DER0008958MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. Mai 1952 Bekanntgemacht am 10. November 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Ausstellarme, die einen Fensterflügel aus der Kippstellung in Parallelstellung bringen, sind bekannt.
Diese Ausstellarme verschließen den Flügel nicht selbsttätig, sondern finden nur für Fensterflügel
Verwendung, deren Kämpfer oder Sohlbank zum Verschließen der Flügel überfälzt angeordnet
oder mit Nut und Feder versehen sind. Diese bekannten Ausstellarme weisen am oberen Ende zwei
Führungszapfen auf, die sich ■— während der Bewegung aus der Öffnungsstellung in die Schließstellung
— in die lotrechte Schlitzbahn nach unten einführen und dadurch die Nut -des unteren Flügel-Querholzes
in die Feder des Holzkämpfers oder der Holzsohlbank einschieben. Wäre die Holzüberfälzung
bzw. die Nut und Feder nicht vorhanden, so würde schon bei geringstem Winddruck Luft
durch die untere Flügelfalz dringen. Erfahrungsgemäß wird die Schlitzbahn etwas breiter ausgebildet
als der Durchmesser der Führungszapfen, damit sich diese auch nach dem Farbanstrich leicht
in die Schlitzbahn führen lassen. Diese naturgemäß erforderliche Maßtoleranz zwischen Führungszapfen
und Schlitzbahn bewirkt, daß das mit dem Flügel verbundene untere Ende des Ausstellarmes den
509 579/288
R 8958 V/68b
Flügel nicht fest genug gegen den Blendrahmen hält, wodurch an dieser Stelle Luft eindringt. Um
dies zu verhindern, wird, wie oben beschrieben, die Kämpfer- oder Sohlbankpartie überfälzt angeordnet.
Dies ist aber nur möglich bei Anfertigung neuer I1-C)]St(M' oder Änderung vorhandener Fenster. Es
war also bisher nicht möglich, Ausstellarme von parallel abzustellenden Flügeln an vorhandenen
Fenstern oder an neuen Fenstern ohne Überfälzung ίο anzubringen, ohne auf eine Dichtigkeit zu verzichten.
Nach der Erfindung wird unten am Ausstcllarm ein Verschlußzapfen angebracht, der in einer am
Blendrahmen angebrachten unteren Schlitzbahn gcführt ist und so den am unteren Ende des Ausstcllannes
angelenkten Flügel fest gegen den Blendrahmen drückt und den Flügel festhält und verschließt,
ohne daß dazu besondere Ilolzüberfälzungen erforderlich sind.
Der Flügel wird in an sich bekannter Weise durch einen l'arallelölfner gekippt und parallel abgestellt.
Gemäß der Erfindung ist unten am Ausstellarm oberhalb der Flügcllagerung ein Verschlußzapfen
angebracht, der während der Flügel-Zurück setzbewegung die winkelförmige Schlitzbahn verläßt
und sich während der Schließbewegung in die Schlitzbahn nach unten einführt.
Die Zeichnung zeigt in
Die Zeichnung zeigt in
Abb. 1 den geschlossenen Fensterflügel mit dem Parallelöffiicr in Vorderansicht, in
Abb. 2 (1(Mi parallel abgestellten Flügel mit den oberen und unteren Ausstellarmen in Seitenansicht, in
Abb. 3 den geschlossenen Ausstellarm in Vorderansicht, in
Abb. 4 den geschlossenen Ausstcllarm in Seitenansicht mit dein betreffenden Fensterteil in Seitenansicht
markiert, in
Abb. 5 den parallel zurückgesetzten Flügelteil mit dem Ausstellarm in Seitenansicht und in
•to Abb. 6 die Darstellung derselben Teile, aber in einer anderen Ausführungsform.
•to Abb. 6 die Darstellung derselben Teile, aber in einer anderen Ausführungsform.
Am Blendrahmen 1 ist eine Schlitzplatte 2 angebracht, die außer den oberen Schlitzbahnen 3, 4 am
UiU(M-CIi Ende die Schlitzbahnen 5, 6 aufweist, worin
■15 sich der Verschlußzapfen 9 führt, der an dem am Flügel 7 angelenkten Ausstellarm 8 befestigt ist.
Die Schlitzbahnen 5, 6 mit dem Verschlußzapfen 9 treten nur zusammen mit dem Parallelöffner 10 in
Funktion.
Um den Flügel 7 aus der Verschlußstellung in die <">ffnungsstellung zu bringen, wird der Verschlußzapfen
9 durch Einwirkung des Parallclöffners 10 in die Schlitzbahn 5 nach oben und aus
der Schlitzbahn 6 einwärts geführt. Um den Flügel 7 aus der Öffnungsstcllung in die Verschlufistellung
zu bringen, wird der Verschlußzapfen 9 church Einwirkung des Parallelöffners 10 zumachst in die
Schlitzbahn 6 und anschließend in die Schlitzbahn 5 geführt. Der Verschlußzapfen 9 kann, auch am
Blendrahmen 1 und die winkelförmige Schlitzbahn 5, 6 an dem Ausstellarm 8 angebracht werden.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum parallelen Zurücksetzen der Flügel von Fenstern, Türen od. dgl. mit
oberen und unteren Ausstellarmcn und mit einer am feststehenden Rahmen angeordneten Schlitzbahn
für die unteren Ausstellarmc, die in der Nähe des oberen Endes der unteren Ausstellarmc
aus einem geraden, in der Ebene der Fensteröffnung liegenden und einem von diesem
abzweigenden, schräg ins Rauminnerc gerichteten Führungsschlitz besteht, in dem zwei am
Ausstellarm angebrachte Zapfen geführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende
des Ausstellarmes (8) ein an sich bekannter Verschluß angeordnet ist, bestehend aus einem
Verschlußzapfen (9) und einer Vcrschlußplatte (2'), von deren Kante eine winkelförmige
Schlitzbahn (5, 6) ausgeht.
2. Vorrichtung zum parallelen Zurücksetzen der Flügel von Fenstern, Türen od. dgl. nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schlitzbahn (3, 4) aufweisende Platte (2)
mit der Verschlußplatte (2') aus einem Stück besteht.
3. Vorrichtung zum parallelen Zurücksetzen der Flügel von Fenstern, Türen od. dgl. nach
den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausstellarm (8) den Verschlußzapfen
(9) aufweist, der sich in der winkelförmigen Schlitzbahn (5, 6) der Vcrschlußplatte
(2') führt.
4. Vorrichtung zum parallelen Zurücksetzen der Flügel von Fenstern, Türen od. dgl. nach
den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausstellarm (8) die winkelförmige
Schlitzbahn (5, 6) aufweist und die Verschlußplatte (2') den Verschlußzapfen (9) trägt.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 638519, 686122.
Deutsche Patentschriften Nr. 638519, 686122.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 579/288 11.55
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