DEV0008020MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEV0008020MA
DEV0008020MA DEV0008020MA DE V0008020M A DEV0008020M A DE V0008020MA DE V0008020M A DEV0008020M A DE V0008020MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polycondensate
acid
hot
suspension
paraffin oil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. November 1954 Bekanntgemacht am 9. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PA TENTANMELD UNG
KLASSE 39c GRUPPE 16 V 8020 IVb/39c
Dr. Johannes Kleine, München, und Dr. Rudolf Lotz, Klingenberg/Main
sind als Erfinder genannt worden
Vereinigte Glanzstoff-Fabriken A. G., Wuppertal-Elberfeld
Verfahren zur Herstellung von aromatischen Polykondensaten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von aromatischen Polykondensaten aus dem Alkali- bzw. Ammoiniurasalz der p-Halogenmethylbenzoesäure der allgemeinen Formel
HaI-CH9
■ COOMe
(Me= Na, K, NH4).
(Hai = Halogen)
ίο Es wurde gefunden, daß man obengenannte Verbindung mit sich selbst polykonidensieren kann unter Ausscheidung des entsprechenden Natrium-, Kalium- oder Ammoniiumsalzes, wenn man diese Verbindung in einem inerten Dispersionsmittel auf Polykondensaitionstemperaturen bis etwa 3000 erhitzt.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, aromatische Polykondensate vom Typ des Polyäthylenterephthalats SO' herzustellen, daß während der Kondensation NaCl bzw. KCl unter gleichzeitiger Entstehung des Polykondensats abgeschieden wird. Hierbei werden neutrale Salze aromatischer Dicarbonsäuren, wie der Terephthalsäure, mit Verbindungen, welche 2 oder mehr als 2 Halogenatome ent-
509 657/228
V 8020 IVbI39c
halten, gegebenenfalls in Gegenwart von Verdün-, nungsmitteln, umgesetzt.
. Im Gegensatz zu dieser bereits bekannten. Reaktionsweise wird ein Poly kondensat der allgemeineu Formel
coo —
nach dem neuen Verfahren durch Selbstkondensation einer einzigen Verbindung erhalten, so daß sich vorliegendes Verfahren, sowohl in der Verwendung der Ausgangsprodukte als auch in der Durchführung des Verfahrens sowie in dem daraus; entstehenden Endprodukt von dem bereits bekannten unterscheidet.
Das für die Reaktion benötigte· Ausgangsprodukt ist leicht zugänglich. Man erhält die p-Chlormethylbenzoesäure als Zwischenprodukt bei der Oxydation des p-Xylylendiehloirids zur Terephthalsäure mit Salpetersäure einer bestimmten Konzentration und unter Anwendung bestimmter Temperaturen. Das entsprechende Na-, K- bzw. NH4-SaIz kann hieraus in besonders reiner Form leicht hergestellt werden. Das Ausgangsprodukt wird in einem indifferenten Dispersionsmittel, z. B. hochsiedende Kohlenwasserstoffe, fein verteilt und auf Temperaturen bis< 3000 erhitzt. Man beobachtet bereits nach kurzer Zeit der Reaktion eine Abscheidung des entsprechenden Halogenide, während das sich allmählich bildende Polykondensat· fein verteilt in dem heißen Paraffinöl gelöst bleibt. Zur besseren Auslösung der Reaktion ist es zweckmäßig, zu dem Paraffinöl einige Tropfen Methanol hinzuzufügen. Man läßt das Halogenid sich absetzen und filtriert die heiße Dispersion, um noch letzte Spüren des Halogenide abzuscheiden. Beim Abkühlen fällt dann das Polykondensat aus, welches durch Waschen mit Wasser oder Alkoholen gereinigt werden kann. Das farblose Polykondensat zeigt einen scharfen Schmelzpunkt von 2640 und eignet sich für die Herstellung von geformten Gegenständen, Fäden, Fasern.
