DEST009399MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. Februar 1955 Bekanntgemacht am 27. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur katalytischen Umwandlung
von Kohlenwasserstoffen in niedriger siedende Produkte.
Die katalytische Crackung oder die Umwandlung von Kohlenwasserstoffen wurde lange Zeit
zur Verbesserung bestimmter Rohölfraktionen in erwünschtere und wertvollere niedriger siedende
Produkte angewandt. Nach diesem Verfahren gewann man hauptsächlich Benzin mit hoher Oktanzahl
aus hochsiedenden Kohlenwasserstoffgasölen. Daneben, erhält man hierbei jedoch auch andere
wertvolle Produkte, wie Isobutan und leichte Olefine, die sich als Rohstoffe für die Alkylierung,
Polymerisation, Herstellung synthetischen Kautschuks und für andere chemische Syntheseverfahren
eignen. Im allgemeinen bringt man bei der katalytischen. Crackung von Kohlenwasserstoffen
ein Kohlenwasserstoffgasöl bei erhöhten Temperaturen mit einem Crackkatalysator in Berührung,
so daß die Moleküle des Kohlenwasserstoffes in niedriger siedende Produkte gespalten werden. In
der Crackstufe bildet sich eine bestimmte Menge Koks oder Kohle, die sich auf dem Katalysator abscheidet.
Der verbrauchte Katalysator wird durch Wegbrennen dieser kohlenstoffhaltigen Abscheidungen
regeneriert und kann dann, zur weiteren Crackung von Kohlenwasserstoffgasöl wiederbenutzt
werden.
In der Industrie werden zur Zeit drei verschiedene katalytische Crackverfahren benutzt. Bei
einem dieser Verfahren befindet sich der Katalysa-
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tor in Form von Kügelchen in einer ruhenden
Schicht, durch die man so lange das Kohlenwasserstoffgasöl leitet, bis der Katalysator durch Koks-
• abscheidungen entaktiviert ist. Danach stellt man
die Zufuhr von Gasöl ab und führt der ruhenden Aufschüttung zur Verbrennung der kohlenstoffhaltigen
Abscheidungen auf dem Katalysator Luft zu. Nach dieser Regenerationsbehandlung ist die
ruhende Aufschüttung aus dem regenerierten Katalysator für eine weitere Crackstufe bereit.
Bei einem anderen Verfahren führt man den Katalysator in Form von kleinen Körnern oder
Kügelchen zwischen einem Reaktions- und einem besonderen Regenerierbehälter kontinuierlich, hin
und her. Der Katalysator wird im Reaktionsbehälter mit einem Kohlenwasserstoffgasöl in Berührung
gebracht, wobei sich niedriger siedende Produkte sowie Koks bilden, der sich auf dem Katalysator
abscheidet. Der verbrauchte Katalysator wird in eine besondere Regenerierzone geleitet, in
der man ihn durch Berührung mit einem sauerstoffhaltigen Gas unter Verbrennung der kohlenstoffhaltigen
Abscheidungen regeneriert. Danach leitet man den regenerierten Katalysator .zur
Crackung weiteren Gasöls in das Reaktionsgefäß wieder zurück. Dieses Verfahren hat den Vorteil,
daß es kontinuierlich ist.
Bei einem weiteren kontinuierlichen Verfahren, das als katalytisches Wirbelschicht-Crackverfahren
bekannt ist, wird der Katalysator in Form eines Pulvers angewandt. Dieses Verfahren weist gegenüber
den obenerwähnten Crackverfahren verschiedene grundlegende Vorteile auf, ζ.,Β. besondere
Einfachheit, leichte Regelbarkeit von Beschickungsgeschwindigkeit,
Reaktionsgefäß temperatur und Katalysatoraktivität sowie bessere Ausnutzung der Wärme aus der Regenerierstufe. Man verwendet
hierbei den Katalysator in einer Teilchengröße von etwa ο bis 200 μ, wobei der Hauptgrößenbereich
bei etwa 20 bis 100 μ liegt. Bei Aufwirbelung
durch gasförmige Medien verhält sich dieser feinkörnige Katalysator ähnlich wie eine Flüssigkeit
und läßt sich so leicht handhaben. Diesen feinverteilten Katalysator bringt man mit einem Kohlenwasserstoffgasöl
in Berührung und führt das Gemisch bei etwa 450 bis 540° von unten in einen
Reaktionsbehälter ein, in dem das Gasöl in niedriger siedende Produkte sowie Koks zersetzt wird,
der sich ähnlich wie bei den sonstigen katalytisehen
Crackverfahren auf dem Katalysator abscheidet. Das dampfförmige Kohlenwasserstoffgasöl
strömt im Reaktionsbehälter mit einer Oberflächengeschwindigkeit von etwa 0,3 bis 0,9 m nach
oben und wirbelt dabei den Katalysator auf. Der Katalysator bildet im Unterteil des Reaktionsbehälters eine dichte Wirbelschicht, durch die die
dampfförmigen Kohlenwasserstoffe strömen. Über dieser dichten Katalysatorwirbelschicht im Reaktionsbehälter
befindet sich eine disperse Phase, die aus den aufwärts steigenden dampfförmigen
Kohlenwasserstoff - Umwandlungsprodukten und etwas mitgerissenem Katalysator besteht. Die
Kolilenwasserstoffdämpfe werden, durch Zyklonabscheider
u. dgl. von dem mitgerissenen Kataly- : sator abgetrennt und anschließend in eine Gewinnungsanlage
geleitet, in der man die niedriger siedenden dampfförmigen Umwändlungsprodukte ge-:
winnt und in die gewünschten Fraktionen trennt. Eine bestimmte Menge des feinverteilten Katalysators
in der dichten Wirbelschicht des Reaktionsbehälters wird kontinuierlich abgezogen und in
einen Regenerierbehälter geleitet; in. dem man den Katalysator zum Wegbrennen der kohlenstoffhaltigen
Abscheidungen mit einem sauerstoffhaltigen Gas zusammenbringt. Das sauerstoffhaltige Gas,
normalerweise Luft, wird mit einer Oberflächengeschwmdigkeit von etwa 0,3 bis 0,9 m/Sek. durch
den feinverteilten Katalysator im Regenerierbehäl- ■ ter gedrückt, der ebenso wie im Reaktionsbehälter
in Form einer im unteren Teil des Regenerierbehälters
befindlichen dichten Wirbelschicht vorliegt. Die bei der Oxydation im Regenerierbehälter
entstehenden- Verbrennungsgase gelangen aus der dichten Wirbelschicht aufwärts in eine disperse
Phase oberhalb der dichten Wirbelschicht. Die hierbei von den Abgasen mitgerissenen kleinen
Mengen des Katalysators werden in der dispersen Phase von den den oberen Teil des Regenerierbehälters
verlassenden Abgasen abgetrennt und in. die dichte Wirbelschicht im Regenerierbehälter
zurückgeführt. Eine bestimmte ■ Menge des Katalysators im Regenerierbehälter wird zur Crackung
weiteren Gasöls kontinuierlich zurück in den Reaktionsbehälter geführt.
Obwohl der größte Teil des feinverteilten Katalysators
von den dampfförmigen niedriger siedenden, den Oberteil des Reaktionsbehälters verlassenden
Kohlenwasserstoff - Umwandlungsprodukten und den den Regenerierbehälter oben verlassenden
Abgasen abgetrennt . und anschließend in das System zurückgeführt wird, geht doch ein Teil des
Katalysators an die Atmosphäre verloren. Dieser verlorene Katalysator wird durch Zusatz von
frischem Katalysator zu dem katalytischen Cracksystem ersetzt. Außer dem zum Ersatz der Verluste
zugesetzten frischen Katalysator kann man dem System zur Aufrechterhaltung der Aktivität
und Selektivität des darin vorhandenen Katalysators auch noch weiteren frischen Katalysator zugeben.
