet, die allgemein repräsentativ für die folgenden Substituenten stehen:
Halogen: Fluor, Chlor, Brom und Jod;
Alkyl: gesättigte, geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 4, 6, 8 oder 10 Kohlenstoffatomen, z.B. Ci-C6-Alkyl wie Methyl, Ethyl, Propyl, 1-Methylethyl, Butyl, 1-Methyl-propyl, 2-Methylpropyl, 1 ,1-Dimethylethyl, Pentyl, 1-Methylbutyl, 2-Me- thylbutyl, 3-Methylbutyl, 2,2-Di-methylpropyl, 1-Ethylpropyl, Hexyl, 1 ,1-Dimethylpropyl, 1 ,2-Dimethylpropyl, 1-Methylpentyl, 2-Methylpentyl, 3-Methylpentyl, 4-Methylpentyl, 1 ,1-Dimethylbutyl, 1 ,2-Dimethylbutyl, 1 ,3-Dimethylbutyl, 2,2-Dimethylbutyl, 2,3-Dime- thylbutyl, 3,3-Dimethylbutyl, 1-Ethylbutyl, 2-Ethylbutyl, 1 ,1 ,2-Trimethylpropyl, 1 ,2,2-Tri- methylpropyl, 1-Ethyl-1-methylpropyl und 1-Ethyl-2-methylpropyl;
Halogenalkyl: geradkettige oder verzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 2, 4 oder 6 Kohlenstoffatomen (wie vorstehend genannt), wobei in diesen Gruppen teilweise oder vollständig die Wasserstoffatome durch Halogenatome wie vorstehend genannt ersetzt sein können: insbesondere Ci-C2-Halogenalkyl wie Chlormethyl, Brommethyl, Dichlor- methyl, Trichlormethyl, Fluormethyl, Difluormethyl, Trifluormethyl, Chlorfluormethyl, Dichlorfluormethyl, Chlordifluormethyl, 1-Chlorethyl, 1-Bromethyl, 1-Fluorethyl, 2-Fluor-
ethyl, 2,2-Difluorethyl, 2,2,2-Trifluorethyl, 2-Chlor-2-fluorethyl, 2-Chlor-2,2-difluorethyl, 2,2-Dichlor-2-fluorethyl, 2,2,2-Trichlorethyl, Pentafluorethyl oder 1 ,1 ,1 -Trifluorprop-2-yl; 1 ,1 ,2,2-tetrafluorethyl, 2,2,2-trichlorethyl, 1 ,1 ,1 ,2,3,3-hexafluorisopropyl, 1 ,1 ,2,3,3,3- hexafluorisopropyl, 2-chloro-1 ,1 ,2-trifluoroethyl and heptafluorisopropyl.
Alkenyl: ungesättigte, geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffreste mit 2 bis 4, 6, 8 oder 10 Kohlenstoffatomen und einer oder zwei Doppelbindungen in beliebiger Position, z.B. C2-C6-Alkenyl wie Ethenyl, 1-Propenyl, 2-Propenyl, 1-Methylethenyl, 1- Butenyl, 2-Butenyl, 3-Butenyl, 1-Methyl-1-propenyl, 2-Methyl-1-propenyl, 1 -Methyl-2- propenyl, 2-Methyl-2-propenyl, 1-Pentenyl, 2-Pentenyl, 3-Pentenyl, 4-Pentenyl, 1-Me- thyl-1-butenyl, 2-Methyl-1-butenyl, 3-Methyl-1-butenyl, 1-Methyl-2-butenyl, 2-Methyl-2- butenyl, 3-Methyl-2-butenyl, 1-Methyl-3-butenyl, 2-Methyl-3-butenyl, 3-Methyl-3-bu- tenyl, 1 ,1-Dimethyl-2-propenyl, 1 ,2-Dimethyl-1 -propenyl, 1 ,2-Dimethyl-2-propenyl, 1- Ethyl-1 propenyl, 1-Ethyl-2-propenyl, 1-Hexenyl, 2-Hexenyl, 3-Hexenyl, 4-Hexenyl, 5- Hexenyl, 1-Methyl-1-pentenyl, 2-Methyl-1-pentenyl, 3-Methyl-1-pentenyl, 4-Methyl-1- pentenyl, 1-Methyl-2-pentenyl, 2-Methyl-2-pentenyl, 3-Methyl-2-pentenyl, 4-Methyl-2- pentenyl, 1-Methyl-3-pentenyl, 2-Methyl-3pentenyl, 3-Methyl-3-pentenyl, 4-Methyl-3- pentenyl, 1-Methyl-4-pentenyl, 2-Methyl-4-pentenyl, 3-Methyl-4-pentenyl, 4-Methyl-4- pentenyl, 1 ,1-Dimethyl-2-butenyl, 1 ,1-Dimethyl-3-butenyl, 1 ,2-Dimethyl-1-butenyl, 1 ,2- Dimethyl-2-butenyl, 1 ,2-Dimethyl-3-butenyl, 1 ,3-Dimethyl-1-butenyl, 1 ,3-Dimethyl-2-bu- tenyl, 1 ,3-Dimethyl-3-butenyl, 2,2-Dimethyl-3-butenyl, 2,3-Dimethyl-1-butenyl, 2,3-Di- methyl-2-butenyl, 2,3-Dimethyl-3-butenyl, 3,3-Dimethyl-1-butenyl, 3,3-Dimethyl-2-bu- tenyl, 1-Ethyl-1-butenyl, 1-Ethyl-2-butenyl, 1-Ethyl-3-butenyl, 2-Ethyl-1-butenyl, 2-Ethyl- 2-butenyl, 2-Ethyl-3-butenyl, 1 ,1 ,2-Trimethyl-2-propenyl, 1-Ethyl-1-methyl-2-propenyl, 1-Ethyl-2-methyl-1 -propenyl und 1-Ethyl-2-methyl-2-propenyl;
