DEV0009083MA - - Google Patents

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DEV0009083MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Juni 1955 Bckaimtgcniaclii; am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Schreibmaschinen werden bekanntlich in Schutzkästen oder Koffern, Kleinschreibmaschinen insbesondere in Etuis oder gar in Aktentaschen transportiert. Den Umfang solcher Schutzkästen, Koffer oder Etuis so klein als möglich zu gestalten, ist das Bestreben aller Hersteller von Schreibmaschinen, insbesondere müssen diese Transportmittel so niedrig wie nur möglich gehalten werden. Das scheitert of tmal-s an dem frei stehenden Zeilenschalthebel, der die Maschine wesentlich überragt.
Es sind schon Reiseschreibmaschinen bekanntgeworden, beidenen der ganze Zeilenschalthebel schwenkbar angeordnet ist. Eine derartige Ausführung bedingt eine verhältnismäßig kräftige Lagerung des immerhin sehr langen Hebels, wodurch das Aussehen^ der Maschine beeinträchtigt wird. Weiterhin ist tiie Arretierung solcher Hebel in den beiden Endstellungen unsicher und muß infolge des langen Hebelarmes kräftig ausgebildet sein, wenn der Zeilenschalthebel nicht beim Schreiben versehentlich in die Anisschaltstellung gedrückt werden soll. Hat man indessen vergessen, den Hebel nach dem Schreiben in die Ausschaltstellung zu drücken, so kann durch die kräftige Arretierung beim Aufsetzen des Koffers dieser beschädigt werden. Umgekehrt kann bei eingeschwenktem Hebel die Verkleidung der Maschine beschädigt werden, wenn vergessen wird, den Hebel vor Ge-
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brauch hochzuklappen. Auch die Arretierung in der Ruhestellung selbst ist umständlich, sie erfolgt bei den bekannten Ausführungen durch Umlegen und
; '': .Einraste'n des;Hebete'\m einen Haken oder durch Andrücken und Einrasten des Hebels in eine Nut
·. im. Walzendrehko'pfcs-iEs kann-sogar vorkommen, daß beim Schließen des Koffers der Zeilenschalthebel verbogen oder abgebrochen, ja sogar der ganze Schreibwagen verdrückt und deformiert wird,
ίο wenn vor dem Schließen das Umlegen in die Ruhelage nicht vorgenommen wird.
Es sind auch Kleinschreibmaschinen bekannt, bei denen ein am äußeren Ende des Zeilenschalthebels in einer waagerechten Lagerung gehaltener Griff
as angeordnet ist, der-Yau,s ,.einer ,senkrecht nach oben gerichteten Lageainj!: ΐ..8ο° 'inr.eine .serikreötit nach unten zeigende Stillung unigeschwenkt werden kann. In die obere Endstellung wird dieser Griff nur durch Überkippen seines Schwerpunktes und Anlegen einer Kante am Zeilenschalthebel gebracht. In der unteren Endstellung hängt der Griff frei herab. Durch einen Anschlagstoß des Wagens ist es daher auch möglich, den Griff aus seiner oberen Stellung zum Abschwenken zu veranlassen. Bei dieser Konstruktion besteht ebenfalls die Gefahr
«»■'-■■■des Verbiegens odefr-Abbrechens des Zeilenschalthebels beim Schließen des Koffers, wenn vergessen wird, den Griff aus seiner, senkrecht nach oben gerichteten Lage umzuschwenken in die herabhängende .30 Lage. Es kann bei der betrachteten Konstruktion ^ auch nicht von einem formschönen, sich, dem Zeilen
—■ schalthebel anpassenden Griff gesprochen werden, der das Aussehen der Maschine hebt.
Die Erfindung stellt sich zur Aufgabe, einen Zei-.
lenschalthebel zu Js'onäfferi, der einen niedrig gehaltenen Koffer zuläßt, trotzdem aber weder der Maschine ein unschönes Äußeres verleiht noch bei Unterlassen des Einrastens in eine Sperrlage Koffer oder Maschine beschädigt.
Das wird dadurch erreicht,- daß nur der Griff des Zeilenschalthebels in lotrechter Richtung schwenkbar und in seinen Endlagen gesichert ist.
Vorteilhaft ist vor dem Anlenkpunkt des schwenkbaren Griffes am Zeilenschalthebel eine Druckfeder zwischen Zeilenschalthebel und einem am Griff befindlichen Ansatz angeordnet, die den schwenkbaren Griff in seinen durch Anschlagkanten des Griffes begrenzten Endlagen gesichert hält. _
Die Feder kann auf einem am vorderen Ende des Zeilenschälthebelsischwenkbär gelagerten Führungsbolzen angeordnet sein. Der Griff des Zeilenschalthebels ist dabei zweckmäßig so ausgebildet, daß sowohl Druckfeder' alg auch- Führungsbölzen ver- · deckt sind. ' ' ■ Ϊ *..
