DEW0010392MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Januar 1953 Bekanntgemacht am 9. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bürstenträger zum Reinigen der Siebe in Plansichtern, die auf einer in der Mitte des Siebrahmens
angeordneten Führungsbahn hin und her gleiten und an jedem Ende der Führungsbahn selbsttätig aus
der einen in die andere Arbeitsrichtang umgestellt werden, sind bekannt. Jedoch sind bei dieser Art
von Planisiehterbürsten so viele dem Verschleiß unterworfene Einzelteile zu einem Mechanismus
zusammengefaßt, daß ein einwandfreies· Arbeiten
auf längere Zeit in Frage gestellt ist.
Das Gerät der Erfindung besitzt nur wenige.Bauteile,
die sich wenig abnutzen. Die bekannte Ausführung weist außerdem eine Druckfeder auf, die
einmal leicht ziu Bruch gehen kann und zum anderen derart angeordnet ist, daß der bei der Arbeit auftretende
Mehlstaub ungehinderten Zutritt hat, die Feder somit auch ohne Bruch sdhon durch Verstopfen
und, Kleimimen, an ihrer Wirkung gehindert
werden kann, während, bei dem Gerät gemäß der Erfindung das betreffende Bauglied staubgeschützt
angebracht ist und sein Eigengewicht die Feder ersetzt, das Gerät also stets einwandfrei arbeiten
muß. Dies ist u'm so· wichtiger, als der Ausfall einer
Bürste nicht sogleich, sondern erst später an der geringeren Qualität des Mahlgutes festgestellt
werden kann und das Auffinden, einer defekten Bürste große Mühe verursacht und einen nicht unerheblichen
Betriebsausfall verursacht.
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W 10392 HI/5Od
Gegenüber der umständlichen, und unsicher
arbeitenden Bauweise dieser bekannten Siebreiniger besteht der Gegenstand der Erfindung im wesentlichen
darin, diaß am Träger der Borstenbüischelreihen ein klinkenartiger Nocken angelenkt ist,
dessen wirksames Ende während jeder des vorerwähnten, über die Führungsbahn gleitenden
Büschel trägers eine Reihe verhältnismäßig enger Rasten in der BAn befährt, welche nur eine begrenzte
Nockenausschwingung zur Rastenreihe zulassen, die aber genügt, den Nocken so einzustellen,
daß der Büschelträger, der ihm durch eine Kraft aufgezwungenen Laufrichtung folgend, sich weiter
bewegt, während er zur entgegengesetzten Riehtung durch die Noekenlage gehindert ist. Erst wenn
der Nocken des- Büsdhel trägers gegen Ende der ihm
aufgezwungenen Laufrichtung in eine längere und tiefere Rast der Führungsbahn gelangt, kann er
sich aus seiner bisherigen Schräglage zur Führungsbahn in dieser Rast voll ausschwingen, wodurch er,
sich senkrecht einstellend, den Büschelträger befähigt, die letztgenannte Rast befiahrend1, am Schluß
der Bewegung gegen einen elastischen ortsfesten Ansehlag stoßend, von. diesem einen Rückstoß erfährt,
der bewirkt, daß der Büschelträger die der bisherigen entgegengesetzte Laufrichtung verfolgend,
den Nocken in eine andere Schräglage bringt, worauf sich das beschriebene Spiel wiederholt.
Bauweise und Wirkungsweise des Reinigiungsgeräts sind aus einem in, der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiel zu ersehen, das- in
Fig. ι eine seitliche Längisansicht, in Fig. 2 eine Grundansicht und in
Fig. 3 einen Querschnitt durch das Gerät darstellt.