Geschieht dies, so zieht man absichtlich eine bestimmte Menge Katalysator aus dem System ab,
die derjenigen entspricht, die über die zum Ersatz der Verluste erforderliche .Menge hinausgeht.
Diesen im Überschuß über die Ersatzmenge zugesetzten Katalysator benötigt. man normalerweise^
um die Wirksamkeit des gesamten Katalysators unverändert zu halten. Dies geschieht, da die Aktivität
und Selektivität der Katalysatorteilchen nach bestimmter Verwendungsdauer im Crack-Regenerier-Kreislauf
erheblich zurückgeht. Die in den Crack- und Regenerierzonen herrschenden hohen Temperaturen und Teildrücke des Dampfes verringern
nämlich die wirksame Oberfläche des Katalysators. Außerdem wird der Katalysator dabei mit
Metallen, wie Eisen, Nickel, Vanadium, Natrium usw., verunreinigt, die durch das Gasöl in das
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System eingeschleppt werden. Diese Metallverun-■ : - reinigungen verringern die Wirksamkeit oder Selektiyität
des Katalysators beträchtlich und verursachen dadurch eine unerwünschte Zusammen-Setzung
der umgewandelten Produktgemische, indem sich unerwünscht viel Koks auf dem Katalysator
abscheidet, ein hoher Prozentsatz nicht kondensierbarer Gase (C3 und niedrigere Verbindungen)
und dafür entsprechend weniger Benzin
ίο bildet. Die unerwünschte Wirkung dieser Metall-,
verunreinigungen wird durch die Verkleinerung der wirksamen Oberfläche des Katalysators noch
gesteigert. Zur Aufrechterhaltung der Wirksamkeit des im System vorhandenen Katalysators setzt
man deshalb normalerweise entweder kontinuierlich oder diskontinuierlich frischen Katalysator im
Überschuß über die verlorengegangenen Katalysatormengen zu, um die Selektivität und Aktivität
-des Katalysators im System wieder zu verbessern.
Da die üblichen Katalysatoren jedoch verhältnismäßig teuer sind, ist dem Umfang, in dem man sie
zufügt, eine wirtschaftliche Grenze gesetzt. Diese wird durch eine Kostengegenüberstellung des Katalysatorzusatzes
und des Mehrwertes der durch Zusatz des frischen Katalysators zu erzielenden verbesserten Ausbeuten bestimmt. Darum wäre
jede Verbesserung, durch die man zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Katalysatorwirksamkeit
mit weniger frischem Katalysator als Ersatz auskommt, oder jede Verbesserung, die den Wert
der umgewandelten Kohlenwasserstoffprodukte bei einer bestimmten Geschwindigkeit des Katalysatorersatzes
steigert, höchst vorteilhaft. Die vorliegende Erfindung bezweckt die Erreichung dieser
erwünschten Ergebnisse.
Ziel der vorliegenden Erfindung sind Verfahren und Vorrichtungen zur Verbesserung der anteilmäßigen
Zusammensetzung der Umwandlungsprodukte nach der katalytischer! Kohlenwasserstoffcrackung
durch Verbesserung der Wirksamkeit des Katalysators bei einer gegebenen Geschwindigkeit
des Katalysatorersatzes im System unter Verringerung der erforderlichen Menge frischen Katalysators, die man benötigt, um eine
bestimmte anteilmäßige Zusammensetzung der Umwandlungsprodukte eines katalytischen Cracksystems
zu sichern.
Die Erfindung besteht darin, daß man einen heißen, feinverteilten Katalysator miteiner Teilchengröße
von etwa ο bis 200 μ mit einem Kohlenwasserstoffgas
in Berührung bringt, dessen Hauptfraktionen zwischen 220 und 600° sieden, das erhaltene
Gemisch aus feinverteiltem Katalysator und dampfförmigen Kohlenwasserstoffen mit einer
Oberflächengeschwindigkeit von mindestens etwa 1,8 m/Sek. im wesentlichen zusammen mit hoher
Geschwindigkeit durch eine Umwandlungszone nach oben leitet, die entstandenen umgewandelten
Kohlenwasserstoffe von dem feinverteilten Katalysator, auf dem sich Koks abgeschieden hat, abtrennt
und gewinnt, den zurückbleibenden verbrauchten Katalysator in Luft suspendiert, das erhaltene
Gemisch vorzugsweise im Gleichstrom mit einer Oberflächen-Gasgeschwindigkeit von mindestens
etwa 1,8 m/Sek. mit hoher Geschwindigkeit
in eine Regenerierzone nach oben leitet und die kohlenstoffhaltigen Abscheidungen- auf dem feinverteilten
Katalysator wegbrennt, die Hauptmenge des heißen regenerierten Katalysators zusammen
mit weiterem sauerstoffhaltigem Gas zurück in die Regenerierzone leitet und den Rest davon zur Behandlung
weiteren frischen Kohlenwasserstoffgasöls in die Umwandlungszone zurückführt.
Unter den Arbeitsbedingungen nach der Erfindung benötigt man im katalytischen Cracksystem
für eine gegebene prozentuale Umwandlung und eine gegebene Gasöl-Beschickungsgeschwindigkeit
in das System verhältnismäßig wenig Katalysator im Vergleich zu den üblichen katalytischen Wirbelschicht-Cracksystemen,
bei denen, sich der Katalysator im Regenerier- und im Reaktionsbehälter in
Form einer dichten Wirbelschicht befindet. Dieser geringe Katalysatorbedarf ist teils auf die wirksamere
Berührung des Katalysators mit dem Öl im Reaktionsbehälter und mit der Luft im Regenerierbehälter
und teils darauf zurückzuführen, daß der Katalysator aktiver ist. Diese beiden Gründe wie-.derum
hängen mit den Arbeitsbedingungen und der für das Arbeiten nach vorliegender Erfindung
benutzten Vorrichtung zusammen. Nach vorliegender Erfindung verhütet man durch die verhältnismäßig
hohe Oberflächengeschwindigkeit in der Umwandlungszone, daß die teilweise gecrackten Produkte
wieder nach unten in die Umwandlungszone gelangen, in der sie weiter unter unerwünschter Gas-
und Koksbildung gecrackt wurden, wie dies bisher bei dem üblichen Cracksystem mit dichter Wirbelschicht
der Fall war. Da außerdem der Katalysator und die Kohlenwasserstoffe in der Umwandlungszone
annähernd gleich rasch und im gleichen Sinne fließen, ist die Crackung wirksamer und erfordert
für einen gegebenen Umwandlungsgrad geringere Mengen Katalysator. Auch die verhältnismäßig
hohe Oberflächengeschwindigkeit in der Regenerierzone verursacht einen ähnlichen
gleichsinnigen Durchfluß von Katalysator und Luft, so daß der Koks erheblich schneller verbrannt
wird und der Katalysator bedeutend kürzer im Regenerierbehälter liegenbleibt und man mit
viel weniger davon als bei den üblichen Wirbelschicht-Regenerierbehältern auskommt. Diese
höhere Verbrennungsgeschwindigkeit ist hauptsächlich auf die Wirkung des gleichmäßigen Stromes
im Regenerierbehälter zurückzuführen, wodurch dort der durchschnittliche Sauerstoffgehalt
beträchtlich höher als in üblichen Systemen ist. Im Regenerierbehälter ist ein solches Sauerstoff gefälle
vorgesehen, daß der Sauerstoffgehalt des zur Verbrennung dienenden Gases am unteren Einlaß des
Behälters verhältnismäßig hoch ist. Beim Betrieb eines Regenerierbehälters bis zu einem gegebenen
Sauerstoffgehalt im Abgas ist der durchschnittliche Sauerstoffgehalt in dem Behälter wesentlich
größer als bei dichten Wirbelschichtsystemen, bei denen der durchschnittliche Sauerstoffgehalt in der
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dichten Wirbelschicht etwa derselbe wie in den
Abgasen des Behandlungsbehälters ist.
