DEV0009875MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEV0009875MA DEV0009875MA DEV0009875MA DE V0009875M A DEV0009875M A DE V0009875MA DE V0009875M A DEV0009875M A DE V0009875MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- dimethyl terephthalate
- toluene
- distillation
- terephthalate
- distilled
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. Dezember 1955 Bekanntgemacht am 22. November 1950
DEUTSCHES PATENTAMT
INTERNAT. KLASSE C07c
\ w
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Dimethylterephthalat.
Rohes Dimethylterephthalat, wie es entweder
durch Veresterung von Terephthalsäure oder durch Depolymerisation von. Polyäthylenterephthalat gewonnen
wird, kann, durch Umkristallisieren oder durch Destillation, im Vakuum nicht genügend, gereinigt
werden. Eine einfache Destillation, unter Atmoephärendruck führt gleichfalls nicht zur vollständigen
Reinigung, weil sich das Dimethylterephthalat bei den hohen Temperaturen teilweise
zersetzt. Man hat zwar bereits vorgeschlagen, in einem kontinuierlich, durchgeführten Prozeß die
Destillation von Dimethylterephthalat in drei
Zonen durchzuführen,. Dabei gelingt die Abtrennung von nicht destillierbaren Verunreinigungen,
welche im Reaktionsgefäß zurückbleiben. Es ist jedoch nach, dieser Verfahrensweise nicht möglich,
die während der Destillation gebildeten Produkte, die als Verunreinigungen auftreten, restlos abzutrennen.
Außerdem werden für diese Verfahrensweise umfangreiche Apparaturen benötigt. Man erhält
also nach, den bisher bekanntgewordenen, Reinigungsmethoden
kein extrem gereinigtes Di-
609 708/360
V 9875 IVb/12ο
methyiterephthalat. Erfahrungsgemäß stören schon geringe Verunreinigungen die Kondensation des
D.imethylterephthalats zu Polyäthylenterephthalat empfindlich.
Es wurde gefunden, daß man rohes .Dimethylterephthalat
bei Atmosphärendruck extrem reinigen kann, wenn, man das Dimethylterephthalat unter
Durchleiten eines inerten Dampfstromes aromatischer, unsubstitüierter oder mit CH3-Gruppen
ίο substituierter Verbindungen, wie Toluol, Xylol
oder Tetrahydronaphthalin, destilliert. Man geht hierbei so' vor, daß man die auf etwa 200 bis 250°
vorerwärmten Dämpfe durch ein Destillationsgefäß
• leitet, welches mit rohem Dimethylterephthalat gefüllt
ist und laufend bei Temperaturen von, etwa
250 bis 2600 überdestilliert wird. Während näm-, lieh der Siedepunkt von Dimethylterephthalat 285°
beträgt, destilliert bereits bei 250 bis 2600 ein Gemisch, bestehend aus etwa 75 % Dime thy lterephthalat
und etwa 25 °/o einer der oben bezeichneten
Verbindungen, über. Das erkaltete Gemisch stellt einen harten Kristallbrei dar, welcher auf Flocken
aufgearbeitet und mit einem geringen, Anteil einer reinen aromatischen Verbindung, wie z. B. Toluol,
gewaschen wird. Durch ,eine, anschließende Trocknung
werden die letzten Bestandteile der aromatischen, Verbindung beseitigt. Das gereinigte Dimethylterephthalat
zeigt einen hohen, Reinheitsgrad, so, daß es sofort für eine Umesterung und. eine sich
anschließende Kondensation zu Polyäthylenterephthalat verwendet werden kann. Das hergestellte
Poly kondensat ist sehr hell und läßt sich gut auf Fäden und Fasern verarbeiten.
Verwendet man, anstatt der : oben bezeichneten,
Dämpfe von aromatischen Verbindungen andere Dämpfe, z. B. Methanoldampf, so findet keine Reinigung
in oben, geschildertem Sinne statt, weil eine Sublimation des gebildeten Dimethylterephthalats '
auftritt.
