Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugscheinwerfer nach dem Projektionsprinzip, mit einem
Reflektor, zumindest einer Lichtquelle, und einer in Lichtrichtung vor dem Reflektor angeordneten
Linse, sowie einer zwischen dem Reflektor und der Linse angeordneten Blendenanordnung
aus zumindest einer in den Strahlengang bewegbaren bzw. aus diesem herausbewegbaren
Blende, mit einer Einstelleinrichtung, welche ein bewegliches Stellglied aufweist,
das mit der zumindest einen Blende so verbunden ist, dass bei einem Betätigen der
Einstelleinrichtung die zumindest eine Blende aus einer angehobenen/abgesenkten Position
in eine abgesenkte/angehobene Position bewegbar ist, wobei die Einstelleinrichtung außerhalb
des von Reflektor, Blendenanordnung und Linse gebildeten optischen Systems angeordnet
ist, und das Stellglied mit einem um eine Achse drehbar gelagerten Hebel verbunden
ist, wobei der Hebel in Folge der Bewegung des Stellglieds zu einer Drehbewegung um seine
Achse veranlaßbar ist.
Aus der DE 38 06 658 A1 ist ein Scheinwerfer mit einer fernbetätigbaren Einstelleinrichtung
bekannt, bei dem eine zwischen einem Reflektor und einer Linse angeordnete Blende mittels
der Einstelleinrichtung in den Strahlengang einschwenkbar ist. Die Blende ist an einem
Trägerelement um eine horizontale, quer zur optischen Achse verlaufenden Drehachse,
unterhalb der optischen Achse angebracht. Die an der Rückseite des Reflektors angeordnete
Einstelleinrichtung weist ein stangenförmiges Stellglied auf, welches mit einem Schwenkarm
der Blende gelenkig verbunden ist, und bei einem Betätigen der Einstelleinrichtung wird die
Blende mittels des unterhalb des Reflektors verlaufenden Stellglieds gegen die Kraft einer
Feder, die ebenfalls an dem Trägerelement und an dem Gelenkpunkt von Stellglied und
Schwenkarm befestigt ist, aus einer abgesenkten in eine angehobene, Abblendlicht ergebende
Position verschwenkt.
Die verstellbare Blende ist plattenförmig ausgeführt und steht in ihrer Abblendlichtstellung
vertikal, während die Blende in ihrer Fernlichtstellung zur Linse hin geschwenkt ist und aus
den vom Reflektor reflektierten Lichtstrahlen der Lichtquelle herausgeschwenkt ist.
Nachteilig an diesem Scheinwerfer ist, dass in Folge der besonderen Verschwenkbewegung
aus einer im wesentlichen horizontalen Fernlichtlage in eine vertikale Abblendlichtlage der
Platzbedarf im Scheinwerfer größer und somit der Scheinwerfer an sich größer konstruiert
werden muss, was oftmals zu Raumproblemen führt. Außerdem ist der notwendige Kraftaufwand
in Folge der besonderen Bewegung für ein Verschwenken der Blende relativ hoch,
sodass der elektromotorische Aktor entsprechend groß dimensioniert werden muss.
Nach dem oben gesagten ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen Scheinwerfer zu schaffen,
bei dem ein Bewegen von einer oder mehreren Blenden zwischen unterschiedlichen, verschiedene
Lichtverteilungen ergebenen Positionen ohne die oben genannten Nachteile auf
konstruktiv einfache Weise möglich ist.
Diese Aufgabe wird mit einem eingangs genannten Scheinwerfer dadurch gelöst, dass
erfindungsgemäß die zumindest eine Blende im wesentlichen in einer Ebene in Höhenrichtung
bewegbar ist, und der Hebel und die zumindest eine Blende beweglich mit zumindest
einem Verbindungsmittel verbunden sind, welches eine Verschwenkbewegung des Hebels
in eine Verschwenkbewegung der zumindest einen Blende aus einer angehobenen/abgesenkten
Position in eine abgesenkte/angehobene Position umsetzt.
Mit der Erfindung kann die zumindest eine Blende in einer im wesentlichen vertikalen
Ebene bewegt werden, wodurch die Nachteile des in der DE 38 06 658 A1 beschriebenen
Fahrzeugscheinwerfers auf einfache Weise behoben werden können. Die Bewegung des
Stellgliedes wird mit dem Hebel derart umgelenkt, dass die Bewegungsrichtung der Blende
sowie des Stellgliedes voneinander unabhängig werden, sodass die Blende nicht mehr nur
zwischen einer horizontalen und einer vertikalen Lage verschwenkt werden kann, wenn das
Stellglied sich beispielsweise in einer Horizontalebene in etwa parallel zur optischen Achse
bewegt, sondern die Blende sich in einer wesentlich günstigeren Richtung bewegen kann, bei
der nur geringe Bewegungen notwendig sind, um verschiedene Lichtverteilungen zu erzielen.
