Haushaltsgerätetür und zugehöriges Bedienmodul
Die Erfindung betrifft ein Bedienmodul für eine Tür eines Haushaltsgeräts, insbesondere eines Gargeräts, eine entsprechende Haushaltsgerätetür sowie ein Haushaltsgerät mit der Tür.
Aus DE 297 22 024 Ul ist eine schaltbare Glastür für Haushaltsgeräte bekannt, bei der eine 'Glastastatur' auf oder in die Glastür integriert ist. Dabei ist das Bedienfeld die transparente Glastür selbst. Die Glastastatur kann ein LCD- Display oder einen Monitor umfassen. Eine Bedienblende kann entfallen. Die zur Bedieneinheit notwendige Auswerteelektronik ist in einem temperaturreduzierten, isolierten Bereich des Backofens angebracht. Nachteilig hierbei ist die vergleichsweise aufwendige Herstellung und Reparaturmöglichkeit. Zudem ist die Bedienbarkeit durch die Elektronik insbesondere für Nutzer mit schlechter Sicht oder eingeschränkter Haptik- fähigkeit nachteilig. Auch ist insbesondere die Langlebigkeit der elektrischen und Dünnfilm-Komponenten nicht garantiert.
Aus DE 299 19 792 Ul sind ebenfalls Druckschaltelemente bekannt, deren Bedienoberfläche aus einer Glasscheibe gebildet werden .
Aus DE 30 37 277 Al ist ein Mikrowellenherd bekannt, bei dem mit der Hand bedienbare, elektrisch steuerbare Betriebseinrichtungen an der Tür angebracht sind. Offenbart sind dazu hinter einer vorderen Fläche einer Tür befindliche Tastenfelder, die sich gemäß dieser Vorrichtung vorteilhafterweise bis vor die Ofenraumöffnung erstrecken können. Da die Tür die gesamte Vorderfront einnimmt, kann eine eigene Bedienblende entfallen .
Aus DE 38 29 913 Al ist ein Mikrowellenofen bekannt, bei dem Schalt-, Einstell- und / oder Anzeigemittel in die Garraumtür eingebaut sind, und zwar hinter einer vorderen Sichtwand.
DE 201 03 517 Ul beschreibt ein Gargerät mit funktionalisier- ter Gargerätetür, bei der Kontakte in Form von Folien auf die Tür appliziert werden und insbesondere Anzeigen auf die zumindest teilweise durchsichtige Tür projizierbar sind, z. B. wie bei einem sog. Head-Up Display. Das Anzeige- und / oder Bedienelement kann auch lösbar an der Gargerätetür angebracht sein .
Aus WO 97/26486 ist eine Backofentür mit in einen Griff integrierte Bedienelemente bekannt.
Aus EP 1 120 606 A2 ist eine Gargerätetür bekannt, die in ihrer Tür verteilt Bedienschalter und Anzeigefelder aufweist, die flächig mit der Vorderseite abschließen. Dies ist vergleichsweise aufwendig herzustellen und zu verdrahten.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit zur einfachen und preiswerten Herstellung sowie zum einfachem Einbau und zu leichter Wartung von Bedienelementen bereitzustellen.
Die Aufgabe wird durch Bedienmodule nach den Ansprüchen 1 o- der 2, eine Haushaltsgerätetür nach Anspruch 10 und ein Haushaltsgerät nach Anspruch 18 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind insbesondere den Unteransprüchen einzeln oder in Kombination entnehmbar.
Ein Bedienmodul weist mindestens ein darin aufgenommenes Bedienelement, d. h., ein Schaltelement und / oder ein Anzeige-
element, auf und ist von Außen zumindest teilweise in eine Aussparung einer Gargerätetür einsetzbar.
Dieses Bedienmodul weist gegenüber den (aus Sicht des Haushaltgeräts) am oder im Türinneren aufgebrachten Bedienelementen den Vorteil auf, dass eine Dicke der Tür verringert werden kann, weil ein Teil des Bedienmoduls außen hervorstehen bleiben kann. Auch ist gegenüber solchen bekannten Bedienelementen eine größere Variation von Schaltern und Schalterausgestaltungen möglich; insbesondere gegenüber Hinterglasschaltern können auch andere - besser bedienbare - Schalter verwendet werden, wie Knebel, Kippschalter und so weiter. Gegenüber von Innen aufgebrachten Schaltern, die durch die Außenseite bzw. Vorderfront der Tür durchgeführt werden, ergibt sich der besondere Vorteil, dass der äußere Bedienteil des Bedienmoduls nicht genau an die Größe der Aussparung ange- passt werden muss, sondern davon entkoppelt werden kann. Gegenüber auf der Tür aufgebrachten Steuereinheiten ergibt sich der Vorteil einer zuverlässigeren Befestigung, z. B. durch Festklemmen an oder Feststecken in der Tür, einer weniger hervorstehenden Bauweise und eines einfacheren Anschlusses an andere Gerätekomponenten, z. B. eine Stromversorgung.