Halogenalkenyl: ungesättigte, geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffreste mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen und einer oder zwei Doppelbindungen in beliebiger Position (wie vorstehend genannt), wobei in diesen Gruppen die Wasserstoffatome teilweise oder vollständig gegen Halogenatome wie vorstehend genannt, insbesondere Fluor, Chlor und Brom, ersetzt sein können;
Alkinyl: geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstoffgruppen mit 2 bis 4, 6, 8 oder 10 Kohlenstoffatomen und einer oder zwei Dreifachbindungen in beliebiger Position, z.B. C2-C6-Alkinyl wie Ethinyl, 1-Propinyl, 2-Propinyl, 1-Butinyl, 2-Butinyl, 3-Butinyl, 1- Methyl-2-propinyl, 1-Pentinyl, 2-Pentinyl, 3-Pentinyl, 4-Pentinyl, 1-Methyl-2-butinyl, 1- Methyl-3-butinyl, 2-Methyl-3-butinyl, 3-Methyl-1 -butinyl, 1 ,1-Dimethyl-2-propinyl, 1- Ethyl-2-propinyl, 1-Hexinyl, 2-Hexinyl, 3-Hexinyl, 4-Hexinyl, 5-Hexinyl, 1-Methyl-2- pentinyl, 1-Methyl-3-pentinyl, 1-Methyl-4-pentinyl, 2-Methyl-3-pentinyl, 2-Methyl-4- pentinyl, 3-Methyl-1-pentinyl, 3-Methyl-4-pentinyl, 4-Methyl-1-pentinyl, 4-Methyl-2- pentinyl, 1 ,1-Dimethyl-2-butinyl, 1 ,1-Dimethyl-3-butinyl, 1 ,2-Dimethyl-3-butinyl, 2,2- Dimethyl-3-butinyl, 3,3-Dimethyl-1 -butinyl, 1-Ethyl-2-butinyl, 1-Ethyl-3-butinyl, 2-Ethyl- 3-butinyl und 1-Ethyl-1-methyl-2-propinyl;
Cycloalkyl: mono- oder bicyclische, gesättigte Kohlenwasserstoffgruppen mit 3 bis 6 oder 8 Kohlenstoffringgliedern, z.B. Cs-Cs-Cycloalkyl wie Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyc- lopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl und Cyclooctyl;
fünf- bis zehngliedriger gesättigter, partiell ungesättigter oder aromatischer Heterocyc- lus, enthaltend ein bis vier Heteroatome aus der Gruppe O, N oder S:
5- oder 6-gliedriges Heterocyclyl, enthaltend ein bis drei Stickstoffatome und/oder ein Sauerstoff- oder Schwefelatom oder ein oder zwei Sauerstoff- und/oder Schwefelatome, z.B. 2-Tetrahydrofuranyl, 3-Tetrahydrofuranyl, 2-Tetrahydrothienyl, 3-Tetra- hydrothienyl, 2-Pyrrolidinyl, 3-Pyrrolidinyl, 3-lsoxazolidinyl, 4-lsoxazolidinyl, 5-lsoxa- zolidinyl, 3-lsothiazolidinyl, 4-lsothiazolidinyl, 5-lsothiazolidinyl, 3-Pyrazolidinyl, 4-Pyra- zolidinyl, 5-Pyrazolidinyl, 2-Oxazolidinyl, 4-Oxazolidinyl, 5-Oxazolidinyl, 2-Thiazolidinyl, 4-Thiazolidinyl, 5-Thiazolidinyl, 2-lmidazolidinyl, 4-lmidazolidinyl, 2-Pyrrolin-2-yl, 2- Pyrrolin-3-yl, 3-Pyrrolin-2-yl, 3-Pyrrolin-3-yl, 2-Piperidinyl, 3-Piperidinyl, 4-Piperidinyl, 1 ,3-Dioxan-5-yl, 2-Tetrahydropyranyl, 4-Tetrahydropyranyl, 2-Tetrahydrothienyl, 3- Hexahydropyridazinyl, 4-Hexahydropyridazinyl, 2-Hexahydropyrimidinyl, 4-Hexahydro- pyrimidinyl, 5-Hexahydropyrimidinyl und 2-Piperazinyl;
