Beschreibung
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON ELEKTRISCHEN VERBINDUNGEN ZWISCHEN EINZELNEN SCHALTUNGSELEMENTEN
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines auf einem Halbleiter-Substrat ausgebildeten integrierten Bauelements mit mehreren gegenüber der Hauptoberfläche des Substrats aufragend ausgebildeten Elektrodenanschlüssen, auf ein Verfahren zur Herstellung von elektrischen Verbindungen zwischen einzelnen auf beziehungsweise in einem Halbleiter-Substrat ausgebildeten Schaltungselementen und auf ein Halbleiterbauelement mit mehreren aufragend ausgebildeten Elektrodenanschlüssen.
Damit Transistoren, insbesondere Feldeffekttransistoren, auch in einem sehr hohen Frequenzbereich, namentlich einige Gigahertz, arbeiten können, müssen sie sehr niedrige parasitäre Kapazitäten und Impedanzen aufweisen, da diese die Leistungsfähigkeit und Brauchbarkeit des gesamten Transistors begrenzen. So begrenzen die parasitären Kapazitäten und Impedanzen insbesondere die Schaltgeschwindigkeit und die maximale Oszillationsfrequenz und Verschlechtern das Rauschverhalten. Kommt ein Transistor innerhalb einer integrierten elektronischen Schaltung auf bzw. in einem Halbleiter-Substrat zum Einsatz, so spielt auch das die einzelnen Komponenten der Schaltung verbindende Leitungssystem eine große Rolle bei der Schaltgeschwindigkeit der Schaltung und ein möglichst gerin- ger Widerstand des Leitungssystems ist für eine hohe Leistungsausbeute und damit auch für eine Geschwindigkeitserhöhung notwendig.
Durch die bloße Reduzierung der Dimensionen der bisher be- kannten Transistor-Strukturen, beispielsweise Reduktion der Gate-Länge eines Feldeffekttransistors auf etwa 100 Nanome- ter, wird der Widerstand durch lithografische und physikali-
sehe Effekte („narrow line effects") drastisch erhöht, insbesondere sofern man herkömmliche Silizidierung von Gate- Elektroden zur Kontaktierung derselben heranzieht, da hier das wenige Material noch weiter reduziert wird. Bei einer Verkleinerung der herkömmlichen Strukturen, insbesondere der Gate-Längen und den damit zusammenhängenden weiteren Dimensionen geht auch die Notwendigkeit der Reduzierung der vertikalen Dimensionierung der Strukturen einher, um Kurzkanaleffekte („short Channel effects") in Grenzen zu halten. Die Kontaktierung derart flacher Elektrodenanschlusse benötigt zudem einen enormen technischen Aufwand in der Strukturierung. Durch die Silizidation wird zudem ein beträchtlicher Teil der hoch dotierten Regionen der flachen Elektrodenanschlüsse verbraucht, wodurch die Funktionalität und die phy- sikalischen Parameter negativ beeinflusst werden. Namentlich werden auch hier wieder die Kontaktwiderstände erheblich erhöht. Bewegt man sich in Dimensionierungsgrößen unterhalb eines Mikrons, so stellen die Kurzkanaleffekte als Brücken oder Durchschlagszonen und die Verringerung der Transistorelektro- nen („hot electrons") die größten Hindernisse dar. Ein Mittel diesem zu begegnen, ist die Substratdotierung zu erhöhen, was wiederum in einer Erhöhung der Anschluss-Kapazität einen nachteiligen Effekt erzielt.
Die parasitären Kapazitäten werden durch die räumliche Nähe zwischen den einzelnen Elektroden erheblich erhöht.
Für die Erzielung derart kleiner Strukturen ist eine technisch sehr aufwendige und sehr teuere Lithografie notwendig, um die kleinen Strukturen realisieren zu können.
Aus der JP-A 07-324 749 ist ein Halbleiter-Bauelement und ein Verfahren zu seiner Herstellung bekannt geworden, bei dem eine Hilfsstruktur zur Anwendung kommt, die als Isolierungs- schicht zur Reduktion der Anschluss-Kapazität dient. Allerdings ist bei dieser Vorgehensweise keine Reduktion der parasitären Kapazitäten zwischen den einzelnen Elektroden möglich
und so ist folglich auch nicht aufgezeigt, wie dem Problem der hohen Widerstände der Elektrodenanschlusse begegnet werden kann, Sorge getragen.