Aus den vorgenannten Gründen erfordert das katalytische Cracksystem nach vorliegender Erfindung
weniger Katalysator als ein übliches, mit dichter Wirbelschicht arbeitendes Crackverfahren
bei einer gegebenen Gasölcrackleistung. Da man für das erfindungsgemäße Verfahren weniger Katalysator
braucht, kann man bei einer gegebenen Geschwindigkeit der Zugabe von frischem Katalysatorersatz
in das System den Katalysator wirksamer halten. Es wurde gefunden, daß metallische
Verunreinigungen, wie Eisen, Nickel, Vanadium, Natrium usw., die Selektivität des Katalysators
nachteiliger beeinflussen, wenn der Katalysator eine kleinere Oberfläche besitzt. Es wurde bereits
oben festgestellt, daß die Oberfläche des Katalysators während seines Gebrauches im Crack-Umwandlungskreislauf
immer kleiner wird. Bei einer gegebenen Geschwindigkeit der Katalysatorzugabe je hl Gasölbeschickung im Cracksystem
erhält man darum eine größere Katalysatoroberfläche, auch wenn weniger Katalysator zugegen ist,
und infolgedessen läßt sich dann wegen der nachteiligen Wirkung von Metallverunreinigungen auf
den Katalysator mit größerer Oberfläche eine bessere Katalysatorselektivität erzielen. Bei einer
gegebenen Umwandlungsstufe ist es deshalb möglich, eine geringere Kohleabscheidung, weniger
Gasbildung und eine höhere Ausbeute an Benzin zu erreichen. Bei einer anderen Ausführungsform
des Verfahrens kann man den, frischen Katalysator
langsamer zu dem System geben, jedoch gleichzeitig eine gegebene anteilmäßige Zusammen-Setzung
der Produkte beibehalten und somit die - durch den Zusatz des frischen Katalysators zum
System auftretenden Kosten vermindern.
In der Zeichnung bezeichnet die Zahl 10 einen Reaktionsbehälter, der sich zur Umwandlung von
Kohlenwasserstoffen in niedriger siedende Produkte eignet. Der Reaktionsbehälter 10 ist ein aufrecht
stehender langgestreckter Kessel, vorzugsweise mit rundem waagerechtem Querschnitt, der
als Förderleitungsbehälter zu bezeichnen ist. Da der Rauminhalt der Kohlenwasserstoffdämpfe bei
fortschreitender Crackung etwas zunimmt, ist der Reaktionsbehälter 10 schwach konisch und hat
oben einen etwas größeren Durchmesser als unten. Warmer, frisch regenerierter Katalysator wird
unten in, den Behälter durch die Leitung 11 eingeführt,
die in der Zeichnung als U-förmiges Rohr dargestellt ist, dessen Bauart und Betriebsweise in
der USA.-Patentschrift 2589 124 beschrieben wird. Es versteht sich jedoch von selbst, daß bei der Erfindung
auch jede andere übliche Einrichtung für die Beförderung feinverteilter Feststoffe von einem
Behälter zum anderen anwendbar ist.
Der Katalysator ist fein verteilt und besitzt eine Teilchengröße von etwa 2 bis 200 μ, wobei die
Hauptmenge davon eine Teilchengröße von 20 bis 100 μ hat. Der Katalysator kann natürlicher Ton,
synthetische Gemische oder Verbindungen von Kieselsäure1 mit Tonerde oder Magnesia oder von
Borsäure mit Tonerde sein. Die Temperatur des heißen, frisch regenerierten Katalysators beträgt
etwa 540 bis 6500; einen Teil seiner Eigenwärme benötigt man zur Verdampfung des durch das
Rohr 13 in die Leitung 11 eingeführten Kohlenwasserstoffgasöls.
Gegebenenfalls kann man das Kohlenwasserstoffgasöl in einem (in der Zeichnung
nicht dargestellten) Vorwärmofen auf etwa 4200 vorerwärmen. Die Einführungsgeschwindigkeit des
Kohlenwasserstoffgasöls in den Unterteil des Reaktionsbehälters
10 wird durch das Ventil 14 in dem Rohr 13 geregelt. Das Gemisch aus dem reger
nerierten Katalysator und dem verdampften Kohlenwasserstoffgasöl wird aufwärts durch den Reaktionsbehälter
10 geleitet, in dem der durchschnittliche Druck etwa 0,7 bis. 1,8 atü und die
Durchschnittstemperatur etwa 450 bis 540° beträgt. Da die katalytische Crackung endotherm ist,
muß man das Katalysator-Gasöl-Gemisch bei
höherer als der Durchschnittstemperatur des Reaktionsbehälters einführen. Aus diesem Grunde ist
die Temperatur oben in dem Reaktionsbehälter 10 niedriger als unten, da der Katalysator und das
Öl fast nur in gleicher Richtung, nahezu ohne Abwärtsbewegung, nach oben strömen. Normaler-,
weise besteht innerhalb des Reaktionsgefäßes 10 ein Temperaturgefälle von 15 bis 450. Die Kohlenwasserstoffdämpfe
ziehen bei dem Verfahren nach der Erfindung mit einer Oberflächengeschwindigkeit
von etwa 1,8 bis 4,3 m/Sek., vorzugsweise von etwa 2,4 bis 3,7 m/Sek. durch den Reaktionsbehälter
10 nach oben. Bei Oberflächengeschwindigkeiten über etwa 4,3 m/Sek. würde die Dichte des
Katalysator-Öl-Gemisches so weit zurückgehen, daß die Verweilzeit für die erforderliche Crackung
nicht mehr ausreicht. Andererseits gingen bei Oberflächengeschwindigkeiten unter etwa 1,8 m/Sek.
die durch das Arbeiten mit hohen Geschwindigkeiten in den Kesseln erzielten Vorteile verloren,
da man sich den Bedingungen der üblichen, mit dichter Wirbelschicht arbeitenden Kessel nähern
würde. Auf seinem Weg durch den Reaktionsbehälter 10 wird das verdampfte Kohlenwasserstoffgasöl
gecrackt oder in niedriger · siedende dampfförmige Produkte umgewandelt, was eine
Volumenzunahme zur Folge hat. Um die Oberflächengeschwindigkeit der Kohlenwasserstoffdämpfe
in der Umwandlungszone verhältnismäßig gleichmäßig zu halten, nimmt deshalb der Querschnitt
des Reaktionsbehälters 10 von unten nach oben ziemlich gleichmäßig zu. Während der Umwandlungsreaktion
bildet sich Koks oder Kohle, die sieh auf der Oberfläche des feinverteilten Katalysators
als kohlenstoffhaltige Abscheidung ab-; setzen und, den. Katalysator entaktivieren.
Das Gewichtsverhältnis von Katalysator zu Öl beträgt bei der Erfindung etwa 4 : 8, vorzugsweise
etwa s : 6. -,
Bei Einhaltung dieser Oberflächengeschwindigkeiten und Katalysator-Öl-Verhältnisse und Verwendung
eines feinverteilten Katalysators mit einer Teilchengröße von etwa ο bis' 200 μ ist die
Dichte des Katalysator-Kohlenwasserstoffdampf-
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Gemisches in dem Reaktionsbehälter ίο niedriger
als etwa 0,24 und vorzugsweise etwa 0,08 bis 0,16. Das Verhältnis Gew./Std./Gew. (Gewicht
des durchgesetzten Kohlenwasserstoffgasöls in einer Stunde im Verhältnis zum Gewicht des
im Reaktionsbehälter 10 befindlichen Katalysators) liegt unter diesen Bedingungen bei etwa 15 bis 25,
und die prozentuale Umwandlung (100 minus Prozentsatz der über 2200 siedenden Produkte
aus der Umwandlungszone) beträgt etwa 50 bis 65 °/o.