5-gliedriges Heteroaryl, enthaltend ein bis vier Stickstoffatome oder ein bis drei Stickstoffatome und ein Schwefel- oder Sauerstoffatom: 5-Ring Heteroarylgruppen, welche neben Kohlenstoffatomen ein bis vier Stickstoffatome oder ein bis drei Stickstoffatome und ein Schwefel- oder Sauerstoffatom als Ringglieder enthalten können, z.B. 2-Furyl, 3-Furyl, 2-Thienyl, 3-Thienyl, 2-Pyrrolyl, 3-Pyrrolyl, 3-Pyrazolyl, 4-Pyrazo- IyI, 5-Pyrazolyl, 2-Oxazolyl, 4-Oxazolyl, 5-Oxazolyl, 2-Thiazolyl, 4-Thiazolyl, 5-Thiazo- IyI, 2-lmidazolyl, 4-lmidazolyl, und 1 ,3,4-Triazol-2-yl;
6-gliedriges Heteroaryl, enthaltend ein bis drei bzw. ein bis vier Stickstoffatome: 6-Ring Heteroarylgruppen, welche neben Kohlenstoffatomen ein bis drei bzw. ein bis vier Stickstoffatome als Ringglieder enthalten können, z.B. 2-Pyridinyl, 3-Pyridinyl, 4- Pyridinyl, 3-Pyridazinyl, 4-Pyridazinyl, 2-Pyrimidinyl, 4-Pyrimidinyl, 5-Pyrimidinyl und 2- Pyrazinyl;
Die bevorzugten Ausführungsformen der Zwischenprodukte in Bezug auf die Variablen entsprechen denen der Gruppen der Formel I.
Im Hinblick auf ihre Verwendung der Piperazindione der Formel I sind die folgenden Bedeutungen der Substituenten, und zwar jeweils für sich allein oder in Kombination, besonders bevorzugt:
Verbindungen I werden bevorzugt, in denen R1 für Wasserstoff oder Methyl oder Ethyl steht, insbesondere Methyl.
Gleichermaßen bevorzugt sind Verbindungen I, in denen R2 für Ci-C4-AIkVl, insbesondere Methyl steht.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen I, in denen R3 für Ci-C4-AIkVl, insbesondere Methyl steht.
Weiterhin sind Verbindungen der Formel I bevorzugt, in denen R4 für Phenyl-Ci-C4- alkyl, insbesondere für Benzyl steht, wobei der Ring durch eine bis fünf, insbesondere eine bis drei Gruppen Ra substituiert ist und
Ra Halogen, CN, NO2, Ci -C4-Al kyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Al kinyl, Ci-C4-Alkoxy,
0-C(O)R11, Phenoxy und Benzyloxy, welche cyclischen Gruppen durch Gruppen, wie Halogen, CN, NO2, Ci-C8-Al kyl, C2-C8-Al kenyl, C2-C8-Al kinyl, C3-C8- Cycloalkyl, Ci-C8-Halogenalkyl, Ci-C8-Alkoxy, Ci-C8-Halogenalkoxy substituiert sein können;
R11 d-Cβ-Alkyl, C3-C8-Alkenyl, C3-C8-Al kinyl, bedeutet. In einer anderen Ausgestaltung steht R4 für unsubstituiertes Benzyl.
Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens betrifft die Herstellung von Verbindungen der Formel I, die unter die Formel LA fallen:
worin
R1, R2, R3, R4, R5 unabhängig voneinander Wasserstoff und Ci-C4-Alkyl, und R41, R42 Wasserstoff, Ci-C8-Alkyl und Ci-C8-Alkoxy, wobei die Gruppen durch HaIo- gen, OH, CN, Ci-C8-Al kyl, Ci-C8-Halogenalkyl, C3-C8-Cycloalkyl, Ci-C8-Alkoxy,
Ra Halogen, CN, NO2, Ci-C4-Al kyl, C2-C4-Alkenyl, C2-C4-Al kinyl, Ci-C4-Alkoxy,
0-C(O)R11, Phenoxy und Benzyloxy, welche cyclische Gruppen durch Gruppen, wie Halogen, CN, NO2, Ci-C4-Al kyl, C2-C8-Al kenyl, C2-C8-Al kinyl, C3-C8- Cycloalkyl, Ci-C8-Halogenalkyl, Ci-C8-Alkoxy, Ci-C8-Halogenalkoxy substituiert sein können;
R11 d-Cβ-Alkyl, C3-C8-Alkenyl, C3-C8-Al kinyl, n O, 1 , 2, 3, 4 oder 5 bedeuten.
