DEST007534MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DEST007534MA DEST007534MA DEST007534MA DE ST007534M A DEST007534M A DE ST007534MA DE ST007534M A DEST007534M A DE ST007534MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- clearing device
- trench
- trench clearing
- conveyor
- power drive
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. Dezember 1953 Bekanntgemacht am 22. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Grabenräumgerät, das zu seiner Fortsbewegung und zum
Räumen einen eigenen Kraftantrieb aufweist.
Ein derartiges Grabenräumgerät hat den Zweck, die Arbeiten zum Reinigen von Entwässerungsgräben,
insbesondere auf Wiesen, Feldern und1 Obsthöfen, in denen sich im Laufe der Zeit
Pflanzenbewuchs, Schlamm und Erdanhäufungen ansammeln, möglichst rasch und einfach durchführbar
zu gestalten.
Es gibt bereits die verschiedensten Konstruktionen von Maschinen, die sowohl zum Ziehen als
• auch zum Reinigen von Gräben bestimmt sind. Diese arbeiten meist mit Baggern, einige davon
verwenden auch Schnecken, die hauptsächlich als Grab- oder Bohrwerkzeuge und nur daneben auch
als Fördereinrichtung dienen. Bei den erwähnten bekannten Maschinen handelt es sich um große
und schwere, vierrädrige Geräte ohne eigenen Kraftantrieb, die durch einen vorgespannten
Schlepper od. dgl. gezogen werden müssen und somit einen erheblichen Aufwand bedingen.
1 Es 1st z. B. der Vorschlag einer Maschine zum Reinigen und Ziehen von Gräben mittels eines außerhalb 'der Fahrzeugspur angeordneten Werkzeugs bekanntgeworden. Dieses Werkzeug, ein Sohneckenfräser (Grabschnecke), besitzt eine halbringförmige Teilummantelung. Hierbei handelt es sich um eine Grabschnecke oder einen Schneckenfräser, also ein Gerät, das zum Lösen festen Erdreichs dient und verhältnismäßig langsam umlaufen und hohe Kräfte aufbringen muß. Es ist
1 Es 1st z. B. der Vorschlag einer Maschine zum Reinigen und Ziehen von Gräben mittels eines außerhalb 'der Fahrzeugspur angeordneten Werkzeugs bekanntgeworden. Dieses Werkzeug, ein Sohneckenfräser (Grabschnecke), besitzt eine halbringförmige Teilummantelung. Hierbei handelt es sich um eine Grabschnecke oder einen Schneckenfräser, also ein Gerät, das zum Lösen festen Erdreichs dient und verhältnismäßig langsam umlaufen und hohe Kräfte aufbringen muß. Es ist
609 708/47
St 7534 HI/45 a
deshalb als schweres vierrädriges, von einer Zug-
\ maschine zu ziehendes Arbeitsgerät ausgebildet.
Zweck der Erfindung ist es hauptsächlich, ein
Gerät mit Kraftantrieb zu schaffen, d'as lediglich
zum Räumen bereits vorhandener Gräben bestimmt ist und möglichst klein, leicht und energiesparend1
sein soll.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Grabenräumgerät mit einem Hilfsantrieb, einer Förderschnecke
ίο und einem auf der gleichem Welle angeordneten
Schleuderrad. Ihre Besonderheit besteht erfindungsgemäß darin, daß die Förderschnecke von
einem geschlossenen Förderrohr umgeben ist, , dessen Wandung am vorderen Ende vorzugsweise
auf einem Teil ihres Umfangs ausgespart ist, so daß die Schnecke vorn teilweise freiliegt.
Hierdurch wird es möglich, in neuartiger Weise die Schnecke mit dem Förderrohr nach Belieben
auch in schlammige, unter Umständen verhältnismäßig tiefe Gräben einzusenken und durch
Schwenken nach links und rechts sowie nach oben und unten die Grabensohle und die Grabenwände
zwecks Säuberung von Pflanzen und von Erd- und Schlammanhäufungen zu bestreichen, wobei die
geförderten, mit Wasser durchsetzten Erd- und' Pflanzenteile durch das geschlossene Förderrohr
zusammengehalten und bis zu dem Schleuderrad hin weitergefördert werden, ohne zurückfallen zu
können! Die neue Bauweise gemäß der Erfindung eignet sich vor allem auch für ein mittels Deichseln
von einer Bedienungsperson im Gehen oder Stehen von Hand während des Betriebes zu steuerndes
Kleingerät mit zwei Rädern, Raupenketten od. dgl. Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung läßt
sich eine besonders kräftige Schleuderwirkung dadurch erzielen, daß die Flügel des Flügelrades
entgegen dessen Drehrichtung, also entgegengesetzt dem für Schaufelräder üblichen Richtungssinn gekrümmt sind.