Durch Ausnutzung der Hebelwirkung kann die Einstelleinrichtung außerdem nochmals
entsprechend kleiner dimensioniert werden.
Für eine scharfe Abbildung der Hell-Dunkelgrenze in der Abblendlichtverteilung ist es
günstig, wenn die Bewegungsebene der zumindest einen Blende im wesentlichen normal auf
eine durch die optische Achse verlaufende Vertikalebene steht.
Der Scheinwerfer kann klein gebaut werden, und außerdem ist bei einem Umschalten
zwischen verschiedenen Lichtverteilungen nur eine geringe Bewegung der Blenden notwendig,
wenn die Bewegungsebene der zumindest einen Blende einen im wesentlichen zur
Richtung der optischen Achse parallelen Normalvektor aufweist.
Bei einer einfachen, erprobten Ausführungsform der Erfindung ist die zumindest eine
Blende um eine Blendenachse in ihrer Bewegungsebene verschwenkbar.
Ein rasches Umschalten zwischen verschiedenen Lichtverteilungen ist möglich, wenn die
zumindest eine Blende in Führungen geführt ist, da hier bereits durch geringe Höhenbewegungen
einer Blende der gesamte Bereich der Blendenoberkante ausreichend aus dem
Strahlengang bewegt bzw. in diesen hineinbewegt werden kann.
Als besonders deutlich erweisen sich obige Vorteile, wenn der Hebel im wesentlichen in eine
Bewegungsrichtung der zumindest einen Blende verschwenkbar ist. Insbesondere ist hier
gemeint, dass jene Stellen des Hebels, die mit den Blenden verbunden sind, eine im wesentlichen
gleichgerichtete Bewegung wie die Blenden aufweisen.
Aufgrund der räumlichen Verhältnisse ist es vorteilhaft, wenn der Hebel außerhalb des von
Reflektor, Blendenanordnung und Linse gebildeten optischen Systems angeordnet ist.
Das zumindest eine Verbindungsmittel zwischen Hebel und Blende ist beispielsweise drahtförmig,
wodurch eine einfache und kostengünstige Fertigung möglich ist. Grundsätzlich ist
es auch möglich, dass das zumindest eine Verbindungsmittel stangenförmig ausgebildet ist.
Ein nur geringer Kraftaufwand bei der Verstellung der Blenden ist dann notwendig, wenn
die Verbindungsmittel mit der zumindest einen Blende in einem äußeren, dem Bereich der
Blendenachse bezüglich der optischen Achse gegenüberliegenden Bereich verbunden sind.
Bei einer in Führungen geführten Blende ist es zweckmäßig, wenn an der Blende zumindest
zwei Verbindungsmittel angreifen. Auf diese Weise kann ein Verkanten der Blende in den
Führungen vermieden werden, insbesondere wenn etwa ein Verbindungsmittel links der
Vertikalebene durch die optische Achse und das andere Verbindungsmittel rechts davon an
der Blende angreift.
Um den Scheinwerfer auf einfache Weise für Rechts- und Linksverkehr verwenden zu
können, ist zusätzlich zu der zumindest einen Blende eine Zusatzblende vorgesehen, welche
um eine Drehachse in Höhenrichtung in einer zu der Bewegungsebene der Blende im wesentlichen
parallelen Ebene verschwenkbar ist. Diese kann in den Strahlengang geschwenkt
werden, sodass der Asymmetrieanteil in der von der einen Blende erzeugten Abblendlichtverteilung
abgeschnitten wird, wodurch auch bei einem Fahren auf der anderen Straßenseite
eine Blendung des Gegenverkehrs zuverlässig verhindert ist.
Günstig ist es, wenn die Blende sowie die Zusatzblende eine gemeinsame Blendenachse
aufweisen.
Falls die Blende in Führungen geführt ist, ist es zweckmäßig wenn die Drehachse der Zusatzblende
bezüglich der Blende fest ist, damit bei einem Umschalten auf die Fernlichtverteilung
diese nicht von der Zusatzblende gestört wird.
Damit mit dem Scheinwerfer sowohl für Links- als auch für Rechtsverkehr ein Asymmetrieanteil
in der Abblendlichtverteilung erzeugt werden kann, ist es günstig, wenn die Blendenanordnung
aus zumindest zwei um Blendenachsen verschwenkbare Blenden besteht, und
ein um eine Drehachse drehbar gelagertes Schwenkelement vorgesehen ist, dessen Drehachse
im wesentlichen parallel zu den Blendenachsen verläuft und in horizontaler Richtung
zwischen den Achsen der Blenden angeordnet ist, wobei das Schwenkelement mit den
Achsen der Blenden gekoppelt ist, und bei Verschwenken des Schwenkelementes die eine
Blendenachse aus einer angehobenen in eine abgesenkte Position und die andere Blendenachse
aus einer abgesenkten in eine angehobene Position bewegbar ist.
