EP0381820B1 - Treibstangenverschluss - Google Patents

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EP0381820B1
EP0381820B1 EP89119327A EP89119327A EP0381820B1 EP 0381820 B1 EP0381820 B1 EP 0381820B1 EP 89119327 A EP89119327 A EP 89119327A EP 89119327 A EP89119327 A EP 89119327A EP 0381820 B1 EP0381820 B1 EP 0381820B1
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EP
European Patent Office
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slide
lock
locking
driving rod
flank
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EP89119327A
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EP0381820A2 (de
EP0381820A3 (de
Inventor
Ralf Döring
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Fuhr GmbH and Co KG
Original Assignee
Carl Fuhr GmbH and Co KG
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Publication date
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05CBOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C9/00Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing
    • E05C9/04Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing with two sliding bars moved in opposite directions when fastening or unfastening
    • E05C9/042Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing with two sliding bars moved in opposite directions when fastening or unfastening with pins engaging slots
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05CBOLTS OR FASTENING DEVICES FOR WINGS, SPECIALLY FOR DOORS OR WINDOWS
    • E05C9/00Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing
    • E05C9/04Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing with two sliding bars moved in opposite directions when fastening or unfastening
    • E05C9/047Arrangements of simultaneously actuated bolts or other securing devices at well-separated positions on the same wing with two sliding bars moved in opposite directions when fastening or unfastening comprising key-operated locks, e.g. a lock cylinder to drive auxiliary deadbolts or latch bolts
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B63/00Locks or fastenings with special structural characteristics
    • E05B63/18Locks or fastenings with special structural characteristics with arrangements independent of the locking mechanism for retaining the bolt or latch in the retracted position
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B63/00Locks or fastenings with special structural characteristics
    • E05B63/18Locks or fastenings with special structural characteristics with arrangements independent of the locking mechanism for retaining the bolt or latch in the retracted position
    • E05B63/185Preventing actuation of a bolt when the wing is open
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B63/00Locks or fastenings with special structural characteristics
    • E05B63/18Locks or fastenings with special structural characteristics with arrangements independent of the locking mechanism for retaining the bolt or latch in the retracted position
    • E05B63/20Locks or fastenings with special structural characteristics with arrangements independent of the locking mechanism for retaining the bolt or latch in the retracted position released automatically when the wing is closed

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Treibstangenverschluß gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Treibstangenverschlüssen haftet das Problem an, daß die Treibstangen bei unbetätigter Handhabe ständig ausgeschlossen sind, was dazu führen kann, daß die untere Treibstange beim Schwenken einer Tür bzw. eines Tores über den Boden kratzt. Vornehmlich werden derartige Treibstangenverschlüsse jedoch in Tore eingebaut. Werden sie im normalen Türbereich eingesetzt, so finden Treibstangen mit geringeren Abmessungen Verwendung. Um zu verhindern, daß die untere Treibstange über den Boden schleift, werden im oberen Bereich der Tür einzubauende Zusatzschlösser verwendet, die die Treibstangen im eingezogenen Zustand festklemmen. Ausgelöst werden die Treibstangen dann über einen einer Falle ähnlichen Auslöser beim Schließen der Tür. Das Hinzuziehen solcher Zusatzschlösser verlangt eine besondere Vorbereitung der Tür bzw. eines Tores im oberen Bereich. Dabei ist darauf zu achten, daß die Zusatzschlösser an die verschiedenen Tür- oder Torausführungen angepaßt werden müssen. Da Tore gegenüber Türen wesentlich grober gehandhabt werden und die entsprechenden Treibstangen größere Abmessungen besitzen, müßte ein dort eingesetztes Zusatzschloß aus Festigkeitsgründen auch in erheblich größeren Abmessungen erstellt sein.
  • Bei einem gattungsgemäßen Treibstangenbeschlag, wie er aus der EP 00 926 30 bekannt ist, ist das Herunterfallen der unteren Treibstange nach Betätigen des Treibstangenverschlusses durch eine Verrastung verhindert. Hierzu ist ein an der Stulpe angeordnetes Rastglied vorgesehen, das schwenkbar gelagert ist und mit einem Vorsprung in eine dafür vorgesehene Aussparung der Treibstange einrasten kann. Aus der deutschen Offenlegungsschrift 10 62 143 ist ein Treibstangenverschluß bekannt, bei welchem mittels einer Hilfsfalle und einem damit verbundenen Riegelstück die obere Treibstange in ihrer Entriegelungsstellung verrastbar ist. Nachteilig an den im Stand der Technik bekannten Treibstangenverschlüssen sind die nach außen ragenden Teile, mit welchen die rastgesicherte Öffnungsstellung aufhebbar ist.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Treibstangenverschluß der in Rede stehenden Art in herstellungstechnisch einfacher Weise gebrauchsvorteilhaft weiterzubilden derart, daß die rastgesicherte Öffnungsstellung ohne zusätzliche, aus dem Verschluß ragende Teile aufhebbar ist.
  • Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung.
  • Die Unteransprüche stellen vorteilhafte Weiterbildungen dar.
  • Zufolge derartiger Ausgestaltung ist ein Treibstangenverschluß der in Rede stehenden Art von erhöhtem Gebrauchswert geschaffen. Das treibstangenbedingte Zerkratzen von Gebäudeteilen in der Öffnungsstellung des Treibstangenverschlusses ist beseitigt. Je nach Einbauverhältnissen können eine oder beide Treibstangen verrastet werden. Das Verrasten beider Treibstangen wird man beispielsweise dann vornehmen, wenn in der Öffnungsstellung sowohl die untere als auch die obere Treibstange dem Boden bzw. der Decke dicht benachbart sind. In der Regel wird es jedoch genügen, ausschließlich die untere Treibstange in der Öffnungslage selbsttätig zu verrasten. Zusatzschlösser können daher entfallen. Ferner sind keine zusätzlichen Maßnahmen an einer Tür bzw. einem Tor vorzunehmen. Die selbsttätige Verrastung führt dazu, daß auch keine zusätzlichen Bedienungsschritte am Treibstangenverschluß vorzunehmen sind. Das Auslösen einer oder beider Treibstangen erfolgt durch den anschließenden Schließbetätigungshub des Treibstangenverschlusses. Wird der Treibstangenverschluß so gestaltet, daß nur eine der Treibstangen in der verschlußeinwärtsgesteuerten Öffnungslage selbsttätig verrastet, so kann der freigebende Schließbetätigungshub derjenige der anderen Treibstange sein. Das bedeutet, daß diese, wenn sie das Gegenschließteil beaufschlagt und dadurch in Öffnungsrichtung verlagert wird, die zuvor in Raststellung gehaltene Treibstange auslöst.
  • Ist die untere Treibstange in der Öffnungslage in der Raststellung gehalten, so kann sie beim Bewegen der Tür bzw. des Tores nicht über den Boden schleifen und diesen zerkratzen. Sobald beim Schließen der Tür das obere Treibstangenende die Verlagerung dieser Treibstange erzwingt, führt deren Bewegung zu dem entsprechenden Auslösen. Das bedeutet, daß dann die Tür bzw. das Tor schon ihre Schließbewegung durchgeführt haben. Werden die Treibstangen aus ihrer Verschlußlage von der Handhabe entgegen Federwirkung in ihre Öffnungsrichtung verlagert, so fährt in die eine Treibstange -vornehmlich ist es die untere- der federbelastete Sperrschieber ein unter Erzeugung der Raststellung, während die andere Treibstange in ihre Ausgangslage zurückkehrt. Das Zurückziehen des Sperrschiebers erfolgt über die Schrägflanke des Rückholfingers der anderen Treibstange, und zwar beim Schließen der Tür bzw. des Tores, was die Verlagerung der einen Treibstange nach sich zieht. Sobald der Sperrschieber von der Schrägflanke genügend zurückgezogen ist, kann die eine Treibstange sich nämlich in die Schließstellung bewegen. Das Auslösen bzw. der freigebende Schließbetätigungshub könnte jedoch auch durch die Handhabe selbst erfolgen. Im Detail sieht das Auslösen so aus, daß die Schrägflanke bei verschlußeinwärtsgerichteter Verlagerung der anderen Treibstange den Zapfen beaufschlagt, durch welchen der Sperrschieber in die Freigabestellung geschoben wird. Die entsprechenden Bauteile lassen sich raumsparend in den Gesamtaufbau des Treibstangenverschlusses einfügen und kostensparend fertigen. Hierzu trägt die Tatsache bei, daß der Zapfen an dem zum Sperrschieber in Verschieberichtung des Sperrschiebers beweglichen Schlitten sitzt. Durch entsprechende Abfederung wird dieser stets in seine vorschriftmäßige Stellung gebracht. Damit nach Erreichen der Raststellung der einen Treibstange die andere sich wieder zurückverlagern kann, ist die Auflaufflanke vorgesehen, die den Schlitten über den Zapfen verschiebt, damit er anschließend wieder in den Bewegungsbereich der Schrägflanke gelangt. Stabilitätsfördernd stellt sich die Maßnahme heraus, den Sperrschieber im Grundriß rahmenförmig zu gestalten und in diesem den Schlitten zu führen sowie auch dort die Schlittenfeder unterzubringen. Somit erhält der Schlitten mit Schlittenfeder eine geschützte Lage und führt noch zu einer Stabilitätserhöhung des Rahmens selbst.