Vorbekannte Strukturen zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine Vielzahl einzelner Herstellungsschritte benötigen, wobei eine zeit- und kostensparende gleichzeitige Herstellung aller Elektrodenanschlüsse und der elektrischen Verbindungen zwischen den einzelnen Schaltungselementen nicht ermöglicht wird.
Aus Widmann et al . , „Technologie hochintegrierter Schaltungen", 2. Auflage, Springer Verlag ist ein Feldeffekttransistor vorbekannt, bei dem noch die übliche Technik des Fel- doxids zur Isolierung verwendet wird, bei dem zur Herstellung der Leiter- und Kontaktschicht zusätzliche Masken und Verfahrensschritte notwendig sind.
Nach Alvares, „BiCMOS TECHNOLOGY AND APPLICATIONS", Kluwer Academic Publishers, ISBN 0-7923-9033-4 ist die Verwendung einer Titan-Nitridschicht zur lokalen Verdrahtung beschrieben. Jedoch sind auch hier zur Erstellung der lokalen Verdrahtung aufwendige Fotoentwicklungs- und Prozess-Schritte notwendig, wobei sich die relativ hochohmigen Schichten der Titan-Nitridschichten (15 Ohm/Square) nachteilig auswirken.
Somit sind der Anwendbarkeit der herkömmlichen Halbleitertechnik im SHF-Bereich, insbesondere im Bereich mehrerer Gigahertz, dadurch Grenzen gesetzt, dass durch die herkömmliche Technik der Herstellung von Elektrodenkontakten und elektrischen Verbindungen innerhalb der integrierten Schaltung durch die parasitären Kapazitäten und durch die technologiebedingten ohmschen Widerstände der Leitungen und Kontakte begrenzt.
Somit stellt sich das Hauptproblem in der Herstellung von
Transistorstrukturen mit einem hinreichend geringen Kontaktwiderstand an den Source-, Drain- und Gate-Kontakten und ei-
ner entsprechend geringen parasitären Kapazität zwischen den Anschlüssen und dem Substrat dar.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein integriertes Bauelement und ein Verfahren zu seiner Herstellung zur Verfügung zu stellen, das die oben genannten Nachteile vermeidet und unter Einsparung von Maskenschritten beim Herstellungsprozess insbesondere die Ausbeute bei der Produktion erhöht und die Produktionskosten hierdurch und durch die Zeitersparnis verringert. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung ein Herstellungsverfahren für elektrische Verbindungen zwischen einzelnen auf beziehungsweise in einem Halbleiter-Substrat ausgebildeten Schaltungselernen en zur Verfügung zu stellen, das die hierfür notwendigen Prozess-Schritte auf ein Minimum reduziert, wobei die Leitfähigkeit der elektrischen Verbindungen maximiert ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt verfahrensmäßig mit den kennzeichnenden Merkmalen der Ansprüche 1 und 26 und vorrich- tungsmäßig mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 31.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass ein auf einem Halbleiter-Substrat ausgebildetes integriertes Bauelement mit mehre- ren gegenüber der Hauptoberfläche des Substrats aufragend ausgebildeten Elektrodenanschlüssen vermittels der folgenden Verfahrensschritte hergestellt wird:
- Ausbilden einer das Substrat wenigstens teilweise bedek- kenden Isolationsschicht auf der Hauptoberfläche des Halb- leiter-Substrats,
- Ausbilden einer Isolationsdeckschicht auf der Isolationsschicht,
- Teilweises entfernen der Isolationsschicht mit der darüber liegenden Isolationsdeckschicht, - Aufbringen einer Elektrodenanschluss-Schicht auf der
Hauptoberfläche des Halbleiter-Substrats und/oder auf der Isolationsdeckschicht, und
- Gleichzeitiges Ausbilden der erhöhten, gegenüber der Hauptoberfläche aufragenden Elektrodenanschlüsse durch Entfernen der Elektrodenanschluss-Schicht, insbesondere durch einen Ätzvorgang, in an die zu schaffenden Elektro- denanschlüsse angrenzenden Bereichen und/oder durch Entfernen der Isolationsdeckschicht in an den zu schaffenden Elektrodenanschluss angrenzenden Bereichen.