Zweckmäßig ist es, wenn das Schwenkelement an einem Trägerelement drehbar gelagert ist.
Auf diesem kann eine Vormontage erfolgen, sodass bei einem endgültigen Zusammenbau
des Scheinwerfers nur das Trägerelement mit dem Reflektor entsprechend verbunden
werden muss.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung, bei der die Blendenachsen getrennt von dem
Schwenkelement ausgebildet sind, ist es notwendig, dass das Schwenkelement an die Blendenachsen
angepasste Ausnehmungen aufweist, mittels welcher die Blendenachsen bei einer
Verschwenkung des Schwenkelements mitgeführt werden.
Es kann aber auch günstig sein, wenn die Blendenachsen bezüglich des Schwenkelements
fest sind.
Da das Schwenkelement einen nur geringen Abstand zu dem Trägerelement aufweist, ist es
in beiden Fällen günstig, wenn das Trägerelement Freistellungen für die Blendenachsen
aufweist. Zweckmäßig kann es auch sein, wenn die Freistellungen so ausgebildet bzw. an die
Blendenachsendurchmesser angepasst sind, dass sie als Führungen für die Blendenachsen
dienen, wodurch die Bewegung und Lage der Blenden stabilisiert werden kann.
Zweckmäßig ist es auch, wenn die Drehachse in etwa mittig, im Bereich der vertikalen, die
optische Achse enthaltenden Längsmittelebene durch das Schwenkelement verläuft. Auf
diese Weise können durch eine geringe Verschwenkbewegung je nach Bedarf die beiden
Blendenachsen nach oben oder unten bewegt werden.
Üblicherweise weist das Schwenkelement eine im wesentlichen flächige Ausgestaltung auf,
und das Schwenkelement ist in Lichtaustrittsrichtung gesehen nach dem Trägerelement und
vor der Blendenanordnung angeordnet.
Um die Konstruktion eines Scheinwerfers mit geringen Abmessungen zu ermöglichen,
ist/sind das Trägerelement und/oder das Schwenkelement in optisch geringem Abstand zu
der Blendenanordnung angeordnet.
Bei einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist schließlich die Einstelleinrichtung als
Hubmagnet ausgebildet ist.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnung näher dargestellt. In dieser zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Seitenansicht eines beispielhaften erfindungsgemäßen Scheinwerfers
mit einer um eine Blendenachse höhenverstellbaren Blende,
- Fig. 2
- eine perspektivische Seitenansicht eines weiteren beispielhaften erfindungsgemäßen
Scheinwerfers mit einer um eine Blendenachse höhenverstellbaren Blende,
- Fig.3
- eine perspektivische Detailansicht einer Blendenanordnung eines Scheinwerfers
nach der Fig. 2,
- Fig. 4
- eine seitliche Vorderansicht einer Blendenanordnung mit in Führungen geführter
höhenverstellbarer Blende,
- Fig. 4a
- eine Hinteransicht einer Blendenanordnung mit in Führungen geführter Blende,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Scheinwerfers von schräg
oben mit zwei verstellbaren Blenden,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Scheinwerfers von schräg
unten mit zwei verstellbaren Blenden,
- Fig. 7
- eine Ansicht der wesentlichen für den Schweinwerfer mit zwei verstellbaren Blenden
verwendeten Bauteile,
- Fig. 8
- eine Ansicht einer Blendenstellung des erfindungsgemäßen Scheinwerfers mit zwei
verstellbaren Blenden für Abblendlicht bei Rechtsverkehr von schräg oben,
- Fig. 9
- eine Vorderansicht der Blendenstellung gemäß Fig. 8,
- Fig. 10
- eine Ansicht einer Blendenstellung des erfindungsgemäßen Scheinwerfers mit zwei
verstellbaren Blenden für Abblendlicht bei Linkverkehr von schräg oben,
- Fig. 11
- eine Vorderansicht der Blendenstellung gemäß Fig. 10,
- Fig. 12
- eine Ansicht einer Blendenstellung für Fernlicht bei Rechtsverkehr von schräg oben,
und
- Fig. 13
- eine Vorderansicht der Blendenstellung gemäß Fig. 12.
In den Figuren ist ein erfindungsgemäßer Fahrzeugscheinwerfer schematisch dargestellt.