Synthesebeispiele
Die in den nachstehenden Synthesebeispielen wiedergegebenen Vorschriften wurden unter entsprechender Abwandlung der Ausgangsverbindungen zur Gewinnung weiterer Verbindungen I benutzt.
Herstellung von N-geschützten Verbindungen der Formel 111.1
Beispiel 1 : 2-(1 -Phenyl-methyliden)-amino-propionsäureethylester
353,3g Alaninethylesterhydrochlorid und 150g Benzaldehyd wurden in 2I CH2CI2 suspendiert und anschließend bei 00C mit 232,7g Triethylamin tropfenweise versetzt. Die Suspension wurde auf 20-250C erwärmt und noch 5 Std. gerührt. Der Niederschlag wurde abfiltriert und nach Waschen mit CH2CI2 verworfen. Die organische Phase wurde mit Wasser gewaschen, getrocknet und vom Lösungsmittel befreit. Es wurden 632,7g der Titelverbindung erhalten. Reinheit 97% (GC); Ausbeute: 92,2%.
1H-NMR (CDCI3): 1 ,3ppm (t, 3H, CH3); 1 ,55ppm (s, 3H, CH3); 4,15ppm (d, 1 H, CH); 4,2ppm (m, 2H, OCH2); 7,4ppm (m, 3H, arom.-H); 7,8ppm (m, 2H, arom.-H); 8,3ppm (s, 1 H1 CH=N).
Beispiel 2: 2-(1 -Phenyl-methyliden)-amino-propionsäureethylester
75g Alaninethylesterhydrochlorid und 52,8g Benzaldehyd wurden in 400ml Toluol suspendiert und anschließend bei 00C mit 195,2g 10%iger NaOH tropfenweise versetzt. Die Suspension wurde auf 20-250C erwärmt und noch 5 Std. gerührt. Die wässrige Phase wurde abgetrennt und die organische Phase mit Wasser gewaschen. Das Lösungsmittel wurde im Vak. abdestilliert. Es wurden 91 ,2g der Titelverbindung erhalten. Reinheit 82,5% (GC); Ausbeute: 75%.
Einführung von R4 in Verbindungen der Formel 111.1
Beispiel 3: 2-Amino-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester
173,6g Diisopropylamin wurden in 2I Tetra hydrofu ran (THF) unter N2-Atmosphäre vor- gelegt und anschließend bei -55°C mit 688 ml 2,5 M n-Butyllithium- (n-BuLi) -Lösung in Hexan versetzt.
In einem zweiten Reaktor wurden 330g 2-(1-Phenyl-methyliden)-amino-propionsäure- ethylester in 500ml THF bei -6O0C vorgelegt und anschließend bei dieser Temperatur die im voranstehenden Absatz beschriebene frisch zubereitete Lithium-diisopropyl- amin-(LDA)-Lösung innerhalb einer Stunde zugefahren. Nach 20min Rühren wurden innerhalb von 40min 266,8g Benzylbromid zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde innerhalb 70min auf 15°C erwärmt und unter Kühlung mit 1 ,51 10%ige HCl versetzt. Nach einer Stunde Rühren wurden 2I Methyl-tert Butylether (MTBE) zugegeben, die Phasen getrennt, die organische Phase mit 5%iger HCl extrahiert. Die organische Phasen wurden verworfen. Die vereinigten wässrigen Phasen wurden unter Kühlung mit 40%iger NaOH alkalisch gestellt und anschließend mit MTBE extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden nach Waschen mit gesätt. NaCI-Lösung vom Lö-
sungsmittel befreit. Es blieben 266,8g der Titelverbindung in Form eines gelben Öls erhalten. Reinheit 94,8% (GC); Ausbeute 78,2%.
1H-NMR (DMSO-de): 1 ,2ppm (t, 3H, CH3); 1 ,25ppm (s, 3H, CH3); 1 ,8ppm (s, 2H, NH2; breit), 2,3ppm (d, 1 H, CH), 2,4ppm (d, 1 H, CH), 4,05ppm (t, 3H, CH3); 7,15ppm (d, 2H, arom.-H); 7,2ppm (m, 3H, arom.-H).
Beispiel 4: 2-Amino-2-methyl-3-(3-fluorphenyl)-propionsäuremethylester
53,3g Diisopropylamin wurden in 11 THF unter N2-Atmosphäre vorgelegt und anschlie- ßend bei -55°C mit 21 1 ml einer 2,5 M n-BuLi-Lsg. in Hexan versetzt.
