Haushaltsgerät mit einer Höhenverstellvorrichtung
Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1
Haushaltsgeräte, z.B. Geschirrspülmaschinen, Waschmaschinen oder dergleichen, können als Haushaltsstandgeräte freistehend oder als Haushaltseinbaugeräte, d.h. z.B. in eine Küchenzeile eingefügt, aufgestellt werden. Zum Ausgleich von Bodenunebenheiten oder zum zur Höhenanpassung an eine derartige Küchenzeile weisen Haushaltsgeräte Höhenverstellvorrichtungen auf. Sie bestehen regelmäßig aus einem im Geräteboden schraubbar gelagerten Gewindeschaft mit einem Fußteller, das fußtellerseitige Ausnehmungen als Befestigungselement für einen Schraubendreher aufweist. Der Angriffspunkt des Schraubendrehers liegt dabei unmittelbar im Bereich der Aufstellfläche, so dass das Verdrehen des Stellfußes zur Höheneinstellung bzw. zum Ausgleich von Bodenunebenheiten relativ kraftaufwändig und damit mühsam ist. Des weiteren besteht oftmals die Problematik, dass die fußtellerseitigen Werkzeugansätze durch z. B. einen zusätzlichen Bodenbelag auf dem Montageboden nicht frei zugänglich sind, was die Höhenverstellung bei auf dem Montageboden abgestellten Haushaltsgeräten zusätzlich erschwert. In den eben genannten Fällen wird somit oftmals im Rahmen des Einbaus bzw. der Installation das Haushaltsgerät von einer Person angehoben, so dass eine zweite Person den Stellfuß verdrehen kann. Dies ist ersichtlich zeitaufwändig und mühsam und erfordert zwingend den Einsatz mehrerer Personen, wobei zudem die Genauigkeit der Einstellung der gewünschten Höhe des Haushaltsgerätes schwierig ist, so dass dieser Vorgang gegebenenfalls sogar des Öfteren wiederholt werden muss. Alternative Ausführungsformen weisen ein bspw. als Stellrad ausgebildetes Betätigungselement auf, dass im Bereich des Fußtellers angeordnet ist, so dass auf ein Anheben des Haushaltsgeräts zur Höhenverstellung eines Stellfußes verzichtet werden kann.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Haushaltsgerät mit einer Höhenverstellvorrichtung zur Verfügung zu stellen, mittels der bzw. eine Höhenjustierung bzw. -anpassung eines Haushaltsgerätes auf einfache Weise durchführbar ist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Haushaltsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Bevorzugte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung geht aus von einem Haushaltsgerät, insbesondere Haushaltsstand- oder Haushaltseinbaugerät, wenigstens aufweisend eine Höhenverstellvorrichtung mit wenigstens einem höhenverstellbaren Stellfuß, der wenigstens eine an einem ersten Ende des Stellfußes angeordnete Stellfuß-Aufstandsfläche, Verstellmittel zum Verstellen des Stellfußes entlang einer Verstellachse zur Höhenverstellung und ein mit dem Verstellmittel in Wirkverbindung stehendes Betätigungselement aufweist.
Erfindungsgemäß ist ein Werkzeug durch eine Fügebewegung in Richtung der Verstellachse (15) mit dem Betätigungselement (25) in Eingriff bringbar. Dies erlaubt auf überraschend einfache Weise eine Höhenanpassung des Stellfußes durchzuführen, wenn stufenförmige Bodenabschnitte den Zugang mit einem Werkzeug zu einem in der Nähe des Fußtellers angeordneten Betätigungselements erschweren oder gar unmöglich machen.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Betätigungselement an einem zweitem, dem ersten Ende abgewandtem Ende des Stellfußes angeordnet ist. Dabei kann das Betätigungselement direkt ohne Zwischenschaltung von getriebeähnlichen Kraftübertragungselementen auf den Stellfuß wirken. Alternativ können bspw. Zahnräder aufweisende Getriebemittel vorgesehen sein, die eine Kraftübertragung bewirken und zusätzlich den erforderlichen Kraftaufwand reduzieren.
Das Betätigungselement kann bspw. über kraftübertragende Getriebemittel auf den Stellfuß wirken, d.h. Betätigungselement und Stellfuß sind als separate Bauteile ausgebildet. Vorzugsweise jedoch ist vorgesehen, dass das Betätigungselement an dem zweiten Ende des Stellfußes angeformt, ist. Alternativ können der Stellfuß und das
Betätigungselement ein Bauteil bildend zusammengefügt werden. Somit ist eine direkt, getriebemittelfreie Kraftübertragung von dem Betätigungselement zum dem Stellfuß gegeben.