Unterhalb der Siebbespannung 4 sind zwei hölzerne Trägerleisten, 1 angeordnet, aus deren Oberfläche
je zwei Reihen Borstenbüschel 2 und aus deren Unterfläche je eine Reihe Borstenbüschel 3
austreten. Die Borstenbüschel 2 bestreichen die Unterfläche des Siebes 4, und die Borstenbüschel 3
bestreichen einen Samimelfooden 5. Der Querabstand zwischen den Längen der Leisten 1 wird durch ein
Brückenstück gesichert. Letzteres enthält ein U-förmig gebogenes Abdeckblech 10, dessen Stegplatte
oben liegt, während jeder End'schenkel iof(
des Abdeckblechs, nach unten abgebogen ist. Unterhalbjedes
Längsrandes des Ahdeckblechs wird jede Stirnfläche eines Stahlhalkenpaares 7, das sowohl
als Gewichtsbelastung der Leisten 1 wie auch als Lager für den Gelenkstift 9 eines Nockens 8 dient,
mittels Schrauben 10^ mit dem Abdedklblech starr
verbunden. Das Stahlbalkenpaar .7 ruht auf einer Blechunterlage 6; je ein nach unten abgebogener
Schenkellappen 6a, der den Längsabistand1 zwischen
den Leisten 1 sichert, legt sich mit seiner zugehörigen Kante dicht an die betreffendie Flanke der
Leisten 1 an. Die unteren Gewindeendstrecken der Schrauben iOj greifen in Gewindelöcher von zwei
Gleitschienen 11, 12, deren jedes Ende über die zugeordriete
äußere Stirn jeder der Leisten 1 etwas hinausragt. Dadurch bilden die Teile 6, 7, 8, 9 bis
12 ein bauliches Ganzes, in welchem der Nocken 8 um den Gelenkstift 9 ausschwingen kann. Am
Unterende des Nockens sind z. B. durch eine Aushöhluhg zwei Schneiden 8ß und 8^ gebildet.
Die einander gegenüberliegenden, durch die Siebbespannung
4 verbundenen Wände 21 — die rechte Wand ist nicht dargestellt — sind durch einen
Sammelboden5 verbunden. Auf diesem ruht winkelrecht zum Längenverlauf des Leistenpaares 1 eine
Führungsbahn 13,14, i4ß, 17 und 18 für den Büschelträger
i, 2, 3 mit seinem vorbeschriebenen Querstüickganzen.
Die Führungsbahn besteht aus einer, von- zwei mit dem Sammelboden, 5 befestigten Querlagern
15, 16 getragenen Rastenschiene, von derem
waagerechten Fuß 13 sich ein mittlerer, hochkant gestellter Laufsteg 14 abzweigt, in dessen Oberfläche
eine Vielzahl rechteckig gestalteter Lücken oder Rasten 14^ eingelassen ist, deren Maulweite.
verhältnismäßig eng ist. Zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Rasten i4fl ist die Laufstegoberfläche
ebenflächig ausgeführt.
An jeder Endstrecke der Rastenreihe I4ß ist eine
längere und tieferliegende Rast 17 bzw. 18 in die Stegoberfläche eingelassen. Der Rast 17 bzw. 18
gegenüberliegend, schließt sidh an jede der beiden Wände 21 ein Anschlag 19, 20 an. Dieser Anschlag
besteht aus einer gehäuseartigen Umhüllung mit einer Weichgumniieinlage 20, wobei die Umhüllung
19 einen der Stirnfläche der Gleitschienen 11, 12,
deren Werkstoff vorzugsweise aus Vulkanfiber oder Kunstharz besteht, entsprechende Aussparung
besitzt. Während die Unterfläche jeder der Gleitschienen 11, 12 auf der Oberfläche des Fußes 13
gleiten kann, wobei die einander gegenüberliegenden einwertigen Flanken der Schienen 11, 12 Anlagefühlung
mit den Seitenflächen des Laufstegs 14 behalten, befindet sich zwischen jeder Unterfläche
der Büschelträgerleisten 1 und der Oberfläche des Laufsteges 14 ein geringer Spaltraum, der eine Reibung
zwischen diesen Flächen verhindert.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Teile ist folgende: Angenommen, der Büsch'elträger 1, 2, 3
bewege sich auf der Führungsbahn in der Lauf riehtung von rechts nach links; sein um den Gelenkstift
9 drehbarer Nocken 8 sei dabei in die linke, längere und tiefere Rast 17 des Laufsteges 14 gelangt