Dieser besteht aus einem Reflektor 1, einer Lichtquelle 30, beispielsweise einer Xenon-Lampe,
einer Blendenanordnung 100 sowie einer Linse 16, welche von einer Linsenhalterung
13 am Reflektor gehalten und positioniert ist.
In den Fig. 1 - 3 ist ein Scheinwerfer gezeigt, dessen Blendenanordnung 100 grundsätzlich
aus einer um eine Blendenachse 6 beweglichen Blende 3 besteht. Diese Blende weist einen
Blendenoberkantenverlauf zur Erzeugung eines Abblendlichtverteilungsmusters für Rechtsverkehr
auf. Die Blende 3 ist dabei an einem Trägerelement 2 beweglich gelagert und im
wesentlichen als ebenes Blechteil ausgebildet, das im wesentlichen in einer Vertikalebene,
die einen Normalvektor parallel zur optischen Achse aufweist, bewegbar ist. Das Trägerelement
2 ist mit dem Reflektor etwa mittels Nieten, Schrauben, Schweißen etc. verbunden.
Die Blende ist in einer Ebene hinsichtlich ihrer Höhe bewegbar, wobei diese Ebene üblicherweise
einen Normalvektor parallel zur optischen Achse X aufweist. Allerdings ist es auch
möglich, dass die Bewegungsebene der Blende nach oben oder unten geneigt ist, und auch
seitliche Neigungen sind möglich. Lichttechnisch sind Neigungen des Normalvektors der
Bewegungsebene gegen die Richtung der optischen Achse von bis zu 45° nach oben oder
unten vorstellbar, wobei in der Regel allerdings versucht wird, diese Neigung möglichst
gering zu halten, damit nur eine geringe Bewegung der Blende beim Wechsel zwischen
Lichtverteilungen notwendig ist, und der Scheinwerfer klein gebaut werden kann. Seitliche
Neigungen des Normalvektors von maximal 5° - 10° sind lichttechnisch möglich. Bei größeren
seitlichen Neigungen ist eine scharfe Abbildung der Hell-Dunkelgrenze nicht mehr
möglich. Auch hier wird allerdings versucht, die Neigung möglichst gering zu halten. Diese
Überlegungen gelten sinngemäß auch für die spätere Behandlung von zwei Blenden.
Mit einer vorzugsweise fernbetätigbaren Einstelleinrichtung 11 ist die Blende 3 gegen die
Kraft einer Rückstellfeder 7 aus einer oberen, optisch wirksamen Position, in eine optisch
unwirksame Position bewegbar. In der optisch unwirksamen Position der Blende 3 wird von
dem Scheinwerfer ein Fernlicht erzeugt, wogegen in der wirksamen Position ein Abblendlicht
erzeugt wird. Die Einstelleinrichtung 11 weist ein Stellglied 14 auf, welches über eine
Verbindungsstelle 15 mit einem Hebel 9 verbunden ist. Beispielsweise ist die Einstelleinrichtung
11 als Hubmagnet ausgebildet, und das Stellglied ist ein Anker, der ein Gestänge
aufweist, mit welchem er mit dem Hebel verbunden ist. Der Hebel, der um eine Achse 10
verschwenkbar ist, ist mit einem Verbindungsmittel 8 mit der Blende 3 verbunden. Bei dem
Verbindungsmittel 8 handelt es sich beispielsweise um ein drahtförmiges oder stangenförmiges
Element, das sowohl mit dem Hebel als auch mit der Blende beweglich verbunden ist.
Günstig kann es sein, wenn das Verbindungsmittel 8 in einem äußeren, der Blendenachse 6
abgewandten Bereich der Blende 3 angreift. Allerdings ist die Erfindung auch dann problemlos
zu realisieren, wenn wie in der Zeichnung das Verbindungsmittel relativ nahe - allerdings
außerhalb der Blendenachse 6 - an der Blende angreift.
Bei einer Aktivierung der Einstelleinrichtung 11 wird das Stellglied 14 in die Einrichtung
hineingezogen und somit der Hebel 9 zu einer Verschwenkbewegung veranlasst. Dabei ist
die Verschwenkbewegung des Hebels 9, d. h. insbesondere jenes Bereichs des Hebels, der
mit dem Verbindungsmittel 8 in Verbindung steht, im wesentlichen nach unten, in Bewegungsrichtung
der Blende 3, gerichtet. Diese Bewegung wird über die Verbindungsmittel in
eine nach unten gerichtete Bewegung der Blende umgesetzt, und diese wird aus dem Strahlengang
gegen die Rückstellkraft der Feder 7 bewegt. Wird die Einstelleinrichtung 11 deaktiviert,
so wird die Blende 3 aufgrund der auf sie wirkenden Kraft der Feder 7 wieder nach
oben in ihre optisch wirksame Position bewegt und gegen einen Anschlag 32, der an dem
Trägerelement 2 angeordnet ist, gedrückt. Mit diesem Anschlag kann die optisch wirksame
Position der Blende genau definiert werden. Die Feder 7 greift dabei an einem Vorsprung 28
der Blende 3 an, an welchem bei der gezeigten Ausführungsform auch das Verbindungsmittel
8 beweglich befestigt ist.