In einem zweiten Reaktor wurden 97,5g 2-(1-Phenyl-methyliden)-amino-propionsäure- methylester in 500 ml THF bei -600C vorgelegt und bei dieser Temperatur die im voranstehenden Absatz beschriebene frisch zubereitete LDA Lösung innerhalb einer Stunde zugegeben. Nach 20min Rühren wurden innerhalb von 40min 99,6g 3-Fluor- benzylbromid zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde innerhalb 70min auf 15°C erwärmt und unter Kühlung 1 ,51 10%ige HCl zugegeben. Nach einer Stunde Rühren wurden 2I MTBE zugegeben, die Phasen getrennt, die organische Phase mit 5%iger HCl extrahiert. Die organische Phasen wurden verworfen. Die vereinigten wässrigen Phasen wurden unter Kühlung mit 40%iger NaOH alkalisch gestellt und mit MTBE ext- rahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden nach Waschen mit gesätt. NaCI- Lösung vom Lösungsmittel befreit. Es blieben 75,5g der Titelverbindung in Form eines gelben Öls zurück. Reinheit 90% (GC); Ausbeute 67,3%.
1H-NMR (CDCI3): 1 ,4ppm (s, 3H, CH3); 1 ,65ppm (s, 2H, NH2;breit), 2,8ppm (d, 1 H, CH), 3,15ppm (d, 1 H, CH), 3,75ppm (s, 3H, OCH3); 6,85ppm (m, 1 H, arom.-H): 6,9ppm (m, 1 H, arom.-H); 7,25ppm (m, 1 H, arom.-H).
Beispiel 5: 2-Amino-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester
100g 2-(1-Phenyl-methyliden)-amino-propionsäureethylester und 80,8g Benzylbromid wurden in 11 Toluol bei 00C vorgelegt und anschließend bei dieser Temperatur 33,8g NaOC2Hs zugeben. Nach Erwärmen auf 20-250C wurde das Reaktionsgemisch etwa 15 Std. gerührt. Anschließend wurde mit 250ml 10%iger HCl angesäuert und 30 min gerührt. Die organische Phase wurde abgetrennt und mit 5%iger HCl extrahiert. Die vereinigten wässrigen Phasen wurden mit 40%iger NaOH alkalisch gestellt, mit Toluol extrahiert, die vereinigten organischen Phasen mit Wasser gewaschen, dann das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert. Es blieben 61 ,2g der Titelverbindung in Form eines hellen Öls erhalten. Reinheit 88,2% (GC); Ausbeute 55,1 %.
Beispiel 6: 2-Amino-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester
5g 2-(1-Phenyl-methyliden)-amino-propionsäureethylester 4g Benzylbromid wurden in 50ml THF bei -100C vorgelegt und anschließend bei dieser Temperatur mit 1 ,74g KOCH3 zugeben. Nach 40min rühren wurde das Reaktionsgemisch auf 20-250C er-
wärmt und weitere 30min gerührt. Anschließend wurde mit 10%iger HCl angesäuert und 30 min gerührt. Die organische Phase wurde abgetrennt und mit 5%iger HCl extrahiert. Die vereinigten wässrigen Phasen wurden mit 40%iger NaOH alkalisch gestellt, mit MTBE extrahiert, die vereinigten organischen Phasen mit Wasser gewaschen und vom Lösungsmittel befreit. Es blieben 3,1 g der Titelverbindung in Form eines hellen Öls zurück. Reinheit 67,6% (GC) Ethylester und 20,4% Methylester; Ausbeute 56,7%
Herstellung von Verbindungen der Formel III aus 111.1
Beispiel 7: 2-(2-Chloracetylamino)-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester
190g 88%iger 2-Amino-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester und 1 ,2g Tetrabutyl- ammoniumchlorid wurden bei 5°C in 1000ml Toluol vorgelegt, 387,2g 10%ige NaOH zugegeben und anschliessend bei 5-7°C 109,3g Chloracetylchlorid zugetropft. Die Re- aktionsmischung wurde eine Stunde bei 100C und eine Stunde bei 20-250C gerührt, dann mit Wasser versetzt. Die organische Phase wurde abgetrennt, die wässrige Phase mit Toluol extrahiert, die vereinigten organischen Phasen mit Wasser gewaschen und das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert. Es blieben 232,5 g der Titelverbindung in Form eines gelben Öls zurück. Reinheit 90% (GC); Ausbeute 91 ,5%. 1H-NMR (DMSO-de): 1 ,2ppm (t, 3H, CH3); 1 ,25ppm (s, 3H, CH3); 3,0ppm (d, 1 H, CH); 3,3ppm (d, 1 H, CH); 4,1 ppm (t, 4H, CH2O; CH2CI); 7,1 ppm (d, 2H, arom.-H); 7,25ppm (m, 3H, arom.-H); 8,4ppm (s, 1 H, NH).