    Bau- und steuerungstechnische Vorteile ergeben sich durch die winkelförmige Gestaltung des Rückholfingers. Der eine Schenkel desselben dient zur Festlegung an der einen Treibstange, während der andere Schenkel die Schrägflanke wie auch die Auflaufflanke formt.
  • Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren 1 bis 8 erläutert. Es zeigt:
  • Fig. 1
    eine Ansicht eines erfindungsgemäß gestalteten Treibstangenverschlusses bei abgenommener Schloßdecke entsprechend der Verriegelungsstellung,
    Fig. 2
    in vergrößerter Darstellung eine Ansicht auf das Schloßeingerichte im Bereich der Handhabennuß betreffend die ihre Verriegelungsstellung einnehmenden Treibstangen,
    Fig. 3
    eine Folgedarstellung der Fig. 2, und zwar bei gegenläufiger Verlagerung der Treibstangen,
    Fig. 4
    eine weitere Zwischenstellung, wobei der Sperrschieber in die Sperrausnehmung der unteren Treibstange eingefahren ist,
    Fig. 5
    die Folgedarstellung der Fig. 4, und zwar bei vom Sperrschieber gehaltener unterer Treibstange, während die obere Treibstange aufwärts fährt unter Beaufschlagung des Zapfens mit Schlitten durch die Auflaufflanke des Rückholfingers,
    Fig. 6
    die Folgedarstellung der Fig. 5, wobei die untere Treibstange fixiert und die obere Treibstange in ihre Ausgangslage zurückgefahren ist derart, daß dann der Zapfen des zurückverlagerten Schlitttens im Bewegungsbereich der Schrägflanke des Rückholfingers liegt,
    Fig. 7
    den Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 3 und
    Fig. 8
    einen entsprechenden Schnitt nach der Linie VIII-VIII in Fig. 4.
  • Der Treibstangenverschluß besitzt ein Verschlußgehäuse 1, welches von einem von einer Stulpe 2 ausgehenden Schloßboden 3 und einer parallel dazu liegenden, nicht dargestellten Schloßdecke gebildet wird.
  • Im Schloßboden 3 und Schloßdecke ist eine mit einer Vierkantöffnung 4 versehene Handhabennuß 5 drehbar gelagert. In die Vierkantöffnung 4 kann ein die nicht dargestellte Handhabe tragender Drückerdorn eingesetzt werden. In diametraler Gegenüberlage gehen von der Handhabennuß 5 zwei Nußarme 6 und 7 aus. Der eine Nußarm 7 ist mit einem Zapfen 8 ausgestattet, welcher in einen konzentrisch zur Nußachse verlaufenden Bogenschlitz 9 des Schloßbodens 3 ragt. Der Zapfen 8 befindet sich gemäß der Verriegelungsstellung in Fig. 1 und 2 am unteren Ende dieses Bogenschlitzes 9. Der andere Nußarm 6 stützt sich dagegen an einem Mitnehmerzapfen 10 eines im Verschlußgehäuse 1 geführten Treibstangen-Anschlußschiebers 11 ab. Dessen Bewegungsrichtung verläuft parallel zur Stulpe 2. Der Treibstangen-Anschlußschieber 11 ist über eine mittig im Verschlußgehäuse 1 um einen Zapfen 12 drehbare Schwinge 13 mit einem gegenläufig zum Treibstangen-Anschlußschieber 11 verlagerbaren weiteren Treibstangen-Anschlußschieber 14 gekuppelt. Die Verbindung erfolgt dabei über Gelenkbolzen 15,16. Wie aus den Figuren hervorgeht, durchgreift der Gelenkbolzen 15 einen Längsschlitz 17 der Schwinge 13, während der andere Gelenkbolzen 16 unterseitig von einem Finger 18 der Schwinge 13 unterfaßt ist.