Diese Vorteile gelten insbesondere, falls das Bedienmodul mehr als ein Bedienelement umfasst, wobei sich dann der weitere Vorteil einer vereinfachten Herstellung, eines vereinfachten Einbaus und einer leichteren Reparatur ergibt.
Ein Bedienmodul kann dabei eine umgrenzte Bau- oder Funktionsgruppe sein, die einen Teil eines Ganzen bildet und geändert oder ausgetauscht werden kann, ohne dass Eingriffe oder Veränderungen im übrigen System erforderlich werden (c.f. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim;
Spektrum Akademischer Verlag GmbH, Heidelberg, 2003) ; dies kann gunstigerweise ein von der Haushaltsgeratetur separierbares Gehäuse mit zumindest dem / den darin eingebauten Bedienelement / Bedienelementen sein.
Ein anderes Bedienmodul, das die Aufgabe lost, weist zumindest zwei Bedienelemente auf, das zumindest teilweise in eine Aussparung einer Gargeratetur einsetzbar ist.
Dieses Bedienmodul weisen gegenüber verteilten, einzelnen Bedienelementen den Vorteil auf, dass es weniger und einfachere Einbauschritte benotigt und einfacher austauschbar ist. Gegenüber hinter der Turfront angeordneten Elementen ergibt sich der Vorteil einer möglichen geringeren Einbauhohe der Tur selbst, da das Gehäuse nach Außen hervorstehen kann; zudem ist eine größere Vielfalt an Schaltelementen (Knebel, Kippschalter) möglich, die auch besser bedienbar sein können. Gegenüber auf der Tur aufgebrachten Steuereinheiten ergibt sich der Vorteil einer zuverlässigeren Befestigung, z. B. durch Festklemmen an der Tur, einer weniger hervorstehenden Bauweise und eines einfacheren Anschlusses an andere Geratekomponenten, z. B. eine Stromversorgung.
Das Bedienmodul kann gunstigerweise außer Bedienelementen, d. h., Schaltelementen (Schalter, Knebel, Tasten, Schieber usw.) und / oder Anzeigeelementen (LED-Anzeigen, alphanumerische Anzeigen wie LCD-Vollpixelfelder usw.), auch eine zugehörige Elektrik und / oder Elektronik aufweisen sowie geeignete Kommunikationsmittel zur Datenübertragung mit anderen Komponenten, z. B. Kabel, Kabelanschlüsse, Auswerte- und / oder Steuerelektronik, drahtlose Ubertragungsgerate oder ahnliches.
Zur Reduzierung einer Wärmeaufnahme aus der Tür bzw. einem Innenraum des Haushaltsgeräte - z. B. einem Garraum - weist das jeweilige Bedienmodul vorteilhafterweise einen (aus Sicht des Haushaltsgeräts) nach Außen hervorstehenden Teil auf, der nach Einbau in die Tür von der Türoberfläche nach Außen hervorsteht, als auch einen in die Aussparung einsetzbaren Teil. Dadurch kann auch eine Dicke bzw. Einbautiefe der Tür verringert werden und es kann eine verbesserte Bedienbarkeit erreicht werden.
Dabei ist es günstig, wenn der einsetzbare Teil des Bedienmoduls insbesondere elektrische und / oder elektronische Komponenten aufnimmt, während der nach Außen hervorstehende Teil insbesondere die Bedienelemente umfasst. Durch eine solche Anordnung ist es möglich, ein großes Bedienfeld bereitzustellen, das auch seitlich (nach oben, unten, links und / oder rechts in Draufsicht auf die Tür) über die Aussparung herausragend kann, während die Aussparung selbst wärmedämmend günstig klein gehalten werden kann.
Ein Vorsehen eines (in Aufsicht auf die Tür) seitlich über die Aussparung bzw. den in die Aussparung einsetzbaren Teil des Bedienmoduls herausragenden Teil des Bedienmoduls kann aus Gründen einer Wärmeableitung und besseren Bedienbarkeit allgemein vorteilhaft sein.