Die Erfindung schlägt vor, alle Elektrodenanschlüsse des in- tegrierten Halbleiterbauelements gleichzeitig auf der Hauptoberfläche des Substrats aus einer Elektrodenanschluss-Schicht herzustellen. Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass durch die gleichzeitige Herstellung der Elektrodenanschlüsse die sogenannte selbstjustierende („seif aligned") Technik eröffnet ist, was insbesondere bei Dimensionen der Strukturen nahe der Auflösungsgrenze sehr von Vorteil ist. Durch die gleichzeitige Herstellung werden sonst bei nichtsimultaner Herstellung übliche Masken- und Ätz- beziehungsweise Strukturierungs-Schritte zusätzlich eingespart.
Vorteilhafterweise wird gleichzeitig mit den Elektrodenanschlüssen das Halbleiterbauelement mit weiteren auf beziehungsweise in dem Halbleiter-Substrat ausgebildeten, integrierten Bauelementen verbindende Leiterbahnen hergestellt. Hierdurch werden wie die Elektrodenanschlüsse die Leiterbahnen und elektrischen Verbindungen in ebenfalls in selbstjustierender Technik hergestellt bzw. werden nicht in extra durchzuführenden Schritten, die eigene Maskenschritte erfordern, hergestellt.
Gemäß einer vorteilhaf en Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Leiterbahnen aus der Elektrodenanschluss-Schicht hergestellt werden, wobei die Elektrodenanschluss-Schicht in an die zu schaffenden Leiterbahnen angren- zenden Bereichen, insbesondere durch einen Ätzvorgang, entfernt wird.
Von Vorteil wird ein erster und/oder ein dritter Elektrodenanschluss direkt auf dem Substrat und/oder zum Teil auf der Isolationsdeckschicht ausgebildet .
Gemäß einer besonders vorteilhaften und daher bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein zweiter Elektrodenanschluss vollständig auf der Isolationsdeckschicht ausgebildet wird. Hierdurch ist ein vom Substrat elektrisch isoliert ausgebildeter Gate-Kontakt ermöglicht.
Von Vorteil wird nach der Herstellung der Elektrodenanschlusse auf dem Halbleiter-Substrat bzw. auf der Isolationsdeckschicht wenigstens ein innerhalb des Halbleiter-Substrats liegender dotierter Bereich ausgebildet. Hierdurch wird bei- spielsweise eine Feldeffektzone möglich, was den Aufbau einer Diode oder eines Transistors ermöglicht. Ebenso gut ist auch eine Herstellung eines Substratanschlusses mit verbessertem Übergangskontakt ermöglicht.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird der dotierte Bereich durch eine Diffusion eines Dotierungs-Materials durch die Isolationsschicht und/oder aus dieser in das Halbleiter-Substrat hinein hergestellt. Hierdurch- kann der dotierte Bereich besonders einfach und lokal begrenzt herge- stellt werden.
Ein weiterer vorteilhafter Verfahrensschritt sieht vor, dass wenigstens ein erster und ein zweiter Elektrodenanschluss wenigstens teilweise auf der Isolationsschicht hergestellt wer- den, wobei in einem Zwischen-Bereich zwischen den beiden
Elektrodenanschlüssen die Elektrodenanschluss-Schicht und die Isolationsdeckschicht über der Isolationsschicht entfernt werden.
Der dotierter Bereich wird von Vorteil in dem Zwischen- Bereich unter der Isolationsschicht hergestellt.
Vor dem Herstellen des dotierten Bereichs werden nach einem weiteren bevorzugten Verfahrensschritt Seitenisolierungsschichten an den Seitenflächen des wenigstens einen Elek- trodenanschlusses dergestalt hergestellt, dass die Eindiffu- sion des Dotierungs-Materials in den wenigstens einen Elektrodenanschluss vermieden wird.
Bevorzugterweise werden wenigstens drei Elektrodenanschlüsse hergestellt, wobei zwischen jeweils zwei der drei Elektroden- anschlüsse je ein dotierter Bereich unter der Isolations- schicht im Halbleiter-Substrat hergestellt wird. Hierdurch ist eine Struktur zur Herstellung eines Feldeffekttransistors ermöglicht.
