DEST004925MA - - Google Patents

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DEST004925MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. Juni 1952 Bekanntgemacht am 20. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
KLASSE 3Oe GRUPPE INTERNAT. KLASSE A61g
St 4925 VIIIdI'3Oe .^
an Krankenbetten
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur. stufenlosen Verstellung von Rahmenteilen an Krankenbetten mittels eines am Bettgestell lösbar befestigten, auch vom Patienten bedienbaren hydraulisehen Druckmittelantriebs mit steuerbarem Rückschlagventil. Es sind Vorrichtungen bekannt, bei denen das Rahmenteil eines Bettes um eine waagerechte Achse über einen Druckmittelantrieb geschwenkt werden kann, wobei die Betätigung
ίο durch einen Handhebel erfolgt. Diese Einrichtungen sind sehr kompliziert und daher teuer in der Anschaffung. Sie sind auch sehr empfindlich gegen 'Störungseinflüsse.
Erfindungsgemäß wird nun eine sehr einfache Einrichtung vorgeschlagen, bei welcher die Betätigung der Druckpumpe sowohl als auch des Rückschlagventils durch einen einzigen Handhebel erfolgt. Dieser ist gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung lösbar angeordnet und kann an beiden Bettseiten aufgesteckt werden. Der. hin- und herbeweg- ao bare Handhebel erhält einen Bewegungsbereich für das Anheben und für das Senken dies Rahmenteils sowie eine Ruhestellung zugeordnet. Hierbei ist der Druckmittelantrieb durch eine einfache Vorrichtung mit 'Selbsthemmung versehen, die in bekannter Weise das Festlegen des Rahmenteils in jeder gewünschten Schräglage sichert.
Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung wird das Steuerorgan für das Rückschlagventil so ausgebildet, daß bei Betätigung des Handhebels beim Anheben das Rahmenteils die Flüssigkeitsverbmdung mit dem Druckzylinder und der gleichzeitig
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won dem Handhebel betätigten Pumpe und beim Senken der Rückfluß der Flüssigkeit aus dem Druckzylinder bewirkt wird.
Γ:ΓΓ «Die Vorrichtung nach1der 'Erfindung ist im nach-S stehenden an Hand eines Aueführungsbeispiels für
;j '■'■■'■'■■ die"' Verstellung der "Köpf- bzw. Rückenlehne eines Krankenbettes näher erläutert und in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι die Gesamtanordnung im Schrägbild,
ίο Abb. 2 im größeren Maßstab das Verstellgetriebe im mittleren senkrechten Längsschnitt,
Abb. 3 den Schnitt nach Linie III-III der Abb. 2, Abb. 4 die teilweise im Schnitt dargestellte Stirnamsicht zu Abb. 3.
Die Hauptteile ..der ,.Vorrichtung sind gemäß. Abb. ι ein am Längsträger ΐ 'des .Bettgestelltahmenis befestigtes Gehäuse2 für' den Druckmittelantrieb, zu dessen Betätigung ein Handhebel 3 dient, ferner ein ebenfalls am Träger 1 . drehbar gelagerter Hebel 4, an dem das längs , verschiebliche . Kraft- . übertragungsglied 5 des Antriebs gelenkig angreift, sowie ein mit dem Hebel 4 starr verbundener Schwenk- und Stützhebel 6, der von unten an den Rahmen der Lehne 7 angreift und durch eine Achs-Y hülse 8a und eine 'Stange 8 mit einem entsprechenden Hebel 9 auf der -anderen Bettseite verbunden ist. Die Anordnung ist so getroffen, daß sie von der in dem Bett liegenden Person mühelos betätigt werden kann: ;
Als Druckmittel für das Getriebe wird bei dem Ausführungsbeispiel eine Flüssigkeit verwendet, für
die ein Speisebehälter ι ο ■ abnehmbar an der Unterseite· des Gehäuses 2 angeordnet ist (Abb. 2), der über einen durch ein Kugelventil .11 gesteuerten Kanal 12 mit einer zylindrischen Bohrung 13 des Gehäuses verbunden ist, in der ein Kolben 14 geführt ist. An seinem ,aus dem Gehäuse heraustreteni-• den Ende greift ein Hebel 15 gelenkig an, der fest auf einer Welle 1.6 sitzt, mit der der Antriebshebel 3..
(Abb. ι und 3) kräftübertragend verbunden werden kann. Die Bohrung 13 steht durch einen Känaliy ■ mit einer Bohrung 18 des Gehäuses 2 in Verbindung, in der ein Steuerkolben 19 geführt ist, der mit einem axialen Vorsprung 20 an einer ebenfalls im Gehäuse 2 gelagerten und unter der Wirkung einer Druckfeder 21 stehenden Ventilkugel 22 in Berührung treten kann. Die Kugel 22 'Steuert eine zu einer weiteren Zylinderbohrung 23" des Gehäuses 2 führende Leitung 24; in dieser Bohrung ist ein Tauchkolben 25 gelagert, der durch eine in eine Längsnut eingreifende Nase 27 gegen Verdrehung gesichert und mittels einer Anschlagfläche 28 in seinem Hub begrenzt ist. An einem kugelförmigen Vorsprung 29 des Kolbenbodens liegt im Innern des Tauchkolbens das gegabelte Ende einer Pleuelstange 30 an, die mit ihrem Kopf 5 gelenkig am Hebel 4 (Abb. 1) angreift. Die Öffnung der Bohrung 23 und des Kolbens 25 ist durch einen sich bis zum Pleuelstangenkopf 5 erstreckenden Faltenbalg 31 abgeschlossen.