Aus Gründen der Abdichtung des Türinneren gegen die Umgebung ist es vorteilhaft, wenn der seitlich (d. h., linksseitig, rechtsseitig, nach oben und / oder nach unten) über die Aussparung herausragende Teil auf einer vorderen Türblende, z. B. einer äußeren bzw. Frontscheibe, der Haushaltsgerätetür aufsetzbar ist, insbesondere mit einer Dichtung.
Zur weiteren Abdichtung eines Seitenrands der Gerätetür, insbesondere mit seitlich offenen Aussparungen, ist es vorteilhaft, wenn das Bedienmodul eine Abdeckplatte aufweist, die zum Abdecken mindestens eines Teil, vorzugsweise des durch die Aussparung geöffneten Teils, eines Seitenrands der Haushaltsgerätetür aufsetzbar ist. Dabei ist es ferner günstig, wenn im Bereich der Abdeckplatte eine Dichtung zum Seitenrand der Gerätetür vorhanden ist.
Es kann, z. B. zum einfacheren Austausch und zur besseren Befestigung des Bedienmoduls, vorteilhaft sein, wenn die Abdeckplatte in seitlicher Richtung über den an sie grenzenden Bereich des (oberen, unteren, linken und / oder rechten) Seitenrandes hervorsteht.
Das oben gesagte gilt insbesondere für Türen, die eine Seite des Haushaltsgeräts ohne Verwendung einer Bedienblende abdecken. Die Optimierung der Wärmedämmung ist besonders günstig für Türen mit - ggf. bis auf einen schmalen Rahmen - vollverglaster Oberfläche..
Zur Optimierung der Funktion des Bedienmoduls ist es günstig, wenn die überwiegende Zahl der Bedienelemente, insbesondere sämtliche Bedienelemente, in einem einzigen Bedienmodul untergebracht sind. Dann bedarf es lediglich einer einzigen Aussparung in der Tür und damit nur eines Einsetz- und Befestigungsvorgangs. Auch eine Reparatur wird durch Austausch des gesamten Bedienmoduls günstiger.
Die Aufgabe wird auch durch eine Haushaltsgerätetür, insbesondere eine Gargerätetür, speziell eine Ofentür, mit mindestens einer Aussparung zur Aufnahme jeweils mindestens eines der oben beschriebenen Bedienmodule gelöst, in die ein Be-
dienmodul eingesetzt werden kann. Die Tur kann insbesondere eine Tur für Gargerate sein, insbesondere für Ofen.
Es ist es vorteilhaft, wenn das Bedienmodul teilweise in die Aussparung der Tur eingesetzt ist und teilweise nach Außen hervorsteht. Gunstigerweise nimmt der einsetzbare Teil des Bedienmoduls insbesondere elektrische und / oder elektronische Komponenten auf, wahrend der nach Außen hervorstehende Teil insbesondere die Bedienelemente umfasst.
Die Aussparung kann je nach Bedarf verschieden tief in die Haushaltsgeratetur eingebracht sein. Um die Auswirkung einer Aussparung auf eine Geratetur zu minimieren, braucht nur die vordere Turblende, z. B. die Frontscheibe, mit der Aussparung versehen werden. Je nach Anforderung, z. B. dem inneren Aufbau der Tur, der Ausgestaltung des Bedienmoduls oder Kuh- lungsanforderungen, kann die Aussparung auch durch weitere Turelemente, z. B. weitere Turscheiben, Trennwände oder Isolierbereiche, gefuhrt werden. Dabei ist es auch möglich, dass die Aussparung durch die ganze Geratetur hindurchgefuhrt wird, so dass das Bedienmodul mit seinem in die Aussparung einsetzbaren Teil durch die Tur hindurchgesteckt werden kann.
Die Aussparung kann beispielsweise einen seitlich offenen Ausschnitt zumindest der vorderen Turblende umfassen bzw. darstellen; dies ist vorteilhaft zur einfacheren Montage. Alternativ kann die Aussparung von Material zumindest der Frontblende allseitig umgeben sein. Die Aussparung kann auch seitlich zweiseitig offen sein. Es ist auch möglich, dass die Aussparung in verschiedenen Lagen der Tur unterschiedlich geformt ist, z. B. als seitlich offene Aussparung in der Vorderscheibe und als umschlossene Aussparung in einer dahinter- liegenden Scheibe.
Der nach Außen hervorstehende Teil kann auch seitlich in beliebiger Richtung (d.h., linksseitig, rechtsseitig, nach oben und / oder nach unten) über den in die Aussparung einzusetzenden Teil hinausgehen.
