DEV0008236MA - - Google Patents

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DEV0008236MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. Dezember 1954 Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, Alkylchlorsilane dadurch herzustellen, daß man Ferrosilicium mit einem Gehalt von über 90% Si nach Aktivierung mit Kupfer mit Alkylchloriden zur Reaktion bringt. Die optimale Reaktionstemperatur soll zwischen 300 und 350° liegen. Die Aktivierung des Kupfers erfolgt durch Glühen einer Mischung von Silicium- und Kupferpulver im Wasserstoffstrom. Als optimale Temperatur wurden 1050° genannt. Es sind auch Verfahren bekannt, in denen das Siliciumpulver mit Kupferoxyd gemischt und die Reduktion im Wasserstoffstrom vorgenommen wird, wobei durch die exotherme Reaktion so große Wärmeentwicklung auftritt, daß die Aktivierungstemperatur erreicht wird. Bei der Reaktion mit Alkylchloriden entsteht ein Gemisch von mono-, bi- und trifunktionellen Alkylchlorsilanen. Die. Bildung der technisch besonders wichtigen bifunktionellen Alkylchlorsilane wird beeinträchtigt durch die Entstehung größerer Mengen trifunktioneller Verbindungen. Da aber für die Herstellung technischer Produkte bevorzugt die bifunktionellen Alkylchlorsilane benötigt werden, ist ein Verfahren zur Darstellung dieser Produkte von großem Vorteil.
Es wurde nun gefunden, daß man bei der Herstellung von Dialkyldichlorsilanen aus Alkylchloriden und aktivierten Silicium-Kupfer-Gemischen die Ausbeute an Dialkyldichlorsilanen erheblich verbessern kann, wenn man ein Silicium-Kupfer-Gemisch verwendet, das in einem strömenden Stick stoff-Wasserstoff-Gemisch, das etwa 10 Volumprozent Stickstoff enthält, bei etwa 1000 bis 11000 geglüht und dann abgekühlt worden ist.. Hierbei tritt eine Nitridbildung ein, welche die Bildung der unerwünschten Trichloralkylsilane unterdrückt. Das in einem Stickstoff-Wasserstoff-Gemisch be-
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handelte, mit Kupfer aktivierte Silicium enthält ungefähr 0,3 bis 0,8% Stickstoff als Nitrid gebunden. Es läßt sich besonders gut zur Herstellung von Dimethyldichlorsilan verwenden. Man bringt es zu diesem Zweck bei Reaktionstemperaturen zwischen 260 und 2800 mit Chlormethyl zur Reaktion. Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Verfahrens soll in folgendem Beispiel erläutert werden.
Beispiel
a) 2000 g eines Gemisches von Ferrosilicium (92% Si) und Kupferpulver mit 23% Cu wurden in einem Wasserstoffstrom, welcher 10 Volumprozent Stickstoff enthält, bei 10600 2 Stunden geglüht. Das abgekühlte Reaktionsgemisch wurde bei 2700 mit Chlormethyl zur Reaktion gebracht. Die Reaktionsgas£ wurden durch Abkühlung und anschließende Fraktionierung von überschüssigem Chlormethyl getrennt. Dieses wurde wieder im Kreislauf zurückgeführt. Es entstanden pro Stunde 57 g eines Methylchlorsilangemisches, in welchem noch etwas Chlormethyl gelöst war. Nach Beendigung der Umsetzung zeigte der Siliciumkontakt eine Gewichtsabnahme von 930 g. Entstanden waren 4755 S Rohprodukt (Gemisch von Methylchlorsilanen), welches eine Dichte von 1,0660 hatte. Bei der einmaligen Fraktionierung mit Hilfe einer Siebbodenkolonne mit 60 Böden konnte das Produkt in folgende Fraktionen zerlegt werden.
C Menge Dichte »/„-Gehalt
bis 55,0 an Di-
- 59.° g methyl-
- 65,0 140 0,9760 dichlor-
Siedebereich - 67,0 50 0,9600 silan
- 68,0 250 1,0430 .—
O - 69,0 250 I,I43O ■—
ι- 37>! ■■- 69,5 400 1,1490 ■—
2- 55,0 510 1,1220 60
3- 59>° 9. Rückstand 1070 I,O875 63
4- 65,0 I150 1,0760 76
5- 67,0 350 94
6. 68,0 98
7. 69,0
8. 69,5
b) 1920 g eines Gemisches aus dem Ferrosilicium von Versuch a) und Kupferpulver mit einem Kupfergehalt von 23,1% wurden bei 10620 2 Stunden in einer ruhenden Wasserstoffatmosphäre geglüht. Strömender Wasserstoff wurde mit Absicht vermieden, da ein geringer Stickstoffgehalt des Wasserstoffs das Ergebnis beeinflußt.
Der Kontakt wurde in genau derselben Weise, wie unter a) beschrieben, mit Chlormethyl bei 2700 zur Reaktion gebracht. Es entstanden 5000 g '55 Rohchlorsilan mit einer Dichte von 1,1530 bei einer Erzeugung von 43 g/Std. Die Destillation des Rohproduktes, in genau derselben Kolonne wie unter a) beschrieben durchgeführt, ergab folgende Fraktionen:
Siedebereich Menge Dichte »/„-Gehalt
an Di-
0C g methyl-
26,5 bis 38,0 410 1,0540 dichlor-
38,0 - 55,0 405 1,1315 silan
I. 55,o - 59.° 180 I,I22O .
2. 59,0 - 65,0 1230 1,2400 •—
3- 65,0 - 65,4 2720 1,2415 ■—
4- Rückstand 400 ■— 15
5- 13
6.
Aus dem Siedeverlauf der beiden Versuchsprodukte ist eindeutig der Einfluß des Stickstoff- ) gehalts des Silicium-Kupfer-Gemisches auf die Bildung des Dimethyldichlorsilans zu ersehen. ; I

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Dialkyldichlorsilanen aus Alkylchloriden und einem aktivierten Silicium-Kupfer-Gemisch, dadurch gekennzeichnet, daß ein in einem strömenden, etwa 10% Stickstoff enthaltenden Stickstoff-Wasserstoff-Gemdsch bei Temperaturen zwischen 1000 und 11000 geglühtes und dann ab- t gekühltes Silicium-Kupfer-Gemisch verwendet wird. qS
    © 509 704/411 4.56

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