Ein weiterer vorteilhafter Verfahrensschritt sieht vor, in den Bereichen in denen die Elektrodenanschlüsse direkt auf dem Substrat ausgebildet sind Dotierstoffe von den Elektrodenanschlüssen in Eindiffusionsbereiche des Substrats zur besseren Kontaktierung der Elektrodenanschlusse mit dem Sub- strat und/oder des dotierten Bereichs hinein diffundiert werden, insbesondere durch einen Temperierungsprozess („annea- ling") . Hierdurch ist ein besserer elektrischer Kontakt der Elektrodenanschlüsse mit dem dotierten Bereich und/oder dem Substrat gewährleistet.
Eine bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die Elektrodenanschluss-Schicht und/oder wenigstens einer der Elektrodenanschlüsse und/oder wenigstens eine Leiterbahn teilweise oder ganz über wenigstens einer in dem Halb- leiter-Substrat ausgebildeten flachen Grabenisolation („shal- low-trench isolation") ausgebildet wird. Hierdurch können parasitäre Kapazitäten weiter reduziert werden.
Von Vorteil wird durch das erfindungsgemäße Verfahren ein Feldeffekttransistor mit wenigstens einem Source- einem Gate- und einem Drain-Anschluss und/oder ein Substratanschluss hergestellt.
Eine bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, dass auf dem Substrat und/oder der Isolationsschicht und zwischen den Elek- trodenanschlüssen und/oder den Leiterbahnen eine Auffüllung dergestalt aufgebracht wird, dass eine planarisierte, ebene Oberfläche entsteht, die mit der dem Substrat abgewandten Seite der Elektrodenanschlusse und/oder der Leiterbahnen abschließt. Dem folgend wird von Vorteil für die Auffüllungen Oxid und/oder Bor-Phosphor-Silikatglas verwendet.
Gemäß eines besonders vorteilhaften und daher bevorzugten Verfahrensschritts wird/werden wenigstens einer der Elektrodenanschlüsse und/oder der Leiterbahnen bis zu einer vorbestimmten Höhe - insbesondere in die vorher planarisierte Oberfläche hinein - abgetragen.
Die sich durch das Abtragen des/der Elektrodenanschlusses bzw. der Leiterbahn (en) zwischen den vormals diesen angrenzenden Auffüllungen gebildete Vertiefung wird von Vorteil mit einer Leiterschicht aus einem gut leitenden Material ausgefüllt. Dem folgend wird nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung als gut leitendes Material Titan und/oder Wolfram und/oder Aluminium und/oder Tantal und/oder Kupfer und/oder Gold und/oder Platin und/oder eine Kombinati- on derselben verwendet.
Bevorzugterweise wird nach dem Auffüllen der Vertiefung mit dem gut leitenden Material durch eine Temperierung („annea- ling") eine Silizidierung des gut leitenden Materials mit dem darunter liegendem Elektrodenanschluss oder der Leiterbahn bzw. der Elektrodenanschluss-Schicht hergestellt. Hierdurch wird die Kontaktierung des gut leitenden Materials mit dem darunter liegenden Elektrodenanschluss weiter verbessert.
Zur weiteren Verbesserung des Kontakts ist nach einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens vorgesehen, dass vor dem Auffüllen mit dem gut leitenden Material die die Vertiefung
bildende von der Hauptoberfläche des Substrats abgewandte Seitenfläche des Elektrodenanschlusses oder der Leiterbahn und/oder die der Vertiefung zugewandten Seitenflächen der Auffüllung oder der Seitenflächenisolationsschichten mit ei- ner Kontaktschicht bedeckt werden.
Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, dass die Auffüllung mit dem gut leitenden Material eine Leiterschicht („local interconnect System") bildet, mit der einzelne inte- grierte auf bzw. in dem Halbleiter-Substrat ausgebildete Bauelemente miteinander verbunden werden. Hierdurch kann in einem Masken-/Herstellungsschritt mit den Elektrodenanschlüssen die Verbindungs-/LeitungsSchicht zur elektrischen Verbindung der einzelnen elektronischen Bauelemente einer integrierten Halbleiterschaltung auf einem gemeinsamen Substrat in sog. „self-alinging"-Technik (selbstjustierend) hergestellt werden. Hierzu sonst notwendige Masken- und Strukturierungs- schritte entfallen.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von elektrischen Verbindungen zwischen einzelnen auf bzw. in einem Halbleiter-Substrat ausgebildeten Schaltungselementen, mit den Verfahrensschritten:
- Herstellen der einzelnen, zu verbindenden Schaltungsele- menten in bzw. auf dem Halbleitersubstrat,
Planarisieren der Schaltungselemente auf bzw. in dem Halbelitersubstrat (1) durch Auffüllen von Vertiefungen und Unebenheiten mit einem Füllmaterial,
- Fertigen von Leiterbahnkanälen in die planarisierte Fläche aus Schaltungselementen und Füllmaterial hinein, und
- Auffüllen der Leiterbahnkanäle mit einem gut leitenden Material .