Besonders vorteilhaft - insbesondere für einen Garraum verschließende Türen - ist es, wenn das Bedienmodul in einen Bereich, im folgenden als Bedienmodulaufnahmebereich bezeichnet, einsetzbar ist, der von einem dem Garraum direkt gegenüberliegenden Teil der Tür thermisch getrennt ist.
Die thermische Trennung kann beispielsweise durch Trennwände wie Bleche, Folien, Isoliermaterial und so weiter geschehen. Alternativ kann im Bereich zwischen dem Bedienmodulaufnahmebereich und dem dem Geräteinnenraum gegenüberliegenden Bereich der Gerätetür mindestens eine Entlüftungsöffnung in dem dem Geräteinnenraum gegenüberliegenden Bereich eingebracht sein, so dass dort warme Luft abgeleitet werden kann und sich nicht am Bedienmodulaufnahmebereich staut. Insbesondere vorteilhaft ist dies bei Türen mit Belüftung des Türinnenraums. Es ist zur thermischen Isolierung weiterhin vorteilhaft, wenn der Bedienmodulaufnahmebereich direkt oder indirekt belüftbar ist, speziell mit Kühlluft.
Es ist zur effektiven Belüftung, insbesondere unter Trennung der Bereiche für Kühllufteinlass und Abluftauslass vorteilhaft, wenn der belüftbare Bedienmodulaufnahmebereich dem Abluftauslass entfernt angeordnet ist, beispielsweise an einer gegenüberliegenden Seite des Haushaltsgeräts, z. B. so, dass der Bedienmodulaufnahmebereich oberhalb des Garraums und der Abluftauslass unterhalb des Garraums angeordnet ist, oder umgekehrt. Es ist dazu auch günstig, wenn zumindest einige Lufteinlassöffnungen seitlich an der Tür angeordnet sind.
Es kann auch günstig sein, wenn die Tür eine Vollglasfront aufweist, in welche die Einsparung eingebracht ist. Insbesondere bei einer Vollglastür ist es günstig, wenn der Türgriff seitlich in der Tür integriert ist.
Die Aufgabe wird auch durch ein Haushaltsgerät, insbesondere ein Gargerät, gelöst, das eine oben beschriebene Tür mit mindestens einem zum Einsatz geeigneten oben beschriebenen Bedienmodul aufweist. Dies gilt insbesondere für Haushaltsgeräte ohne separate Bedienblende.
In den folgenden Figuren wird die Erfindung durch schematische Ausführungsbeispiele beschrieben. Diese Ausführungsbeispiele beschränken die Erfindung nicht, welche durch den Umfang der Ansprüche bestimmt wird. Gleiche Teile werden durchgängig durch gleiche Bezugsziffern gekennzeichnet.
Figur 1 zeigt skizzenhaft in Schrägsicht von Außen einen eingebauten Backofen mit Bedienmodul;
Figur 2 zeigt schematisch als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen weiteren Backofen mit Bedienmodul;
Figur 3 zeigt die Vorderseite des Bedienmoduls aus den Fig. 1 und 2 in Schrägansicht;
Figur 4 zeigt die Hinterseite des Bedienmoduls aus den Fig. 1 bis 3 in Schrägansicht;
Figur 5 zeigt das Bedienmodul aus den Fig. 1 bis 4 als Schnittdarstellung in Seitenansicht;
Figur 6 zeigt die Vorderseite einer Bedienelemente in Schrägansicht;
Figur 7 zeigt schematisch als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen weiteren Backofen mit Bedienmodul;
Figur 8 zeigt schematisch in Draufsicht auf die Vorderseite mehrere Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Backofentür.
In Fig. 1 ist eine Backofentür 1 eines Backofens gezeigt, in die ein Bedienmodul 2 eingesetzt ist. Die Backofentür 1 bedeckt die Vorderseite des Backofens vollständig, so dass dieser keine separate Bedienblende aufweisen muss. Die Backofentür 1 weist an ihrer Außenseite bzw. Vorderseite eine nur von einem schmalen Metallrahmen 3 gehaltene vollflächige äußere Glasscheibe 4 auf. Zur Wärmedämmung weist die Backofentür 1 weiterhin eine innere Glasscheibe 5 auf, wodurch zwischen den Scheiben 4, 5 ein Türinnenraum gebildet wird. Es können noch weitere Glasscheiben parallel dazu vorhanden sein. In diesem Türinnenraum ist eine Blende 6 eingesetzt, die unter anderem als Sichtschutz und zur Luftströmungsleitung dient. Durch einen Ausschnitt 7 in der Blende 6 wird ein Sichtfenster definiert. In der Blende 6 sind im unteren Teil Belüftungsschlitze 8 zur Frischluftzufuhr eingebracht. Die oberen Entlüftungsschlitze sind hier nicht dargestellt. Die Backofentür 1 ist durch den Griff 9 seitlich offen- und verschließbar.
