DE579117C - Sicherheitsdruckfarben - Google Patents

Sicherheitsdruckfarben

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DE579117C
DE579117C DEL80910D DEL0080910D DE579117C DE 579117 C DE579117 C DE 579117C DE L80910 D DEL80910 D DE L80910D DE L0080910 D DEL0080910 D DE L0080910D DE 579117 C DE579117 C DE 579117C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M3/00Printing processes to produce particular kinds of printed work, e.g. patterns
    • B41M3/14Security printing
    • B41M3/142Security printing using chemical colour-formers or chemical reactions, e.g. leuco-dye/acid, photochromes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inks, Pencil-Leads, Or Crayons (AREA)

Description

  • Sicherheitsdruckfarben Sicherheitsdruckfarben dienen zur Erzielung eines farbigen Überdruckes auf Scheckformularen oder ähnlichen Wertpapieren, um den Versuch einer Entfernung der Beschriftung durch Farbumschlag oder Entfärbung anzuzeigen.
  • Man hat versucht, zu diesem Zwecke die üblichen graphischen Ölfirnisse mit an sich bekannten reaktionsfähigen Farbstoffen bzw. deren Lacken zu verreiben. Diese Druckfarben haben sich jedoch nicht bewährt, da die stark hydrophobe Ölhülle eine genügende Netzung der Pigmentteilchen durch das wäßrige Tintenentfernungsmittel, z. B. Hyposulfitlösung. verhinderte, so daß bei der zur Entfernung der Tinte notwendigen kurzen Einwirkung des Entfernungsmittels kein ausreichend deutlicher Farbumschlag eintrat. Die Hydrophobie der bedruckten Teile war ferner insofern nachteilig, als diese Stellen auch von der wäßrigen Tinte nur ungenügend oder gar nicht benetzt werden konnten, so daß sich sehr häufig beim Beschreiben ein verwaschenes und undeutliches Schriftbild ergab.
  • Infolgedessen ist man dazu übergegangen, hierfür sogenannte Wasserfarben zu verwenden, bei denen die reaktionsfähigen Pigmente mit einem aus Glycerin mit entsprechenden Zusätzen von Dextrin, Zucker, Gummiarabikumlösung o. dgl. hergestellten Bindemittel verrieben sind. Aber auch diesen Sicherheitsfarben haften verschiedene schwerwiegende Nachteile an. Einmal wird die Verdruckbarkeit dieserFarben durch dauerndeKonsistenzänderung infolge der Hygroskopizität des Glycerins erschwert. Ferner wirken diese Farben auf die im Farbwerk gewöhnlich verwendeten sogenannten Massewalzen, die aus einer Glycerin-Gelatine-Zucker-Masse bestehen, quellend. Schließlich sind die mit diesen Farben hergestellten Drucke infolge der Wasserlöslichkeit des Bindemittels nicht nur gegen die zu Fälschungsversuchen verwendeten wäßrigen Reagenzien empfindlich,. sondern auch gegen Wasser selbst, so daß häufig schon eine unbeabsichtigte Berührung mit wäßrigen Flüssigkeiten oder mit feuchten Fingern den Anschein eines Fälschungsversuches erwecken kann.
  • Es ist nun gefunden worden, daß sich Sicherheitsdruckfarben, die den Wasserfarben an Empfindlichkeit nicht nachstehen, gegen Wasser selbst aber unempfindlich sind, gewinnen lassen, wenn man zu einer durch Anreiben von graphischem Ölfirnis mit reaktionsfähigen Farbstoffen bzw. deren Lacken, gegebenenfalls unter Zugabe anderer bekannter Zusatzstoffe, gewonnenen Druckfarbe ein die Benetzbarkeit des Ölfilms durch wäßrige Flüssigkeiten erhöhendes Mittel zusetzt. Als die Benetzbarkeit erhöhende Mittel haben sich die in der Textilindustrie und anderen Industriezweigen bekannten Netzmittel und Emulsionsmittel als geeignet . erwiesen, soweit sie auf Grund ihrer chemischen Beschaffenheit keine schädigende Wirkung auf die Pigmente oder auf die Bindemittel ausüben. Derartige Mittel sind beispielsweise fettsaure, harzsaure und naphthensaure Seifen, Derivate der Gallensäure, aminofettsaure Seifen, Lipoide, Phosphatide, höhere Alkohole, Phenole, Naphthole, Oxycarbonsäuren, Sulfonsäuren, aliphatische und aromatische Sulfooxysäuren.
  • Besonders geeignet sind solche Mittel,. die öllöslich sind, so z. B. die fettsauren und sulfooxyfettsauren Salze der Polyoxyalkylamine vom Typus des Triäthanolamins.
  • Beispiel 25 Teile Tanninbrechweinsteinlack des Methylvioletts auf Tonerde, 2,5 Teile Barytweiß, 45 Teile mittelstarkes Standöl und 5 Teile ölsaures Triäthanolaniin werden in üblicher Weise auf dem Walzenstuhl verrieben. Diese Farben können auch zum Bedrucken von Rabattmarken u. dgl. verwendet werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Sicherheitsdruckfarben, bestehend aus einer Anreibung von Ölfirnis und reaktionsfähigen Farbstoffen bzw. deren Lakken, zu der, gegebenenfalls neben anderen bekannten Zusatzstoffen, ein die Benetzbarkeit des Ölfilms durch wäBrige Flüssigkeiten erhöhendes Mittel zugesetzt ist.
  2. 2. Sicherheitsdruckfarben nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, däß das die Benetzbarkeit des Ölfilms erhöhende Mittel öllöslich ist.
  3. 3. Sicherheitsdruckfarben nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daB das die Benetzbarkeit des Ölfilms erhöhende Mittel ein fettsaures oder sulfooxyfettsaures Salz eines Polyoxyalkylamins ist.
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