Bei der hier beschriebenen Ausführung der Erfindung wird die Blende in eine optisch
wirksame Position nach einem Ausschalten bzw. Deaktivieren der Einstelleinrichtung in
Folge der Rückstellkraft der Feder 7 bewegt. Dies ist eine einfach und günstig zu realisierende
Variante der Erfindung. Grundsätzlich kann die Realisierung aber auch dergestalt sein,
dass die Einstelleinrichtung einen anderen Antrieb aufweist, der das Stellglied auch wieder
aus der Einstelleinrichtung herausbewegt, sodass die Blende in Folge dieser Bewegung des
Stellglieds in die optisch wirksame Position bewegt wird.
Wie den Figuren zu entnehmen ist, sind sowohl die Einstelleinrichtung als auch der Hebel
außerhalb des optischen Systems, gebildet aus Reflektor, Linse und Blendenanordnung,
angeordnet. In der Fig.1 ist dabei die Einstelleinrichtung im wesentlichen unterhalb des
Reflektors angeordnet, mit einer Ausrichtung, bei der das Stellglied im wesentlichen in einer
Horizontalebene, etwa parallel zur optischen Achse bewegt wird, während die Fig. 2 und
Fig. 3 einen Scheinwerfer zeigen, bei dem die Einstelleinrichtung ebenso wie der Hebel quer
zur optischen Achse eingebaut ist.
In den Fig.1 - 3 ist die mittels der Einstelleinrichtung 11 verschwenkbare Blende 3 noch um
eine Zusatzblende 17 ergänzt, die mit einer Handhabe 12 ebenfalls um die Blendenachse 6
verschwenkbar ist. Bei einem Verschwenken der Zusatzblende 17 in ihre optisch wirksame
Position wird der Asymmetrieanteil an der Lichtverteilung der Rechtsverkehrsblende abgeschnitten,
sodass der Scheinwerfer nun auch für Linksverkehr verwendet werden kann. Die
Verschwenkbewegung der Zusatzblende 17 wird wiederum mit dem Anschlag 32 begrenzt.
In der optisch wirksamen Position ist die Zusatzblende 17 außerdem über das Zusammenwirken
einer Ausnehmung 19 in der Zusatzblende 17 und einer Rastnase 18 gehalten. In
ihrer optisch unwirksamen Position ist die Zusatzblende 17 zwischen einem Leitblech 31
und der Rastnase 18 gehalten, wobei das Leitblech bei einem Bewegen der als federndes
Blechelement ausgebildeten Zusatzblende 17 als Führung dient.
In den Figuren 4 und 4a ist eine andere Ausführung der Erfindung gezeigt, bei der die
Bewegung der Blende 3' mittels Führungen 33 geführt ist. Die Bewegung in einer Ebene
erfolgt dabei mittels zweier Verbindungselemente 8, welche links und rechts von der durch
die optische Achse laufenden Vertikalebene an vorzugsweise in einem äußeren Bereich der
Blende 3' angeordneten Vorsprüngen 28 angreifen, sodass ein Verkanten der Blende 3' in
den Führungen nicht möglich ist. Die Positionierung der Blende 3' in ihrer oberen Position
erfolgt dabei mit einem in den Figuren nicht gezeigten Anschlag, gegen welchen die Blende
3' in der oberen Position gedrückt ist. Die Bewegung der Blende 3' erfolgt wiederum gegen
die Kraft einer ebenfalls nach der gezeigten Darstellung an den Vorsprüngen 28 angreifenden
Rückstellfeder 7, oder die Bewegung der Blende nach oben erfolgt über die Verbindungselemente
mittels der Einstelleinrichtung.
Eine optional vorhandene Zusatzblende 17 ist um eine Drehachse 34 verschwenkbar, wobei
die Drehachse an der Blende 3' angebracht ist. Bei einem nach unten Bewegen der Blende 3'
in eine Fernlicht ergebende Stellung wird somit auch die Zusatzblende 17 nach unten bewegt,
sodass sie die Fernlichtverteilung nicht beeinflusst. Die Zusatzblende 17 ist üblicherweise
in ihrer oberen Position ebenfalls gegen den nicht gezeigten Anschlag gedrückt und
mittels der Ausnehmung 19 an der Rastnase 18 gehalten. Aus der Fig. 4a ist weiters eine
Freistellung 24 für die Achse 34 der Zusatzblende 17 zu erkennen, wobei die Freistellung 24
vorzugsweise als Führung für die Achse 34 ausgebildet ist.