Vorzugsweise weist das Betätigungselement eine Ausnehmung zur formschlüssigen Aufnahme eines Werkzeugs auf, die bspw. zur Betätigung mittels eines Imbusschlüssels ausgebildet ist.
Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Fußfläche als Fußsteller ausgebildet ist. Dabei erstreckt sich der Fußteller in radialer Richtung über die Abmessungen der übrigen Abschnitte des Stellfußes, so dass eine besonders große Stellfläche gegeben ist.
Vorzugsweise ist hausgeräteseitig ein Gewindeabschnitt, insbesondere ein Innengewindeabschnitt vorgesehen, und der Stellfuß einen mit dem hausgeräteseitigen Gewindeanschnitt zusammenwirkenden Gewindeabschnitt, insbesondere einen Außengewindeabschnitt, auf. Durch die Ausbildung als zusammenwirkendes Gewinde wird eine Selbsthemmungswirkung bereitgestellt, die ein ungewolltes Verstellen durch die Gewichtskraft des Haushaltsgeräts oder durch während des Betriebs des Haushaltsgeräts auftretende Schwingungen oder Vibrationen zuverlässig verhindert.
Es ist ferner vorzugsweise vorgesehen, dass das Betätigungselement einen Außendurchmesser aufweist, der kleiner ist als der Innendurchmesser des Innengewindeabschnitts. Dies erlaubt ein Einschrauben, bei dem sich das Betätigungselement in Einschraubrichtung an der Spitze befindet.
Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass der Gewindeabschnitt des Stellfußes in Richtung der Verstellachse zwischen dem Fußteller und dem zweiten Ende des Stellfußes angeordnet ist. Dies ergibt einen besonders einfachen Aufbau.
Vorzugsweise ist wenigstens eine Höhenverstelleinrichtung mit wenigstens einem höhenverstellbaren Stellfuß an einer Vorderseite des Haushaltsgeräts angeordnet. Dabei handelt es sich im Fall eines Haushaltseinbaugeräts um die einer Bedienperson zugänglichen Frontseite. Zur Höhenverstellung an der Rückseite angeordneter Stellfüße können bspw. Getriebestangen aufweisende Einrichtungen vorgesehen sein.
Es ist ferner vorzugsweise vorgesehen, dass das Haushaltsgerät für jedes Betätigungselement eine Zugangsöffnung aufweist zum in Eingriff bringen eines
Werkzeugs durch eine Fügebewegung entlang der Verstellachse, so dass eine bequeme Erreichbarkeit der Betätigungselemente gegeben ist.
Es ist ferner vorzugsweise vorgesehen, dass das Verstellmittel durch eine Drehbewegung um die Verstelllachse eine Höhenverstellung des Stellfußes bewirkt. Es können hierfür zusammenwirkende Gewindemittel oder andere Getriebemittel vorgesehen sein.
Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Betätigungselement um eine Betätigungsachse drehbar angeordnet ist, so dass sich ein besonders einfacher Aufbau ergibt.
Der Aufbau vereinfacht sich weiter, wenn gemäß einer bevorzugten Ausführungsform die Verstellachse und die Betätigungsachse parallel zueinander verlaufen.
Eine weitere Vereichfachung ergibt sich, wenn in einer bevorzugten Ausführungsform die Verstellachse und die Betätigungsachse zusammenfallen.
Schließlich gehört zur Erfindung ein Stellfuß für ein erfindungsgemäßes Haushaltsgerät.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine perspektivische Darstellung einer Geschirrspülmaschine mit einer erfindungsgemäßen Höhenverstellvorrichtung,
Fig. 2 schematisch eine die erfindungsgemäße Höhenverstellvorrichtung aufweisende
Bodenwanne der Geschirrspülmaschine nach Fig. 1 mit mittels einer Sichtblende abgedeckter Höhenverstellvorrichtung,
Fig. 3 eine Darstellung entsprechend der Fig. 2 mit strichliert dargestellter erfindungsgemäßer Höhenverstellvorrichtung,
Fig. 4 die erfindungsgemäße Höhenverstellvorrichtung mit abgenommener Sichtblende,
Fig. 5 eine schematische, vergrößerte Detailansicht einer bodenwannenseitigen Befestigungskonsole mit eingeschraubten Stellfuß als Höhenverstellvorrichtung,
Fig. 6 schematisch eine gegenüber der Fig. 5 um 90° gedrehte Detailansicht, und
Fig. 7 schematisch eine vergrößerte Detailansicht des erfindungsgemäßen Stellfußes.
