DEV0006310MA - - Google Patents
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Description
V6310Ia/13b
Die Erfindung betrifft einen Wasserrohrkessel mit Naturumlauf des Wärmeträgers.
Es ist bekannt, den Wärmeträger in einem
Wärmeaustauscher abzukühlen und dann in einer Zwanglaufheizfläebe wieder aufzuwärmen.. Hierdurch
wird eine bessere Ausnutzung der Rauchgaswärme im niedrigen Temperaturbereich erzielt, da
durch diese Maßnahme die Temperaturdifferenz zwischen Wärmeträger und Rauchgase vergrößert
ίο wird. Ferner ist auch bekannt, zur Abkühlung des
Wärmeträgers Verbrennungsluft zu verwenden, um einen direkt beheizten Luftvorwärmer zu vermeiden,
da sich gezeigt hat, daß bei tiefen Abgastemperaturen die Luftvorwärmer wegen Unterscbreitung
des Taupunktes: besonders leicht korrodieren. Bei den bekannten Anlagen wurde der
Wärmeträger mittels einer Pumpe durch den Austauscher und die Naehheizfläche gefördert. Die
Aufstellung einer besonderen Umwälzpumpe ist vielfach unerwünscht, da sie die Anlage: verteuert
und noch zusätzlicher Wartung bedarf. Der Vorschlag, die stets vorhandene Speisepumpe zu verwenden,
hat den Nachteil, daß die Speisung wegen ihrer Abhängigkeit von der Belastung ungleichmäßig
ist und auch zeitweise bei hohem Wasserstand in der Trommel ganz unterbrochen wird.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, im Gebiet niedriger Rauchgastemperatur eine tiefliegende
Heizfläche anzuordnen und von einem hochgelegenen Wärmeaustauscher dieser Heizfläche abgekühltes
Umlaufwasser zuzuführen.
Bei dem Vorschlag nach der Erfindung ist ein selbsttätiger Umlauf ohne eine besondere -Fördervorrichtung
gesichert. Der Gewichtsunterschied der abgekühlten Wassersäule unterhalb des Wärmeaustauschers und ' der wieder erwärmten Wassersäule
oberhalb der tiefliegenden Heizfläche genügt, um einen ausreichenden, natürlichen Umlauf herzustellen.
Der Umlauf kann noch erhöht werden, wenn der Wärmeaustauscher oberhalb der Trommel angeordnet
wird.
Zur Abkühlung des Wärmeträgers im Austauscher kann in an sich bekannter Weise die, Verbrennungsluft
dienen, die dabei vorgewärmt wird.
Der Wärmeaustauscher kann an der Stirnwand
des Kessels angeordnet sein, was.besonders bei öl-.
gas- oder staubgefeuerten Kesseln von Vorteil ist.
Es ist aber auch möglich, den Wärmeaustauscher an der Rück- oder Seitenwand des Kessels anzu
ordnen, insbesondere bei Rostfeuerung.
Die Erfindung ist in den Abb. 1 und 2 näher erläutert.
Abb. ι zeigt ■ einen ölgefeuerten Wasserrohr-SS
kessel. Unterhalb der Dampftrommel 1 ist ein Wärmeaustauscher 2 angeordnet, der mit dem
Wasserraum der Trommel 1 in Verbindung steht. Ein Teil des Trommelwassers durchströmt den
Wärmeaustauscher 2 und wird dabei von Verbrennungsluft gekühlt, die von dem Gebläse 3 durch den
Austauscher gedrückt wird. Das abgekühlte Kesselwasser fließt durch Fallrohre 4 in den unteren
Sammler 5 und von hier über Leitung 6 zui dem Verteiler-7. An diesem Verteiler 7 ist das Rohrbündel
8 angeschlossen, in welchem das Kesselwasser wieder erwärmt wird. Diesem Rohrbündel
ist eine höher liegende Verdampferheizflächö 9 wasserseitig nachgeschaltet. Das erzeugte Darnpf-Wasser-Gemisch
fließt über den, Zwischensammler 10 zurück zur Trommel 1. Zwischen den Rohrbündeln
8 und 9 ist eine Vorwärmerheizfläche 11
angeordnet. Die vom. Gebläse 3 durch den Wärmeaustauscher 2 gedrückte A^erbrennungsluft strömt
durch einen Luftkanal 12 an der Stirnwand des Kessels in das Geschränk 13 der Ölfeuerung.
Die Abb·. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem Wasserrohrkessel mit Wanderrostfeuerung.
Der Wärmeaustauscher 2 liegt in diesem Falle oberhalb der Dampftrommel 1, mit der
er durch die Leitung 14 verbunden, ist. Das abgekühlte
Kesselwasser ward durch Fallrohre 4 dem unteren Verteiler 5 zugeleitet, an dem das Rohrbündel
8 angeschlossen ist. In" diesem Rohrbündel wird das Kesselwasser wieder erwärmt und dann
über die Verdampferheizfläche 9 zum oberen Sammler 10 geführt. Auch in diesem Falle ist zwischen
den Rohrbündeini 8 und 9 ein Speisewasservorwärmer 11 angeordnet. Zur Abkühlung des Kesselwassers
im Wärmeaustausche/2 wird wieder Verbrennungsluft verwendet, die durch den Aus- go
tauscher gedrückt und durch den Warmluftkanal 12 zur Feuerung geleitet wird.
Claims (3)
1. Wasserrohrkessel mit Naturumlauf, dadurch gekennzeichnet, daß im Gebiet niedriger
Rauchgastempeiratur eine tiefliegende Heizfläche angeordnet ist, der von einem hochgelegenen
Wärmeaustauscher abgekühltes Wasser des Kesseikreislaufes zufließt.
2. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Wärmeaus-
. 'tauscher unmittelbar unter der Dampftrommel an der Stirnwand des Kessels angeordnet ist.
3. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeaustauscher
oberhalb der Trommel angeordnet ist.
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