DEST004873MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Mai 1952 Bekanntgemacht am 13. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Druckbolzenverriegelung, insbesondere für Stahlmöbel, bei welcher die
Riegelstange durch das, Eindrücken eines Bolzens
in das Schloßgehäuse gegen die Wirkung einer Feder in ihre Verriegelungsstellung gebracht und
der Druckbolzen durch eine in das Schloßgehäuse unter Federwirkung einfallende Sperre verriegelt
wird, wobei die Aufhebung der Sperre des Druckbolzens mittels eines Schlüssels erfolgt und der
ίο sich unter Wirkung der Feder axial verschiebende Bolzen die Riegelstange in die Entriegelungsstellung führt.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß bei _ einer D ruckbolzen verriegelung der bezeichneten
Art ein an sich bekannter, in die zentrale Bohrung des Druckbolzens eingesetzter Schlüssellochsperrer
mittels eines exzentrisch angeordneten, durch den Schlüssel verstellbaren Schließstiftes
einen Sperriegel quer verschiebt, wobei der Sperrriegel in eine Quernut des Druckbolzens und eine
Quernut des Schlüssellochsperrers eingreift, so daß der Schlüssellochsperrer gegen Abzug gesichert
ist.
Durch diese Ausführung gemäß der Erfindung wird nicht nur der Aufbau und die Handhabe
wesentlich vereinfacht, sondern darüber hinaus auch noch der Vorteil erzielt, daß bei einer Beschädigung
oder beim Verlust des Schlüssels dieser
■609 618/98
St 4873 HI/68 b
ohne Änderung der Druckbolzenausführung durch einen anderen ersetzt werden kann.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht auch noch darin, daß der bisher bei derartigen Ver-Schlüssen
übliche komplizierte und teure Schließzylinder mit Chubbeinrichtung bzw. der fest eingebaute
Zylinder mit Stiftzuhaltungen durch ein Organ in Art der bekannten Schlüssellochsperrer
ersetzt wird, wodurch der Verschluß nicht nur
ίο wesentlich vereinfacht und verbilligt, sondern auch
durch das Auswechseln dieser Schlüssellochsperrer für ein anderes Schloß benutzbar gemacht wird.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι einen gemäß der Erfindung ausgestalteten Schließzylinder in Vorderansicht,
Abb. 2 einen vertikalen Schnitt durch die Längsachse des Schließzylinders mit eingeführtem
Schlüssel,
Abb. 3 einen waagerechten Schnitt durch den Gegenstand der Abb. 1,
Abb. 4 einen senkrechten Schnitt nach Linie A-B durch den Gegenstand der Abb. 3.
Im zylindrischen Außengehäuse 1 führt sich der Druckbolzen 2, auf dessen halbrund geformtem
Ansatz 3 die Druckfeder 4 lagert, die als Gegenlager einerseits die Abschlußplatte 5 und andererseits
den Bund des Druckbolzens 2 hat. Der Schlitz 6 und die Zylinderschraube 7 dienen zur
Befestigung des in der Zeichnung nicht dargestellten
Gestänges für die Verriegelung der Schubfächer und der Schraubenkopf selbst als Anschlag-Sicherung
gegen Herausgleiten des Druckbolzens 2 aus dem Außengehäuse 1.
Im Druckbolzen 2 lagert zentrisch zur Längsachse der Schlüssellochsperrer 8 derart, daß der
feststehende Teil 9, der die Sperrstifte des Zuhaltungssystems aufnimmt, gegen Verdrehen in
die Ausnehmung 10 ragt und der drehbare Teil 11
mit dem exzentrisch angeordneten Schließstift 12 in eine Ausnehmung 13 des Sperriegels 14 greift,
der sich wiederum mit einer Fläche vor einen Abschlußbund 15 des Schlüssellochsperrers 8 legt
und diesen gegen ein Herausziehen sichert.
Der Sperriegel 14 selbst wird in einer parallel zur Horizontal achse verlaufenden Quernut 16 des
Druckbolzens 2 geführt und ragt in seiner Sperrstellung mit einem Ende in die Aussparung 17 des
Außengehäuses 1. Eine Abgrenzung der Riegelführung gibt das lose eingelegte Füllstück 18. Die
Druckfeder 19 lagert zwischen Sperriegel 14 und Innenwand des Außengehäuses 1.
Nach Einführen des Schlüssels 20 in den Schlüsselsperrer 8 und einer Drehung desselben
im Sinne des Uhrzeigers wird durch den Schließstift 12 der Sperriegel 14 aus seiner Arretierung in
der Aussparung 17 des Außengehäuses 1 gezogen, so daß durch die Wirkung der Druckfeder 4 der
Druckbolzen 2 nach vorn schnellt und somit das an diesem mit der Schraube 7 befestigte Gestänge
die Verriegelung der Schubfächer auslöst. Der Schlüssel 20 kann nach einer entgegengesetzt im
Sinne des Uhrzeigers ausgeführten Drehung um abgezogen werden. Dabei legt sich der Schließstift
12 in seine Ausgangsstellung, und der Sperrriegel 14 erhält freie Bewegungsmöglichkeit. Zur
Verriegelung der Schubfächer bedarf es dann nur eines Daumendruckes auf den Druckbolzen 2, der
nach Erreichen der Endstellung durch Einschnappen des Sperriegels 14 in die Aussparung 17
des Außengehäuses 1 arretiert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Druckbolzenverriegelung, insbesondere für Stahlmöbel, bei welcher die Riegelstange durch das Eindrücken eines Bolzens in das Schloßgehäuse gegen die Wirkung einer Feder in ihre Verriegelungsstellung gebracht und der Druckbolzen durch eine in das Schloßgehäuse unter So Federwirkung einfallende Sperre verriegelt wird, wobei die Aufhebung der Sperre des Druckbolzens mittels eines Schlüssels erfolgt und der sich unter Wirkung der Feder axial verschiebende Bolzen die Riegelstange in die Entriegelungsstellung führt, dadurch gekennzeichnet, daß ein an sich bekannter, in die zentrale Bohrung des Druckbolzens (2) eingesetzter Schlüssellochsperrer (8) mittels eines exzentrisch angeordneten, durch den Schlüssel (20) verstellbaren Schließstiftes (12) einen Sperriegel (14) quer verschiebt, wobei der Sperriegel (14) in eine Quernut (16) des Druckbolzens (2) und eine Quernut des Schlüssellochsperrers (8) eingreift, so daß der Schlüssellochsperrer gegen Abziehen gesichert ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 677 092.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 618/98 9. 56
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