Beispiel ι
5 g des Kaliumsalzes der p-Chlormethylbenzoesäure werden in 250 ecm Paraffinöl suspendiert und unter ständigem Einleiten von sauerstofffreiem Stickstoff und Turbinieren 10 Stunden lang allmählich bis auf eine Temperatur von 300° erhitzt. Der größte Teil des sich abscheidenden KCl setzt sich am Boden ab, während das gebildete Polykondensat in dem heißen Paraffin gelöst bleibt. Es wird heiß filtriert, so daß nach dem Erkalten des Filtrats das hellgefärbte Polykondensat ausfällt. Nach Reinigung mit Äthanol hat das Polykonden- 5^ sat einen Schmelzpunkt von 2640.
B e i s ρ i e 1 2
S g des Natriumsalzes der p-Chlormethylbenzoesäure werden in 250 ecm Paraffinöl suspendiert, der Suspension etwa 5 ecm Methanol zugegeben und etwa 8 Stunden lang Stickstoff eingeleitet unter gleichzeitigem Turbinieren und allmählichem Aufheizen auf 2900. NaCl scheidet sich am Boden ab. Die heiße Suspension wird zunächst filtriert, wobei nach dem Erkalten des Filtrats ein hellgefärbtes Polykondensat ausfällt. Nach Reinigung mit Methanol zeigt das Polykondensat einen Schmelzpunkt von 2640.
Beispiel 3
14 g des Natriumsälzes der p-Brommethylbenzoesäure werden in 600 ecm Paraffinöl suspendiert und unter Turbinieren Stickstoff eingeleitet sowie die Suspension allmählich innerhalb 8 Stunden auf 2800 erhitzt. Es scheidet sich NaBr ab, während das Polykondensat bei dieser Temperatur in der Suspension fein verteilt bleibt. Die heiße Suspension wird filtriert. Im erkalteten Filtrat fällt das Polykondensat aus, das nach Reinigung mit Methanol 8a einen Schmelzpunkt von 2640 zeigt. -*'

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: *
    Verfahren zur Herstellung von aromatischen Polykondensaten, dadurch gekennzeichnet, daß man das Alkali- bzw. Ammoniumsalz der p-Halogenmethylbenzoesäure in einem inerten Dispersionsmittel der Selbstkondensation unterwirft. : .. .

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69309709T2 (de) Verfahren zur hydrolysebearbeitung von einem polymerisat enthaltendem material
DE1241984B (de) Verfahren zum Herstellen von Polyesteramiden
DE2936759C2 (de) Transparente Copolyamide
DE2157696A1 (de) Verzweigte aromatische Polyester
DE1248654B (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphonsäuren und deren Salzen
DE2747758C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Isophthaloyldichlorid oder Terephthaloyldichlorid
DEV0008020MA (de)
EP0684271B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyamiden auf Basis von alpha,omega-Dinitrilen
DE3610206A1 (de) Verfahren zur herstellung von halogensilylaroylhalogeniden
DE1770336A1 (de) Polyamide und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE69409789T2 (de) Verfahren zur herstellung von alpha-amino omega-ester-monoamid
DE69007862T2 (de) Farbminimalisierung während der Schmelzzubereitung von Polyamiden.
DE2418340A1 (de) Verfahren zur herstellung von 3,5dichlorbenzoylchlorid
DE69015797T2 (de) Verfahren zur herstellung von 3,4,3&#39;,4&#39;-substituierten biphenylverbindungen.
DE2045770A1 (de) Neue Polyamide und Verfahren zur Herstellung derselben
DE2409195B2 (de) Verfahren zur herstellung von imidazol-4,5-dicarboxamid
DE2633110B2 (de) Salze aus a , w Alkandicarbonsäuren und a , w -Diaminen mit verbesserter Farbzahl und deren Verwendung
DE623338C (de)
DE1236493B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzaldehyd
DE749643C (de) Verfahren zur Herstellung ungesaettigter Carbonsaeureamide
DE3042061A1 (de) Verfahren zur herstellung cyclischer phosphazene
DE1950392C3 (de) 3,6-Bis-(omega-aminoalkyl)-l,4dihydro-l,2,4,5-tetrazine und Verfahren zu deren Herstellung
DEV0006122MA (de)
DE2517774B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Aminopyridinen
DE3040949A1 (de) Verfahren zur herstellung von (omega)-lactamen, insbesondere caprolactam