Erteilt man durch Hin- und H er schwenken des gemäß Abb. 1 in seiner senkrechten 'Stellung, befindlichen Handhebels 3 dem. Kolben. 14 in-seiner Bohrung 1.3- eine ;hin-, ,,und .,hergehende;. ?'?Weg^ so saugt man bei angehobener '"Viehtilkugel ι ϊ " Flüssigkeit aus dem Behälter/i;©.·.*:.und drückt sie durch den Kanal 17 unter-;:'iZurüc'kdrängung der federgesteuerten Kugel 22 in deri'lEänal 24 und in die Bohrung 23, in der durch· 4w^iüssigkeitsdruck der Kolben 25 nach außen geschoben und über die Pleuelstange 30, 5 der AntnjebiS'hebiel 4 (Abb. 1) mit der Wirkung geschwenkt ■-wird} -däli'date':Stützbebel 6, 9 nach oben schwenken und den Rahmen der Lehne 7 aufrichten. Diese Bewegung erfolgt so lange, wie man die Pumparbeit mit dem Handhebel 3 fortsetzt. Unterbricht man sie, so sperrt unter dem Druck der Feder 21 die Kugel 22 den . Zylinderraum 23 ab und ,hält den in ihm hlerrschen-. den Flüssigkeitsdruck 'mit1 der Wirkung aufrecht, daß erden Kolben 2 5 ■ und <das ■ anschließende Gestange in der Stützstellung für die in der gewünschten Schräglage befindliche Lehne 7 hält. In der nach...später zu erläuternden Weise kann man den Handhebel 3 außer Eingriff mit der Welle 16 bringend und ihn in .Seihe'"in 'Abb. x' strichpunktiert gezeichnete Ruhelage längs des Rahmens 1 herab-. schwenken.
Soll die Lehne 7 gesenkt werden, so bringt man den Handhebel 3 ■ wieder- in· kraftübertragende -■■■■ Verbindung mit der Welle 16 und verschwenkt diese in dem Sinne, daß ein auf ihr sitzender Finger 32 den, Steuerkolben 19 iii;^ seiner Gehäusebohrung nach innen verschiebt. Dadurch hebt seim Vorsprung 20 die Kugel 22 unter Zusammendrücken der Feder 21- von ihrem Sitz, so daß Druckflüssigkeit aus der Zylinderbohrung 23 austreten und auf dem ■ Wege über eine -Längsbohriing 33 und eine Ring-'nut34 des SteuerkoibenS 19 sowie einen Kanal 3 5 in den Behälter 10 zurückgelangen kann. Die nach beiden Schwenkrichtungen hin wirksame Rückbolfeder 36 bringt den Handhebel 3 nach jedem Krafthub, selbsttätig in seine Ausgangslage zurück. Die -DuTchtrittsquerschnitte des Flüssigkeitsweges während der Senkbewegung sind so bemessen, daß sie eine Drosselung bewirken· und damit eine ailmähliehe und sanfte Senkbewegung der Lehne 7 gewährleisten. Ebenso erfolgt ihr Anheben infolge der schrittweisen Steigerung des Flüssigkeitsdruekes im Zylinder 23 langsam und gleichmäßig ohne Ruck oder Stoß. Die Drosselung des Flüsisigkeitsstromes erfolgt im wesentlichen in der entsprechend bemessenen -Bohrung 33 des Steuerkolbens 19. und bewirkt damit gleichzeitig; einen ständigen' Flüssigkeitsdruck über den Kanal 17 auf den Kolben 14. Dieser übt seinerseits: einen Druck auf-Hebel 15 aus und hält dadurch den mit der Welle 16 durch Bajonettverschluß verbundenen Handhebel 3 in der Senksüellung, solange genügend Kraft in; Senkrichtung auf die Rückenlehne wirkt. Beim Nachlassen dieser Senkkraft und auch beim Erreichen der äußersten Horizontällage geht der Hebel 3 unter Einwirkung der Rückholfeder in die Ausgangsstellung zurück. Dabei kann man die Abmessungen und Kraftübe.rtragungsverhältnisse so wählen, daß zur- Erzeugung des Antriebsdruckes nur eine' geringe,,: auch einem Kraiiken zumutbare
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Kraft am Handhebel 3 ausgeübt zu werden braucht Die Verbindungsmöglichkeiten des Handhebels 3 mit der Antriebswelle 16 und seine verschiedenen Stellungen seien an Hand Abb. 3 und 4 näher erläutert.