  • Jeder Treibstangen-Anschlußschieber 11,14 ist mit je einem frontseitig der Stulpe 2 angeordneten Treibstangen-Anschlußstück 19,20 gekuppelt, welche durch eine gemeinsame Feder 21 gegeneinander abgefedert sind. Die einander abgekehrten Enden jedes Treibstangen-Anschlußstücks 19,20 sind mit einer quer zur Stulpe 2 gerichteten Verzahnung 22 versehen, die in Eingriff mit einer Gegenverzahnung je einer Treibstange 23,24 tritt.
  • Im unteren Bereich des Treibstangenverschlusses ist eine Einbauöffnung 25 für einen nicht dargestellten Schließzylinder vorgesehen. Mittels dessen Schließgliedes ist ein quer zur Stulpe 2 beweglicher Riegel 26 schließbar. Letzterem ist eine senkrecht steigende Zuhaltung 27 zugeordnet, deren Tourenstift 28 in eine von zwei Sperrausnehmungen des Riegels 26 eintreten kann. Die Zuhaltung 27 wird von einer Druckfeder 29 in Abwärtsrichtung beaufschlagt. Vorschließbar ist der Riegel 26 jedoch nur bei in Verriegelungsstellung befindlichen Treibstangen.
  • Ferner ist am Treibstangenverschluß eine solche Maßnahme getroffen, daß die untere Treibstange 24 in der verschlußeinwärtsgesteuerten Öffnungslage selbsttätig verrastet. Zu diesem Zweck ist der obere Treibstangen-Anschlußschieber 11 zwischen dem Mitnehmerzapfen 10 und dem Gelenkbolzen 15 mit einem im Querschnitt winkelförmigen Rückholfinger 30 bestückt. Der eine Schenkel 31 liegt flächig auf dem Treibstangen-Anschlußschieber 11 auf, während der andere Schenkel 32 verschlußeinwärts gerichtet ist. Der Schenkel 32 bildet eine Schrägflanke 33 und eine spitzwinklig zu dieser stehende Auflaufflanke 34 aus derart, daß der Schnittpunkt beider durch eine Rundung 35 verbunden ist. Die Schrägflanke 33 ist der Stulpe 2 abgekehrt und verläuft zur Bewegungsrichtung des Treibstangen-Anschlußschiebers 11 unter einem Winkel von etwa 45°. Beide Flanken 33,34 schließen dabei einen Winkel von etwa 15° ein. Verbunden sind die Auflaufflanken 33,34 im anderen Bereich durch eine horizontalgerichtete Flanke 36, die über eine Senkrechtflanke 37 in die Schrägflanke 33 übergeht.
  • Im Bewegungsbereich des Schenkels 32 des Rückholfingers 30 erstreckt sich ein Zapfen 38. Dieser ist Bestandteil eines Schlittens 39, welcher im Rahmeninneren eines im Grundriß rahmenförmigen Sperrschiebers 40 verschieblich geführt ist. Die Bewegungsrichtung des Sperrschiebers 40 verläuft quer zu der Verlagerungsrichtung der Treibstangen bzw. der Treibstangen-Anschlußschieber 11,14. In dieser Richtung ist auch der Schlitten 39 im Sperrschieber 40 geführt. Eine geradlinige Führung erhält der Sperrschieber 40 durch in Richtung des Schloßbodens 3 weisende Vorsprünge 41,42, die in entsprechende Längsschlitze 43,44 des Schloßbodens 3 eintauchen, vergl. insbesondere Fig. 7 und 8.
  • Der Schlitten 39 ist in Richtung auf den rückwärtigen Rahmenschenkel 45 des Sperrschiebers 40 abgefedert, und zwar mittels einer als Druckfeder gestalteten Schlittenfeder 46, die sich an dem vorderen Rahmenschenkel 47 des Sperrschiebers 40 abstützt. Somit liegen sowohl der Schlitten 39 als auch die Schlittenfeder 46 innerhalb des Sperrschiebers 40 in einer geschützten Lage. Lediglich der Zapfen 38 überragt die Seitenflanke des Rahmens, um von dem Rückholfinger 30 erfaßt werden zu können.
