DER0015154MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. Oktober 1954 Bekanntgemacht am 24. November 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Galvanisierungs-Ring- und -Wanderbäder isitid
bekannt, desgleichen Ring- und Wanderbäder mit zusätzlichen Reversierbewegungen. Die Stromzuführung
von der festen Kathodenschiene zur Ware erfolgt mittels KupferkoMebünsten oder ähnlicher
schleifender Stromübertragungsmittel.
Bei Ringbädern wird der Strom von der feststehenden Kathodenschiene mittels Kohlebürsten
auf einen Schleifring übertragen. Dieser !steht 'mit dem Warenring elektrisch in Verbindung. Auf dem
stromführenden Warenring werden die Gestelle aufgehangen und teilweise festgeklemmt. Über die
Gestelle erhält die zu galvanisierende Ware Strom.
Bei Wanderbädern rutschen die Warengestelle auf der feststehenden Kathodenschiene durch das
Bad, oder Transportwagen tragen die Warengestelle durch das Bad. Diesen Transportwagen wird dann
von einer feststehenden Kathodenschiene über Kupferkohlebürsten Strom zugeführt. Auif den
Transportwagen werden die Warengestelle aufgehängt und übertragen somit den Strom auf die
Ware.
Bei allen bekannten Anlagen wird somit der Strom durch Schleif wirkung übertragen. Die
Schleifkontakte stellen aber bei Galvaniisierungsanlagen
bekanntlich unangenehme Störquellen dar, die man bisher vergeblich zu beheben versucht bat.
Durch die Erfindung hat dieses Problem erstmalig eine befriedigende Lösung gefunden, und
zwar besteht der Erfindungsgedanke im wesent-
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'lichen darin, dall zwei oder mehrere an eine gemeinsame
Stromquelle angeschlossene Tragschienen für
die Ware bzw. deren Träger nebeneinander angeordnet sind, von denen mindestens eine ortsfest
und mindestens eine andere derart hin und her beweglich gelagert ist, daß ihre Oberkante bei der
Vorwärtsbewegung über der Oberkante der festen Schiel!.· bzw. Schienen liegt, während die Rückwärtsbewegung
der beweglichen Tragschiene ganz ίο oder teilweise unter gleichzeitigem Absenken derselben
bis unter die Oberkante der festen Tragschiene bzw. Schienen erfolgt.
Infolge dieser Anordnung und Ausbildung der Wareiisehienen werden die Warenträger ohne
Unterbrechung der Stromzuführung sowie unter Fortfall von Schleifkontakten od. dgl. vorwärts
bewegt und damit die durch die Schleifkontakte (.d.dgl. verursachten Störungen völlig ausgeschaltet.
Dabei ist es ohne weiteres möglich, Reversierao bewegungen auszuführen, die in vielen Fällen erforderlich
sind.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an einigen
Ausfühnmgsbeispielen veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Wanderbad, as Fig. - einen Längsschnitt durch ein Wanderbad
mit einer Transporteinrichtung für lange Wege,
l'"ig. 3 eine Transporteinrichtung eines Wanderbades
für kurze Wege im Längsschnitt, Fig. .| den Grundriß eines Ringbades mit Transporteinrichtung,
Fig. 5 einen Querschnitt durch das Ringbad nach l'ig. 4.
I!ei dem Wanderbad nach Fig. 1 und 2 trägt der
!hutbehälter 1 mit den Säulen 2 die Transportein richtung.
Zwischen den Saiden 2 lxTmden sich die Anodenschienen 3, 4 und 5 und an den Längsseiten
des Wanderbades die Anodenschienen 6 und 7.
Diese Anodensehienen 3 bis 7 tragen die Anoden S.
Der Warenträger 9 trägt die 1>efestigten Warcnstaffeln
10.
Die Transporteinrichtung besteht hier aus zwei einander parallel verlaufenden, ortsfesten Waren
schienen 1 1 und einer zwischen letzteren angeordneten,
beweglichen Warenschiene 12, die an eine gemeinsame Stromquelle (Kathode) angeschlossen
werden. Die Stromzuführung erfolgt daixM durch feste Anschlüsse, beispielsweise bei to.. Der Anschluß
an die bewegliche Warenschiene 12 wird vorzugsweise durch biegsame Kabel ausgeführt.
Hei 20 greift ein Schubantrieb an, durch den die Warenschiene 12 hin- und herbewegt wird, und
zwar im Maximum von </ nach b\ lxMin Reversier
weg von α nach c und von c nach
</.
Die festen Warenschienen 11 ruhen auf einem
U förmigen Träger i.|, während an leiden Seiten der bewegliehen Schiene 12 in bestimmten Abständen
Rollen 13 angebracht sind, die auf bzw. in am Träger 14 befestigten Führungen abrollen.
