DEST006458MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. Mai 1953 Bekanntgemacht am 12. Aprü 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen bei der Hydroformierung von Benzinen,
insbesondere auf Verbesserungen bei der Aufreichterhaltung der Katalysatorselektivität während
der Hydroformierung.
Hydroformieren kann als ein, Verfahren zur ! katalytischen Umwandlung von im Siedebereich
des Benzins siedenden Rohmaterialien bezeichnet werden, das bei erhöhten Temperaturen und Drükken
in Gegenwart eines festen Katalysators und zugesetztem Wasserstoff und unter solchen Bedingungen
durchgeführt wird, daß kein Nettoverbrauch von Wasserstoff stattfindet.
Bei der Hydroformierung wird als Rohmaterial gewöhnlich ein rohes Benzin verwendet,· in dem
Naphthene enthalten sind. Das Verfahren ist besonders gut bei einem schweren Benzin anwendbar,
das zwischen etwa 95 und 165° siedet.
Die Hydroformierung ist vor allem ein Ver- . fahren zur Dehydrierung von Naphthenen;. Außer
der Dehydrierung von Naphthenen findet jedoch zum Teil auch Aromatisierung von Paraffinen
sowie Isomerisation normaler Paraffine unter Bildung von Iso-Paraffinen und auch Hydrokracken
von Paraffinen statt. ■ .
Bei der vorliegenden Erfindung wird die Hydroformierung des Benzins unter derartigen Bedingungen
durchgeführt, daß niedrige Ausbeuten an C3— und leichteren Kohlenwasserstoffen und ■:
höhere Ausbeuten an C4— und schwereren Kohlen-Wasserstoffen
bei einer--gegebenem" Oktanzahl'des
Produktes erhalten werden.
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Außerdem wird die Flüchtigkeit des Hydroformats 'erhöht,, d. h. mittels des stabilisierten
Hydroformats eines gegebenen Dampfdrucks nach '. Reid werden höhere Ausbeuten eines im wesentliehen
zwischen etwa 70 und ioo° siedenden Produktes hergestellt.
Dabei wird die Bildung von schweren Rückständen oder sogenannten Polymeren während der
Hydroformierung herabgesetzt. Auf diese Weise können Rohmaterialien behandelt werden, die
größere Prozentsätze zwischen 175 und 2050 siedenden Materials enthalten, ohne daß unerwünschte
Mengen eines über 2600 siedenden Produktes hergestellt werden, jedoch eine maximale
Menge von Aromaten aus den im Rohmaterial enthaltenen Naphthenen und Paraffinen gebildet wird.
Die Zeichnung stellt das schematische Schaubild einer Anlage dar, in welcher das Verfahren der
vorliegenden Erfindung praktisch durchgeführt werden kann.
In der Zeichnung beziehen sich ähnliche Bezeichnungen auf ähnliche Teile.
In der Zeichnung bedeutet 1 eine Reaktionszone, in der eine Menge eines pulverisierten Katalysators
C in Form einer dichten Wirbelschicht enthalten ist, die sich von einem Rost G bis zu einem
oberen Niveau L erstreckt. Dieser Katalysator besteht aus Molybdänoxyd, das sich auf aktiver
Tonerde befindet. Der Katalysatorträger, d.-h. die Tonerde, knnn etwas Kieselsäure enthalten. Jedoch
sollte die Kieselsäure nicht mehr als 5 Gewichtsprozent des Katalysators betragen.