Nach dem Auffüllen der Leiterbahnkanäle mit dem gut leitenden Material wird das unter den Leiterbahnkanälen liegende Halbleitermaterial mit dem leitenden Material nach einem bevorzugten Verfahrensschritt durch eine Temperierung („annea-
ling") silizidiert. Hierdurch wird eine verbesserte Kontaktierung ermöglicht.
Ein ebenso bevorzugter Schritt des Verfahrens sieht vor, dass vor dem Auffüllen der Leiterbahnkanäle mit dem gut leitenden Material auf dem unter den Leiterbahnkanälen liegendem Halbleitermaterial und/oder den Seitenflächen der Seitenflächenisolation und/oder den Seitenflächen eine oder mehrere Schichten zur besseren Kontaktierung aufgebracht wird.
Ein ebenso vorteilhafter Aspekt der Erfindung betrifft ein Halbleiterbauelement mit einem Halbleiter-Substrat und mehreren gegenüber der Hauptoberfläche des Substrats aufragend ausgebildeten Elektrodenanschlüssen, wobei auf der Hauptober- fläche des Halbleiter-Substrats eine diese wenigstens teilweise bedeckende Isolationsschicht ausgebildet ist, welche Isolationsschicht wenigstens teilweise mit einer Isolationsdeckschicht bedeckt ist, und wenigstens einer der Elektrodenanschlüsse vollständig auf der Isolationsschicht bzw. der Isolationsdeckschicht ausgebildet ist und die weiteren Elektrodenanschlüsse wenigstens teilweise auf der Isolationsschicht bzw. der Isolationsdeckschicht ausgebildet sind.
Von Vorteil sind die Elektrodenanschlüsse aus dem selben Ma- terial und in gleichen vertikalen Dimensionen (Höhe über dem Substrat) ausgebildet. Hierdurch ist eine einheitliche Oberfläche gegeben und die Möglichkeit eröffnet sog. selbstjustierende Strukturierungen („seif aligned") zu verwenden.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Elektrodenanschlüsse aus ein und derselben Elektrodenanschluss-Schicht, insbesondere durch einen Ätz-Strukturie- rungs-Schritt, hergestellt sind. Hierdurch wird erreicht, dass die Elektrodenanschlüsse in ihren vertikalen Dimensionen und physikalischen Eigenschaften gleich sind.
Vorteilhafterweise liegt in dem Substrat unter wenigstens einem der Elektrodenanschlüsse ein hochdotierter Bereich. Durch einen solchen hochdotierten Bereich ist die Kontaktierung des Substrats und/oder eines Bereichs desselben möglich.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass in dem Substrat unter wenigstens einem zwischen den Elektrodenanschlüsse liegenden Bereich ein dotierter Bereich liegt. Dem folgend ist nach einer weiteren sehr vorteilhaften und daher bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das Halbleiterbauelement ein Feldeffekttransistor ist.
Auf einem ersten und/oder einem zweiten und/oder einem dritten Elektrodenanschluss ist von Vorteil ein gut leitendes Ma- terial aufgebracht. Hierdurch lassen sich metallische Kontakte und Leiterbahnen realisieren.
Daher sieht eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass vermittels des gut leitenden Materials verschiedene auf dem gleichen Substrat ausgebildete Halbleiterbauelemente miteinander elektrisch verbunden sind.
Zur Verbesserung des Kontakts ist nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das gut leitende Material mit dem darunter liegenden Material der Elektrodenanschlusse durch eine Silizidierung verbunden ist.