Insbesondere kann ein Grabenräumgerät nach der Erfindung als zweirädriges, von einer Bedienungsperson
zu führendes Kleingerät ausgebildet sein, insbesondere mit Schwerpunkt über den
Rädern.
Während zahlreiche bisherige Versuche zur Schaffung kleiner Gnabenräumgeräte mit Schaufelbaggern
fehlschlugen, ist es mit den durch die vorliegende Erfindung vorgeschlagenen Mitteln gelungen,
. ein brauchbares und leistungsfähiges, als Kleingerät ausgebildetes Grabenräumgerät zu ent-
.;; wickeln, dessen Handhabung durch eine einzelne
Person ohne erheblichen Kraftaufwand erfolgen kann.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnung bei spiels weise erläutert.
Fig. ι zeigt als Ausfiührungsbeispiel ein Grabenräumgerät
nach der Erfindung von der Seite gesehen und teilweise im Schnitt;
Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht desselben Geräts in Achsrichtung auf die Ebene H-II von Fig. 1.
Das Gerät hat zwei Räder 1,1, die zwecks wählweiser
Vergrößerung der Spurweite ausziehbar auf einer Welle 2, der Fahrwelle, angeordnet sind
und beim Arbeiten mit dem Gerät im allgemeinen auf beiden Grabenrändern laufen. 3, 4 sind zwei
Deichseln, mit -denen eine Bedienungsperson das Gerät lenken kann. An jeder Deichsel befindet sich
ein Handhebel 5 bzw. 6, von dem aus über Stangen 7 bzw. 8 Kupplungen 9 bzw. 10 im Gerät
ein- und ausrückbar sind. Zwischen der Kupplung 10 und der Fahrwelle 2 befindet sich ein besonderes
Getriebe, z.B. ein Schneckentrieb io3, 2n.
11 ist der Kraftantrieb- des Gerätes, in diesem Fall
ein Benzinmotor mit Brennstoffbehälter 12. Der Motor ist über ein Zahnradvorgelege 13, 14 und
die Kupplungen 9 bzw. 10 sowohl mit der Hauptwelle 15 als auch mit der Fanrwelle 2 kuppelbar.
Auf der Hauptwelle 15 sitzen, direkt miteinander gekuppelt, die Arbeit«- und Fördersöhnecke 16 und
das Flügelrad 17. Beide sind von einem Förderrohr 18 umgeben, das im Bereich des Flügelrades
17 in ein schachtartiges Gehäuse 19 übergeht,
dessen Gestaltung aus der in Achsrichtung gesehenen Schnittansidht von Fig. 2 noch deutlicher
hervorgeht. Das Förderrohr 18 verjüngt sich nach vorn zu einer Art Schürfmesser 20, das auch ein
Teil für sich bilden kann. Das Flügelrad 17 (Fig. 2) bat eine Nabe mit verhältnismäßig großem
Durchmesser und zwei Flügeln! 21. Beide sind zur Erzielung einer besonders kräftigen Schleuderwirkung
entgegen der durch einen Pfeil angegebenen Drehrichtung des Flügelrades gekrümmt,
also entgegengesetzt dem für Schaufelräder üblichen Krümmungsrichtungssinn.
Mit dem Gerät wird folgendermaßen gearbeitet: Die Handhabung geschieht durch eine hinter dem
Gerät gehende oder stehende, an den Deichseln 3, 4 angreifende Bedienungsperson. Diese hat die Möglichkeit,
durch Lenken der Deichseln den vorderen Teil des Geräts nach Bedarf zu heben und zu
senken, nach links Und rechts zu schwenken und die Grabensohle sowie die Gräbenwände damit zu
bestreichen. Die Bedienungsperson hat außerdem die Möglichkeit, von der Deichsel aus mittels der
Handhebel 5 und der Kupplung 9 die Hauptwelle und mittels der Handhebel 6 und der Kupplung 10
die Fahrwelle je nach Bedarf mit dem Kraftantrieb zu kuppeln oder von diesem zu entkuppeln.
