DEV0008167MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag aer Anmeldung: 7. Dezember 1954
Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es gibt verschiedene Arten von kontinuierlichen Verbutterungsmaschinen, die in zwei Gruppen
unterteilt werden können. Die erste Gruppe befaßt sich mit Maschinen, welche nach dem Prinzip des
beschleunigten Schiagens des Rahmens von etwa 45 bis 50% Fettgehalt arbeiten. Der Rahm fließt in
dünner Schicht über die Wände eines gekühlten Schlagzylinders und wird durch Schläge rasch
umlaufender Leisten oder Schaufeln, deren Länge der des Schlagzylinders entspricht, verbuttert. Die
zweite Gruppe betrifft Maschinen, in welchen der doppelt abgeschleuderte Rahm von einem Fettgehalt
von etwa 81% durch Änderung der Temperatur und Mischen seine Phase durch Inversion,
d. h. ohne Schlagen ändert. Dadurch erhält man statt normaler Butter verfestigtes Milchfett.
Die Butter aus kontinuierlichen Buttermaschinen enthält 7 % Luft, die aus Faßmaschinen nur 3 °/o.
Dies beweist, daß die Umdrehungen der Schlagorgane und die Durchflußgeschwindigkeit durch
den Schlagzylinder bei den bekannten kontinuierlichen Buttermaschinen zu hoch sind. Der Verbutterungsvorgang
ist unvollständig, was durch einen . ■ größeren Fettgehalt der aus diesen Buttermaschinen
erhaltenen Buttermilch bestätigt wird. Zur Vermeidung dieses Nachteiles gibt es konti-
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nuierliche Buttermaschinen, in welchen zwei Schlagwalzen untereinander angeordnet sind, und
auch solche, bei welchen die Umdrehungszahl der Schlagorgane von ursprünglich etwa 3000 auf etwa
1450 pro Minute verringert ist, um die Verbutterung zu verlängern und die Butterkonsistenz zu
. verbessern.
Bei einer weiteren bekannten kontinuierlichen Verbutterungsmaschine sind auf einer Welle ein
System von umlaufenden Tellern zu einem Rotor und an der Innenseite des Arbeitszylinders ein
System von feststehenden äußeren Ringen zueinem Stator zusammengefügt. Hier wird der Rahm in
dünnen Schichten auf die beiden miteinander abwechselnden und eine gegenseitige relative Bewegung
ausführenden Flächensystemen gleichmäßig verteilt. Er strömt über die Flächen des
einen Systems auf die Flächen des anderen Systems teils durch Zentrifugalkraft, teils durch
freien Fall. Die umlaufenden Teller, deren obere Flächen nach Art eines Reibeisens oder einer Feile
gerauht sind, damit beim Durchfluß des Rahmens über sie eine große Reibung bewirkt wird, erwärmen
im hohen Maße den Rahm. Die Butteras kerne sind bei dieser Verbutterungsmaschine noch
größer. Ihre Neigung zum Zusammenballen ist noch intensiver als bei anderen Maschinen, so daß
sich die gerauhte Oberfläche der Teller rasch verklebt und in eine glatte Oberfläche umgewandelt
wird, über welche der Rahm ohne jede Reibungswirkung von einem Teller auf den anderen
gleitet. .
Die Erfindung beseitigt die Nachteile, der bekannten
kontinuierlichen Verbutterungsmaschinen, insbesondere die der zuletzt geschilderten. Sie bezieht
sich sowohl auf ein Verfahren als auch auf eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Erzeugung
von Butter.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß der Rahm unter dauernden Schlägen von
an glatten Flächen angeordneten Schlagelementen von den Flächen des einen Systems auf die Flächen
des anderen Systems befördert, wobei gegebenenfalls die Durchflußgeschwindigkeit des Rahmens in
den Zwischenräumen zwischen den Flächen geändert wird und dadurch verbuttert wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht darin, daß die einander zugewendeten glatten Flächen der
Teller und Ringe mit Schlagleisten oder einzeln stehenden Vorsprüngen versehen sind und der Abstand
der zusammenarbeitenden Flächen der beiden Systeme veränderlich ist.
