DEV0007752MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. September 1954 Bekanntgemacht am 4. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen um eine sich in Maschinenlängsrichtung erstreckende Führungsstange hochschwenkbar gelagerten Oberwalzen-Tragarm
für Spinnmaschinen-Streckwerke mit an ihm abgelenktem, einen hinteren Sattel tragendem
Vordersattel und Gewichtsbelastung durch einen Gewichtshebel mit Verschiebegewicht.
Bei den bekannten Streckwerken dieser Art befindet sich der Gewichtshebel mit seinem Verschiebegewicht
unterhalb der Stanze. Die Verbindung des Gewichtshebels mit dem Oberwalzen-Tragarm
geschieht durch ©inen Zuganker. Der Oberwalzen-Tragarm selbst ist dabei frei pendelnd
auf der Führungsstange angeordnet. Durch die schlechte Zugänglichkeit des Gewichtshebels wird
die Bedienung des Streckwerkes erschwert. Dies gilt nicht nur für die vorübergehende Entlastung
der Oberwalzen, sondern insbesondere für das Ausschwenken
des Oberwalzen-Tragarmes, beispielsweise bei Durchführung von Reinigungsarbeiten.
In diesem Falle ist nämlich die Verbindung des unterhalb der Stanze befindlichen Gewichtshebels
mit dem Oberwalzen-Tragarm zu lösen.
Bei Änderungen in der Stapelfaserlänge macht sich eine Veränderung der Walzenabstände erforderlich.
Um den Oberwalzen auch in der neuen Stellung wieder den richtigen Druck zu geben,
muß gleichzeitig das Belastüngsgewicht verschoben
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werden/Befindet sich dasselbe wie bisher unterhalb der Stanze, so wird diese Maßnahme häufig unterlassen,
was sich durch Verschlechterung des Garnes unliebsam bemerkbar macht. Gleiches trifft zu beim
Ändern der Garnnummer, denn auch hier ist der : Belastungsdruck zu verändern.
Bei Einriemchenstreckwerken ist es bereits bekanntgeworden, über der Umlenkstelle des Riemchens
eine .■ Walze anzuordnen, die mittels eines
ίο Gewichtshebels mit Verschiebegewicht gegen das
Riemchen gedrückt wird. Der Gewichtshebel liegt hier über den Oberwalzen. Er ist in einem durch
eine Stange mit dem.Oberwalzenhalter verbundenen Block gelagert, während der Oberwalzenhalter für
die übrigen Oberwalzen mit, den bekannten Seiten1
führungen versehen ist. ,
Schließlich ist die Belastung eines Oberwalzen-Trag-
und -Belastungsarmes durch einen auf ihm gelagerten, sich in Übertotpunktlage verriegelnden
Spannhebel bekannt. Dieser Spannhebel steht jedoch unter Federbelastung, und das Einstellen der
Belastung ist deshalb unsicher.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Mangel der bekannten Vorrichtungen zu beseitigen.
Sie besteht darin, daß der Gewichtshebel an einer unabhängig von dem Tragarm auf der Führungsstange sitzenden Stütze oberhalb des Tragarmes
für die Oberwalzen gelagert ist und in Betriebsstellung des Streckwerkes zwischen der Führungs-
stange und der Anlenkstelle für die Sättel auf den Tragarm drückt.
In der Zeichnung ist die Erfindung in beispielsweiser
Ausführung dargestellt.
Abb. ι zeigt den Oberteil eines Streckwerkes von
der Seite gesehen, und aus
Abb. 2 gehen die Sättel für die Oberwalzen in etwas größerem Maßstab hervor.
Auf der sich in Maschinelllängsrichtung erstreckenden Trag- und Führungsstange 1 ist in bekannter
Weise ein hochschwenkbarer Tragarm 2 für die Oberwalzen 6, 7 und 8 gelagert. Am vorderen
Ende dieses Tragarmes 2 befindet sich eine Anlenkstelle 3 für die Sättel 4 und S der Oberwalzen
6, 7 und 8. Unabhängig von dem Tragarm 2 sitzt auf der Tragstange 1 eine Stütze 9. Mittels
eines Bolzens 10 ist im freien Ende der Stütze 9 ein
Gewichtshebel 11, 13 mit einem Verschiebegewicht 12 schwenkbar gelagert. Der Gewichtshebel ist als
Doppelhebel ausgebildet. Er besitzt einen langen Arm 11 für das Verschiebegewicht 12 und einen
kurzen Arm 13, mit welchem er gegen den Tragarm
2 drückt. Der letztere ist ungefähr rechtwinkelig zu dem Arm i'i gerichtet und mit einer
Rolle 14 versehen, die auf dem Rücken des Trag-
armes 2 aufliegt. ·.