Fig. 2 zeigt einen Backofen 10 mit einem zu Fig. 1 gleichen und gleichpositionierten Bedienmodul 2 in vertikalem Schnitt durch das Bedienmodul 2. Der Garraum 11 des Ofens 10 wird durch eine nach vorne offene Muffel 12 begrenzt, die von einer Isolierschicht 13 bedeckt ist. Zwischen der Isolierschicht 13 und einer äußeren Ofenblende 14 befindet sich ein
Stromungsraum 15, durch den Luft strömen kann, und zwar vorzugsweise im wesentlichen bewegt durch einen Lufter 16 in Form eines Querstromlufters . In den Kuhlluftkreislauf einbezogen ist die Ofentür 1, insbesondere dadurch, dass in diesem Ausfuhrungsbeispiel die Ofentür 1 durch seitliche Offnungen mit Frischluft belüftet werden kann, wie schematisch durch die Pfeile Pl angedeutet. Die so in den beluftbaren Turinnen- raum 17 einströmende Frischluft wird aufgeheizt und strömt durch Warmekonvektion und ggf. mittels eines Ansaugens durch den Lufter 16 nach oben, wie durch die Pfeile P2 angedeutet. Im oberen Bereich der Gargeratetur 1 befinden sich Turentluf- tungsschlitze 18, durch welche die dann aufgewärmte Luft die Gargeratetur 1 verlasst. Durch den Lufter 16 angesaugt, umströmt die Luft dann weiter im Stromungsraum 15 den Garraum 11 umlaufend (wie durch die Pfeile P3 angedeutet) , bis sie den Ofen 10 durch untere Ofenentluftungsoffnungen 19 verlasst. Die zugehörigen Heizelemente usw. sind zur besseren Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
In diesem Ausfuhrungsbeispiel befindet sich in der Gargeratebzw. Ofentür 1 oberhalb des Garraums 11 und der Turentluf- tungsoffnungen 18 ein Bedienmodulaufnahmebereich 20, in dem in eine Aussparung ein hinterer Teil des Bedienmoduls 2 eingesetzt ist. Der Bedienmodulaufnahmebereich 20 ist von dem dem Garraum 11 gegenüberliegenden Bereich 21 der Gargeratetur 1 durch eine Leiste 22 abgetrennt und dadurch thermisch zumindest teilweise getrennt bzw. abgekoppelt. Dadurch ist der Bedienmodulaufnahmebereich 20 vergleichsweise kuhler als der dem Garraum 11 gegenüberliegend angeordnete Bereich 21.
Der Bedienmodulaufnahmebereich 20 wird gegenüber dem dem Garraum 11 gegenüberliegenden Turbereich 21 bzw. Turinneren 17 weiterhin dadurch kuhler gehalten und thermisch getrennt,
dass die Warmluft, wie durch die Pfeile P2 angedeutet, aus dem Bereich am Bedienmodulaufnahmebereich 20 durch die Türentlüftungsöffnung (en) 18 abgeführt wird.
Zusätzlich ist zur weiteren thermischen Abtrennung bzw. Abkopplung und damit relativen Kühlung des Bedienmodulaufnahme- bereichs 20 an dessen Rückseite in der Oberseite der Gargerätetür 1 mindestens eine Belüftungsöffnung 23 vorhanden, die zum Strömungsraum 15 führt. Durch die durch diese Belüftungsöffnung 23 in den Strömungsraum 15 strömende Umgebungsluft bewirkt, dass der Bedienmodulaufnahmebereich 20 und damit das Bedienmodul 2 von hinten weiter gekühlt werden und gleichzeitig die Lufttemperatur im Strömungsraum 15 sinkt.
Die hier gezeigte Anordnung hat zudem den Vorteil, dass die Lufteinlassöffnungen insbesondere seitlich in der Tür 1 und oben hinter der Gargerätetür 1 räumlich von den Ofenauslassöffnungen 19 getrennt sind, so dass erstens die Frischluft ausreichend kühl ist und zweitens keine aus einer Wrasenöff- nung 24 aus dem Garraum 11 austretende Wrasen in den Lüftungskreislauf gelangen können, was ansonsten zu einer nur schwer zu reinigenden Verschmutzung des Türinnenraums 17 führen könnte .