Am oberen Ende der Umwandlungszone gelangen der durch die kohlenstoffhaltigen Abscheidungen
entaktivierte verbrauchte Katalysator und die niedriger siedenden dampfförmigen Kohlenwasserstoffprodukte
aus dem Reaktionsbehälter 10 durch den Zyklonrohabscheider 15 in die erweiterte Abtrennkammer
16. Der Zyklonabscheider 15 besteht aus einem hohlen zylindrischen Gehäuse mit senkrechter
Längsachse und mehreren sich darin radial drehenden Propellerflügeln, die das Katalysator-Kohlenwasserstoffdampf-Gemisch
auf seinem Weg von dem Reaktionsbehälter 10 zur Abtrennkammer
16 innerhalb des Zyklonabscheidergehäuses herumwirbeln.
Durch die bei dieser Aufwirbelung auftretenden Zentrifugalkräfte werden die Katalysatorteilchen
von den Kohlenwasserstoffdämpfen abgetrennt und nach Durchströmen der oberen öffnung des Gehäuses von dem Zyklonabscheider
15 aus tangential nach außen in den Unterteil der Abtrennkammer 16 geschleudert. Die Abtrennkammer
16 befindet sich über dem Reaktionsbehälter 10 und kann gegebenenfalls einen größeren
Durchmesser als dieser haben (s. Zeichnung), damit die Oberflächengeschwindigkeit der Kohlenwasserstoffdämpfe
in ihr kleiner wird und dadurch die Katalysatorteilchen von den Dämpfen
wirksamer abgetrennt werden. Der größte Teil des Katalysators wird durch den Zyklonabscheider 15
von den Kohlenwasserstoffdämpfen abgetrennt; der abgetrennte Katalysator fließt durch das Rohr
17 unten aus der Kammer 16 ab. Notfalls kann
man ein aufwirbelndes Gas, z. B. Dampf, unten in die Abtrennkammer 16 einführen, um den Katalysator
dort in aufgewirbeltem Zustand zu halten. Eine disperse Phase aus Kohlenwasserstoffdämpfen
und einer kleinen Menge mitgerissenen Katalysators steigt in der Abtrermkammer 16 mit einer
Oberflächengeschwindigkeit von weniger als etwa 0,9 m/Se'k. na'ch oben und tritt durch den Einlaß
19 in den Zyklonabscheider 18. Dieser Abscheider
18 trennt nahezu allen mitgerissenen Katalysator von den umgewandelten Kohlenwasserstoffdämpfen
ab; der abgetrennte Katalysator rieselt durch das Tauchrohr 20 wieder in den unteren Teil von
Kammer 16 zurück und wird ebenfalls durch die Leitung 17 aus der Kammer 16 abgezogen. Die
dampfförmigen Kohlenwasserstoffprodukte verlassen den Zyklonabscheider 18 durch das Auslaßrohr
22 und ziehen in eine Gewinnungsanlage, in der die umgewandelten Produkte gewonnen und in
die verschiedenen gewünschten Fraktionen getrennt werden.
Der abgeschiedene verbrauchte Katalysator fließt aus der Trennkammer 16 durch das Rohr 17 abwärts
in den Oberteil des Abstreifgefäßes 30 für die disperse Phase. Ein Abstreifgas, z. B. Dampf,
tritt durch das Einlaßrohr 31 von unten in das Abstreifgefäß 30 ein. Die Einführungsgeschwindigkeit
dieses Abstreifgases wird durch das Ventil 32 in der Rohrleitung 31 geregelt. Normalerweise
nimmt man auf 1000 kg Katalysator 2 bis 4 kg Dampf. Der Dampf steigt in dem Abstreifgefäß 30
mit einer Oberflächengeschwindigkeit von etwa 0,3 m/Sek. an den darin befindlichen Prallplatten
33 vorbei nach oben. Der oben in das Abstreifgefäß 30 eintretende verbrauchte Katalysator sinkt
entgegengesetzt zu dem aufwärts steigenden Dampf mit einer Geschwindigkeit von etwa 2440 bis
3420 kg/Min, je m2 der Querschnittsfläche des Ab-Streifgefäßes
frei ab und rieselt über die Prallplatten 33, wobei sämtliche noch mitgerissenen
Kohlenwasserstoffe von dem verbrauchten Katalysator ausgetrieben werden. Der Abstreifdampf und
die so abgestreiften, Kohlenwasserstoffe ziehen durch das Reinigungsgefäß 30 nach oben und dann
durch die Leitung 21 wieder in die Abtrennkammer 16, aus der die abgestreiften Kohlenwasserstoffe
durch den Zyklonabscheider 18 und die Leitung 22 mit in die Kohlenwasserstoffgewinnungsanlage
fließen.
Der von den Kohlenwasserstoffen befreite verbrauchte Katalysator verläßt das Abstreifgefäß 30
unten durch die Leitung 34, die aus einem U-förmigen Rohr besteht, dessen Bauart in der USA.-Patentschrift
2589124 beschrieben ist und dessen anderes Ende unten in den Regenerierbehälter 40
einmündet. In die Leitung 34 wird durch die Leitung 35 ein aufwirbelndes Gas, gewöhnlich-Luft,
eingeblasen, dessen Eintrittsgeschwindigkeit durch das Ventil 36 in der Leitung 35 regelbar ist.
Der Zustrom des Katalysators in den Regenerierbehälter 40 wird durch Drosselung der aus der
Leitung 35 in die Leitung 34 eintretenden Luftmenge geregelt. Die Geschwindigkeit, mit der der
verbrauchte Katalysator aus dem Abstreifgefäß 30 durch die Leitung 34 in den Regenerierbehälter 40
fließt, wird so eingestellt, daß der Katalysator in dem Abstreifgefäß 30 in disperser Phase vorliegt
und seine Verweilzeit in diesem Gefäß so vermindert wird. Die untere Grenze dieser dispersen
Phase in der Leitung 34 wird in der Zeichnung mit L bezeichnet. Die Lage dieser Grenze L wird
dabei durch das aus der Leitung 35 in die Leitung
34 eintretende Aufwirbelungsgas geregelt, wobei sich L immer oberhalb des Punktes befindet, an
dem das Rohr 35 in das Rohr 34 einmündet.
Wie später noch ausführlicher beschrieben wird, führt man außer dem durch die Leitung 34 unten
in den Regenerierbehälter 40 zufließenden verbrauchten Katalysator noch eine größere Menge
des heißen, regenerierten Katalysators aus dem Oberteil desselben Behälters durch das Rohr 41
wieder unten in den Behälter 40 ein. Der Regenerierbehälter 40 ist ebenso wie der Reaktionsbehälter
10 ein enger, aufrecht stehender Kessel von vor-
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zugsweise kreisförmigem Querschnitt und vorzugsweise etwa ebenso hoch wie der Reaktionsbehälter
io. Man kann diesen Regenerierbehälter 40 auch als Förderleitungs-Regenerierbehälter beze
ichnen.