Erfindungsgemäß wird an den Flächen, wo der Rahm mit der Luft in Berührung kommt, eine
große Anzahl von kleinen, im Rahmplasma zergtreuten Luftblasen gebildet. Auf ihnen sammeln
sich intensiv Fettkugeln, die im weiteren Arbeitsprozeß in Fettaglomerationen vereint werden, aus
welchen in den Endphasen des Verfahrens kleine
•60 Butterkerne entstehen.
1 Der Verbutterungsvorgang beim erfindungsgemäßen
Verfahren ist wirtschaftlich. Die Butterkerne trennen sich von der Buttermilch auch dann,
wenn sie sich in erhöhtem Maße mit der Luft binden. Da den meisten Eiweißbestandteilen des
Rahms bei dem relativ langsamen Verbutterungsvorgang gemäß der Erfindung genügend Zeit
zum Übergang in die Buttermilch zur Verfügung steht, wird die Menge von Nichtfettkomponenten in
der Butter im Vergleich zu den bekannten Verfahren zur kontinuierlichen Erzeugung von Butter
erheblich verringert. Durch den Erfindungsvorschlag wird die Bildung von Butterkernen beschleunigt.
Man kann sowohl frischen, soeben pasteurisierten Rahm als auch physikalisch und biologisch
ausgereiften Rahm höherer Viskosität verbuttern und erhält hieraus gute Butter.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens dargestellt. 8»
Fig. ι ist ein vertikaler Schnitt der ersten Ausführungsform,
Fig. 2 ein Querschnitt durch die Arbeitszellen hierfür in größerem Maßstab,
Fig. 3 ein vertikaler Schnitt der zweiten Ausführungform,
Fig. 4 eine Draufsicht,
Fig. 5 ein Querschnitt nach der Linie A-A der
Fig. 3·
Auf dem Maschinenrahmen 1 ist gemäß Fig. 1
am Ständer 2 ein z.B. vertikaler, hohler Kreiszylinder 3 befestigt, der mit einem von einem Kühlmittel
durchfllossenen Mantel 4 versehen ist. Das Kühlmittel wird von unten durch den Stutzen 5
zugeführt und am oberen Ende durch den Stutzen 6 abgeleitet.
An den Innenwänden des Zylinders 3 sind abnehmbare Kreisringe 7 zwischen Distanzstücken 8
oder durch nicht gezeichnete Schrauben befestigt. Die Anzahl der Ringe sowie ihre Entfernung voneinander
kann beliebig geändert werden. In der Achse des Zylinders ist auf einer Welle 9 eine
Hülse 10 angeordnet, die mit übereinander angeordneten
Tellern 11 versehen ist. Die Entfernung der Teller 11 voneinander sowie ihre Anzahl sind
durch die Distanzringe 12 oder nicht gezeichnete Schrauben beliebig einstellbar. Die Welle 9 mit den
Tellern 11 bildet den Rotor der Vorrichtung und wird entweder durch eine Riemenscheibe 13 oder
direkt von einem Motor oder über ein Getriebe zur Änderung der Umlaufszahlen und eine Kupplung
von ihm angetrieben.
Die Hülse 10 mit den Tellern 11 ist an einem Ansatz
14 in axialer Richtung verstellbar, wodurch der Abstand zwischen den Tellern 11 und den Ringen
7 je nach Bedarf eingestellt werden kann. Die axiale Verstellung des Rotors kann auch während
des Laufes der' Maschine vorgenommen werden.
Die feststehenden Ringe 7 sind an ihrer Unterseite mit Leisten oder Vorsprüngen 15, die umlaufenden
Teller 11 an ihrer oberen Seite mit ähnlichen
Leisten oder Vorsprüngen 16 versehen. Die Leisten können jede beliebige Form, Ausmaße, Anzahl
und Höhe aufweisen. Sie können entweder an den betreffenden Flächen befestigt oder in der Form
von Rippen an den Flächen ausgebildet sein. Die
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Leisten oder Vorsprünge können radial oder tangential oder schräg angebracht werden.