Das Bedienmodul 2 weist einen in eine oben offene Aussparung der vorderen Glasfront eingesetzten Teil 25 und einen nach außen bzw. nach vorne vorstehenden Teil 26 auf, welcher zudem seitlich nach unten über die Aussparung hinausgeht. Auf dem äußerlich hervorstehenden Teil 26 sind hier nicht gezeigte Bedienelemente vorhanden.
Fig. 3 zeigt das Bedienmodul 2 aus den Fig. 1 und 2 genauer von schräg vorne. Das Bedienmodul 2 umfasst in einem gemein-
samen Gehäuse 33 eine Anzeigeneinheit in Form eines pixelgesteuerten LCD-Displays 27, an dem seitlich jeweils drei berührungsempfindliche Tasten 28 angebracht sind. Das LCD- Display 27 und die Tasten 28 werden von einer gemeinsamen KunststoffScheibe 31 abgedeckt. Seitlich unterhalb des LCD- Displays 27 befinden sich als weitere Schalter zwei Drehknebel 29. Die Knebel 29 befinden sich auch seitlich unterhalb des in die Aussparung einzusetzenden Bereichs 25 auf dem äußerlich hervorstehenden Teil 26. An oberen Rand weist das Bedienmodul 2 eine obere Deckplatte 48 auf.
Fig. 4 zeigt das Bedienmodul 2 auf den Fig. 1 bis 3 von schräg hinten. Der in die Aussparung einzusetzende Teil 25 zeigt hier als Elektronikausnahmebereich 50 elektrische Anschlüsse 30. Gut sichtbar ist eine den hinteren Randbereich umlaufende Dichtung 51. Im Bereich der Drehschalter 29 liegt die Dichtung 51 auf der vorderen Türfront auf und dichtet das Türinnere und das Bedienmodul 2 gegen die Umgebung ab. Im o- beren, hinteren Randbereich, der hier durch die obere Deckplatte 48 verdeckt ist, läuft die Dichtung 51 kurz unterhalb der Deckplatte 48, wie auch weiter unten in Fig. 5 gezeigt.
Das Bedienmodul 2 weist zur Befestigung an der Gerätetür 1 unter anderem zwei mit dem Gehäuse 33 integral verbundene Gewinde 49 auf, in die Befestigungsschrauben (nicht gezeigt) o. ä. einschraubbar sind.
Fig. 5 zeigt das Bedienmodul 2 der Fig. 1 bis 4 seitlich in Schnittdarstellung entlang der Linie I-I aus Fig. 3, eingebaut in eine Gargerätetür 1. Man erkennt den hervorstehenden Bereich 26, wie durch den nach rechts deutenden Pfeil angedeutet, sowie den in eine Aussparung 54 der äußeren Scheibe 4 einsetzbaren Teil 25, wie durch den nach links weisenden
Pfeil angedeutet. Der hervorstehende Teil 26 umfasst die Bedienelemente wie die Knebel 29, das hinter einer Kunststoffschutzscheibe 31 angebrachte LCD-Display 27 sowie die berührungsempfindlichen Tasten (nicht dargestellt) , welche alle in einem gemeinsamen Gehäuse 33 untergebracht sind. Der in die Aussparung 54 einsetzbare Teil 25 umfasst eine Elektronik 32 zum Auswerten der Signale der Bedienelemente 29; dort auch vorhanden ist ein von der Elektronik 32 angesteuerter Lautsprecher 34, beispielsweise zur Erzeugung von Klickgeräuschen beim Drehen der Knebel 29.
Gut zu erkennen ist, dass der zum außen hervorstehenden Teil 26 des Bedienmoduls 2 gehörige seitlich nach unten über die Aussparung 54 hervorstehende Teil 53, der durch den zugehörigen Pfeil angedeutet ist, mit der Dichtung 51 auf der äußeren Scheibe 4 aufliegt. Die Drehschalter 29 liegen somit ebenfalls auf der vorderen Türfront, ggf. mit einem geringen Abstand, auf.
Auch erkennt man, dass die obere Abdeckplatte 48 einen Teil des Seitenrands der Gargerätetür 1 abdeckt und auch mittels der Dichtung 51 abdichtet. Die Abdeckplatte 48 steht nach o- ben über den angrenzenden oberen Seitenrand der Gargerätetür 1 hinaus, welcher in diesem Ausschnitt durch einen Randab- schluss 52 gebildet wird.