Diese Führungen bestehen in dem dargestellten fio Auisführuugsbeispiel aus je einem mit einer Kurven
bahn versehenen (irundkörper 15, einem über der kurveubahn liegenden Steg 16 und zwei an den
Luden des Steges 16 schwenkbar angeordneten Sperrklinken 17 und 18, von denen die erstere, 17,
durch eine nicht dargestellte Feder in der in Fig. 2 dargestellten Lage gehalten wird, während die
andere, 18, durch ihr Eigengewicht auf dem Grundkörper 15 ruht und mit dem Steg 16 und der
außerhalb der Rurvenbahn liegenden Oberkante des
Grundkörpers 15 in gleicher EIx1He liegt. Die Rollen
werden dabei so angeordnet, daß die Oberkante der beweglichen Tragschiene 12 die Oberkante der
festen Schienen 11 überragt, wenn die Rollen 13 auf dem oberen Teil des Grundkörpers 15 bzw. auf
dem Steg 16 abrollen.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt: Die Warenschiene 12 mit den in Fig. 2
schematisch ohne Warenstafl'eln 10 dargestellten Warenträgern () wird durch den bei 20 angreifenden
Antrieb bis b vorbewegt. Dabei werden die hochstehenden Klinken 17 durch die Rollen 13
überfahren. Nach dem Überfahren werden die unter Federwirkung stehenden Sperrklinken 17 wieder
hochgeschwenkt. Bei der rückläufigen Bewegung der Warenschiene 12 laufen die Rollen 13 dann
unter den Stegen 16 auf den Kurvenbahnen der Grundkörper 15 entlang. Dabei senkt eich die
Oberkante der Warenschiene 12 bis unter die Oberkanten
der Warenschienen 11, so daß die Warenträger 9 auf den festen Warenschienen 11 abgesetzt
werden. Die Warenschiene 12 läuft dann leer weiter. Sobald die Rollen 13 die Steigbahnen der
Kurven erreichen, heben sich die Klinken 18 ab, und
die Warenschiene 12 lxnvegt sich wieder aufwärts, bis ihre Oberkante wieder üIxm" den Oberkanten der
Warenschiene 11 liegt. Daixn werden die Warenträger (.) wieder von den festen Schienen 1 1
abgehoben. Sobald die Rollen 13 den Punkt« erreicht haben, klappen die durch die Rollen 13
kurzzeitig angehobenen Klinken 18 durch ihr Eigengewicht wieder in die in Fig. 2 dargestellte Lage
zurück.
Bei dem vorstehend lxjschrielxüicn Beweguimgsspiel
wird jeder Warenträger um eine Abstandsstrecke nach links transportiert. Die Ware wird
also bei d aufgegeben undboi b wieder abgenommen.
Arbeitet ein Bad mit Rcverisierbeweguingen, so
finden diese zwischen α und c mehrmals statt, ehe der große Vorschubweg von « nach b und der [Rücklaufweg
von b über die Kurvenbahn nach α beginnt.
In Fig. 3 ist das gleiche Prinzip dargestellt, nmr sind hier die Sperrklinken 17 und 18 unter Fortfall
eines Zwischensteges 16 zu einem schwenkbaren ungleichschenkligcn Winkelhebel 21 vereint. Die
Strecke« bis c erfährt dadurch eine Verkürzung.
Bei dem in Fig. 4 und 5 dargestellten Rimgbadbehälter
31 wird die Transporteinrichtung von vier Säulen 32 getragen. Zwischen diesen Saiden Ixifinden
sich Anodenstangen. Außerdem sind an den Außenkanten des Badbehälters Anodenstangen 23 und 24
angebracht. Die Transporteinrichtung arbeitet wie vorstehend Ix'schrieben, jedoch nicht geradlinig,
sondern auf einem Kreisbogen; sie besteht anis zwei ringförmigen, fest gelagerten Warenschienen 25
und einem dazwischen angeordneten, beweglichen Warenring 26, an dem in bestimmten Abständen
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Rollen 27 vorgesehen sind. Die Warenschienen 25 ruhen auf einem Träger 28. An diesem Träger sind
ebenso wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 Führungskörper 15, Stege 16 und Sperrklinken
17 und 18 angebracht, jedoch nur einseitig, da infolge der Ringform ein seitliches Ausweichen
des beweglichen Ringes 26 nicht möglich ist.
Durch zwei sich gegenüberliegende Säulen geht von dem beweglichen Warenring 26 aus eine Quer-■
10 verbindung 22, die in der Ringbadmitte gelagert ist. Diese Querverbindung 22 wird durch ein
geeignetes Getriebe derart angetrieben, daß sie Pendelbewegungen im Bereich des Winkels α ausführt.
Dabei bewegen sich die Warenträger 9 auf einem Kreisbogen durch das Ringbad 31. Die Abnahme und Aufgabe der Warenträger 9 erfolgt
bei 29.
Auch bei dieser Ausführungsform können den Warenträgern Reversierbewegungen erteilt werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Galvanisierungs-Ring- oder -Wanderbad, bei welchem die Warenträger auf waagerecht verlaufenden Schienen durch das Bad bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere an eine gemeinsame Stromquelle angeschlossene Tragschienen für die Waren bzw. deren Träger nebeneinander angeordnet sind, von denen mindestens eine ortsfest und mindestens eine derart hin- und herbeweglich gelagert ist, daß ihre Oberkante beim Vorwärtshub über der Oberkante der festen Schiene liegt, während deren Rückwärtsbewegung ganz oder ■ teilweise unter gleichzeitigem Absenken bis unter die Oberkante der festen Tragschiene bzw. Tragschienen erfolgt.
- 2. Galvaniisierungs-Ring- oder -Wanderbad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hin- und herbewegliche Warenschiene (12 bzw. 26) zwischen zwei ortsfesten Warenschienen (11 bzw. 25) angeordnet ist.
- 3. Galvaniisierungs-Ring- oder -Wanderbad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hin- und herbewegliöhe Warentragschiene mittels Zapfen, Rollen (13 bzw. 27) od. dgl. auf ortsfesten Fühnungskörpern (15) gelagert ist, welche zur Mitte hin abfallende Führungsbahnen aufweisen, über denen Stege (16), Sperrklinken (17, 18), Kipphebel (211) od. dgl. derart angeordnet sind, daß die Gleitzapfen oder Laufrollen (13) bei der Vorwärtsbewegung der Warentragschiene über die Stege, Sperrklinken, Kipphebel od. dgl. hinweg, bei der rückläufigen Bewegung dagegen unter 'diesen hindurch über die Führungsbahn bewegt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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