Sie kann auf diese Weise, allmählich vorwärts schreitend, den Graben rasch und bequem säubern,
wobei die von der Grabensohle und den Grabenwänden mittels des Schürfmessers 20 des Förderrohrs
18 und der Schnecke 16 aufgenommenen Erdteile intensiv mit den im Graben vorhandenen
Wasserresten durchgemengt, zum Flügelrad 17 gefördert und von diesem durch den Abwurfschacht
19 seitlich herausgeschleudert werden. Die eigentümliche Form des hier zweiflügeligen Flügelrades,
das eine dicke Nabe und entgegen der Drehrichtung gekrümmte Flügel aufweist, gewährleistet
dabei eine besonders kräftige Schleudenvirkung.
Der Kraftantrieb des Grabenräumgeräts nach der Erfindung kann beispielsweise ein Benzinmotor
sein. Um eine besonders wirtschaftliche Betriebsweise zu erzielen, kann es vorteilhaft sein,
statt dessen einen kleinen Dieselmotor vorzusehen.
708/47
St 7 534 III/45 a
Auch mit einem elektrischen Antriebsmotor läßt sich das Grabenräumgerät ausrüsten.
Fig. 3 zeigt eine wahlweise verwendbare Zusatzeinrichtung
in Gestalt einer besonderen Aufnahmeschaufel, die auf dem vorderen Teil des Grabenräumgeräts
über dem Schürfmesser 20 oder an Stelle desselben als Verlängerung des Förderrohr's
angebracht werden kann. Die Au.fnahmeschaufel ist vorzugsweise. verstellbar, z.B. dreiteilig aus-
gebildet, derart, daß sie aus einem Unterteil 22 und zwei trichterartig sich erweiternden Seitenteilen
23, 24 besteht, die zweckmäßig selbsthemmend oder verrastbar an dem Unterteil angelenkt
sein können. Sie können dann nach Bedarf eingestellt werden. Die zusätzliche Verwendung
einer solchen Aufnahmeschaufel ermöglicht es, insbesondere bei breiteren Gräben die Schlammassen
von der Grabensohle ohne erhebliche Schwenkbewegungen des Grabenräumgeräts mühelos aufzunehmen.
Claims (12)
1. Grabenräumgerät mit einem Hilfskraftantrieb, eiiner Förderschnecke und einem auf
der gleichen Welle angeordneten Schleuderrad, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderschnecke
(16) von einem geschlossenen Förderrohr (18) umgeben ist, dessen Wandung am
vorderen Ende vorzugsweise auf einem Teil ihres Umfangs ausgespart ist, so daß die
Schnecke (16) vorn teilweise freiliegt.
2. Grabenräumgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Flügel des Flügelrades (17) zum Erzielen einer besonders
kräftigen Schleuder wirkung entgegen der
Drehrichtung des Flügelrades (17), also entgegengesetzt der für Schleuderräder üblichen
Krümmungsrichtung, gekrümmt sind.
3. Grabenräumgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß es als zweirädriges, mittels Deichseln (3, 4) von einer Bedienungsperson
im Gehen oder Stehen von Hand zu führendes Kleingerät ausgebildet ist, derart, daß die Grabensohle bzw. -wandungen mit dem
Vorderteil von Förderrohr (18) und Förderschnecke (16) bestrichen werden können, um
Erd-, Schlamm- und Pflanzenteile aufzunehmen.
4. Grabenräumgerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch solche Anordnung seiner
Teile, daß sein Schwerpunkt etwa im Bereich einer senkrecht durch seine Kippachse (2) verlaufenden
Ebene liegt.·
5. Grabenräumgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Räder
(1, 1) zum wahl weisen Vergrößern der Spurweite auf ihrer Antriebswelle (2) axial ausziehbar
angeordnet sind.
6. Grabenräumgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftantrieb
über unabhängig voneinander von Hand ein- und ausrückbare Kupplungen (9, 10) sowohl
mit der Fördereinrichtung und den zur Fortbewegung dienenden Rädern gemeinsam als
auch mit den Rädern allein kuppelbar ist.
7. Grabenräumgerät nach Anspruch 1 oder
einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß an die Öffnung des Schaufelgehäuses ein
abnehmbarer, vorzugsweise zwei- oder mehrteiliger Aus werf schacht (19) angeschlossen ist.
8. Grabenräumgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sein Förderrohr (18)
vorn mit einem zweckmäßig lösbar befestigten Schürfmesser (20) versehen ist.
9. Grabenräumgerät nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß sein Förderrohr
(18) vorn durch ein Verlängerungsblech (22) ähnlich einem abgeflachten, nach einer Seite
offenen, sich nach vorn erweiternden Trichter ergänzbar ist. .
10. Grabenräumgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verlängerungsblech
aus einem flachen Hauptteil (22) und zwei gekrümmten Seitenteilen (23, 24) besteht,
die mit dem Hauptteil (22) derart beweglich verbunden sind, daß die sich trichterartig nach
vorn erweiternde Form des Verlängerungsblecbes nach Bedarf einstellbar ist.
11. Grabenräumgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß es mit einem Verbrennungsmotor (Benzinmotor oder Dieselmotor)
als Kraftantrieb ausgerüstet ist.
12. Grabenräumgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eis mit einem Elektromotor
als Kraftantrieb ausgerüstet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Belgische Patentschrift Nr. 498 679;
deutsche Patentschriften Nr. 565 569, 560 676, 454.
Belgische Patentschrift Nr. 498 679;
deutsche Patentschriften Nr. 565 569, 560 676, 454.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 708/47 11.56
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP4209636B1 (de) | Bodenfräse zum vorbereiten von waldböden zur baumbepflanzung | |
| DE3040782A1 (de) | Vorrichtung fuer den schutz einer stroemungsmittel-einlassoeffnung vor verstopfung | |
| DE1634820A1 (de) | Erdbewegungsgeraet | |
| DE3881943T2 (de) | Bodenbearbeitungsgerät mit quer zum Arbeitsweg rotierenden Wellen. | |
| DE2007716A1 (de) | Verbesserung an auf landwirtschaftlichen Maschinen benutzten Rotor-Schneidwerken | |
| CH620726A5 (en) | Cutting machine for verge, ditch and slope cleaning | |
| DE1484701A1 (de) | Saugbagger,Grab- und Ansaugaggregat sowie Verfahren zum;Betreiben dieses Saugbaggers | |
| DE473767C (de) | Saugkopf fuer Schwimmbagger mit vor der Saugoeffnung arbeitenden Grabwerkzeugen | |
| DE29719508U1 (de) | Anbau-Kehrvorrichtung mit Aufnahmeeinrichtung | |
| DE4015340A1 (de) | Schaufelradanordnung zum abraum von bodenschaetzen | |
| DE2613676A1 (de) | Bodenbearbeitungsmaschine | |
| DE963558C (de) | Grabenraeumgeraet | |
| DE10302309B3 (de) | Vorrichtung zur Aufnahme von kontaminierenden Substanzen | |
| DEST007534MA (de) | ||
| DE4213523B4 (de) | Mobiles Fräsladegerät, insbesondere Bodenfräsgerät | |
| EP0236692B1 (de) | Schneidradvorrichtung | |
| DE486454C (de) | Maschine zum Reinigen und Ziehen von Graeben | |
| DE2143018A1 (de) | Grabenbagger | |
| DE590853C (de) | Fraeskopf fuer Fraesbagger | |
| DE568713C (de) | Maschine zum Ziehen von Graeben | |
| DE829366C (de) | Maschine zum Herstellen und Reinigen von Graeben mittels baggerartiger Werkzeuge | |
| DE3222503A1 (de) | Stockraeumgeraet | |
| DE541290C (de) | Hebewerk, insbesondere Becherwerk | |
| DE69100650T2 (de) | Mehrzweckscheibenpflug. | |
| DE476441C (de) | Grab- und Foerderwerkzeug an der Eimerrinne eines Eimerkettenbaggers |