DEST005220MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. August 1952 Bekaiuitgemacht am 2. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Das Hauptpatent 812 430 betrifft einen Wasserrohrkessiel
mit großem Brennraum und geringer Gesamtbauhöhe, dessen geknicktes Berührungsrohrbündel
zwischen zwei Wasserkammern eingespannt und derart angeordnet ist, daß der schwach geneigte
Unterteil von den Verbrennung-sabgasien, schwach
und der senkrechte Oberteil von den heißesten Feuergasen stark beheizt wird.
Bei der Beurteilung des Hauptpatents drängt sich die Frage der Verbesserung des eindeutigen
Wasserumlaufes in dem von mehreren Rohrreihen gebildeten Schräg-Steilrohrbündel auf.
Diese Frage soll erfindungsgemäß dadurch gelöst werden, daß die obere Wasserkammer mit ausreichender
Neigung1 nach vorn, d.h. von vorn nach hinten (vom Feuerraum zur' Kessel trommel) ansteigend,
verlegt wird und daß insbesondere nicht nur eine, sondern mehrere Reihen von Gemischabführrohren
von der Kammer zur Trommel angeordnet,... sind. Dadurch tritt das Dampf-Wasser-Gemisch
im Interesse einer besseren Abscheidung mit einer geringeren· Geschwindigkeit und auf einel
größere Trommeloberfläche verteilt in die Trommel ein.
Als weiteres Mittel zur Lösung der vorliegenden Aufgabe ergibt sich die Aufteilung der oberen
Wasserkammer in mehrere horizontale, quer zur Rauchgasströmurig und vorwiegend nach hinten zu
509 656/68
St 5220 Ia/13a
übereinander gestaffelt liegende Einzelkammern, die die Rohre von je ein oder zwei hintereinander .
liegenden und etwa gleich stark beheizten Rohrreihen des Haüptrohrbündels vereinigen und das in
diesen erzeugte Dampf-Wasser-Gemisch durch je eine Reihe von Gemischabführrohren zur Trommel
ableiten.
Im gleichen Sinne wirkt die Entlastung der
oberen Wasserkammer von dem in den Vorderwand- und Deckenkühlrohren des Feuerrauanes erzeugten
Dampf-Wasser-Gemisch, d. h. also, daß diese Rohre gesondert unter der obieren Wasiserkammer zwischen
den Rohren des Schräg-Steilrohrbündels hindurch·
zur Trommel geführt sind und in an sich bekannter Weise gleichzeitig die Decke des annähernd horizontalen
Kesselzuges tragen Und kühlen.;
Im Interesse einer konstruktiven Vereinfachung· empfiehlt es sich weiter, diese Deckenirohre vor;
dem Durchtritt durch das Hauptrohrbündel in an sich bekannter Weise· durch Gabeln zusammenzufassen,
so daß nur deren Stielrohre zur Trommel führen und die Decke des Kesselzuges tragen und
kühlen.
Natürlich können die erwähnten Gabelungen im Bedarfsfalle auch mehrmals nacheinander vorgenommen
wendem, so daß also jedem in die Trommel einmündenden Stielrohr in an sich bekannter
Weise auch vier oder mehr — vorzugsweise annähernd gleich stark beheizte — Rohre zugeordnet
sind.
Zur Verkleinerung der Gemisch-Eintrittsgieschwiindigkeit
in die Trommel kann auch 'der Durchmesser der Geimischabführrohre vergrößert werden.
Die Zeichnung stellt in zwei vertikalen Längsschnitten
(Abb. 1 und 2) die erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Änderungen in Beispielen dar.
In Abb. ι ist die obere Wasserkammer 2 zur Kesseltrommel 16 hin ansteigend verlegt und mit
ihr durch drei Reihen von Geimischabfübrrohren 25 verbunden. Die mittlere Reihe derselben geht in
diesem Falle vom Scheitel des verlängerten Kammerendes 26 aus, um in etwa eine Vortrennung des
Dampf-Wasser-Gemisches zu 'ermöglichen. Die Vorderwand- und Deckenkühlrohre 14 des Feuerrauimes
sind durch das Schräg-Steilrohrbündel hindurch unter der Kammer 2 bis zur Trommel 16 hin
durchgeführt und tragen gleichzeitig die Decke des dem Feuerraum nachgeschalteten, annähernd
horizontalen Kesselzuges.
Die Abb. 2 zeigt die Aufgliederung der großen Wasserkammer 2 in drei quer liegende und nach
hinten ansteigend gestaffelte Rundkammern. 27, die mittels je einer Reihe von eigenen Gemischabführ^ ;
rohren 25 mit der Kesseltrommel 16 verbunden sind. Jede Einzelkammer 27 faßt hierbei die Rohre von
je zwei hintereinander angeordneten Rohrreihen des Schräg-Steilrohrbündels zusammen, deren Beheizurngsuntierschied
unerheblich ist.
Claims (4)
1. Schrägrohr-Steilrohrkessel mit großem : Brennraum und geringer Gesamtbauhöhe gemäß
deutscher Patentschrift 812430, dessen geknicktes
Siederohrbündel im schwach geneigten Unterteil von den Verbrennunigsgasen schwach,
deslsen lotrechter Oberteil jedoch von den heißesten Feuergasen stark beheizt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die obere Wasserkammer in an sich bekannter Weise zur Kesseltrommel
hin ansteigt und durch mehrere in Richtung der Rauchgasströmung hintereinander
aus ihr austretende und anschließend übereinander, verlaufende Reihen von Gemischäbführrohren
mit der Trommel verbunden ist.
2. Schrägrohr-Steilrohrkessel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die obere Wasserkammer,
in quer liegende, stufenartig ansteigend hintereinander angeordnete, horizontale Einzelkammern
aufgelöst ist, die die Rohre je einer oder zweier hinteremanderliegender Reihen des
Sqhräg-Steil'rohrbündels zusammenfassen und mit der Kesseltrommel durch je eine Reihe
eigener Geimischabführrohre verbunden sind.
3. Schrägrohr-Steilrohrkessel nach Anspruch 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlrohre der Feuerrauimstirinwand bis zur Kesseltrommel
durchlaufen und neben der .Feuerraumdecke auch die des bis annähernd zur
Trommel reichenden horizontalen Rauchgaszuges tragen und kühlen:
4. Schrägrohr-Steilrohrkessel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,, daß
die Stirnwand- bzw. Deckenkühlirohre des Feuerraumes
vor Durchdringung des Schräg-Steirrohrbündels paarweise durch Gabeln zusammengefaßt
sind, deren Stielrohre in die Trommel einmünden und die Decke des horizontalen
Kesselzuges tragen.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 426992, 812430,
714910;
französische Patentschriften Nr. 933 620, 815348.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 656/68 1.56
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