Der Katalysator sollte etwa folgende Teilchengröße haben:
ο bis 20 Mikron ο bis 5 Gewichtsprozent
20-40-40-50
40-80 - 60-40
40-80 - 60-40
80 - 200 - 0-5 -
Wie in der Zeichnung zu ersehen ist, tritt das rohe Benzin durch Leitung 7 in die Anlage ein und
strömt durch einen Wärmeaustauscher 8, wo es durch Wärmeaustausch mit heißem Verfahrensprodukt erhitzt und anschließend durch einen
Ofen 9 geleitet wird, in dem es auf eine Temperatur von etwa 510 bis 5400 erhitzt und danach durch
die über dem Rost G befindliche Verteilerdüse 10 in das Reaktionsgefäß 1 geleitet wird. Gleichzeitig
wird Wasserstoffhaltiges Gas durch Leitung 11 in die Schicht des Gefäßes 1 geleitet. Zur gleichen Zeit
wird eine gesteuerte Menge Dampf aus Leitung 12 mit dem wasserstoffhaltigen Gas in Leitung 11 in
das Reaktionsgefäß 1 geleitet, wobei die Menge des Dampfes 0,3 bis 6 Molprozent des in das Reaktionsgefäß
eingeführten gasförmigen Materials beträgt. Die bevorzugte Menge des Dampfes ist 0,5
bis ι Molprozent, bezogen auf sämtliches gasförmiges Material, d. h. die Öldämpfe, den Wasserstoff
und den in das Reaktionsgefäß eingeführten Dampf. Unter Bedingungen, die nachstehend noch
ausführlicher erläutert werden, tritt die gewünschte Reaktion ein, und die Reaktionsprodukte werden
nach oben abgezogen und durch einen oder mehrere Zyklonabscheider 51 geleitet, in denen mitgeschleppter
Katalysator abgetrennt und durch eine oder mehrere eingetauchte Röhren d in die dichte Phase
zurückgeführt wird. Die im wesentlichen von Katalysator freien Reaktionsprodukte werden . oben
durch Leitung 13 und danach durch einen Wärmeaustauscher
14 geleitet, der für das eingesetzte Öl in Verbindung mit dem obenerwähntein Wärmeaustauscher
8 verwendet wird. Von dem Wärmeaustauscher 14 wird das Produkt durch Leitung 15
abgezogen und durch einen Kühler 16 geleitet, in dem die normalerweise flüssigen Bestandteile kondensiert
und dann durch Leitung 17 in ein Sammelgefäß 18 geleitet werden. Von Behälter 18 wird ein
wasserstoffhaltiges Kreislaufgas durch Leitung 19 nach oben abgezogen und über Leitung 20 und
Kompressor 21 durch Leitung 22, anschließend durch einen Wärmeaustauscher 23 und danach durch
Ofen 24 und Leitung 25 in Leitung 11 zur Rückführung
in das Verfahren geleitet. Überschüssiges wasserstoffhaltiges Gas wird durch Leitung 26 aus
der Anlage entfernt.
Was das Trenngefäß 18 anbetrifft, so wird das
Hydrofoirmat und sämtlicher mitgeschleppter Katalysator durch Leitung 27 wiedergewonnen und
unter Verwendung von üblichen, in der Zeichnung nicht gezeigten oder beschriebenen Wiedergewinnu'ngs-
und Destillationsvorrichtungen auf leichte Kohlenwasserstoffe oder Motorenbenzine aufgearbeitet.
Da sich auf dem Katalysator während seiner Verwendung im Betrieb kohlenstoffhaltige und andere
Ablagerungen ansetzen, ist es notwendig, den Katalysator in regelmäßigen Abständen aus der Reaktionszone
abzuziehen und mit einem sauerstoffhaltigen Gas zu regenerieren. Auf Grund dieses
Erfordernisses wird der Katalysator durch einen Abscheider 28 abgezogen, in dem er mit dem, zur
Entfernung der in dem Katalysator mitgeschleppten flüchtigen Kohlenwasserstoffe, durch Leitung 29
eingeführten Dampf behandelt wird. Der abgeschiedene Katalysator wird dann durch das Ventil
30 in einen Luftstrom 31 geleitet und suspendiert in dieser Leitung in einen Katalysatorregenerator
32 geführt. Zusätzliche Luft kann durch die Leitung 33 eingeführt werden. In dem Regenerator befindet
sich der Katalysator in Gestalt einer dichten Wirbelschicht, die sich von dem Rost G zu einem
oberen Niveau L erstreckt. In dem Regenerator 32 wird der Katalysator durch Behandlung mit Luft
zur Entfernung kohlenstoffhaltiger Ablagerungen gereinigt und die Regenerationsdämpfe werden
nach oben durch die Leitung 34 abgezogen. Um die in dem Regenerator 32 herrschende Ternperatur zu
steuern, befindet sich in dem Regenerator eine von einem Kühlmittel durchflossene Kühlschlange, so daß
die in dem Regenerator herrschende Temperatur 6500 nicht überschreitet. Der regenerierte Katalysator
wird dann durch die durch das Ventil 37 regulierte Leitung 36 in den unteren Teil des Reaktionsgefäßes
ι zurückgeleitet. Dampf kann durch die Leitung 38 mit oder ohne durch Leitung 39
rückgeführtes wasserstoffhaltiges Gas dem Kataly-
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satcr zugesetzt werden, um den der Anlage durch die Leitung 12 zugeführten Dampf zu ergänzen
oder an dessen Stelle zu treten.
