DEW0010476MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. Januar 1953 Bekanintgeniacht am 20. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Beschleunigen von Misch-, Rühr-,
Trenn-, Sieb-, Auf schlemm-, Dispersions-, Emulsions- und ähnlichen Vorgängen. Es sind Vibratoren
der verschiedensten Art bekanntgeworden, die als sogenannte Innenrüttler in das zu behandelnde
Gut eingeführt werden.
Ferner kennt man zur Beschleunigung von Misch-, Aufschlemm-, Trenn- oder ähnlichen Vorgängen
mechanische Geräte, die als Wirbelgeräte ausgebildet sind und die das zu behandelnde Gut
in einem bestimmten Arbeitstakt umrühren. Diese Rührwerke werden mechanisch durch Übersetzungsgetriebe
von außerhalb des zu behandelnden Gutes liegenden Motoren angetrieben.
Die Erfindung kennzeichnet sich darin, daß das zu behandelnde Gut gleichzeitig der Einwirkung
von Vibrationseinflüssen und einer Durchwirbelung unterworfen wird. Durch die kombinierte Wirkung
wird eine wesentliche Steigerung der gewünschten Vorgänge erzielt. Die gleichzeitige Verwendung
von Vibratoren und Wirblern zeigt über die summarische Wirkung beider Aggregate hinaus eine
bisher nicht gekannte zusätzliche Wirkung. Die: Intensität wird wesentlich erhöht, und vor allem as
können auch schwerlösliche Stoffe oder Flüssigkeiten hoher Viskosität behandelt werden. Beide
Arbeitsmethoden können durch zwei voneinander getrennte Vorrichtungen erreicht werden. Es besteht
auch die Möglichkeit, die Vibrationswirkung
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und die mechanische Durchwirbelung von einer als Vibrationsgerät und Wirbelgerät gebildeten kombinierten
Vorrichtung ausführen zu lassen. Hierbei führt die Wirbeleinrichtung die Vibrationsschwingungen
mit aus.
Die Vorrichtung kann ferner so gestaltet werden, daß das zu wirbelnde Gut laufend dem Vibrationsund
dem Wirbelbereich zugeführt wird. Auch können im Vibrations- und Wirbelbereich dem zu
ίο behandelnden Gut zusätzlich andere Medien, wie
feste Stoffe, Flüssigkeiten, Gase, zugeführt werden, wobei der Wirbelvorgang für die Bewegung dieser
Stoffe ausgenutzt wird. Schließlich kann die Vibrations- und Wirbeleinrichtung in ihrer Lage innerhalb
des zu behandelnden :Gutes noch zusätzlich bewegt werden. D ie-Bewegung in der Längsrichtung
der Vibrationseinrichtung kann durch Schwimmer oder durch mechanische Getriebe bewirkt werden.
Erfindungsgemäß kann die Antriebswelle eines Vibrators mit der Wirbeleinrichtung fest oder lösbar
gekuppelt sein. Die Wirbelvorrichtung kann aus Flügeln bestehen, die zur Veränderung der Wirkungsweise
und Wirkungsrichtung verstellbar sein können. Der Vibrator und die Wirbelvorrichtung
können durch eine gemeinsame Bedienungsvorrichtung, wie einen Schwimmer oder ein Getriebe, in
ihrer Lage verändert werden und ihre verschiedenen Stellungen innerhalb des zu behandelnden Gutes erhalten.
Der Vibrator und die Wirbelvorrichtung können einen gemeinsamen Antriebsmotor besitzen,
der vorzugsweisg im Gehäuse des Vibrators untergebracht ist.
Auch kann der Vibrator in an sich bekannter Weise zwecks Vergrößerung seiner Wirkungsoberfläche
mit Leitflächen ausgestattet sein.
Der Träger des Vibrators und auch der Vibrator
selbst können als Hohlkörper ausgebildet sein, derart, daß das zu behandelnde Gut oder auch zusätzliche
Medien durch das Gerät unter derEinwirkung der Wirbeleinrichtung hindurchgesaugt werden.
Die Frequenz des1 Vibrators und die Drehzahl
des Wirbiers können veränderbar sein. Auch können die Schwingungsweiten des Vibrators veränderlich
gestaltet werden. .
Schließlich können mehrere als Vibratoren und Wirbeleinrichtungen ausgebildete Aggregate an
einer gemeinsamen Arbeitsbühne angeschlossen sein.
Die Erfindung ist in drei Ausführungsbeispielen schematisch in den Zeichnungen dargestellt. Es
zeigt
Fig. ι eine Ansicht eines kombinierten Gerätes mit einem Schwimmer,
Fig. 2 einen teilweisen Schnitt durch ein. Gerät
mit einer mechanischen Verstelleinrichtung und
Fig. 3 einen Schnitt durch ein Gerät, bei welchem das zu behandelnde Gut durch das Gerät hindurchgesaugt
werden.kann.
ι ist ein Vibrationsgerät bekannter Ausführung.