Damit auch im Abblendlicht für Linksverkehr ein Asymmetrieanteil vorhanden ist, ist eine
Ausbildung des Scheinwerfers wie in den Fig. 5 - 13 gezeigt und im folgenden beschrieben,
notwendig. Der Scheinwerfer verfügt dabei über eine Blendenanordnung 100, welche aus
zwei in Höhenrichtung verstellbaren Blenden 3, 4 besteht. Die eine Blende 3 weist dabei
einen Verlauf ihrer Blendenoberkante auf, der bei einem Einschwenken der Blende 3 in den
Strahlenverlauf des Scheinwerfers eine Abblendlichtverteilung für Rechtsverkehr ergibt.
Dementsprechend weist die andere Blende 4 einen Verlauf für Abblendlicht für Linksverkehr
auf. Bei einem Verschwenken beider Blenden aus dem Strahlenverlauf ergibt sich
schließlich eine Fernlichtverteilung.
Die beiden Blenden 3, 4 sind bei der gezeigten, vorteilhaften Ausführungsform um zwei im
wesentlichen horizontale Blendenachsen 6, 6a verschwenkbar, wobei die beiden Blendenachsen
im wesentlichen parallel der optischen Achse X des Scheinwerfers verlaufen, mit den
bereits weiter oben angesprochenen Abweichungen von dem parallelen Verlauf.
An dem vorderen Rand des Reflektors 1 ist ein Trägerelement 2 angebracht, beispielsweise
wiederum mittels Nieten, Schrauben, Schweißen, etc. An diesem unbeweglichen Trägerelement,
welches auch zur Lichtabschottung in einem unteren Bereich des Scheinwerfer dient,
und das vorzugsweise als ebenes Blechteil ausgebildet ist, ist ein ebenso ausgebildetes
Schwenkelement 20 um eine Schwenkachse 21 verschwenkbar angeordnet. Dieses Schwenkelement
20 ist zwischen zwei definierten Positionen verschwenkbar, wobei in den beiden
Positionen zur sicheren Positionierung das Schwenkelement an dem Trägerelement verrastbar
ist. Zweckmäßigerweise verläuft die Schwenkachse 21 des Schwenkelements 20 in
etwa mittig durch dieses, d. h. in etwa in dem Bereich der durch die optische Achse verlaufenden
Vertikalebene.
Das Schwenkelement 20 weist zwei Ausnehmungen 22, 23 für die beiden Blendenachsen 6,
6a auf. Die beiden Ausnehmungen sind dabei beiderseits der Schwenkachse 21 in einem
äußeren Bereich des Schwenkelements 20 angeordnet. Bei einem Betätigen von beispielsweise
einer Handhabe 25 kann das Schwenkelement 20 aus einer ersten in seine zweite Position
bzw. umgekehrt verschwenkt werden, wobei durch diese Verschwenkbewegung die eine
Achse 6, 6a aus einer angehobenen in eine abgesenkte Position und die zweite Achse 6a, 6
aus einer abgesenkten in eine angehobene Position verschwenkt wird. Damit ein Verschwenken
möglich ist, weist das Trägerelement 2 Freistellungen 24, 24a für die das Trägerelement
2 durchstoßenden Blendenachsen 6, 6a auf. Es kann auch vorgesehen sein, dass
diese Freistellungen 24, 24a als Führungen für die Blendenachsen ausgebildet sind, wozu
diese dann im wesentlichen dem Durchmesser der Achsen angepasst sind.
In Folge des Verschwenkens des Schwenkelementes und der damit verbundenen Auf-bzw.
Abbewegung der beiden Blendenachsen 6, 6a wird eine Blende, nämlich jene mit der
Blendenachse in ihrer oberen Position, in eine optisch wirksam Position gebracht und kann
für die Erzeugung einer Abblendlichtverteilung herangezogen werden, während die andere
Blende mit der Blendenachse in einer unteren Position sich in einer optisch unwirksamen
Lage befindet.
Die Blendenachsen können getrennt von dem Schwenkelement ausgebildet sein, oder sie
sind beispielsweise mit dem Schwenkelement verpresst. In beiden Fällen ist es aber zweckmäßig,
wenn Freistellungen oder Führungsschlitze für die Blendenachsen in dem Trägerelement
vorgesehen sind, damit eine möglichst nahe Anordnung der verschiedenen Elemente
aneinander möglich ist.
