DEV0005442MA - - Google Patents
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Description
NDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 9. Februar 1953 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 80b GRUPPE 812
V5442 VIb/80b
Robert Lange und 2H£i.=$ng. Günter Helmrich, Grevenbroich (Ndrh.)
sind als Erfinder genannt worden
Vereinigte Aluminium-Werke, Aktiengesellschaft, Bonn
Herstellung von Kunstkohlekörpern
Kunstkohlekörper, die z, B. ab Elektroden oder
Ofenfutter bed chemischen, elektrochemischen: oder metallurgischen Prozessen Verwendung' findem,
werden bisher in der Weise hergestellt, daß bestimmte Kohlesoirten, vorzugsweise Koks, mit
einem, Bindemittel, z. B. aus Steinkohlenteererzeugnissen, gemischt, geformt und! sodann geibrannt
werden, wobei das Bindemittel verkokt und den Kunstkohleköirpern die notwendige Festigkeit,
Temperaturbeständigkeit und elektrische Leitfähigkeit gegeben wird,.
Eine besondere Schwierigkeit bei der Herstellung
dieser Kunstkohlekörper liegt darin, daß beim Mischen der gemahlenen Kohlesorten mit dein
Bindemittel die Luft aus. den Poren und an der Oberfläche der Kohle- bzw. Kokskörner nicht, völlig
verdrängt wird, so daß die ungebrannten, vorgeformten
Körper eine gewisse Porosität besitzen.
Diese unerwünschte Erscheinung tritt in noch größerem Maße auf, wenn die verwendetem Kohlen,
insbesondere Kokse, sehr feinporig sind:. Beim Brennen gibt die in der Masse des Kohlekörpers
eingeschlossene Luft zu Fehlern der Kunstkohleikörper Anlaß, z. B. zu geringer Dichte, geringer
Härte und Neigung zur Rißbildung.
Erfindungsgemäß wird dieser Übel stand dadurch
vermieden!, daß die für die Herstellung der Kunstkoihlekörper
erforderlichen Kohlen- bzw. Koks-
509556/265
V5442 VIb/80b
sorten zunächst durch Feinvermahlung auf so kleine Korngröl.icn jjfi'l jriiciit werden, daß die PoreuwiMKluii.fi
zersttit wild und somit die Kohle praktisch nicht mr'ir pnrö.s ist.
Ks wird si dann das staubförmig Ausgangsmaterial
mit ei.r. m ;!'; sich bekannten Bindemittel,
das /.. B. aus Teeren bzw. Pechen mit über 200° C (7Γ10 min I Ig) Siedeheginn Ix'sU'ht, mit Hilfe der
bekannten Vorrichtungen behandelt, so daß Granalien entstelu'ii. Diese sind kugelig und überwiegend
über ι mm groß; z.H. Ko Gewichtsprozent
zwischen ι und io mm Größe. Diese Granalien, die durcli Zusammenballen der Staubteilchen unter
dem Kinlhiß des liindemittels entstehen und zu einer Gröl.le anwachsen, die einen bis über zweitausend
fachen Durchmesser der ursprünglichen 'IVilclun besitzen, sind so stabil, daß sie beim
Transport nicht auseinanderfallen und haben die Eigenschaft, dal.i sie an sich keine Lufteinllüsse
mehr besitzen, sondern praktisch frei von Poren sind, da, bei ihrer Entstehung die Luft an den
(irciizlläehen zwischen Kohlepartikelchen-Bindemittel
durch die Oberiliichenkräfte verdrängt wird.
Infolgedessen ist auch der Bindemittelbedarf relativ
gering und die Dichte der Granalien groß, sie liegt ζ. ΙΊ. bei Verwendung von Zechenkoks und Weichpech
als Bindemittel bei i,5o,g/ccm. Beim nachfolgenden
Können zu fertigen Kohlekörpern kann die zwischen den einzelnen Granalien befindliche
Luft infolgt- deren rundlicher Form und deren Größe gut entweichen, so daß auch der fertig geformte
Kohlekörper praktisch keine Luft mehr enthält. P)Ci Verwendung solcher Granalien, können,
die Kohlekörper sowohl durch Kolbcnpresscn. als auch durch Schneckenpressen oder mittels Stampfvorrichtung
geformt werden.
Ein weiterer Vorteil des erfnidungsgemä.ßen, Verfahrens
liegt darin, daß ein feiner Kohlen,- bzw. Koksstaub, der sonst für die Herstellung' von
Kunstkohlekörpern nur beschränkt verwendet werden konnte, in erhöhtem Maße mit verwendet worden
kann.
Die Kunstkohlekörper können sowohl teilweise als auch ganz aus granulierten. Massen hergestellt
werden.
Darüber hinaus können auch solche Granalien verwendet werden, die einen festen Kahle- oder
Kokskern enthalten.
Claims (3)
1. Verwendung von durch Granulation aus
feingemahlener Kohle mit Bindemittel gewonnenen Körnern zur Herstellung von Kunstkohlekörpern.
2. Verwendung von Kohlckörncrn, nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet, daß diese
einen festen Kohle- oder Kokskern, enthalten.
3. Herstellung von Kunstkohlekörporn unter
Verwendung von Kohlkörnern nach Anspruch 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Formgebung der Kunstkohlekörper durch Koilbcn,-pressen,
Schneckenpressen oder durch Stampfen erfolgt.
O 509 556/265 9. 55
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