Weitere Vorteile, Besonderheiten und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteran- Sprüchen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung weiter erläutert. Im Einzelnen zeigen die schematischen Darstellungen in:
Figur 1 eine schematische Querschnittsdarstellung durch ein Substrat mit flachen Grabenisolationen und darauf aufgebrachten Schichten;
Figur 2 eine schematische Querschnittsdarstellung durch ein Substrat mit darauf aufgebrachten Schichten nach einem Strukturierungsschritt;
Figur 3 eine schematische Querschnittsdarstellung durch ein Substrat mit darauf aufgebrachten Schichten und einer Elektrodenanschluss-Schicht;
Figur 4 eine schematische Querschnittsdarstellung durch ein Substrat mit darauf aufgebrachten Elektrodenan- Schlüssen die aus den Schichten durch einen Strukturierungsschritt gefertigt wurden;
Figur 5 eine schematische Querschnittsdarstellung durch ein Substrat mit darauf aufgebrachten Elektrodenan- Schlüssen mit Seitenisolierungsschichten;
Figur 6 eine schematische Querschnittsdarstellung durch ein Substrat mit darauf aufgebrachten Elektrodenanschlüssen und hochdotierten Bereichen unterhalb der Elektrodenanschlüsse;
Figur 7 eine schematische Querschnittsdarstellung durch ein Substrat mit darauf aufgebrachten, planarisierten Elektrodenanschlüssen und Auffüllungen zwischen den Elektrodenanschlüssen;
Figur 8 eine schematische Querschnittsdarstellung durch ein Substrat mit darauf aufgebrachten Elektrodenanschlüssen und mit einer Leiterschicht ausgefüllten Vertiefungen;
Figur 9 eine schematische Querschnittsdarstellung durch ein Substrat mit darauf aufgebrachten, planarisierten Elektrodenanschlüssen mit einer Leiterschicht;
Figur 10 eine schematische Querschnittsdarstellung durch ein Substrat mit darauf aufgebrachten, planarisierten Elektrodenanschlüssen mit einer Leiterschicht und einem Substratanschluss ; und
Figur 11 eine schematische Querschnittsdarstellung durch ein Substrat mit darauf aufgebrachten, planarisierten Elektrodenanschlüssen mit einer Leiterschicht und einer Leiterbahn.
In den Figuren 1 bis 11 ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen integrierten Halblei- terauelements bzw. eines Substratanschlusses und einer Leiterbahn dargestellt. Die Bezeichnung in den Figuren 1 bis 11 gelten hierbei für gleiche oder gleichwirkende Teile analog.
Figur 1 zeigt ein Halbleiter-Substrat 1 mit darin bereits hergestellten flachen Grabenisolationen ( „shallow-trench iso- lations") 41 und 42 und mit einer auf diesen und auf der Hauptoberfläche 11 des Halbleiter-Substrats 1 ausgebildeten Isolationsschicht 3 und der auf der Isolationsschicht 3 ausgebildeten Isolationsdeckschicht 3a. Die Isolationsschicht 3 wird hierbei durch eine dünne (Gate-) Oxidschicht die Isolationsdeckschicht 3a durch eine dünne Polysilizium-Schicht gebildet. Die flachen Grabenisolationen sind nicht in jedem Fall erforderlich; sie werden anstelle des sonst hier üblichen Feldoxids verwendet .
In Figur 2 wurden die Isolationsschicht 3 und die Isolationsdeckschicht 3a durch einen ersten Lithografie- und Ätz- Schritt strukturiert, wodurch in kleinen Bereichen das Substrat 1 an der Oberfläche 11 zugänglich wird.
Da in den weiteren Prozess-Schritten aus der Elektrodenanschluss-Schicht 2 die Elektrodenanschlusse gefertigt werden, muss die die Elektrodenanschluss-Schicht 2 bildende Polysili- ziu -Schicht bereits in Situ hoch dotiert sein oder nach de- ren Aufbringen in einem weiteren Schritt, wie in Figur 3 dargestellt, vermittels einer Diffusion A von geeignetem Dotierungsmaterial dotiert werden. Die Elektrodenanschluss-Schicht 2 wird hierbei auf der Oberfläche der Grabenisolationen 41 und 42 des Substrats 1 und der Isolationsdeckschicht 3a auf- gewachsen beziehungsweise abgeschieden.