In der Fig. 1 als Ausführungsbeispiel für ein Haushaltsgerät eine Geschirrspülmaschine 1 dargestellt, die im Bereich ihrer eine Gerätetür 2 aufweisenden Sichtseite 3 im unteren linken Eckbereich 3 sowie im rechten unteren Eckbereich 4 jeweils einen hier nicht sichtbaren Stellfuß 5 aufweist, die eine Höhenverstellvorrichtung 6 für die Geschirrspülmaschine 1 ausbilden und mittels der bzw. mittels denen die Geschirrspülmaschine 1 im Rahmen der Installation bezüglich der Höhe justiert und damit eine Höhenfeineinstellung vorgenommen werden kann, z. B. zum Ausgleich von Bodenunebenheiten. Die beiden Stellfüße 5, sind durch eine geräteseitige Sichtblende 7 abgedeckt, die, wie dies insbesondere aus den Fig. 2 bis 4 ersichtlich ist, Langlöcher 8 aufweist, die mit Schraublöchern 9 von eckseitigen Befestigungskonsolen 10 fluchten, die wiederum an einer den Geräteboden der Geschirrspülmaschine 1 bildenden Bodenwanne 11 aus bevorzugt Kunststoff angeordnet, insbesondere angeformt sind. Sobald die Langlöcher 8 in ihre fluchtende Verbindung mit den Schraublöchern 9 gebracht worden sind, wobei durch die Langlochausgestaltung ein gegebenenfalls herstellungsbedingter Toleranzausgleich möglich ist, kann die Sichtblende 7 durch Einschrauben von hier nicht dargestellten Befestigungsschrauben an den beiden eckseitigen Befestigungskonsolen 10 fixiert werden, so dass, wie in der Fig. 1 und in der Fig. 2 dargestellt, die beiden Befestigungskonsolen 10 mit einer als Dekorblende fungierenden, optisch ansprechenden Sichtblende 7 abgedeckt sind. Die Montage der Sichtblende 7 erfolgt im Rahmen der Installation der Geschirrspülmaschine 1 erst ganz am Ende des Installations- bzw. Montageprozesses, wobei zudem hier angemerkt werden soll, dass die Langlochgestaltung übertrieben dargestellt ist und gegebenenfalls auch durch andere Mittel oder Maßnahmen in weniger auffälliger Weise realisiert werden kann. Insbesondere ist an Stelle einer Schraubverbindung auch eine Clipverbindung, insbesondere eine Rastclipverbindung denkbar und möglich.
Wie dies insbesondere der Fig. 4 in Verbindung mit der Fig. 5 und auch mit der Fig. 6 zu entnehmen ist, sind die Stellfüße 5 jeweils in einen ein Widerlager ausbildenden Innengewindebereich 12 der Befestigungskonsolen 10 eingeschraubt, wozu die Stellfüße 5 mit einem Gewindeschaft 13 mit einem sich hier beispielhaft über die gesamte Gewindeschaftlänge erstreckenden Außengewinde 14 versehen sind, wie dies insbesondere auch aus der Fig. 7 zu entnehmen ist, die einen erfindungsgemäßen Stellfuß 5 in Alleinstellung zeigt.
Wie dies insbesondere der Fig. 6 zu entnehmen ist, weist der Innengewindebereich 12 einen im Wesentlichen senkrecht zur Verstellachse 15 und damit senkrecht zur Stellfuß- Erstreckungsrichtung liegende Schrauböffnung 16 auf, in die zur Fixierung des Stellfußes 5 in einer eingestellten Stellfußposition eine hier nicht dargestellte Fixierschraube eingeschraubt werden kann.
Wie dies insbesondere aus den Fig. 5 bis 7 ersichtlich ist, weist der erfindungsgemäße Stellfuß 5 in einem der durch einen Fußteller 17 gebildeten Aufstandsfläche des Stellfußes 5 gegenüberliegenden, freien Stellfußende einen stirnseitigen Befestigungselement 18 auf, der hier beispielhaft durch eine in der Stirnseite 19 ausgebildete Imbusausnehmung 20, hier lediglich beispielhaft eine Sechskant- Ausnehmung, gebildet ist.