Die Zwischenräume zwischen den Arbeitszellen, d. h. Ringen 7 und Tellern ii; weisen eine sich von
oben nach unten vergrößernde lichte Weite und die Arbeitszellen gegebenenfalls auch ein steigende Anzahl
von Schlagleisten oder Vorsprüngen auf.
Der untere Ring 17 bildet einen Sammelring für
die zu verarbeitende Masse. Vom Boden des Zylinders 3 führt eine Leitung 18 zu Vorrichtungen
zur Weiterbehandlung der Butter.
Der zu verarbeitende Rahm wird aus einem nicht gezeichneten Behälter durch die mit einem Steuerventil
19 versehene, in den Deckel 21 mündende Rohrleitung 20 in den oberen Teil des Zylinders 3
gebracht. Der Rotor ist oben mit einer konischen Kappe 22 versehen, gegen deren Spitze das Rohr 20
mündet.
Der Behälter ist zweckmäßig mit einer Vorrichtung zur Sicherung eines regelmäßigen Zuflusses
des Rahms unter konstantem Druck, z. B. mit einem Schwimmerregler od. dgl. versehen.
Der Deckel 21 ist am Zylinder, z. B. mittels einer Schraubenhülse 23 oder eines Bajonettverschlusses
od. dgl. befestigt.
Im Innern des Ständers 2 kann eine Ölkammer zum Schmieren der Lager der Welle 9 angeordnet
sein.
Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Der durch das Rohr 20 zugeführte Rahm wird von der
Kappe 22 in einer dünnen gleichmäßigen Schicht auf die obere Fläche des ersten feststehenden Ringes
7 ausgebreitet und fließt von ihm durch Freifall auf die obere Fläche des ersten umlaufenden TeI-lers
11. Dort wird er durch Schleuderkraft in das erste Arbeitselement (Ring-Teller) geschleudert.
Dann gelangt er auf die obere Fläche des zweiten umlaufenden Ringes usw., so daß die Strömungsrichtung des Rahms sowie seine Durchflußge-
schwindigkeit sich ständig (in genauen Zeitabständen) unter dauernden Schlagen der Schlagleisten
oder Vorspränge 15, 16 ändern. In den oberen Arbeitselementen
wird die Sahne zu Schaum geschlagen, in den mittleren entstehen Fettagglomerationen
und in den unteren werden Butterkerne gebildet. Die von dem Sammelteller 17 herabfließende Buttermilch
mit den Butterkernen gelangt auf den Boden des Zylinders 3 und durch den Stutzen 18 in eine
Vorrichtung, in welcher die Buttermilch von den Butterkernen abgeschieden wird. Die Butterkerne
werden dann in eine Waschmaschine befördert, wo sie zweimal gewaschen werden, und gelangen dann
in eine Knetmaschine, aus welcher bereits ein ununterbrochener Strom von Butter zu der Form- und
Verpackungsmaschine austritt. Die Vorrichtung zum Abscheiden der Butterkerne von der Buttermilch,
die Wasch- und Knetvorrichtung sowie die erforderlichen Transportvorrichtungen sind bekannt.
Sie können auf derselben Grundplatte oder
60. Ständer I1 wie der Zylinder 3 der Vorrichtung oder
getrennt angeordnet sein.
Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtungen hat es sich gezeigt, daß eine bestimmte Regelung
der Temperaturen, mit welchen das Schlagen in verschiedenen Arbeitsphasen erfolgt, den
Arbeitsvorgang wirtschaftlicher gestaltet und die Qualität der erhaltenen Butter erhöht. Diesem
Zweck dient vorzugsweise die in den Fig. 3 bis 5 dargestellte Ausführungsform.