Außerhalb des Bodens des Regenerierbehälters 40 befindet sich ein Hilfsheizkessel 42, dessen
oberes Ende mit dem Boden des Regenerierbehälters 40 in Verbindung steht. Der Heizkessel 42
wird normalerweise nur bei Inbetriebnahme des
Systems zur Lieferung der für den Anfang erfor-. derlichen Wärme in Tätigkeit gesetzt. Bei Aufnahme
des Betriebes führt man einen Brennstoff durch die Leitung 43 in den Heizkessel 42 mit
einer Geschwindigkeit ein, die durch das Ventil 44 in der Leitung 43 geregelt wird. Ferner erhält der
Heizkessel 42 aus der Leitung 45 ein sauerstoffhaltiges
Gas, normalerweise Luft, dessen Eintrittsgeschwindigkeit in den Heizkessel 42 durch das
Ventil 46 in der Leitung 45 geregelt wird. Gegebenenfalls kann man die Verbrennung dieses Brennstoffes
auch während des normalen Betriebes des Regenerierbehälters 40 fortsetzen, um diesen mit
zusätzlicher Wärme zu beliefern; gewöhnlich bleibt jedoch das Ventil 44 während des normalen
Betriebes des Regenerierbehälters 40 geschlossen, so daß kein Brennstoff in den Heizkessel 42 gelangt.
Die Luftzufuhr durch die Leitung 45 jedoch bleibt während: des normalen Betriebes offen, da
der größte Teil der für die Arbeit des Regenerierbehälters 40 benötigten Luft durch diese Leitung
zufließt. So strömt also Luft aus der Leitung 45 durch den Heizkessel 42 in den Unterteil des Regenerierbehälters
40.
Das Gemisch aus feinverteiltem Katalysator und Luft durchströmt den Regenerierbehälter 40 mit
einer Oberflächengeschwindigkeit von etwa 1,8 bis 4,3 m/Sek., vorzugsweise etwa 2,4 bis 3,7 m/Sek.,
in Richtung nach oben. Da die Regeneration exotherm verläuft, ist die Temperatur im ■Regenerierbehälter
40 oben höher als unten. Die Durchschnittstemperatur im Regenerierbehälter liegt bei
etwa 540 bis 6500, bei einem Temperaturgefälle
von etwa 28 bis 550 vom oberen zum unteren Ende des Behälters. Der durchschnittliche Druck in dem
Behälter 40 ist niedriger als in dem Reaktionsbehälter 10 und beträgt etwa 0,35 bis 1 atü, während
die Dichte des Katalysator-Luft-Gemisches weniger als etwa 0,24 beträgt, vorzugsweise etwa
0,1 bis 0,16. Die Zufuhr von Luft und Katalysator
wird so eingestellt, daß man zur Verminderung des Kohlenstoffgehaltes in dem regenerierten Katalysator
bis auf etwa 0,5 Gewichtsprozent unter Einhaltung eines Sauerstoffgehaltes von etwa 1 MoI-prozent
in den Abgasen derP Kohlenstoff im Regenerierbehälter 40 mit einer Geschwindigkeit von
etwa 40 bis 50 kg Kohlenstoff stündlich j.e kg der dauernd vorhandenen Kohlenstoffmenge wegbrennt.
Die Luft und der Katalysator durchströmen den Regenerierbehälter 40 nach oben etwa gleich rasch.
Wenn man die Arbeitsbedingungen nach vorliegender Erfindung wählt, kann man den Katalysator im
Vergleich zu dem üblichen, mit dichter Wirbelschicht arbeitenden Regenerierverfahren wesentlich
schneller regenerieren. Dies ist hauptsächlich auf das beträchtliche im Regenerierbehälter 40 bestehende
Sauerstoffgefälle zurückzuführen; jedoch tragen auch die höhere Geschwindigkeit und die
bessere Katalysatorbeschaffenheit nach der Erfindung etwas zu der höheren Verbrennuhgsgeschwindigkeit
bei. Wenn z. B, die Abgase bis zu etwa 2% Sauerstoff enthalten, beträgt die durchschnittliche
Sauerstoffkonzentration im Regenerierbehälter 40 8,1 °/o, ist also etwa viermal höher als in einem
üblichen, mit einer dichten Wirbelschicht arbeitenden Regenerierbehälter, der ebenfalls bis zu einem
Sauerstoffgehalt von 2% in den Abgasen betrieben wird, weil ja der Sauerstoffgehalt der üblichen
dichten Wirbelschicht notwendigerweise etwa derselbe wie derjenige der Abgase ist. Infolge der
wesentlich höheren Kohleverbrennungsgeschwindigkeit in dem Regenerierbehälter 40 gegenüber derjenigen
in den üblichen Regenerierbehältern kann man die im Regenerierbehälter dauernd vorhandene
Katalysatormenge beträchtlich kleiner halten.
Der heiße, regenerierte Katalysator und die bei der Verbrennung in dem Regenerierbehälter 40 entstehenden
Abgase ziehen oben aus dem Regenerierbehälter 40 in die darüberliegende Trennkammer
47. Auf seinem Weg von dem Regenerierbehälter go
40 in die Trennkammer 47 muß das Katalysatorgemisch · den Zyklonrohabscheider 48 durchstreichen,
der von ähnlicher Bauart wie der Zyklonabscheider 15 über dem Reaktionsbehälter 10. ist.
Der größte Teil des im Gemisch mit den Abgasen vorliegenden Katalysators wird von den Abgasen
getrennt und tangential nach außen in den Unterteil der Treninkammer 47 geschleudert, von der aus
man ihn durch die Leitung 49 abzieht. Gegebenenfalls kann man in den Unterteil der Trennkammer
47 ein aufwirbelndes Gas, z. B. Luft, einführen, um den Katalysator in aufgewirbeltem Zustand zu
halten. Die noch eine kleine Menge mitgerissenen Katalysators enthaltenden Abgase strömen nun mit
einer Oberflächengeschwindigkeit von weniger als etwa 0,9 m/Sek. in der erweiterten Trennkammer
47 nach oben und treten durch den Einlaß Si in den Zyklonabscheider 50 ein. Die hierbei "mitgerissenen Katalysatorteilchen trennen sich hier
von den Gasen und fließen durch das Rohr 52 in
den Unterteil der Tremnkammer 47 zurück. Die heißen Abgase verlassen den Oberteil der Trennkammer
47 und den Zyklonabscheider 50 durch die Auslaßleitung 53, in der ein Ventil 54 zur Regulierung
des Druckes in der Trennkammer 47 vorge- ng
sehen ist. Die Abgase oder gasförmigen Verbrennungsprodukte können gleich ins Freie entweichen,
oder man leitet sie zur Ausnutzung eines erheblichen Teils ihrer Eigenwärme erst noch durch eine
Wärmeaustauschvorrichtung. Gegebenenfalls kann man an Stelle des einen Zyklonabscheiders 50 mehrere
davon hintereinander anordnen, um den Katalysator noch wirksamer von. den Gasen abzutrennen.
Ferner können sich der oder die Zyklonabscheider auch außerhalb der . Trennkammer 47
befinden. In entsprechender Weise kann man auch
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hei der Anordnung der Trennkammer 16 über dem
Reaktionsbehälter io verfahren.
Der heiße regenerierte Katalysator fließt durch die Leitung 49 aus der Trennkammer 47 ab und
fällt in den Vorratsbehälter 60, durch dessen Boden der Schacht 61 herausragt, dessen unteres
Ende mit der Leitung 41 in Verbindung steht. Der Schacht 61 hat einen größeren Durchmesser als
die Leitung 41, jedoch einen viel kleineren als der Vorratsbehälter 60, in dem er sich so außermittig
nahe der Wandung befindet, daß er nicht unterhalb des Einlasses der Leitung 49 in den Behälter 60
liegt. Der obere Teil des Schachtes 61 ist vorzugsweise
zylindrisch und an seinem zwischen dem oberen und unteren Ende des Vorratsbehälters 60
liegenden oberen Ende offen. Der Oberteil der zylindrischen Zone des Schachtes 61 hat mehrere
in Abständen voneinander liegende Schlitze 63 zum Ablauf des Katalysators in den Schacht hinein.