Anschließend hieran wird wie in Figur 4 dargestellt eine Strukturierung der Elektrodenanschluss-Schicht 2 und der Isolationsdeckschicht 3a vorgenommen, wodurch die Elektrodenan- Schlüsse 21, 22 und 23 entstehen. Der erste (Source-) Elektrodenanschluss 21 ist größtenteils auf der ersten flachen Grabenisolation 41 und zum kleineren Teil auf der zugänglichen Kontakt-Fläche 81 des Substrats 1 und auf der Isolationsdeckschicht 21a ausgebildet. Der zweite (Gate-) Elektrodenan- schluss 22 ist elektrisch vom Substrat isoliert, da er vollständig auf der Isolationsschicht 3 beziehungsweise der Isolationsdeckschicht 22a ausgebildet ist. Der dritte (Drain-) - Elektrodenanschluss 23 ist wiederum größtenteils auf einer flachen Grabenisolation 42 und zum Teil auf einer das Sub- strat 1 freilegenden Kontakt-Fläche 82 und der Isolationsdeckschicht 23a ausgebildet. Die Source- und Drain-Elektrodenanschlüsse 21 und 23 stehen also nur zum Teil mit dem Substrat auf den Teilflächen 81 und 82 in elektrischem Kontakt. Dadurch, dass die Dimensionen der Elektrodenanschlusse größer sind als die Kontaktstellen 81 und 82 mit dem Substrat, sind die Kontaktwiderstände geringer.
In Figur 5 sind die nächsten Prozess-Schritte dargestellt. Zunächst werden durch eine Reoxidation an den Seitenflächen der Elektrodenanschlüsse 21, 22 und 23 Seitenisolations- schichten 611 bis 632 hergestellt. Hierdurch werden die Elektrodenanschlusse vor den nächsten Prozessschritten geschützt
und insbesondere eine ungewollte Dotierung verhindert. Die Herstellung der für einen Feldeffekt-Transistor notwendigen dotierten Bereiche LDD1 und LDD2 im Halbleiter-Substrat 1 erfolgt vermittels geeigneter Dotierstoffe LDD durch Implanta- tion und durch einen geeigneten Temperierungsprozess („annea- ling"). Die Dotierstoffe LDD werden in das Halbleiter-Substrat 1 hinein diffundiert (durch die Isolationsschicht 3 hindurch) , wodurch die dargestellten dotierten Bereiche LDD1 und LDD2 direkt unter den freiliegenden Bereichen 3al und 3a2 der Isolationsschicht 3 entstehen.
In Figur 6 ist die bereits aus den Elektrodenanschlüssen 21 und 23 in das Substrat hinein erfolgte Diffusion von hochdotierten Dotierstoffen vollzogen, wodurch die dargestellten hochdotierten (Kontakt- )bereiche HDDl und HDD2 im Substrat 1 entstehen. Die hochdotierten (Kontakt- )bereiche HDDl und HDD2 dienen hierbei zur Erreichung eines verbesserten elektrischen Übergangs bzw. einer Kontaktierung der dotierten Bereiche LDD1 und LDD2.
Zur Planarisierung der Oberfläche 111 werden die restlichen Unebenheiten und Vertiefungen zwischen den Elektrodenan- schlüssen mit Auffüllungen 41 bis 74 aufgefüllt (Figur 7) . Hierzu kann beispielsweise Bor-Phosphor-Silikatglas Verwen- düng finden. Die Oberfläche kann hierbei vermittels eines chemisch-mechanischen Polierprozesses zusätzlich geglättet werden. Da in diesem Stadium die auf und in dem Halbleiter- Substrat 1 aufgebrachte Struktur völlig planarisiert ist, kann ein standardmäßiger Silizidationsprozess zur Herstellung der Kontakte beziehungsweise der Leiterbahnen ohne weiteres durchgeführt werden. Das hierzu notwendige Metall könnte einfach abgeschieden werden und in einem geeigneten Temperierungsprozess („annealing") die Silizidation auf den Elektrodenanschlüssen 21, 22 und 23 hervorrufen. Das übrig gebliebe- ne, nicht mit dem Halbleitermaterial reagierte Metall könnte danach in einem geeigneten Ätzprozess leicht entfernt werden.