Beispiel 8: 2-(2-Chloracetylamino)-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester
50g 75%iger 2-Amino-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester wurde bei 5°C in 200ml Toluol vorgelegt, 87g 10%ige NaOH zugegeben und anschliessend bei 5-7°C 24g Chloracetylchlorid zugetropft. Die Reaktionsmischung wurde eine Stunde bei 100C und eine Stunde bei 20-250C gerührt, dann mit NaOH alkalisch gestellt, die organische Phase wurde abgetrennt, die wässrige Phase mit Toluol extrahiert, die vereinigten organischen Phasen mit Wasser gewaschen und das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert. Es blieben 54 g der Titelverbindung in Form eines gelben Öls zurück. Reinheit 89% (GC); Ausbeute 94%.
Beispiel 9: 2-(2-Chloracetylamino)-2-methyl-3-(3-fluorphenyl)-propionsäuremethylester
70g 90%iger 2-Amino-2-methyl-3-(3-fluorphenyl)-propionsäuremethylester und 0,3g Tetrabutylammoniumchlorid wurden bei 5°C in 300ml Toluol vorgelegt, 325g 10%ige NaOH zugegeben und anschliessend bei 5-7°C 37,5 Chloracetylchlorid zugetropft. Die Reaktionsmischung wurde eine Stunde bei 100C und eine Stunde bei 20-250C gerührt, dann mit 500ml Wasser versetzt. Die organische Phase wurde abgetrennt, die wässrige Phase dreimal mit 200ml Toluol extrahiert, die vereinigten organischen Phasen mit
Wasser gewaschen und das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert. Es blieben 70 g der Titelverbindung in Form eines gelben Öls erhalten. Reinheit 80% (GC); Ausbeute 66,4%.
1H-NMR (DMSO-de): 3,2ppm (d, 1 H, CH); 3,6ppm (d, 1 H, CH); 3,8ppm (s, 3H, OCH3); 4,0ppm (s, 2H, CH2CI); 6,75ppm (d, 1 H, arom.-H); 6,75ppm (d, 1 H, arom.-H); 6,8ppm (d, 1 H, arom.-H); 7,25ppm (d, 1 H, arom.-H).
Beispiel 10: 2-(2-Chloracetylamino)-propionsäureethylester
62,1 g Alaninethylester-hydrochlorid wurden in 160 ml Wasser gelöst. Die Lösung wurde mittels Eisbad gekühlt und in mehreren Portionen mit 79,9 g NaHCO3 versetzt. Die Reaktionsmischung wurde mit einer Lösung von 66,9 g Chloracetylchlorid in 140 ml Toluol tropfenweise versetzt, dann 3 Std. bei 20-250C kräftig gerührt. Nach Phasentrennung wurde die wässrige Phase mit Toluol extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden vom Lösungsmittel befreit. Es wurden 82.3 g der Titelverbindung als farbloses Öl erhalten. Reinheit 90%; Ausbeute 96%.
1H-NMR (CDCI3): 1 ,32 (t, 3H, CH3); 1 ,47 (d, 3H, CH3); 4,10 (s, 2H, CH2CI); 4,24 (q, 2H, CH2); 4,59 (quin, 1 H, CH); 7,25 (br, 1 H, NH).
Herstellung von Verbindungen der Formel I aus Il und III
Beispiel 11 : 3-Benzyl-3-methyl-piperazin-2,5-dion
10g 2-(2-Chloracetylamino)-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester wurden in 50ml Ethanol und 100ml 25%iger wässriger NH3-Lsg. gelöst und 4 Std. bei 500C gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde auf 00C abgekühlt und mit 50ml Wasser versetzt, der Niederschlag wurde abfiltriert. Der Rückstand wurde mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Mutterlauge wurde um 2/3 eingeengt und bei 00C kristallisiert. Die isolier- te Gesamtmenge der Titelverbindung betrug 6,8g. Reinheit 90% (NMR). Ausbeute: 88,4%.
1H-NMR (DMSO-de): 1 ,4ppm (t, 3H, CH3); 2,5ppm (d, 1 H, CH); 2,7ppm (d, 1 H, CH); 3,1 ppm (d, 1 H, CH); 3,35ppm (d, 1 H, CH); 7,15ppm (d, 2H, arom.-H); 7,3ppm (m, 3H, arom.-H); 7,8ppm (s, 1 H, NH); 8,25ppm (s, 1 H, NH).
Beispiel 12: 3-Benzyl-3-methyl-piperazin-2,5-dion
1 1g 2-(2-Chloracetylamino)-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester und 1 g Tetrabu- tylammoniumbromid wurden in 20ml Toluol und 90ml 25%iger wässriger NH3-Lsg. ge- löst und 4 Std. bei 118°C gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde auf 00C abgekühlt und mit 50ml Wasser versetzt, der Niederschlag wurde abfiltriert. Der Rückstand wurde mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die isolierte Gesamtmenge der Titelverbindung betrug 6,9g. Reinheit 98% (NMR). Ausbeute: 89,3%.
