DEV0004818MA - - Google Patents
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Description
V4818 VII/3b
Es ist bereits bekannt, bei Schweißblättern für Kleidungsstücke geruchbindende Mittel in Form
von organischen oder anorganischen Säuren, z. B. Weinsäure oder Salizylsäure, zu verwenden, die die
Eigenschaft besitzen, alkalischen Schweiß zu neutralisieren und dadurch geruchbindend zu wirken.
Diese Mittel sind also nur gegen alkalischen, also nicht gegen sauren Schweiß wirksam, so daß die
,Geruchbindung immer nur eintritt, wenn der Träger des Schweißblattes alkalischen Schweiß absondert.
Hinzu kommt, daß die zur Geruchbindung verwendeten Säuren wasserlöslich sind, so daß die
damit imprägnierten Schweißblätter nicht gewaschen werden können, ohne sofort ihre desodorierende
.15 Wirkung zu verlieren.
Weiterhin ist es bei den bekannten Schweißblättern ein Nachteil, daß die geruchbindende Wirkung
der aufgebrachten Säuren in verhältnismäßig kurzer Zeit aufhören wird, da sich die Säure bei der
chemischen Reaktion mit alkalischem Schweiß alsbald verbraucht.
Alle diese Nachteile entfallen, wenn man das Schweißblatt gemäß der Erfindung ganz oder teilweise
mit Chlorophyll imprägniert, das die Eigenschaft besitzt, sowohl auf alkalischen als auch auf
sauren Schweiß als Zersetzungskatalysator geruchbindend zu wirken, ohne sich selbst zu verbrauchen,
d. h. also lange, wenn nicht ständig wirksam zu bleiben. Es verursacht weiterhin keinerlei Hautreizungen
und ist nicht wasserlöslich, so daß die damit behandelten Schweißblätter waschfest sind.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten, für den Ärmelausschnitt unterhalb der Achselhöhle bestimmten
Schweißblatt an sich bekannter Ausfüh- -rung sind α und b die beiden nieren- oder halbmondförmigen
Hälften des Schweißblattes, die aus einer Ein- bzw. Zwischenlage c aus Gummi- oder
Kunststoff-Folie und einer ein- oder beiderseitigen Stoff abdeckung aus Kunstseide, Zellwolle, Baumwolle
u. dgl. bestehen. Dicht unterhalb ihrer Achselausbüchtung
sind dje beiden Folienhälften durch Kleben, Schweißen od. dgl. unlösbar miteinander
verbunden, während an dieser Stelle getrennt von den Folien die Stoffabdeckungen durch Nähen miteinander
vereinigt sind. An dem übrigen Umfang der Schweißblatthälften sind Folien und Stoff durch
eine Ketteistichnaht d oder ein Einfaßband miteinander vernäht. ■
Nach der Erfindung ist das Schweißblatt ganz oder teilweise mit Chlorophyll bzw. Chlorophyll-Derivaten
durch Aufspritzen, Aufstreichen, Einmischen, Tränken od. dgl. präpariert, so daß es
außer seiner ursprünglichen Aufgabe, das Durchschwitzen des Kleidungsstückes zu verhindern, noch
die weitere Aufgabe der Schweißgeruchtilgung
erfüllt. Dabei kann die Gummi-, oder Kunststoff-Folie mit dem gerüchverzehrenden Stoff überzogen
bzw. mit diesem durchsetzt sein oder aber die Stoffabdeckung damit behandelt, z. B. durch Tränken
imprägniert werden. Es können auch Gummi- oder Kunststoff-Folie und Stoff abdeckung mit dem geruchtilgenden
Mittel ganz oder teilweise präpariert sein.' ' ■ ' : ;
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt;
vielmehr sind Form, Größe und Zusammensetzung desselben beliebig. So kann das Schweißblatt beispielsweise
auch nur aus einem saugfähigen Gummi oder Kunststoff, z. B. aus einem porösen Gummi
öder Kunststoff bestehen, in welchen das geruchtilgende
Mittel gleich mit eingemischt ist. Auch ist die Anwendung des Schweißblattes nach der Erfindung
nicht auf Achselhöhlen beschränkt. Es kann vielmehr durch geeignete Formgebung überall da
im Kleidungsstück angebracht werden, die besonders starken-Schweißabsonderungen, wie sie z.B.
auch im Schritt auftreten, ausgesetzt sind.
Claims (5)
1. Schweißblatt für Kleidungsstücke, dadurch gekennzeichnet, daß es ganz oder teilweise mit
Chlorophyll präpariert ist.
2. Schweißblatt nach Anspruch 1 aus zwei
■ Hälften mit einer Ein- oder Zwischenlage aus
Gummi- oder Kunststoff-Folie und ein- oder beiderseitiger Stoff abdeckung, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gummi- oder Kunststoff-Folie mit Chlorophyll überzogen bzw. mit diesem durchsetzt ist.
3. Schweißblatt nach Anspruch 1 aus zwei
Hälften mit einer Ein- oder Zwischenlage aus Gummi- oder Kunststoff-Folie und ein- oder
beiderseitiger Stoff abdeckung, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stoff abdeckung mit Chloroptryll behandelt bzw. imprägniert ist.
4. Schweißblatt nach Anspruch 1 aus zwei'
Hälften mit einer Ein- oder Zwischenlage aus Gummi- oder Kunststoff-Folie und ein- oder
beiderseitiger Stoff abdeckung, dadurch gekenn-' zeichnet, daß sowohl die Gummi- oder Kunststoff-Folie
als auch die Stoff abdeckung mit Chlorophyll präpariert sind.
5. Schweißblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, daß es aus porösem, mit ChIorophyll.
durch Einmischen, Aufspritzen, Auf- \ streichen, Tränken od. dgl. behandelten Gummi
oder Kunststoff besteht.
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