Ein weiterer Ansatz zur Herstellung der Kontakte beziehungsweise der Leiterbahnen ist in Figur 8 dargestellt. Hierbei wurden bereits zunächst vermittels eines geeigneten Ätzprozesses, beispielsweise eines reaktiven Ionen-Ätzprozesses die aus Polysilizium bestehenden Elektrodenanschlüsse 21 bis 23 bis zu einer vorbestimmten Höhe abgetragen. Für den reaktiven Ionen-Ätzprozess kann hierbei eine Ätzgas-Mischung auf Brom- basis Verwendung finden, da so eine gute Selektivität des Ätzprozesses bezüglich der Elektrodenanschlüsse erfolgt.
Nach geeigneter Säuberung der Oberflächen, beispielsweise durch eine Wasserstoff-Fluor-Verbindung, wird eine dünne Kontaktschicht 9, beispielsweise aus einer Titan-Nitridschicht abgeschieden und - wie in Figur 8 dargestellt - mit einer Leiterschicht 10 überzogen, die die Vertiefungen in der Oberfläche wieder füllt. Die Leiterschicht 10 kann hierbei geeigneterweise aus Wolfram bestehen und füllt die durch die Abtragung der Elektrodenanschlüsse 21 bis 23 entstandenen Vertiefungen und Leiterbahnkanäle. Denkbar sind hier auch Wolf- ramnitridverbindungen oder Schichten aus Titan, Titannitrid und Wolfram oder anstelle Wolfram Aluminium oder Kupfer in Verbindung mit Tantal anstelle von Titan.
Figur 9 zeigt das Ergebnis eines weiteren Planarisierungspro- zesses, bevorzugterweise wiederum eines chemisch-mechanischen Polierprozesses, wodurch die Oberfläche 111 der Struktur geglättet wird. Die aufgebrachte Metallschicht (10, 101 bis 103) wird hierzu bis auf Höhe der vom Substrat abgewandten Oberflächen 713 bis 743 der Auffüllungen 71 bis 74 abgetra- gen. Somit entsteht eine sehr gut leitende Leiterbahnschicht aus Metall in der Struktur, wobei die Oberfläche 111 einheitlich und eben ist.
Für den chemisch-mechanischen Polierprozess wird vorzugsweise eine Wasserstoffperoxyd-Lösung verwendet, da diese vorteilhafterweise keine unerwünschten Verunreinigungen (Elemente) enthält, die beispielsweise in den sonst standardmäßig ver-
wendeten Eisennitratlösungen vorkommen. Deren Eisenbestandteile diffundieren in Form von Eisenionen unerwünschterweise in das kristalline Silizium (Substrat, Anschlüsse) ein und wirken dort als störende Rekombinationszentren. Nach dem Polierprozess ist die Struktur zur Durchführung weiterer Prozesse an den Kontakten bereit, welche durch hochauflösende Lithografie vorgenommen werden kann, da keine Unebenheiten die Fokussierung behindern.
Die nach dem Verfahren der Erfindung schließlich gewonnene völlig planarisierte Oberfläche der Struktur kann wiederum leicht zur Ausbildung von weiteren Schichten verwendet werden. Anders als bisher üblich sind so in einfacher Weise Mul- ti-Layer-Strukturen herstellbar beziehungsweise erstmals mög- lieh.
In Figur 10 ist nochmals ein Querschnitt durch eine auf einem Halbleitersubstrat 1 auf- und eingebrachte Struktur gezeigt, wobei zusätzlich ein Substratanschluss gezeigt ist, der si- multan mit den Elektrodenanschlüssen 21, 22 und 23 hergestellt wird, und zur Verbesserung der Substratkontaktierung einen hochdotierten Bereich HDD3 unter seinem Elektrodenanschluss 26 und darauf befindlichen Leiterschicht 106 aufweist. Der hochdotierte Bereich HDD3 wird wiederum durch eine Diffusion von Dotierungsmaterial aus der Elektrode 26 hergestellt.
Schließlich zeigt Figur 11 einen ebenso beispielhaft gewählten Querschnitt durch eine durch das erfindungsgemäße Verfah- ren hergestellte Struktur, wobei einzelne Bauelemente verbindende Leiterbahnen 104 und 105 beziehungsweise 24 und 25, die ebenfalls auf flachen Grabenisolationen 41 und 42 ausgebildet sind, dargestellt sind.