Beispiel '
In einem Destilliergefäß, welches mit rohem Dimethylterephthalat
gefüllt ist, .wird die Temperatur des geschmolzenen Ausgangsproduktes auf 270 bis
2730 konstant gehalten.. Während der Destillation leitet man einen auf 2550 vorerhitzten, Dampfstrom
von Toluol in. solcher Menge hindurch, daß 800 ecm Toluol je Stunde hindurchgeleitet werden. Das
Destilliergefäß wird fortlaufend mit geschmolzenem rohem Dimethylterephthalat gefüllt. Die Destilliergeschwindigkeit
beträgt 2,5 kg Dimethylterephthalat pro Stunde. Die Steuerung der Temperatur des
Destillierkolbens erfolgt durch die Temperatur der auf 2550 gehaltenen eingeleiteten Toluoldämpfe.
Dadurch stellt sich die Innentemperatur selbständig auf etwa 2600 ein, Es destillieren pro Stunde
2,5 kg Dimethylterephthalat und, 0,8 kg Toluol über.
Das destillierte Gemisch weist, keinerlei Sublimationsneigung des Dimethylterephthalats auf, SO1 daß
auf eine zusätzliche Beheizung der Leitungen verziehtet werden kann. Die Dämpfe werden, an einer
gekühlten Walze kondensiert. Der entstehende Kristallbrei wird in, Flockenform zerkleinert, mit
wenig reinem Toluol gewaschen und anschließend einer Trocknung, unterzogen,.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren, zum Reinigen von Dimethylterephthalat, dadurch gekennzeichnet, daß Dimethylterephthalat unter Durchleiten eines inerten Dampfstromes aromatischer; unsubstitüierter oder mit CH8-Gruppen substituierter Verbindungen, wie Toluol, Xylol oder Tetrahydronaphthalin:, destilliert wird.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2364164C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan | |
| EP0962444B1 (de) | Verfahren zur Aufarbeitung von rohem, flüssigem Vinylacetat | |
| DE1545696B2 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von laurinlactam in fluessiger phase | |
| EP0567855A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von hochreinem Bisphenol-A durch fraktionierte Schmelzkristallisation | |
| DE2548470C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan | |
| DE1493815B2 (de) | Verfahren zur gewinnung von reinem 2,2-(4,4' - dihydroxydiphenyl) - propan | |
| DE3037476A1 (de) | Verfahren zur trennung von resorcin und hydrochinon voneinander bzw. zur abtrennung und reinigung von hydrochinon aus verunreinigtem rohhydrochinon | |
| DE1618240C3 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Vinylacetat aus einem Gemisch von Vinylacetat, Äthylacetat und gegebenenfalls wenig | |
| DE3043051A1 (de) | Verfahren zum herstellen von methylestern von carbonsaeuren mit 4 bis 6 kohlenstoffatomen | |
| EP0127836B1 (de) | Verfahren zur destillativen Gewinnung von Ameisensäure | |
| DE3227492A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von teerbasen aus einer mit base extrahierten teerdestillationsfraktion | |
| DE2427875B2 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Dimethylterephthalat und von Zwischenprodukten der Dimethylterephthalat-Herstellung | |
| CH348153A (de) | Verfahren zum Reinigen von Dimethylterephthalat | |
| DE4239117A1 (de) | Verfahren zur Isolierung von reinem Diketen unter Rückgewinnung von Wertstoffen | |
| US3397121A (en) | Purification of phthalic anhydride | |
| DE2425289A1 (de) | Verfahren zur herstellung von cyclopenten aus dicyclopentadien | |
| EP0999210B1 (de) | Verfahren zur Reinigung von Isochinolin | |
| DE2363621A1 (de) | Verfahren zur herstellung von glycidol | |
| DE2443341A1 (de) | Verfahren zur reinigung von caprolactam | |
| DE69604986T2 (de) | Verfahren zur Reinigung von Diarylcarbonaten | |
| DE912928C (de) | Verfahren zur Abtrennung konjugierte Doppelbindungen enthaltender aliphatischer und alicyclischer Diene | |
| DE2425290C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Cyclopentadien durch Spaltung von i Dicyclopentadien in flüssiger Phase | |
| DE3200044C2 (de) | ||
| DE2359500C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von 2,2-Bis-(4-dihydroxyphenyl)-propan | |
| US3817841A (en) | Separating adiponitrile from mixtures |