Beispiel 13: 3-Benzyl-3-methyl-piperazin-2,5-dion
1 1g 2-(2-Chloracetylamino)-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester wurden in 60ml 25%iger wässriger NH3-Lsg. gelöst und 4 Std. bei 118°C gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde auf 00C abgekühlt und mit 50ml Wasser versetzt, der Niederschlag wurde abfiltriert. Der Rückstand wurde mit Wasser gewaschen und getrocknet. 6,3g. Reinheit 98% (NMR). Ausbeute: 81 %.
Beispiel 14: 3-(3-Fluorbenzyl)-3-methyl-piperazin-2,5-dion
69g (217mmol) 2-(2-Chloracetylamino)-2-methyl-3-(3-fluorphenyl)-propionsäuremethyl- ester wurden in 250ml Methanol und 500ml 25%iger wässriger NH3-Lsg. gelöst und 4
Std. bei 500C gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde auf 00C abgekühlt und mit 50ml Wasser versetzt. Der Niederschlag wurde abfiltriert, dann mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die isolierte Menge der Titelverbindung betrug 42g.
Reinheit 98% (NMR). Ausbeute: 80,3%.
1H-NMR (DMSOd6): 1 ,4ppm (s, 3H, CH3); 2,5ppm (s, 3H, CH3); 2,7ppm (d, 1 H, CH);
2,8ppm (d, 1 H, CH); 3,1 ppm (d, 1 H, CH); 3,35ppm (s, 3H, CH3); 3,5ppm (d, 1 H, CH); 6,95ppm (m, 1 H, arom.-H); 7,0ppm (m, 1 H, arom.-H); 7,1 ppm (m, 1 H, arom.-H);
7,3ppm (m, 1 H, arom.-H); 7,9ppm (s, 1 H, NH); 8,3ppm (s, 1 H, NH).
Beispiel 15: 3-Benzyl-1 ,3-dimethyl-piperazin-2,5-dion
323g 90%iger 2-(2-Chloracetylamino)-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester wurden in 700ml Ethanol und 239g (3,08mol) 40%ige wässrige Methylamin-Lsg. gelöst und 1 ,5 Std. bei 55°C gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum zur Trockne eingedampft und der Rückstand aus Toluol umkristallisiert. Der Feststoff wurde mit Wasser nachgewaschen und im Vakuum getrocknet. Die Mutterlauge wurde im Vaku- um um 2/3 abdestilliert und bei 00C kristallisiert. Es wurden 205,5g der Titelverbindung isoliert.
Reinheit 95% (NMR); Ausbeute: 85%.
1H-NMR (CDCI3): 1 ,6ppm (s, 3H, CH3); 2,4ppm (d, 1 H, CH); 2,7ppm (s, 3H, CH3); 2,75ppm (d, 1 H, CH); 3,3ppm (d, 1 H, CH); 3,4ppm (d, 1 H, CH); 7,2ppm (d, 2H, arom.- H); 7,3ppm (m, 3H, arom.-H); 8,0ppm (s, 1 H, NH).
Beispiel 16: 3-Methyl-piperazin-2,5-dion
215,1 g 2-(2-Chloracetylamino)-propionsäureethylester wurden in 1 150 ml Ethanol ge- löst und mit 409 g 25%iger wässriger NH3-Lösung versetzt. Die Reaktionsmischung wurde 5 Std. bei 70 0C gerührt, dann auf 200C abgekühlt und der ausgefallene Niederschlag abfiltriert. Die Mutterlauge wurde zur Trockne eingeengt, der Rückstand in wenig Wasser digeriert und der zurückbleibende Niederschlag abfiltriert. Beide Feststoff-
fraktionen wiesen eine Reinheit >98% (HPLC) auf. Sie wurden vereinigt und im Vakuum getrocknet. Es wurden 133,4 g (95% Ausbeute) der Titelverbindung erhalten, die trotz geringer Restfeuchte für die nachfolgende Acetylierung (Beispiel 20) eingesetzt werden konnte. 1H-NMR (CDCI3 / DMSOd6): 1 ,44 (d, 3H, CH3); 3,87 (s, 2H, CH2); 3,94 (q, 1 H, CH); 7,84 (br, 1 H, NH); 8,02 (br, 1 H, NH).
Beispiel 17: 3-Benzyl-3-methyl-piperazin-2,5-dion
1 1g 92%iger 2-Amino-2-methyl-3-phenylpropionsäureethylester und 0,24g Tetrabutyl- ammoniumchlorid wurden bei 5°C in 100ml Toluol vorgelegt, 19,1g 10%ige NaOH zugegeben und anschließend bei 5-7°C 6,47g Chloracetylchlorid zugetropft. Das Reaktionsgemisch wurde eine Stunde bei 100C und eine Stunde bei 20-250C gerührt, mit NaOH auf pH 12 eingestellt und 2g Chloracetylchlorid nachdosiert. Danach wurden 100ml 25%iger wässriger NH3-L-Sg. und 150ml Ethanol zugegeben und das Reaktionsgemisch 48 Std. bei 500C gerührt, dann auf 00C abgekühlt und filtriert. Der Rückstand wurde nach Waschen mit Wasser getrocknet. Die isolierte Menge der Titelverbindung betrug 6,8g. Reinheit 98% (NMR). Ausbeute: 89,2% über zwei Synthesestufen.