Die Aussparung 54 in die das Bedienmodul 2 eingesetzt ist, ist nur in die äußeren Glasscheibe 4 eingebracht; eine dahin- terliegende zweite Glasscheibe 5 weist keine Aussparung zur Aufnahme des Bedienmoduls 2 auf. Die Aussparung 54 ist hier eine seitlich nach oben offene Aussparung.
Durch die äußere Glasscheibe 4, die zweite, innere Glasscheibe 5, den Randabschluss 52 und die zur thermischen Abkopplung vom unteren Bereich des Türinnenraums 17 vorgesehene Trennwand 22 wird der Bedienmodulaufnahmeraum 20 definiert, der durch das Bedienmodul 2 verschlossen wird. Im Bedienmodulauf- nahmeraum 20 befindet sich der in die Aussparung 54 einsetzbare Elektronikgehäuseteil 50 mit der Elektronik 32.
Zur weiteren thermischen Abkopplung von Bedienmodulaufnahmeraum 20 und Türinnenraum 17 ist die Türentlüftungsöffnung 18 vorhanden, durch die Warmluft aus dem dem Garraum gegenüberliegenden Bereich entweichen kann. Ferner ist die Belüftungsöffnung 23 im Randabschluss vorhanden, durch welche die Hinterseite des Bedienmodulaufnahmeraums 20 gekühlt wird.
Fig. 6 zeigt ein weiteres Bedienmodul 35 mit einer Anzeigeeinheit 27 und berührungsempfindlichen Tasten 28, welches a- ber nun getrennte Knebel 35 aufweist. Der untere Rand dieses Bedienmoduls 35 ist ein hervorstehender Teil 26 und ragt über den einzusetzenden Teil 25 seitlich nach unten heraus, so dass auch hier Display 27 und Tasten 28 vor der Vorderfront einer Tür angeordnet sind.
Fig. 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Backofen 37, bei dem nun das Bedienmodul 2 in der Tür 38 aktiv gekühlt wird. Im Gegensatz zur in Fig. 2 gezeigten Tür, bei der die in der Oberseite der Tür 1 vorhandene Belüftungsöffnung 23 vom Bedienmodulaufnahmebereich 20 durch die innere Glasscheibe 5 getrennt ist, ist diese nun durch ein Dichtungselement 39 abgedichtet. Hingegen ist nun eine Belüftungsöffnung 40 zum Bedienmodulaufnahmebereich 20 vorhanden, sowie eine zugehörige Entlüftungsöffnung. Wie durch die Pfeile P4 angedeutet, wird Kühlluft durch die Belüftungsöffnung
40 auf den in die Aussparung eingesetzten Teil 25 des Bedienmoduls 2 gelenkt, z. B. durch den Lüfter 16 angesaugt, und danach durch die Entlüftungsöffnung in den Strömungsraum 15 weitergeführt. Diese Ausgestaltung kühlt im Vergleich zu der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform das Bedienmodul 2 effektiver, ist aber auch herstellungstechnisch aufwendiger.
Fig. 8 zeigt skizzenhaft in Draufsicht von vorne eine vordere Türblende 41 mit fünf ausgewählten Beispielsformen der Anordnung von Aussparungen 42 bis 46, die durch die strichpunktiert dargestellten Bereiche Al bis A6 markiert sind. Die Bereiche Al bis A6 können in einer konkreten Ausführung einzeln, mehrfach oder in Kombination vorliegen, und zwar an beliebigen geeigneten Orten einer Backofentür. Im folgenden ist die Lage von den Bedienmodulaufnahmeraum 20 hier definierende thermischen abgrenzenden Trennwänden, z. B. Leisten, Rippen, Isolierwänden etc. in dem Türinnenraum jeweils gepunktet dargestellt, während die äußere Begrenzung des Bedienmoduls an der Außenseite der vorderen Türblende 41 gestrichelt dargestellt ist.
Im Bereich Al ist die Aussparung 42 nach oben offen in die vordere Frontscheibe 4 eingebracht, so dass das Modul beispielsweise von oben eingesteckt werden kann. Dabei kann es auch nach oben überstehen. Die zugehörige gepunktet dargestellte thermische Begrenzung im Türinnenraum umschließt die Aussparung bis auf den oberen Abschnitt und definiert so den Bedienmodulaufnahmeraum 20 mit. Der außen hervorstehenden Teil des Bedienmoduls ragt hier links und rechts sowie nach unten über die thermische Begrenzung bzw. den Bedienmodulauf- nahmebereich heraus, falls gewünscht auch nach oben.