Des weiteren ist aus den Figuren 5 - 7 noch ein Hebel 9 sowie eine außerhalb des von Reflektor
1, Blendenanordnung 100 und Linse gebildeten optischen Systems angeordnete Einstelleinrichtung
11, die vorzugsweise als Hubmagnet ausgebildet ist, gezeigt. Bei der dargestellten
beispielhaften Ausführungsform sind dabei sowohl der Hebel 9 als auch die Einstelleinrichtung,
die etwa fernbetätigbar ausgebildet ist, in einem unteren Bereich des Scheinwerfers,
d. h. im wesentlichen unterhalb des Reflektors angeordnet, wobei zumindest der Hebel
bereichsweise auch über die Blendenanordnung in Richtung Linse hinausragen kann.
Der Hebel 9 ist um eine Drehachse 10 verschwenkbar an dem Reflektor 1 oder dem Trägerelement
2 angeordnet, welches dazu abgewinkelt und nach hinten, in Richtung Reflektor
geführt ausgebildet ist.
Zum Umschalten zwischen Abblendlicht und Fernlicht ist der Hebel 9 über Verbindungsmittel
8, 8a mit den Blenden 3, 4 beweglich verbunden. Weiters ist der um eine Drehachse 10
verschwenkbare Hebel 9 auch noch mit einem Stellglied 14 der Einstelleinrichtung 11 an
einer entsprechenden Verbindungsstelle 15 beweglich verbunden. Beispielsweise handelt es
sich im Falle eines Hubmagneten 11 um einen Anker 14 mit Gestänge. Die Einstelleinrichtung,
etwa der Hubmagnet, befindet sich gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel an der
Unterseite des Reflektors und ist beispielsweise direkt an diesem befestigt. Es kann aber
auch sein, dass die Befestigung der Einstelleinrichtung an dem dazu wiederum abgewinkelt
und nach hinten geführten Trägerelement angebracht ist.
Das Stellglied bzw. Gestänge, welches beispielsweise als hakenförmige Verlängerung des
Ankers 14 des Hubmagneten 11 ausgebildet ist, ist ebenfalls mit dem Hebel 9 verbunden,
und bei einem Betätigen beispielsweise des Hubmagneten 11 wird der Anker 14 mit dem
Gestänge in den Magneten hineingezogen und veranlasst den Hebel 9 zu einer Verschwenkbewegung
um seine Drehachse 10. Aufgrund dieser Verschwenkbewegung wird der vordere,
der Linse 16 zugewandte Bereich des Hebels, in dem die Verbindungsstellen 90, 91 mit
den Verbindungsmitteln liegen, nach unten bewegt und zieht über die Verbindungsmittel,
die etwa draht- oder stangenförmig ausgebildet sind, die beiden Blenden aus einer angehobenen
Position in eine abgesenkte Position, sodass von den Blenden kein Licht mehr abgeschottet
wird. Dabei werden beide Blenden im wesentlichen gleichzeitig nach unten bewegt,
wobei hier angemerkt sei, dass nur eine Blende in ihrer optisch wirksamen, ein Abblendlicht
erzeugenden Position angeordnet war, während die andere Blende in Folge der Position des
Schwenkelements ohnehin optisch unwirksam war.
Entsprechend der Zeichnung sind die Blenden 3, 4 in der Regel als ebene Blechelemente
ausgebildet und weisen in einem der Blendenachse 6, 6a abgewandten Bereich Verbindungsstellen
28, 29 für die Verbindungsmittel auf. Bei einer einfachen Ausführungsform sind diese
Verbindungsstellen 28, 29 gemäß z. B. Fig. 6 als kleine Laschen aus dem Blendenblech
aufgebogen und weisen beispielweise kleine Öffnungen auf, in welchen die Verbindungsmittel
befestigt sind.
Bei der gezeigten Ausführungsform verläuft die Drehachse 10 des Hebels 9 in etwa waagrecht
und quer bzw. normal auf die optische Achse X, und die bewegliche Verbindung
zwischen Stellglied und Hebel 9 liegt unterhalb der Drehachse 10. Anders als in der Zeichnung
dargestellt ist es aber auch möglich, dass der Hebel 9 nicht eine Ausrichtung in Richtung
der optischen Achse X aufweist, sondern beispielsweise quer dazu, sodass seine Drehachse
10 parallel zur optischen Achse verläuft. Bei der Verbindung des Hebels mit den
Blenden muss dann natürlich der unterschiedliche, vom Hebel in Abhängigkeit von der
jeweiligen horizontalen Position zurückgelegte Weg berücksichtigt werden, damit beide
Blenden ausreichend aus dem Strahlengang bewegt werden.