— in Fig. ι ist diese Rast 17 und der untere
Nockenteil teilweise gestrichelt dargestellt — und er habe seine lotrechte Stellung bezogen, dann
werden unter der Kraft der Rüttelbewegung des Plansiehters und dies Rückstoßes seitens der elastischen
Einlage 20 des rechten Anschlages 19, 20 an der rechten Wand 21, die linken Stirnflächen der
Gleitschienen 11, 12 beim Anstoß gegen die linke elastische Einlage 20 sofort zurückgestoßen. Dabei
schwingt aber der Nocken 8 nach links um den Stift 9 aus, so daß die rechte Schneide 8b sowohl
über die Oberfläche des Laufsteges 14 gleiten, wie 1201
auch die Reihe der engen Rastlücken. i4fl in schräger
Lage überspringen kann, bis er in der rechten Rast 18 seine lotrechte Stellung einnimmt, und. darauf
durch Anstoß gegen die Einlage 20 des rechten Anschlags 19 zurückgestoßen wird. Das umgekehrte 1251
Aiusschwingiungsspiel des Nockens 8 findet wieder
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bei der Laufrichtung des Büschelträgers i, 2, 3 von rechts nach links statt, also die linke Schneide 8a
des Nockens gleitet schräg auf der Oberfläche des Laufsteges 14 und senkt sich etwas beim j ed esmaligen
Passieren einer Raste I4e.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. In der Mitte des Siebrahmens von Plansichtern geradstreckig hin und her gleitender, an jedem Hübende selbsttätig aus der einen in die entgegengesetzte Ar'beitsrichtung umstellbarer Träger vom Borstenlbüschelreihen zum Reinigen der Siebbahn, dadurch gekennzeichnet, daß am Träger (1) der Borstenbüschel (2, 3) ein klinkenartiger Nocken (8) angelenkt ist, dessen wirksame Enden (8fl, 8ft) während jeder Laufrichtung des Bürstenträgers (1, 2, 3) eine Reihe verhältnismäßig enger Rasten (i4a) der zur Laufrichtung des Bürstenträgers (l, 2, 3) rechtwinklig gestellten Führungsbahn (13, 14, 14a) befährt, wobei der Nocken (8), eine jeweilige Schräglage zur Oberfläche der Führungsbahn und deren Rastenreihe (14J einnehmend, nur begrenzt ausschwingen, dagegen voll ausschwingen und sich senkrecht stellen kann, sobald er in eine längere und tiefere Rast (17 oder 18) gelangt, die in /beide Endstrecken der Führungsbahnilänge eingelassen sind, worauf ein Teil (11, 12) des sich weiter bewegenden Trägers, gegen einen ortsfesten aber federnden Anschlag (19, 20) gelangend, von letzterem einen Rückstoß erfährt, der unter Umstellung der Nockenlage zu seinem Gelenk (9) eine zur soeben vollendeten entgegengesetzte Laufrichtung für den Träger vermittelt.
- 2. Reinigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das wirksame Ende des Nockens,(8) eine linke Schneide (8a) und eine rechte Schneide (86) aufweist, wobei die eine Schneide (8B oder 8ft), zur Gelenkstelle (9) schräg zur zugehörigen Laufrichtung sich einstellend, die gerastete Oberfläche der Führungsbahn (13, 14, i40) ,befährt, während die andere Schneide des Nockens, sich gegen die Rastkante anstemmend, verhütet, daß der Büschelträger sich in der entgegengesetzten Richtung bewegen kann.
- 3. Reinigungseinrichtung nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß. der durch Anschlag eines Teils des Büschelträgers. (1, 2, 3) gegen die Kasteniwand (21) des Plansic'htere oder gegen einen sonstigen ortsfesten Anschlag (20) erfolgende Rückstoß durch eine elastische Einlage des Anschlags (19) ausgeübt wird. .Angezogene Druiokschirif tem:
Französische Patentschrift Nr. 323 841.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen!
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