Falls eine bessere thermische Abschirmung gewünscht wird, kann der Bedienmodulaufnahmebereich so groß gewählt sein, dass der hervorstehenden Teil des Bedienmoduls beispielsweise in seitlicher Richtung (nach links, rechts, oben und / oder unten) zwar über die Aussparung, aber nicht über den Bedienmodulaufnahmebereich herausragt.
Im Bereich A2 ragt der hervorstehenden Teil des Bedienmoduls nur nach unten über die Aussparung und den Bedienmodulaufnahmebereich heraus, im Bereich A3 nur seitlich.
Bereich A4 zeigt einen funktional zu Bereich Al analogen Aufbau, nun allerdings seitlich links in der Tür 41. Hier kann das Bedienmodul auch seitlich über den Rand der vorderen Türblende 41 hinausragen.
Bereich A5 unterscheidet sich von der Bereichen Al bis A4 dadurch, dass die Aussparung 46 vollständig von der äußeren Scheibe 41 umschlossen ist; der hervorstehenden Teil des Bedienmoduls ragt hier seitlich in alle Richtungen über die Aussparung und den Bedienmodulaufnahmebereich hinaus.
Bereich A6 entspricht im Aufbau den Bereichen Al und A4, die Aussparung 47 ist zur Unterseite der Tür 41 hin offen angeordnet .
Auch dargestellt ist, dass mehrere Aussparungen (hier: Bereiche Al bis A3) durch eine gemeinsame thermische Begrenzung bzw. Trennung vom heissen Bereich der Tür 41 abgetrennt sind.
Die Erfindung ist nicht auf die obigen Ausführungsmerkmale beschränkt. Zwar ist eine Nutzung bei heißen / kalten Türen
besonders vorteilhaft, jedoch kann die Erfindung auf alle mit einer Tür ausgestatteten Haushaltsgeräte angewandt werden.
Auch kann beispielsweise die Tür mit anderen Wänden ausgestattet sein, beispielsweise aus Metall, Kunststoff etc. Diese Wände müssen auch nicht durchsichtig sein. Bei durchsichtigen Scheiben können auch andere Materialien als Glas verwendet werden .
Zudem braucht die Belüftung nicht die in den Ausführungsbeispielen gezeigte Form zu haben; so kann beispielsweise die Luft andersherum um den Garraum geführt werden, Be- und Entlüftungsöffnungen können anders positioniert sein, und so weiter. Es kann auch ganz auf eine Belüftung verzichtet werden; dann kann die Tür auch ohne hohlen Innenraum auskommen.
Weiterhin können mehrere Module in eine Aussparung eingebracht werden, und es können alternativ oder zusätzlich mehrere Aussparungen mit jeweils einem Bedienmodul verwendet werden .
Bezugszeichenliste
1 Backofentür
2 Bedienmodul
3 Metallrahmen
4 äußere Glasscheibe
5 innere Glasscheibe
6 Blende
7 Ausschnitt
8 Belüftungsschlitze
9 Griff
10 Backofen
11 Garraum
12 Muffel
13 Isolierschicht
14 Ofenblende
15 Strömungsraum
16 Lüfter
17 Türinnenraum
18 Türentlüftungsschlitze
19 Ofenentlüftungsöffnungen
20 Bedienmodulaufnahmebereich
21 dem Garraum (11) gegenüberliegender Bereich
22 Leiste
23 Belüftungsöffnung
24 Wrasenöffnung
25 in eine Aussparung einsetzbarer Teil des Bedienmoduls
26 nach Außen vorstehender Teil des Bedienmoduls
27 LCD-Display
28 berührungsempfindliche Tasten
29 Knebel
30 elektrische Anschlüsse
31 Kunststoffschutzscheibe
32 Elektronik
33 Gehäuse
34 Lautsprecher
35 Bedienmodul
36 Knebel
37 Backofen
38 Backofentür
39 Dichtungselement
40 Belüftungsöffnung
41 Backofentür 41
42 Aussparung
43 Aussparung
44 Aussparung
45 Aussparung
46 Aussparung
47 Aussparung
48 obere Deckplatte
49 Gehäusegewinde
50 Elektronikaufnahmebereich
51 Moduldichtung
52 RandabSchluss
53 Auflageteil
54 Aussparung
A1-A6 Bedienmodulbereiche
P1 -P4 Luftströmungsrichtungen