Mit dem Unterteil des Vorratsbehälter 60 steht noch die Leitung 11 in Verbindung; sie dient zum
Abziehen eines Teils des heißen regenerierten Katalysators aus dem Vorratsbehälter 60 in den
Reaktionsbehälter 10. Der im Überschuß gegenas über dem Katalysatorrücklauf nach dem Reaktionsgefäß
10 hin vorhandene Katalysator läuft durch die Schlitze 63 in dem Schacht 61 über und fließt
abwärts in die Leitung 41, die aus einem U-förmigen Rohr von der in der USA.-Patentschrift
2589124 beschriebenen Art besteht. Der Durchfluß
des Katalysators durch das Rohr 41 hindurch hängt von der in letzteres aus dem Rohr 65 eintretenden
Menge eines aufwirbelnden Gases ab, wobei zur Regelung von dessen Zutrittsgeschwindigkeit
ein Ventil 66 vorgesehen ist. Der Katalysator wird in der Leitung 41 durch Regulierung der
durch das Rohr 65 eintretenden Menge aufwirbelnden Gases in Höhe des Niveaus L' gehalten. In
diesem Zusammenhang sei bemerkt, daß man an Stelle der in der Zeichnung dargestellten Leitungen
34 und 41 auch jede andere übliche Vorrichtung zum Fördern feinverteilter Feststoffe aus
einem Kessel in den anderen verwenden kann. Wenn man eine bestimmte Menge des Katalysators
*5 in den Regenerierbehälter 40 zurückleitet, kann man eine kleinere Menge Koks oder Kohle von
diesem im Kreislauf geführten Katalysator wegbrennen. Der Hauptgrund für die Rückführung
eines Teils des regenerierten Katalysators nach dem Regenerierbehälter 40 ist jedoch die Aufrechterhaltung
der richtigen Temperatur in letzterem, derart, daß dort durch Ausnutzung des hohen
Wärmeinhalts des umlaufenden Katalysators die nötige hohe durchschnittliche Verbren.nungstemperatur
beibehalten wird. Um dies zu erreichen, ist ein Kreislauf mit einem Verhältnis des umlaufenden
' zum verbrauchten Katalysator wie etwa 1 : 1 bis 4 : ι und vorzugsweise etwa wie 3 : 1 erforderlich.
Deshalb führt man mindestens etwa 50% des abgetrennten regenerierten Katalysators nach
dem Regenerierbehälter 40 zurück.
Die Zahl 70 bezeichnet einen Vorratsbehälter für frischen Katalysator, der durch die mit einem
Ventil 72 versehene Zuleitung 71 in den Vorratsbehälter 70 eingeführt wird. Zur Zugabe von'
frischem Katalysator in das katalytische Cracksystem leitet man ein aufwirbelndes Gas, .z. B.
Luft, durch die Leitung 73 von unten her in den Vorratsbehälter 70 und reguliert die Eintrittsgeschwindigkeit dieses Gases durch das Ventil 74.
Das aufwirbelnde Gas wirbelt den Katalysator so weit auf, daß er leicht aus dem Vorratsbehälter 70
fließen kann. Nun öffnet man das Ventil 7J in der
Leitung 76, um durch sie den' frischen Katalysator in die Leitung 78 herabfließen zu lassen. Durch die
Leitung 79 und das zugehörige Drosselventil 80 in das Rohr 78 eingeführte Luft läßt den frischen
Katalysator durch das Rohr 78 in die Leitung 65 fließen und schließlich durch die Leitung 41 in den
Regenerierbehälter 40. Den frischen Katalysator kann man je nach den Arbeitsbedingungen bei der
Crackung kontinuierlich oder diskontinuierlich zusetzen.
Normalerweise geht eine kleine Menge Katalysator bei der katalytischen Crackung verloren; sie
entweicht hauptsächlich mit den Abgasen des Systems aus dem Regenerierbehälter. In bestimmten
Fällen setzt man dem katalytischen Cracksystem nur eine dem Verlust entsprechende Menge
frischen Katalysators zu. Normalerweise ist es jedoch zur Aufrechterhaltung genügender katalytischer
Wirksamkeit des in dem katalytischen Cracksystem vorhandenen Katalysators erwünscht, noch
zusätzlichen frischen Katalysator im Überschuß über die zum Ausgleich der Verluste benötigte
Menge zuzuführen. Nach einer bestimmten Gebrauchsdauer eines Katalysators in dem System,
während deren er lange hoben Temperaturen ausgesetzt wird, nimmt die wirksame Oberfläche der
Katalysatorteilchen ab, was eine geringere Aktivitat und Selektivität des Katalysators bei der
Crackung zur Folge hat. Außerdem reichern sich in dem Katalysator gewisse unerwünschte Metallverunreinigungen
an, z. B. Eisen, Vanadium, Nickel, Natrium usw., die die Wirksamkeit und Selektivität des Katalysators ebenfalls nachteilig
beeinflussen. Außer der gewöhnlichen ungünstigen Wirkung dieser Metallverunreinigungen auf den
Crackvorgang zeigte sich noch, daß diese Metallic für einen Katalysator mit kleiner Oberfläche sogar n0
noch schädlicher sind. Um den vorhandenen. Katalysator hinreichend wirksam und selektiv zu halten,
führt man darum normalerweise eine bestimmte Menge frischen Katalysator im Überschuß über die
zum Ausgleich der Verluste benötigte Menge zu und zieht eine entsprechende Menge aus dem
Cracksystem ab. Diesen Katalysator kann man aus der Leitung 34 durch die Leitung 80 mit dem Absperrventil
81 abziehen.
Das folgende Beispiel dient zur näheren Erläuterung der vorliegenden Erfindung. Ein auf etwa
355° vorgewärmtes Kohlenwasserstoffgasöl wird mit einer Geschwindigkeit von 19000hl täglich.,
durch die Leitung 13 in die Leitung 11 eingeführt.
Dieses Kohlenwasserstoffgasöl siedet von 325 bis 565° und besitzt eine Dichte von 0,9218/ Frisch
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regenerierten, etwa 6200 warmen Katalysator
bringt man mit einer Geschwindigkeit von 6,3 t/Min, mit dem Kohlenwasserstoffgasöl in der
Leitung 11 in Berührung und führt das entstehende Gemisch von unten in den Reaktionsbehälter 10
ein. Der Katalysator besteht zu 12% aus Kieselsäure und zu 88% aus Tonerde und besitzt in
frischem Zustand eine Teilchengröße von 20 bis 100 μ sowie ursprünglich eine Oberfläche von etwa
550 m2/g. Die durchschnittliche Temperatur im Reaktionsbehälter
10 beträgt etwa 4900 und der durchschnittliche Druck etwa 0,84 atü. Im Unterteil
des Reaktionsbehälters 10 ist der Druck etwa 0,91, im Oberteil etwa 0,77 atü. Die Oberflächengeschwindigkeit
der Kohlenwasserstoffdämpfe in dem Reaktionsbehälter 10, wird auf etwa 3 m/Sek.
gehalten, und die Dichte des Katalysator-Kohlemwasserstoff-Gemisches
beträgt durchschnittlich " etwa 0,093. Unter, diesen Arbeitsbedingungen ist
das Verhältnis von Katalysator zu öl etwa wie 5 :6 und das Durchsatzverhältnis Gew./Std./Gew.
etwa 21,4, so daß die im Reaktionsbehälter 10 befindliche Menge Katalysator etwa 3,4 Tonnen
beträgt. Der Reaktionsbehälter 10 ist etwa 16,7 m hoch und hat einen Innendurchmesser von
etwa 1,7 m. Etwa 55 Volumprozent der frischen Gasölbeschickung werden zu unter 2200 siedenden
Kohlenwasserstoffen und Koks gecrackt, der sich auf dem Katalysator niederschlägt. Etwa 4 Gewichtsprozent
der frischen Beschickung werden in Koks umgewandelt, was etwa 1,22% Kohle, bezogen
auf den verbrauchten Katalysator, entspricht. Das erhaltene Gemisch aus verbrauchtem Katalysator
und Dämpfen umgewandelter, niedriger-
siedender Kohlenwasserstoffe wird sodann aus dem ' Reaktionsbehälter 10 durch den Zyklonabscheider
15 in die Trenmkammer 16 geleitet, in der die
Oberflächengeschwindigkeit der Dämpfe: auf etwa 0,6 m/Sek. und der Druck auf etwa o,7<atü zurückgeht.