Der Sattel 4 für die Ausgangsoberwalze 8 besitzt einen nach hinten gerichteten Teil mit einer Rastenleiter
20. In dieselbe ist ein Sattel 5 für die hinteren beiden Oberwalzen 6 und 7 eingehängt. Der Sattel 5
für die Oberwalzen 6 und 7 besteht aus zwei durch Schrauben 16 miteinander verbundenen Schienen 5
und S0. Dabei ist die untere Schiene 5 in der Streckrichtung
verstellbar an der oberen Schiene 5a befestigt.
Letztere weist hierzu Langlöcher 17 auf. An der oberen Schiene befindet sich ein Bolzen 18 mit
zwei seitlichen- Fingern 19. Mittels derselben wird das Ganze in eine Raste der Rastenleiter 20 eingehängt.
Blattfedern 21 dienen zum Ausrichten des Sattels 5 an dem Sattel 4. Der Sattel für die Oberwalzen
6 und 7 wird also von einem Doppelsattel gebildet.
An dem Tragarm 2 ist hinter der Anlenkstelle 3 des Sattels 4 eine Druckplatte 22 angeordnet. An
dieser liegt im Gebrauch der Kopf des Bolzens 18 des hinteren Sattels 5 an. Unter dem Einfluß des
Gewichtshebels 11, 12, 13 drückt somit der Tragarm
2 nicht nur über die Anlenkstelle 3 gegen den Vord'ersattel 4, sondern gesondert auch noch mit
der Druckplatte 22 gegen den Hintersattel 5.
Die Stütze 9 ist gemeinsam mit dem Tragarm 2 um die Führungsstange 1 ausschwenkbar. Sie weist
hierzu einen Anschlag 24 auf, der den Tragarm 2 unterfaßt. Beim Ausschwenken der Stütze 9, was
vermittels des Gewichtshebels 11, 12, 13 geschehen
kann, nimmt somit die Stütze 9 den Tragarm 2 mit. Zur Mitnahme der Stütze 9 ist der Gewichtshebel
11 an seinem kurzen Arm 13 mit einer Anschlagnase
15 versehen.
Die Oberwalzen 6, 7 und 8 werden an ihren Sätteln 4 und 5 mittels Klemmfedern 23 gehalten.
In der hochgeschwenkten Stellung wird die Stütze 9 mit dem Tragarm 2 mittels einer Sperrklinke
26 festgehalten.
Claims (7)
1. Um eine sich in Maschinenlangsrichtung
erstreckende Führungsstange hochschwenkbar gelagerter Oberwalzen-Tragarm für Spinnmaschinen-Streckwerke
mit an ihm angelenktem, einen hinteren Sattel tragendem Vordersattel und Gewichtsbelastung durch einen Gewichtshebel
mit Verschiebegewicht, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewichtshebel (11, 12,
13) an einer unabhängig von dem Tragarm (2) auf der Führungsstange (1) sitzenden Stütze
(9) oberhalb des Tragarmes (2) für die Oberwalzen (6, 7, 8) gelagert ist und in Betriebsstellung des Streckwerkes zwischen der Füh-
rungsstange (1) und der Anlenkstelle (3) für die Sättel (4 und 5) auf den Tragarm (2)
drückt.
2. Tragarm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als Doppelhebel ausgebildete
Gewichtshebel mit einem langen Arm (11) für das Verschiebegewicht (12) und einem
kurzen Arm (i3)_ versehen ist, mit welchem er
gegen den Tragarm (2) drückt.,
3. Tragarm nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der auf den Tragarm (2) einwirkende kurze Arm (13) des Gewichtshebels
mit einer Rolle (14) versehen ist.
4. Tragarm nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der auf den Tragarm
(2) einwirkende kurze Arm (13) des Gewichts
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hebeis in an sich bekannter Weise ungefähr rechtwinkelig zu dem das Verschiebegewicht
(12) tragenden Arm (11) gerichtet ist.
5. Tragarm nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stütze (9), die die Lagerstelle (10) des Gewichtshebels (11, 12, 13)
trägt, gemeinsam mit dem Tragarm (2) um die Führungsstange (1) verschwenkbar ist, wobei
die Stütze (9) und der Tragarm (2) in der Ausschwenkrichtung durch einen Anschlag (24)
miteinander bewegungsverbunden sind.
6. Tragarm nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das. Abschwenken des Gewichtshebels (11, 12, 13) von dem Tragarm
(2) durch eine Anschlagnase (15) am kurzen Arm (13) des Gewichtshebels begrenzt
wird.
7. Tragarm nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (2)
hinter der Anlenkstdle (3) des. Vo-rderisattels (4)
für die Ausgangsoberwalze (8) gesondert gegen den Hintersattel (5, 5ß) der nachfolgenden Oberwalzen
(6, 7) drückt.
In Betracht gezogene Druckschriften :
Deutsche Patentschrift Nr. 828 493;
schweizerische Patentschriften Nr. 210 185,
099;
Deutsche Patentschrift Nr. 828 493;
schweizerische Patentschriften Nr. 210 185,
099;
französische Patentschrift Nr. 1 054 179.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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