DEV0000091MA - Zinklegierungen, insbesondere für Druckplatten für das graphische Gewerbe - Google Patents
Zinklegierungen, insbesondere für Druckplatten für das graphische GewerbeInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung sind Zinklegierungen, aus denen besonders zum Drucken benutzte Gegenstände für das graphische Gewerbe, wie z.B. Autotypie-, Offset- und ähnliche Druckplatten, angefertigt werden können.
Zinklegierungen, wie beispielsweise solche, die Kadmium oder Antimon oder beides als Legierungsbestandteile enthalten, sind auch schon zu Werkstoffen durch spanlose Verformung verarbeitet worden, wie zu Zinkblech oder Bandzink.
In der Regel werden Druckplatten in Form von Klischees, Autotypieen und dergl. Hilfsmittel für das graphische Gewerbe unter Zuhilfenahme von Zink oder Kupfer hergestellt. Kupfer zeichnet sich nämlich durch seine hohe Härte und gute Polier- sowie Aetzbarkeit aus. Es können daher mittels Kupfer bzw. Kupferlegierungen gefertigte Druckplatten sehr hohe Druckauflagen auch unter ungünstigen Bedingungen, z.B. bei rauhem Papier und hohem Andruck, erreichen sowie sehr saubere Aetzungen mit den feinsten Rastern hergestellt werden.
Das für Druckzwecke bisher verwendete Zink reicht an die Eigenschaften des Kupfers nicht heran. Die Hauptmängel des Zinks bezüglich seiner Verwendung für Aetzplat-
ten sind die wesentlich geringere Härte, die schlechtere Aetzbarkeit und das häufigere Auftreten von Oberflächenfehlern, die bereits beim Giessen und Walzen des Materials entsteht.
Zinklegierungen mit Aluminium und Kupfer, Rest Zink mit einem Reinheitsgrad von 99,99% und solche mit Blei, Antimon und Zinn als Legierungungsbestandteile haben sich als brauchbarer Werkstoff für Druckplatten erwiesen. Fernerhin sind auch schon Zinklegierungen mit Aluminium- und Kupferanteilen und solche mit geringen Zusätzen an Magnesium, Blei und Eisen zu diesem Zweck bekannt geworden.
In Fachkreisen ist es auch nicht mehr neu, für die Herstellung von Druckplatten aus Zink entweder raffiniertes Hüttenzink oder Mischungen aus diesem Werkstoff mit Feinzink bei gleichzeitigem Zusatz von Kadmium zu verwenden. Die bei diesen Zinkarten erreichbaren Härtezahlen liegen im Höchstfall bei etwa 58 kg/mm(exp)2 gegenüber Kupfer mit etwa 100 kg/mm(exp)2. Die als härtende Bestandteile benutzten Zusätze von Kadmium bzw. Blei durch Mischen von bleihaltigen Roh- und Feinzink wirken sich auf die Aetzbarkeit sehr ungünstig aus, was vermutlich mit der verschieden grossen Löslichkeit der in diesen Zinksorten vorhandenen metallischen Verbindungen bzw. Zusätze zusammenhängt.
Um Druckplatten anzufertigen, werden bekanntlich im allgemeinen mehrmalige Wärmebehandlungen angewendet, die bei fast allen gebräuchlichen Zinksorten infolge ihrer niedrigen Rekristallisationstemperatur sehr
rasch eine gewisse Grobkornbildung hervorrufen. Durch die letztere werden die Aetzungen bei besonders feinen Rastern ungenau. Ausserdem fällt durch die eintretende Rekristallisation die Härte stark ab. Feinzink, das infolge seiner Reinheit eine gute Aetzbarkeit besitzt, ist wegen seiner Weichheit und sehr niedrigen Rekristallisationstemperatur und sehr grossen Neigung zur Grobkornbildung für Druckplatten nicht verwendbar.
Es ist weiterhin schon früher versucht worden, anstelle von Hüttenzink Mischzink bzw. Feinzink oder eine der genannten Zinklegierungen zu verwenden. Diese Legierungen weisen die erforderlichen hohen Härtewerte auf, ergeben jedoch infolge der unterschiedlichen Löslichkeit der Legierungsbestandteile bzw. der entsprechenden Mischkristalle sehr ungleichmässige Aetzungen.
Ueberraschenderweise wurden Zinklegierungen gefunden, die ohne Kadmiumgehalt durch sehr geringe Zusätze von Magnesium auch bei Anwesenheit von Antimon eine hohe Härtesteigerung erfahren und bei denen die Konzentration der Löslichkeit der Legierungszusätze im festen Zustand nicht oder nicht wesentlich überschritten wird. Diese Legierungen zeichnen sich ferner dadurch noch aus, dass eine Grobkornbildung innerhalb des in Frage kommenden Temperaturbereiches vermeidbar ist. Bezüglich der Benutzung dieser Legierungen zur Herstellung von Druckplatten aller Art für das graphische Gewerbe sind derartige Zinklegierungen somit äusserst günstig. Diese Verwendbarkeit wird
schliesslich noch dadurch gesteigert, dass eine gute Aetzbarkeit und gleichmässige Abtragung der Druckplattenoberfläche mittels Salpetersäure oder anderer Aetzmittel ermöglicht wird.
Die erfindungsgemässen Legierungen bestehen aus: 0,002 bis 0,075% Magnesium, Rest Zink, dem zur Erhöhung der Polierbarkeit noch 0,01 bis 0,2% Antimon zugesetzt werden kann. Recht bevorzugt ist die Verwendung von Zink in Form von Feinzink. Das Feinzink kann ferner ganz oder teilweise durch raffiniertes Hüttenzink oder ein Zink mit einem anderen Reinheitsgrad, als ihn Hüttenzink aufweist, ersetzt sein.
Derartige Legierungen weisen eine Härte im Anlieferungszustand bis zu 74 Brinell und im fertigen Klischee bis zu 70 Brinell auf. Bei Aetzplatten aus diesen Legierungen können noch die feinsten Raster völlig einwandfrei hergestellt werden. Die Druckfähigkeit der erfindungsgemässen Legierungen reicht an die des Kupfers heran. Die Steigerung der Polierbarkeit verdanken die Legierungen im wesentlichen dem Zusatz von Antimon. Es genügen hierbei etwa 0,01%. Die Rekristallisationstemperatur wird durch die vorgenannte Komponente nicht beeinflusst.
Claims (3)
1.) Zinklegierungen, insbesondere für Druckplatten für das graphische Gewerbe, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung: 0,002 bis 0,075% Magnesium, Rest Zink, mit der Massgabe, dass die Konzentration der Löslichkeit des Legierungszusatzes im festen Zustand nicht oder nicht wesentliche überschritten wird.
2.) Zinklegierung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Zusatz von 0,01 bis 0,2% Antimon.
3.) Zinklegierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Feinzink teilweise oder ganz durch raffiniertes Hüttenzink oder ein Zink anderen Reinheitsgrades als Feinzink ersetzt ist.
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