Die Trennkammer 16 hat etwa 3,6 m Durchmesser und etwa 7 m Höhe. Etwa 7 t Katalysator
in der Minute werden durch die Zyklonabscheider 15 und 18 von den Kohlenwasserstoff dämpfen abgetrennt;
der abgetrennte Katalysator fließt aus der Trennkammer 16 durch die Leitung 17 abwärts
und fällt.frei in das Abstreifgefäß 30.
Etwa,3 kg Dampf auf 1000 kg Katalysator oder
etwa 1140 kg Dampf stündlich in diesem Beispiel werden durch die Leitung 31 von unten in das Abstreifgefäß
30 eingeführt. Der Abstreifdampf und die ausgetriebeilen Kohlenwasserstoffdämpfe steigen
mit einer Oberflächengeschwindigkeit von etwa 0,3 m/Sek. aufwärts durch das Abstreifgefäß 30
und von dort durch die Leitung 21 in die Trennkammer
16. Der Katalysator fließt durch das Abstreifgefäß 30 mit einer Geschwindigkeit von etwa
3000 kg/Min, je m2 von dessen Querschnitt. Das
Abstreifgefäß 30 hat etwa 1,7 m Durchmesser und etwa 7,3 m Höhe.
Etwa 6,3 t/Min, des von den Kohlenwasserstoffen befreiten verbrauchten Katalysators fließen
aus dem Abstreifgefäß 30 durch die Leitung 34 in den Unterteil des Regenerierbehälters 40. Weitere
19 t regenerierter Katalysator je Minute werden noch durch die Leitung 41 unten in den Regenerierbehälter
40 eingeführt. Die beiden Katalysatorströme werden mit insgesamt etwa 470 m3 Luft in
der Minute zusammengebracht, die aus den Leitungen 35, 65 und 45 durch-die Leitungen 34 und '
41 und den Heizkessel 42 in den Regenerierbehälter 40 eintritt. Unten im Regenerierbehälter 40 beträgt
die. Temperatur etwa 5900 und der Druck etwa 0,78 atü, oben etwa 6200 und der Druck etwa
0,58 atü, während die Durchschnittstemperatur etwa 605° und der Durchschnittsdruck etwa
0,67 atü ist. Die Oberflächengeschwindigkeit des Gases aufwärts durch den Regenerierbehälter 40
beträgt etwa 3 m/Sek., und die durchschnittliche Dichte der Suspension ist etwa 0,12. Unter diesen
Arbeitsbedingungen, wobei die Abgase aus dem Regenerierbehälter 1 Molprozent Sauerstoff enthalten
und der regenerierte, zum Reaktionsbehälter 10 zurückströmende Katalysator noch etwa 0,5%
Kohlenstoff, werden stündlich etwa insgesamt 44 kg Kohle auf 1 kg dauernd im Regenerierbehälter
40 liegender Kohle weggebrannt, was in diesem Beispiel einer Gesamtmenge von etwa 2720 kg
Kohle stündlich entspricht. Unter diesen Arbeitsbedingungen beträgt die Menge des im Regenerierbehälter
40 befindlichen Katalysators etwa 10,5 t. Der Regenerierbehälter 40 hat etwa 2,6 m Durchmesser
und 16,4 m Höhe.
Das Gemisch aus Abgasen und Katalysator gelangt aus dem Regenerierbehälter 40 durch den
Zyklonabscheider 48 in die Trennkammer 47, wobei nahezu aller Katalysator in dem Zyklonabscheider
48 und 50 von den Abgasen abgetrennt wird. Die Oberflächengeschwindigkeit der Abgase
in der Trennkammer 47 beträgt etwa 0,76 m/Sek. und der Druck etwa 0,5 atü. Die Trennkammer 47
hat etwa 5,2 m Durchmesser und 10,6 m Höhe. In der Minute fließen etwa 25,3 t des abgetrennten
regenerierten Katalysators aus der Trennkammer 47 durch die Leitung 49 nach dem Katalysatorvorratsbehälter
60. Der zylindrische Teil dieses Behälters 60 hat etwa 2,4 m Durchmesser, die Gesamthöhe
des Behälters beträgt etwa 3,6 m. In der Minute werden etwa 6,3 t Katalysator mit etwa
0,5% Kohlegehalt durch die Leitung 11 unten aus dem Vorratsbehälter 60 abgezogen und in den Reaktionsbehälter
10 geleitet. Die übrigen 19 t Katalysator in der Minute laufen in den Schacht 61
über, fallen in die Leitung 41 und werden in den Unterteil des Regenerierbehälters 40 zurückgeführt.
Außer den in den Reaktions- und Regenerierbehältern. 10 und 40 dauernd befindlichen Katalysatormengen
von etwa 3,1 und 10,5 t hält man weitere 13,5 t in dem Vorratsbehälter 60 und den
anderen Leitungen im System, so daß das gesamte System eine Menge von etwa 27 t Katalysator enthält.
Etwa 170 g frischer Katalysator je hl der Gasölbeschickung werden laufend aus dem Vorratsbehälter
70 abgezogen und durch die Leitungen 76, 78, 65 und 41 dem erfmd-ungsgemäßen katalytischen
Cracksystem zugeführt. Auf diese Weise werden dem eigentlichen System täglich etwa 3,25 t
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frischer Katalysator zugesetzt, was etwa I2%> der gesamten Menge des im System umlaufenden
Katalysators ausmacht.