Wie dies insbesondere der Fig. 5 entnommen werden kann, liegt dieses Befestigungselement 18 in jedem Fall in einem vorgegebenen Abstand oberhalb eines vorgegebenen Referenzpunktes bzw. einer vorgegebenen Referenzfläche, die z. B. vom Montageboden 21 bzw. von der Stellfuß-Aufstandsfläche 22 gebildet sein kann, wie dies in der Fig. 5 mit dem Abstand a eingezeichnet ist. Grundsätzlich kann dieser Abstand auch anders vorgegeben sein, z. B. kleiner und dergestalt, dass z. B. der Befestigungselement in einem oberhalb des Innengewindebereichs 12 liegenden Gewindeschaftbereich liegt. Wie dies der Fig. 5 weiter entnommen werden kann, können als Referenzflächen aber auch die Oberseite eines auf den Montageboden 21 aufgebrachten und unmittelbar an den Stellfuß 5 bzw. die Befestigungskonsole 10 angrenzenden Bodenbelages 23 vorgegeben sein, so dass der Befestigungselement 18 einen Abstand b von diesem Bodenbelag 23 als Referenzfläche aufweist. Besonders bevorzugt ist als Referenzfläche der Innengewindebereich 12 vorgesehen, so dass der
Befestigungselement 18 in Stellfuß-Längserstreckungsrichtung gesehen oberhalb des Innengewindebereichs 12 liegt. Im hier vorgegebenen Beispielfall der Fig. 5 beträgt der Abstand des Befestigungselementes 18 von der Oberseite des Innengewindebereichs c.
Wie dies der Fig. 5 weiter sehr gut entnommen werden kann, kann ein entsprechender Sechskant-Imbusschlüssel 24 bei abgenommener Sichtblende 7 einfachst von oben her in die frei zugängliche Imbusausnehmung 20 formschlüssig eingesetzt werden und dann entsprechend durch Verdrehen des Stellfußes eine exakte, einfache Höhenjustierung der Geschirrspülmaschine 1 und damit eine Höhenverstellung des Stellfußes 5 relativ zur Befestigungskonsole 10 bzw. zum haushaltsgeräteseitigen, ortsfesten Innengewindebereich 12 vorgenommen werden. Durch den stirnseitigen Befestigungselement 18 ist dabei sichergestellt, dass diese Höhenverstellung auch mit weniger Krafteinsatz durchgeführt werden kann als dies bei fußtellerseitigen Werkzeugansätzen 25 der Fall ist, die hier beim beispielhaft dargestellten Stellfuß 5 ebenfalls noch vorhanden sind. Insbesondere aus der Fig. 5 ist auch sehr gut zu entnehmen, dass diese fußtellerseitigen Werkzeugansätze 25 im Falle einer hier dargestellten Montagesituation mit Bodenbelag 23, der an die Stellfüße 5 angrenzt, mittels eines z. B. Schraubendrehers nur schwer zugänglich sind, wobei ein erheblicher Kraftaufwand erforderlich ist, um dann über diese Werkzeugansätze 25 eine Höhenverstellung des Stellfußes 5 vorzunehmen. Diese Werkzeugansätze 25 können dementsprechend grundsätzlich eingespart werden.
Um sicherzustellen, dass der Imbusschlüssel 24 über eine relativ lange Wegstrecke verdreht werden kann, ist die Befestigungskonsole 10 im oberen Bereich mit einer Abschrägung 26 versehen, wie dies insbesondere aus der Fig. 5 ersichtlich ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Geschirrspülmaschine
2 Gerätetür
3 linker Eckbereich
4 rechter Eckbereich
5 Stellfuß
6 Höhenverstellvorrichtung
7 Sichtblende
8 Langlöcher
9 Schraublöcher
10 Befestigungskonsolen
11 Bodenwanne
12 Innengewindebereich
13 Gewindeschaft
14 Außengewinde
15 Verstellachse
16 Schrauböffnung
17 Fußteller
18 Befestigungselement
19 Stirnseite
20 Imbusausnehmung
21 Montageboden
22 Stellfuß-Aufstandsfläche
23 Bodenbelag
24 Imbusschlüssel
25 Befestigungselement
26 Abschrägung