Auf dem Rahmen 31 der Maschine ist auf einer Grundplatte 32 ein aus rillenförmigen Ringen 33
zusammengestellter Arbeitszylinder gelagert. An die offene Seite jeder Rille ! ist eine ringförmige
Fläche oder ein, Ring 34 von V-förmigem Querschnitt angeschlossen, so daß die Rille 33 mit dem
Ring 34 eine Baueinheit, d. h. eine Zelle des Zylinders oder des Stators bildet.
In der Zylinderachse ist eine Welle 35 einerseits in einem am Rahmen 31 der Maschine befestigten
Lager 36, andererseits in einem Lager 37 im Deckel 38 des Zylinders gelagert. An der Welle 35 ist ein
Rotor 39 angeordnet, der ein System von Tellern 40 trägt, die gleichfalls einen V-förmigen Querschnitt·
aufweisen und in bestimmten Abständen durch Distanzhülsen 41 gehalten werden. Die Teller 40 ragen
in die Zwischenräume zwischen den Ringen 34. Die zusammenwirkenden Flächen sind mit Schlagleisten
oder Vorsprüngen 42, 43 versehen. Die Leisten sind entweder mit Schrauben, Nieten oder
durch Schweißung befestigt oder unmittelbar an den Flächen der Teller und Ringe gebildet.
Der Rotor 39 hat an seinem unteren Ende eine Wulst 44, der auf Ringen 45 abgestützt ist. Sie sind
in einem Fußlager 46 befestigt, welches mittels eines Gewindes in einer an dem Maschinenrahmen
31 befestigten Schraubenmutter 47 verschiebbar ist. Durch Drehung des Fußlagers 46, z.B. mit einem
in eine Aussparung 48 eingelegten Werkzeuges wird der Rotor mit den Tellern 40 gegenüber den Ringen
34 des Stators gehoben oder gesenkt, wodurch die Entfernung der Arbeitsflächen voneinander geändert
werden kann. In der eingestellten Lage wird der Rotor durch eine Sicherungsmutter 49 gesichert.
Diese Einstellung kann auch während des Laufes der Maschine durchgeführt werden. Man kann eine
beliebige,, an sich bekannte, von außen zugängliche Vorrichtung zur Drehung des Lagers, z. B. einen
Hebel mit einer auf ein Sperrad einwirkenden Klinke, Zahnräder od. dgl., verwenden.
Die Welle 35 wird entweder unmittelbar durch den Motor oder über eine Kupplung und Übersetzungsgetriebe
zwecks Änderung, der Umlaufzahlen angetrieben.
In der Stirnplatte 32 ist ein Zuführungsstutzen 50 für die Zufuhr von Rahm in den Arbeitszylinder
angeordnet. In dem Stutzen 50 ist ein Injektor 51 eingeschaltet, in welchem der Rahm mit Kohlendioxyd
gemischt wird. Der Rahm wird entweder aus einem mit einem Schwimmer oder einer anderen
Regelvorrichtung versehenen Behälter durch eine Pumpe oder in einer anderen Weise zugeführt.
In dem gegenüberliegenden Deckel 38 ist eine Abführleitung 52 angeordnet, die an bekannte Vorrichtungen
zum Abscheiden von Buttermilch, Waschen von Butterkernen und Kneten der Butter angeschlossen
ist. Sie können auf dem Ständer der
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Maschine gelagert sein und werden entweder durch einen eigenen Motor oder vom Hauptmotor angetrieben.
Jede Zelle des Arbeitszylinders (Stators) besteht aus einem rillenförmigen Ring 33, an den ein Ring
34 von V-förmigem Querschnitt angeschlossen ist. Der Ring ist hohl. Innen ist eine Querwand 53
(Fig. S) angebracht. An ihrer einen Seite sind in einer Wand der Zelle eine Eintrittsöffnung 54 für
den Eintritt des Kühlmittels und an ihrer anderen Seite in der anderen Wand eine Öffnung 55 für seinen
Austritt vorgesehen. Das durch die Öffnung 54 eintretende Kühlmittel muß durch die ganze Zelle
hindurchlaufen, bevor es durch die Austrittsöffnung 55 sie verlassen kann. Die gesamte Fläche der Zelle
wird wirksam gekühlt. Die Austrittsöffnung der einen Zelle ist mit der Eintrittsöffnung der weiteren
Zelle, verbunden. Der ganze Stator ist z. B. mittels durchlaufender Schrauben 56 (von denen lediglich
die Achse dargestellt ist) fest zusammengefügt.
