DEV0009207MA - - Google Patents

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DEV0009207MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. Juli 1955 Bekanntgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Sperrung von gestörten, Weichen für Umsetzer in Feirnsprechanlagen mit Veirbindungsleitungein.
Umsetzer sind Relaisainordnungen, in, denen, die Umsetzung der für eine Fernverbindung notwendigen, Zeichen, vorgenommen wird. Weichen sind Schiatainrichtungen, mit dienen, die Verbindungsleitungen ausgerüstet sind, um die Ausscheidung mehrerer Richtungen am Anfang einer Verbinidühgsleitung und die Trennung dar Richtungen; am Ende der Verbindungsleitung vornehmen zu können. Die Weichen sind den' Umsetzern, meist zugeordnet.
Es sind für Umsetzer Anordnungen bekannt, bei denen, eine, Leitung im Amt nicht belegt1 werden kann, solange im Gegenamt keine Schalteinrichtung für diese Leitung zur Verfügung steht. Eine Belegung einer Verbindungsleiitumg wird also unterbunden, wenn alle Ausgänge besetzt sind oder eine sonstige Störung vorliegt. Ein derartiger Vor- ao gang, der von einer Schalteinrichtung aus rückwärts die Eingänge der vorherigen Verbindungsstufe sperrt, wird als rückwärtige Sperrung bzw. rückwärtige Sperre, bezeichnet.
Der Gedanke liegt nahe, die bekannte rüdewartige, Sperrung auch bei Weichen anzuwenden, um bei einem gestörten1 Ausgang oder einer sonstigen Störung bei der ankommenden Weiche den betreffendien Eingang sperren zu können.
Eine derartige Anwendung der bekannten rückwärtigen Sperrung bei Weichen stellt sich jedoch bei näherer Untersuchung als unzweckmäßig her-
609 578/190
V 9207 VIIIal21a3
aus, da bei Störung eines Weichenausganges bei einer Weiche mit: z. B. neun Richtungen auch die anderen acht nicht gestörten Ausgänge gesperrt werden. Dieser Nachteil wäre zu beheben, indlem auch für jede einzelne Richtung in der ankommeiir den und abgehenden. Weiche das bekannte Prinzip der rückwärtigen Sperrung Anwendung findet. Hierzu, wäre es notwendig, zur Übertragung der rückwärtigen Sperre vom gestörten Ausgang ausgehend den, entsprechenden, zugehörigen! Weicheneingang zuerst auszusuchen und; dann, zu. sperren.
Der hierbei zu treibende Aufwand ist jedoch, so beträchtlich,, daß die bekannte rückwärtige Sperrung In1 dieser Form für Weichen nicht in Betracht kommt.
Es gilt also1 einen Weg zu finden,, bei Störung eines Weichenausganges den entsprechenden Weicheneingang mit geringstmöglichem Aufwand an Schaltmitteln für eine Belegung zu sperren, Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß bei Eintreffeali und Wirksamwerden, des ersten Beiegungsimpulses beim gestörten Weicheinausgang ein im ankommenden, Umsetzer erzeugter Rückimpuls, der länger als die übrigen zur Zeichengabe verwendeten Impulse ist, im abgehenden Umsetzer Schaltmittel steuert, die die Sperrung und! Kennzeichnung des entsprechenden Weicheneingaingeis einleiten. Wie ohne weiteres ersichtlich, kommt damit das Aussuchen, des gestörten, Weichenieinganges und der damit verbundene Aufwand, in Fortfall, da Weicheneingang und Weichenausgang sowieso teilweise am Verbindungsaufbau, beteiligt sind. Die teilweise aufgebaute Verbindung wird auf bekannte Weise; dann, ausgelöst und: der Teilnehmer erhält Besetztzeichen.
Liegt die Störung z. B. in, dem am Weichenausgang liegenden Mischwähler, so kann, der die Belegung verursachende Teilnehmer nach erneuter Wahl über eine andere nicht gestörte Weiche die gleiche Richtung ansteuern., die beim ersten Wahlvorgang infolge des gestörten. Weichenausganges der ersteren Weiche nicht belegt werden konnte!.