Zur Erläuterung der Vorteile der vorliegenden Erfindung folgt anschließend ein Vergleich zwischen
dem soeben beschriebenen besonderen Beispiel nach vorliegender Erfindung und einer
üblichen, mit dichter Wirbelschicht arbeitenden katalytischen Crackung:
| Arbeitsbedingungen: | Übliches, | Erfindungs gemäßes System |
|
| Gasölbeschickungs- | mit dichter Wirbel schicht arbeitendes |
||
| 15 | geschwindigkeit, hl/Tag | System | |
| Katalysatormenge, t | |||
| Zusatz von frischem Kata | 19 000,0 | ||
| lysator, g/hl Gasöl | 19 000,0 | 27,0 | |
| 20 | oder t/Tag | 108,0 | |
| oder % der im System | 170,0 | ||
| befindlichen Gesamt | 170,0 | ^ 2S | |
| menge/Tag | λ 21I | ||
| Oberflächengeschwindig | |||
| 25 | keit, m/Sek | 12,0 | |
| O2 in den entweichenden | 3,o | ||
| Abgasen, % | 3,0 | ||
| verbrannte Kohle/Stunde/ | 0,76 | ||
| kg im Regenerierbehälter | 1,0 | ||
| 30 | befindl. Katalysator, kg | 2,0 | |
| Katalysatoreigenschaften: | |||
| Oberfläche, m2/g | 44.0 | ||
| Kohlenwasserstoff | i6,o | ||
| 35 | ausbeuten : | 200,0 | |
| Kohle, Gewichtsprozent .. . | 120,0 | ||
| Nichtkondensierbare Gase, | |||
| Gewichtsprozent | 4,00 | ||
| Wasserstoff im Koks, | 4.67 | ||
| Gewichtsprozent | 7.35 | ||
| Gesamtmenge Koks und | 8,00 | ||
| nichtkondensierte Gase, | 0,40 | ||
| Gewichtsprozent | 0,47 | ||
| 45 | Umwandlung, | ||
| Volumprozent | ii,75 | ||
| 13,14 | |||
| 55,0 | |||
| 55,o | |||
Die hier unter Katalysatoreigensdhaften angebenen Werte gelten für die in den Systemen vorhandenen
Katalysatormengen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der den beiden Systemen
zugesetzte frische Katalysator genau derselbe war und die gleiche Zusammensetzung und Teilchengröße,
Oberfläche usw. besaß. Außerdem ist festzustellen, daß die Oberfläche des in dem erfindungsgemäßen
System benutzten Katalysators wesentlich größer ist. Deshalb benötigt man im letzteren für eine gegebene ölbeschickungsgeschwindigkeit
eine kleinere Katalysatormenge, und zwar deshalb, weil nach vorliegender Erfindung
die Berührung des Katalysators mit den Gasen und Dämpfen im Reaktionsgefäß und Regeneriergefäß
besser ist. So ist es z. B. bei einer gegebenen Geschwindigkeit des Katalysatorersatzes
in t/Tag möglich, den Katalysator bei dem erfindungsgemäßen System dauernd wirksamer zu
halten als bei den üblichen, mit einer dichten Wirbelschicht arbeitenden Verfahren.
Weiterhin geht aus der vorstehenden Tabelle hervor, daß bei dem Verfahren nach vorliegender
Erfindung bei einer gegebenen Umwandlungsstufe weniger nicht kondensierbare Gase und Koks entstehen.
Diese geringere Gas- und Koksbildung ergibt eine um 1,74 Volumprozent höhere Ausbeute
an Benzinfraktionen mit 4 C-Atomen bis zur Siedegrenze von 220°. Die günstigeren anteilsmäßigen
Zusammensetzungen der Produktfraktionen beim Arbeiten nach vorliegender Erfindung sind auf die
erfindungsgemäße Verbesserung der Katalysatorwirkung zurückzuführen. Selbstverständlich läßt
sich der durch die vorliegende Erfindung gewonnen© Vorteil der höheren Katalysatorwirksamkeit
auch in anderer Weise ausnutzen, nämlich zur Verminderung der Menge des Zusatzes an f rischemi
Katalysator. Infolgedessen liegt die Bedeutung dier vorliegenden Erfindung entweder in einer Verbesserung
der Produktzusammensetzung oder in einer Ersparnis an Zusatz von frischem Katalysator
oder auch in einer gleichzeitigen Ausnutzung dieser beiden Vorteile.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zum kataly tischen Cracken von Kohlenwasserstoffen durch Berührung mit einem heißen feinverteilten Katalysator in einer Umwandlungszone und Überführen des mit kohlenstoffhaltigem Material verunreinigten Katalysators in eine Regenerationszone, in der der Kohlenstoff abgebrannt wird, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch aus dem Katalysator und den Kohlenwasserstoffen mit einer Oberflächengeschwindigkeit von mindestens etwa 1,8 bis 4,2 m/Sek. aufwärts durch die Umwandlungszone leitet, die niedrigersiedenden Umwandlungsprodukte von dem verbrauchten Katalysator abtrennt, die abgetrennten, niedrigersiedenden Produkte gewinnt, den abgetrennten verbrauchten Katalysator mit einem sauerstoffhaltigen Gas zusammenbringt, das entstehende Gemisch mit einer Oberflächengeschwindigkeit von mindestens etwa 1,8 m/Sek. aufwärts durch die Regenerationszone leitet unter Bildung des regenerierten Katalysators und gasförmiger Verbrennungsprodukte, den regenerierten Katalysator von den gasförmigen Verbrennungsprodukten abtrennt und auf zwei Leitungen verteilt, den Hauptanteil des abgetrennten regenerierten Katalysators durch eine Leitung in die Regenerationszone zurückführt und den restlichen Teil durch eine andere Leitung in die Umwandlungszone zur Berührung mit weiterer Kohlenwasserstoff beschickung führt.609 738/338St 9399 IVc/23 b
- 2. Verfahren nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß der heiße, feinverteilte Katalysator eine Teilchengröße von ο bis 200 μ besitzt und zur vollständigen Verdampfung des ., Kohlenwasserstoffgasöls in Mengen von 4 bis -' 8 kg/kg öl in die Umwandlungszone eingeführt : wird, in der das Gewichtsverhältnis des stündlich durchströmenden Kohlenwasserstoffgasöls zu dem des in dieser Zone befindlichen Kataly- : sators bei etwa 15 bis 25 gehalten wird, der abgetrennte, verbrauchte Katalysator mit Luft ,vermischt und das entstehende Gemisch mit einer Oberflächengeschwindigkeit von etwa 1,8 bis 4,2 m/Sek. aufwärts durch die Regenerationszone geführt wird, in der seine Dichte unter etwa 0,24 gehalten wird.
- 3. Vorrichtung zur Durchführung des Ver-. ■■ f ahrens .nach-Anspruch 1 und 2, gekennzeichnetdurch einen engen aufrecht stehenden hohlen '.Umwandlungskessel mit kreisförmigem, waagerechtem, sich von oben nach unten verjüngen-• dem Querschnitt, Mittel zur Einführung eines Gemisches aus Katalysator und dampfförmigen . Kohlenwasserstoffen in den Unterteil des Umwandlungskessels, Mittel zur Abtrennung des verbrauchten Katalysators von den dampfför-. migen, niedrigersiedenden Umwandlungsprodukten am oberen Ende des Umwandlungskessels, einen schmalen, - aufrecht stehenden hohlen Regenerierkessel mit kreisförmigem, waagerechtem Querschnitt, Mittel zum Vermischen des abgetrennten verbrauchten Katalysators mit einem sauerstoffhaltigen Gas und zur Einführung des erhaltenen .Gemisches .in deii Unterteil des Regenerierkessels, Mittel zur, Abtrennung des regenerierten Katalysators von den Verbrennungsprodukten nahe dem Oberteil des Regenerierkessels, Mittel zur Teilung. des regenerierten Katalysators in zwei Teile, Mittel zur Rückleitung des einen Teils des regenerierten Katalysators in den Unterteil des Regenerierkessels und Mittel zum Vermischen des Restes des regenerierten Katalysators mit frischen Kohlenwasserstoffen und zum Einleiten des erhaltenen Gemisches in den Unter-. teil des Umwandlungskessels.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge-. kennzeichnet, daß das Mittel zum Teilen des regenerierten Katalysators einen hohlen Behälter, der oben mit dem Mittel zur Abtren- 5» nung des regenerierten Katalysators Und; der Verbrennungsprodukte und "unten mit dem , , Mittel zur Rückführung eines Teils, des regenerierten Katalysators in den Unterteil des Urn-. ■ wandluogskessels in Verbindung steht,' Und"'■ einen hohlen, aufrecht stehenden Schacht umfaßt, der sich innerhalb des Behälters in bestimmtem Abstand von dessen Außenwand befindet, am oberen Ende, das sich zwischen dem oberen und unteren Ende des Behälters befindet, offen ist und unten mit dem Mittel zum Rückleiten des anderen Teils des regene- ■-.,. rierten Katalysators in den "Unterteil des Regenerierkessels in Verbindung steht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen609 738/338 12. 56
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