  • Der Sperrschieber 40 selbst steht auch unter Federwirkung. Zu diesem Zweck geht von dem oberen Rahmenlängsschenkel 48 eine aufwärtsgerichtete Schulter 49 aus, an der sich das eine Ende einer Druckfeder 50 abstützt. Deren anderes Ende findet Abstützung an einer verschlußeinwärtsgerichteten Zunge 51 des Schloßbodens 3. Hierdurch wird der Sperrschieber 40 so weit verschoben, daß sich der vordere Rahmenschenkel 47 an einer Anschlagfläche 52 des doppellagigen Treibstangen-Anschlußschiebers 14 abstützt. Diese Anschlagfläche 52 befindet sich dabei an der unteren, dem Schloßboden 3 zugekehrten Lage. Im Anschluß an die Anschlagfläche 52 bildet diese Lage eine Sperrausnehmung 53 zum Eintritt des vorderen Endes des Sperrschiebers 40 aus.
  • Es ergibt sich folgende Wirkungsweise:
    Soll ein mit dem erfindungsgemäßen Treibstangenverschluß ausgestattes Tor geöffnet werden, so ist vorerst durch Schließzylinderbetätigung nach Anheben der Zuhaltung 27 der Riegel 26 zurückzuziehen, so daß er nicht störend in den Bewegungsbereich des Treibstangen-Anschlußschiebers 14 ragt. Es liegt dann die Stellung gemäß Figur 2 vor, aus welcher heraus die Handhabennuß 5 in Uhrzeigerrichtung gedreht werden kann, und zwar entgegen der Kraft der die Treibstangen-Anschlußstücke 19,20 belastenden Feder 21. Demzufolge kann auch auf eine gesonderte Nußfeder verzichtet werden. Über den Nußarm 6 und Mitnehmerzapfen 10 des TreibstangenAnschlußschiebers 11 erfolgt eine Verlagerung desselben in Abwärtsrichtung, welche Bewegung über die Schwinge 13 zu einer Aufwärtsverlagerung des Treibstangen-Anschlußschiebers 14 führt. Der Rückholfinger 30 wird demgemäß ebenfalls in Abwärtsrichtung bewegt, wobei dessen Schrägflanke 33 den Zapfen 38 des Schlittens 39 beaufschlagt und diesen mit dem Sperrschieber 40 entgegen der Kraft der den Sperrschieber belastenden Druckfeder 50 um ein geringes Maß zurückzieht. Dann läuft die Senkrechtflanke 37 am Schlitten-Zapfen 38 ab, vergl. Fig. 3. Durch weitere Handhabenverlagerung wird die Stellung gemäß Fig. 4 erreicht. Dann hat die Senkrechtflanke 37 den Zapfen 38 verlassen, und der Sperrschieber 40, der nicht mehr durch den Schlitten 39 gehalten wird, kann federbeaufschlagt vorfahren, wobei sein vorderes Ende in die Sperrausnehmung 53 des aufwärtsbewegten Treibstangen-Anschlußschiebers 14 eingreift.
  • Wird nach der dann erreichten Stellung die Handhabe losgelassen, so dreht die Handhabennuß 5 zufolge des in Aufwärtsrichtung federbelasteten Treibstangen-Anschlußschiebers 11 zurück. Der Rückholfinger 30 macht diese Bewegung mit, wobei die Auflaufflanke 34 gegen den Zapfen 38 tritt und den Schlitten 39 in Richtung der Stulpe 2 verschiebt entgegen der Kraft der Schlittenfeder 46. Ebenfalls wird der Treibstangen-Anschlußschieber 14 um ein geringes Maß durch die Federbelastung abwärts gesteuert. Diese Bewegung ist begrenzt durch die obere Querkante 53′ der Sperröffnung 53, vergl. Fig. 5. Zufolge des einseitigen Freiganges zwischen der Schwinge 13 und Treibstangen-Anschlußschieber 14 vermag der andere Treibstangen-Anschlußschieber 11 weiter aufwärts zu fahren, bis die Stellung gemäß Fig. 6 erreicht wird. Die Drehbewegung der Handhabennuß 5 ist dabei durch die untere Randkante des Bogenschlitzes 9 begrenzt. Während des Bewegungsablaufes von Fig. 5 bis zu Fig. 6 hat der Zapfen 38 die Rundung 35 umfahren und liegt danach unterhalb der Schrägflanke 33 des Rückholfingers 30. Somit ist auch der Treibstangen-Anschlußschieber 14 mit der von ihm ausgehenden Treibstange 24 in verschlußeinwärtsgesteuerter Öffnungslage gehalten. Bei einem Verschwenken des Tores besteht somit keine Gefahr, daß das Treibstangenende über den Boden kratzt.
