DER0000668MA - Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Sintermetallwerkstücken - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochwertigen Sintermetallwerkstücken

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DER0000668MA
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Germany
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sintered metal
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metal workpieces
annealing
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Inventor
Hans Dr. Zieler
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Roechlingsche Eisen und Stahlwerke GmbH
Original Assignee
Roechlingsche Eisen und Stahlwerke GmbH
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Description

Sintermetallwerkstücke werden bekanntlich durch Pressen und anschliessendes Sintern von Metallpulver hergestellt. Der Zweck dieser Arbeitsweise ist, den umständlichen Weg des Giessens und Nachbearbeitens und damit grössere Abfälle zu vermeiden.
Weiterhin ist bekannt, Weicheisenpulver, das durch ein Walzenpaar hindurchgeführt wird, zu Band zu pressen, es anschliessend zu sintern und unter Einschaltung von Zwischenglühungen zu blankem Band kaltzuwalzen, wobei man ein Band von der gleichen Güte erhält, wie es durch Kaltwalzen von Schwarzblech oder Platinen herstellbar ist. Die Güte des erzeugten Bandes hängt in beiden Fällen in erster Linie von der Beschaffenheit des verwendeten Ausgangsstoffes ab, denn bei dem normalen Kaltwalzprozess ist keine wesentliche Änderung der chemischen Zusammensetzung zu beobachten.
Ein weiches Band besonderer Güte lässt sich nur aus einem nahezu schwefel- und kohlenstoffreien Ausgangsstoff herstellen, einerlei, ob als solcher kompaktes warmgewalztes Eisen oder Eisenpulver verwendet wird. Die Erzeugung eines solchen Ausgangsstoffes ist aber auf schmelzmetallurgischem Wege praktisch nicht möglich.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass sich Eisen- oder andere Metallwerkstücke durch Glühen in reduzierendem Schutzgas, wie z.B. Hochofengichtgas oder Wasserstoff, weitgehend entkohlen bzw. fast nahezu völlig entschwefeln lassen, wenn das Werkstück ein lockeres oder poröses Gefüge besitzt. Versuche haben gezeigt, dass Eisen- oder andere Metallpulver in lockerem, gepresstem oder gesintertem Zustand nach eine Glühbehandlung in Hochofengichtgas bis auf 0,03% Kohlenstoff entkohlt werden können. Nach einer Glühbehandlung in Wasserstoff findet ausser der Entkohlung noch eine Entschwefelung bis auf 0,002% Schwefel statt. Diese Entschwefelung ist umso geringer, je dichter das Gefüge des Ausgangsstoffes wird, wie z.B. durch einmaliges oder öfteres Pressen oder Walzen. Bei Beseitigung des gesamten Porenraumes findet überhaupt keine Entschwefelung mehr statt.
Bei der Herstellung von schwefel- und kohlenstoffarmen oder -freien Werkstücken aus Eisen- oder anderen Metallpulvern hat man es also bei Anwendung dieser neuen Erkenntnis durch die Glühbehandlung in der betreffenden Schutzgasatmosphäre in der Hand, den Kohlenstoff- und Schwefelgehalt des Ausgangsstoffes (Metallpulver) oder des gepressten oder gesinterten Werkstückes soweit herabzudrücken, wie es auf schmelzmetallurgischem Wege praktisch überhaupt nicht möglich ist. Man ist also von der Beschaffenheit des verwendeten Ausgangsstoffes nicht mehr abhängig.
Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich auf die Herstellung von Werkstücken aus allen solchen Metallpulvern anwenden, die eine Affinität zum Schwefel haben, wie z.B. <Nicht lesbar> Kupfer, Blei, Zink, Arsen, Antimon, Zinn, Kobalt, Nickel oder Legierungen, die eines oder mehrer dieser Metalle enthalten.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von hochwertigen, nahezu kohlenstoff- und schwefelfreien Sintermetallwerkstücken, insbesondere zur Herstellung von blankem, kaltgewalztem Band aus Eisen- und anderen Metallpulvern durch Glühen der Werkstücke in reduzierender Schutzgasatmosphäre, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühung des Ausgangspulvers oder des gepressten oder gesinterten Werkstückes in lockerem oder porösem Zustand erfolgt.

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