Dabei kann der Antriebsmotor entweder außerhalb des zu behandelnden Gutes liegen und die Kraftübertragung
über die Biegewelle 2 erfolgen, oder es kann, wie Fig. 2 zeigt, der Antriebsmotor 3 mit im
Innern des Gehäuses des Vibfationsger.ätes ι unter-:".-""
gebracht sein. 4 ist eine Unwuchtmasse auf der Welle des Motors 3. Letztere trägt an der unteren
Spitze des Gehäuses einen Flügel 5, der als Wirbeleinrichtung dient. Die Flügel 5 der Wirbelvorrichtung können perforiert oder profiliert sein. 6 ist das
zu behandelnde Gut. "
Bei der Ausführung nach Fig. 1 hängt das kombinierte
Aggregat'an'einem Schwimmet'% dessen
Luftinhalt über eine Preßluftleitung 8 verändert werden kann, um damit die Tauchtiefe des kombinierten
Aggregats zu regeln. Im übrigen'steigt und sinkt das Aggregat mit dem Spiegel der zu behandelnden
Masse 6.
; Ferner können auf dem Vibrationsgerät 1 noch
besondere Leitflächen 15 zur Vergrößerung der
Wirküngsobeffläche aufgebfacht sein, wobei diese mit Lochungen 16 beliebiger Form versehen sein
können. Die Lochungen können konische Form besitzen.
Bei der Ausführung gemäß Fig. 2 hängt die Zuleitung 2 für das Gerät 1 an einer Einspannvorrichtung
9, die über ein mechanisches Getriebe 10 eine auf und ab gehende Bewegung erhält, so· daß der
Vibrator 1 mit dem Flügel 5 eine Bewegung in der Achsrichtung erfährt.
Bei der Ausführung gemäß Fig. 3 ist die Zuleitung 2 zum Teil als Hohlrohr 11 ausgebildet. Das
Gehäuse besitzt Hohlräume14. Das Hohlrohr 11
besitzt Eintrittsöffnungen 12 und das Gehäuse des Vibrators 1 Austrittsöffnungen 13. Auf diese Weise
kann das zu behandelnde Gut durch die Einwirkung des Flügels 5 durch das Gehäuse hindurchgesaugt
und in ständigen Umlauf versetzt werden.
Dem zu behandelnden Gut können noch zusätzlich andere Medien, wie feste Stoffe, Flüssigkeiten
oder Gase, zugeführt werden. Auch deren Umlauf kann durch eine Wirbeleinrichtung beeinflußt werden.
Die Wirkungsweise ist folgende: Mit der Inbetriebsetzung des Vibrators 1 wird gleichzeitig der
Flügel 5 betätigt. Beide Wirkungen ergänzen sich gegenseitig.
Die Vibrations- und Wirbeleinrichtung 1, 5 kann zusätzlich noch eine Vibrationsschwingung in der
Achsrichtung des Vibrators erfahren. Dann wird die Einrichtung gemäß Fig. 2 dahingehend abgeändert,
daß an den Hebel 10 ein weiterer Vibrator angreift, der eine axiale Vibration des Körpers 1
und damit der Flügel 5 herbeiführt.
Claims (13)
1. Verfahren zum Beschleunigen von Misch-, Rühr-, Trenn-, Sieb-, Aufschlemm-, Disperr
sions-, Emulsions- und ähnlichen Vorgängen, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behandelnde
Gut gleichzeitig der Einwirkung von Vibrationseinflüssen und einer Durchwirbelung
unterworfen wird. '
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vibrationswirkung und die Durch-
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wirbelung von einer als Vibrationsgerät und Wirbelgerät ausgebildeten kombinierten Vorrichtung
ausgeführt werden, wobei die Wirbeleinrichtung die Vibrationsschwingungen mit ausführt.
3. Vorrichtung nach Anspruch ι und ,2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vibrations- und
Wirbeleinrichtung zusätzlich in ihrer Lage innerhalb des zu behandelnden Gutes (6) bewegbar
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung in der Längsrichtung
der Vibrationseinrichtung (1) durch Schwimmer (7) oder durch mechanische Getriebe
(9, 10) erfolgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vibrations- und Wirbeleinrichtung
zusätzlich eine Vibrationsschwingung in der Achsrichtung des Vibrators erfährt.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wirbeleinrichtung als Flügel (5) ausgebildet ist, der zur Veränderung der Wirkungsweise
und Wirkungsrichtung verstellbar sein kann.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der nach dem Unwuchtprinzip
arbeitende Vibrator (1) und der Flügel (5) einen gemeinsamen Antriebsmotor (3) besitzen,
der vorzugsweise im Gehäuse des Vibrators untergebracht ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Vibrator (1) zur Vergrößerung
der Oberfläche mit Leitflächen (15) ausgestattet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger des Vibrators (1)
und der Vibrator als Hohlkörper ausgebildet sind, derart, daß das zu behandelnde Gut oder
zusätzliche Medien durch das Gerät unter der Einwirkung des Flügels (5) hindurchgesaugt
werden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsfrequenz und
die Schwingungsweite des Vibrators (1) und die Drehzahl des Wirbiers (5) veränderbar sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Flügel (5) an der unteren Spitze des Vibrationsgehäuses (1) angeordnet
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel der Wirbelvorrichtung
(5) perforiert oder profiliert sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere als Vibratoren oder
Wirbeleinrichtungen ausgebildete .Aggregate an einer gemeinsamen Arbeitsbühne angeschlossen
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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