Das Kühlmittel tritt in die äußere Zelle durch das Rohr 57 ein und gelangt nach Durchgang durch
sie in die nächstliegende Zelle usw. Das Kühlmittel strömt zur Rahmbewegung in entgegengesetzter
Richtung. Es kühlt im Gegenstrom.
Manchmal müssen die Temperaturen in den ein-. zelnen Verbutterungszonen den gegebenen technologischen
Forderungen angepaßt werden.
Hierfür ist an einer bestimmten Zelle, z. B. der vierten von oben gemäß Fig. 3, ein Umlaufrohr 58
abgezweigt, welches in eine andere Zelle, z. B. in die letzte Zelle des Stators, mündet. Aus der fünften
Zelle von oben führt ein Rohr 59 für den Abfluß des Kältemittels. Es wird also das Kältemittel in
den ersten vier Zellen im Gegenstrom zu der Bewegungsrichtung des Rahms und in dem übrigen
Teil der Zellen im Parallelstrom damit fließen, so daß sich die kälteste Zone in der Nähe des Austrittes
der Butterkerne und Buttermilch (oben) und die wärmste Zone etwa in der Mitte des Zylinders
befinden, während in der Nähe des Eintrittes des Rahms etwa eine mittlere Temperatur herrschen
wird.
Der Stator kann in mehrere Abschnitte unterteilt werden. In manchen Abschnitten fließt das Kühlmittel
im Gegenstrom und in manchen im Parallelstrom. Die Anfangs- und die Endteile der Abschnitte
sind durch Umlaufrohre verbunden. Dies wäre gemäß Fig. 3 der Fall, wenn das Umlaufrohr
58 das Kühlmittel zu einer zwischenliegenden Zelle und das, Abflußrohr 59 es zu einer weiteren Zelle
des Stators entweder im Parallel- oder im Gegenstrom führen würden.
Der Stator ist von einem Isoliermantel 60 umgeben und kann entweder senkrecht, wie in der
Zeichnung dargestellt, oder horizontal oder auch schräg gestellt werden. Der Eintritt des Rahms
kann entweder von unten oder von oben, z. B. durch Freifall erfolgen.Der Eintritt des Kühlmittels kann
an der einen oder anderen Seite des Zylinders angeordnet sein.
Die einfachste Konstruktion der Maschine ist die, wenn die gekühlten Zellen des Stators feststehend
angeordnet sind. Für bestimmte Zwecke können auch die inneren Teller 40 des Rotors durch Einführen
des Kältemittels gekühlt werden, indem die Hohlräume der Teller mit dem Innern des Rotors,
gegebenenfalls unter Verwendung von Querwänden, verbunden werden.
Rahm wird in den Injektor 51 geleitet, wo er mit -CO2
gemischt wird. Hierauf gelangt er auf den Ring 34, fließt über ihn unter Druck (oder im entgegengesetzten
Fall durch Freifall) auf den inneren Teller 40, von welchem er durch Schleuderkraft auf
den weiteren Ring 34 geschleudert wird, usw. Dabei wird der Rahm durch die Leisten oder Vorsprünge
32> 33 geschlagen, bis am anderen Ende des Zylinders
Buttermilch mit Butterkugeln austritt und durch die Rohrleitung 52 zur weiteren Verarbeitung
abgeleitet wird. Der in Verarbeitung befindliche Rahm wird während seiner Wanderung auf der
technologisch richtigen Temperatur in den einzelnen Verbutterungszonen durch die Kühlvorrichtung "
gehalten.