Einführung von R1 / R2 in Verbindungen der Formel I
Beispiel 18: 1 ,4-Diacetyl-3-benzyl-3-methyl-piperazin-2,5-dion
205,2g 3-Benzyl-1 ,3-dimethyl-piperazin-2,5-dion wurden in 1700g Acetanhydrid vorge- legt und anschließend auf 155°C aufgeheizt. Über 24 Std. wurden 1000g Destillat abgenommen. Danach wurde das restliche Acetanhydrid im Vakuum abdestilliert. Es wurden 245g der Titelverbindung als Kristallmasse erhalten. Reinheit 90% (NMR). Ausbeute: 95%
1H-NMR (CDCI3): 1 ,85ppm (s, 3H, CH3); 2,3ppm (d, 1 H, CH); 2,45ppm (s, 3H, CH3); 2,55ppm (s, 3H, CH3); 3,3ppm (d, 1 H, CH); 3,85ppm (d, 1 H, CH); 4,2ppm (d, 1 H, CH); 7,05ppm (d, 2H, arom.-H); 7,25ppm (m, 3H, arom.-H).
Beispiel 19: 1 ,4-Diacetyl-3-(3-fluorbenzyl)-3-methyl-piperazin-2,5-dion
42g 3-(3-Fluorbenzyl)-3-methyl-piperazin-2,5-dion wurden in 800g Acetanhydrid vorgelegt und anschließend auf 155°C aufgeheizt. Über 24 Std. wurden 1000g Destillat abgenommen. Danach wurde das restliche Acetanhydrid im Vakuum abdestilliert. Es wurden 42g der Titelverbindung als Kristallmasse erhalten. Reinheit 87% (NMR); Ausbeute: 71 ,3% 1H-NMR (DMSO-de): 1 ,85ppm (s, 3H, CH3); 2,45ppm (s, 3H, CH3); 2,55ppm (s, 3H, CH3); 2,7ppm (d, 1 H, CH); 2,35ppm (d, 1 H, CH); 3,8ppm (d, 1 H, CH); 4,25ppm (d, 1 H, CH); 6,8ppm (m. 1 H, arom.-H); 6,85ppm (m, 1 H, arom.-H); 7,0ppm (m, 1 H, arom.-H); 7,25ppm (s, 1 H, arom.-H).
Beispiel 20: 4-Acetyl-3-benzyl-1 ,3-dimethyl-piperazin-2,5-dion
205,2g 3-Benzyl-1 ,3-dimethyl-piperazin-2,5-dion wurden in 1700g Acetanhydrid vorge- legt und anschließend auf 155°C aufgeheizt. Über 24 Std. wurden 1000g Destillat abgenommen. Danach wurde das restliche Acetanhydrid im Vakuum abdestilliert. Es wurden 245g der Titelverbindung als Kristallmasse erhalten. Reinheit 90% (NMR); Ausbeute: 95%
1H-NMR (DMSO-de): 1 ,8ppm (s, 3H, CH3); 2,15ppm (d, 1 H, CH); 2,5ppm (s, 3H, CH3); 2,75ppm (s, 3H, CH3); 3,2ppm (d, 1 H, CH); 3,45ppm (d, 1 H, CH); 3,75ppm (d, 1 H, CH); 7,1 ppm (d, 2H, arom.-H); 7,3ppm (m, 3H, arom.-H).
Beispiel 21 : N,N'-Diacetyl-3-methyl-piperazin-2,5-dion
2,5 g 3-Methyl-piperazin-2,5-dion (aus Bsp. 15) wurden in 50 ml Essigsäureanhydrid gelöst und 4 Std. refluxiert, dann wurde überschüssiges Essigsäureanhydrid im Vakuum entfernt. Der Rückstand wurde in CH2CI2 gelöst und die Lösung mit gesätt. NaHCO3-Lösung gewaschen. Nach Entfernen des Lösungsmittels wurden 3,3 g der Titelverbindung als farbloser Feststoff erhalten. Reinheit It. HPLC >98%; Ausbeute 80%.
1H-NMR (CDCI3): 1 ,55 (d, 3H, CH3); 2,57 (s, 3H, COCH3); 2,59 (s, 3H, COCH3); 4,05 (d, 1 H, CH2); 5,14 (d, 1 H, CH2); 5,26 (q, 1 H, CH).