Um die vorliegende Erfindung weiter zu erklären, wird der folgende beispielsweise Bereich der
A^erfahrensbedingungen angegeben.
Bedingungen in Reaktionsgefäß
Katalysatorzusammensetzung (Gewichtsprozent) . . 7 bis 15% MoO3, 93 bis 80% Al2O3, ο bis 5% SiO2
Temperatur 470 bis 515° 7°
Druck 3,5 bis 21 kg/cm2
Beschickungsgeschwindigkeit 0,2 bis 2 kg Öl pro Stunde
pro kg des in dem Reaktionsgefäß befindlichen
Katalysators Umlaufgeschwindigkeit des Katalysators vom Re-
generationsgefäß zum Reaktionsgefäß 0,5 bis 3 kg Katalysator pro kg Öl
Geschwindigkeit des gasförmigen Materials in dem
Reaktionsgefäß 0,092 bis 0,458 m/Sek. bei Verfahrensbedingungen
Bedingungen in Regenerator
Temperatur 590 bis 6500
Druck '. 3,5 bis 21 kg/cm2
Verweilzeit 30 bis 120 Sekunden
Obernächengeschwindigkeit der Luft 0,092 bis 0,458 m/Sek.
Um die Erfindung ausführlicher zu erklären, wird das folgende Beispiel angegeben:
Beispiel
Untersuchung der Beschickung
Untersuchung der Beschickung
Paraffine, Gewichtsprozent ■... . 47
Naphthene, Gewichtsprozent . 39
Aromatische Verbindungen, Gewichtsprozent . . 14
spezifisches Gewicht . .. 0,7579
festgestellte Oktanzahl 50,6
ASTM-Destillation:
anfänglicher Siedepunkt . 99,4°
10% abdestilliert bei 110,5°
30 % abdestilliert bei 117,8°
50%) abdestilliert bei . 126,7°
70% abdestilliert bei ·.. 137,2°
endgültiger Siedepunkt . I77°
Verfahrensbedingungen - (Reaktionsgefäß: Anlage mit Wirbelschicht)
KatalysatoTzusammensetzung io Gewichtsprozent Molybdän, bezogen auf 90 Gewichtsprozent
aktive Tonerde
Beschickungsgeschwindigkeit in kg öl pro kg Katalysator
pro Stunde , 0,29
Teilchengrößenverteilung des Katalysators ο bis 20 Mikron = 5 Gewichtsprozent
20 - 40 - = 40 -
40 - 80 . - =
80 - 200 - = 5 -
Oberfläche des Katalysatorträgers 100 m2 pro Gramm
Druck 14,ι kg/cm2
In dem Reaktionsgefäß herrschende Temperatur . . 4800
Wasserstoff (1 oo°/oig rein) in ms pro 1,59 hl Öl ... 104 bis
In zwei Versuchen A und B wurden zum Vergleich unter den obigen Bedingungen die folgenden
Ergebnisse erzielt. In einem Versuch, B, wurden jedoch 0,8 Molprozent Wasser, bezogen auf die Gesamtmenge
an Öldampfen, Wasserstoff und Wasser, in das Reaktionsgefäß gegeben, während in dem
zweiten Versuch, A, kein Wasser zugesetzt wurde.
Ergebnisse
AB
Oktanzahl 92,6 92,8
In das Reaktionsgefäß gegebene Wassermenge,
Molprozent ο o,8
Flüssige Ausbeuten:
A B
C4 + , Volumprozent 79,4 83,2
C5 +, Volumprozent' . 73,0 76,1
Trockenes Gas, Gewichtsprozent. . 17,8 14,7
Kohlenstoff, Gewichtsprozent .... 0,6 0,5
Aus dem obigen Beispiel geht hervor, daß die Zugabe
von 0,8 Molprozent Wasser eine um 3,1 °/o
größere Ausbeute an C5+-Kohlenwasserstoffen
ergab. Auch die Erhöhung der Ausbeute an C4+- Kohlenwasserstoffen betrug 4,2 Volumprozent, bezogen
auf die Beschickung, wobei 3,1 Gewichtsprozent weniger Trockengas erhalten wurden.
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Es wurde weiterhin gefunden, daß größere Wassermengen als 6 Molprozent in gewissen Fällen, in
denen der Katalysatorträger eine ungewöhnlich große Oberfläche hat, wie z. B. 250 m2 pro Gramm
Katalysator, ohne schädliche Wirkung in das Reaktionsgefäß gegeben werden können.