Die Zeichnung erläutert den Gegenstand der Erfindung in einem Au4führungsbeispiel. Es zeigt
Abb. ι eine Seitenansicht des ,Zeilenschalthebels nach der Ernndung;1in'Ruhestellung,· ·
Ab.b- 2 eine Seitenansicht des Zeilenschalthebels
6e nach der Erfindung in Arbeitsstellung und ;
Abb. 3 eine Draufsicht auf den Zeilenschalthebel, Mit ι ist der Zeilenschalthebel bezeichnet, der in
bekannter Weise auf ;der Achse 2 gelagert ist. Der Zeilenschalthebel weist einen Achsenbolzen 3, auf, ,· um den ein Griff 4 schwenken kann. Der Griff 4 ist als Präge- oder Preßstück ausgebildet und hat im Innern ein Widerlager 5. Der Zeilenschalthebel 1 ist an seinem vorderen Ende gabelförmig ausgebildet und umfaßt einen Eiihr.ungsstift 6, der auf einer in den Gabeln des Zeilensehälthebels gelagerten Achse 7 schwenkbar, ist. Auf dem Führungsbolzen 6, der eine Fläche 8 aufweist,· ist! zwischen dieser Fläche 8 und dem Widerlager 5 des Griffes 4 eine Druckfeder 9 angeordnet, die samt dem Führungsbolzen 6 im Innern des Griffes 4 verborgen liegt. Der Griff 4 weist weiterhin bei 10 eine Anschlagkante auf, während die Innenfläche 11 als weiterer Anschlag dient., ..
.Die Wirkungsweise des Zeilenschalthebels nach der Erfindung ist folgende; In der Ruhelage ist der Griff 4 nach unten gedrückt (Abb. 1). Dabei liegt das vordere Teil der Druckfeder etwas unter der durch die beiden Schwenkpunkte 3 und 7 gelegten Geraden. Soll der Griff in Arbeitsstellung gebracht !werden, so' genügt ein leichter 'Druck von unten gegen den Griff, wodurch die Druckfeder zunächst etwas zusammengedrückt wird, nämlich dann, wenn ihre Längsachse in die genannte Gerade fällt, und sich dann wieder ausdehnt und dadurch den-beweg- . liehen Griff nach oben drückt, bis dessen Anschlag 10 auf den Zeilenschalthebel 1 zu liegen kommt. Hat der Griff diese Fndstellung erreicht, so ist er in der Gebrauchslage. Soll er von dieser Gebrauchslage wieder in die Ruhelage gedrückt werden, so erhält er einen Druck von oben, der unter Umständen so— gar von dem aufgesetzten Kofferdeckel ausgeübt werden kann. Die Feder ,wird dabei wieder bis in die durch die Schwenkachsen hindurchgehende Gerade zusammengedrückt, sie dehnt sich dann wieder aus und drückt den Griff so weit herunter, bis dessen Anschlagfläche 11 auf dem Zeilenschalthebel 1 aufliegt. ' _
Der Druck, der für das Zurückspringen des Griffteiles aus der Arbeitslage in die Ruhelage nötig ist, ist zweckmäßig größer als der Druck, der zum Umschalten aus der Ruhelage in die Arbeitslage erforderlich ist. Das ist dadurch erreicht worden, daß der Winkel, den die Feder bei ihrer Endlage gegenüber der durch die beiden Schwenkpunkte gelegten Geraden bildet, nach oben zu bedeutend größer ist als nach unten hin. Diese Ausgestaltung hat noch den besonderen Wert, daß beim Verschieben des Wagens die Unterkante 12 des Griffes 4 auf die Verkleidung■ der■ Schreibmaschine . auf treffen kann und dadurch ganz von'-selbst der Griff nach oben umschaltet. " '

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Zeilenschalthebel für Schreibmaschinen, ·.'■ insbesondere für Reiseschreibmaschinen, da-. durch gekennzeichnet, daß hur der. Griff (4) des Zeilenschalthebels in lotrechter ' Richtung schwenkbar und in seinen Endlägen, gesichert ." ist. · ■ :· ' . ■:;·.-. ! ■·■■ ■ : ■'
    .2. Zeilenschalthebel nach Anspruch .1, dadurch gekennzeichnet,, daß vorteilhaft vor·.dem
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    Anlenkpunkt des schwenkbaren Griffes (4) am Zeilenschalthebel (1) eine Druckfeder (9) zwischen Zeilenschalthebel (1) und einem am Griff (4) befindlichen Ansatz (5) angeordnet ist, die den schwenkbaren Griff (4) in seinen durch Anschlagkanten des Griffes begrenzten Endlagen gesichert hält.
    3. Zeilenschalthebel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (9) auf einem am vorderen Ende des Zeilenschalthebels (ι) schwenkbar gelagerten Führungsbolzen (6) angeordnet ist.
    4. Zeilenschalthebel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (4) des Zeilenschalthebels (1) so ausgebildet ist, daß sowohl Druckfeder (9) als auch Führungsbolzen (6) im Griff (4) angeordnet sind.
    . In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 830447.·
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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