  • Auf zweierlei Art und Weise kann nun die Raststellung ausgelöst werden. Einerseits ist es möglich, daß die Freigabe beim Schließen des Tores erfolgt, wobei das obere Treibstangenende ein rahmenseitiges Gegenschließteil beaufschlagt verbunden mit einer Abwärtsbewegung der oberen Treibstange 23. Diese Bewegung überträgt sich auf den Treibstangen-Anschlußschieber 11 und damit auch auf den Rückholfinger 30, dessen Schrägflanke 33 den Zapfen 38 beaufschlagt. Hierdurch wird über den Schlitten 39 der Sperrschieber 40 entgegen Federbelastung zurückgezogen, wobei der Sperrschieber 40 die Sperrausnehmung 53 des unteren Treibstangen-Anschlußschiebers 14 verläßt. Federbeaufschlagt kann nun dieser mit der an ihm sitzenden unteren Treibstange 24 in die abwärtsgerichtete Sperrlage fahren.
  • Die andere Möglichkeit zur Freigabe der unteren Treibstange besteht darin, daß mittels der Handhabe die Handhabennuß 5 so weit gedreht wird, daß ebenfalls über die Schrägflanke 33 des Rückholfingers 30 eine Beaufschlagung des Zapfens 38 erfolgt verbunden mit einem Zurückziehen des Sperrschiebers 40. Nach Loslassen der Handhabe kehren dann die Schloßeingerichteteile in die Stellung gemäß Fig. 2 zurück. Letztere kann durch Schließzylinderbetätigung verriegelt werden.

Claims (5)

  1. Treibstangenverschluß mit durch Betätigung einer Handhabe entgegen Federwirkung in Öffnungsrichtung verlagerbaren Treibstangen, wobei mindestens eine (24) der Treibstangen (23,24) in der verschlußeinwärtsgesteuerten Öffnungslage selbsttätig verrastet und diese Raststellung durch ein in die eine Treibstange (24) oder Treibstangen-Anschlußschieber (14) federnd einfahrendes Sperrglied erzielt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrglied als Sperrschieber (40) ausgebildet ist, der mittels einer Schrägflanke (33) eines Rückholfingers (30) der anderen Treibtange (23) oder Treibstangen-Anschlußschieber (11) aus seiner Raststellung herausziehbar ist.
  2. Treibstangenverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägflanke (33) des Rückholfingers (30) bei verschlußeinwärtsgerichteter Verlagerung der anderen Treibstange (23) einen Zapfen (38) beaufschlagt, welcher den Sperrschieber (40) in die Freigabestellung verschiebt.
  3. Treibstangenverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (38) an einem zum Sperrschieber (40) in Verschieberichtung des Sperrschiebers beweglichen Schlitten (39) sitzt, der zum Sperrschieber (40) entgegen der Einrastrichtung abgefedert und von einer Auflaufflanke (34) des Rückholfingers (30) überfahrbar ist.
  4. Treibstangenverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrschieber (40) den Grundriß eines Rahmens hat und im Rahmeninneren der Schlitten (39) geführt und die Schlittenfeder (46) angeordnet ist.
  5. Treibstangenverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen (38) über die Seitenflanke des Rahmens vorsteht und die Schrägfläche (33) und Auflaufflanke (34) von dem einen Schenkel (32) des winkelförmigen Rückholfingers (30) gebildet sind.
EP89119327A 1989-02-08 1989-10-18 Treibstangenverschluss Expired - Lifetime EP0381820B1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE3903633 1989-02-08
DE3903633A DE3903633C2 (de) 1989-02-08 1989-02-08 Treibstangenverschluß

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EP0381820A3 EP0381820A3 (de) 1991-07-17
EP0381820B1 true EP0381820B1 (de) 1993-12-22

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ID=6373595

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Application Number Title Priority Date Filing Date
EP89119327A Expired - Lifetime EP0381820B1 (de) 1989-02-08 1989-10-18 Treibstangenverschluss

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EP (1) EP0381820B1 (de)
DE (2) DE3903633C2 (de)

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