Claims (12)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Erzeugung von Butter, bei welchem der Rahm in dünnen
Schichten auf zwei miteinander abwechselnde ' und eine gegenseitige Relativbewegung ausführende
Flächensysteme gleichmäßig verteilt wird und über die Flächen des einen Systems auf die Flächen des anderen Systems teils durch
Zentrifugalkraft, teils durch freien Fall strömt, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahm unter
dauernden Schlagen von an glatten Flächen angeordneten
Schlagelementen von den Flächen des einen Systems auf die Flächen des anderen Systems befördert, wobei gegebenenfalls die
Durchflußgeschwindigkeit des Rahms in den Zwischenräumen zwischen den Flächen geändert
wird und dadurch verbuttert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Größe der Berührungsfläche des Rahms mit der Luft durch die Anzahl der Arbeitsflächen in den beiden miteinander
wirkenden Systemen verändert wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne Flächenabschnitte
je nach den technologischen Bedingungen des Verbutterungsvorganges auf verschiedene
Temperaturen gekühlt werden.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, in welcher
auf einer Welle ein System von umlaufenden Tellern zu einem Rotor und an der Innenseite
des Arbeitszylinders ein System von feststehenden äußeren Ringen zu einem Stator zusammengefügt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die einander zugewendeten glatten Flächen der Teller
(11, 40) und Ringe (7, 34) mit Schlagleisten oder einzeln stehenden Vorsprüngen (15, 16, 42,
43) versehen sind, und der Abstand der zu-
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sammenarbeitenden Flächen der beiden Systeme veränderlich ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Ringe und. inne-
ren Teller gleichzeitig herausnehmbar sind.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die inneren
Teller (11, 40) tragende Rotor auch während des Laufes der Maschine in axialer Richtung
ίο verschiebbar und in der gewünschten Lage feststellbar
ist.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufzahl
des Rotors regelbar ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein
Zellensystem durch ein Kühlmittel gekühlt wird, welches aus einer Zelle in die andere entweder
im Gegenstrom zur Strömungsrichtung des Rahms oder in eimer Anzahl von Zellen im
Gegenstrom und in den anderen im Parallelstrom mit dem Rahm hindurchtritt.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum der
Zelle durch eine Querwand (53) unterteilt ist, an der einen Seite der Querwand (53) in der
einen Zellenwand eine Eintrittsöffnung (54) für das Kühlmittel und an der anderen Seite der
Querwand in der anderen Zellenwand eine Aus-
flußöffnung (55) hierfür angeordnet sind, und die Ausflußöffnung der einen Zelle mit der Eintrittsöffnung
der nächstfolgenden Zelle und alle Zellen miteinander dicht verbunden sind.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zelle, hinter
welcher die Änderung der Gegenstromführung des Kühlmittels in Parallelstromführung erfolgen
soll, durch ein Umlaufrohr (58) mit der Zelle verbunden ist, mit welcher seine Parallelstromführung
beginnen soll.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß die gekühlten Zellen in einer Anzahl von Abschnitten im Gegenstrom und in anderen Abschnitten im Parallelstrom
gekühlt werden, und die Anfangsund Endzellen dieser Abschnitte durch Umlaufrohre
miteinander verbunden sind.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen^ bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß der Stator mit
einem Isoliermantel (60) umgeben ist, in die eine Stirnwand des Stators die Zuführungsleitung
(50) für den Rahm mündet, in welcher ein Mischinjektor (51) für CO2 eingeschaltet
ist, und die andere Seite des Stators mit einer Abflußleitung (52) zur Abführung der Buttermilch
mit Butterkernen versehen ist, die in eine Vorrichtung zum Abscheiden der Buttermilch,
zum Waschen der Butterkerne und zum Kneten und Mischen der Butter mündet. .
Angezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschrift Nr. 39 379.
Österreichische Patentschrift Nr. 39 379.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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