Der Erfindungsgedanke wird an Hand einer Abbildung in einem Ausführungsbeispiel varanschaulicht,
Die: Abbildung zeigt eine Relaisanordnung1 als Teilausschnitt einer Weiche beim abgehenden Umsetzer.
Jedem Eingang E1 bis E9 sind Relais 1 bis 9 zugeordnet. Wird ein Weicheneingang, z. B. E3, angesteuert, dann wird mit Hilfe des Relais 3 und des Relais A1 auf der ankommenden Seite der Weichenausgang1 3 belegt. Die hierzu notwendigen. Schaltvorgänge! sollen hier nicht näher erläutert werden, da sie für den, Gegenstand! der Erfindung nicht von, Bedeutung sind,
Ist der Weichenausgang T11 gestört, dann wird ein im ankommenden, Umsetzer erzeugter Impuls rückwärts (Rückimpuls) auf die Leitung gegeben, der im abgehenden Umsetzer Schaltmittel steuert, die die Sperrung und, Kennzeichnung des Weicheneinganges 3 einleiten. Gleichzeitig -wird' dieser Rückimpuls als Besetztimpuls ausgewertet, d. h. der anrufende Teilnehmer erhält Besetztzeichen.
Die Auswertung des auf der Fernleitung a/b ankommenden. Rückimpulses findet im Signalempfänger 10 statt, derart, daß ein Relais / während der Dauer des Rückimpulses erregt ist.
Das Relais/ öffnet mit seinem Kontakt ill den Stromkreis: Erde,, KontaktrII, HI, Wicklung 1/6 eines, bis dahin erregten Relais R, und das Relais R fällt nach eiiner gewissen durch, den, Kondensator1 C bedingten Zeit der Stromkneisun.terbrech.ung ab. Der Kondensator C verhindert; gleichzeitig ein. Abfallen von R, wenn, das Relais / durch andere im Signalempfänger eintreffende Impulse, dia sämtlich in ihrer Länge1 aber kürzer als der Rückimpuls sind, erregt wird.
Sobald das Relais R abgefallen ist, wird; der Stromkreis geschlossen,: Erde, rIIl2-Kon.takt, 3lIl2-Kontakt, Wicklung 2/1 des 5*/; 3-Relais. Das Relais Sp 3 spricht an, sperrt mit seinem: Kontakt sp 3II den Eingang 3, löst über einen, nicht: gezeichneten Kontakt eine Alarmvorrichtung1 aus und hält sich über: Erde, Taste T 3, Kontakt sp 3III, Wicklung 5/6 des Sp 3-Relais.
Durch den Kontakt sp 3II wird auch der Stromkreis für das Belegungsrelais C unterbrochen; dieses fällt ab und, leitet im ankommenden Umsetzer den üblichen Auslöseimpuls ein, der über Schaltmittel den. Rückimpuls abschaltet. Dadurch geht das /-Relais auf dar abgehendem. Seite wieder in seine Ruhelage;, und das i?-Relais wird wieder erregt über: Erde, c 12-Kontakt, rll-Kontakt, ill-Kontakt, Wicklung 1/6 des ^-Relais. Kontakt r 11 schließt und, gewährleistet somit:, daß die übrigen, Eingänge weiterhin belegt werden können. Der Eingang E 3 bleibt weiterhin, gesperrt. Der gleiche Vorgang wiederholt; sich, falls noch weitere Ausgänge der ankommenden Weiche gestört sind,
Ist die gemeldete Störung behoben, dann wird die zugehörige Taste T 3 betätigt und damit das Sp 3-Relais zum Abfall gebracht und der Eingang 3 wieder freigegeben,

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung zur Sperrung von Weicheneingängen bei gestörten Weichenausgängen in, Femsprechanlagen, in denen die Weichen den, Umsetzern zugeordnet sind!, dlaidurch gekennzeichnet, daß ein mit der ersten Belegung im ankommenden Umsetzer erzeugter Rückimpuls, der länger als die übrigem zur Zeichengabe verwendeten Impulse ist, im abigehenden Umsetzer Schaltmittel (/, H) steuert, die über weitere Schaltmittel die Sperrung und Kennzeichnung des entsprechenden Weicheneinganges einleiten.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß für jede Richtung als Schaltmittel für die Sperrung je ein Relais (Sp) vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 578/1W 7.56

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