Die Blenden 3, 4 werden dabei vorteilhafterweise gegen die Rückstellkraft einer Feder 7, die
bei der gezeigten Ausführungsform an den Laschen 28, 29 angreift, aus ihrer angehobenen in
ihre abgesenkte Position bewegt. Bei einem Ausschalten des Hubmagneten 11 werden
aufgrund des Verschwindens der auf den Anker wirkenden Kraft, welche diesen in den
Magneten hineinzieht, die beiden Blenden mittels der Rückstellfeder 7 wieder in ihre obere
Position gedrückt, wobei die jeweils optisch wirksame Blende gegen einen Anschlag 26, 27
gedrückt wird, der die Abblendlichtposition der Blende 3, 4 exakt definiert. Grundsätzlich
kann zur Erzeugung der Rückstellkraft für jede der beiden Blenden auch jeweils eine eigene
Rückstellfeder verwendet werden. Auch ist es, wie bereits beschrieben, möglich, dass die
Blenden wieder mittels einer dazu eingerichteten Einstelleinrichtung in ihre angehobene
Position bewegt werden.
In der Fig. 8 und Fig. 9 ist beispielsweise die Blendenstellung zur Erzeugung einer Abblendlichtverteilung
für Rechtsverkehr dargestellt. Das Schwenkelement 20 ist gegen den Anschlag
26 gedrückt und in dieser Position verrastet, sodass die Blendenachse 6 für die Blende
3 zur Erzeugung einer Abblendlichtverteilung für Rechtsverkehr in einer oberen Position
angeordnet ist, während die andere Blendenachse 6a sich in einer unteren Position befindet.
Die beiden Blenden 3, 4 sind von der Federn 7 gegen die Anschläge 26, 27 gedrückt, da die
Einstelleinrichtung nicht betätigt ist und der Hebel 9 sich in einer oberen, in etwa waagrechten
Position befindet, wie dies der Fig. 9 zu entnehmen ist. In Folge der Tatsache, dass die
Blendenachse 6 sich in einer oberen Position befindet, ist nur die Blende 3 optisch wirksam,
obwohl sich auch die zweite Blende 6a in einer grundsätzlich angehobenen Position befindet.
In den Fig. 10 und Fig. 11 ist die grundsätzlich ähnliche Situation zur Erzeugung einer
Abblendlichtverteilung bei Linksverkehr dargestellt. Gegenüber den Fig. 8 und Fig. 9 ist hier
das Schwenkelement 20 um seine Schwenkachse 21 so verschwenkt, dass es gegen den
Anschlag 27 gedrückt und in dieser Position verrastet ist. Auf diese Weise befindet sich die
Blendenachse 6a für Linksverkehr in einer oberen Position, und bei nicht eingeschalteter
Einstelleinrichtung bedeutet dies, dass die Blende 4 zur Erzeugung eines Abblendlichtes für
Linksverkehr in den Strahlenverlauf in Folge der Kraft der Rückstellfeder eingeschwenkt ist.
Die Blende 3 befindet sich ebenfalls in einer angehobenen Position, in Folge der Absenkung
ihrer Achse 6 ist sie aber optisch unwirksam.
Abschließend ist in den Fig. 12 und Fig. 13 die Situation bei einer Fernlichtverteilung, und
zwar hier in der Stellung des Schwenkelements 20 für Rechtsverkehr, dargestellt, wobei
anzumerken ist, dass die folgenden Erläuterungen auch bei der Stellung des Schwenkelements
für Linksverkehr gültig sind. Ausgangspunkt ist die in den Fig. 8 und Fig. 9 gezeigte
Position der Blenden. Die Blendenachse 6 für die Blende 3 für Rechtsverkehr befindet in
einer oberen Position, sodass diese Blende grundsätzlich die optisch wirksame ist. Bei Einschalten
des Fernlichts wird nun die Einstelleinrichtung, also beispielsweise der Hubmagnet
11, betätigt und der Anker mit dem Gestänge 14 wird in den Hubmagneten bis zu einem
nicht dargestellten Anschlag innerhalb des Spulenkörpers des Hubmagneten hineingezogen.
In Folge dieser Bewegung des Stellglieds wird der Hebel 9 um seine Drehachse 10 verschwenkt
und mit seinem vorderen, der Linse zugewandten Bereich, in dem die Verbindungsmittel
8, 8a beweglich angebracht sind, nach unten bewegt. Auf diese Weise werden
die beiden Blenden, sowohl die optisch wirksame Blende 3 als auch die unwirksame Blende
4, nach unten und aus dem Strahlengang des Scheinwerfers verschwenkt, und im Außenraum
des Scheinwerfers wird eine Fernlichtverteilung erzeugt.