Fest mit der Welle 16 ist 'eine in ihrer Stirnfläche mit einer zylindrischen Ausnehmung 38 versehene 'Scheibe 37 verbunden. Auf das in die Ausnehmung 38 hineinragende Ende der Welle 16 ist eine Nabe 39 mittels eines bajonettartigen Verschlusses 40,41 aufsteckbar, an der das Ende 42 des Handhebels 3 mit geringem 'Schwenkbereich in der Ebene der Abb. 3 gelenkig gelagert ist. Auf ihrer Stirnfläche trägt die Scheibe 37 'eine siektorförmige Vertiefung 43, deren Bogenmaß dem Schwenkwege des Hebels 3 entspricht und in deren Bereich die Scheibe 37 mit einer Ausnehmung 44 verseben ist, in die der Hebel 3 mit einem 'Stift 46 formschlüssig eingreifen kann (s. auch Abb. 4). In der Arbeitsstellung liegt der Hebel 3 mit seinem Stift 46 an einer die Vertiefung 43 begrenzenden Anschlagfläche 45 und in seiner Ruhestellung an dem Kopf einer 'Scheibe 47 an, wobei er in der Arbeitsstellung durch eine geringe Verschwenkung gemäß Pfeil der Abb. 3 in Eingriff mit der Scheibe 37 gebracht werden kann. Will man den Verstellantrieb von der anderen Längsseite des Bettes aus betätigen, so steckt man die Nabe 39 unter Benutzung des bajonettartigen Verschlusses 40, 41 auf das ebenfalls mit einer (unter Umständen auch auswechselbaren) 'Scheibe 37 versehene andere Ende der, durchgehend geführten Antriebswelle 16 (Abb. 1). Eine Längsnut 48 in der Nabe 39 gestattet deren axiale Verschiebung auf dem Ende der Welle 16 in einer erst dann erreichbaren Winkelstellung, wenn zuvor die Anschlagschraube 47 entfernt worden ist.
Für sämtliche Teile der Vorrichtung einschließlich des Faltenbalges 31 werden zweckmäßig Werk-Stoffe gewählt, die bei Reinigung mit Desinfektionsmitteln nicht angegriffen werden.
Die nicht dargestellte Be- und Entlüftung des Druckflü'ssigkeitsbehälters 10 ist in an sich bekannter Weise verschließbar gestaltet, so daß bei entsprechender Lage des Behälters der Austritt von Druckflüssigkeit und eine dadurch verursachte Verschmutzung vermieden wird.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Vorrichtung zur stufenlosen Verstellung von Rahmenteilen an Krankenbetten unter Ver- ' wendung eines am Bettgestell lösbar befestigten, auch vom Patienten bedienbaren, hydraulischen Druckmittelantriebs mit steuerbarem Rückschlagventil, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigung sowohl der Druckpumpe als auch des Rückschlagventils durch einen einzigen Handhebel erfolgt.
  2. 2. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Handhebel auf der dem Antrieb gegenüberliegenden Bettseite angeordnet werden kann und mit ihm durch 'eine Welle verbunden ist.
  3. 3. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Gehäuse des Druckmittelantriebs eine vom Antriebshebel (3) zu betätigende Pumpe (13, 14) über ein steuerbares Rückschlagventil (21, 22) mit dem am Verstellantrieb angreifenden Kolben (25) in Flüssigkeitsverbindung steht, wobei das Rückschlagventil (2τ, 22) durch ein vom Antriebshebel (3) steuerbares Organ (19) beim Auslaß von Flüssigkeit aus dem Arbeitsraum (23) betätigt wird.
  4. 4. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan (19) mit Kanälen (33, 34) für den Rückfluß der Flüssigkeit versehen ist, die in der Senk-Stellung des Handhebels (3) mit einer zum Flüssigkeitsbehälter führenden Leitung (35) verbunden werden.
  5. 5. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ' diiie durch eine entsprechend bemessene Bohrung (33) im'Steuerkolben abfließende Druckflüssigkeit gedrosselt
    ■ wird und über den Kolben (14) und Hebel (15) eine Kraft in dem Sinne ausübt, daß der Hebel (3) und der Steuerkolben (19) selbsttätig in der . 'Senkstellung gehalten werden.
  6. 6. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Antriebskolben (25) mit dem Verstellgestänge verbindende Pleuelstange (30) sattelförmig an einem Vorsprung (29) des Kolbens angreift.
  7. 7. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebshebel (3) mit der Antriebswelle (16) lösbar, und zwar zweckmäßig derart verbunden ist, daß seine Nabe (39) infolge formschlüssiger Verriegelung (41, 48) nur in einer bestimmten Winkelstellung axial auf dem Wellenende verschiebbar ist.
  8. 8. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebshebel (3) mit seiner Nabe (39) schwenkbar verbunden und mit einem Vorsprung (46) zum Eingriff in ein fest auf der Antriebswelle (16) sitzendes Mitnehmerorgan (37) versehen ist. no
  9. 9. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ' daß das Mirnehmerorgan als Scheibe (37) ausgebildet und mit Anschlägen (45, 47) für die Schwenkbewegung des Antriebshebels (3) bei der Druckerzeugung versehen ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 280563;
    U'SA.-Patentschrift Nr. 2 203 383. iao
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 737/31 12. 56

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