In dem obigen Beispiel wurde der Dampf, vermischt mit dem zu dem Reaktionsgefäß hinströmenden
Wasserstoff, in das Reaktionsgefäß eingeführt. Wie weiter oben bereits ausgeführt wurde,
kann der Dampf auch zusammen mit dem in der Leitung 36 fließenden regenerierten Katalysator eingeführt
werden als mit dem in der Leitung 11 befindlichen im Kreislauf geführten Wasserstoff. Die
Dampfmengen können je nach dem verwendeten Katalysator und nach den angewendeten Verfahrensbedingungen
zwischen diesen beiden EinführungiSSteHen
variiert werden. Die größere Dampfmenge wird dem in der Leitung 36 befindlichen
20. Katalysator beigegeben, wenn ein Katalysator mit
großer Oberfläche verwendet wird. Wird z. B. ein Katalysator mit einer Oberfläche von nur 100 m2
pro Gramm verwendet, so wird ein größerer Teil des Dampfes dem in Leitung 11 befindlichen Gas
zugesetzt. Wird jedoch ein Katalysator mit einer Oberfläche von 150 bis 250 m2 pro· Gramm verwendet,
so wird der größte Teil des Dampfes vermischt mit dem in Leitung 36 befindlichen Kataly-.
sator in das Reaktionisgefäß eingeführt.
Verschiedene Bestandteile können zu dem beschriebenen
Katalysator zugegeben werden. So kann z. B. HF dem Katalysator zugesetzt werden, und
die HF-Konzentration des Katalysators kann durch Zugabe von HF mit einem der in das Reaktionsgefäß
eingeführten Bestandteile, wie z. B. Dampf oder Öl, aufrechterhalten werden.
In der obigen Beschreibung diente als Träger eine aktive Tonerde. Ein anderer guter Träger oder
VerteiLungsstoff für das Molybdänoxyd ist Zinkspinell,
d. h. Zn · Al2O3.
Eine bedeutende Verbesserung bei der Hydroformierung von Benzin ist die Zugabe einer geringen
regulierten Wassermenge zu den in der Reaktionszone befindlichen Reaktionsteilnehmer gemaß
vorliegender Erfindung. Dieses Wasser kann
zusammen mit dem wasserstoffhaltiigen Gas oder
während der Vorbehandlung des regenerierten Katalysators mit Wasserstoff vor seiner Rückkehr
in die Reaktionszone zugesetzt werden. An Stelle der Zugabe von Dampf kann eine gleichwertige 50
Menge Sauerstoff oder Luft auf die beschriebene Art zugesetzt werden. In einigen Fällen kann die
in der Anlage befindliche Wassermenge die in der Reaktionszone erforderliche Menge überschreiten.
Ist dies der Fall, so sollte das Wasser aus dem 55 rückgeführten Gas und/oder dem regenerierten
Katalysator entfernt werden, um sicher zu gehen, daß die in der Reaktionszone befindliche Wassermenge
innerhalb der oben angegebenen Grenzen . Hegt.
Claims (3)
1. Verfahren zum Hydroformieren von naphthenhaltigen
Erdölbenzinen in einer Anlage, die eine katalytische Reaktionszone und gegebenenfalls
eine Katalysatorregenerierungszone enthält, dadurch gekennzeichnet, daß man das Ausgangsbenzin
zusammen, mit Wasserstoff in die Reaktionszone, die ein Wirbelschichtbett aus
einem Hydroformierungskatailysator enthält, einleitet und mit dem Katalysator bei Temperaturen
von 470 bis 515°, einem Druck von 3,5 bis 21 kg/cm2 und einer Durchsatzgeschwindigkeit
von 0,2 bis 2 kg/kg/Std. und in Gegenwart von 0,3 bis 6 Molprozent, zweckmäßig 0,5 bis
i· Molprozent Wasserdampf, bezogen auf die Gesamtgasmenge,
oder der entsprechenden Menge Sauerstoff in Berührung bringt und gewünschtenfalls
Katalysatormengen periodisch aus der Reaktionszone entfernt, in einer besonderen
Zone mit einem sauerstoffhaltigen Gas regeneriert und in die Reaktionszone zurückleitet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wasserdampf dem wasseristoffhaltigen Gas zugesetzt wird.
3. Verfahrennach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß als Katalysator Molybdänoxyd auf aktiver Tonerde mit gegebenenfalls bis
zu 5 Gewichtsprozent Kieselsäure oder Fluorwasserstoff verwendet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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