DEST007234MA - - Google Patents

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DEST007234MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 27. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft urkundenfeste und fälschungssichere Stempel- und. Signierfarben.
Es soll ein mechanisch entfernter, z. B. radierter Stempelabdruck wieder deutlich sichtbar gemacht werden. Zu diesem Zweck enthalten die Stempelfarben gemäß der Erfindung Dispersionen von Pigmentfarbstoffen in wasserlöslichen, organischen, schwerflüchtigen Lösungsmitteln, in welchen wasserlösliche Elektrolyte gelöst sind.
ίο Bekannt sind Sicherheitspapiere, welche zwei ,oder mehrere chemische Komponenten enthalten, die in sichtbare Reaktion treten, falls eine Rasur oder eine Bearbeitung mit Wasser oder Alkohol zum Zwecke der Schriftentfernung vorgenommen wird. Bei den bisher bekannten Stempelabdrücken kann zwar auf diesen Sicherheitspapieren der Nachweis erbracht werden, daß eine rechtswidrige Handlung (Rasur, chemische Beseitigung) vorliegt; jedoch, kann nicht, wie bei der angemeldeten Erfindung, das ursprüngliche Stempelbild wiederhergestellt werden.
Ferner sind Stempelfarben, bekannt, denen wasserlösliche Metallsalze zugesetzt sind, die in wasserunlösliche Form übergeführt werden. Daher
609 738/119
St7234IVa/15l
ist ein Eindringen des. Stempelabdruckes in den Schriftträger, um dort ein latentes Abdruckbild zu erzeugen, nicht möglich.
Außerdem gibt es auch bereits Urkundenstempel-. farben, bei welchen, ähnlich wie bei der Eisengallustinte, die Farbstoffbildung nach dem Anbringen, des Stempelabdruckes durch Einwirkung des Luftsauerstoffes erfolgt. Ein Einwandern des Elektrolyts in den Stempelabdruckträger findet
ίο nicht statt, da keine ionenaktiven Körper in der Farbe enthalten sind.
Es wurde gefunden, daß es zweckmäßig ist, als Lösungsmittel für die Elektrolyte und Farbstoffe wasserlösliche, organische, schwerflüchtige Verbindungen zu verwenden, damit ein rasches und sicheres Einwandern der Ionen in, den Stempelabdruckträger gewährleistet ist.
Wie sich herausgestellt hat, ist es möglich, an . Stelle löslicher Farbstoffe in. dem organischen Lösungsmittel nichtlösliche Pigmentfarben zu verwenden. Dabei verbindet sich der Pigmentfarbstoff innig mit: der Papierfaser und, kann durch das Lösungsmittel für den Elektrolyt nicht herausgelöst werden. Daraus ergibt sich ohne weiteres, daß der Stempelabdruck nicht übertragbar ist und, nicht vervielfältigt werden kann. Es kommen Pigmentfarben in Betracht, die in feiner Dispersion vorliegen.
Besonders vorteilhaft ist die Verwendung von Lithiumchlorid als Elektrolyt. Diese Verbindung löst sich in dem organischen, Lösungsmittel und wandert als einwertiges Ion leicht aus dem Stempelabdruck in den Abdruckträger (Papier).
Die gemäß der Erfindung beschaffenen, Stempelund, Signierfarben werden vom Stempelkissen mittels Gummi- oder Metallstempel auf den Träger des Stempelabdruckes (Papier, Pergament, Textilien, Kunststoffe u. a. m.) übertragen,. Die Stempelabdrücke sind beständig gegen Licht, Wasser und, viele chemischen Entfernungsmittel. Auch mit .organischen Lösungsmitteln lassen sie sich nicht beseitigen. In saugfähiges Papier dringt die Farbe so> tief ein, daß eine spurlose mechanische Tilgung des Stempelabdruckes unmöglich ist.
Im übrigen können entfernte Stempelabdrücke mit geeigneten chemischen Mitteln sichtbar gemacht werden, ebenso die latenten Spiegelbilder, die sich auf der darüberliegenden Papierschicht bilden.
Für die Ausführung der Erfindung eignen sich
z. B. Stempelpasten von folgender Zusammenstellung :
Beispiel I für eine blaue Signier- und Stempelfarbe
35 Teile Methylpyrrolidon '
30 - Tetrahydrofurfurylalkohol 75 - eines niedrigmolekularen Polyglykols
(M. G. etwa 300)
10 - Lithiumchlorid
25 - Heliogenblau B PIv. (BASF)
Phthalocyaninfarbsto-fr
Beispiel II für eine schwarze Signier- und Stempelfarbe 30 Teile Methylpyrrolidon 30 - Tetrahydrofurfurylalkohol 60 - Glykol
40 - Natriumsalz eines sulfonierten Rizinusöles
10, - Lithiumchlorid
50 - Pigmentschwarz B (Schultz, Farbstoff tabellen, ,7. Auflage, Nr. 1361)
Beispiel III für eine, schwarze Signier- und Stempelfarbe
IO Teile Polyäthylenoxyd, (M. G. 400) 30 - Methylpyrrolidon
40 - Hexylenglykol
5 - Lithiumchlorid, .
10 - Ruß
5 - Ultramarin
Die Farbstoffe und Elektrolyte werden in das Lösungsmittelgemisch eingerührt und auf einem Walzenstuhl homogenisiert. Die Paste ist für die Durchtränkung von Stempelkissen gut verwendungsfähig. Wie Versuche zeigten, ist die Stempelfarbe auch für Signierzwecke bei Verwendung von Schablonen, geeignet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Fälschungssichere Stempel- und Signderfarben, bestehend aus der Dispersion von Pigmeintfarbstoffen in wasserlöslichen organischen schwerflüchtigen Lösungsmitteln, in denen wasserlösliche: Elektrolyte, insbesondere Lithiumchlorid., gelöst sind.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften. Nr. 224 637, 347 826.
    © 609 738/119 12. 56

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