DER0000772MA - Welligkeitsmeßleitung für Meterwellen - Google Patents
Welligkeitsmeßleitung für MeterwellenInfo
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Description
Ein einfaches und in der Technik kürzerer Wellen viel angewandtes Mittel zur Bestimmung von Widerstandsgrössen und -verhältnissen ist die Messung der Welligkeit, also der Spannungsunterschiede, längs einer homogenen Leitung, die einerseits mit der zur Untersuchung gewünschten Spannung bestimmter Frequenz gespeist wird, selbst einen bestimmten Wellenwiderstand aufweist un am anderen Ende mit den zu untersuchenden Abschlusswiderständen versehen wird. Der Spannungsverlauf längs der Leitung, die selbst mindestens die geometrische Länge einer halben bis ganzen elektrischen Wellenlänge haben muss, wird regelmässig so gemessen, dass in einem den elektrischen Feldlinienverlauf in der Leitung möglichst wenig störenden Schlitz ein Abtastorgan beweglich angeordnet ist, das in Verbindung mit einem Spannungsanzeiger die Hochfrequenzspannung absolut oder relativ abzulesen gestattet.
Meist ist die Messleitung in gestreckter Form als gerade konzentrische Leitung ausgeführt, das Abtastgerät bewegt sich dann auf einer geraden Schlittenbahn. In manchen Fällen, z.B. für zeitlich fortlaufende Ablesung oder Sichtanzeige des Spannungsverlaufs, wurde aber auch die Messleitung zu einem Kreis zusammengebogen, sodass mit einem rotierenden Abtastorgan fortlaufend der Spannungsverlauf vom Anfang zum Ende und wieder von Anfang des gebogenen Stückes aus verfolgt und z.B. mit einem synchron gekoppelten Kathodenstrahloszillographen zur Anzeige gebracht werden konnte.
Besonders bei längeren Wellen führt das Verfahren der direkt abgetasteten Messleitung zu mechanisch unförmigen Gebilden. Es wird daher erfindungsgemäss vorgeschlagen, ein indirektes Abtastverfahren in bestimmten Fällen anzuwenden, wobei in einer Art elektrisch verkleinerten mechanischen Form der Abtastweg unabhängig von der Länge der abgetasteten Messleitung wird, was dadurch geschieht, dass gemäss Abb. 1 die gestreckte oder auch einfach oder mehrfach aufgewickelte Messleitungslänge L in bestimmten, gegenüber der verwendeten Wellenlänge genügend kleinen Abständen A mit festeingebauten Messorganen, z.B. Germaniumgleichrichtern G in entsprechender Schaltung, versehen wird, deren Messtromabführungen M an einem Wahlschalter S zusammengeführt werden, von wo sie abgenommen werden können. Es besteht hierbei auch die Möglichkeit, siehe Abb. 2, je nach Wellenlänge einige der Messtellen I, II, III, IV, V u.s.f. zu überspringen, also
eine Abtastfolge I, IV, VII, X u.s.f. zu bilden, oder nur einen Teil der Messlänge mit ihren Messtellen, z.B. VI, VII, VIII, IX, X ..., auszunützen; so erhält man verschiedene wählbare Wellenbereiche bzw. einen der Wellenlänge angepassten Anzeigemasstab bei einer nachgeschalteten Sichtanzeige.
Diese letztere kann in einfacher Weise gemäss Abb. 3 so vorgenommen werden, dass auf einer rotierenden Drehachse D sowohl die Abnehmer der verschiedenen Messtellenumschalter U(sub)1, U(sub)2, als auch der Abnehmer eines Umschalters Z für die Steuerung der Zeitablenkungsspannung der Kathodenstrahlröhre R mit ihren Plattenpaaren P(sub)1 und P(sub)2 angebracht sind, wodurch bei genügend schneller Umschaltung, z.B. 10 Achsdrehungen pro Sekunde, auf der Kathodenstrahlröhre ein stehendes Bild entsteht. Die sichtbare Kurve setzt sich dabei aus einzelnen Punkten zusammen, deren Abszissenwert auf der waagerechten Zeitachse durch den gerade abgetasteten Spannungspunkt des Zeitwertumschalters Z, und deren Ordinatenwert auf der senkrechten Spannungsachse dem hochfrequenten Spannungswert auf der gerade abgetasteten Stelle der Messleitung entspricht. Es ergibt sich hierdurch ein sichtbares Bild etwa nach Abb. 4, wo X die Zeitachse (Abszisse) und Y die Spannungsachse (Ordinate) darstellt. Durch Anordnung einer zeitweise betätigten Kurzschlusstaste an geeigneter Stelle der Schaltung kann, z.B. bei einer nachleuchtenden Braun'schen Röhre, deren Nachleuchtdauer auch die Umschaltdrehzahl nach geringen Werten hin begrenzt, erreicht werden, dass der Spannungswert für verschiedene Welligkeit als waagrechte Linie V auf dem Bildschirm der Anzeigeröhre während der Beobachtung des Spannungsverlaufs mit vorhandener Welligkeit W erscheint.
Claims (4)
1. Anordnung zur Messung oder Sichtanzeige der Welligkeit auf einer Messleitung für Hochfrequenz, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer gestreckten oder ringförmigen oder mehrfach aufgewickelten Messleitung eine grössere Anzahl Messtellen fest eingebaut ist, deren Messpannungsabführungen zu einem Abtastumschalter mit Anzeigevorrichtung führen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass synchron mit der Messpannungsumschaltung eine Zeitablenkspannung geschaltet wird, sodass auf einer Kathodenstrahloszillographenröhre ein stehendes Bild der Spannungsverteilung auf der Messleitung erzeugt wird.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass aus der vorhandenen Anzahl der Messtellen an der Messleitung nur eine bestimmte Anzahl, entweder nebeneinanderliegend oder mit Auslassungen dazwischen, für die Anzeige herangezogen werden, um so verschiedene Wellenlängenmessbereiche oder Bildmasstäbe zu erzielen.
4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Sichtmessung der Welligkeit die Linie verschwindender Welligkeit als Nulllinie des wechselnden Spannungsverlaufs wahlweise zum Erscheinen gebracht wird.
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